Deine bessere Hälfte
Linkshänder:innen wissen es meist nur zu gut: Seitigkeit spielt in unserem Leben eine größere Rolle, als den meisten bewusst ist. Das gilt für Händigkeit, aber auch andere Vorlieben für eine Körperseite.
Rechtshänder:innen und Linkshänder:innen unterscheiden sich nicht nur in ihren physischen Fähigkeiten, sondern auch mental, denn ihre Gehirne arbeiten unterschiedlich. Je nach Händigkeit wird das Gehirn nämlich unterschiedlich beansprucht. Die Autorinnen beschreiben auf unterhaltsame und lehrreiche Weise, was genau dahinter steckt. Warum eine Körperseite bei uns dominant ist und warum wir beide Seiten stärken sollten. Und was das für das eigene Leben bedeutet.
Einige Selbsttests, Übungen und viele Anekdoten erlauben einen ganz eigenen Blick (bei mir bevorzugt mit dem linken Auge) auf die eigenen körperlichen Fähigkeiten und die anderer Leute.
Besonders lebensnah: Hier lernt man auch, wie man mit der linken Hand ohne umständliche Verdrehen schreiben kann (nicht nur in Spiegelschrift…). Gelernt hab ich noch mehr, nämlich dass bei Zwillingen oft eins der Babys rechts- und eins linkshändig ist. Und… ach nein, lest doch selbst.
Händigkeit beim Nachwuchs
Hinweise und Tipps, wie man dem eigenen Kind eine falsche Händigkeit beim Schreibenlernen erspart bleibt. Vorsicht, Falle! Denn manche linkshändige Kinder erscheinen durch Abgucken in der Familie rechtshändig.
Die Autorinnen
Christiane Stenger entsperrt ihr Smartphone mit links, wendet Pfannkuchen mit rechts. Schreibt auch mit rechts. Sie ist „Gedächtniskünstlerin“, Moderatorin und spricht. Mit 17 veröffentlichte sie ihr erstes Buch, das ein Bestseller wurde (Thema: Gedächtnistraining).
Antje Tiefenthal sollte als Kind immer die schöne Hand nehmen. Bis die Grundschullehrerin aufgab. Seitdem schreibt sie (gern) mit links (vor diesem Buch mit einer suboptimalen Handhaltung). Tomatensalat schnippelt sie mit rechts. Sie ist Journalistin und lebt in Berlin.
Fazit: Fundiert, lustig, mit Sachen zum Ausprobieren. Toll auch für Eltern vor der Einschulung!
Themen
- Jonglieren
- Musizieren
- Sauklaue
- Schreibenlernen (Übungsvorlagen für links)
- Butrophedon (fair schreiben)
- Zusammenhang? Händigkeit und Charakter
- Klatschen (Bei Müller hats gebrannt-brannt-brannt…) und andere Motorikspiele
- Sport
- Life Kinetik
Christiane Stenger und Antje Tiefenthal: „Deine bessere Hälfte. Warum wir Rechts- oder Linkshänder sind und was das für unser Leben bedeutet“. edel 2018. 16,95 EUR. ISBN 978-3-8419-0606-9.
Maria

Zum Einstieg ein Zitat aus dem Buch: „Was ist die Liebe zur Natur? Der Naturfilmer David Attenborough hat es sinngemäß so ausgedrückt: Wer beim Gesang einer Amsel etwas empfindet, weiß es schon. Und allen anderen kann man es nicht erklären.“ So wahr. So schön.
Nette Idee: Zeichnungen helfen beim Singen (lernen). Das stabile Pappbilderbuch enthält 12 klassische Weihnachtslieder, 8 davon haben über den Melodien (Notenlinien) z. B. kleine Schneeflocken, Glocken, Vögel oder Engelchen. Das Auf und Ab der Figuren soll der Melodie entsprechen: Große Figuren bedeutet langer Ton, kleine bedeutet kurzer Ton. Die „Flughöhe“ deutet die Tonhöhe an.



Verbindet man beim Lernen Feinmotorik, geistiges und kreatives Tun, fördert dies das ganzheitliche Lernen. Und es macht Spaß!





Wahrscheinlich kennst Du das: Du gehst einen alten Wald, es ist dunkel, mystisch. Wie im Urwald. Wälder faszinieren uns Menschen.
Das Buch hilft auf jeden Fall dabei. Man bekommt einen schärferen Blick für außergewöhnliche Waldmotive, lernt Lichtstimmungen und Farben zu sehen und einzufangen. Durch Bildbearbeitung können schließlich die Ergebnisse noch intensiver werden. Auf dem Weg von der Bildidee über erste Erkundungen „on Location“ bis hin zur Aufnahme und Nachbearbeitung nimmt das Buch Schritt für Schritt die Leser:innen mit.
Die beiden Autor:innen fotografieren offensichtlich leidenschaftlich gern.
Nach der Lektüre dieses Buches werden die fotografierten Waldlandschaften dann vielleicht endlich öfter aussehen wie in natura – OK, Ausprobieren und Üben gehört da auch noch dazu…





Montags im Web: Das „


Besonders fein sind Drachen aus Seide. Es geht aber natürlich auch Papier, nur sollte das einigermaßen reißfest sein. Die Holzleisten müssen leicht und stabil genug sein. Als Drachenschnur wird klassischerweise eine Nylonschnur genommen – die reißt nicht so leicht.
„Ich bin für eine Weile nicht auf dem Planeten. Zurück im Mai“ lautet die Abwesenheitsnotiz von Samantha Cristoforetti. Sie ist mal eben weg, für 200 Tage auf der ISS. Bis die Ingenieurin und Pilotin endlich im Orbit ankommt, war es allerdings ein langer Weg. Sehr lang.