Exkursion zur SGL Rotec in Lemwerder

Im Rahmen der Veranstaltung „Sustainable Material in Products of Wind Energy“ von Rosa Garcia Sanchez durften wir die Firma SGL Rotec besichtigen. Diese Exkursion zu dem Hersteller von Rotorblättern für Windräder führte uns nach Lemwerder im Bremer Norden.

Während der Führung sahen wir einen Teil der Produktion der Rotorblätter. Wir lernten den Aufbau eines Rotorblattes mit den einzelnen Schichten kennen. Ein weiteres Augenmerk lag auf den Arten der Abfallstoffe sowie Resten der Produktion und darauf, wie diese möglicherweise weiter verwertet werden können bzw. ob sie entsorgt werden müssen.

Als Höhepunkt durften wir uns sogar ein Rotorblatt von innen anschauen. Dabei ist auch das Gruppenfoto entstanden.

Lemwerder

Es war eine interessante und lehrreiche Exkursion. Sie hat mir – und sicher auch allen anderen Teilnehmerinnen – großen Spaß gemacht.

Augen-Logo Stefanie (Redaktion: Alke)

Arduino mit Dr. Blinken – Ein Einblick

Bereits am Mittwochmittag kurz nach Beginn des Kurses blinkten die ersten Leuchtdioden, gesteuert vom Microcontroller Arduino, auf den Tischen der Teilnehmerinnen.

Am Donnerstagmorgen dann die Frage an alle: „Wie lange programmierst du schon?“

Habe ich mir dazu je schon mal Gedanken gemacht?

Anhand der Ergebnisse wurden dann Zweierteams gebildet und die Arduino-Programmierung mit LEDs weiter erforscht. Die erste Aufgabe, einen Würfel zu programmieren, wurde in Angriff genommen. Da ich in den letzten Jahren primär mit Java entwickelt habe, kam ich einerseits dann doch irgendwann ins Schwitzen – so halbseiden objektorientiert mit Modulen ohne und mit Klassen geht halt nur in C++, der Sprache, mit der Arduino programmiert wird. Andererseits kramte ich mit Genuss die Erinnerungen an intensive Zeiten mit Pointern und Header-Dateien während meines Studiums hervor.

Am Ende leuchteten auf meiner an den Arduino angeschlossenen LED-Platine per Knopfdruck zufällige Würfelpunktmuster – ganz wie beim Original.

Bildquelle

Nun die Frage an die Kursleiterin Dr. Blinken: „Béla, wann und wie bist du dazu gekommen, LEDs mit dem Arduino zum Leuchten zu bringen?“

Béla: „Vor anderthalb Jahren habe ich mein erstes Projekt zusammengelötet, ein Bausatz von der Blinken Area. Ich war schon öfter auf dem Chaos Communication Congress und fand die Projekte von Blinkenlights schon immer ziemlich toll. Ich habe dann auch angefangen, mich ein bisschen mit Elektronik zu beschäftigen und mit dem Arduino herumexperimentiert.“

Links zum Thema Arduino:

Augen-Logo Sybille (Redaktion: Alke)

Schokolade und Urban Gardening

Am Mittwochnachmittag verabredeten wir uns zum Besuch des legendären Fabrikverkaufs einer bekannten Bremer Schokoladenmarke. Da die Verkaufsstelle bereits um 15 h schließt, waren wir am frühen Nachmittag mit Bus und Bahn bzw. dem Fahrrad angereist. Der Verkaufsraum war zum Glück (angesichts der Zeit) nicht so groß wie erwartet. Das Angebot der billigen „Ausschussware“ ist beinahe beschaulich; aber trotzdem ist für die meisten Geschmäcker ein Schnäppchen dabei.

Die Firma hält sich nach eigenen Angaben weiter an das Schokoladenreinheitsgebot, welches mit Einführung von EU-Richtlinien leider zu Fall kam. So findet frau hier hochwertige Schokolade ohne böse Überraschungen (wie z. B. „Fremdfetten“ in Vollmilchschokolade oder Laktose in Zartbitterschokolade). Nach einer halben Stunde und mit Ausgaben von durchschnittlich ca. 22,- Euro pro Nase sammelte sich unserer Gruppe draußen, um die „fette Beute“ zu vergleichen und zu verkosten.

Nachdem wir schon eine Weile neben dem Lucie-Flechtmann-Platz saßen, fiel mir der Urbane Garten auf. Magisch angezogen, wandelten wir bald zwischen selbstgezimmerten Beeten mit Blumen und Nutzpflanzen. Schirme und andere alte Gegenstände schmücken und gestalten das Gesamtbild mit. Das Projekt bezeichnet sich als offener Gemeinschaftsgarten.

Ein Kräuterbeet lud mit der Aufschrift „free herbs“ zum Naschen ein. Gemeinschaftsgärten sind kollektiv betriebene Gärten, oft auf brach liegenden Grundstücken, aber nicht selten ist die rechtliche Situation unklar. Bewusstes illegales Bepflanzen von ungenutzten Flächen wird auch Guerilla Gardening genannt. Meist entstehen urbane Gemeinschaftsgärten links- oder ökologie-politisch motiviert. Dahinter stecken Forderungen und Bedürfnisse nach

  • moralischer Ökonomie (lokale Nahrungsmittelherstellung, ortsnaher Konsum und geringe Transportwege)
  • Selbstversorgung und Subsistenzwirtschaft
  • kulturellem Austausch und gemeinschaftlichem Arbeiten und Erzeugen von Nahrung (interkultureller Garten)

Der urbane Garten neben dem Lucie-Flechtmann-Platz Foto: Sybille

(Der urbane Garten neben dem Lucie-Flechtmann-Platz. Foto: Sybille)

So sehr ich solche Projekte begrüße, betrachte ich ihre Schattenseiten kritisch. Nicht mehr zu übersehen ist der mittlerweile eingetretene kommerzielle Nutzen solcher Projekte. Städte fördern/dulden Urbane Gartenprojekte als Prestigeobjekte, um sich einen modernen, interkulturellen Anstrich zu verpassen und treiben so die Gentrifizierung voran.

An besagtem Mittwoch jedoch genoss unsere kleine Ausflugsgruppe den schönen und willkommenen Garten. Nachdem die Beete begutachtet und die Pflanzen fachkundig bestimmt, alles bewundert und fotografiert worden war, landeten wir in einer kleinen Sitzecke mit Strohballen, wackeligem Tisch und Stühlen. Wirklich gemütlich verbrachten wir hier klönenderweise einen genussvollen Restnachmittag im Garten.

Quellen und zum Nachlesen:
http://www.alles-deutschland.de/mshow.cfm?id=3099&mid=17
http://www.hachez.de
http://ab-geht-die-lucie.blogspot.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaftsgarten
http://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla_Gardening
http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin-Tempelhof#Proteste_ge
http://de.wikipedia.org/wiki/Gentrifizierung

Augen-Logo Sybille (Redaktion: Alke)

Sommeruni Bremen – Vortrag: Kooperationen rechtssicher gestalten

Nicht viele Ingenieurinnen brennen für das Thema „Recht“. Langsam füllt sich der Raum 1460 am Mittwochnachmittag, es finden sich doch noch einige interessierte oder neugierige Zuhörerinnen. Es ist 14.55 Uhr, als Ulrike Kohls, Anwältin aus Bremen, ihren Vortrag beginnt. Das Murmeln der Teilnehme­rinnen verstummt. Mit beneidenswerter Souveränität und geübtem Vortragsstil spricht Ulrike über Formen der Zusammenarbeit zwischen Ingenieurinnen und ihren Auftraggeberinnen, Rechtsformen und Risiken, als hätte sie noch nie etwas anderes getan.

Sie erklärt, wo beim Thema „Kooperation“ Risiken liegen können und wie man diese eliminiert. Sie zeigt auf, was alles schief gehen kann, aber warum kooperieren dennoch lohnenswert ist.

Während die Studen­tinnen staunen und sich denken „So will ich mal werden“, kann sich Ulrike vor Fragen der schon im Berufsleben stehenden Teilnehmerinnen kaum retten.Der Vor­trag endet, ohne dass alle Folien besprochen werden konnten. Die Zuhöre­rinnen haben definitiv Hunger auf „mehr“ und lassen Ulrike auch nach der Präsentation nicht nach Hause gehen.

Einig sind sich alle: Wir wünschen uns defi­nitiv mehr solcher toller Vorträge und mehr von Ulrike Kohls!

Text: Wiebke Lachmann

Augen-Logo Alke

Sommeruni Bremen – Vortrag zu aktuellen Forschungsthemen in der Solarthermie

Quelle: http://cms.uni-kassel.de/unicms/uploads/RTEmagicC_ulrike.jpg Zur Auftaktveranstaltung der 5. Ingenieurinnen Sommeruni fand am 19 . August 2013 ein Vortrag durch Prof. Dr. Ulrike Jordan zum Thema „Aktuelle Forschungs­themen in der Solarthermie“ statt. Der sehr gut besuchte Vortragsaal, der auch männliche Teilnehmer anzog, dauerte ungefähr zwei Stunden und handelte von dem zukunftsträchtigen Feld der Solarthermie. Frau Prof. Dr. Ulrike Jordan hatte keine Scheu, auch einmal in die Runde zu fragen oder hochkomplizierte Dinge zu behandeln.

(Bildquelle: http://cms.uni-kassel.de/unicms/uploads/RTEmagicC_ulrike.jpg)

Sie hatte folgende Unterpunkte:

1. Warum Solarthermie?

2. Funktionsweise thermischer Solaranlagen

3. Herausforderungen

Zunächst forderte Frau Dr. Ulrike Jordan die Studentinnen auf, es den Männern doch gleichzutun und sich beruflich untereinander zu vernetzen. Derartige Sommeruniversitäten böten eine hervorragende Gelegenheit – besonders auf akademischen Niveau – sich auszutauschen und aktuelle Forschungsthemen voranzubringen. Sie selber habe erst im Laufe ihrer Karriere erkannt, wie wichtig der Austausch untereinander ist. Die engagierte Akademikerin ist mit ihrem dritten Kind schwanger, hat „nebenbei“ ein EU-Projekt in Zusammen­arbeit mit Prof. Dr. Klaus Vajen an die Uni Kassel geholt von denen 13 Doktorandenstipendien ausgelobt werden und ist zudem noch Gründungs­mitglied von den „Energiefrauen“ – einem Netzwerk von Frauen der Energie­branche. Wertvolle Erfahrungen also, die es aktiv auszutauschen gilt! Sie wies darauf hin, dass es an der Uni Kassel einen neuen Master­studien­gang „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ gibt.

Um nun endlich in die Materie einzusteigen: Frau Prof. Jordan begann mit Unterpunkt 1. Warum Solarthermie? Die Antwort: Es gibt einen unglaublichen Wärmebedarf. Um diesen abzudecken, gibt es bereits deutschlandweit eine Kollektorenfläche von 16,4 Mio. Quadratmetern. Problematisch ist es für den Standort Deutschland, dass es hierzulande im Durchschnitt nur von Mai bis September/Oktober ausreichend Sonneneinstrahlung gibt. Damit können aber nur rund ¼ des Gesamtbedarfs abgedeckt werden. Die Herausforderung hierbei ist die begrenzte Speicherkapazität. Zur Zeit sei die einzige Lösung Kessel mit dem Volumen von 20 Kubikmeter einzusetzen.

Quelle: http://www.heizungsbetrieb.de/img/solarjahr.gif
Bildquelle: http://www.heizungsbetrieb.de/img/solarjahr.gif

In Deutschland haben wir besonders in den Wintermonaten einen hohen Wärmebedarf, der bislang nicht durch solare Wärmegewinnung abgedeckt werden kann.

Als die Frage aufkam, ob sich die Solarthermie dann grundsätzlich lohne, antwortete Frau Prof. Jordan, dass bei Altbauten der Energiebedarf höher ist, und ein zusätzlicher Sonennkollektor mit einer Leistung von 15 00 kwh/a doch beachtlich sei. Um die Sonnenkollektoren noch innovativer zu machen, sind folgende Innovationen von Interesse:

a) Eine neuartige Anti-Reflexbeschichtung

b) Optisch-selektive-Absorberbeschichtungen (Argon / Crypton)

c) Evakuierte Flachkollektoren

Trotz aller Vorteile ist es für die Wirtschaft aber dennoch problematisch, solarthermische Prozesse zu integrieren. Auch ist die Wirtschaft wenig an einer „System“-integration interessiert, da ihre industriellen Anlagen Produktionseinstellungen zur Folge haben würden. Tatsache ist auch, dass die industriellen Abläufe in Bezug auf den Wärme-Ist-Zustand ohnehin wenig dokumentiert worden sind.

Der erste Schritt in die solarthermische Zukunft ist laut Prof. Jordan, die Kombination verschiedener Energieträger in ein industrielles Gesamtsystem zu ermöglichen. Eine Vision dabei ist, alle Wärme-Ist-Zustände vollständig zu automatisieren und durch ein Feedbacksystem im High-Tech-Bereich zu kombinieren. Gelungen ist eine solche industrielle Anlage bereits im Bereich der Bierbrauereien.

Text von Marion Strunz

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Sommeruni Bremen – Auszug aus dem Kurs „Sicher und kompetent Verhandeln“

In diesem Kurs ging es um etwas Alltägliches, das einen großen Stellenwert sowohl im Beruflichen als auch im Privaten hat: das Verhandeln. Um erfolgreich zu verhandeln, solltest Du zunächst wissen, welches Deine eignen Ziele sind, und überlegen, welche Motive deine Verhandlungspartnerin hat. Wichtig ist es, die verschiedenen Verhandlungsmethoden zu kennen und anwenden zu können. Wir haben viel mit Metaplankärtchen auf Tafeln gearbeitet – hier findet Ihr die Ergebnisse.

Faktoren, die die Verhandlung beeinflussen

Dies können sein: Rolle und Position der Verhandlungspartner, Wahrnehmung und Kommunikation als auch Vorbereitung und Zielerklärung. Doch was gehört noch alles dazu? Seht selbst:

Bild 1

Wichtig ist es, sich dieser Faktoren bewusst zu sein und sie in die Vorüberlegungen zu einer Verhandlung einzubeziehen.

(©Alke Rockmann)

Verhandlungsstile

Ein Teil der Vorüberlegungen ist nun gemacht – aber wie geht es weiter? Welche Wege führen zu welchem Ziel?

Bild 2

Super wenn man es schafft, mit seinem Verhandlungspartner auf der sachlichen Ebene zu diskutieren.

(©Alke Rockmann)

Nach einem Rollenspiel am Nachmittag sind wir nun gespannt, was uns der heutige Tag bringt. Noch ein Tipp zum Verhandeln: Wenn nächsten Mal jemand zu Dir sagt: „Das ist unmöglich“, gebe nicht klein bei sondern frage zurück, was daran denn unmöglich ist. Oder unter welchen Umständen der Gegenüber es als möglich betrachtet.

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Sommeruni in Bremen: „Methoden und Beispiele aus dem Qualitätsmanagement“

Im Kurs Qualitätsmanagement ging es darum einen Überblick über die gängigen Methoden der Qualitätssicherung und Qualitätssteuerung zu bekommen. Dabei haben wir uns nicht nur die theoretischen Hintergründe angeeignet sondern die Methoden auch umgesetzt. Eine der uns gestellten Aufgaben war der „“Egg-Trial“.

Alle hielten den Atem an: Wird diese verrückte Konstruktion halten? Oder geht das Ei kaputt? ©Gaby Hoeborn

Worum ging es?

Wir bekamen Strohhalme, Tesafilm, Schere und ein Ei. Dieses sollte aus zwei Metern Höhe fallengelassen werden und unten heile! ankommen… Wir hatten 20 Minuten Zeit uns eine entsprechende Konstruktion zu überlegen und die einzelnen Schritte genau zu dokumentieren.

Ziel des Versuches:

1)  Qualitätsmanagement: Eine nachvollziehbare und vor allem nachproduzierbare Anleitung zu schreiben         (Das war für uns so was von nebensächlich… wir waren alle viel mehr auf Punkt 3 fixiert…)

2)  Team-Work (Training on the job. So was kann man nicht oft genug üben – unsere bestand erst aus einer ellenlangen Diskussion, an der alle fast verzweifelten, zum Schluss haben wir uns dann aber super zusammengerauft und gemeinsam an einem „Strohhalm“ gezogen.)

3)  Das Ei heile auf den Boden zu bekommen (war wahrscheinlich der unwichtigste Punkt – aber für uns alle das Wichtigste J)

And now: How to construct an egg-protection out of straws?

1)  Take eleven of the given orange straws and cut them with a scissor into three same sized pieces from seven centimeters length.

2)  Put them together in a triangle: One side of the first straw is always under another (second) straw and the other side of the first straw is always on top of one side of the third straw.

3)  Stick them together with scotch (Tesa – approx. five centimeters long). You will get eleven triangles.

4)  Then put the triangles (with the flat side to the egg) around the egg and fix it with a loooot of scotch. Take care that the triangles will be more or less regularly fixed around the egg. Don’t worry you can still see the egg through the straws. And then …throw it!