Bionik plus Optik = Strukturfarben

Ein Buch hat mich auf das Phänomen aufmerksam gemacht („Wo die Maschinen wachsen„): Strukturfarben. Also Farben, die nicht durch Farbpigmente entstehen, sondern durch Struktur. Bei Flickr könnt Ihr schon mal einen ersten eindrucksvollen Eindruck bekommen:

strukturfarben-img

www.flickr.com/groups/1565129@N22/pool/with/8126053169/#photo_8126053169

Es gibt Farne, Begonien und noch einige andere Arten, die „aus der Art schlagen“ ;-)

Ein paar Details zu einem blau schimmernden Farn aus Malaysia gibt es unter
http://lkcnhm.nus.edu.sg/dna/organisms/details/617

… und wie funktioniert’s?

Einiges zu Farben erklärt www.itp.uni-hannover.de/~zawischa/ITP/botzoo.html, dort gibt es auch einen kurzen Abschnitt zu Strukturfarben.

Ja, gut, ein bisschen was verrate ich hier auch mal:

Normalerweise entstehen Farben durch Farbpigmente, das sind für ganz alltägliche Farben: Chlorophyll, Flavonoide, Karotinoide, Anthozyane, Melanin (ja, genau, daher kommt die Bräune nach dem Sonnenbaden). Die Farbpigmente haben u. a. eine Schutzfunktion, damit der Organismus (Pflanze, Tier, unsere Haut) vor Schäden durch UV-Strahlen geschützt ist.

Strukturfarben bei Pflanzen funktionieren anders, und zwar nach demselben Prinzip wie bei schillernden Käfern oder dem prächtigen Rad beim Pfau. Die Oberflächenstruktur ist hier dafür verantwortlich, dass eine besonders intensive Farbe entsteht. Die Struktur in Nanogröße sorgt dafür, dass das Licht auf eine bestimmte Art und Weise reflektiert wird. Und dadurch entsteht das Irisieren. Phantastisch, auch wenn es einfach nur Physik ist.

Augen-Logo Maria

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