Essenz der SEACON 2012

Was bisher geschah…

… werdet Ihr jetzt erfahren. Und damit es nicht sooooo lange dauert, bis Ihr es hier lesen könnt, hab ich das einfach mal als Fotoserie meiner Mitschriften eingestellt. Wer mehr wissen will, muss nächstes Mal schon selbst zur Konferenz kommen! Außerdem ist das so ja auch viel authentischer ;)

Mein persönlicher Satz, den ich von der Konferenz mit nach Hause nehme: „Scheitern ist eine Option“ oder – technischer ausgedrückt: Fehlertoleranz, insbesondere auch im Umgang miteinander :-)

Montag (Software Engineering)

Keynote am Montagmorgen über „Soziotechnische Systeme“: Hier ging es darum, dass der Mensch selbst Teil des Systems werden kann (oder sollte). Das bedeutet, dass er nicht als Bediener oder Nutzer außen das System bedient, sondern innerhalb des Workflows z. B. Daten einbringt (vgl. Dan Jenkins). Es gibt Situationen, in denen der Mensch Informationen mit Hilfe seines enormen Kontextwissens besser, verlässlicher und schneller ins System geben kann als das mit Automatisierung möglich wäre. Das erklärte Frank Winkenwerder in seinem Vortrag Containerumschlag: Großgeräte, IT, Automatisierung und soziotechnische Systeme.

Aus der Ausstellung: e-Buch DSDM Atern („…sowas Ähnliches wie Scrum, nur anders.“) gibt es unter www.dsdm.org/Ebooks/DSDM_Atern_Taschenbuch.

Der Vortrag Agile Management Innovations – Veränderung auf Organisationsebene von Bernd Schiffer ist schuld; eigentlich wollte ich doch gar nicht soviel mitschreiben. Nun gut, watt mutt, dat mutt, wie man im Norden so sagt…

(6 Seiten PDF)

Tipps aus dem Vortrag:

Über die Innovationsmethode Design Thinking sprach Andreas Weig.

(2 Seiten PDF)

Dienstag (Software Engineering)

Bastiaan Harmsen stellte „implizite Verträge im Umgang miteinander“ vor und baute lernförderlicherweise auch gleich eine Praxisübung ein.

(2 Seiten PDF)

7 Dinge, wie man gute Teams großartig macht, versprach Sven Peters vorzustellen. Auch wenn Manches davon interessant war, kam es doch eher rüber wie eine Werbeveranstaltung von Atlassian, die in Australien und den USA sitzen. Einiges dürfte in Deutschland schon aus rein rechtlichen Dingen (Datenschutz etc.) nicht machbar sein.

(4 Seiten PDF)

Fast Feedback, Queue Management & Lean – Kanban als Geschäftsvorteil von Markus Andrezak, die Keynote am Dienstag, war eins der absoluten Highlights auf der Konferenz. Unterhaltsam, fundiert, mit vollem Einsatz.

(2 Seiten PDF)

Literaturtipps

  • „Lean Startup“ von Eric Ries
  • „Great by Choice“ von Jim Collins (dt: „Oben bleiben. Immer“, wenn ich mich nicht irre)

Die Fishbowl: Jenseits Agilität und Softskills: Was verhilft Projekten zum Erfolg? war kurz gefährdet, weil Klaus Marquardt leider krank war. Gottseidank sprang Holger Koschek ein. Und dann wurde es durchaus interessant.

Beim Pecha Kucha von und mit Kim Nena Duggen, Holger Breitling, Uwe Beßle, Peter Friese, Moritz Avenarius kam ich leider etwas spät. Cool war’s trotzdem, vor allem die Königsgeschichte über die App von Prinz Protz und seinem neidischen königlichen Freund. Der wollte auch so’ne tolle App haben und schafft es am Ende natürlich… mit Hilfe eines findigen Beraters. Das würde ich gern nochmal sehen! Leider hab ich davon keine Mitschrift und auch sonst nix. Eins weiß ich aber noch, er war’s: Peter Friese.

Vom Pecha-Kucha-Slot „Die Stadt ist unsere Fabrik – Das Fab Lab auf St. Pauli als urbane Lernfabrik“ von Moritz Avenarius gibt es dann wieder eine (Mini-)Mitschrift:

Wenn nur die Chefs nicht wären – Impressionen aus einem agilen Unternehmen“ von und mit Winald Kasch und Martin Comfort. Ein Unternehmen, in dem die Mitarbeiter (fast, wirklich fast) alles entscheiden dürfen. Ein radikaler Partizipationsansatz unter den Führungstechniken.

(2 Seiten PDF Mitschrift + 1 Seite Bild vom OpenSpace)

Mittwoch (Architekturtag)

Die Keynote am Mittwoch: Kennt Ihr Frank Buschmann? Ein Mann wie ein Rasenmäher (in dem Vortragsraum gab’s zwei Leinwände, und er lief immer von rechts nach links, nach rechts und wieder nach links…), aus dem Ruhrgebiet, ohne Punkt und Komma, aber immer mittendrin. Der Architektenausbilder stellte die „Sieben Geheimnisse erfolgreicher Software-Architekten“ vor.

(4 Seiten PDF)

Tipps

Die Vermessung der Welt. Überlegungen von Ralf Hofmann darüber, wie man komplexe Software-Systeme bewertet und beurteilt. Auftraggeber sind dann daran interessiert, ein Unternehmen aufzukaufen bzw. haben es schon gekauft und wollen nun wissen, was es wert ist. Insgesamt und im Speziellen (Wert der IT dieses Unternehmens).

Und kennt Ihr vielleicht Ralf Westphal? Die Konferenzteilnehmer/innen offensichtlich, denn der Saal war übervoll. Hinten standen sie sogar! Worum ging es? Um Softwarestrukturen für agiles Vorgehen. Kernaussage: Back to the roots, EVA (Eingabe – Verarbeitung – Ausgabe), andernorts auch schon als „Durchstich“ im „Walking Skeleton“ bekannt.

(4 Seiten PDF)

NoSQL – Dinge, die ein Architekt beachten sollte von Halil-Cem Gürsoy hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Es gab keine handfesten Infos für mich, eher eine Aneinanderreihung von NoSQL-Produkteigenschaften, ohne rechten roten Faden. Schade. Tiefer in das Thema reinzuschnuppern hatte mich wirklich interessiert. Zu allem Überfluss hat er auch noch heillos die Zeit überzogen.

(2 Seiten PDF)

Tipps

Da war der Überlick über Architekturbewertung entschlüsselt – Kerntechniken für den nötigen Überblick, verbesserte Zielorientierung und Zusammenarbeit von Stefan Toth schon wesentlich interessanter. Mal wieder gab es jede Menge Spaghettiarchitekturdiagramme zu bewundern, altes Thema, immer aktuell…

(4 Seiten PDF)

Der richtige Zeitpunkt für Innovation von Christian Rusche war genau das Richtige für den letzten Vortragsslot der Konferenz. Der Schweizer hat – entgegen der sonst eher als behäbig geltenden Mentalität der Eidgenossen – einen sehr wachen Vortrag darüber gehalten, wie er als Geschäftsführer den Markt im Auge behält und was er sonst noch tut, um für sein Unternehmen vielversprechende Innovationen zu bekommen. Besonders nett fand ich, dass er aus allen funktionierenden Ideen auch einige ausgewählt hat, die nicht funktioniert haben. Und zwar nur solche, wo er selbst die Idee hatte: „Sie ahnen es… Das war meine Idee. Das war ein Flop.“ Sehr sympatisch. Hmm… vielleicht ist es doch ganz cool, in der Schweiz zu arbeiten?

(5 Seiten PDF)

Im Vortrag empfohlene Werkzeuge:

Mehr davon?

Weitere Slides und Inspirationen von der Seacon 2012:

Fortsetzung folgt… im nächsten Jahr, auf der nächsten Konferenz!

Augen-Logo Maria

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