Essen effektiv und für Faule

Kochen für Faule

CoverDie Idee: Mit wenigen Zutaten, einfachen Arbeitsschritte und kurzen Zubereitungszeiten satt werden. Oder Gäste bewirten.

Und was heißt „faul“? Minimaler Aufwand bei Einkauf und Zubereitung. Für gute Pastarezepte braucht man nicht unbedingt eine spezielle Spaghettisorte, denn jede gewöhnliche Nudel tut es auch und schmeckt trotzdem. Nach dem Motto: geschickt einkaufen, optimal kombinieren, schnell zubereiten, bequem genießen. Die Autorin bemüht sich, die Lebensmittel auszuwählen, die das tägliche Küchenleben bequem machen. Zum Beispiel die Bio-Minisalatgurke, die ohne schälen verwendet werden kann.

Soweit der Plan. Leider hat mich dieses Buch nicht überzeugt. Zugegeben, es sind meist recht schnelle Rezepte. Allerdings stört mich als Nichtköchin, dass bei sehr, sehr vielen Rezepten ein Pürierstab zum Einsatz kommt. Warum? Weil ich das Saubermachen mit zum Kochen zähle und vor allem zur Kocharbeit. Viel Saubermachen widerspricht dem Faulheitsprinzip. Außerdem ist mir als Zwiebelallergikerin aufgefallen, dass in sehr, sehr vielen Rezpeten Frühlingszwiebeln vorkommen. Was ja nur für mich blöd ist. Was aber auch zeigt, dass die Varianten nicht so sehr vielfältig oder kreativ sind, wie ich es mir erhofft hatte. Und der dritte Punkt, den ich nicht so glücklich fand, ist Geschmackssache: Mir sind viele Rezepte zu … ja, was? Deftig? Herzhaft? Naja, jedenfalls bleibt bei mir der Eindruck haften, dass die Sardelle auf dem Titelbild schon die geschmackliche Richtung des Buchs darstellt. Wer’s mag, prima. Ich eben nicht.

Ich gebe zu, ich hatte hohe Erwartungen, nachdem ich „Backen für Faule“ gelesen hatte und begeistert war.

Fazit: Mag sein, es gibt eine bessere Zielgruppe als mich

Themen

  • Bequemmacher
  • Salate
  • Suppen
  • Pasta
  • Omeletts
  • Fleisch
  • Fisch
  • Desserts

Cornelia Trischberger : „Kochen für Faule. 100 Rezeptideen“. VERLAG 2013. 16,99 EUR. ISBN 978-3-8338-1579-9.

Vegetarisch für Faule

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Die 100 vegetarische Rezepte sind schnell zubereitet und dabei auch noch ungewöhnlich und kreativ. Für alle, die gern vegetarisch essen, dürfte etwas dabei sein.

Bergeweise Gemüse schnippeln, Hülsenfrüchte über Nacht einweichen und tagelang Sprossen züchten – das gibt’s hier Gottseidank nicht.  Und auch sonst denkt der Autor und Koch sehr gut für die faule Köchin mit. Also auch was für Denkfaule :)

Alle empfohlenen Zutaten (und Convenienceprodukte) sind danach ausgesucht, dass sie möglichst naturbelassen und ohne Geschmacksverstärker sind. Schließlich wollen wir das Essen ja gesund und nahrhaft haben. Von wegen mens sana, Ihr wisst schon… Es gibt auch immer mal wieder einen Hinweis darauf, wo versteckt tierische Produkte lauern könnten – wie in Gelatine, altbekannt, aber auch in Essig, der in Senf enthalten sein kann, und tierische Inhaltsstoffe versteckt.

Ob Rucola-Ziegenkäse-Wrap, Sauerkraut-Tofu-Auflauf, Halloumi-Burger oder Cremetörtchen – alle Rezepte basieren auf vegetarischen Zutaten,  die schnell zubereitet sind. Wie beim Buch „Kochen für Faule“ kommt zwar auch hier der Pürierstab zum Einsatz. Allerdings nicht so unausgewogen häufig. Soll heißen, hier finde ich auch genügend Rezepte, ohne dass ich mir so ein Gerät anschaffen muss.

Die kreative Idee, die mich in diesem Buch am meisten überrascht hat: Vietnamesische Nudelsuppe mit Tofu (normal), Ingwer (normal), Shiitakepilzen (normal) und… Lebkuchengewürz! Wieder was gelernt. Und dass es ein eigenes Kapitel zum Thema „Vegetarisch Grillen“ gibt, finde ich super. Das Buch zeigt: Bequemlichkeit und gesunder Genuss lassen sich vereinen.

Der Autor hat auch „Backen für Faule“ verfasst, das ich sehr mag.

Fazit: Unbedingt! Bekommt einen Dauerplatz im Regal. Oder gleich in der Küche.

Themen

  • Bequemmacher
  • Für den kleinen Hunger
  • Hausmannskost
  • Italienisches
  • Asiatisches
  • Grillen
  • Süßes
  • Faule Menüs

Martin Kintrup: „Vegetarisch für Faule. 100 vegetarische Rezepte“. GU 2013. 14,99 EUR. ISBN 978-3-8338-2627-6.

Kochen – so einfach geht’s

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Zielgruppe sind hier Anfängerinnen und Anfänger in Sachen kochen. Dem geschuldet gibt es zu vielen Kochanleitungen eine Schritt-für-Schritt-Fotoanleitung. Das ist wirklich gut. Viele Klassiker sind wie folgt erklärt: Zutaten, Zubereitungsschritte und fertiges Gericht.

Damit nicht genug: Kann ich erst einmal eine kräftige Suppe kochen, das beste Schnitzel mit knuspriger Panade zubereiten oder eine schaumige Mousse auftischen, dann laden zahlreiche Variationen ein, das Grundrezept mit anderen Lebensmitteln und Aromen abzuwandeln, um immer wieder Abwechslung auf den Teller zu bringen. Das lädt zum Nachkochen ein. Kleine Einschübe liefern die wichtigsten Informationen zu Produkten, Zubereitungsschritten oder zu den Gerichten selbst.

Gewichtig: Rund 1,3 kg zeigt meine Waage an, also nix für die Großstadtnomadin, die ihr Kochbuch immer dabei hat. Doch zum Trost sei verraten: Es gibt auch eine kostenlose App dazu „zum Sammeln aller Grundrezepte“. Löblich. Und auch hier wieder schön: Die Qualitätsgarantie, die GU bei den Kochbüchern gibt: Dreifach getestete Rezepte, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, ehrliche Fotos. Bei enttäuschten Erwartungen soll man gern Kontakt zum Leserservice aufnehmen und bekommt zum selben Thema einen Ratgeber kostenlos. So wie ich es beim Titel „Backen für Faule“ auch schon kennengelernt hab. So gehört Kunden- und Kundinnenservice!

Im Vergleich zu „Backen für Faule“ und „Vegetarisch für Faule“ spricht mich das Buch und sein Stil weniger an, aber es ist aus meiner Sicht auf jeden Fall besser als „Kochen für Faule“.

Fazit: Solide

Themen

  • Suppen und Salate
  • Eier, Kartoffeln, Nudeln und Reis
  • Gemüse
  • Fisch
  • Fleisch
  • Desserts
  • Küchenglossar (u. a. was heißt Dünsten?)

Hans Gerlach: „Kochen – so einfach geht’s. So lernen Anfänger kochen“. GU 2013. 24,99 EUR. ISBN 978-3-8338-3339-7.

 

 

Wobei mir einfällt… gibt’s eigentlich Kochbücher für Zwiebelallergikerinnen…?

 

Augen-Logo Maria

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