Pilze als Verkehrsingenieure

Herbstzeit ist Pilzzeit. Und der Verkehr nimmt nach der Urlaubszeit auf den Straßen auch wieder zu. Und bei der Bahn – auch wenn die gerade nicht streikt…. Ein Fernsehbericht hat mich jetzt drauf gebracht, dass Pilze auch etwas mit Verkehr zu tun haben. Es gibt ein relativ neues Forschungsfeld dazu, hier erzählt aus England:

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Forscherinnen und Forscher haben Pilze auf eine Karte von England platziert, um das Myzel dann wachsen zu lassen. Das Netzwerk, das als Ergebnis zu sehen ist, gleicht fast genau dem Bahnnetzplan der Insel Großbritannien. Nur mit einigen Nebenstrecken mehr, die die Robustheit bei Ausfällen erhöhen. Robustheit, Anpassungsfähigkeit, Selbstorganisation der Pilzmyzelnetzwerke wünscht man sich auch für zivilisatorische Netzwerke wie das Internet oder Verkehrsnetze.

BildKlar, denn der Pilz hat ja dasselbe Ziel wie die Bahn: Etwas transportieren (er transportiert Mineralstoffe, Wasser etc., die Bahn doch eher Güter und Menschen). Nur ist er schlauer, weil er viele Millionen…. Tausdenmillionen… äh… gaaaaaanz viele Jahre Zeit hatte, sich per Evolution eine sehr gute Netzplantechnik anzueignen.

Netzwerktechnik a la Funghi!

Bericht:
www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/perfektorganisiert100.html

Es gibt das Forschungsfeld übrigens nicht nur in England, auch weltweit ist das ein Thema, z. B. in Tokio, wie Ihr hier sehen könnt:

www.livescience.com/8035-slime-mold-beats-humans-perfecting-traffic-networks.html

www.youtube.com/watch?v=GwKuFREOgmo

Augen-Logo Maria

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