… und so spielen sie noch heute

Computerspiele für Senioren

CoverMoment… für Senioren? Ja, klar! Wieso denn nicht? Da hat man Zeit dazu und genauso viel Spaß wie früher am Automaten in der Pommesbude. Oder vorm Atari oder C64… und es gibt noch mehr Gründe, warum man mit dem Spielen nie aufhören sollte. Man kann das Gehirn durch Computerspiele wie einen Muskel trainieren kann.

Mit geringen Kosten und ohne größeren technischen Aufwand kann man sich Spiele für verschiedenen Geräte besorgen. Rainer Hattenhauer macht in seinem Buch Schritt für Schritt mit den besten Spielen für Silver Gamer vertraut.

Der Aufbau ist durchdacht. Zu Anfang finden sich klar definierte Kriterien, was ein Spiel zu einem „Computerspiel für Senioren“ macht. Dort ist auch kurz dargestellt, wo man positive Effekte erwarten kann (Gehirntraining, Motorik) und wo mögliche Gefahren lauern (Schlafprobleme, Spielsucht).

Neben vielen konkreten Spieltipps stellt der Autor auch die notwendige Technik vor. Dazu gehört die Hardware (PC, Smartphone, Tablet, Konsole). Und dazu gehört die Software jenseits der eigentlichen Spiele (Browser, FlashPlayer), inklusive Risiken (z. B. beim FlashPlayer) und Vorsichtsmaßnahmen (z. B. nur die getesteten Seiten nutzen). Schließlich werden die Spiele mit Preis (Anschaffung und / oder Abokosten, In-App-Käufe) und bei „fetten“ Paketen auch mit Speicherbedarf gezeigt. Sie sind in Kategorien eingeordnet und die ersten Schritte werden sehr gut erklärt, mit Screenshots, Ziffern und erläuterndem Text zu den Ziffern. So gut, dass ich’s sogar sofort verstanden habe (also ich, Maria, gern auch als absolute Nicht-Spielerin bekannt).

Los geht’s mit den Klassikern. Zuerst die Mutter aller Computerspiele: PONG. Und danach folgt noch ein Straßenfeger aus alten Zeiten: Moorhuhn. Danke dafür, Nostalgie kommt auf. Einen Tipp habe ich sofort ausprobiert: Ein Kugellabyrinthspiel für die Feinmotorik. Funktioniert ;-)

Ich gebe einen großen Pluspunkt für die Lesbarkeit: Angenehm große Schrift bei schmaler Textbreite. Neben diesen Textspalten ergänzen am Rand kurze Infos die Hauptinhalte. Dort sind z. B. Ausdrücke erklärt oder Hintergrundinfos platziert. Die Sprache ist ebenfalls leicht verständlich, es taucht keinen unnützen Insiderbegriffe auf.

Super: Schon im Inhaltsverzeichnis ist das Buch bebildert. Das erleichtert den schnellen Überblick.

Noch ein toller Tipp aus dem Buch sind die YouTube-Videos „Senioren Zocken“ – eine immer wieder aktuelle Informationsquelle. Senioren probieren Spiele aus und bewerten sie. Nett.

Fazit: Nicht nur für Senioren!

Themen

  • Gehirntraining: Sudoku, Memory…  digital
  • Knobeln: Puzzeln, Kombinieren
  • Kartenspiele
  • Brettspiele: Mühle, Mensch-ärgere-Dich-nicht…
  • Sprach- und Quizspiele
  • Jump’n’Run
  • Abenteuer-, Rollen- und Stratgiespiele
  • Sport: Formel-1, Fussball, Golf…
  • Eisenbahn- und Landwirtschaftssimulator
  • Musik und Entspannung
  • Multiplayer-Spiele
  • Virtual Reality
  • Let’s Plays und Walkthroughs

Rainer Hattenhauer: „Computerspiele für Senioren. Rein ins digitale Vergnügen!“ Rheinwerk 2018. 19,90 EUR. ISBN 978-3-8421-0513-3.

Augen-Logo Maria

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