Medizintechnik: Erstes deutsches Exoskelett geht in Serie

Muskel- und Skeletterkrankungen (MSE) sind für 23 % aller Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland verantwortlich und führen laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jährlich zu geschätzten 10 Milliarden EUR Produktionsausfall sowie 17 Milliarden EUR Ausfall an Bruttowertschöpfung.

Ursachen für MSE sind vor allem körperliche Fehlbelastungen beim Heben und Tragen. Um das Risiko von Überlastung zu verringern und gleichzeitig die Produktivität zu erhöhen, sind Mensch-Maschinen-Systeme wie Exo- oder Außenskelette ein Lösungsansatz.

Anwenungsbeispiel

Das gute Stück, das jetzt in Serie geht, heißt Cray X.

Cray X wird wie ein Rucksack getragen und mit Gurten an Brust, Rumpf und Oberschenkeln auf die jeweilige Trägerin oder den Träger eingestellt. Über den Hüftgelenken sitzen dann zwei Elektromotoren. Sind etwa schwere Bauteile von einer unglücklichen Position aus aufzuheben, ziehen die Motoren den Oberkörper aus der Beugung wieder hoch. So wird die Muskelanspannung im unteren Rücken um 30-40 % reduziert. Das wurde durch Elektromyografie-Messungen ermittelt. Gesteuert wird das brave Gefährt über eine Smart Watch.

Cray X wiegt momentan 7,9 kg. Um den Tragekomfort ihres Exoskeletts und damit auch die Akzeptanz der neuen Technologie zu steigern, investiert German Bionic Systems (GBS) weiter in die Miniaturisierung und in besonders leichte Werkstoffe wie Karbon.

Da bin ich ja mal gespannt…

Mehr Infos:
https://www.maschinenmarkt.vogel.de/erstes-deutsches-exoskelett-geht-in-serie-a-675921/

Augen-Logo Maria

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