Zitronen gegen Stress

Öl und Benzin fürs Gehirn

„Sauer macht lustig“ – schon mal gehört? „Kaffee macht sauer“ – das ist vermutlich nicht so bekannt. Zuviel Kaffee übersäuert den Körper. Zitronen wiederum sind zwar sauer, gehören aber zu den basischen Lebensmitteln. Insofern wirken sie bei unserer üblicherweise generell übersäuernden Ernährung ausgleichend und damit auch gegen Stressfolgen.

Belen Mercedes Mündemann hat lange Jahre im Personalwesen gearbeitet und dort selbst unter dem andauernden Stress gelitten. Nach einem Burn-Out hat sie sich zur Heilpraktikerin für Psychotherapie ausbilden lassen und arbeitet heute als Trainerin, Therapeutin und Autorin zu Arbeits- und Leistungsstörungen, Stress/Burn Out und Entspannungsverfahren.Belen Mercedes Mündemann

In ihrem Workshop „Stress Release auf allen Ebenen – mental-emotional-physisch“ gab sie zunächst einen theoretischen Überblick über mögliche Stressauslöser, z. B.
Zeitdruck, fehlende Wertschätzung oder schwierige Vorgesetzte. Stress lässt sich aber auch wieder abbauen: Yoga oder Chi Gong bringen die Linkslastigkeit des Gehirns bei Kopfarbeiterinnen wieder ins Gleichgewicht. Diese chinesischen Bewegungslehren erfordern zwar auch eine hohe Konzentration, aber von ganz anderer Art als bei geistiger Arbeit.

Geistige Arbeit strengt an – Entspannung hilft

Im praktischen Teil des Workshops zeigte Frau Mündemann zahlreiche Übungen zur Entspannung der bei Bildschirmarbeit besonders belasteten Augen sowie des sonstigen Körpers. Ganz einfach auch im Büro durchführbar ist etwa die Übung, sich
abwechselnd auf Details in der Ferne und in der Nähe zu konzentrieren.
Ein wenig an Büroschlaf erinnert das „Palmieren“: die Handinnenflächen werden so lange über die Augen gelegt, bis das Bild wirklich schwarz wird. Erst dann entspannen sich die Sehstäbchen völlig.

Alle gezeigten Übungen – und noch mehr – finden sich auch auf einer CD-ROM, die Frau Mündenmann derzeit entwickelt. Eine Vorversion, die sie für ihre Präsentationen benutzt, kann bei ihr für 8,- Euro erworben werden.
Ein guter Tipp war auch, dass viele Krankenkassen die Kosten von Präventionskursen im Bereich Entspannung und Stressabbau übernehmen, z. B. Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training.

Friederike

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