Wegbeamen zum Arbeiten: Pomodoro-Filmchen geben Zeitstruktur

Pomodoro-Arbeitstechnik

Die Pomodoro-Technik (von italienisch pomodoro = Tomate) ist eine Idee aus dem Zeitmanagement. In den 1980er Jahren entwickelt, macht sie sich zunutze, dass man nach einer kurzen fokussierten Einstiegsphase quasi automatisch weiterarbeitet. Nach eine hochkonzentrierten Phase folgt immer – nach einem vorgegebenen Schema – eine kurze, nach mehreren Runden auch eine längere Pause.

Dabei verwendet man einen Kurzzeitwecker, um Arbeit in 25-Minuten-Abschnitte und Pausenzeiten zu unterteilen. Der Name pomodoro stammt von der Küchenuhr, die Cirillo bei seinen ersten Versuchen benutzte.

Die Methode basiert auf der Idee, dass häufige Pausen die geistige Beweglichkeit verbessern.

Mehr Infos

https://de.wikipedia.org/wiki/Pomodoro-Technik
https://francescocirillo.com/pages/pomodoro-technique
www.open-homeoffice.com/effektiver-arbeiten-pomodoro-technik

Ich bin dann mal weg…

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Zur Unterstützung gibt es immer mehr Orte online, die man für die Pomodoro-Zeiten aufsuchen kann. Da sind die Zeitfenster schon eingebaut.

Hier eine kleine Auswahl:

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SEACON: Konferenzzeittafel… ich bin dabei, bist Du dabei?

Plan für die nächsten Wochen

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Tja. Das Programm kommt noch. Da war ich zu früh neugierig.

Lasst Euch aber gesagt sein, es wird sich lohnen, wie in den letzten Jahren auch schon.

Themenschnippsel aus dem letzen Jahr:
www.infotechnica.de/blog/2020/08/31/seacon-2020-aktuelle-themen-vom-sessel-aus

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OOP 2021: Objektorientierung, Architektur, System-Gedankenlesen und Elefanten

30 Jahre Wissen…

Unter der Überschrift „Objektorientierung“ startete vor 30 Jahren die erste OOP in München. Objektorientierte Porgrammierung war damals gerade DER Hype. Der Begriff ist geblieben, der Fokus hat sich geweitet – zur „reinen OO-Technik“ kamen viele weitere Themen hinzu: Code Monkeys, KI, Kommunikation und andere Soft Skills, Agilität, Vorgehen, der Mensch und mit ihm auch Ethik und die Frage nach Lösungen zum Klimawandel.

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Auf dieser Konferenz war ich zum ersten Mal. Entsprechend gespannt war ich. Pro Tag konnte man die Sessions in einem Kalenderformat finden, darunter gab es Details wie Beschreibung, Zielgruppe etc. Die eigenen Favoriten hatte ich zu Beginn für mich markiert (gelb). Würde ich nochmal teilnehmen? Jawohl.

Würde ich auf jeden Fall alles tun, um unbedingt teilnehmen zu können? Naja, soweit würde ich dann noch nicht gehen ;-)

Ein paar der Talks stelle ich hier kurz vor.

Keynote: How to Talk to an Elephant

Linda Rising. Zugegeben, ich hatte diesen Namen noch gar nicht richtig auf dem Schirm. Und dann kam diese ruhige, stille Frau über den großen Ozean in mein Homeofficebüro.

A smart, intelligent, warm hearted person… talked about free will, inconcious biases and communicating with Alphas (CEOs etc.). This talk alone was worth going OOP 2021 :-)

Unter anderem habe ich mitgenommen: Baby steps erreichen die wirklichen Veränderungen (25 min? Rather 10 min! … not creating steps, but practising baby steps). Große Schritte bleiben oft im Ansatz stecken. Thus: Baby steps could do the trick… change things.

Und noch was ganz konkretes nehme ich mir zu Herzen. Zitat:

Zitat: To a team learning a new software tool: The interface for the _new_tool_ is a lot like the _old_tool_ so you won't have any trouble pcking up the new features
Warum? Anwender:innen (Kund:innen) sind nicht stur, sie sind – oft – einfach überfordert oder aus gutem Grund ängstlich. Greift man das auf, ist man oft schon einen großen Schritt weiter.

Diese und ähnliche (mit-)geteilte Erfahrungen zogen sich durch den gesamten Talk, den Linda Rising selbst wie folgt auf ihrer Folie zusammenfasst:

Zusammengefasst in 1 Visualiserung wichtigste Themen des Vortrags: Try to understand, Listening, Thinking fast and slow, concious-inconcious, set the past, not too much talking by you

Viel Erfahrung, viel Praxis, viel Expertise.

If you could read my mind

Handschriftliche Skizze am Beispiel LinuxSoftware- und Systemdokumentation, das ist manchmal das einzige, was man hat, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Thomas Ronzon hielt seinen Talk über Dokumentation, insbesondere das LESEN von Dokumentation. Dokumentation über Software und Systeme, die man nicht selbst (mit) aufgebaut hat und auch nicht aus der Anwendungsperspektive kennt. Klingt aussichtslos? Undankbar? Ja, sicher. Auf den ersten Blick.

Dabei kann man oft ganz einfach starten: Dokumentation sichten, eigenes Verständnis skizzieren (s. handgemalte Skizze).

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Tipp Mindmap

Bestes Learning für mich: Nutze MindMap als Visualisierung und Strukturierungsmittel für eine „Wissensmap“. D. h. baue sie als Überblick auf, welches Wissen Du aus der Dokumentation schon bekommen hast und auch, wo noch Themen unklar sind. Als Tool eignet sich FreeMind.

Beispiel Mindmap Visualisierung

Daumenregel zum Einstieg:

  • Bis zu 5 Äste pro Knoten
  • Details tiefer einhängen
  • Achte darauf: Wo sieht man Ungleichgewicht in der Map? Wo sind Fragen unbeantwortet?

 

Nächste wertvolle Empfehlung: Sprich mit den Menschen, die die Software und Systeme nutzen (oft genug auch anders als erwartet und da auch schon mal durch kreatives Nutzen von Schwachstellen oder Fehlern). Ach ja, wenn Du losgehst, um die Fachabteilung zu fragen… folge Thomas‘ Tipp: Bring Kekse mit!

Pongspiel und RasenmäherSehr unterhaltsam und dabei voller Praxiserfahrungen ging es weiter. So konnten wir mit der Eselsbrücke „Pong und Rasenmäher“ lernen, dass man iterativ tiefer geht (Pong) bzw. hin- und herstöbert, bis man alles abgegrast hat, was man braucht.

Noch einen Tipp packe ich mir in meinen Konferenz-Beutesack: Lucene als Suchhilfe, dazu gibt es gute Erfahrungen nicht nur zum Textdurchsuchen, sondern auch zum Indizieren von Logfiles.

Systemisches Grundwissen

Titelfolie VortragSusanne Mühlbauer und Silke Foth haben zum Talk „Change the system, not the people: Systemisches Grundwissen für mehr Diversity & Inclusion“ eingeladen. Die Referentinnen haben Studienergebnisse, Erfahrungen und Praxiswissen mitgebracht und mit uns geteilt.

Unter anderem habe ich so Input bekommen zu folgenden Punkten:

  • Systemische Gesetze in Organisationen und deren Bedeutung im Kontext von Veränderung
  • 4 Grunddimensionen gesunder Organisationen und leistungsstarker Teams
  • Auswirkungen von Systemverletzungen
  • Die Frage: Wo sind die individuellen Hebel zur Veränderung, und wo findet man gravierende Systemverletzungen?

 

Ein besonders anschauliches Vorbild kommt aus Kanada. Beim Pressetermin zur Regierungsbildung 2015 fragte jemand:

„Warum haben Sie Ihr Kabinett mit 50 % Frauen besetzt?“

Regierungschef Trudeau antwortete: „Weil wir uns im Jahr 2015 befinden.“

Dieses fortschrittliche Beispiel für Diversity (im Arbeitsalltag, hier: Politik) ist auf dem offiziellen Gruppenbild sehr gut und anschaulich zu sehen:

Foto Regierung Trudeaut Kanada 2015 mit diverser Besetzung

In der Session habe ich noch zwei Punkte für mich notiert: (1) Man macht sich am besten vorher bewusst, ob man „Kompetenzverdacht erregen“ möchte. (2) Leute, die eine (moderne | innovative | diverse | zukunftssichere | erfolgreichere | zeitgemäße | you-name-it) Vorstellungskraft einbringen könnten, machen den etablierten Entscheider:innnen ja auch gern mal etwas Angst oder stören mindestens den liebgewordenen Ablauf. Will man da weiter kommen, empfiehlt es sich (für eine Organisation oder ein Unternehmen), kein Status-basiertes System zu sein.

Und so schätze ich diesen Talk für mich ein: Hilfreich, interessant und gut als Update für die Frage „Wo stehen wir heute?“

Zeitreise: 30 Jahre OOP

Frank Buschmann und Gäste warfen in der Nightschool am Mittwoch einen Blick auf die Vergangenheit der OOP.

Screenshot Startfolie: OOP-Poster aus vielen Jahren...

Tag cloud Ethik, Mensch, Diversity, C++, Code monkeys, Mindfulness/Achtsamkeit, Save the planet, AI/KI... relativ wenig TechnikbegriffeTenor: „Objektorientierung revolutioniert die Software-Welt. Mit dieser Botschaft eröffnete Brad Cox 1992 die erste OOP. Heute stehen wir mitten in der Digitalen Transformation – auch eine Revolution. Es ist viel passiert in 30 Jahren OOP. Mehr als alle Technologien sind es aber die Menschen, die die OOP geprägt haben: Teilnehmende, Aussteller, Sprecher:innen, Organisatoren. Ein Abend mit Anekdoten rund um 30 Jahre OOP – auf ihrer Reise zurück in die Zukunft.“

Zukunft? Ja, die kam auch noch dran. Am Ende stand die Frage: Was kommt in den nächsten (30) Jahren OOP? Hier in der Tag-Wolke sind die spontane Antworten aus dem Plenum zu finden.

Feedback zur Konferenz

Der Chat mit dem direkten Draht zur Orga war gut genutzt – und gut beantwortet. Bzw. wurden die Probleme schnellstmöglich gelöst, Fragen beantwortet etc. Gut organisiert :-)

Außerdem gab es das virtuelle Feedbackboard (die gelben Zettel sind Antworten vom Orgateam):

Feedback im virutellen Board: Was man mag, was nicht, wo verbessern, was fehlt

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Neue Impulse für Workshops & Arbeit mit Teams

Technik-Tipps und mehr

Beim Januartreffen von Trainer:innen, Seminarleiter:innen, Coaches, Schulenden, Lehrenden & Co. habe ich wieder viel Neues aufgesaugt. Und altes bestätigt bekommen.

Screenshot Intro-Setting

Drei Sessions habe ich besucht:

  • Die Magie von Fragen
  • Geht das auch Online? Lebensbericht zu Tops und Flops der ersten ernsten Onlineerfahrungen
  • Dokumentenkamera und Flipchart: Interaktiv auch online

.
ScreenshotZum Einstieg haben wir erst mal ein paar Arbeitsplatzsettings ausgetauscht. D. h. alle, die wollten, konnten ein Foto mit ihrem Arbeitsplatz hochladen und mit den anderen teilen. Links das Arbeitsplatzsetting vom Profi und Konferenzorganisator (schon fast ein echtes Studio).

Mein Arbeitsplatz war im Vergleich so am unteren Ende, die meisten hatten bessere Mikros als ich und größere Bildschirme als nur den vom Notebook. Inspiration gab es also da schon mal genug.

Ein paar Beutestücke habe ich mitgenommen:

Magie von Fragen: Die Arbeit mit Fragen ist effektiv (hatte ich vorher schon gelernt; gilt insbesondere für Gelegenheiten, wo gelernt werden will), und es gibt immer noch neue Impulse, auch wenn man schon lang dabei ist. Idee diesmal: Pausen machen, und diese auch vor oder nach Fragen bewusst einsetzen.

Was online geht und was nicht? Naja, da haben wir alle so unsere Erfahrungen.
ScreenshotMeine mitgekritzelten Stichworte dazu: Kommunikation ist wichtig (wie immer, nix Neues, aber immer wieder wichtig), online Leute schulen erfordert direktiveres Arbeiten (mach ich auch mal gern… ’ne ganz klare Ansage zwischendurch) und schlau eingesetzte kann Technik sehr unterstützen – wobei man immer Plan B haben sollte, auch technisch, d. h. niedrigschwellige Tools vorhalten, die alle schnell nutzen und verstehen können. Als da wären: Chat. Officedateien zum Teilen oder Verteilen (Word, PPT). Und irgendeine Technik für Bild+Ton (sprich: Videoconferencing, wenn Webinartechnik nicht so recht funktionieren will).

Dann in der dritten Session noch ein tiefes Eintauchen in das Thema Dokumentenkamera. Auch hier kann man sehr gut Offline-Erfahrungen in Online-Formate transferieren. Und es macht der Dozentin / Workshopleiterin das Leben oft deutlich leichter. So dass man nach einem Workshoptag nicht schon um sieben ins Bett fällt, um mindestens 10 Stunden durchzuschlafen ;-)

Nebenbei und mittendrin habe ich noch ein paar Zoom-Tricks aufgeschnappt. Das Tool ist zwar gedanklich immer noch auf meiner Blacklist (wie ist der Umgang mit Sicherheit und Daten denn wirklich), aber es ist nun mal der Pseudo-Standard, da führt kein Weg mehr dran vorbei dieses Jahr. Und es hat tatsächlich einige Features, die andere Tools nicht bieten: Dass Teilnehmer:innen auf den Folien auf vielfältige Weise kommentieren können habe ich so noch nicht woanders gefunden.

Wie immer, es gab auch Literaturhinweise. Da bin ich auch immer eine interessierte Zielgruppe. Ihr verdankt die eine oder andere Rezension in der Zeitung auch dem TrainerKongres..

Ich kann die (online) TrainerKongresse empfehlen. Wer mag, ich freu mich, wenn wir uns da auch mal treffen.

Nächster Termin:
Wann? 22. Mär. 2021
Wo? online

Screenshot Abschluss Mal-Methode

Nachmittags folgte dann (offen für alle Teilnehmer:innen und im Preis mit drin) das Mini BarCamp (eine Variante zu Open Spaces), um nochmal gemeinsam ein Format kennenzulernen, auszuprobieren und einzuschätzen.

Screenshot

Link: www.trainer-kongress-berlin.de/digital

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Das Eichhörnchenspiel

Die Idee

Foto Teller mit NüssenDie Idee kam mir, als ich Nüsse vor mir liegen hatte. Nüsse, die ich nicht unbedingt selbst behalten muss. Nüsse, die ich nicht essen darf (Haselnüsse) oder muss (Walnüsse in Schale, denn ich hab noch soo viele fertig geschälte, die ich auch noch auffuttern muss).

Es waren zwar nur sechs Nüsse, aber damit muss sich doch was Sinnvolles anstellen lassen. Bei Advents-, Winter- oder Neujahrstreffen weiterverschenken ging ja nicht so gut im Moment. Also muss eine andere Idee her.

Skizze Eichhörnchen auf AstMal überlegen…

Ha! Ich hab’s!

Ich werde ein Eichhörnchen!

Also mache ich ein Spiel draus… Spielen geht immer. Und da ist alles drin: Nachdenken, Bewegen, frische Luft und ein sinnvolles Ergebnis – nicht nur für mich, sondern auch für Andere. Perfekt :-)

Das Spiel

Haselnusskern im Baum

Zuerst recherchieren: Wo ist hier das nächste Eichhörnchenland?
Bei mir war das Ergebnis schnell klar: Botanischer Garten und Stadtwald. Ach ja, und im Grün rund um die Kirche laufen manchmal auch welche rum.

Man nehme…

  • Nüsse, soviel man mag
  • Outdoortaugliche Klamotten (Wanderschuhe)
  • Ein Zeitfenster, in dem wenige andere Leute unterwegs sind

 

Dann los: Jacke und Schuhe an, 1 oder 2 Nüsse in die Hosentasche, Kamera mitnehmen, rausgehen. Im Grünen angekommen, genau beobachten, vergleichen, abwägen. Geeignete Orte ausfindig machen. Nochmal zurückgehen, war es da besser? Nein. Also wieder weiter. An welcher Stelle passt alles? Trocken? Vor Hunden sicher genug? Auffällig-unauffällig? Dann Nuss platzieren, Foto machen.

Zeitsprung

Mindestens 1 Tag warten. Wieder präparieren: 1 – 2 Nüsse nehmen und raus. Vorher nochmal Fotos ansehen… wo war das noch?

Verstecke wiederfinden. Verstecke checken: IF Nuss noch da?

  • Ja: THEN Nochmal ein Foto machen. Dann KEINE neue Nuss verstecken (so hat man mehr Tage was davon…)!
  • Nein: ELSE Nuss weg? Neues Versteck suchen für die nächste Nuss. Nächste Nuss verstecken.

Walnuss-Challenge

Baum mit Walnuss
Baum ohne Walnuss
Die erste Walnuss war optimal platziert… die war weg wie nix!

Walnuss im Efeu verstecktDie nächste Walnuss war so gut versteckt, dass sie nicht gefunden wurde (s. Pfeil). Tage vergingen. Wochen. OK. Dann wechsel ich hier mal das Versteck. Soll ja jemand futtern, soll ja kein Walnussbaum werden oben auf der Robinie

Also neue Spielregel:

  • IF die Nuss nach <x-Tage-Regel-ausdenken> Tagen noch da ist,
  • THEN Nuss wieder aus dem Versteck holen und neu verstecken. AND Auch hier: KEINE neue Nuss verstecken.

Das neue Versteck (s. Foto, etwas offener und nicht hinter Efeu) ist erst von gestern, also weiß ich noch nicht, ob diese Iteration auf positives Feedback gestoßen ist ;-)

Die Profis

Eichhörnchen frisst Nuss Um von den Besten zu lernen, bin ich wochenlang im Herbst um die Profis herumgeschlichen. Habe sie beobachtet. Standfotos zur späteren Analyse gemacht. Die Orte auch außerhalb der Profi-Trainingszeiten – die waren gerade auf der Massageliege oder auf der Couch in ihrem Kobel – genau untersucht.

Ob ich damit genug vorbereitet war, dass mich das auf ein angemessen hohes Niveau gebracht hat? So dass ich meine Challenge nicht allzu naiv angegangen bin? Hoffentlich. Leider weiß ich noch nicht, wie man Eichhörnchen-Umfragen macht, deswegen erwarte ich erst mal kein Feedback. (Einschlägige Tipps nehme ich gern in den Kommentaren entgegen.)

Das Ergebnis meiner Beobachtungen:

Die Profis in den Eichhörnchenlandschaften, die ich rund um mein Zeitungshauptquartier entdeckt habe, machen es wie folgt:

Eichhörnchen versteckt NussErst mal auf den Rasen. Logisch. Da ist Vergraben einfach. Stollen prüfen, damit es mit dem Spurten gut klappt. Dann Blätterverteilung checken. Und natürlich die Nuss nicht vergessen. Und Zurückhaltung! Noch nicht auffressen. Das Vergnügen kommt erst später!

Alles klar. 1. Lektion gelernt: Lektion „Schnell mal eben versteckt“

Eichhörnchen versteckt NussNächste Lektion: „Hinter und unter“

Alternativ mal eine Stelle suchen, die HINTER etwas liegt, hinter der kleinen Steinschwelle zum Beispiel. Oder UNTER. Unter dem Busch. Und am besten HINTER UND UNTER, also hinter den Steinen und unter dem Busch.

Und dabei selbst nicht gesehen werden.

Voila!

Lektion „Ablenkungsmanöver“
Eichhörnchen sucht Nuss
Bei der Lektion „Ablenkungsmanöver“ tut man so, als ob man GANZ WOANDERS einen interssanten Fund hat. Das lenkt Eichelhäher und ähnliche Trittbrettfahrer effektiv von den echten Verstecken ab. Das kann ich auch, mal überlegen, … ich sehe einfach immer nach oben in die Bäume und halte die Kamera auf die Wipfel. So, also ob ich Vögel dort entdeckt hätte. Ha!

(Vögel. Ts. Wenn man Einchhörnchen sein kann. Als ob man sich dann für Vööööögel interessiert. Da fallen nur ganz Naive drauf rein.)

Eichhörnchen versteckt NussSo, die  nächste Lektion: „Unerwartet und unsichtbar“

Location: In den Schaubeeten des botanischen Gartens, jeder Meter eine andere Pflanzenart oder Gattung. Und in Reihen dazwischen Gras und Wege. Hier in der rotbraunen Erde fällt neben dem auffälligen Grün die rötliche Nussschale gar nicht auf!

Auch beim Vergraben hat die Tarnfarbe des Profi-Tiers einen großen Vorteil. Die Spielerin ist kaum zu sehen. Wenn der Greifvogel wieder kommt, einfach nicht bewegen, dann ist man für den unsichtbar. Und unerwartet kann man von hier aus auch schnell in die Büsche flitzen. So geht’s schnell und ist ausreichend sicher.

Lektion: „Überflieger“

Tja. Wie ich das hinbekomme, das muss ich noch überlegen. Eine Leiter mitnehmen? Zu auffällig. Hubschrauber? Zu laut! Klettern? Hm… meistens sind die Bäume nicht so gut ausgestattet mit ausreichend stabilen Ästen in Griffhöhe. Also, das Spiel bleibt hier noch eine Weile spannend. (Auch hier: Hilfreiche Tipps in die Kommentare schreiben! Danke!)

Die allerletzte Lektion kann ich mir dann wieder abgucken. Sie heißt:

„… und weg“-Lektion
Das heißt, Nuss verstecken, Foto machen, dann nix wie weg. Es soll ja niemand drauf aufmerksam werden, nur weil ich mich da länger an einer Stelle rumtreibe.

UNAUFFÄLLIG!

Eichhörnchen huscht aus dem Bild

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Call: Informatica Feminale 2021 Bremen

Call for Lectures: Sommeruni in Bremen

Screenshot LogoWo? Uni Bremen
Wann? Juli – September 2021 (digital)
Wann? 13. bis 25. Sep. 2021 (falls möglich: Unigelände in Bremen)
Deadline Call: 28. Feb. 2021

Die Uni Bremen lädt alle Fachdozentinnen der Informatik ein, Lehrangebote für die 24. Informatica Feminale einzureichen. Die internationale Sommeruniversität wird im Fachbereich Mathematik und Informatik veranstaltet.

Bis Ende Februar können Frauen aus Wissenschaft und Praxis ihre Lehrvorschläge zu aktuellen oder grundlegenden Themen der Informatik anmelden. Kurs- und Vortragsangebote aus dem gesamten Spektrum sind willkommen:

  • Theoretischen Informatik
  • Praktische Informatik
  • Technische Informatik
  • Angewandte Informatik
  • Plus: Informatik und alle ihre interdisziplinären Bezüge
  • Alles rund um Studium, Beruf und Karriere

Dozentinnen und Fachexpertinnen sind eingeladen

Eingeladen sind Dozentinnen, die die Sommeruniversität als Experimentierfeld für innovative Lehre nutzen können und die diese mit hoch motivierten Teilnehmerinnen erproben möchten.

Aktuell (Januar 2021) gesucht sind ausschließlich die Online-Lehrangebote für den Sommer. Die jeweiligen Unterrichtszeiträume können sich über wenige Tage oder mehrere Wochen verteilen. Falls Veranstaltungen vor Ort in Bremen im Sommer wieder möglich sein sollten, wird im September 2021 ein Präsenzformat geplant. Dazu gibt es dann noch gesondert Infos.

Gesellschaftliche Aspekte und fachlich-technischer Austausch

Die Informatica Feminale und die gleichzeitig stattfindende Ingenieurinnen-Sommeruni verstehen sich als ein Netzwerk von und für Frauen. Wir tauschen uns über technische und soziale Veränderungen aus, die uns täglich begegnen und die wir als Technikerinnen mit gestalten.

Die Sommeruni bietet Raum und Zeit für eine kritische Reflexion und für eine (gern auch experimentelle) Auseinandersetzung. Das gilt insbesondere für den Zusammenhang von Technikverständnis und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Organisatorinnen wünschen sich dazu Lehrangebote, die sich aus feministischen Perspektiven mit der Anwendung von Technikwissen aus Informatik und Ingenieurwesen in verschiedenen Arbeits- und Lebensbereichen, z. B. Pflege, Bildung, Gesundheit, Ernährung, Haushalt, Mobilität, Alltagsvernetzung, Werbung, Sport, Militarisierung etc.

Vorschläge für Lehrveranstaltungen, Diskussionsrunden, Workshops und Vorträge, welche die Themen Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Feminismus, Technik und Ethik behandeln, sind ebenso ausdrücklich erwünscht.

Firmen mit geschlechtersensiblen Organisationskonzepten und Personalmanagement-Strategien, die Informatikerinnen und Ingenieurinnen erfolgreich auf ein breites Spektrum an Führungspositionen bringen, sind herzlich eingeladen, ihre Best Practices den Teilnehmerinnen zu präsentieren. Mit den beiden parallel stattfindenden Sommerunis ist ein Austausch mit Absolventinnen aus Informatik und Ingenieurwissenschaften gegeben.

Das Sommerstudium zielt zugleich auf die fachliche Vernetzung von Studentinnen und die berufsbegleitende Weiterbildung von Informatikerinnen auf universitärem Niveau.

Orga und Format

Im Studiengang Informatik der Universität Bremen ist die Informatica Feminale Teil des regulären Lehrangebots, so dass Lehraufträge vergeben werden. Die Auswahl der Lehrveranstaltungen wird durch ein Programmkomitee erfolgen. Internationale Dozentinnen sind sehr willkommen. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch.

Die Informatica Feminale bietet jährlich kompakte Lehre zur Informatik für Studentinnen aller Hochschularten und für an Weiterbildung interessierte Frauen. Studieneinstieg, Verbleib im Studium, Berufsübergang und lebenslanges Lernen auf universitärem Niveau sind hier zu finden.

Bitte weitersgaen an Kolleginnen, Mitarbeiterinnen und Studentinnen, die der Call for Lectures interessieren könnte.

Mehr Infos

www.informatica-feminale.de/2021/call
Organisatorinnen:
Henrike Illig und Veronika Oechtering

Kontakt

Kompetenzzentrum Frauen in Naturwissenschaft und Technik
der Universität Bremen
FB 03, Postfach 330440, 28334 Bremen, Germany
ifis-summerschools(bei)uni-bremen.de

Informatica Feminale

Screenshot Logo
24. internationale Sommeruniversität für Frauen in der Informatik
Universität Bremen
www.informatica-feminale.de
www.informatica-feminale.de/eng

Ingenieurinnen-Sommeruni

Screenshot Logo
13. internationales Sommerstudium für Frauen in den Ingenieurwissenschaften
Universität Bremen
www.ingenieurinnen-sommeruni.de
www.ingenieurinnen-sommeruni.de/eng

Call for Lectures – Informatica Feminale 2021, Bremen University, Germany

The University of Bremen, Germany, invites women experts in computer science / informatics to contribute to the 24th Informatica Feminale. The international summer university for women in computing will take place at Bremen University in the Department of Mathematics and Computer Science from July to September 2021.
The Call for Contributions 2021 is open: course offers can be submitted until Feb. 28, 2021.

Every year, Informatica Feminale offers compact teaching in informatics / computer science for women students of all types of universities and colleges as well as for women professionals interested in further training. Computer scientists and women working interdisciplinarily are cordially invited to develop and submit course offerings. Topics from the broad field of ICT are welcome: theoretical, practical, technical or applied computing. We invite scientists, to take the summer university as a test field for new teaching formats and to get experience with highly engaged and interested participants. We also invite lecturers with course offers on career topics. Additionally, a special focus program will be arranged.

At the moment we are inviting offers for online courses to be taught from July to September 2021. If teaching or social events will be possible physically on place at Bremen this summer, we will plan courses at Bremen University from 13th – 25th Sep. 2021.

The women’s network Informatica Feminale and its sister Ingenieurinnen-Sommeruni are a place to exchange about technical and social developments, which we meet in our every-day life and which are designed by ourselves as technical experts.

The Summer University 2021 wants to give space and time for critical reflections and highly welcomes experimental debates on the relations of technological knowledge and developments in societies. We especially invite teaching offers, which deal with applications of technical know-how in spaces for work and life (for example within care, education, health, food, household, mobility, social networking, publicity, sports, militarization, etc.) from feminist perspectives.
Submissions for courses, panels, workshops, and talks on topics such as gender, equality, technology and ethics are highly welcome.

Companies with gender sensible organizational concepts and successful personal management strategies to promote women engineers to a broad spectrum of leading positions are invited to present their best practices to the participants of the Informatica Feminale. There will be various chances to meet graduates of computer science and engineering at both the parallel summer universities Informatica Feminale and Ingenieurinnen-Sommeruni.

A program committee will decide on the contributions. Informatica Feminale is part of the regular course program at the University of Bremen. Teaching assignments can be allocated to lecturers. We are especially looking for international lecturers. Course languages are German and English.

Proposals from the field of computer science and its interdisciplinary subjects are welcome. Topics such as entering higher education, developing a student career, transition into labor market and lifelong academic learning can be addressed. Inter/national lecturers and students meet at the summer university in Bremen to exchange and to use the summer universities as a place for experimentation, with the intention to develop and imply new impulses in informatics. The summer university is aiming at the professional networking of students and the advanced training for computer scientists on an academic level.

Please forward this Call for Contributions to interested colleagues, co-workers and students.

Further information and the application form can be found here
www.informatica-feminale.de/eng/2021/call-en/

If you have any further questions, please do not hesitate to contact us.

Yours sincerely
Henrike Illig und Veronika Oechtering

Center of Excellence – Women in Science and Technology
University of Bremen
FB 03, P.O. Box 330440, D-28334 Bremen, Germany
phone: +49-421-218-64469, fax: +49-421-218-98-64469
email: ifis-summerschools(nearby)uni-bremen.de

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Dabei oder mittendrin: SEACON bittet um Beiträge

Dabeisein: Save the Date

Screenshot PDF-Call-InfosNach einer erfolgreichen digitalen Konferenz im vergangenen Jahr findet die SEACON digital auch in diesem Jahr statt.

Versprochen sind „hochinformative Sessions, spannende Diskussionen und Austausch rund um das Thema Software Engineering + Architecture“.

Und genau das bekommt man auch, wie ich schon festgestellt habe. Außerdem kann man mal wieder das eigene Netzwerk und den Horizont erweitern. Und das ohne Reisestress direkt von Zu Hause oder vom (Home) Office aus.

Am besten wird’s natürlich, wenn Ihr selbst was einreicht :-)

Mitmachen: Vortrag einreichen

Du willst als Sprecherin auf der SEACON digital 2021 dabei sein? Dann nutze jetzt die Gelegenheit und reiche einen Beitrag ein.

Call for Papers: www.sea-con.de/seacon2021/programm/call-for-papers.html
Deadline: 8. Feb. 2021
Konferenz: 21. und 22. Apr. 2021

Screenshot

Danach wird der sechsköpfige Fachbeirat die eingereichten Vorträge bewerten und das Programm für die SEACON digital 2021 zusammenstellen.

▶ Call for Papers (PDF): SEACON 2021 Call for Papers
▶ Vortrag einreichen per Formular: confcall.sigsdatacom.de

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Die Wahrheit vom Nein-Sagen

Zitat

Immer wieder bin ich über die schlichte Weisheit von agilen Pionierinnen und Pioniere erfreut. Neulich hat mich ein Zitat von Diana Larsen aufmerken lassen:

„This is true: If you can’t say ‚No‘
your ‚Yes‘ doesn’t mean much.“

(Quelle: www.it-agile.de/fileadmin/nl-archiv/nl202011.html)

Wer ist Diana Larsen?

Screenshot

Interview mit Diana Larsen:
www.scrum-projekt.de/tag/diana-larsen

Diana Larsen auf YouTube über Agile Teams:
www.youtube.com/watch?v=Gl_QxSCeIuU

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Ausbeute: „3 gute Beispiele sind besser als 1 schechte Abstraktion“

SEACON 2020: Viel Input, ein bisschen Orientierungslauf

Vorbereitete Zettel mit SymbolenZuerst: Orientierungslosigkeit, denn seit längerem hatte ich mal wieder eine Lost-in-Digital-Space-Erfahrung. Wo bin ich? Wo hab ich jetzt falsch geklickt? Wo sind denn alle?

Nach der Eingewöhnung (Konferenztool, digitale Konferenzmechanik…) ging’s dann natürlich um die Themen und den Austausch, wie gehabt.

Zu jedem Vortrag im Stil eines klassischen Webinars gab’s im Anschluss einen direkten Austausch  mit den Vortragenden. Für diese interaktiven Parts (sprich: „Coffee Lounge“), wo auch die Kameras für alle offen waren, die sie nutzen mochten, habe ich mir ein paar „Meinungsbilder“ skizziert, für Beiträge ohne Tonspur, s. Foto. Den Daumendown hab ich gar nicht benutzt. Den Daumenup schon. Hat gut funktioniert. Praktisch :-)

Digital mehr Besuch

Eine Besonderheit der diesjährigen SEACON war nicht nur die deutlich gesteigerte Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (rund 500), sondern auch der deutlich höhere Anteil an Azubis und Studis (rund 100).

Open Space

Board-Screenshot… gestalten sich online schwieriger. Meine Themen fanden zuerst keine Gruppe – aus welchen Gründen genau, das konnte ich leider nicht herausfinden, Orientierungslosigkeit oder Schwierigkeiten mit der Technik (Raumwechsel, Boardnutzung). Hier fehlte dann doch das Feedback, das man im „echten“ Raum bekommen hätte. So war es einfach … leer…

Im dritten Anlauf kam dann doch eine Diskussion und damit auch ein Ergebnis zustande. Die anderen Themen kommen dann vielleicht nächstes Jahr nochmal auf die Agenda, da bin ich gern etwas hartnäckig ;-)

Beim Open Space „Fehlerkultur für Führungskräfte“ kam sogar einiges zusammen (s. Bild). Wobei wir schnell wieder auf andere Faktoren trafen, die nicht nur die Fehlerkultur betreffen, sondern das ewige Thema Führung mal wieder an die Oberfläche spülten. Die meisten kennen das: Irgendwas ist ja immer, alle können ihre schlechten Erfahrungen beitragen. Leider gibt es soooo wenig gute Erfahrungen. Learning: Behalte einen langen Atem oder sieh Dich nach den kleinen Inseln um, wo es gut funktioniert ;-)

Beim Open Space „Eventstorming“ hat es richtig Spaß gemacht, entlang einer Zugfahrt (als Szenario, s. Bild) eine Methode auszuprobieren, mit der man – auf dem Level der Fachlichkeit – den Ablauf erarbeitet und darstellt. Nach dem Sammeln der Schritte haben wir direkt eine erste Strukturierung (Reihenfolge) und Sortierung (Abgrenzung eines Falls von einem anderen) vorgenommen, so dass im Onlineboard für die DB-App ein eigener Pfad angedeutet wird („virtueller Boden“ = im echten Besprechungsraum wirft man die entsprechenden Zettel kurzerhand auf den Boden). Danach ging es dann im Wesentlichen auf dem Pfad der „Buchung über die Website“ weiter.

Board-Screenshot

So, wer jetzt neugierig geworden ist, kann weiter recherchieren, wie es mit der Methode dann weitergeht. Leider habe ich vergessen, welches Tool (s. a. Vortrag Domain Storytelling) vorgestellt wurde, das nicht nur virtuelle Haftnotizen, sondern auch Symbole (Zug, Ticket, Sitzplatz) bereithält. Ist nicht weiter schlimm, denn bei zuvielen Symbolen verliert man sich oft zu früh in Details. Mit einfachen Zetteln anzufangen ist auf jeden Fall genug für das Eigentliche und Wichtige und Relevante.

Vorträge

Screenshot Vortrag

Screenshot VortragDas Zitat aus dem Titel stammt aus dem Vortrag zum Domain Storytelling. Eine der beiden Vortragenden (Isabella Tran) war mir einen Tag vorher schon im Pecha Kucha aufgefallen, wo sie über Design hinter Gittern gesprochen hatte (sprich: Grids als Grundstruktur für’s Frontend), denn das war anschaulich, kurz und gut erzählt. Und auch das Eventstorming war von einem der Vortragenden hier (Stefan Hofer).

Im Vortrag haben wir dann eine Art Story Mapping live erlebt. Ausgangspunkt: Fachleute sprechen oft eine andere Sprache als Technikprofis. Also beginnt man damit, was beide verstehen: Mit einer Geschichte. Und diese visualisiert man direkt, damit man nicht alles im Kopf behalten muss und damit man auch über verschiedene Sichten ins Gespräch kommen kann.

Z. B. ist das Ticket etwas anderes als die Sitzplatzreservierung. Und das ausgedruckte Ticket ist nochmal was eigenes. Genau wie die Email, die man zur Bestätigung geschickt bekommt. Und für all‘ das kann man dann eben verschiedene Symbole verwenden.

Fazit hier für mich: Tools und Visualisierungen helfen, im Kern steht das gemeinsame Verständnis. Der Ort fürs Fachsprachendolmetschen.

Wirkungsvolle Aktivität

Screenshot VortragInteressant, kurzweilig und klug war auch der Vortrag Wirkungsvolle Agilität – oder „agile as if you meant it“. Auf den Punkt, mit ein paar Einblicken, wie man Teams unterstützen kann. Und das nicht nur bei den Scrum-Master-Grundlagen (Hindernisse aus dem Weg räumen, Kompetenz und damit Leistungen erhöhen), sondern auch ganz direkt auf den Punkt Wirtschaftlichkeit – was bei begeisterten Neulingen der agilen Arbeitsweise auch gern mal vergessen wird. D. h. die Wirkung stand hier im Fokus, also der Nutzen für das Unternehmen und damit natürlich auch eine vernünftige und langfristige Existenzgrundlage für die Leute, die agil etwas liefern oder herstellen.
Screenshot Vortrag
Die Kernidee war das Gedankenkonstrukt der „Business Story“… analog zur User Story. Aus Kundensicht, klar. Außerdem traf jede Menge Erfahrung und Praxiswissen auf tiefer gehende Überlegungen. Von den Vortragenden, und auch noch im Anschluss. Der Austausch in der Coffee Lounge war nämlich nochmal hilfreich.

Bisschen Beute

Obwohl ich keine Ausstellung mit Büchertisch online durchstöbern konnte – was ich auf der Offlineveranstaltung immer sehr, sehr gern tue – habe ich zwei Buchtipps aufgeschnappt. „Domain Storytelling“ und „Accelerate“. Mal sehen, vielleicht komme ich mal dazu und mach Rezensionen. Die Bücher klangen jedenfalls so, dass beide einen Blick wert sind:

Bücherideen

Cover Cover

Von Stefan Hofer und Henning Schwentner: „Domain Storytelling. A collaborative Modeling Method“ aus dem gleichnamigen Vortrag.

Bzw. von Nicole Forsgren, Jez Humble und Gene Kim: „The Science of Devops. Accelerate. Building and Scaling High Performing Technology Organizations“ aus dem Vortrag Entwickeln und skalieren hoch performanter Architekturen.

Dann noch mehr Beute, ein paar Eindrücke, die ich für mich aufgesammelt habe, dargestellt in Folien:

Rausgepickte Folien

Screenshot Vortrag

Warum diese Folie? Weil sie sehr schön darstellt, dass es eine „wilde Phase“ genauso geben muss wie eine klare Linie.
Aus dem Vortrag: You can teach an old dog new tricks – digitale Produktentwicklung als Enabler neuer Geschäftsmodelle in klassischen Organisationen

Screenshot Vortrag

Warum diese Folie? Weil sie zeigt, dass man selbstverständliche Dinge aus der Offlinewelt erst mal auf die Onlineformate (v. a. Onlinemeetings) übersetzen lernen muss. (Später zeigt die Folie noch mehr grüne Haken, das geht also fast für alles.)
Aus der Keynote: Softwareentwicklung 2020: Zusammenarbeit neu gedacht

Screenshot Vortrag

Warum diese Folie? Weil sie zeigt, dass die Aufmerksamkeit füreinander auch mit dem Bildschirm dazwischen das Wichtigste ist.
Aus der Keynote: Softwareentwicklung 2020: Zusammenarbeit neu gedacht

Screenshot Vortrag

Warum diese Folie? Weil sie den Blick aus Managementperspektive zeigt und die wesentlichen Punkte auflistet; und nur die wesentlichen. Viel mehr braucht es nicht.
Aus der Keynote: Softwareentwicklung 2020: Zusammenarbeit neu gedacht

Screenshot Vortrag

Warum diese Folie? Weil sie das Wissen der Wirkung gegenüberstellt. So hatte ich mir das noch nie überlegt.
Aus dem Vortrag: Weg von Annahmen, hin zu Wissen: Findet die wichtigste Projektphase bei Ihnen statt?

Screenshot Vortrag

Warum diese Folie? Weil das Thema gerade wieder mal bei mir auf dem Schreibtisch liegt und von daher interessant ist.
Aus dem Vortrag: Weg von Annahmen, hin zu Wissen: Findet die wichtigste Projektphase bei Ihnen statt?

Keynote und noch ein letzter Vortrag

SW-Architektur und technische Insights

Screenshot Vortrag
Screenshot VortragAuf der mehr technischen Seite habe ich auch einige Sessions mitgemacht, mit dem Ziel, mich in Sachen Architektur upzudaten. Das hat zu meiner Freude gut geklappt. Zum einen habe ich ein paar Einblicke bekommen, was so geht und zum andern auch, wie man die Notwendigkeit von technischen Aufwänden argumentieren kann: Anschauliche Variationen des Themas technische Schulden.

Die Keynote am Freitag „Was verrät Ad-Hoc-Reuse in unserer Anwendungslandschaft über unsere Organisation? Und was nützt uns das?“ enthielt die optische Darstellung von Cloning von Programmcode: Die Farben zeigen (sehr, sehr) ähnliche Codeschnippsel in grafischer Aufbereitung. Dann sieht man gleich, wo man sich die gleichfarbigen Stellen genauer angucken sollte. Manchmal ist Copy & Paste ja auch OK. Oft ist allerdings Denkfaulheit oder Huschprogrammierung (husch, husch, schnell mal gemacht) keine so gute Idee.

Nicht nur interssant, sondern auch durchaus unterhaltsam bzw. eingängig. Ein guter Start in den 2. Konferenztag.

Vortragsfolie und Vortragender

Interessant fand ich auch „Larry und Bill: Big Data oder Big Pile of Poo?“ – nicht nur wegen des tollen Titels und des frischen Vortrags im Stil einer (märchenhaften) Geschichte.

Es ging dort nämlich darum, eine große, alte, laaaaangsame Datenbanksystemarchitekturmaschinerie zu begutachten und die bestehenden Performanzprobleme zu analysieren und letztendlich zufriedenstellend zu lösen.

Da sind 40.000 DB-Time-Minuten pro Stunde auf ein erträgliches Maß herunterzufahren.

Wow, wo kommen die denn her?!? Und wie bekomme ich die bloß gezähmt? Naja, das gab’s dann im Vortrag zu sehen. Gelernt haben wir auch, dass relationale Datenbanken nicht per se tot sein müssen. Und trotzdem sinnvoll durch andere Möglichkeiten ergänzt werden können. Am Ende war dann die Performanz wieder hergestellt.

Happy End!

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Agiles Arbeiten in verteilten Teams

Wissensseite von agilen Profis

Nicht erst seit der Krise und den Ausgangssperren im Frühjahr gibt es in der Praxis viele agile Teams, deren Mitglieder verteilt arbeiten. it-agile hat auf  „Wissensseiten“ Informationen zusammengetragen.

Themen sind u.a. …

  • Ab wann sprechen wir von verteilten Teams?
  • Welche Auswirkungen hat verteiltes Arbeiten ab welcher Entfernung auf typische agile Arbeitsweisen?
  • Was sind die Herausforderungen beim Arbeiten in agilen verteilten Teams?
  • 8 Prinzipien für erfolgreichs Arbeiten in verteilten Teams
  • Passende Skills
  • Klassifizierung / Typen von verteilten Teams
  • Prinzipien für Retrospektiven mit verteilten Teams

Infos hier:
www.it-agile.de/wissen/agile-teams/agiles-arbeiten-in-verteilten-teams
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Freitickets für die Zeitung: SEACON im September

Agilkonferenz bietet Zeitungsfans kostenfreie Teilnahme

Alle Leserinnen (und Leser) der Onlinezeitung sind 2020 eingeladen, an der SEACON teilzunehmen, ohne Teilnahmegebühr. Der Code gilt für das Standard-Ticket.

Zum Code für die kostenfreie Teilnahme: Den Code eingeben auf
https://sigs-datacom.de/order/payment/seacon-digital.php

SEACONdigi-infotechnica

Der Code wird im Feld „Vorteilscode“ eingegeben und dann sieht man direkt, dass man kostenfrei teilnimmt.

Screenshot

Konferenzprogramm

Wann? 17. & 18. Sep. 2020

Ausschnitt aus dem Programm:

  • Open Space, wie immer… sicher spannend
  • Organisationen refaktorieren
  • Agiles Change Management
  • „Agile as if you meant it“
  • Agiles Testen
  • Von Annahmen zu Wissen
  • Cloud Plattformen gegenübergestellt
  • Chaos Engineering
  • Hochperformante Architekturen / Hybride Architekturen
  • Microservices (oder eher nicht)
  • Web Components / SPA-Frameworks
  • Ad-hoc Wiederverwendung
  • Legacy Software
  • Redesign
  • Big Data / Big Pile of Poo
  • Entwickung künstlicher Intelligenz in 45 Min

Mehr Infos

Programm: www.sea-con.de/seacon2020/programm/konferenzprogramm.html
Übersicht: www.sea-con.de/sd/Programmuebersicht/Programm.php
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SEACON 2020: Aktuelle Themen … vom Sessel aus

Bürostuhl, Sofa oder Sessel

Screenshot

Auch die SEACON ist diesmal digital zu erreichen. Für’s stundenlange Verweilen auf dem Sonnendeck ist es vielleicht Mitte September etwas zu kühl, trotzdem überlege ich mir schon mal, welchen bequemen Platz ich mir für das interessante Programm freiräume.

Wann? 17. & 18. Sep. 2020

Bandbreite 2020

Dieser Themenausschnitt aus dem Programm zeigt, dass es sich wieder lohnt, in die aktuellen Trends und Erfahrungen reinzuschnuppern:

  • Open Space, wie immer… sicher spannend
  • Design-Entscheidungen
  • Hochperformante Architekturen
  • Agiles Change Management
  • Cloud Plattformen gegenübergestellt
  • Innovation
  • Hybride Architekturen
  • Chaos Engineering
  • Organisationen refaktorieren
  • Consumer Driven Contracts
  • Microservices (oder eher nicht)
  • Web Components / SPA-Frameworks
  • Ad-hoc Wiederverwendung
  • Domain Storytelling
  • Legacy Software
  • Von Annahmen zu Wissen
  • Roadmap für Redesign
  • Werte von IT-Produkten / Kostendiskussion
  • Agiles Testen
  • Big Data / Big Pile of Poo
  • „Agile as if you meant it“
  • Functional Core / Anwendungskern
  • Entwickung künstlicher Intelligenz (in 45 Min)
  • Produktentwicklung: Teach old dogs new tricks

Mehr Infos

Screenshot
Programm: www.sea-con.de/seacon2020/programm/konferenzprogramm.html
Übersicht: www.sea-con.de/sd/Programmuebersicht/Programm.php

… übrigens: Die Preise für die Tickets sind ein echtes Schnäppchen (uHu). Wer sonst bisher nicht kommen konnte oder wollte, hat jetzt eine gute Gelegenheit, sich das nochmal zu überlegen.

ERGÄNZUNG … kostenfreie Teilnahme für Zeitungsfans

Alle Leserinnen (und Leser) der Onlinezeitung sind 2020 eingeladen, an der SEACON teilzunehmen, ohne Teilnahmegebühr. Der Code gilt für das Standard-Ticket.

Zum Code für die kostenfreie Teilnahme: Den Code eingeben auf
https://sigs-datacom.de/order/payment/seacon-digital.php

SEACONdigi-infotechnica

Der Code wird im Feld „Vorteilscode“ eingegeben und dann sieht man direkt, dass man kostenfrei teilnimmt.

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Spiel mit Sensoren

Tierisch toll: Calliope Mini Workshops

Von Montag bis Freitag stand grafische Programmierung auf dem Plan.

Alle relevanten Grundlagen für’s Programmieren haben wir eher spielerisch abgehakt, und dabei wurde quasi nebenbei viel gelernt: Von Programmierprinzipien wie Schleifen, Variablen, Funktionen und Eingabe-/Ausgabemöglichkeiten über Einbinden von Sensoren für Helligkeit, Bewegung, Temperatur bis hin zu guter Teamarbeit bei der Code-Erzeugung wie Pair Programming und Code Reviews.

Fangen wir einfach an… Würfel

Source code

Die grundlegenden Elemente kennen zu lernen, war beim Einstieg gefordert. Zum Beispiel das 25×25-Matrix-Leuchtfeld. Hier stellt Euch noch den Schüttelsensor als Auslöser vor.

Tamagotchi-Task

Screenshot Videoconference
Wir haben uns entschieden, dass das Tamagotchi-Tier ein … Hund … nein, ein Pinguin … OK, ein „Hunduin“ ist. Und dann haben wir begonnen, ihn Lebensenergie verlieren zu lassen. Und ihn zu füttern. Und hätten wir noch mehr Zeit gehabt, hätte er auch Wasser bekommen, Schlaf und natürlich Streicheleinheiten und etwas Bewegung.

Plüschtier-Task

Cuddly ToysEine Übung erforderte dann auch eine kleine Bewegungseinheit für die Teilnehmerinnen: Suche ein Plüschtier, das mit dem Calliope Mini verbunden werden kann. So wird der Controller zum „Herz deines Cyborganimals“.

Wie Ihr seht, hat das sehr gut funktioniert, es hatten wirklich alle schnell ihre tierischen Helden gefunden. Und das international, Snorre ist z. B. aus Schweden (unten rechts).

Danach ging’s dann wieder an den Source Code. Und die Herzen schlugen und beim Tanzen hatten die Plüschis dann auch viel Spaß (abzulesen am Display).

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Ideen für digitale Bildung: Kursraster und Moderationsgesten

Die nächste Sommeruni steht im Kalender… nur ist dieses Jahr alles anders. Das meiste (alles?) wird online und remote stattfinden müssen. Und nicht wie sonst gemeinsam am selben Ort.

Dazu habe ich hier ein paar Ideen für alle zusammengestellt, die anderen in Workshops oder Seminaren oder Vorlesungen Hilfestellung zum Wissen und Lernen geben möchten. Fokus: Abseits der bekannten E-Learning-Möglichkeiten. Was geht noch? Was geht mit einfachen Mitteln und individuell?

Die Dozentinnen der Sommerunis in Bremen, in Ba-Wü und in Salzburg dürfen sich natürlich besonders angesprochen fühlen ;-)

Mögliche Zeitraster

Verschiedene Möglichkeiten

Bild größer ansehen:
www.infotechnica.de/wp-content/uploads/2020/06/Zeitschemata.jpg

Als Basis habe ich die Sicht auf eine Arbeitswoche, also normale Arbeitszeiten von Montag bis Freitag, genommen.

Da ein entspanntes Aufstehen und Frühstücken eingebaut ist, starten die Sessions jeweils nicht früher als 9:30 h. Die letzten Sessions enden um 16:30 h. Folgende Die Beispiele sind für einen Halbwochenkurs (14 SWS) dargestellt (pink, grün, gelb) bzw. für einen Halbwochenkurs ODER einen Wochenkurs (14 bzs. 28 SWS).

Pinkes Raster

Zeitrahmen: 2,5 Kalendertage

Rhythmus: Pro Tag 3 x 1 Stunde gemeinsame Session

Eigenständige Arbeitszeit: Insgesamt 3,5 Stunden müssen die Teilnehmerinnen eigenständig arbeiten (Übungen, Aufgaben, auch: Partnerarbeit zu zwei)

Grünes Raster

Zeitrahmen: 3 Kalendertage

Rhythmus: Pro Tag  2 x 1 Stunde gemeinsame Session

Eigenständige Arbeitszeit: Insgesamt 4,5 Stunden

Gelbes Raster

Zeitrahmen: 4 Kalendertage

Rhythmus: Pro Tag erstes Treffen gemeinsam, danach Abstimmen der einzelnen Session und Zeiten, alle kommen um 10:30 h zusammen und alle treffen sich nach der Mittagspause noch einmal. Dazwischen können gemeinsame oder eigenständige Sessions durchgeführt werden.

Eigenständige Arbeitszeit: Nach Absprache (täglicher kurzer Slot zu Arbeitsbeginn wie bei einem Daily StandUp)

Hinweis: Beim Gelben Raster sind es mehr als die 10.5 Zeitstunden (entsprechend 14 SWS), es sind 12 bzw. 14 Zeitstunden, je nach Finetuning der Zeiten. Warum? Weil gerade bei längeren gemeinsamen Sessions Pausen eingeplant werden müssen. Sessions über 2 Stunden sind sonst nicht mehr effektiv / effizient, da die Konzentration nach einer gewissen Zeit nachlässt. Gängige Muster gibt es auch innerhalb dieser längeren Variante von Zeitrastern, z. B. 60 – 30 – 60 (Minuten).

Jenseits 1 Woche: Orangefarbenes Raster

Zeitrahmen: 7 Wochen (stundenweise an einzelnen Tagen)
Rhythmus:

  • 1 Tag pro Woche für Halbwochenkurse (14 Semesterwochenstunden)
  • 2 Tage pro Woche für Wochenkurse (28 SWS)

Eigenständige Arbeitszeit: Innerhalb der eingezeichneten Arbeitsblöcke abzustimmen oder Hausaufgaben ersetzen einen Teil der festgelegten Zeitblöcke.

Diese Form hängt stark vom Inhalt und Charakter einer Veranstaltung ab. Eine Vorlesung (Schwerpunkt: Faktenwissen vermitteln) kann genau so wie eingezeichnet durchgeführt werden. Bei einem Workshop (Schwerpunkt: Handlungsoptionen vorstellen und Fertigkeiten entwickeln) kann ein Teil der Präsenzzeit als Zeit für eigenständiges Arbeiten zwischen den Präsenzzeiten vorgesehen werden.

Moderation: Chat und Gesten

Chat: Unabhängig davon, ob alle ihre Kamera einschalten können

Wenn man in einer Videokonferenz ist, ist es sehr hilfreich, den Chat im Auge zu behalten und als Moderationstool zu nutzen. Idealerweise führt man die Session zu zweit oder sogar zu dritt durch. Eine Organisatorin achtet dann auf den Chat. Dort können alle Teilnehmerinnen ihre Fragen, Anmerkungen, Zustimmung, Pausenwünsche etc. einbringen. Oder bei einfachen Abstimmungen in kleinerer Runde auch die Abstimmoption ihrer Wahl eintragen. Die Chat-Beobachterin gibt dies dann angemessen an die Vortragende weiter. Das klappt auch dann, wenn nicht alle eine Kamera einschalten können.

Gesten: Mit Kamera für alle

Wenn man mit einer Gruppe arbeitet – sei es im Seminarraum oder in einer Videokonferenz mit Kameras für alle Tn – und in einer Diskussion ist, kann man sehr gut mit Moderationsgesten arbeiten, damit nicht alle durcheinander reden (müssen).

Foto der Geste Anschlusspunkt: Zeigefinger aneinander legen

Foto der Geste Zustimmung: Schnelles Wedeln mit 1 oder 2 Händen

Foto der Geste Clarification: Hand formt ein C

Foto der Geste Ein neues Thema: Pistole („neues Thema abfeuern“)

Foto der Geste Auszeit! Pause! … wie beim Basketball (T wie time-out)

Online-Tools

Google Spreadsheet und Google Docs und ähnliche kollaborative Tools können eine klassische Tafel oder ein Whiteboard, ein Flipchart oder eine Moderationswand ersetzen, soweit man mit Texten und Zahlen arbeiten möchte (und nicht mit rein grafischen Elementen).

Screenshot

Kürzlich habe ich Spaß gefunden am Glücksrad, das das Zettelziehen aus einem Hut ersetzt:
wheeldecide.com

Screenshot
Einfache Abstimmungen gehen mit

Screenshot

Nu Du…

…teil Dein Wissen oder Deine Erfahrungen.

Hast Du auch Tipps für die Sommeruni oder andere Formen der digitalen oder Online-Lehre? Immer gern her damit: zeitung.informatica-feminale(bei)web.de oder als Kommentar direkt hier bei diesem Artikel (muss dann natürlich noch freigeschaltet werden, seid nicht ungeduldig).
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Tipps für Telefonkonferenzen und Online-Meetings

Sehr gute Ideen für Gespräche

Folgende Tipps empfehle ich sehr. Wer sich daran nicht hält, hat erkennbar weniger Spaß an remote Meetings.
So geht’s sehr gut:

  • Teste vorher deine Tools
  • Sorge für einen pünktlichen Start
  • Bestimme einen Moderator
  • Plane etwas mehr Zeit ein als für Offline-Meetings
  • Setze einen klaren Fokus für das Meeting
  • Starte mit einem Check-In
  • Folge dem Moderator
  • Rufe die oder den nächsten Gesprächsteilnehmer*in auf
  • Schließe deine Geräte am Strom an

Gute Ideen für Gespräche

Wer die sehr guten Ideen aufgreift, kann noch mehr tun, um verteiltes Arbeiten angenehmer zu machen. Sei es akkustisch, sei es kommunikativ.

So geht’s gut:

  • Nutze möglichst ein Headset
  • Mikro aus, wenn du nicht sprichst
  • Halte eine Audio-Alternative bereit
  • Stelle geschlossene Fragen
  • Frage nach Widerstand
  • Reflektiert gemeinsam

Bedarfsorientiert

Hier kommt es drauf an, worüber man spricht. Ob sprechen reicht oder ob der optische Kanal essenziell ist.

Gemeinsam ansehen:

  • Schalte deine Kamera ein
  • Mache dein Gesicht erkennbar
  • Bereite unterstützende Tools vor, z. B. Screensharing oder eine gemeinsame Dateiablage in der Cloud

Drumherum

Vergiss das drumherum nicht, vor allem bei längeren Gesprächsterminen.

Konzentration aufrecht erhalten:

  • Stell Getränke bereit
  • Stell gern auch Essen für Dein Hirn bereit;, nur soll’s keine Geräusche machen, also KEINE CHIPS ;-)
  • Mache Pausen
  • Beweg dich zwischendurch mal, und wenn’s nur Zappeln vorm Rechner ist

 

Aufgegriffen und ergänzt nach: www.it-agile.de/remote

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„Pe-Tscha-Tscha“ ist kein Tanz

SEACON-Sessions

ScreenshotWie bereits kurz berichtet, war ich mal wieder hoch im Norden. Und neben der Seeluft, dem Fisch und der sonnigen Wetterlage (schau schau) gab es auch ’ne Menge fachliches Futter. Wie versprochen, hier mehr davon…

Pecha Kucha

Pecha Kucha ist kein Tanz, auch wenn jede Menge Rhythmus drin ist: 20 Folien à 20 Sekunden ist ein spezielles Kurzvortragsformat.

Zuerst habe ich auf der diesjährigen Eröffnung gelernt, dass man „Pecha Kucha“ entweder „Petscha Kutscha“ aussprechen kann (als Europäer) oder als „Pe-Tscha-Tscha“ (als linguale Klugscheißerin). Auf der Konferenz hab ich das dann mal so, mal so ausgesprochen, mal will ja nicht nur klugscheißen ;-)

Der erste Pecha-Kucha-Beitrag „Hilfe, ich renne, aber komme nicht voran“ von Rico Saßen hat mir gut gefallen, weil…
… er eine sehr gute Zusammenfassung über ein paar nützliche Methoden bot, inklusive Bewertung und Erfahrungen zu den einzelnen Methoden.

Der zweite Pecha-Kucha-Beitrag „Die Falle der Durchschnittswerte – wie sie in Schätzungen der Softwareentwicklung vermieden werden kann“ von Daiany Palacios hat mir gut gefallen, weil…
… das Thema von Vielen falsch verstanden wird und es eine Empfehlung für ein Buch gab, das ich vielleicht doch auch mal lesen werde: „The Flaws of Averages“ (kürzer auch als Artikel online zu finden „The Flaws of Averages / web.stanford.edu„). Und weil die Sprecherin offensichtlich weiß, wovon sie spricht.

Später kam noch der Pecha-Kucha-Beitrag „Skalierende Softwarearchitektur: mehr als Architektur!“ von Michael Lesniak dazu, der mir gefiel, weil…
… ich mich gern immer wieder über Architektur informiere, denn die ist eben wirklich MEHR als einfach nur technisches Routinezeugs. (Leider hab ich hiervon die Fotos verloren, so dass ich nicht mehr genau weiß, was alles Tolles vorkam *seufz*)

Open-Space-Sessions

Davon gab es wieder jede Menge (so 14 bis 16 Themen). So viele, dass in der Präsentation der Ergebnisse vor dem Plenum der letzte arg gekürzt werden musste und das Publikum nun auf die Foto-Dokumentation der voll beschriebenen Stellwand warten musste. Hier also das Foto:


Klick: Foto in groß: Multiprojektmanagement

Weitere OS-Themen: Beruf: Women in Tech, Coding: Wie entwickeln wir in 10 Jahren?, Vorgehen: Wie kommt man vom lokalen Optimum zum Sprung auf höhere (Nachbar-) Gifpel?, Technik: Microservices etc. pp.

Solutionlab

1 agile Beratungsfirma & 2 beratene Unternehmen stellen vor, wie sie Innovation finden und dass das Ergebnis wieder in den Regelbetrieb integriert wird. Die Phasen dauern jeweils mehrere Wochen (Vorbereitung, Nachbereitung), 1 Woche (vier oder fünf Tage Solutionslab) und sind erfolgreich, wenn ein Board den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Rücken stärkt: Auswahl der Lab-Crew, Vertretung der Leute aus der Linie während der Vor-, Lab- und Nacharbeiten, „politischen Rückhalt“ (Boardmembers kommen aus dem Vorstand, Betriebsrat, Führungsriege).

Folie zum Prozess: Vorbereitung, Pitch-Day, Lab, Nachbereitung

Projekte richtig starten: DoPI

Folie mit guten Gründen für einen aufwändigen Vorbereitungsprozess beim Projektstart
Definition of Project Initiation… klingt gut, die Jungs wissen auch, wovon sie reden. Trotzdem hatte ich am Ende noch nicht das Gefühl, dass das vorgestellte Format als Werkzeug für meine Belange wirklich ausgefeilt ist. Ein bisschen besser auf den Punkt gebracht und visualisiert, auch einheitlicher, hätte mich der Beitrag eher angesprochen.

Dafür war alles da, was wichtig ist: Ausgangspunkt und Ziel, Hindernisse auf dem Weg dahin (inkl. Impediment Buster), eine Metapher vom Seefahren, Walking Skeleton, der Elefant (von allen Ecken aus von Blinden „begriffen“ und unterschiedlich eingeschätzt) …

Was wirklich gut war? Die Darstellung der Komplexitätstreiber und wie das die Leute zu Fall bringt (hopefully auf „Not-AUS“ und nicht ins Leere…).

Folie mit Fokusbereichen: Geschäftswert, Lieferung, Wertoptimierung, Systemoptimierung

Keynote: Leben, Leiden und Rettung eines SW-Systems

In diesem Vortrag stellte ein Architekturprofi vor, was mit Architektur passiert, wenn man nicht aufpasst…

Der Plot: VENOM ist der Name des Beispielprodukts, das vorgestellt wird – ein eCommerce-System für ziemlich komplizierte Produkte: Das System ist „hysterisch“ gewachsen, wird von einer ziemlich desolat organisierten Firma (SAMM Inc.) entwickelt und betrieben.

Die IT ist als Kostenstelle ist (angeblich) immer zu teuer und in Verzug.

VENOM verliert seit einiger Zeit gravierend Marktanteile – es droht die wirtschaftliche Katastrophe.

Daraufhin zieht SAMM Inc. die Reißleine: Sie beauftragt ein Team, die Rettung von VENOM mit der gesamten Organisation vorzubereiten und durchzuführen. Dabei stehen neben der Technik auch organisatorische Prozesse zur Disposition.

Folie Berechnung in der Middleware

Die Wirklichkeit: Der (fiktive) Plot ist tatsächlich völlig real, denn er ist eng angelehnt an ein echtes Projekt. Der Vortag zeigte den „rise and fall of the system“ und Aspekte aus dem „cultural change“. Er stellte die Auswirkungen desaströser Architekturarbeit und verkorkster Entwicklungs-, Betriebs- und Unternehmensprozesse vor.

Und das auf unterhaltsame Weise, was am Ende eines langen Tages sehr angenehm ist. Danke dafür!

Anschließend folgte ein Plädoyer, wie methodische Verbesserung von Organisation bis zum Code funktionieren kann, nicht nur zur Rettung von VENOM: Von der systematischen Architekturbewertung über die Entwicklung angemessener Verbesserungsmaßnahmen bis hin zur effektiven Umsetzung.

Alles in allem ein Beispiel, wie Modernisierung und Evolution sich mit Projektalltag und Feature-Druck vereinbaren lässt.

Metriken

Wer verkaufen will, muss messen. Also wissen, was man wie schnell schafft, zum Beispiel. Um die Stakeholder, vor allem Geldbringer und Kundschaft, über den Fortschritt und die Zukunftsmöglichkeiten in Sachen neue Software zu informieren. Als Prognose möglichst nah an einer realistischen Zeitlinie. Wie oben berichtet, hat Daiany Palacios dazu schon einen Input geliefert. Und ganz am Ende der Konferenz gab es dann noch den Vortrag „Leichtgewichtige Projekt-Metriken – Zahlen, Daten, Fakten (fast) ohne Tools“ von Michael Mahlberg, der mir auch sehr gut gefallen hat, weil…
… es um die Information ging und nicht um eine schicke Darstellung für die Aktionärsversammlung. Ganz im Sinne von Lean und Fokus auf das Wesentliche.

Mächtig daneben

Die Ankündigung „Wer fragt der führt (aber anders!). “Mächtige” Fragen für agile Führungskräfte“ hatte mich – trotz der wuseligen Zeichensetzung – gleich angesprochen. Ich dachte, das wäre ein Highlight für mich in diesem Jahr. Schade. Denn hier habe ich tatsächlich den Saal verlassen. Es fing schon nicht gut an… Einer der beiden Vortragenden war mir vorher schon negativ aufgefallen, weil er seinen Vortrag vorher am Tag so überzogen hatte, dass die folgende Open-Space-Session nur mit Verspätung starten konnte. Nicht sehr professionell.

Nun standen vorn 2 Leute auf der Bühne. Und machten viele Wörter um wenige Inhalte, wirkten unkoordiniert und auf sich selbst fixiert („wir wollten beide diese T-Shirts anziehen, jetzt hab nur ich eins an“) statt auf das Publikum. Als sie dann nach vielen Vorreden auf die erste Frage kamen, und auch dort noch viele Worte machten, hab ich meine Zeit woanders besser genutzt.

Was die Frage erste „mächtige“ Frage war? Habe ich tatsächlich vergessen, da sie so banal war. Irgendwas Richtung „Wollen Sie wirklich?“ oder sowas in der Art.

Fazit: Immer wieder gern :o)

Wieder war es spannend, ich habe was gelernt, Leute getroffen und mich mit ihnen vernetzt, Buchtipps eingesammelt… okay, auch gegessen, gespielt und eine 3D-Brille mit Augmented Reality (Flugzeug mitten in der Konferenz-Ausstellungsfläche) ausprobiert.

Nächstes Jahr komme ich wieder: Am 4. und 5. Juni 2020 wieder in Hamburg.

Mehr nachlesen

Programm der SEACON 2019

Noch ein Tipp: Recuva ist ein Tool zum Wiederherstellen von Daten. Super, wenn man müde von der Konferenz die SD-Karte löscht, bevor die Kopie auf der externen Festplatte angekommen ist…

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Weiterentwicklung… Verantwortung :-)

Worum geht’s?

Verantwortung. Äh, ja. Und worum genau?

Es geht darum, wie gute Führung funktionieren kann… soll… Spaß macht. Ganz unten auf der Führungsfähigkeitenleiter steht: „Leugnen“. Darüber steht „Beschuldigen“. Wie Jede weiß, sind das nicht die besten Führungsqualitäten ;-)

Aufwärts wird’s besser, es geht hoch bis zur Verantwortung. Auf einen Blick:

Aus SlideshareZwischen Schämen und Verpflichtung ist eine Bruchstelle, dort ist der Punkt, wo die innere Kündigung passiert (Quit). Das ist oft der Punkt, an dem ein Wieder-Einschwenken in eine konstruktive Richtung sehr schwierig wird.

Typische Reaktionen (Gedanken, Aussagen) findet Ihr im Schnippsel rechts. Und ganz oben steht sinngemäß „Darum kümmere ich mich“ oder „das übernehme ich“. Und ich verspreche euch (ich hab’s ausprobiert), es kann sich dann tatsächlich äußern in „das macht Spaß“!

Soweit prima. Und wenn man das verinnerlicht hat? Dann erwischt man sich trotzdem dabei, auf den unteren Stufen hängen zu bleiben und muss sich dies bewusst machen. Das wird leichter, wenn man immer wieder im Alltag die kleine persönliche Retrospektive einbaut. Also sich selbst immer mal wieder gegen so schlaue Prinzipien wie dies hier vorgestellte checkt. Und das fühlt sich dann auch noch gut an, selbst wenn’s anstrengend ist. Ach ja, und was sich gut anfühlt, bringt auch neue Energie :-)

Warum empfohlen?

Ich habe den Verantwortungsprozess (Responsibility Process) nicht direkt von Mr. Avery kennengelernt, sondern durch ein Interview in der agile review von it-agile. Und da ich von der SEACON weiß, dass dort „richtig“ agil gearbeitet wird, konnte ich der Empfehlung dort gut folgen.

Noch ein Wort: „Richtig“ agil arbeiten ist für mich derzeit der beste denkbare Weg, gut zusammenzuarbeiten. Eine bessere Vorgehensweise ist mir bisher nicht begegnet. Was sicher auch daran liegt, dass grundlegende Werte wie Verantwortung und ehrliche Haltungen wie Verantwortungsgefühl eine sehr stabile Basis sind. Und dass eine solche Haltung die Voraussetzung für ein Vertrauensverhältnis ist, dass aus meiner Sicht entscheidend für (wiederholten) Erfolg ist.

Wer hat’s erfunden?

Christopher Avery, Management Consultant in den USA.

Alle wichtigen Infos:
www.christopheravery.com/responsibility-process

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