V – Das weibliche Geschlecht

Das Buch ist nix für Verschüchterte – da wird schon sehr offen und auch mal frech formuliert. Gegen Männer? Nein, nur gegen dumme Vorurteile und Klischees.
Worum geht’s?
Für Viele ist das weibliche Geschlechtsorgan leider immer noch ein schambehaftetes Areal, dessen Existenz am liebsten im Verborgenen gehalten werden sollte und dem die passive Rolle beim Sex zugeschrieben wird.
Die Vulva wurde viel herumgeschubst, ihr wurden im Laufe der Zeit mehr gegensätzliche Eigenschaften und Fähigkeiten nachgesagt, als sie Nervenenden besitzt. Das muss sich ändern!
Die Autorinnen kämpfen für mehr Akzeptanz. Sie schaffen mit ihrem Buch ein positives Bewusstsein für das weibliche Geschlechtsteil und Geschlecht. Dabei räumen sie endlich und gründlich mit alten, meist von Männern geschaffenen Vorurteilen auf.
Wie kam es geschichtlich dazu, dass die Vulva mit so viel Scham behaftet ist? Wie funktioniert sie? Und – mal ehrlich – WAS GENAU ist eigentlich die Vulva….?
Wieso ist weibliche Sexualität im gesellschaftlichen Bewusstsein ein zweischneidiges Schwert, das nur zwischen Schlampentum und Frigidität unterscheidet – oder bestenfalls einfach gar nicht zur Sprache kommt?
Mit einem Plädoyer dafür, angesichts all der Penis-Kritzeleien auf öffentlichen Toiletten längst überfällige Ergänzungen vorzunehmen: Eine (vielleicht doch ernst gemeinte) Anleitung, wie man eine Vulva kritzelt. Also sogar zwei, weil die sich ja unterscheiden, da würde ein Beispiel doch zu wenig sein. Ha!
Mit viel Witz, Charme und gnadenloser Offenheit, etwas rotzig (aber nie unter der Gürtellinie – Wortspiel…) zeigen die beiden Ladys hier, welch wunderbares Körperorgan jede Frau besitzt. Der Stil gefällt mir, z. B. im Abschnitt zum Tragen „freizügiger“ Kleidung (die es mir nur bei Frauen und Mädchen zu geben scheint…): „Wie paradox und unangenehm ist das denn, bitte?“
Humorvolle und naturgetreue Illustrationen, Interviews, Meinungsumfragen (nicht repräsentativ, dafür erhellend), Zitate und Fakten begleiten die Leser:innen vom Vorwort bis zum Literatur-, Filmtipp- und Linkverzeichnis.
Leider muss ich einen herben Abzug in der B-Note geben: Hell türkisfarbene Schrift auf weiß, wer soll das entspannt lesen können? Meine Augen nicht, das geht doch besser! :-)

Mein Lieblingskapitel? Alle! Und außerdem das Kapitel, wofür sich Mädchen sicher nicht schämen müssen/sollen/(dürfen). Zitat: „Auf den folgenden Seiten findet ihr einige weibliche Probleme, die bitte umgehend aus der Welt geschafft werden müssen. Danke.“
Genau, Danke, Mädels!
Autorinnen
Josefine Britz und Iris Schmitt haben sich beim Studieren von Design- und Kommunikationsstrategie kennengelernt. Eher zufällig haben sie festgestellt, dass sie beide nicht nur unangenehme Erinnerungen an den Sexualkundeunterricht teilen, sondern ein weiteres Talent teilen – offen und ehrlich über vermeintlich Unangenehmes zu reden. Diese Stärke und der persönliche Drang nach einem schamlosen Umgang mit Themen rund um die Vielfältigkeit des weiblichen Geschlechts haben die beiden dazu inspiriert, das Konzept und damit das Buch als gemeinsame Masterarbeit zu schaffen. „V“ ist für beide eine echte Herzensangelegenheit: Mit Humor und Ehrlichkeit das weibliche*diverse Selbstbewusstsein in vielerlei Hinsicht zu stärken. Und das gelingt ihnen doch sehr gut, wie ich finde :-)
Fazit: Mutig, motiviert und sehr, sehr überfällig. Danke dafür!
Themen
- V wie …
- Vielfalt
- Vulkan
- Versuchung
- Verständnis
- Verwöhnen
- Verkehr
- Verhütung
- Vibrator
- Vagina und Vulva
- Anatomie, Phänotypen (wie sieht’s denn nun „richtig“ aus?)
- Haare, Gerüche, …
- Hysterie (oder nicht)
- Schämen (oder nicht)
- Weiblicher Orgasmus
- Selbstbefriedigung
- Menstruation
Josefine Britz und Iris Schmitt: „V – Alles über das weibliche Geschlecht“. südwest 2021. 18,- EUR (D) / 18,50 EUR (A). ISBN 978-3-517-09975-0.
Maria













… er erhielt 45 Dollar für seine Idee. Und die lässt seitdem Millionen Menschen lächeln.
Der Ozean mit den Augen eines Kraken. Spoiler: Recheckig!





Wer hat’s erfunden? Die Australier…
Urbanes Leben, großen Metropole, besondere Plätze bieten viele Möglichkeiten. Alltagsszenen und Augenblicke mit der Kamera festhalten oder kleine Geschichten durch ein Bild erzählen. Auch im unmittelbaren Umfeld, sei es die Kleinstadt, das verschlafene Nest oder der Arbeitsalltag, finden sich für die Straßenfotografie ausreichend Gelegenheiten für authentische und ausdrucksstarke Fotos. Ihre Erfahrungen dazu teilt die Autorin und Fotografin in diesem Buch. Es besteht aus genau 3 Teilen: Einleitung (2 S.), Übungen (191 S.) und Fazit (1/2 S.) – 75 Übungen, um genau zu sein.
Das Sommerstudium in diesem Jahr ist komplett online gelaufen, und war doch auch in Furtwangen und in Freiburg – wie ursprünglich geplant, widergespiegelt in den Grußworten beim Auftakt.
Und so konnte ich mich ganz bequem abends in die Events reinbeamen…
Lernen und gewinnen konnte man hier:


Dort kann man praktischerweise die Hardware auch als Simulation ablaufen lassen, so dass man schnell mal sehen kann, was schon läuft. Da kann man auf Knopfdruck die Werte für die verschiedenen Sensoren einstellen oder „schütteln“, um den Lagesensor anzusprechen. Wenn es denn klappt, wie geplant ;-)


