Der Kartenstapel wächst: Virtuelle Lehre Teil II

Kartenset: Munterrichtsmethoden digital – Teil II

CoverLehren und lernen auf spielerische Art – dass das online geht, das hat das erste Kartenset gezeigt. Also zumindest hat es gezeigt, dass es da gute Inspirationen gibt.

Jetzt ist der zweite Teil da. In diesem neuen Kartenset sind wieder 22 Karten. Das sind 22 Methoden, die online funktionieren. Die Methoden sind hauptsächlich so ausgewählt, dass sie helfen, Lernprozesse in Gang zu bringen. Manches davon kann man genauso gut in klassische Präsenzformate einbauen.

Lernende müssen aktiv werden, damit sie lernen können. Das gilt noch stärker für das Onlinelernen. Den vorgestellten Methoden ist es egal, ob Webinar, E-Learning-Tool oder ein Mix verschiedener Single-Feature-Tools genutzt werden. Manchmal reicht ein Telefon plus Konferenzschaltung schon aus, wenn man mit „Homebase“ arbeitet, einer Website für das Material oder (schriftliche) Informationen. Hauptsache, man ist irgendwie in der Lage, Kommunikation herzustellen.

Fazit: Wie Teil I – Handlich, leicht, optisch ansprechend, gute Qualität. Gekauft!

Themen

  • Aufstehen, Dinge suchen und mitbringen zum Bildschirm
  • Digitale Pinwand geschickt einsetzen
  • Kurz- oder Zwischenfeedback im Chat
  • Wortspiele (Vokale killen)
  • Kamera sinnvoll ausschalten
  • Selbständige Recherche

Was man sonst jenseits der Karten noch so an Tools einsetzen kann, findet sich hinter einem Link, den an auch im Kartenset findet: Virtuelle Pinwand, digitales Glücksrad etc.

Orbium: „Kartenset Munterrichtsmethoden digital. Teil 2 mit 22 Postkarten“. Orbium 2021. 19,80 EUR.

 

Tipp: Es gibt drei Packmaße, wie man die Karten bestellen kann:

Option 1: Kartenset Munterrichtsmethoden digital Teil 1 – Methode Nummern 1-22 für 19,80 EUR
Option 2: Kartenset Munterrichtsmethoden digital Teil 2 – Methode Nummern 23-44 für 19,80 EUR
Option 3: Kartenset Munterrichtsmethoden digital Teil 1 & 2 – Methoden Nummern 1-44 für EUR 34,80

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women&work 2021: GENIAL! DIGITAL

Triff rund 100 Jobquellen

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Wenige Wochen vor der 10. Karrieremesse schlug Corona zu und machte der angedachten Jubiläumsfeier in Frankfurt einen Strich durch die Rechnung. Jetzt sind wir zurück und feiern im 11. Jahr der women&work das 10-jährige Jubiläum.

Wann? Warm-Up am 28. Mai 2021 von 14 bis 18 h
Wann? 29. Mai 2021 von 10 bis 16 h

Wo? Digital

Messe-Infos & Updates:
www.womenandwork.de

„Dabei sein war noch nie so einfach“

In diesem Jahr wird die women&work allen ambitionierten Frauen zugänglich sein – ohne Anreise, einfach per Mausklick. Mehr als 100 Arbeitgeber:innen (als Quelle eines neuen Jobs…?) werden den Messebesucherinnen Rede und Antwort stehen und berufliche Chancen erläutern.

Kontakte, Anregungen, interessante Gespräche – das und vieles mehr werden karriereaffine Frauen auf der diesjährigen women&work digital erleben.

Bildquelle: women&work Messeteaser mit TerminEin Highlight der women&work: Der Company-SLAM, den auch bei der digitalen Auflage niemand missen möchte. Unter dem Motto „Kreativ! Witzig! Interessant!“ präsentieren Gäste aus Unternehmen in maximal 60 Sekunden Informatives und Noch-Nie-Dagewesenes, um die Besucherinnen auf ungewöhnliche und inspirierende Art und Weise an ihren virtuellen Messestand einzuladen. Der Company-SLAM ist die Auftaktveranstaltung um 10 h, um die Teilnehmerinnen auf den digitalen Karrieretag vorzubereiten und das Eis zu brechen.

Der Besuch ist kostenfrei.

Mehr Infos:
www.womenandwork.de/messe/messe

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Schüler:innen und digitale Bildung

Corona School

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Die Corona School ist eine deutschlandweite Plattform für digitale Bildungsangebote für Schüler:innen.

Mission

Die Organisator:innen möchten, dass alle Schüler:innen in Deutschland dieselben Chancen haben sollen, ihre Bildungsziele zu erreichen und Bildungserfolg zu genießen. ​Die Realität sieht bisher anders aus: Aufgrund von bestimmten persönlichen, sozialen, kulturellen oder finanziellen Ressourcen haben manche Schüler:innen nur eingeschränkte Möglichkeiten, Bildungsangebote in Anspruch zu nehmen. Die Corona-Pandemie hat dabei die Ungleichheiten weiter verschärft.

​Das Projekt möchte daher mit digitalen und kostenlosen Programmen ein Zeichen für mehr Bildungsgerechtigkeit setzen und Schüler:innen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrem sozialen Status fördern.

Philosophie: Studis als Unterstützung

Gesucht sind Studis: Als Student:in möchtest Du Dich während der Corona-Krise sozial engagieren? Du bist zuverlässig und verantwortungsbewusst? Du begeisterst Leute für Inhalte aus deinem Fachgebiet und hast Spaß an der Vermittlung? Schon mit 1 Stunde pro Woche kannst Du einen gesellschaftlichen Mehrwert leisten.

Check! Und dann? Du unterstützt Schüler:innen während der Corona-Krise bei ihren schulischen Aufgaben. Und Du begleitest Schüler:innen auf ihrem Weg zum selbstständigen Lernen.

Qualität sicherstellen

Die Leute hinter der Corona School sind sich der Verantwortung bewusst, die mit ihrem Lernangebot einhergeht. Um Missbrauch der Plattform zu vermeiden, haben sie deshalb festgelegt: Jeder/Jede Student:in durchläuft ein Eignungsgespräch mit einer Person aus dem Team. So soll sichergestellt werden, dass die gemeinsamen Werte gelebt werden und die nötige Qualifizierung der Studierenden gegeben ist.

Mehr Infos:
www.corona-school.de

Digitale Drehtür

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Interessensgerechte Förderung

Die Plattform will Schüler:innen während der Unterrichtszeit die Möglichkeit geben, sich mit Themen aus ihrem Interessensgebiet zu beschäftigen und ihre Potentiale nachhaltig, digital und kostenfrei zu entfalten.

Das digitale Drehtürmodell

Unterricht und individualisiertes Lernen

Mit dem Drehtürmodell können Schüler:innen zwischen dem Unterricht in der Klasse und einer Form der individuellen Förderung wechseln. Dabei verlassen sie zeitweilig den gemeinsamen Unterricht, um an digitalen Enrichmentprogrammen aus ihrem Interessensgebiet teilzunehmen. Enrichmentprogramme in diesem Sinne zielen darauf, komplexes Lernen, nachhaltige Endeckerlust und hohe Leistungen zu fördern.

Orientierung an den Bedarfen

Für Schüler:innen werden Möglichkeiten des individualisierten Lernens geschaffen, die das reguläre Curriculum ergänzen. Sie sollen den spezifischen Interessen und bevorzugten Lernstilen der Lernenden gerecht werden. Das kann etwa durch die Wahlfreiheit des Themas und verschiedene Lernsettings geschehen. So können Kinder und Jugendliche ihre Potentiale voll ausschöpfen und sich ihren Stärken und Fähigkeiten gemäß entfalten.

Mehr Infos:
www.digitale-drehtuer.de

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FiNuT-Tagung 2021: Klimakrise und Klimagerechtigkeit (feministisch betrachtet)

Call for Paper: FiNuT 2021 zu Klimakrise und Klimagerechtigkeit

Eckdaten

LogoWann? 10. bis 12. Sep. 2021
Wo? In Berlin oder online

Deadline für Beiträge: 4. Jul. 2021

Thema Klima – ein feministischer Blick

Die Klimakrise spitzt sich zu. Deutlich sind auch in Deutschland die Folgen des Klimawandels spürbar. Den globalen wie lokalen Herausforderungen muss durch tiefgreifende gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen begegnet werden, um existenzielle Gefahren und massive soziale Ungerechtigkeiten zu verhindern.

Denn die Klimakrise ist auch eine Krise der sozialen Gerechtigkeit. In vielen Teilen der Welt sind gerade Frauen als vulnerable Gruppe besonders stark betroffen.
Auf der FiNUT-Tagung 2021 soll Austausch rund um Entwicklungen in Naturwissenschaft, Technik und Gesellschaft stattfinden, die zur gesellschaftlichen Transformation beitragen können.

Der Blick geht auf so zukunftsbestimmende Bereiche wie unsere Mobilität, Ernährung, Energieerzeugung und den Konsum, aber auch auf das Thema Klimawandelanpassung. Mit einer feministischen Perspektive, die auch bestehende Macht- und Herrschaftsverhältnisse hinterfragt und globale Gerechtigkeit
mitdenkt, sollen aktuelle Entwicklungen und gendergerechte Lösungen für den Klimaschutz diskutiert werden.

Themen

  • Mobilitätswende
  • Energiewende
  • Urbane Wende und nachhaltiges Bauen
  • Klima- und Umweltgerechtigkeit
  • Ressourcen- und Konsumwende
  • Klimawandelanpassung
  • Zukunftstechnologie

 

Mehr Infos
FinuT 21: http://finut.net/finut2021.html
Call: http://finut.net/finut2021-CallForPaper.pdf

Kontakt: orga(bei)finut.net

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Nahverkehr neu und nachhaltig denken: Konferenz ÖffiCON*

Aus meinem Posteingang…

Bremen will den Nahverkehr neu erfinden

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Die Nahverkehrs- und Verkehrswendekonferenz ÖffiCON*

Wann? 18. bis 21. Mär. 2021
Wo? Online
Anmeldung zur Konferenz: https://oefficon.eu/anmeldung

Aus der Einladung:
„Wir fragen uns:

  • Wie kann die Verkehrswende erfolgreich sein?
  • Welche Rahmenbedingungen brauchen wir dafür?
  • Wie kann der öffentliche Nahverkehr eine größere Rolle in der Verkehrswende spielen?

 

Wir möchten einen Schwerpunkt der Konferenz auf die Frage legen, wie ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs finanziert und organisiert werden kann. Nachdem der ÖPNV durch die Corona-Krise schwer getroffen wurde, möchten wir mit der ÖffiCON* zu einem Neuanfang beitragen. Wir wünschen uns, dass die ÖffiCON* einen Raum für einen Austausch ermöglicht, der im Alltagsgeschäft häufig unter geht.“

Themen

  • Umwelteffekte
  • Neue Finanzierungswege und neue Geschäftsmodelle
  • Verkehrspolitik und Verwirklichung
  • Diversität und Beteiligung
  • Kultur und Philosophie und Kunst

 

Kosten: Es ist möglich, die Konferenz kostenlos zu besuchen. Jedoch erforderte die Vorbereitung hohe Kosten und daher sind freiwilligen Teilnahmebeiträge willkommen. Diese können frei gewählt werden.

Mehr Infos: www.oefficon.eu

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Computermuseum öffnet Elektronikausstellung und wird 25

Aktuelle Ausstellung: Mikroelektronik

Immer kleiner, immer schneller – das ist das Motto dieser Technik.

Mikroelektronik umfasst Entwurf, Entwicklung und Herstellung elektronischer Schaltungen. In der Ausstellung durchlaufen die Besucher:innen Schritte der Mikrochipfertigung vom Sand bis zum fertigen Produkt.

Mikrochips

Im Alltag sind Mikrochips zu einem ständigen unsichtbaren Begleiter geworden. Jedes technische Gerät haben sie mobiler und effektiver gemacht: Ob Auto, Smartphone oder Waschmaschine – Chips sind überall.

Heutige Mikrochips enthalten mehrere Milliarden Transistoren. Sie sind mit Strukturen im Nanometerbereich gefertigt und arbeiten immer schneller und werden immer kostengünstiger.

Luftdusche/Reinraum

Foto Reinraum im HNFGelangen Schmutzpartikel auf einen halbfertigen Chip, führt das zu Fehlern oder womöglich sogar zu einem Komplettausfall, weswegen sie in riesigen Reinräumen gefertigt werden. Den Eingang zur Ausstellungseinheit im Museum bildet der Nachbau eines Reinraums samt Luftdusche („Inszenierung“ heißt das im Museumsjargon).

Kinder können hier sogar Reinraumanzüge anziehen. Das wird sicher spaßig…

Deep Frame

Bild Person vor Deep FrameIm Deep Frame werden die Struktur von Platinen sowie realitätsnahe digitale Personen dreidimensional sichtbar. Die Mixed-Reality-Technologie kommt ohne VR-Brille aus.

Und DAS ist ein Ausstellungsstück, das ich gern mal erforschen würde. Drängt sich eine Frage auf: Wie funktioniert das, wenn keine VR-Technik im Spiel ist?

Das Ganze sieht aus wie ein Fenster, die Technik dahinter kann man z. B. hier nachlesen:
https://holo-systems.de/deepframe

Vom Sand zum fertigen Produkt

Anhand von Bildern, Videos, Texten und Exponaten erhalten die Besucher Einblicke in Grundlagen, Materialien, Herstellungsverfahren und Produkte der Mikroelektronik. Vom 100 kg schweren Silizium-Einkristall über hauchdünne, zerbrechliche Wafer-Scheiben bis hin zu den kleinen Chips in fertigen Produkten. Zum Abschluss des Ausstellungsbereichs können Besucher:innen einen Blick in die Mikrotechnologie von morgen werfen. (Das ist ein Teaser…)

Mehr Infos

www.hnf.de/dauerausstellung/ausstellungsbereiche/computer-fuer-alle-1980-2000/mikroelektronik-immer-kleiner-immer-schneller.html

25 Jahre HNF – Higlights im Jubiläumsjahr

Am 24. Okt. 1996 eröffnete der Bundeskanzler das Heinz Nixdorf MuseumsForum. Zum 25-jährigen Jubiläum erwartet die Besucher:innen 2021 ein Programm mit Events, Neuerungen in der Dauerausstellung, mehreren Sonderausstellungen und – man bekommt ja mal Hunger – einem neuen Museumscafé.

Mehr Infos

www.hnf.de/veranstaltungen/jahresvorschau-jubilaeumsjahr-2021.html

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Bildungspoesie: Zeitreise mit Bäumen

Das Geheimnis der Bäume

Screenshot Mediathek 3sat

In dieser Dokumentation kommen Wissen (Botanik) und eine poetische, märchenhafte Form aufeinander. Animierte Zeichnungen ergänzen die Filmsequenzen aus dem Wald.

Screenshot
Der Protagonist bringt die Liebe zur Natur greifbar auf die Leinwand: Ein alter Märchenerzähler (aus dem Off), ein alter Herr ist zu sehen, er zeichnet.

Wissen

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Wir reisen durch die Zeit, von Primärwald zu Sekundärwald, irgendwann erreicht der Wald seine Reife.

Wir lernen, wie die „bäumische“ Kommunikation untereinander funktioniert, die Kommunikation mit mehr oder weniger nahe verwandten Pflanzen, mit Tieren. Wir werden weitergeleitet von der Vernetzung der Bäume mit den Tieren zum Wetter, zur Umwelt.

Die Zeitdimesion reicht von einem Baumleben bis hin zur Evolution des Waldes.

Poesie

Screenshot„Tiere herrschen über den Raum, Bäume über die Zeit.“ Das gilt für Bestäuber genauso wie für Fressfeinde. Oder andere baumschädigende Verhaltensweise (Stichwort Schubbern).

Die Zeitreise über Jahrhunderte hinweg, vom Samen zum 1000-jährigen Veteran, nimmt dann wieder die Perspektive der Bäume selbst ein.

Ein Tag, ein Jahr, ein Jahrhundert, ein Jahrtausend. Alles ist hier dargestellt.

Ansehen

Fazit: Magisch. Lehrreich. Poetisch.

Mehr

3sat-Mediathek noch bis 10. März 2021:
www.3sat.de/film/dokumentarfilm/das-geheimnis-der-baeume-100.html

Film im Stream:
www.kino.de/film/das-geheimnis-der-baeume-2013

… oder als DVD für 7,40 EUR

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meccanica feminale 2021: Kurzbericht

Schlauer Februar

Foto PaketaufkleberFoto Inhalt PaketDas erste, was ich als Teilnehmerin der meccanica feminale lerne ist, dass es ein Care-Paket gibt. Ui toll.

Was ist drin im Paket?
Alles, was man zum Lernen so braucht: Stifte, Becher (mit Heißgetränkfüllung: Kaffee, Tee, Schokodrink), Kekse, Energieriegel, Saft, Zettel, Gehirnnahrung (Traubenzucker), Lesefutter… und nicht zuletzt diese schönen blauen Füllpapierstreifen. Das Auge packt ja schließlich mit aus. [Tipp out of context: Damit lassen sich tolle Meereswellendekos basteln ;-) aus Marias Bastelkiste… ]

Für das Quiz ist dann noch ein Papierfliegerbausatz dabei.

Screenshot
Beruhigend finde ich, dass das Orga-Team online eine Homebase (Unterseite der scientifica) eingerichtet hat, wo man alle Infos findet, wann es los geht, wo die Räume zu finden sind oder Kontaktinfos, falls etwas nicht funktioniert. Schön!

Kurse und Vorträge

Begrüßungsfolie Eröffnungsveranstaltung

Keynote:
Kleinsatellitenentwicklung & Astro-Herausforderungen für studentische Teams

Foto Prof. KlinknerWas für eine spannende Frau! Bei dieser Professorin würde ich gern nochmal anfangen mit dem Studieren. Sie kann sehr anschaulich erklären, ist aufmerksam für die studentische Perspektive und hat jede Menge Wissen parat. In der Keynote zur Eröffnungsveranstaltung stellte sie das Projekt „Flying Laptop“ vor.

Folie Keynote

Der Flying Laptop hat verschiedene Kamerasysteme und Schiffssignalempfänge an Bord. Der Kleine ist schon im All und läuft immer noch – rund 3 Jahre, nachdem die Technik sich schon gerechnet hätte – die Lebensdauer war bis Mitte 2017 angedacht. Als digitaler Zwilling ist er wie die Geräte der Uni Stuttgart auch in Simulationen verfügbar. Anders als bei anderen Projekten auf der Erde muss für den Einsatz im Orbit mehr vorgeplant und vorgedacht werden. Schließlich kann man nicht einfach hingehen und eine lockere Schraube schnell mal wieder festziehen.

Spannend finde ich auch die Vernetzung zu anderen Forschungsprojekten, z. B. die MOSAiC-Expedition mit der Polarstern, die sich im arktischen Eis hat einfrieren lassen:

Folie Keynote

Mit ihrer Unterstützung von oben war die Forschungsgruppen aus Stuttgart ein Teil der großen Forschungsgemeinschaft aus 20 Ländern, die den Eisbrecher wissenschaftlich unterstützt haben. Und Daten für die wissenschaftliche Nutzung gesammelt haben.

Dann ging es in die südliche Hemisphäre. Und wieder was gelernt: Südatlantische Anomalie. Das ist da, wo es sich rot ballt. Das sieht man auf der nächsten Folie.
Folie KeynoteHier sind besonders viele Signale im Süden von Südamerika zu sehen. Und zwar hängt dies mit dem Magnetfeld der Erde zusammen, das versetzt zur Nord-Süd-Achse der Erde ist. Und diese Verschiebung kann man dann eben auch sehen, anhand der gemessenen Signale.

An diesen Punkten im Orbit muss der Satellit dann besonders aufpassen. Denn in bestimmten Regionen schirmt das Feld dann eben nicht so gut die Strahlung ab wie in den meisten anderen Regionen.

Das fliegende Notebook mit seinen vielen Sinnen .. äh… Sensoren konnte vieleThemen,  Perspektiven und Ziele adressieren:

  • Weltraumschrott vermeiden
  • Schiffssignale empfangen und Daten transferieren
  • Strahlungsverhalten verschiedener elektronischer Komponenten beobachten
  • Datentransfer mittels neuer Technologie
  • Exakte Ausrichtung von Satelliten (Ausrichtungsreferenzobjekt war die „Dubai-Palme„)

Ausblick

Was die Zukunft bringt? Weitere Forschungsthemen, weitere studentische Teams, weitere Missionen.
Folie KeynoteProf. Klinkner stellte die nächsten Vorhaben an der Uni Stuttgart vor, … weitere Projekte, mehr Lehre, tiefere Einblicke für Studis.

Übrigens kam natürlich die Frage: Der Frauenanteil liegt aktuell bei 18 % – schon nicht schlecht, aber das geht besser! Also – alle, die noch überlegen, wo und was sie studieren oder dissertieren möchten – hier wäre eine ganze Bandbreite an Themen zu holen. Auch in der Softwareentwicklung ist da einiges Spannendes zu erwarten. Übrigens probiert die Uni hier auch mittlerweile agile Methoden aus.

Wie gesagt: Spannend!

Fußnote: Wer gern mit Daten manscht, findet hier die Telemetriedaten, diese sind öffentlich zugänglich https://doi.org/10.184419/darus-451
und beschrieben unter: https://doi.org/10.18419/darus-456:

Rahmenprogramm

Orga und Tools

Leider hakte bei mir Alfaview deutlich und unangenehm. Der Vortermin am 17. Februar war eine einzige Dauer-Neuladen-Schleife. Puh.

Ich sehe auf die Homebase und bin erleichtert, dass die meisten Dinge in der meccanica-Woche per BigBlueButton stattfinden. Das Tool kenne ich mittlerweile und es hat bisher immer ganz gut funktioniert. So auch diesmal.

Mehr Infos

Spannend? Dann findest Du die aktuellen News wie immer unter
https://scientifica.de/bildungsangebote/meccanica-feminale/ueber-diemeccanica-feminale

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Konflikte in der Raumkapsel: Wie NASA-Astronaut:innen auf das Zusammenleben im All vorbereitet werden

Kommunikation auf hohem Niveau

Social Skills Kurs auf der meccanica feminale

Astronaut:innen sind während der Zeit im All enormen Belastungen ausgesetzt. Körperliche Höchstanforderungen, die Dauerbelastung durch wissenschaftliche Arbeiten und die grundsätzliche Anspannung durch das Arbeiten unter einem großen persönlichen Risiko sind die offensichtlichen Belastungen. Dazu kommt, dass in der Kapsel Menschen auf engstem Raum leben und sich nicht ausweichen können.

Screenshot vom FlipchartWelche Stressmuster zeigen sie, wie können sie damit konstruktiv umgehen und vor allem: Wie verhindern wir die komplette Eskalation?

Am Kurstag stellte uns unsere Dozentin Barbara Nilkens das Konzept des Process Communication Model vor, ein Persönlichkeits- und Kommunikationsmodell. Und mit dem werden NASA-Astronaut:innen seit den 1970er Jahren auf die zwischenmenschlichen Herausforderungen vorbereitet. Und nun also wir…

Wir haben unbewusst wirkende Konfliktfaktoren kennengelernt, die nicht nur in einer Raumkapsel zu erheblichen Schwierigkeiten führen können. Und wir haben ein paar Grundlagen und Hilfestellungen bekommen, was man tun kann, damit es idealerweise gar nicht erst zum Konflikt kommt.

Foto von Dozentin am FlipchartDie Dozentin ist studierte Bauingenieurin und hat 20 Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Während dieser Zeit hat sie immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Projekte nicht an fachliche-technischen Problemen scheitern, sondern an den Menschen. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt heute genau hier: Wie ticken Menschen und was können die Projektbeteiligten tun, damit das Team funktioniert?

Leider war der Kurs viel zu schnell vorbei. Gerade als wir die Typisierung einigermaßen kapiert hatten und in die praktischen und hilfreiche Kommunikationsstrategien eintauchen wollten, war die Zeit rum. Deswegen wurde im Feedbackformular auch gewünscht, dass der Folgekurs auch mal im Programm der meccanica auftauchen soll. Bitte!

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Soft Skills lernen und trainieren im März

Magie von Fragen, Fette Fehler, Spannung in Präsentationen…

Der nächste OnlineTrainerKongress bringt wieder viele Themen auf den virtuellen Tisch. Ob Tools (Miro), Fertigkeiten (Rhetorik) oder Tipps für die eigene Lehre (Munterrichtsmethoden), das Programm ist bunt und interessant.

Orga

Wer teilnehmen möchte, kann sich folgende Eckdaten schon mal merken.

Wann? 22. Mär. 2021
Wo? Online
Kosten: 99,- EUR
Anmeldung:
www.trainer-kongress-berlin.de/anmeldung-online-trainerkongress

Zeittafel:

  • 9:10 – 9:30 Eröffnung
  • 9:40 – 10:30 WS Runde I 50 Minuten
  • 10:50 – 11:40 WS Runde II 50 Minuten
  • 12:00 – 12:50 WS Runde III 50 Minuten
  • 13:00 – 13:10 Abschluss

 

Screenshot

Mehr Infos und Programm:
www.trainer-kongress-berlin.de/digital011
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Online vorwärtskommen durch geschickte Contentarbeit

Texten fürs Web: Planen, schreiben, multimedial erzählen

CoverSeit Jahrzehnten ist dies DAS Handbuch für alle, die Content produzieren und publizieren. Ob in Organisationen, PR-Agenturen, Unternehmen, Behörden, Verbänden oder anderswo. Und dass es ein Klassiker ist, das hat es sich zu Recht verdient.

Im Abschnitt „Planen fürs Web“ finde ich eine solide Grundlage mit aktuellem Wissensstand und – nicht überraschend – bewährtem Wissen zum Thema.

Ausführlich und mit vielen aussagekräftigen Beispielen zeigt der Autor, wie Web-Texten nutzerfreundlich funktioniert und wie man das für die verschiedenen Ausgabemedien wie Websites und Apps in Wort, Bild und Layout umsetzt. Es gibt klare Hinweise, wo man verbessern kann. Man kann sich nach der Lektüre Schritt für Schritt an die Arbeit machen. Z. B. mal die Artikel/Webpages, die man permanent online vorhält, daraufhin durchgehen, ob sie „Bookmarkfähig“ sind. Das ist doch mal eine nützliche Perspektive. Grundlage sind schwerpunktmäßig naturgemäß die Kriterien, die Google für gute Websites listet. Und das ist jetzt nur ein Beispiel.

Die Anschaffung lohnt sich für alle, die online texten – d. h. schreiben, konzipieren, Bilder und Videos einbetten, mal was zum Design sagen sollen etc. Contenterstellung und -pflege stehen im Mittelpunkt des Buches. Das Know-How ist aus der Praxis und durchaus umsetzbar. Bei manchen der konkreten Tipps muss man nur abwägen, wieviel Aufwand angemessen ist. Die Bandbreite reicht von den Grundlagen (beim reinen Texten) bis hin zu neuen Erzählformen (Digital Storytelling).

Die neue Auflage behandelt alle praktischen Aspekte des Publizierens: Content-Planung, Schreiben von Schlagzeilen, Teasern und Artikelseiten sowie neue Erzählformen, garniert mit Tipps und Tricks und reichhaltiger Illustration.

Gut gefallen mir die Schritt-für-Schritt-Anleitungen, der Überblick über die wichtigsten Befunde der User Experience-Forschung sowie SEO-Wissen, das bleiben wird. Es juckte mir immer mal in den Fingern, meine Texte sofort nochmal zu überarbeiten.

Meine ersten 4 Lesezeichen hier mal für Euch aufgelistet: Nutzerinteressen entdecken, KAFE-Methode mit MindMap, Videotranskripte in Textform (aus-)nutzen, viele Leitplanken für pointiertes Formulieren.

Fazit: Bitte! Griffbereit haben! Immer wieder zu Hand nehmen!

Die neue Auflage ist übrigens eins der wenigen Bücher, die klug und gewandt gendersensibel geschrieben sind: Generisches Maskulinum, generisches Femininum und auch mal beides gemeinsam. So dass es gut in den Lesefluss passt UND ausgewogen ist. Eien große und noch viel zu seltene Kunst. Chapeau.

Themen

  • Attraktivität von Content
  • Printmaterial fürs Web aufbereiten
  • Themen multimedial erzählen
  • Nutzung: Desktop, Smartphone, Mobile Sites
  • Digitale Formen: Hypermedia-Patchwork, Themenpaket & Co.
  • Responsive Design & Website-Layout
  • Startseiten: Desktop und mobil
  • SEO: Website finden lassen, nicht nur durch klickstarke, suchmaschinenoptimierte Teaser
  • Clickbait – oder nicht
  • Nutzerblicke mit Wörtern lenken, ebenso mit Fotos
  • Artikelseiten scanfreundlich strukturieren
  • Unternehmenswebsite, Blogs, Newsletter
  • Social Media
  • Schreiben für Alexa, Siri & Co.
  • Digital Storytelling
  • Gamification & interactive Storytelling
  • Content Marketing: Ziel(gruppe), Customer Journey, Kontaktpunkte, Heldenreise und Touchpoints

 

Stefan Heijnk: „Texten fürs Web: Planen, schreiben, multimedial erzählen. Das Handbuch für Online-Journalismus, Digital Storytelling und Content Marketing“. dpunkt 2021. 36,90 EUR. ISBN 978-3-86490-528-5.

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SEACON: Konferenzzeittafel… ich bin dabei, bist Du dabei?

Plan für die nächsten Wochen

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Tja. Das Programm kommt noch. Da war ich zu früh neugierig.

Lasst Euch aber gesagt sein, es wird sich lohnen, wie in den letzten Jahren auch schon.

Themenschnippsel aus dem letzen Jahr:
www.infotechnica.de/blog/2020/08/31/seacon-2020-aktuelle-themen-vom-sessel-aus

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OOP 2021: Objektorientierung, Architektur, System-Gedankenlesen und Elefanten

30 Jahre Wissen…

Unter der Überschrift „Objektorientierung“ startete vor 30 Jahren die erste OOP in München. Objektorientierte Porgrammierung war damals gerade DER Hype. Der Begriff ist geblieben, der Fokus hat sich geweitet – zur „reinen OO-Technik“ kamen viele weitere Themen hinzu: Code Monkeys, KI, Kommunikation und andere Soft Skills, Agilität, Vorgehen, der Mensch und mit ihm auch Ethik und die Frage nach Lösungen zum Klimawandel.

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Auf dieser Konferenz war ich zum ersten Mal. Entsprechend gespannt war ich. Pro Tag konnte man die Sessions in einem Kalenderformat finden, darunter gab es Details wie Beschreibung, Zielgruppe etc. Die eigenen Favoriten hatte ich zu Beginn für mich markiert (gelb). Würde ich nochmal teilnehmen? Jawohl.

Würde ich auf jeden Fall alles tun, um unbedingt teilnehmen zu können? Naja, soweit würde ich dann noch nicht gehen ;-)

Ein paar der Talks stelle ich hier kurz vor.

Keynote: How to Talk to an Elephant

Linda Rising. Zugegeben, ich hatte diesen Namen noch gar nicht richtig auf dem Schirm. Und dann kam diese ruhige, stille Frau über den großen Ozean in mein Homeofficebüro.

A smart, intelligent, warm hearted person… talked about free will, inconcious biases and communicating with Alphas (CEOs etc.). This talk alone was worth going OOP 2021 :-)

Unter anderem habe ich mitgenommen: Baby steps erreichen die wirklichen Veränderungen (25 min? Rather 10 min! … not creating steps, but practising baby steps). Große Schritte bleiben oft im Ansatz stecken. Thus: Baby steps could do the trick… change things.

Und noch was ganz konkretes nehme ich mir zu Herzen. Zitat:

Zitat: To a team learning a new software tool: The interface for the _new_tool_ is a lot like the _old_tool_ so you won't have any trouble pcking up the new features
Warum? Anwender:innen (Kund:innen) sind nicht stur, sie sind – oft – einfach überfordert oder aus gutem Grund ängstlich. Greift man das auf, ist man oft schon einen großen Schritt weiter.

Diese und ähnliche (mit-)geteilte Erfahrungen zogen sich durch den gesamten Talk, den Linda Rising selbst wie folgt auf ihrer Folie zusammenfasst:

Zusammengefasst in 1 Visualiserung wichtigste Themen des Vortrags: Try to understand, Listening, Thinking fast and slow, concious-inconcious, set the past, not too much talking by you

Viel Erfahrung, viel Praxis, viel Expertise.

If you could read my mind

Handschriftliche Skizze am Beispiel LinuxSoftware- und Systemdokumentation, das ist manchmal das einzige, was man hat, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Thomas Ronzon hielt seinen Talk über Dokumentation, insbesondere das LESEN von Dokumentation. Dokumentation über Software und Systeme, die man nicht selbst (mit) aufgebaut hat und auch nicht aus der Anwendungsperspektive kennt. Klingt aussichtslos? Undankbar? Ja, sicher. Auf den ersten Blick.

Dabei kann man oft ganz einfach starten: Dokumentation sichten, eigenes Verständnis skizzieren (s. handgemalte Skizze).

Screenshot

Tipp Mindmap

Bestes Learning für mich: Nutze MindMap als Visualisierung und Strukturierungsmittel für eine „Wissensmap“. D. h. baue sie als Überblick auf, welches Wissen Du aus der Dokumentation schon bekommen hast und auch, wo noch Themen unklar sind. Als Tool eignet sich FreeMind.

Beispiel Mindmap Visualisierung

Daumenregel zum Einstieg:

  • Bis zu 5 Äste pro Knoten
  • Details tiefer einhängen
  • Achte darauf: Wo sieht man Ungleichgewicht in der Map? Wo sind Fragen unbeantwortet?

 

Nächste wertvolle Empfehlung: Sprich mit den Menschen, die die Software und Systeme nutzen (oft genug auch anders als erwartet und da auch schon mal durch kreatives Nutzen von Schwachstellen oder Fehlern). Ach ja, wenn Du losgehst, um die Fachabteilung zu fragen… folge Thomas‘ Tipp: Bring Kekse mit!

Pongspiel und RasenmäherSehr unterhaltsam und dabei voller Praxiserfahrungen ging es weiter. So konnten wir mit der Eselsbrücke „Pong und Rasenmäher“ lernen, dass man iterativ tiefer geht (Pong) bzw. hin- und herstöbert, bis man alles abgegrast hat, was man braucht.

Noch einen Tipp packe ich mir in meinen Konferenz-Beutesack: Lucene als Suchhilfe, dazu gibt es gute Erfahrungen nicht nur zum Textdurchsuchen, sondern auch zum Indizieren von Logfiles.

Systemisches Grundwissen

Titelfolie VortragSusanne Mühlbauer und Silke Foth haben zum Talk „Change the system, not the people: Systemisches Grundwissen für mehr Diversity & Inclusion“ eingeladen. Die Referentinnen haben Studienergebnisse, Erfahrungen und Praxiswissen mitgebracht und mit uns geteilt.

Unter anderem habe ich so Input bekommen zu folgenden Punkten:

  • Systemische Gesetze in Organisationen und deren Bedeutung im Kontext von Veränderung
  • 4 Grunddimensionen gesunder Organisationen und leistungsstarker Teams
  • Auswirkungen von Systemverletzungen
  • Die Frage: Wo sind die individuellen Hebel zur Veränderung, und wo findet man gravierende Systemverletzungen?

 

Ein besonders anschauliches Vorbild kommt aus Kanada. Beim Pressetermin zur Regierungsbildung 2015 fragte jemand:

„Warum haben Sie Ihr Kabinett mit 50 % Frauen besetzt?“

Regierungschef Trudeau antwortete: „Weil wir uns im Jahr 2015 befinden.“

Dieses fortschrittliche Beispiel für Diversity (im Arbeitsalltag, hier: Politik) ist auf dem offiziellen Gruppenbild sehr gut und anschaulich zu sehen:

Foto Regierung Trudeaut Kanada 2015 mit diverser Besetzung

In der Session habe ich noch zwei Punkte für mich notiert: (1) Man macht sich am besten vorher bewusst, ob man „Kompetenzverdacht erregen“ möchte. (2) Leute, die eine (moderne | innovative | diverse | zukunftssichere | erfolgreichere | zeitgemäße | you-name-it) Vorstellungskraft einbringen könnten, machen den etablierten Entscheider:innnen ja auch gern mal etwas Angst oder stören mindestens den liebgewordenen Ablauf. Will man da weiter kommen, empfiehlt es sich (für eine Organisation oder ein Unternehmen), kein Status-basiertes System zu sein.

Und so schätze ich diesen Talk für mich ein: Hilfreich, interessant und gut als Update für die Frage „Wo stehen wir heute?“

Zeitreise: 30 Jahre OOP

Frank Buschmann und Gäste warfen in der Nightschool am Mittwoch einen Blick auf die Vergangenheit der OOP.

Screenshot Startfolie: OOP-Poster aus vielen Jahren...

Tag cloud Ethik, Mensch, Diversity, C++, Code monkeys, Mindfulness/Achtsamkeit, Save the planet, AI/KI... relativ wenig TechnikbegriffeTenor: „Objektorientierung revolutioniert die Software-Welt. Mit dieser Botschaft eröffnete Brad Cox 1992 die erste OOP. Heute stehen wir mitten in der Digitalen Transformation – auch eine Revolution. Es ist viel passiert in 30 Jahren OOP. Mehr als alle Technologien sind es aber die Menschen, die die OOP geprägt haben: Teilnehmende, Aussteller, Sprecher:innen, Organisatoren. Ein Abend mit Anekdoten rund um 30 Jahre OOP – auf ihrer Reise zurück in die Zukunft.“

Zukunft? Ja, die kam auch noch dran. Am Ende stand die Frage: Was kommt in den nächsten (30) Jahren OOP? Hier in der Tag-Wolke sind die spontane Antworten aus dem Plenum zu finden.

Feedback zur Konferenz

Der Chat mit dem direkten Draht zur Orga war gut genutzt – und gut beantwortet. Bzw. wurden die Probleme schnellstmöglich gelöst, Fragen beantwortet etc. Gut organisiert :-)

Außerdem gab es das virtuelle Feedbackboard (die gelben Zettel sind Antworten vom Orgateam):

Feedback im virutellen Board: Was man mag, was nicht, wo verbessern, was fehlt

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Fast forward… was wir tun werden

Mach mit!

Vorspulen-SymbolZitronenfalter auf dunkelgrünem BlattwerkEs fängt überall an zu blühen, der erste Zitronenfalter hat sich gezeigt. Zeit für Zuversicht.

Das mit dem Lockdown und den Abstansdregeln dauert offensichtlich noch eine Weile. Zeit genug, um zu überlegen, was wir tun werden, wenn alles wieder erlaubt ist, was vorher möglich war.

Mach mit, frag gern auch Kinder, Eltern, Nachbar:innen, den Kollegen oder die Paketbotin.

Erste Inspirationen

Gartentisch mit Grapefruitschorle, Lavendelstrauß und BuchrückenIn der Redaktion sind auch schon Ideen auf dem Tisch, hier ein paar davon zur Inspiration:

Pause während der Sommeruni auf der Uniwiese, Kneipenabend im Schnoor, spontanes Grillen bei Freundinnen, Lesen von Rezensionsexemplaren im Garten vom Lieblingsbistro. Ein kleines Fest mit großer Tauschbörse, weil ja alle ausgemistet haben. Picknick im Park.

Ideen einreichen

Wer mitmachen möchte, kann die Kommentarfunktion unten nutzen oder der Redaktion eine Email schicken: zeitung.informatica-femianle(bei)web.de

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Diverse Unterschiede zum Besten von Teams: Stärken von Frau und Mann

Typisch Mann, typisch Frau?

CoverFrauen sind so – Männer sind so. Typisch. Heute sterben starre Geschlechterbilder langsam aus? Von wegen.

Studien zeigen, dass sich Frauen und Männer im Beruf unterschiedlich verhalten. Der TaschenGuide erkennt die Verschiedenheit von Männern und Frauen an und hilft bei einer Sicht, mit der beide Geschlechter in der Reflexion ihrer Verhaltensweisen unterstützt werden können. Der Fokus ist ganz klar auf den Stärken. Natürlich kommen auch Knackpunkte und Eigenheiten zur Sprache, die Missverständnisse und Konflikte provozieren.

Der Ratgeber hilft, verschiedene Einstellungen und Verhaltensmuster besser zu verstehen und liefert Ideen, wie die Unterschiede im Arbeitsalltag genutzt werden können, um ein kreatives und produktives Miteinander auf Augenhöhe zu fördern.

Hier finden alle Antworten, die sich fragen:

  • Wie verhalten sich Frauen in Führungspositionen?
  • Wie gehen Männer mit Machtstrukturen am Arbeitsplatz um?
  • Welche Vorteile haben gemischte Teams Vorteile gegenüber homogenen Teams?
  • Wie lässt sich ein gutes berufliches Miteinander realisieren?
  • Was kann Mann von Frau und Frau von Mann lernen?

Das Autorenteam hilft dabei, die Andersartigkeit des Gegenübers als etwas Positives zu verstehen. Tipps und Tools zur erfolgreichen Karriereplanung sind hier genauso zu finden wie Hilfestellungen für eine Verbesserung der Arbeit in Projekten, Teams oder in der Führung.

Folgendes Zitat aus dem Buch möchte ich Euch verraten. Es hilft nicht nur beim Thema Diversität im Arbeitsleben, sondern generell im Umgang mit Menschen (und Konflikten): „Und bist du nicht willig, dann brauch ich Geduld!“

Diese Aspekte und Prinzipien sind auch noch hilfreich:

  • Gleichwertigkeit (nicht Gleichheit!) von Männern und Frauen voraussetzen
  • Anderssein begrüßen
  • (Selbst-) Reflektion üben
  • Stereotype erkennen und ihre negativen Effekte vermeiden
  • Auf Augenhöhe kommunizieren
  • Zuerst verstehen, dann verstanden werden

Verschiedene Zielgruppen bekommen Hinweise und Tipps: Für Führungskräfte gibt es Input für den Umgang mit und den Weg zu mehr Diversität; Anregungen, um sich Mechanismen bewusst zu machen und eigene Automatismen aufzudecken und zu ändern. Typische „Frauenfragestellungen“ werden auch adressiert. Dabei werden die „Männerinteressen“ auch nicht vergessen.

Fazit: Gutes Thema, gutes Buch, kluge Rundumsicht

Ich frage mich die ganze Zeit nur – welcher Mann liest das?

Themen

  • Typisch! Oder eher nicht?
  • Unterschiede konstruktiv nutzen
  • Umgang mit Misserfolgen und Fehlern
  • Problemlösestrategien und Umgang mit Macht
  • Führung und Karriere
  • Was Männer Frauen nicht erzählen
  • Gender Balance: Zukunftstrends und wie Unternehmen profitieren
  • Denkfallen und Vorurteile
  • Diversitätstrainings, Frauenförderung, Männerförderung

Ruth Terink und Richard Schneebauer: „Typisch Mann, typisch Frau? Wie Frauen und Männer noch besser zusammenarbeiten. TaschenGuide“. Haufe 2021. 9,95 EUR. ISBN 978-3-648-14262-2.

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Barrierefrei schreiben für Screenreader & Co.

Gendersensibel und für Systeme: Doppelpunkt statt Stern und Strich

Wortbilder der verschiedenen Versionen mit * : _ I

Wer jemals Texte verfasst, steht immer wieder vor der Frage, wie man am besten „gleichberechtigt“ formuliert.

Dabei kann man 2 Punkte genauer betrachten:

  • Ausbalancierte Formulierung
  • Flüssige Formulierung und Barrierefreiheit

 

 

Für alle, die das auch umtreibt, hier als Inspiration ein paar Best Practices und Gedanken, Hintergründe und – natürlich – Fakten.

Kurz definiert

Balance: Alle Geschlechter finden sich wieder, keins davon in wahrnehmbarer Überzahl.

Flüssig: Der Lesefluss wird nicht zu sehr gebremst. Außerdem würde es doch eher nerven, wenn man Sätze wie „Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Lehrerinnen, Profesorinnen und Professoren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Forscher und Forscherinnen sowie Eltern begabter Kinder nahmen an der Veranstaltung teil…“ vor sich hätte. Puh.

Barrierefrei: Wer auf Screenreader o.ä. angewiesen ist, sollte natürlich auch in den Genuss eines flüssigen Leseflusses kommen. Und außerdem die Chance haben zu unterscheiden, ob es sich bei „ForscherInnen“ nur um Frauen handelt oder um ein gemischtes Forschungsteam.

Auslöser

Diese Frage beschäftigt mich nicht nur, weil ich hier in der Zeitung immer wieder vor der Formulierungsfrage sitze. Und nicht erst, seitdem ich bei der informatica feminale (ich glaube 2019) in Bremen beim Vortrag zu gendersensibler Sprache war.

In Bremen habe ich gelernt, dass ein Screenreader mit dem Gendersternchen (z. B. Student*innen) nicht sonderlich gut umgehen kann. Die Maschine liest dann – soweit ich das verstanden habe – folgendes vor: „Student-Stern-Innen“. Ein Bindestrich oder Unterstrich wird wahrscheinlich komplett ignoriert, genau wie das große Binnen-I. Und jetzt?

Lösungsvorschlag I: Barrierefrei

In einem Beitrag (Quelle: ANDERE ZEITEN 1/2021) habe ich erfahren, dass sprachgestützte Ausgabegeräte mit dem Doppelpunkt genau den Effekt erzielen, den wir seit einiger Zeit auch in einschlägigen Radio- und Fernsehnachrichtensendungen geliefert bekommen: Den Wortstamm… kurze Pause… dann „innen“. Also z. B. „Wissenschaftler“ <pause> „innen“.

Lösungsvorschlag II: Balance

In der neuen Auflage von „Texten fürs Web“ (Rezension folgt) habe ich eine Idee aktuell umgesetzt gesehen, die ich schon aus meiner Zeit am Lehrstuhl für lernunterstützende Kooperationssysteme aus englischsprachigen Publikationen kannte: In diesen Papers wurde bei den Szenarien (Beispielen) immer mal wieder „das Geschlecht gewechselt“. D. h. die Personas (oder Rollenbeispiele) waren mal weiblich, mal männlich konnotiert oder besetzt.

Stefan Heijnk, der Autor, erläutert das im Vorwort wie folgt:

„Wenn Sie das Buch lesen, wird Ihnen auffallen, dass ich manchmal ausschließlich ein generisches Maskulinum (‚die Nutzer‘), manchmal ausschließlich ein generisches Femininum (‚die Nutzerinnen‘) und manchmal beides verwende. Das ist beabsichtigt, um im Schriftbild ein unschönes Nutzer*innen zu vermeiden. Für Menschen diversen Geschlechts gibt es leider (noch) kein generisches Diversinum, sonst hätte ich es gern eingesetzt. Entsprechend bitte ich um Nachsicht und möchte versichern: Menschen jeglichen Geschlechts sind mir als Leser*innen herzlich willkommen.“

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Lernende und Ausgelernte

In Zeiten dramatischer Veränderungen
sind es die Lernenden, denen die Zukunft gehören wird.
Diejenigen, die bereits alles gelernt zu haben meinen,
sind gerüstet für das Leben in einer Welt,
die nicht mehr existiert.
Eric Hoffer, amerikanischer Philosoph

(Quelle: www.haus-der-sprache.de/lektor.php/redaktion/comments-zitateblog/eric_hoffer)

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Tschüss, Mond!

Mond entfernt sich

Mond am Himmel, hinter Zweigen
Jedes Jahr entfernt sich der Mond rund 3,8 cm von uns, d. h. von der Erde. Das sind rund 2 Meter in 50 Jahren.

Warum vergrößert sich der Abstand?

Das hat mit der relativ starken Anziehungskraft zu tun, die der Mond auf die Erde ausübt. Bekanntlich löst die Anziehungskraft des Mondes zusammen mit der Sonne Ebbe und Flut aus. Der Mond bewegt jedoch nicht nur Wasser, sondern auch die feste Erdoberfläche. Durch die Verformung der Erde und Variationen im Schwerefeld der Erde verändert sich der Drehimpuls der Himmelskörper. Aha!

Die Erde verliert laufend Drehimpuls und damit Rotationsenergie, und der Mond bekommt im selben Maß Drehimpuls und Rotationsenergie von der Erde dazu. (So eine Art Trittbrettfahrer…) Und entfernt sich auf seiner Umlaufbahn weiter von ihr.

Woher weiß man das überhaupt?

Wie können Forscher:innen so genau wissen, dass sich der Mond pro Jahr um diese Distanz von der Erde entfernt?

Das lässt sich ziemlich einfach feststellen: Man schickt einen Laserstrahl zum Mond und wartet darauf, dass das reflektierte Licht wieder auf die Erde auftrifft. Misst man die Zeit zwischen dem Senden und Empfangen des Signals, lässt sich die Distanz errechnen. Denn die Lichtgeschwindigkeit kennen wir ja.

Gut, in der Praxis ist das dann doch nicht sooo einfach, aber es geht. Weltweit gibt es einige wenige Forschungsgruppen, die das technisch beherrschen.

Mehr Infos:
www.planet-wissen.de/natur/weltall/mond/index.html
www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article144828288/Der-Weg-zum-Mond-wird-immer-weiter.html

Und zur Umlaufbahn hier noch eine zyklische zeitliche Übersicht:
www.timeanddate.de/astronomie/mond/mondmonat

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