Kreislaufwirtschaft
Heiß begehrte Metalle wie Kobalt, Nickel, seltene Erden sind schwer zu finden und abzubauen. Per Bergbau kann man sie erschließen, zerstört dabei jedoch Landschaften. Das ganze Grün wird weggebuddelt oder böse beschädigt. Es verbraucht unglaublich viel Wasser und setzt dann noch Schadstoffe frei. Na toll.
Nickel macht Pflanzensaft blau.
(© Benoit Henry/ CC-by-sa 4.0)
Pflanzen als Bergleute
Hyperakkumulatoren sind spezialisierte Pflanzen, die Metalle aus dem Boden über die Wurzeln aufnehmen. Diese Pflanzen kann man ernten, verbrennen und aus der Asche die Metalle herausklamüsern. Sie wachsen auch auf metallbelasteten Böden, was sie ökologisch umso interessanter macht. Bodensanierung mit Rohstoffgewinn, das ist doch mal was!

Röntgenfluoreszenz von Sämlingen des Hyperakkumulators Alyssum murale. In den grün gefärbten Bereichen ist Nickel angereichert. (Bild © van der Ent et al. 2017/ New Phytologist)
Also: Grün nutzen statt verschmutzen
Aber…
Es gibt noch einen Pferdefuß: Wirtschaftlich ist das noch nicht ganz so interessant. Der Ertrag ist pro Fläche gering und nicht konkurrenzfähig mit herkömmlichen Methoden.
Start-ups sind dran, forschen, probieren, züchten. Wieder so ein Ding, was mir Hoffnung für die Zukunft macht.
Mehr Infos:
de.wikipedia.org/wiki/Phytosanierung#Phytomining
www.scinexx.de/dossier/pflanzliche-metallsammler
Maria