Von Mensch und Maschinenwesen
Im Juni war es soweit: Online-TrainerKongress. Auf der Jagd nach Erfahrungen, Inspirationen, Austausch war ich mal wieder dabei.
Licht an! Kamera geputzt! Mikros justiert!
Immer wieder schön der „analoge Einstieg“ in der Wartezeit, bis es richtig losgeht um 9:10 h.
Diesmal hatte ich mir drei Sessions rausgesucht, die gut zu meiner aktuellen Projektwelt passen: Softwaresystemausweitung auf die Welt, von ca 50-60 Usern in Deutschland, hin zu erst mal ein paar und dann vielen Hundert Usern auf drei Kontinenten in 4 Sprachen. Durchaus anspruchsvoll :-)
Der Kongress ist immer dabei auf der vordersten Welle, auch diese, die immer noch wächst: KI. Und so begann auch der Auftakt. Eine Frage ans Publikum, „Welcher Satz beschreibt Deine aktuelle Beziehung zu KI am besten?“ Klug formuliert, denn dass wir Rechner und Software schon mal mit Schimpfworten belegen, die früher für Menschen reserviert waren und den Geist in der Maschine fühlen, ist ja nicht neu. Die Beziehungsebene ist mit KI dann offensichtlich nochmal tiefer gegangen – und dem kann man sich gar nicht so leicht entziehen. (Danke, „Vermenschlichungsautomatismus“ in meinem Hirn.)

Sessions
So, in den Sessions ging es dann wieder mehr um das Mysterium Mensch. Ihr kennt das ja – nicht die Technik ist kompliziert, sondern das „People Management“. Und so war ich zuerst mal Gast bei Coping-Strategien bei Widerständen

Viele persönliche Erfahrungen dienten mir hier als Inspiration (mission fulfilled). Und ich habe die Oberste Direktive der Agilität wieder entdeckt. Danke dafür! Wenn ich so Kolleg*innen und Dienstleister*innen verstehe, macht mir dies das Leben tatsächlich leichter.
Danach hab ich mich Fit for Future machen lassen.
Was ich mitgenommen habe, ist ein Gedanke zum Reifenlassen. Wenn Leute sich in Meetings oder Workshops nicht beteiligen, liegt das im Wesentlichen an 3 Ängsten: „Was ich sage, ist…
- …langweilig
- …absurd
- …unangebracht
… und deswegen melde ich mich nicht, bis ich genau weiß, wohin die Reise hier geht.“
Wie geht man damit um? Man sorgt für eine Atmosphäre und eine persönliche Beziehung, die Flexibilität, Resilienz und Kreativität fördert. Zu abstrakt? Naja, die persönliche Beziehung kann man z. B. dadurch fördern, dass man auch in IT-Arbeitsmeetings mit einer Vorstellungsrunde anfängt, wenn sich noch nicht alle kennen.
Abschließend war ich dann beim Kompendium der Persönlichkeitsanalysen. Hier sollte ich laut Ankündigung „den perfekten Überblick der wichtigsten Modelle und Tools bekommen“. Nun sind Typisierungen immer so eine Sache. Und manchmal einfach Geldverdienerei seitens der Anbieter. Und genau deswegen war ich neugierig, denn es sollte auch um die Schwächen der Persönlichkeitsanalysen gehen.
Ein Takeaway ist dieser Linktipp, den ich gern weitergebe. Er bietet einen guten Überblick und Vergleichskriterien und erste kleine Einblicke: www.persoenlichkeitsanalysen.de
Und natürlich ist klar, dass ein „analysierter Persönlichkeitstyp“ keine Schublade für Menschen ist, sein kann oder soll. Sondern dass es einfach eine Möglichkeit ist, die eigene Perspektive auf die Bandbreite menschlicher Handlungen und Sichtweisen zu erweitern. Und daraufhin besser eigene Handlungsoptionen zu entwickeln und so gemeinsam weiter zu kommen als bisher.
Networking
Nachmittags im Networking hatte ich schließlich noch ein bisschen Spaß. Auch wertvoll. Unter anderem haben wir ein Filmplakat durch die KI entwerfen lassen, das uns als Kleingruppe darstellt.
Mehr Infos
www.trainer-kongress-berlin.de/digital
Maria