Vorstellungsgespräch ergattert? Neu im Job?
Rezension
Praxismappe für das überzeugende Vorstellungsgespraäch
Die ersten 100 Tage im neuen Job
Praxismappe für das überzeugende Vorstellungsgespraäch

Der Untertitel „Das persönliche Coachingprogramm…“ scheint mit etwas hoch gegriffen.
Trotzdem: Das Buch ist gut.
Es spornt die Leserin durch kurze Fragen und Freizeilen an, sich selbst Gedanken zu machen
und die eigenen Argumente oder Fähigkeiten aufzuschreiben.
In den Spielregeln erklären die Autoren, dass die Bewerberin
im Gespräch eine Art Prüfungssituation erlebt und wie sie sich darauf vorbereiten kann.
Dazu gehört die Auflistung der Hauptfragen,
die gestellt werden.
Durch geschickte Dramaturgie gelingt es den Autoren auch in diesem Abschnitt,
die Leserin erst einmal zum Nachdenken zu bringen,
bevor sie Erfahrungswerte anbieten.
Genau das ist ja auch in der wirklichen Situation gefordert:
Selbst schnell zu denken und überzeugend zu antworten.
Vieles, was in Bewerbungsgesprächen Angst machen kann,
ist mit Kenntnissen über sich selbst, aber auch über
Antwortmöglichkeiten, leichter zu meistern.
Schon das Wissen darüber, welcher „Wertebereich“
für bestimmte Fragen Erfolg versprechend ist,
kann gewaltig entlasten.
Selbst Personaler erwarten keine Supermenschen.
Für die notwendige Selbstanalyse stellen Hesse und Schrader
genug Handwerkszeug zur Verfügung:
Fragen zur Selbstreflexion, mögliche Antwortvorschläge,
Grafiken zur Veranschaulichung, Listen etc.
Die Kleidungsfrage beschäftigt jede Bewerberin.
Dazu gibt es auch Anhaltspunkte von den Experten.
Hintergrundinformationen wie Fragetypen, typischer Ablauf eines Vorstellungsgesprächs
oder Faktor Körpersprache helfen,
die Situation einzuschätzen.
Inhaltliches wie Fragen speziell an Frauen,
an Ältere, Hochschulabsolventinnen, Arbeitslose und Führungskräfte
können in Ruhe überdacht und beantwortet werden,
wenn frau sie frühzeitig kennenlernt – z. B. durch dieses Buch.
Als wichtiger Punkt taucht die Nachbereitung auf:
Nicht Zurücklehnen ist angesagt, sondern Aktivität.
Unter Umständen wird frau zum zweiten Gespräch eingeladen.
Dort geht es dann vielleicht um Gehaltsverhandlungen.
Dieses wichtige Thema behandelt die Praxismappe ausführlich.
Als computer- oder naturwissenschaftliche Profis sollten wir damit umgehen können:
Frustrationstoleranz. Die braucht frau auch bei Absagen.
Schön, dass das Buch dies thematisiert.
Fazit: Brauchbar, auch wenn die Zielgruppe weit gesteckt ist.
Themen:
- Erfolg = Motivation + Persönlichkeit + Kompetenz
- Fragen im Vorstellungsgespräch
- Ausfragetechniken
- Gesprächsablauf im Einzelnen
- Gute Antworten auf schwierige Fragen
- Körpersprache
- Anreise
- Nachbereitung
- Gehaltsverhandlung
- Frustrationstoleranz: Absagen
- Merksätze
Jürgen Hesse, Hans Christian Schrader:
„Praxismappe für das überzeugende Vorstellungsgespräch.
Das persönliche Coachingprogramm mit zahlreichen Übungen und Beispielen“.
Eichborn 2003. 15,90 EUR. ISBN 3-8218-3873-6
Die ersten 100 Tage im neuen Job

Leider ist die Zielgruppe des Buches sehr weit gefächert.
Vielleicht ist es eine Anregung für die Autoren,
dies als Reihe für verschiedene Berufe anzugehen.
Also Informatikerinnen, Hochschulabsolventinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen,
Projektleiterinnen etc.
Pluspunkt des dünnen Bändchens sind die Anregungen, Checklisten und Tipps.
Die praktischen Beispiele sind zwar sehr allgemein, aber trotzdem hilfreich.
Positiv aufgefallen ist mir auch der Abschnitt über den Berufseinstieg von Müttern.
Weniger gelungen sind die Problembeschreibungen,
denen Lösungsvorschläge fehlen. Nett, Problem erkannt, hab ich ja vielleicht selbst gerade.
Aber wie gehe ich damit um?
Wie verhalte ich mich? Was kann ich tun, es zu ändern?
Diese Fragen sollten beantwortet werden!
Als Besonderheit liegt eine CD-ROM bei.
Darauf sind die Checklisten, Work Sheets und ein paar Tipps.
Das ist praktisch, wenn frau nichts gegen noch eine Installation einzuwenden hat.
Fazit: Brauchbar und schnell lesbar, was wichtig ist,
da naturgemäß das Interesse nach 100 Tagen nachlässt ;-)
Themen:
- Eigene und fremde Erwartungen
- Ziele
- Die neue Umgebung
- Eigene Stärken und Schwächen
- Motivationstipps
- Umgang mit Druck
- Unsicherheiten und Ängste
- Bilanz und Ausblick in die berufliche Zukunft
Silke Schubert, Thomas Zimmermann:
„Die ersten 100 Tage im neuen Job.
Der Neuling im Rampenlicht: Darauf achten Chefs.
Einsteiger und Umsteiger: Rechte, Pflichten, Chancen.“.
Haufe 2003. 16,80 EUR. ISBN 3-448-05358-9.
Mit CD-ROM.
Maria
von Maria





















Svenja Hofert behandelt in dem A4-großen Band wirklich Außergewöhnliches. Einige Beispiele wirken wie frisch aus der Werbeagentur – nicht gerade seriös…
Noch ein Ratgeber von Svenja Hofert. Leider nicht besonders gut. Online-Bewerbungsformulare erklären sich größtenteils von selbst. Bei den Email-Bewerbungen stellt die Autorin zwei Emailprogramme vor, das dürfte eher für Nicht-Informatikerinnen interessant sein. Bei den Datei-Anhängen steht rtf vor pdf, auch nicht ganz gelungen. Das Scan-Kapitel ist für Unerfahrene hilfreich, das Powerpoint-Kapitel… Nein. Nicht nur, dass ich die Akzeptanz dieser Art der Bewerbung anzweifle. Es sind auch sachliche Fehler drin: Zu einer Folie mit Serifen-Schrift gehört ein Beschreibungstext, der behauptet, es gäbe keine Serifen. Hmpf. Soll ich noch erwähnen, dass es eine Anleitung gibt, um mit Word eine Bewerbungshomepage zu erstellen? Auch die Design-Beispiele haben mich nicht überzeugt.
Marion Grünberg hat auf 160 Seiten genau das abgehandelt, was der Titel verspricht und die Leserin erwartet. *freu*
Ein schönes Buch. Gut für’s Sofa und Tee mit Schokolade.
Auf 111 Seiten reißt die Autorin Outfit, Umgang mit Chef und Kollegen, Kommunikation und Geschäftsessen kurz an. Im Großen und Ganzen sind die Tipps gut einsetzbar. Leider bleibt Petra Begemann aber an der Oberfläche. Viel Neues habe ich in den ersten Kapiteln nicht gelernt. Dass frau sich im Unternehmen an die dortigen Gepflogenheiten anpasst, ist eine Binsenweisheit. Dennoch kann es sich lohnen, mal einen Blick in den Knigge zu werfen.
Typische Probleme beim Führen stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Dabei geht es jedoch nicht um 08-15-Ratschläge, nach denen die Chefin vorgehen soll. Vielmehr listet der Autor zu jedem Problemfall ein paar Fragen und Anregungen für deren Beantwortung auf. Damit hat frau das Rüstzeug, um selbst auf die optimale Lösung zu kommen.










