„Winter Bike to Work Day“

Februar, DER Wintermonat

Am 2. Freitag im Februar wird dieser Gedenktag jedes Jahr begangen. Wer dann Rad fährt, der ist echt angekommen bei der nachhaltigen und gesunden Fortbewegung. Brrr!
2 Fahrradsätteln an der Straße, einer mit Lammfellüberzug

Auf der Seite, auf der Tag erklärt wird (siehe Link unten), steht auch noch, wie Du im Winter sicher mit dem Fahrrad zur Arbeit kommst :-) Oder zur Uni. Von Homeoffice steht da zwar nix, aber wenn Du dahin radeln willst, feel free…

Mehr Info:
www.diamantrad.com/blog/winter-bike-to-work-day

Augen-Logo Maria (die lieber läuft als radelt)

Yoga im Pyjama für Klein & Groß

Schlafanzug-Yoga

CoverEine zertifizierte Kinder-Yogalehrerin hat das Buch für gut befunden. Und auch ich habe den Eindruck, dass es die Übungen vernünftig erklärt.

Ganz zu Beginn gibt es eine kurze Vorab-Anleitung für Eltern (Großeltern, Patentanten, Lieblingsonkel,… whoever), wie man das Einschlafyoga gut in den Abend einbettet und anleitet. Dann folgen die einzelnen Schritte bzw. Positionen bzw. Übungen. Alle Übungen sind leicht nachzumachen und auf den Bildern gut zu erkennen. Auf jeder Seite gibt es neben der Erklärung der Position noch einen Text, der die Übung atmosphärisch begleitet (kindgerechte Gedankenreise, Minigeschichte, darstellende Tierfiguren).

inhaltsseiteVom herabschauenden Hund bis zum Krokodil, das Buch lädt müde Kindergartenkinder und ihre Eltern zu einer beruhigenden Fantasiereise ein.

Das beiliegende Poster zeigt alle Positionen aus dem Buch noch einmal übersichtlich auf einen Blick. In den Umschlagseiten vorn und hinten sind auch ganz viele Positionsskizzen dargestellt, das ist sehr schön rund in der Gestaltung. Dort, ganz am Anfang, ist auch der Aufruf „Sei lieb zu diesem Buch“, sehr sympathisch :)

Das Papp-Bilderbuch hat dicke Seiten und ist somit auch robust. Die Farben sind fröhlich, aber nicht zu bunt. Fröhliche Bilder und niedliche Tierzeichnungen holen die aufgeweckten Kleinen ab, wenn sie noch „wild“ sind. Allmählich wird es auf den Bildern auch immer dunkler und ruhiger und der Abend kehrt mehr und mehr ein.

Inhaltsseite

Fazit: Sehr süß und toll zum Ausprobieren und Beibehalten (nicht nur für 4-Jährige)!

Katharina E. Volk und Antje Flad (Illustration): „Schlafanzug-Yoga. Kinderleicht zur Ruhe kommen!“ Mit Poster. Ab 4 Jahren. Coppenrath 2022. 14,- EUR. ISBN 978-3-649-64144-5.

Augen-Logo Maria

„Grundschule forkt Messenger“

Bericht über die Entwicklung eines schul-eigenen Messengers

Statt auf Teams oder Google oder WhatsApp setzt eine Grundschule beim Homeschooling auf einen selbst angepassten Matrix-Client.

Screenshot

Der Konrektor an der Gemeinschaftsgrundschule Hermannstraße in Stolberg suchte einen Messenger, den Grundschüler:innen gut bedienen können und der die Datenschutz- und die Fürsorgepflicht der Schule berücksichtigt. Da er nichts fand, installierte er einen Matrix-Server und forkte den Client Fluffychat, um ihn an die Bedürfnisse der Schule und der Kids anzupassen. Herausgekommen ist: Hermannpost.

Hermannpost

Im Interview auf Golem.de erzählt Konrektor Ruiz, wie es zu diesem Projekt kam und eine Grundschule in Nordrhein-Westfalen Messenger-Betreiber wurde.

Was ist bei der Hermannschule besonders, dass sie es schafft, einen eigenen Messenger auf die Beine zu stellen?

Ruiz: […] Unsere Schulleiterin hat den digitalen Bildungsauftrag schon immer sehr ernst genommen, also schon lange, bevor es den Digitalpakt Schule gab. Wir haben beispielsweise schon länger in jedem Klassenzimmer eine interaktive Tafel. […] Wir vermitteln den Kindern die Möglichkeiten, die durch den Einsatz von Medien eröffnet werden. Als Schule versuchen wir aber auch, digitale Werkzeuge zu finden, die unsere Arbeit erleichtern. Und wenn etwas nicht ganz passt, dann basteln wir uns auch mal was Passendes zusammen. Wir scheuen ungewöhnliche Wege nicht.

Golem.de: Mit diesen Voraussetzungen habt ihr auch sofort auf Matrix gesetzt?

Ruiz: Nein, […] Nach Elternanfragen beschlossen wir, einen Kanal über Whatsapp zu öffnen. Allerdings nicht über die privaten Geräte der Lehrer, sondern über dienstliche Tablets mit LTE und mit eigener dienstlicher Rufnummer. Um dem Datenschutz möglichst gerecht zu werden, war die Bedingung, keine Gruppen anzulegen und keine Kontakte zu speichern.

Matrix statt Whatsapp

Die Erfahrungen mit Whatsapp waren ziemlich gut. Darüber liefen Projekte, bei denen Kinder Aufgaben auf Papier gelöst haben oder Sachen gebastelt haben und  dann Fotos davon geschickt haben.

Man muss bedenken: Es handelt sich um eine Grundschule. Erstklässler:innen können noch gar nicht lesen und schreiben und müssen trotzdem irgendwie kommunikativ eingebunden werden. Da helfen Sprachnachrichten. Manche Kinder haben die Schule regelrecht zugespamt. Denen mussten dann erklärt werden: „Überlege dir vorher, was du eigentlich sagen willst und nimm erst dann eine Sprachnachricht auf.“ Eine frühe Form von Medienbildung :-)

Der Haken war, dass dies auf Whatsapp lief. Mit allen bekannten Problemen. Also sollte eine Alternative her.

Gar nicht so einfach.

Ruiz: Wir haben dann […] nach Alternativen gesucht, aber jede hatte immer irgendeinen Haken. […] war die Verwaltung teils sehr kompliziert, die Lizenzen sehr teuer oder es fehlten Sprachnachrichten, die wir unbedingt brauchten. Ich hatte mir dann den Matrix-Client Element, damals noch Riot, angeschaut. Da war die größte Hürde die Eingabe von Nutzername und Passwort – vor allem, wenn man sichere Passwörter möchte. Dann kam mir die Idee: Wir haben ja Zugriff auf den Quellcode, vielleicht können wir da eine Lösung mit einem QR-Code beim Anmeldeprozess dazwischenschieben. Ich hatte mir das […] angeschaut, ob das klappen könnte. Dabei bin ich dann auf den Matrix-Client Fluffychat gestoßen, der sehr viel benutzerfreundlicher aussieht und von der Bedienung Whatsapp oder Signal sehr ähnlich ist. Außerdem konnte er Sprachnachrichten, was Element damals noch nicht konnte.

Also besorgte sich die Schule einen Matrix-Server: Im Keller auf dem alten Verwaltungsserver wurde flugs CentOS installiert. Für die Installation vom Matrix-Server Synapse gab’s Hilfe von einem externen professionellen Admin, der eine große öffentliche Matrix-Instanz in Deutschland betreibt und nun auch diesen Server verwaltet. Mit ihm besteht DSGVO-Konform einen Auftragsverarbeitungsvertrag.

Glück im Unglück: Als das Hochwasser kam und die Schule überflutet hat, war der Server im Keller futsch. Zum Glück konnte man auf das Backup zurückgreifen und das Kommunikationsnetz war schneller wieder am Start.

Eine Matrix macht noch keinen Messenger

Ein Matrix-Server allein ist natürlich noch kein Messenger. Wie ging es weiter?

Ruiz: Die spannendere Frage war dann: Kriegen wir Fluffychat an unsere Bedürfnisse angepasst? Wir wollten beispielsweise verhindern, dass Eltern andere Kinder anschreiben können. Aber auch die Kinder untereinander sollten sich nicht ungefragt anschreiben können oder Gruppen bilden. Wir wollten schon im Ansatz vermeiden, dass es überhaupt zu Mobbingfällen kommen kann.

Wir haben dann den Code von Fluffychat übernommen […] und begannen, Anpassungen vorzunehmen. […] unser angepasster Messenger heißt nicht mehr Fluffychat, sondern Hermannpost. Vor allem haben wir aber Funktionen eingeschränkt oder vereinfacht.

Z. B. gibt es dort deutlich weniger Einstellungsmöglichkeiten, was die Nutzung vereinfacht. Manche Optionen wurden einfach ausgeblendet oder die Icons wurden grundschulfreundlicher gestaltet. Außerdem können nur Lehrer Gruppen anlegen. Die Nutzerlisten in den Gruppenräumen wurden entfernt, über die man normalerweise sehen kann, wer sonst noch in dem Raum ist. Es werden keine Statusnachrichten angezeigt, wenn ein Mitglied einer Gruppe hinzugefügt wird oder diese verlässt.

Login mit QR-Codes

Das Problem war, wie können sich Grundschüler:innen, die teilweise noch nicht schreiben können, einloggen? Nutzername und ein langes, kompliziertes Passwort taugen dafür offensichtlich nicht. So entstand die Idee mit dem QR-Code. Das hat direkt funktioniert.

Das nächste Problem: Wenn so ein QR-Code rumliegt, kann ihn jede:r scannen und so Zugangsdaten erfahren. Blöd. Außerdem sollten sich die Kinder so nicht mit einem anderen Matrix-Client als dem der Schule anmelden können. Also wurde das Passwort mit AES verschlüsselt und als QR-Code ausgedruckt. Die Kinder können den QR-Code scannen und die Hermannpost-App kann das verschlüsselte Passwort dann entschlüsseln. Zur Sicherheit ist das Passwort allerdings nicht vollständig: Die letzten vier Ziffern fehlen. Die müssen die Kinder bzw. die Eltern noch eintippen, damit sich niemand nur durch den Scan des QR-Codes anmelden kann.

Wofür wird der Messenger genutzt?

Ruiz: Seit der Rückkehr zum Präsenzunterricht hat sich der Fokus auf Ankündigungen, Erinnerungen und direkte Kommunikation verschoben. Während des Lockdowns wickelten wir den kompletten Unterricht über den Messenger ab. […] Wir hatten einen Stundenplan, den die Kinder in Echtzeit verfolgen konnten. Wir starteten mit den Logo-Nachrichten, dazu gaben wir den Kindern Aufgaben. Für den Projektunterricht hatten wir Projekthefte erstellt und verteilt, für jede Seite gab es über die Hermannpost Zusatzmaterial wie zum Beispiel HTML-Seiten, Sachgeschichten von der Sendung mit der Maus oder von uns erstellte Videos oder ein Quiz. Dazwischen gab es immer Bewegungspausen mit Videos, die die Sportlehrkräfte gemacht haben. Über öffentliche Räume konnten die Kinder darüber hinaus Zusatzangebote wahrnehmen, wie Musik, Basteln oder Nähen. […] Zwischen den Lehrkräften haben wir die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aktiviert, bei den Schülern und Eltern haben wir sie erst einmal vermieden, weil die Schlüssel immer wieder verlorengehen und dann alte Nachrichten nicht mehr gelesen werden können. Das passiert leider auch bei den Lehrern immer wieder, die wir im Unterschied zu Eltern und Kindern geschult haben. Entsprechend haben wir die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Eltern und Kinder bisher unzumutbar gefunden. Wir suchen an dem Punkt noch nach einer Lösung.

Warum keine Videokonferenz?

Ruiz: […] wegen der Privatsphäre finden wir Videokonferenzen schwierig. Da hört und sieht man insbesondere in kleinen Wohnungen schon viel aus den Familien, was einen eigentlich nichts angeht.

Hermannpost in Appstores

Fluffychat ist in Flutter geschrieben, was den Link zu Android und zu iOS schafft. Im Google Play Store ist Hermannpost als Beta-Version gelistet. Das hat den Vorteil, dass es deutlich weniger aufwendig ist als die andere Variante, weil weniger Kontrollinstanzen von Google durchlaufen werden müssen.

Bei iOS ist das komplizierter. Bisher gibt es zwar wenige iOS-Nutzer, aber genug, dass die App auch hier zur Verfügung stehen muss. Auch hier als Beta-Programm, allerdings muss zuerst Testflight installiert werden, damit Beta-Apps per geteiltem Link installiert werden können. Zudem muss die App im Testflight mindestens alle 90 Tage aktualisiert werden, auch wenn die Schule und ihre digitalen Helfer nichts geändert haben.

Eine Desktop-Variante oder einen Web-Client gibt es zur Zeit nicht.

Was heißt es für die Schule, nebenher ihren eigenen Messenger zu betreiben?

Ruiz: Das Grundproblem ist Zeit. Eigentlich haben wir nicht die Ressourcen, um einen eigenen Messenger zu betreiben. […] Fluffychat führt laufend neue Funktionen ein und macht viel Refactoring – das ist natürlich toll, aber wir kommen da einfach kaum hinterher.

Welcher Wunsch ist noch offen?

Ruiz: Eigentlich wünschen wir uns, dass jemand die Entwicklung des Messengers übernimmt. Also unsere Ideen und Erfahrungen aufgreift und das Projekt fortführt, professionalisiert und dann auch für andere Schulen öffnet – es muss ja nicht Hermannpost heißen. […]

Alle Infos

Interview vom 24. Januar 2022:
www.golem.de/news/matrix-grundschule-forkt-messenger-2201-162562.html

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Unternehmen umbauen: Agil agieren auf ganzer Linie

Agilität neu denken

CoverAlles agil umgebaut und trotzdem kommt Neues nicht schneller auf den Markt? Die Konkurrenz überholt Eure Firma, während die eigenen Innovationsprozesse versiegen? Viele agile Teams formen eine agile Organisation? Nein, das funktioniert nicht.

In diesem Buch liest man nach, warum das so ist. Und wie es besser geht.

Nach einer Situationsanalyse (wieso kommen die agilen Teams nicht in Fahrt) und der Suche nach Lösungen (was fehlt für einen messbaren Effekt) stellt der Autor das Konzept von Flight Levels vor. Die heben den agilen Blick auf das gesamte Unternehmen.

So viel vorab: Nicht als erstes mit der Agilisierung von Teams starten – das spart Nerven und sehr viel Geld!

Vorgestellt wird dies anhand einer Geschichte eines Unternehmens, das die agile Transformation mustergültig vorbereitet hat. 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde ein agiles Mindset antrainiert, crossfunktionale Teams und die schönsten Boards installiert, Abhängigkeiten konsequent eliminiert und Standup-Meetings streng getimeboxt. Mit dem Ergebnis: Die Time-to-Market der Produkte wurde schlechter – von Business-Agilität keine Spur…

Bei vielen agilen Transformationen läuft es auf diese Weise falsch und Verbesserungen bleiben aus. Basierend auf viel Praxiserfahrung, erklärt der Autor, wie man die Falle der lokalen Optimierung sowie vereinfachende Skalierungsblaupausen vermeidet und wo sich stattdessen Hebel für echte, individuelle Business-Agilität verbergen.

Statt Methodengläubigkeit steht das Ziel im Fokus, immer auch aus Sicht der Kundin bzw. des Kunden. Meetings vor Boards und Retrospektiven repräsentieren eine aktive Kommunikationskultur, die man für sich individuell gestalten soll und muss. Weitere relevante Stichworte:

  • Veränderungen akzeptieren
  • Wertstrom beobachten
  • Durchfluss und andere Metriken
  • Pull-Prinzip
  • Prozesse von A bis Z statt Bruchstücke im Wertstrom
  • „Stop starting, start finishing“

 

Wie gut ist das Buch? Auf rund 170 Seiten hab ich 19 Lesezeichen eingeklebt :-) Und sogar Stellen im Text markiert! Das mach ich SO SELTEN!

Kurz: Anschaulich, nachvollziehbar, leicht lesbar. Auch die Illustrationen erleichtern das Verständnis. Darüber hinaus elegant gendersensibel formuliert, ohne anstrengend zu werden (viele Rollen werden einfach weiblich „besetzt“, dann wieder männlich, immer hübsch fluffig und abwechslungsreich – voila).

Fazit: Gut? Sehr gut! Fasst Kernpunkte zusammen und bietet Lösungen.

Themen

  • Arbeit lokal vs End-to-End (zielorientiert) betrachten
  • Abhängigkeiten managen
  • Absolut notwendige Kommunikation aufrecht erhalten
  • Commitment auf allen Ebenen beweisen
  • Dynamische Arbeitsweise leben

 

Klaus Leopold: „Agilität neu denken. Illustrierter Leitfaden für echte Business-Agilität. Mit Flight Levels zu echter Business-Agilität“. dpunkt 2022. 26,90 EUR. ISBN 978-3-86490-883-5.

Weitere Infos
Konzept: flightlevels.io
Dt. Blog: www.leanability.com/de/blog
Entscheiden:
https://hbr.org/2007/11/a-leaders-framework-for-decision-making (bezieht sich auf Cynefin, Decision making s. Seite 9ff / Leadership-Fokus s. Seite 11/12)

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UX-Konzepte kommunizieren

Design-Entscheidungen argumentieren: Articulating Design Decisions

CoverIm Newsletter 1/2022 von benutzerfreun.de habe ich diese Buchbesprechung gefunden. Hier ein paar Auszüge, wie das Buch dort eingeschätzt wird:

„Das Buch beschreibt wunderbar, wie wir unsere Designs/Konzepte durchbringen. Das heißt, wie wir andere davon überzeugen, dass sie gut sind. Es geht um ‚Design‘ im weit gefassten Sinn, also um Website-Konzepte, Medien-Strategien, UI-Entwürfe, Wireframes, Mock-ups für Apps oder Websites und alles, was wir in Konzeption, Gestaltung und UI/UX-Design so produzieren.

[…]

Bescheidenheit als Kernkompetenz
Das ist der Grund, warum ich das Buch nicht einfach so empfehlen möchte. Mir fehlt der Ansatz, den gute UX-Expertinnen und -Experten als Grundeinstellung mitbringen: Neue Ideen kann ich prinzipiell nur abschließend beurteilen, wenn ich einen UX-Test mit der Zielgruppe gemacht habe. Diese Grundbescheidenheit hat Greven nicht. Er geht davon aus, dass wir im Team immer großartige Ideen entwickeln und die gegenüber anderen verteidigen müssen. Einwände dagegen müssen abgeschmettert werden, Ideen von anderen können in den seltensten Fällen unsere Idee besser machen.“

Vollständige Buchbesprechung:
www.benutzerfreun.de/newsletter/konzepte-verkaufen-newsletter-1-2022

Fazit: Die Buchbesprechung allein lohnt schon den Blick; das Buch liefert sicher noch ein bisschen mehr Futter.

Themen

  • Gutes Kommunizieren für Designer:innen
  • Gutes Zuhören
  • Beziehungen verstehen: Mit wem habe ich es alles zu tun? Was sind deren Voraussetzungen, Werte, Ansichten und Interessen?
  • Die richtige Einstellung
  • Idealfall: Die Abnahme/Zustimmung bekommen
  • Was tun, wenn der Entwurf nicht durchkommt?

Tom Greever: „Articulating Design Decisions: Communicate with Stakeholders, Keep Your Sanity, and Deliver the Best User Experience“. O’Reilley 2020. 33,94 EUR (D) engl. Ausgabe / 32,90 EUR (D) dt. Ausgabe. ISBN 978-149192156-2.

Titel der dt. Taschenbuch-Ausgabe: „UX-Design überzeugend vermitteln: Erfolgreich mit Kunden und Stakeholdern kommunizieren und die bestmögliche User Experience erzielen“

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Einladung, das Internet zu verstehen und mitzugestalten

Das Internet gehört uns allen!

CoverDas Internet ist kein Motor, kein Gerät und auch keine öffentliche Bibliothek. Es ist ein entscheidender Teil der Gesellschaft, und das weltweit. Das Internet hat die zwischenmenschliche Kommunikation verändert, aber Viele verstehen nicht wirklich, wie es funktioniert.
Deswegen gibt es dieses Buch für technische Laien.

Es erklärt wie die Technik funktioniert, wie man damit umgehen kann sowie den Rahmen und Regelungen, die das Internet als Ganzes beeinflussen. Firmeninteressen, Macht und Politik dominieren oft, was die Technik bietet.

In laiengerechter Sprache und mit skurrilen Illustrationen versucht das Autorenteam, die Technik, die das komplizierteste Computernetzwerk der Welt ermöglicht, in verständliche Sprache zu übersetzen.

So ganz hat mich das nicht überzeugt. Ja, man kann sich hier in wichtige Punkte einlesen. Allerdings war selbst für mich (ein bisschen vorgebildet bin ich ja), einiges doch nicht sooo verständlich erklärt. Auch die Illustrationen waren mal zur Veranschaulichung (was gut ist), aber auch mal einfach nur Beiwerk (was mich irritiert hat). Warum eine Katze immer wieder auftaucht, wurde mir bis zum Ende nicht klar. Es ist jedenfalls nicht so, dass sie für mich als Guide fungiert. Skurril trifft es wohl ;-)

Für Laien finde ich das Buch noch zu unübersichtlich. Vielleicht könnte man daraus eine Graphic Novel machen, die anhand einer Geschichte die wichtigsten Begriffe und Strukturen erklärt.

Am Ende merke ich dann: Dieses Buch ist auch ein Aufruf zum Handeln, indem es gut darstellt, wie man das hier beschriebene Wissen nutzen kann, um die Entwicklung digitaler Rechte, inklusiver Rechte und die Entwicklung von Gesetzen und Politik zu beeinflussen.

Was mir neben dem unklaren Einsatz von Illustration nicht gefallen hat, ist das Textlayout. Da musste ich öfter raten, wo es denn nun weitergeht. Keine große Sache, aber immer wieder ablenkend. Eine Verbesserung in der nächsten Auflage empfehle ich.

Fazit: Die Darstellung könnte klarer sein; das Thema ist wichtig und alle relevanten Aspekte scheinen hier versammelt.

Themen

  • »Wie-Was-Warum«: Knoten, Pakete und Internet-Protokolle
  • Verschlüsselung: Geheimhaltung und Integrität von Daten gewährleisten
  • Zensur und Möglichkeiten der Überwachung und wie man dies umgeht
  • Datenschutz, Privatsphäre und Zensur
  • Kybernetik, Algorithmen und wie Computer Entscheidungen treffen
  • Zentralisierung der Macht im Internet, Auswirkungen auf die Demokratie und wie dies Menschenrechte beeinträchtigt
  • Gesellschaft: Internet-Governance und Möglichkeiten, sich zu engagieren

Article 19 (Hrsg.): „Das Internet gehört uns allen! Protokolle, Datenschutz, Zensur und Internet Governance anschaulich illustriert“. dpunkt 2021. 16,95 EUR. ISBN 978-3-86490-869-9.

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meccanica feminale: Anmeldefrist verlängert

Frühjahrshochschule

Zur Erinnerung: Das Schwerpunktthema ist dieses Mal „Mobilität von morgen“. Die Anmeldefrist für die Kurse wurde verlängert, neues Datum, neue Chance ;-)

Frist? 25. Jan. 2022
Wann? meccanica feminale 2022 vom 22. bis 26. Feb. 2022

Aufgrund der aktuellen Situation findet die Veranstaltung erneut digital statt.

Für die 13. Frühjahrshochschule meccanica feminale (#mfbw22) für Studentinnen und Fachfrauen aller Ingenieurwissenschaften, insbesondere der Fachgebiete Maschinenbau, Elektrotechnik, Medizintechnik und Wirtschaftsingenieurwesen sind Studentinnen und interessierte Frauen herzlich dazu aufgerufen, sich für Seminare und Workshops anzumelden. Veranstaltungen gibt es zu Fachthemen und Social Skills. Neben einer Teilnahmebescheinigung nach erfolgreicher Teilnahme könnt Ihr ECTS bekommen.

Mehr Infos:
https://scientifica.de/bildungsangebote/meccanica-feminale/mf-2022/mf2022-kursuebersicht/

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Tag der Kindererfinder

K.I.D. = Kid Inventors‘ Day

ScreenshotWann? 17. Januar
Warum ausgerechnet heute? Der 17. Januar ist der Geburtstag des US-amerikanischen Gründervaters Benjamin Franklin (1706 – 1790), der der Legende nach mit 12 Jahren die Schwimmflossen erfunden haben soll.

Weitere Kindererfindungen sind die Ohrenschützer (1873: Chester Greenwood mit 15 Jahren) und das Eis am Stiel (1905: Frank Epperson mit 11 Jahren) sowie die Brailleschrift (Louis Braille mit 15 Jahren). Alles Jungserfindungen.

Wo sind die Mädchenerfindungen?
Wer Erfindungen kennt, die sich Mädchen ausgedacht haben, bitte melden: zeitung.informatica-femianle(bei)web.de

Wer war’s?
Wer hat sich diesen Gedenktag ausgedacht? Die USA. Genaugenommen Lee Wardlaw. Die US-amerikanische Kinderbuchautorin und Pädagogin startete die Initiative 2008.

Quellen: www.kuriose-feiertage.de/tag-der-kinder-erfinder

www.kidinventorsday.com

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Master in Management Analytics

Business-School-Studiengang

Screenshot

Wo? Mannheim Business School
Wie? Teilzeit / berufsbegleitend

Stipendium

Es gibt ein Stipendium „Women in Tech“ für Bewerberinnen, die „mit ihren akademischen Leistungen, ihrem beruflichen Werdegang und/oder ihrem gesellschaftlichen Engagement überzeugen“.

Studium

Fächer: Methoden, Business und Technologie (Pflichtkurse). Statistik; Machine Learning; betriebliche Themen wie Marketing, Finanzen, Operations  (Wahlkurse).

Zertifizierungskurse: Zertifikate in aktuellen Programmiersprachen wie Python und R oder für Tools wie Google Analytics oder Amazon Web Services können erworben werden.

Weitere Kurse, Gemeinschaftsprojekt: Soft-Skill-Kurse (was auch immer genau das heißt). Mittels eines Social Sustainability Projects können Studis  als Klasse ein soziales und nachhaltiges Projekt in der Metropolregion Rhein-Neckar planen und realisieren, Management-Wissen direkt anwenden und dabei einen Beitrag für die Gesellschaft leisten (spannend!).

Studienreise: Optional bietet ein einwöchiger Study Trip die Möglichkeit, den Horizont und das eigene Netzwerk zu erweitern und Einblicke in innovative Unternehmen in Technologiezentren wie dem Silicon Wadi in Israel oder bei den Silicon Vikings in Skandinavien zu gewinnen.

Voraussetzung/Bewerbung und Zulassung:

  • Bewerbungsformular / Lebenslauf
  • Nachweis über englische Sprachkenntnisse (TOEFL oder äquivalente Prüfung, im Original)
  • Nachweis über abgeschlossene Schulleistungen (beglaubigte Kopie)
  • Nachweis über abgeschlossene Studienleistungen (z. B. Bachelorzeugnis und Bachelorurkunde, beglaubigte Kopien)
  • Bescheinigung über erste Berufspraxis
  • Unterstützungszusage des Arbeitgebers (im Original)
  • Motivationsvideo (Details dazu finden Sie im Bewerbungsformular)

Mehr Infos

Business School Mannheim:
www.mannheim-business-school.com/de/mba-master-und-kurse/masterprogramme/mannheim-master-in-management-analytics-teilzeit/#label-0

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Masterstudiengänge im Ingenieurwesen

Bioingenieur­wesen

LogoWo? KIT – Karlsruher Institut für Technologie

Fächer: Prozess- und Anlagentechnik

Wahlpflichtfächer: Biopharmazeutische Aufarbeitungsverfahren, Biotechnologische Stoffproduktion, Integrierte Bioprozesse, Ausgewählte Formulierungstechnologien, Kinetik und Katalyse, Partikeltechnik, Numerische Strömungssimulation, Thermodynamik III, Physikalische Chemie, Thermische Transportprozesse
Dazu die Vertiefungsfächer: Angewandte Rheologie, Gas-Partikel-Systeme, Prozesse der Mechanischen Verfahrenstechnik, Umweltschutzverfahrenstechnik, Thermische Verfahrenstechnik, Produktgestaltung, Chemische Verfahrenstechnik, Chemie und Technik erneuerbarer Brennstoffe, Technische Thermodynamik und Kältetechnik, Lebensmittelverfahrenstechnik, Wassertechnologie, Verbrennungstechnik, Lebensmittel und Trinkwasser – Rohstoff- und Produkteigenschaften, Formulierung biologischer und bioaktiver Stoffe, Industrielle Biotechnologie, Materialprozesstechnik und Werkstoffe

Weitere Kurse: „Schlüsselqualifikationen“ (was auch immer das genau heißt…)

Voraussetzung: Abgeschlossenes Studium Bioingenieurwesen oder Chemieingenieurwesen oder ähnliches

Berufsfelder: Einsatz in der Energie-, Pharma- und Kosmetikbranche, in der Lebensmittelherstellung, der Medizintechnik sowie in Abfallbehandlung und Wasseraufbereitung

Mehr Infos
Uni: www.sle.kit.edu/vorstudium/master-bioingenieurwesen.php
Infos der Fachschaft: www.fs-fmc.kit.edu/bioingenieurwesen

Mediziningenieurwesen

LogoWo? TU Hamburg

Fächer: Angewandte Statistik, Bildgebende Systeme in der Medizin, Fachlabor Produktentwicklung, Werkstoffe und Produktion, Fallstudien und klinisches Praktikum, Medizin und Krankheitslehre, Betrieb & Management

Fächer im Bereich Implantate und Endoprothesen sowie im Bereich Künstliche Organe und Regenerative Medizin: Biomaterialien, Finite-Elemente-Methoden, Kunststoffe, Arbeitswissenschaft, Implantate und Frakturheilung, Intelligente Autonome Agenten und kognitive Robotik, Intelligente Systeme, Kontinuumsmechanik, Einführung in die Biochemie und Molekularbiologie, Medizinelektronik, Mikrosystemtechnologie, …, Regenerative Medizin, Ergonomie, Technische Schwingungslehre, Technologiemanagement, Regelungstechnische Systeme, …, Fallstudien zu regenerativer Medizin und Tissue Engineering, …, Bioelektromagnetik
Dazu: Vertiefung Management und Administration
Dazu: Vertiefung Medizin- und Regelungstechnik

Voraussetzung: Abgeschlossener Bachelorstudiengang „Allgemeine Ingenieurwissenschaften” oder Maschinenbau oder ähnliches

Mehr Infos
Uni: www.tuhh.de/tuhh/studium/studienangebot/masterstudiengaenge/mediziningenieurwesen.html

Mobilität und Infrastruktur

LogoWo? KIT – Karlsruher Institut für Technologie

Themen: Stadt- und Verkehrsplanung, Verkehrstechnik, Straßenwesen, Spurgeführte Transportsysteme. Fächer aus Bauingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Architektur (Stadtbauwesen) und Maschinenbau (Fahrzeugtechnik).

Voraussetzung: Abgeschlossener ingenieurwissenschaftlicher Studiengang wie Bauingenieurwesen, Verkehrsingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Architektur oder Informatik, oder Abschluss in einem planungsorientierten Studiengang wie Geographie oder Raumplanung, oder ähnliches. Dazu Kenntnisse und Leistungen in Höherer Mathematik im Umfang von mindestens 15 Leistungspunkten.

Berufsfeld: Verkehrsingenieurwesen u. ä. Planen, Bau und Betrieb von Verkehrssystemen, hauptsächlich straßen- und schienengebunden.

Mehr Infos
Uni: www.sle.kit.edu/vorstudium/master-mobilitaet-infrastruktur.php

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Zeitvertreib ins neue Jahr

Online-Daddeln & Computerspielen: Danke, Kunstpalast

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Toller Spieletipp aus der Tageszeitung, hab mich gerade dort herumgetrieben. Und das muss ich ja nicht für mich behalten ;-)

Rhino Palast

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Rhino lädt zu einigen (Kinder-)Spielen ein. Die meisten funktionieren einfach online auf der Website. Dazu gibt es noch zwei Computerspiele. Auch geeignet für „Wir-warten-auf-Mitternacht“ an Silvester.

  • Memory, Quiz, Kunstmuseum-Hochbau und Einstrich-Figuren schlau nachzeichnen… alles top top top.
  • Fang den Wurm: Nix für Maria, die Feinmotorik auf dem Smartphone hat Latenz!
  • Detektiv-Spiel und Nachts ins Museum schleichen… geht nur auf’m Rechner, nicht am Smartphone. Das mit dem Finden der Verschollenen, das war sehr nett. Das mit dem Jump&Run… nix für Maria, aber vielleicht für Dich oder die Kids?

Fazit: Kunst-Zeitvertreib für (junge) Spielefans

Mehr Infos
Spiele: www.kunstpalast.de/kinder/spiele

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Kanada, Schnee, Schuhe – Kunstwerke!

Kim Asmussen stapft Figuren in den Schnee

Screenshot200 Kilometer entfernt von Thunder Bay werden zugeschneite Seen und Felder zur Leinwand. Kim Asmussen überlegt sich Formen und Figuren, die er anschließend in die weiße Fläche stapft.

Wohlgemerkt ohne „Radiergummi-Option“!

Für die Planung nimmt er sich Zeit, Google Maps und Inspiration. Für die Ausführung nimmt er sich als Werkzeuge Stöcke, Stricke, Kompass und natürlich Schneeschuhe mit. Und dann legt er los.

Dokumentiert wird anschließend per Drohne. Was dabei herauskommt, sieht man später auf beeindruckenden Bildern. Auf YouTube könnt Ihr Euch das ansehen, in den unten verlinkten Berichten auch. Gern mit einer heißen Schokolade und Kuscheldecke vom Sofa aus. Oder vorm Kamin… *seufz*

Screenshot

Wenn wir so einen tollen Winter bekommen wie im letzten Februar, könnte man das doch mal nachmachen. Was meint Ihr?

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Die größte Arktisexpedition aller Zeiten

Expedition Polarstern

CoverInhaltsseiteEs ist die größte Arktisexpedition, die bisher gelaufen ist: Ein Jahr lang driftet der Eisbrecher mit dem schönen Namen Polarstern durch das Nordpolarmeer.  Das Schiff ist gleichzeitig als Forschungsstation ausgerüstet. Bzw. als VIELE Forschungsstationen.

Es pirscht sich ans Meereis an, um dann angedockt an eine Eisscholle der Transpolardrift zu folgen. Im Wettlauf mit der hereinbrechenden Polarnacht errichtet das Team mitten auf dem Eis ein Forschungscamp. Jede erdenkliche Art von Daten kann dort gesammelt werden.

Inhaltsseite

An Bord und auf dem Meereis arbeitet das MOSAiC-Forscherteam aus über 600 Crewmitgliedern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern; versammelt sind mehr als 20 Nationen. Ein Ziel vereint alle: Die Forscherinnen und Forscher aus aller Welt wollen herausfinden, wie sich die  Veränderungen in der Arktis auf das Weltklima auswirken. Denn die Polarregion unterliegt den dramatischsten Veränderungen weltweit, d. h. nirgendwo sonst erwärmt sich eine Region schneller. Und: Was hier passiert, hat großen Einfluss auf den Rest der Erde.

InhaltsseiteInhaltsseiteDas Buch berichtet von den Menschen an Bord, vom Abenteuer der Expedition und auch von historischen Vorbildern. Wichtige Infos zur Entstehung des Klimas und dem Leben in der Arktis sind natürlich auch zu finden. Und es gibt ein paar Tipps, was jeder Einzelne von uns tun kann, um die Zukunft – unsere Zukunft – ein bisschen besser zu machen und den Klimawandel aufzuhalten.

Das Buch ist sehr fundiert. Man erfährt über sehr viele Fächer und Forschungsfelder etwas. Das persönliche Leben an Bord kam für meinen Geschmack ein kleines bisschen zu kurz. Warum? Weil ich denke, dass die (jungen) Leser:innen – so wie auch ich – dadurch noch besser die Einzigartigkeit der Expedition nachvollziehen könnten.

So ist das Buch sehr, sehr ernst geworden (wie die Klimalage weltweit) und könnte zu einer „Schockstarre“ führen, was ja gerade nicht das Ziel ist. Zumindest war ich sehr beeindruckt davon, wie schlimm die Lage dort oben wirklich ist und was das für uns alle bedeutet. Wobei wir ja gerade deswegen viel Motivation, Optimismus und Zusammenhalt brauchen. Naja, … Fakten kennenlernen, Erschrecken, … Durchatmen. So werde ich es wohl handhaben.

Fazit: Sachlich exzellent; dabei ernst im Thema

Themen

  • Die größte Arktisexpedition aller Zeiten
  • Klimaforschung im Eis
  • Team Atmosphäre
  • Team Ozean
  • Team Ökosystem
  • Team Biogeochemie
  • Unsere Arktis, unsere Zukunft

Katharina Weiss-Tuider und Christian Schneider: „Expedition Polarstern. Dem Klimawandel auf der Spur“. Jugendbuch ab ca. 10 Jahren. cbj 2021. 22,- EUR (D) / 22,70 EUR (A). ISBN 978-3-570-17814-0.

Mehr zum Forschungsprojekt:
https://mosaic-expedition.org/expedition/polarstern

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Low Tech: Flüsse aufräumen, Meer schützen

Das Problem an der Wurzel… äh Quelle … packen

Screenshot
Einfach mal den Müll da rausfischen, wo er reinfällt. Bevor er im Ozean landet. So simpel kann eine Initiative für die Klima-Zukunft sein.

Triple-L-Initiative: Plastic Fischer

Der meiste Teil der Ozeanverschmutzung entsteht durch rund 1000 Flüsse, die Müll mitbringen. Ein paar Leute haben sich des Problems angenommen. Sie haben überlegt, was es braucht, um das Übel an der Wurzel, quasi von der Quelle her, anzupacken. Und so sind sie auf die 3 Ls gekommen:

  • Local
  • Low-cost
  • Low-tech

Die Lösung muss lokal anpacken. Jede Lösung muss sehr sehr günstig möglich sein. Leute vor Ort müssen die Lösung sehr einfach nachbauen können, mit Material, das überall leicht erhältlich ist.

So kann man das Problem schnell, in einem passenden Umfang und mit Hilfe der lokalen Gemeinschaft(en) angehen. So ist die Idee zu TrashBooms entstanden: Das sind schwimmende Barrieren, gebaut aus Plastikrohren und anderen „Baumarktkomponenten“. Die schwimmenden Barrieren werden (derzeit nicht permanent, sondern immer mal wieder, schließlich gibt es hier und da Boote oder Schiffe, die den Fluss nutzen) in den Fluss eingesetzt. Das gefangene Plastik wird, wo es geht, recycelt. Oder es wird anders entsorgt, d. h. verbrannt. Auch nicht optimal? Richtig. Aber CO2-technisch immer noch besser, als Kohle zu verbrennen. Und das soll noch nicht die ultimative Lösung sein, neue Ideen sollen auch dieses Problem minimieren oder lösen.

Warum funktioniert das Fischen in Flüssen besonders gut? Weil in den Flüssen der Plastikmüll noch relativ groß ist und an der Oberfläche treibt. So kann man die Materialien leichter ausfiltern als im Meer. Da ist die Umgebung ungemein großflächig, die Müllteilchen werden sehr klein, werden gefressen, sinken teilweise ab, so dass sie in jeder Tiefe zu finden sind. Werden die Teile gefressen, bedrohen sie direkt oder indirekt die Biodiversität. Denn es verhungern aktuell schon Seevögel, Fische und Säuger, weil sie Plastik im Magen haben, also „satt“ sind und so elendig verhungern.

Finanziert wird das Ganze u. a. von Unternehmen, die damit zum Umweltschutz beitragen möchten. Vielleicht nur so eine Art Greenwashing? Und wenn schon!

:-)

Mehr Infos:
https://plasticfischer.com

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Robotertechnologie nutzen gegen Sexismus

Maschinelle Verstärkung sexistischer Vorurteile

ScreenshotDass auch Maschinen sexistische Rollenzuschreibungen und Vorurteile verstärken können, wird in der Wissenschaft bereits seit längerem diskutiert. So hatte bereits 2019 eine im Auftrag der UNESCO durchgeführte Studie ergeben, dass passive, höfliche und akzeptierende KI-Assistenten mit weiblichen Stimmen Geschlechterstereotype verstärken. „Da die Sprache der meisten Sprachassistenten weiblich ist, wird das Signal ausgesendet, dass Frauen zuvorkommende, fügsame und willige Helferinnen sind, die auf Knopfdruck oder mit einem stumpfen Sprachbefehl wie ‚Hey‘ oder ‚OK‘ zur Verfügung stehen“, heißt es in dem Bericht.

Um dem entgegenzuwirken, entstand die Idee, die Technologie aktiv für das Gegenteil zu nutzen – also das traditionelle Rollenverständnis über die Interaktion mit der Maschine eher in Frage zu stellen.

Nützt das was?

Offenbar: Unter anderem auf Grund der UNESCO-Studie änderte die brasilianische Bank Bradesco das Verhalten ihres virtuellen Assistenten namens BIA – kurz für Bradesco Inteligência Artificial, der als Frau dargestellt wird und Kunden bei ihren Finanzfragen helfen sollte. Wenn Kunden sie beleidigen oder versuchen, sie herabzusetzen, antwortet sie mit einem „Reden Sie nicht so mit mir“, verlangt Respekt oder verweist auf das Strafrecht. Ob und wenn ja wie sehr solch ein Verhalten aber tatsächlich Einfluss auf die User hat, ist wissenschaftlich kaum untersucht.

Viel Raum für neue Forschungsfelder!

Der ganze Artikel:
www.heise.de/news/Streitbare-Roboter-fuer-weniger-Sexismus-6280358.html

Danke für den Tipp, Karin!

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Call „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“

FiNuT-Tagung 2022

LogoDie Tagung von und für Frauen in Naturwissenschaften und Technik ist als Präsenzveranstaltung geplant. Der Austausch wird wie immer natürlich genauso Schwerpunkt sein wie die thematischen Beiträge und Impulse.

Wo? Hamburg

Wann? 26. bis 29. Mai 2022
Beiträge bitte einreichen bis 31 Jan. 2022 unter orga(bei)finut.net

Schwerpunktthema: Wasser

Gesucht sind Beiträge zum Thema Wasser, gern aus eigenen Arbeits- und Forschungszusammenhängen. Mögliche Fragestellungen:

  • Welche besonderen Herausforderungen bringt eine Hafenstadt mit sich? (Arbeitsbedingungen, Schiffe, Antriebe, Energieversorgung, Logistik, Hafenorganisation…)
  • Wie lebt es sich an oder auf dem Wasser?
  • Wie können Land und Leute vor Überschwemmungen geschützt werden?
  • Wie begegnen wir Wassermangel und Dürre?
  • Wie gelangen wir zu einer gerechten Trinkwasserversorgung?
  • Wie können Kreisläufe zur Wasserversorgung und -entsorgung gestaltet werden?
  • Wie funktioniert Energiegewinnung aus fließendem und gestautem Wasser?
  • Welche Rolle spielt Wasser in Produktionsprozessen, z.B. bei der Herstellung von Kleidung?
  • Welche Bedeutung hat Wasser für ein ökologisches Gleichgewicht?
  • Welche Wesen leben im Wasser?

Weitere Beiträge zu „traditionellen Kongress-Themen“ sind wie immer auch erwünscht. Dazu gehören

  • Berichte aus eigenen Arbeitsbereichen
  • Berichte zu beruflichen Situationen
  • Biografien
  • Geschichte
  • feministische Wissenschaftskritik

Mehr Infos

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Eismaschine umprogrammieren

Ada und Zangemann

Cover„Es war einmal…“ so fängt die Geschichte an, ein Märchen.

Ein Märchen mit einer Heldin, die wir bei ihrem Abenteuer begleiten. Ada ist zwar arm, aber auch sehr, sehr clever. Das Kinderbuch erzählt die Geschichte von Ada, einer neugierigen Tüftlerin, und wie sie „Software“ entdeckt. Ada beginnt mit Hardware zu experimentieren, lernt das Programmieren und erkennt dabei, wie wichtig der eigenständige, freie Umgang mit Software für sie und andere ist.

Der Plot: In einer sauteuren Villa oben über der Stadt lebt Zangemann. Er ist DER Erfinder. D. h. er erfindet alles für alle – und wacht eifersüchtig und egoistisch über dieses Imperium. Zuerst lieben alle seine Erfindungen und wollen sie unbedingt haben.

Doch eines Tages kommt Zangemann in die Stadt, um seine Erfindungen wieder einmal aus der Nähe zu betrachten und – RUMMS! – ein Kind fährt ihm mit seinem Skateboard gegen das Schienbein. Zangemann wird wütend. Richtig wütend. Er trifft eine Entscheidung und dann passieren merkwürdige Dinge. Ada liebt ebenfalls Technik, und gleichzeitig mag sie die Menschen, wenn sie sich darüber freuen, was die Technik für sie tun kann. Ada findet heraus, warum plötzlich alle Dinge der Marke Zangemann so seltsam reagieren. Sie findet Freund:innen, und sie schmiedet einen Plan.

Die Illustratorin kennt Ihr vielleicht aus der Sendung mit der Maus ( Trudes Tier). Am Ende gibt es noch eine Malseite: Denk Dir Deine eigene Eissorte aus! Sehr nett. Weiter Malvorlagen zum Herunterladen ergänzen das Buch.

Screenshot

Fazit: Cooles Märchen gegen Code-Monopol! Lesebändchen!

Themen

  • Selbstbestimmter Umgang mit (Software-)Technik
  • Gesellschaft, Gefühle & kluger Einsatz von Technik
  • Pfiffigkeit & Freundschaft
  • Technik für alle Menschen, nicht für Einzelninteressen

Matthias Kirschner (Text) und Sandra Brandstätter (Illustration): „Ada und Zangemann. Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis“. Für Kids ab 6 Jahren und natürlich für Erwachsene. O’Reilly 2021. 16,90 EUR. ISBN 978-3-96009-190-5.

Mehr dazu unter https://ada.fsfe.org (u. a. gibt es hier weitere Malvorlagen mit ein paar Vertiefungsfragen dran und sonstige Infos zum Buch)

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Führungserfahrungen von Frauen, die es geschafft haben

Führungsfrauen im Blick

Cover Das Buch gibt Einblicke in die Praxis, in die relevanten Themen. (Zwischendurch scheinen relevante Themen in der Gesellschaft allerdings auch wieder zu verschwinden. Hier sind sie zu finden.) Als theoretisches Fundament dienen Gender Studies, Leadership-Betrachtungen, Psychologie und Coaching. Einige Studien kommen zur Sprache, jeweils kurz im Kontext interpretiert. Die Autorinnen bringen selbst Führungserfahrung mit und sind gleichzeitig erfahren in der Beratung von Führungsfrauen in der Wirtschaft und in Non-Profit-Organisationen.

Die Bandbreite an theoretischem sowie praktischem Wissen, das für den persönlichen beruflichen Alltag genutzt werden kann, ermöglicht eine gezielte Beschäftigung für eigene Anknüpfungspunkten. Erfahrungen, Interviews und Praxisbeispiele sind hier versammelt, mit Zielpublikum aus Wissenschaft, Ausbildung, Beratung und Unternehmensführung. Das dürfte nicht nur für Frauen erhellend sein.

Ein paar Kapitel machen direkt neugierig: „Bleiben wir unter dem Radar? – oder: Speak up! Führungsfrauen in typischen Männerberufen“. Oder: „Ich komme nicht weiter, weil ich eine Frau bin? – Vorurteil oder Realität?“

Besonders eindrucksvoll und hilfreich sind für mich die Interviews mit Frauen, die führen. Die Einordnung einer Autorin („Würdigung“) hätte ich dagegen nicht gebraucht, schließlich beschäftige ich mich nicht zum ersten Mal mit diesen Themen. In einem anderen Kapitel habe ich den Eindruck, dass nicht wirklich auf den individuellen Fall eingegangen wurde; die Fragen zu den angesprochenen Punkten wirkten auf mich eher wie Standardrepertoire.

Einige gute Anregungen nehmen ich mit. Bei manchen Praxisbeispielen (aus technischem Berufsumfeld) habe ich besonders aufmerksam gelesen. Z. B. das Kapitel mit dem für mich eher seltsamen Titel „Führen; Frustqual und Freudenquell“ – hier habe ich kluge Inhalte und eine schlaue und als Coach erfahrene Autorin entdeckt. Danke!

Fazit: Interessante Lektüre, für jede etwas dabei – Interesse auch für theoretischere Punkte ist anzuraten.

Themen

  • Führung durch Frauen vs. Führung über Frauen
  • Selbstzensur vs. Selbstbewusstheit
  • Karriere, Erfolg, Erfolgsfaktoren
  • Familie und Führungsrollen
  • „Abenteuer Arbeit“ und „Freude an der Arbeit“ versus „Belastung durch Arbeit“
  • Gesundheitsmanagement und Selbstfürsorge
  • Weibliche Nachfolge
  • Historischer Wandel von Führungsrollen bei Frauen und Männern
  • Frauen in Männerorganisationen und in Männerberufen
  • Gender und Diversity-Management

Birgitta Fildhaut, Gudrun Happich, Friederike Höher, Katrin Kiggen, Jasmin Messerschmidt, Britta J. Reinhardt und Cornelia Seewald: „Führungsfrauen im Blick. Führung im Wandel“.  Erschienen in der Reihe sic (Soziale Innovation und Change). EHP 2020. 26,99 EUR. ISBN 978-3-89797-123-3.

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Masterstudiengang „Management and Technology of Water and Waste Water“

Wassertechnik-Studiengang

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Familiär und international

von Leni Handelsmann (Absolventin)
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Sich nach einem Bachelorstudium für ein Masterstudium zu entscheiden, ist wohl nur eine logische Konsequenz. Sich für eine neue Stadt, eine neue Uni und einen weitreichend neuen Studiengang zu entscheiden, ist aber schon nicht mehr so einfach. Dennoch bewarb ich mich 2019 nach meinem Bachelor in Biotechnologie an einer Fachhochschule in einem eher kleinen Umfeld für einen internationalen Studiengang an einer der größten Universitäten des Landes, der Universität Duisburg-Essen.

Der Masterstudiengang Management and Technology of Water and Waste Water (MTW3) überraschte mich dann schon von Anfang an mit vielen neuen Eindrücken. Die Studierenden kommen hier aus den verschiedensten Ländern. Gesprochen wird meist Englisch. Das familiäre Umfeld am für den Master verantwortlichen Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik / Wassertechnik erlaubt es, beinahe alle Mitstudierenden und Mitarbeiter:innen des Lehrstuhls während des Studiums kennenzulernen. In den ­verschiedenen Vorlesungen sind dabei die Fachgespräche mit Input und Erfahrungen aus den Heimatländern der Studierenden eine echte Bereicherung und sehr von Vorteil für die spätere Bewerbung.

Die Vorlesungen decken viele verschiedene Bereiche ab. So ist es möglich, sich im Bereich Trink- und Abwasserreinigung zu spezialisieren, aber gleichzeitig ein breites Spektrum an theoretischem Wissen zu sammeln. Nach dem Studium stehen einem somit, je nach weiteren durch Praktika und nicht zuletzt durch die Masterarbeit erworbenen Qualifikationen, selbst in schweren Zeiten auf dem Arbeitsmarkt viele spannende Berufsfelder offen.

Ein weiteres Highlight im Studium war für mich die ehrenamtliche Mitarbeit in der Hochschulgruppe AquaSmarTech vom DVGW (Deutscher Verein des ­Gas- und Wasserfaches), welche unmittelbar mit dem Masterstudiengang und dem Lehrstuhl verbunden ist. Hier bekommt man die Gelegenheit, seinen Studiengang mitzugestalten und die Zusammenarbeit unter Studierenden und Lehrenden zu fördern.

Nach meinem Studium […]. Als Projektingenieurin angestellt, bin ich nun das Bindeglied zwischen Bauherrn, Konstruktion, Planer, Einkauf, Werkstatt und Monteuren und kann ganz praktisch an der Gestaltung neuer Abwasseranlagen mitwirken und mein Wissen erweitern.

Quelle: Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.20/Nr.04 (Uni Duisburg-Essen Ausgabe Dez. 2021)

Mehr Infos:
www.uni-due.de/Wassertechnik/MTW3.shtml

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