Versteckte Computer – Unkontrollierbare Vernetzung

FIfF-Jahrestagung: Versteckte Computer – Unkontrollierbare Vernetzung

Logo Immer kleiner, schneller und beweglicher werden unsere Rechner. Im
Gegensatz zum Laptop sind viele davon bereits jetzt nahezu unsichtbar,
eingebettet in technische Systeme aller Art. RFID und andere
Vernetzungstechniken lokalisieren verschiedenste Objekte.

Mit den daraus
resultierenden Chancen und Risiken beschäftigt sich das
FIfF – Forum InformatikerInnen für Frieden
und gesellschaftliche Verantwortung e.V.
bei seiner
Jahrestagung
am 5. und 6.11.2005 in München.
Im Zentrum der Tagung steht
laut Ankündigungstext (pdf)
die Frage nach den gesellschaftlichen
Auswirkungen der Möglichkeit, Computer zu verstecken und
unkontrollierbar zu vernetzen.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos
und steht auch interessierten Nicht-Mitgliedern offen.

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 Kerstin

von Kerstin

LaTeX – kurz und gut

Der Rat

CoverDer Titel charakterisiert das Buch recht treffend. Wie es die Leserin von anderen Bänden aus O’Reillys Taschenbibliothek kennt,
ist auch dieser Band preiswert, klein und handlich. Zu den am häufigsten
benötigten Grundlagen von
href=“http://de.wikipedia.org/wiki/LaTeX“ style=“text-decoration: underline“>LaTeX
finden sich neben der Syntax einige kurze Erläuterungen zur Verwendung
der Befehle, die teilweise ausführlicher oder – insbesondere für
unerfahrene Anwenderinnen – verständlicher sind als die LaTeX-Hilfe.
Abgedeckt werden die wichtigsten zur Erstellung
(natur)wissenschaftlicher Arbeiten relevanten Themen wie Seiten- und
Absatzformat, Zeichensatz, mathematische Formeln, Tabellen und Grafiken,
Titelseite und Anhang, Tabellen- und Inhaltsverzeichnis. Sonderzeichen
und mathematische Symbole werden in Tabellenform dargestellt.

Als Lehrbuch für die komplette Anfängerin ist das Buch wegen der hohen
Informationsdichte und kompakten Darstellung weniger geeignet. Die
Zusammenstellung und Aufbereitung der Inhalte folgt offensichtlich nicht
didaktischen Gesichtspunkten, sondern ist an den Anforderungen für ein
Nachschlagewerk orientiert. Als solches ist das Buch gut strukturiert
und ein ausführlicher Index erleichtert die Orientierung.
Auch wenn die präsentierten Informationen allesamt online verfügbar sein
dürften, ist diese übersichtliche Zusammenstellung sowohl für Neulinge
als auch für erfahrene Anwenderinnen eine echte Arbeitserleichterung.

Matthias Kalle Dalheimer: „LaTeX – kurz und gut“. O’Reilly 2005 (zweite Auflage, 78 Seiten). 8,- EUR. ISBN 3-89721-500-4.

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Kerstin

von Kerstin

Kontoinformationen für BAFöG-Stelle und Finanzamt

Kontoinformationen für BAFöG-Stelle und Finanzamt


Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) verfügt über ein automatisiertes Kontenabfragesystem, das Informationen über sämtliche Konten und Wertpapierdepots in Deutschland bereitstellt und auch Auskunft über Kontostand, Geldbewegungen und Aktienbestände geben kann. Selbst Daten gelöschter Konten werden für drei Jahre gespeichert. Die Einführung des Abfragesystems nach dem 11.9.2001 wurde mit der Terrorbekämpfung begründet – doch so wie viele Sicherheits- und Anti-Terrorgesetze führt es vor allem zu einer immer flächendeckenderen Überwachung der BürgerInnen.


Ab April 2005 soll der Kreis der Zugriffsberechtigten massiv erweitert werden und wird dann etwa die Bundesagentur für Arbeit, Finanzämter, Sozialämter und BAFöG-Stellen umfassen. Dass dies der Verhinderung von Terroranschlägen dient, darf getrost bezweifelt werden. Gleichzeitig wird das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung weiter ausgehöhlt.


Ganz anders dürfte hingegen die Verärgerung der Banken begründet sein: Sie mussten den Bafin-Zugang finanzieren – mit 105 Mio. Euro.


Infos:



– 23.8.2004 – 10:46 stern.de/wirtschaft/geld/meldungen/index.html?id=528751

Stuttgarter Zeitung vom 21.08.2004 stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/785365

 Kerstin

von Kerstin

Polyplay

„Polyplay“

DDR 2000. Rüdiger Kramer, Oberleutnant der Volkspolizei, versucht den Mord am 16jährigen Michael Abusch aufzuklären. Sein erster Anhaltspunkt: Der Tote war nahezu besessen von einem alten Computerspiel namens Polyplay, und in seinem Zimmer findet sich ein HighTech-Rechner, wie ihn Kramer noch nie gesehen hat. Doch am nächsten Tag ist der Rechner verschwunden, und die Stasi behindert die Ermittlungen – der Fall scheint brisanter als gedacht.
Moment – DDR 2000? Marcus Hammerschmitt versetzt seine Krimihandlung in ein fiktives Szenario der besonderen Art: Nach einer unaufhaltsamen Wirtschaftskrise Ende der 80er ist es in der BRD zu einem Militärputsch gekommen. Die DDR entdeckte neue Energiequellen und stieg zur führenden Wirtschaftsmacht Europas auf. Sie befreite den Westen von der Militärjunta und leitete die Wiedervereinigung ein.
Wer nun ostalgische Verklärungen des real existiert habenden Sozialismus erwartet, liegt jedoch völlig falsch. Die politische Situation in BRD und DDR der Vorwendezeit nimmt Hammerschmitt gleichermaßen kritisch-ironisch aufs Korn, und auch in seiner fiktiven wiedervereinigten DDR liegt noch einiges im Argen – Seitenhiebe auf die Situation im Deutschland der Nachwendezeit inbegriffen.
Auch wenn die Auflösung des Mordfalles etwas aufgesetzt wirkt, so sorgen doch viele kleine und große Anspielungen auf tatsächlich stattgefundene Ereignisse und Personen für anregende Unterhaltung. Besonders für die (informations-)technisch und politisch interessierte Leserin ein echtes Vergnügen!
Marcus Hammerschmitt: „Polyplay“, Argument Verlag 2002

Kerstin

von Kerstin

Redaktionstreffen im Frühjahr

Redaktionstreffen im Frühjahr

… und im kleinen Kreis

Foto Im April kam es kurzentschlossen zu einem Mini-Redaktionstreffen. Dabei ging es um so große Themen wie… lieber Käsekuchen oder zum frischen Pfefferminztee doch den Apfelpfannkuchen? Damit ist bewiesen, dass die Redaktion das ganze Jahr über hart arbeitet. Vor allem hinter den Kulissen, damit Ihr immer wieder neue Artikel lesen könnt. Und im September erlebt Ihr eine hochmotivierte Zeitungscrew. Wir sehen uns!

 Kerstin und Maria

von Kerstin und Maria

Simon Singh, Fermats letzter Satz

Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Beweises

dtv 2000

Über mehrere Jahrhunderte gehörte die Fermatsche Vermutung zu den grossen ungelösten Fragen der Mathematik. Die Fragestellung ist simpel und kann von jedem Schulkind verstanden werden, doch an der Lösung scheiterten die fähigsten Köpfe. Fermats Vermutung galt und gilt als die mathematische Herausforderung schlechthin. Der Versuch, die Fermatsche Vermutung zu beweisen, inspirierte MathematikerInnen zu Höchstleistungen und liess neue Teilgebiete der Mathematik entstehen, so dass die Geschichte des Fermatschen Satzes eng mit der Geschichte der Mathematik verwoben ist. Gleichzeitig prägte die Beschäftigung mit diesem scheinbar unlösbaren mathematischen Problem über Jahrhunderte zahlreiche Biografien, z. T. bis in den Tod. Der Mathematiker Andrew Wiles präsentierte 1993 seinen staunenden KollegInnen die Ergebnisse aus mehreren Jahren harter, einsamer Arbeit: Den Beweis der Fermatschen Vermutung. Die Welt der Mathematik stand Kopf, doch bald darauf wurde ein Fehler in Wiles‘ Beweis entdeckt. Sollte auch er nur ein weiterer in der Reihe derer sein, die letztlich an Fermats Vermutung scheitern würden? Doch nach langen Mühen gelang es Wiles, den Fehler zu beheben – das Unvorstellbare ist vollbracht: Fermats letzter Satz ist bewiesen.

Wissenschaftsjournalist Simon Singh hat das für eine Fernsehdokumentation gesammelte Material ansprechend zu einem überaus spannenden Buch verarbeitet. Dabei erzählt er nicht nur einen zentralen Teil der Geschichte der Mathematik, sondern ebenso viel über diejenigen, welche sie betreiben. Wie kommt jemand dazu, sein Leben einem jahrhundertealten Rechenproblem zu widmen? Was unterscheidet Mathematik und MathematikerInnen von anderen Wissenschaften und ihren VertreterInnen? Dabei verknüpft Singh die Biografie Andrew Wiles‘ geschickt mit einer detailreichen Milieustudie. Wer jemals eine mathematische Fakultät von innen gesehen hat, wird oft genug ins Schmunzeln geraten. Doch auch Laien vermittelt Singh eindrucksvoll die grosse Faszination dieser eigentlich unpopulären Wissenschaftsdisziplin.

Kerstin

von Kerstin

Frauen in der Geschichte der Informationstechnik

Rezension

Unter diesem Titel hat die Universität Bremen Ende letzten Jahres eine CD-ROM mit 80-seitiger Begleitbroschüre herausgegeben, die sich der historischen Entwicklung der Informationstechnik und insbesondere der Rolle der Frauen darin widmet.

Wer auf der informatica-feminale in Bremen 2002 die (übrigens sehr empfehlenswerte) Vorlesung „Geschichte der Informatik“ bei Veronika Oechtering besucht hat, wird sicherlich das eine oder andere wiedererkennen – kein Wunder, schließlich ist das aktuelle Projekt unter maßgeblicher Beteiligung von Veronika entstanden. Doch auch wer schon einen kleinen Einblick in die Thematik hat, kann in der Broschüre bzw. CD-ROM noch viel lesenswertes finden.

Eine auch für Laien verständliche chronologische Darstellung gibt einen umfassenden Überblick über die Entstehungsgeschichte der modernen Informationstechnik von ihren antiken Wurzeln über Lochkartensysteme bis hin zum heutigen Computer. Ohne sich im Detail zu verlieren, werden verschiedene Aspekte ausführlich dargelegt und Wechselwirkungen zwischen technischer Entwicklung und politischer Situation geschildert, etwa bzgl. des II. Weltkrieges oder des Kalten Krieges.

Dabei liegt ein Schwerpunkt der Darstellung auf dem Themenbereich der Frauenerwerbsarbeit und der häufig verschwiegenen Beteiligung von Frauen an der informationstechnischen Entwicklung. Die Leistungen zahlreicher Frauen werden ebenso dargestellt wie die häufig widrigen gesellschaftlichen Umstände, unter denen sie ihre Arbeiten durchführten. Die Kurzbiographien der genannten Wissenschaftlerinnen runden das Informationsangebot ab.

Insgesamt bietet die Broschüre/CD-ROM eine spannende Zeitreise für Computer- und Technikinteressierte, aber auch ein hilfreiches Nachschlagewerk für alle, die zu den Themenfeldern Wissenschaftsgeschichte, Frauenerwerbsarbeit oder der Rolle von Frauen in (Natur)wissenschaft und Technik arbeiten.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten unter
www.frauen-informatik-geschichte.de

Kerstin

von Kerstin

Rezension: Frauen in der Geschichte der Informationstechnik

Unter diesem Titel hat die Universität Bremen Ende des Jahres eine
CD-ROM mit 80-seitiger Begleitbroschüre herausgegeben, die sich der
historischen Entwicklung der Informationstechnik und insbesondere der
Rolle der Frauen darin widmet.

Wer auf der informatica feminale in Bremen 2002 die (übrigens sehr
empfehlenswerte) Vorlesung "Geschichte der Informatik" bei Veronika
Oechtering besucht hat, wird sicherlich das eine oder andere
wiedererkennen – kein Wunder, schließlich ist das aktuelle Projekt unter
maßgeblicher Beteiligung von Veronika Oechtering zu Stande gekommen.
Doch auch wer schon einen kleinen Einblick in die Thematik hat, kann in
der Broschüre bzw. CD-ROM noch viel Lesenswertes finden.

Eine auch für Laien verständliche chronologische Darstellung gibt
einen umfassenden Überblick über die Entstehungsgeschichte der
modernen Informationstechnik von ihren antiken Wurzeln über
Lochkartensysteme bis hin zum heutigen Computer. Ohne sich im Detail zu
verlieren, werden verschiedene Aspekte ausführlich dargelegt und
Wechselwirkungen zwischen technischer Entwicklung und politischer
Situation geschildert, etwa bzgl. des II. Weltkrieges oder des Kalten
Krieges.

Dabei liegt ein Schwerpunkt der Darstellung auf dem Themenbereich der
Frauenerwerbsarbeit und der häufig verschwiegenen Beteiligung von
Frauen an der informationstechnischen Entwicklung. Die Leistungen
zahlreicher Frauen werden ebenso dargestellt wie die häufig widrigen
gesellschaftlichen Umstände, unter denen sie ihre Arbeiten
durchführten. Die Kurzbiographien der genannten Wissenschaftlerinnen
runden das Informationsangebot ab.

Insgesamt bietet die Broschüre/CD-ROM eine spannende Zeitreise für
Computer- und Technikinteressierte, aber auch ein hilfreiches
Nachschlagewerk für alle, die zu den Themenfeldern
Wissenschaftsgeschichte, Frauenerwerbsarbeit oder der Rolle von Frauen
in (Natur-)Wissenschaft und Technik arbeiten.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten unter www.frauen-informatik-geschichte.de

 Kerstin

von Kerstin