Kaffeeseminar, Cafe und eine tropische Katze

Im Bremer Hafen gibt es nicht nur jede Menge Container und viel Platz zum Rumlaufen zwischen großen Speichergebäuden, sondern auch ein lohnenswertes Ausflugsziel. Direkt neben dem alten Kaba-Gebäude und hinter dem gelben HAG-Haus ist der Eingang zu „Lloyd Caffee aus Bremen“.

Das Seminar kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen. Als erstes gibt es eine Geschichte im Marmorsaal, bei der die Expertin vom Chef erzählt, der schon früh sehr mitarbeiterfreundliche Dinge eingeführt hat. Und mitarbeiterinnenfreundliche Dinge, denn er hat Frauen als Arbeitskraft geschätzt.

Den Saal kann man übrigens heute auch für eigene Feiern mieten. Er bietet einigermaßen viel Platz, ein edles Ambiente (bis auf den Boden, denn das Parkett ist leider nicht mehr da, es gab einen Wasserschaden) und eine phantastische Umgebung draußen im Hafengelände.

Nach der Einführung im Marmorsaal gab es eine Präsentation im Cafe, mit gemütlich Hinsetzen bei Kaffee selbstverständlich (oder, für mich: Tee). Nachdem wir den Namen der Kaffeesorte erfahren hatten, die erst mal von einer Schleichkatze gefressen wird, bevor man sie dann „erntet“, wurde die Röstmaschine demonstriert. Sie wird softwaregesteuert und der Röstgrad von Hand überwacht. Sonst verrate ich hier nix, denn Ihr sollt ja selbst mal hingehen. Seminare gibt es jeden Montag und an ausgewählten andern Wochentagen.

Wo ist denn das?

Die Anfahrt ist im Grunde recht einfach. Die Straßenbahnlinie 3 Richtung Gröpelingen (nach Westen) nehmen, dann bis Haltestelle Jadestraße.

Von da wird es etwas spannend. Du nimmst den Durchgang zur BB Kartbahn (s. Foto, schmal und zwischen … was auch immer hindurch), dann eine Treppe hoch, oben über die alten Gleise queren, eine Treppe wieder runter und den Pförtner aufscheuchen, der dann sogar weiß, wo der Eingang von Lloyd Caffee zu finden ist: am Ende der „Straße“ rechts die Treppenstufen hoch.

Es gibt noch einen andern Weg, durch den Hafen, für PKWs. Von da aus ist es auch ausgeschildert. Da, wo offiziell nur Befugte Zutritt haben im Containerhafen, geradeaus durch und dann noch einmal nach rechts schlängeln, und schon stehst Du auf der Sonnenterrasse des Cafes. Perfekt.

Ach ja, die Katze… ist ein Fleckenmusang, eine Schleichkatze: http://en.wikipedia.org/wiki/Asian_palm_civet

Die wissen übrigens von Natur aus sehr genau, welche Kaffeekirschen reif sind. So machen sie die beste Qualitätsauslese, die es für „handgepflückten“ Kaffee auf der Welt gibt. Das wird dann die teuerste Tasse der Welt, dafür eben auch sehr, sehr gut.

Augen-Logo Maria

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