Schlauer, als du denkst
Ein Sachbuch für Kids über außergewöhnliche Fähigkeiten. „Wer immer noch denkt, Menschen seien die klügste Spezies der Welt, lebt hinterm Mond. Oder unterm Ameisenhaufen.“ Mit dieser Sicht startet das Buch in viele Beispiele tierischer Talente.
Tatsächlich kommt es ganz darauf an, was man unter intelligent versteht. Tiere werden unsere eigenen Intelligenztests nicht bestehen. Das interessiert Lachse oder Kakadus aber auch nicht. Für sie ist es wichtig, wie sie einem gefährlichen Orca oder einem räuberischen Habicht entkommen können.

Dieses Buch erzählt über Bärtierchen, Pfeilschwanzkrebse, Kojoten, Seegurken, Stachelschweine, Vampirfledermäuse etc. Als „ständiger Gast“ taucht die kleine Ameise immer mal wieder auf und möchte was kommentieren. Das ist nett. Mir fehlt dazu am Ende aber ein eigenes, echtes Kapitel über eben diese Ameisenfähigkeiten, die das Tierchen kurz erwähnt.
Die Illustrationen sind schön und absolut passend für die Zielgruppe.

Was mit nicht gut gefällt, ist die Sprache und auch die Stelle, die – vermutlich – falsch übersetzt wurde: Ein Luchs ist keine Wildkatze.
Der Sprachstil drückt für mich eine Sicht auf die kindliche Erfahrungswelt aus, die von oben kommt. Ich kann das schlecht in Worte fassen. Deswegen lasse ich ein Zitat sprechen, zum Thema Gehirn: „Die Todo-Liste deines Gehirns ist ellenlang. Und wenn diese Festplatte kaputtgeht, dann bist auch du kaputt.“ Kaputt? Nunja. Oder es liegt auch an der Übersetzung aus dem Niederländischen.
Fazit: Weitgehend sachlich fundiert und mit atmosphärischen Illustrationen
Lotte Stegeman (Autorin) und Mark Janssen (Illustration): „Schlauer, als du denkst. Von cleveren Ameisen, klugen Kojoten und einem Pferd, das Mathe kann“. Ab 8 Jahren. Rotfuchs 2025. 22,- EUR (Gebunden) / 17,99 EUR (E-Book). ISBN 978-3-7571-0221-0.
Eine klare Empfehlung zum Thema und für mich um einiges besser geeignet ist dieses Buch: Was Tiere denken … – vor allem für Leute, die es lesen und dabei für ihre Kids selbst „simultan-übersetzen“ möchten – sofern dass da überhaupt notwendig ist.
Maria




Skandinavien ist schon wieder weiter als der Rest der Welt…Als Dumbphone bezeichnet man ein einfaches Handy mit einem Minimum an Funktionen. Es kann Telefonieren und SMS-Schreiben, hat oft einen Wecker oder Kalender dabei, darüber hinaus kaum Internet und keine Apps.
Die Idee vom Bürstenbau hat Kristina aufgegriffen und es als Kinderprogramm auf einem Kunsthandwerkermarkt angeboten. (Bei Kinderbespaßung wird ja sonst oft „gemalt“, jedoch kaum „technisch gebastelt“). Das Basteln kam gut bei den Kindern an.



Fünf Jahre lang begleitet ein Fotograf wilde Luchse im Bayerischen Wald. Die Bilder sind sehr schön, zeigen Charaktere und Landschaften, Lebensräume, Morgenstimmung und nächtliches Treiben. Von Begegnungen mit fünf besonderen Luchsen erzählen einfühlsame Geschichten über: Mech, Becher, Stefan, Stummel und Kassandra.
„Das Grand Hotel der Gefühle“ ist ein Buch für Kinder – aber nicht nur. Damit können Klein und Groß aktiv werden. Das Mitmachbuch lädt ein zu Gedanken und Gesprächen über den Umgang mit Gefühlen.




Das Buch ist empfehlenswert. Der Autor ist lebenserfahren, klug, reflektiert und informiert. Ein bisschen fühle ich mich beim Lesen wie die Großnichte, die ihrem Großonkel gern beim Erzählen und Philosophieren über das Leben zuhört. Weil es mir weiterhilft!

Städte lebenswerter, gerechter und widerstandsfähiger machen – geht das? Das geht!