Präzise Sprache, geschickt eingesetzt, macht das Zusammenarbeiten leichter

MiniMax-Interventionen

CoverAls gut geschulte Mathematikerin weiß ich seit dem Studium, dass Präzision in der Sprache niemandem leicht fällt. Und dass sich die Mühe durchaus lohnt. Der Autor hat hier ein paar grundlegende Formulierungen zusammengestellt, mit deren Hilfe sich Fragestellungen und Probleme leichter analysieren lassen. Dabei berücksichtigt er als Dr. phil. Dipl.-Psych. auch die emotional-menschliche Seite. Auch wenn bei den Formulierungen immer wieder Beispiele für Therapiegespräche genannt werden, helfen die Tipps auch in „normalen“ Situationen. Beispielsweise in Analysegesprächen, bei der konstruktiven Suche nach Lösungen (z. B. mit Leuten aus dem – mittleren/oberen – Management) oder beim Coaching oder Mentoring. Auch für Führungskräfte ist diese Sicht mal interessant.

Im Kern geht’s um Präzisierung, Konkretisierung, feine Nuancen und wie man selbst mit Sprache und Fragestellungen beim Herantasten an das Eigentliche helfen kann.

Schön ist auch, dass das Büchlein sehr dünn ist. Ideal mal wieder für die Jackentasche auf Reisen. Oder wenn man sonst mal wieder warten muss und weder Wälzer noch ebook mitnehmen möchte. Die Kommentare des Bären, der seinen Senf zu den einzelnen Tipps gibt, sind unterhaltsam. Meinetwegen hätte es sie nicht gebraucht. Sei’s drum.

Fazit: Gut für Leute, denen Formulierungen (noch) nicht so leicht selbst einfallen, die sich aber für gute unterstützende Gesprächsführung interessieren

Themen

  • Gewohnheitsänderung als Ziel
  • W-Fragen
  • Alternativen anregen
  • Absolutaussagen vermeiden (es gibt oft mehrere Sichten, Alternativen, Lösungen)
  • Vergleiche und Analogien
  • Positive statt verneinend-negative Aussagen
  • Impulse geben, an weiteren Alternativen zu arbeiten
  • Wunsch statt Vorwurf formulieren lassen

Manfred Prior: „MiniMax-Interventionen. 15 minimale Interventionen mit maximaler Wirkung“. Carl-Auer Verlag 2012. 9,95 EUR. ISBN 978-3-89670-866-3 .

Augen-Logo Maria

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