Lust auf Zukunft

Klima-Buchmesse

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Wann? 19. bis 22. Mär 2026 / parallel zur Buchmesse
Wo? Leipzig

Was isses?

Bücher rund um eine gute Zukunft und natürlich das Klima: Romane, die berühren, Jugendbücher, Naturführer, psychologische, philosophische, naturwissenschaftliche, politische Sachbücher.

Die heiße Phase für die Planung des Lesefestivals beginnt im Winter, um das Programm vorzubereiten. In den ersten Monaten des neuen Jahres arbeiten dann viele fleißige Hände an der Planung der Veranstaltungen. Und natürlich ist auf der Leipziger Buchmesse selbst das meiste los, wenn die Diskussionsrunden und Lesungen stattfinden.

Wer macht’s?

„Wir sind etwa 30 ehrenamtlich engagierte Menschen, darunter neun ordentliche Vereinsmitglieder. Zwar haben wir uns in Leipzig gegründet, unsere Mitglieder leben aber in der ganzen Republik und noch anderswo. Wir sind berufstätig oder stecken im Studium, viele von uns haben Familie – also haben wir eigentlich alle genug zu tun. Doch die Klimakrise, gegen die viel zu wenig getan wird, lässt uns keine Ruhe.

Wir alle lieben Bücher und glauben an die Kraft des Wortes: daran, dass wir Menschen uns über Wissenschaft, über Geschichten aktivieren lassen. Bücher können dazu beitragen, die nötigen Veränderungen anzustoßen.

[…] Wir arbeiten freiwillig, selbstorganisiert, dezentral, überaus motiviert – und mit großer Leidenschaft für die Themen Klima und Umwelt im Medium Buch.“

Mehr Infos unter klimabuchmesse.de

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Städtische Naturoasen der Zukunft

Grüne Städte

CoverStädte lebenswerter, gerechter und widerstandsfähiger machen – geht das? Das geht!
Das Buch stellt 13 Städte weltweit vor, von Basel bis Singapur, von Paris bis Wuhan. Hier ist die grüne Transformation bereits in der Praxis angekommen. Das gute Gefühl nach dem Lesen: Überall entstehen innovative, naturbasierte Lösungen, die Klima, Gesundheit und Gemeinschaft stärken. Es lohnt sich, Zuversicht aufzubauen, sich schlau zu machen, aktiv zu werden. Auch wenn es sich manchmal soooo mühselig anfühlt.

Mit fundiertem Wissen aus Stadtökologie, Governance und Partizipation verbindet das Buch Forschung und Praxis zu einem Panorama urbaner Zukunft. Hoffnung inklusive.

Es zeigt, dass Veränderung möglich ist. Nicht irgendwann, sondern hier und heute, wenn Menschen und Stadtregierungen gemeinsam  mit und für die Natur handeln.
Aus Schweizerinnen Sicht geschrieben, jedoch inspirierend für alle. Die große Bandbreite macht Hoffnung und bietet für Jede/n einen Anknüpfungspunkt in der eigenen Umgebung oder Stadt.

Beeindruckt hat mich Melbourne, das besonders große Herausforderungen für besondere Entwicklungen genutzt hat. Und dadurch auch einen besonderen Rückhalt in der Bürgerschaft finden konnte. Oder London: Ein städtischer Nationalpark, wie cool ist das!

Schön zu sehen ist auch der nachhaltige, langfristige Blick: Städte bekommen es hin, auf Jahrzehnte (Jahrhunderte) zu planen, unabhängig von der jeweiligen kommunalen Regierung. Wow. Die meisten Beispiele zeigen schon eine längere Entwicklungsgeschichte und beweisen damit, dass es mehr gibt als politisches Greenwashing und Leuchtturmprojekte, die mehr dem Image als der Transformation verpflichtet sind.

Mannheim ist auch so ein bahnbrechendes Beispiel, und zwar in Sachen Digitalisierung. Hier werden besonders geschickt und umfassend Daten erfasst, die dann tatsächlich auch für künftige Entwicklungen hinzugezogen werden. Stichwort: ClimateView, das u.a. mit Szenarien (interaktiv) von dezentralen Maßnahmen Auswirkungen auf das Stadtklima zeigen kann.

Viele verschiedene Perspektiven beleuchten die 13 Beispiele und Learnings daraus von vielen Seiten, u. a. auf der zeitlichen Dimension: Akute Aktionen < Belange vulnerabler Gruppen mittelfristig gezielt betrachten – langfristige Maßnahmen.

Vergleichstabellen und die Übersicht über Themen-Städte-Projekte erleichtern, bestimmte Aspekte in den Stadtbeispielen schnell (wieder) zu finden.

Nicht so gut: Beim Lesen ermüde ich etwas, da sich vieles doppelt. Und das liegt nicht nur an der guten Idee, sich über verschiedene Perspektiven zu nähern. Knapper im Text, gern mit genauso vielen Verweisen auf andere Kapitel im Buch, würde dem Werk vermutlich noch mehr Publikum finden. Und die Schriftart mit ihren besonderen Schnörkeln zieht zwar Aufmerksamkeit auf sich, hat meinen Lesefluss jedoch leider gebremst. Das hat das Durcharbeiten anstrengender gemacht als nötig wäre.

Besonders für dieses Thema vermisse ich ein Stichwortverzeichnis im Buch.

Themen

  • Soziale Gerechtigkeit, Raumnutzung und Umweltgerechtigkeit
  • Urbane Landwirtschaft & Gärtnern: Nahrung aus der Stadt
  • Wassermanagement, begrünte Gebäude & Hitzemanagement
  • Biodiversität & Naturschutz
  • Bottom-Up-/Top-Down-Aktivitäten
  • Formen der Zusammenarbeit, partizipative Strukturen
  • Multifunktionale Lösungen
  • Adaptive Governance
  • Regulatorische Innovation
  • Demokratiedilemma
  • Wissenstraditionen als Innovationsquelle, indigenes Wissen, Skalierungsstrategien für Partizipation (Bürgerschaft)
  • Kulturelle Anknüpfungspunkte
  • Wirtschaftliche Tragfähigkeit & Ökonomisierungsproblem
  • Gentrifizierung vermeiden
  • Transformationsdynamik und Übertragbarkeit
  • Schattenseiten der Transformation
  • Erfolgsfaktoren

Autorin

Dr. Claudia Acklin (Sozialpädagogik, Journalismus, Design) ist Autorin des Podcasts „Die Natur und die Stadt“ (natureandthecity.ch). Ihre Erfahrung aus 40 Jahren in Medien, Bildung und Politikberatung, fließt hier ein.

Fazit: Umfassend, inspirierend – gerade durch den Beweis der Machbarkeit

Claudia Acklin: „Grüne Städte. Wo die Transformation bereits gelingt“. oekom 2026. 32,- EUR. ISBN 978-3-98726-510-5.

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Projekt: Pop-up Mobilitätswende – bundesweite Sofortmaßnahmen

„Pop-up Mobilitätswende: Weil Kommunen auch schnell können!“

Das Projekt „Pop-up Mobilitätswende – bundesweite Verbreitung von Sofortmaßnahmen“ unterstützt Kommunen und ihre Bewohner:innen dabei, die kommunale Mobilitätswende schneller voranzubringen. Dies geschieht sowohl durch bessere Information als auch durch direkte Beratung zu Pop-up Maßnahmen.

Damit sind Maßnahmen gemeint, die schnell umgesetzt werden können, weil sie keine großen Tiefbauarbeiten erfordern und noch Raum für Anpassungen und Nachbesserungen lassen.

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Ziel des Projekts ist, Möglichkeiten und Vorteile von Pop-up Maßnahmen im Verkehrsbereich auf kommunaler Ebene bekannt zu machen. Die Idee ist, so die kommunalen Mobilitätswende zu beschleunigen.

Kommunen können dabei ihre eigene Attraktivität steigern: Saubere Luft, weniger Lärm und mehr Raum für Rad- und Fußverkehr verbessern die Aufenthaltsqualität für Bewohner:innen und Besucher:innen. Gleichzeitig können Städte und Gemeinden so ihre eigenen Klimaschutzziele schneller erreichen.

Die Devise lautet: Weg vom privaten Pkw, hin zu Bus und Bahn, Rad- und Fußverkehr! So lassen sich im Verkehrssektor ausreichend Treibhausgasemissionen vermeiden.

Auf der Website findet man die Projektbausteine im Detail und auch eine Liste mit aktuellen Projektergebnissen

Mehr Infos:
www.duh.de/informieren/natur-und-umwelt-vor-ort/pop-up-mobilitaetswende

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Rad- und menschenfreundliche Städte in Europa

Film CYCLING CITIES

Auf seiner Tour besucht der Filmemacher verschiedenen Städte… u.a. Paris, Utrecht und Kopenhagen. Er spricht mit denen, die beeindruckende Veränderungen realisiert haben. Und vergleicht auch immer mal mit Deutschland.

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Mir macht der Film Hoffnung. Es ist gar nicht mal so schwierig, unsere Städte menschenfreundlicher zu machen. Oft reicht als entscheidender Schritt ein bisschen Offenheit und Umdenken.

Film auf YouTube (mit Werbeunterbrechungen) / 1:24 h:
www.youtube.com/watch?v=R5jQc1jXLAU

Termin im Ruhrgebiet

Am 8. Mär. 2026 läuft der Film im Kino, mit anschließender Diskussion:
https://nrw.vcd.org/der-vcd-in-nrw/duisburg/filmvorfuehrung-und-diskussion-der-film-cycling-cities-und-was-wir-in-duisburg-daraus-lernen-koennen

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Piepmätze zählen

Stunde der Wintervögel

Krähe mit Walnuss

MeiseNABU und LBV rufen auf, Vögel zu beobachten und die Sichtungen zu melden. Es geht um 1 Stunde, die man investiert, um im Garten, Park, Feld, Wald, Wiese, auf dem Balkon oder vor dem Fenster die kleinen gefiederten Gefährten zu zählen.

 

Wann? 9. bis 11. Jan 2026

Kohlmeise

Jede Beobachtung hilft, die Datenlage zu verbessern. Damit lassen sich dann Tiere und Lebensräume besser schützen.

Mehr Infos:
www.stundederwintervoegel.de

Vögel im Geäst

Amsel unter einem tropfenden Wasserhahn

Wildgänse

Specht
Specht

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Wildes Europa

Rewilding

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Rewilding ist eine Art nachhaltiger Naturschutz, die mir sehr gefällt.

Es geht darum, dass man die Natur sich selbst überlässt. So können natürliche Prozesse übernehmen und Land und Meer formen, geschädigte Ökosysteme reparieren und degradierte Landschaften wiederherstellen. Rewilding ermöglicht also die Wiederkehr der natürlichen Rhythmen der Tierwelt und so wildere Lebensräume mit mehr Artenvielfalt. Nicht nur in Nationalparks.

Mehr Infos

https://rewildingeurope.com/news

https://rewildingeurope.com/what-is-rewilding

https://rewildingeurope.com/category/blog

https://rewildingeurope.com/our-story

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Planet retten und Spaß haben

Etwas machen

… ist das Motto von greenpop:
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Im Jahr 2010 stellte jemand fest, welche negativen Auswirkungen ein nomadischer Lebensstil auf die Umwelt hat.

Nachdem er seine Bedenken eines Abends beim Abendessen mit neun Freund:innen besprochen hatte, beschloss die Gruppe, sich zusammenzuschließen. Sie wollten sich ab sofort für unseren Planeten einsetzen.

Das Ziel

Im September (dem Monat der Bäume) 1000 Bäume in den unterbewaldeten, marginalisierten Gemeinden Kapstadts zu pflanzen.

Sie sammelten Spenden, recherchierten geeignete Pflanzorte, versammelten Gleichgesinnte um sich und die Kampagne nahm Gestalt an. Nachdem der letzte Baum gepflanzt worden war, kehrte die Gruppe zu ihren täglichen Aufgaben zurück. Aber ihre Telefone hörten nicht auf zu klingeln. Benachteiligte Schulen, die von dem Projekt gehört hatten, baten um Bäume, Unternehmen boten ihre Unterstützung an und Einzelpersonen wollten sich als Freiwillige melden.

Misha, seine Partnerin Lauren und ihr Freund Jeremy erkannten, dass es einen anhaltenden Bedarf an einer Organisation gab, die Menschen mit dem Planeten, miteinander und mit sich selbst verbindet, und beschlossen, ihre ganze Energie darauf zu konzentrieren, dies zu verwirklichen.

Und so entstand Greenpop.

Heute konzentrieren wir uns auf nachhaltige städtische Begrünungs- und Waldaufforstungsprojekte, verbreiten Umweltbewusstsein und motivieren Menschen in ganz Subsahara-Afrika, sich für den Umweltschutz zu engagieren.

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Mehr Infos

https://greenpop.org

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Kleiner Mutbringer in Grün

Was wäre, wenn wir mutig sind

Skizze

CoverSeit Jahren kämpfen Menschen um die künftige Bewohnbarkeit unseres Planeten. Luisa Neubauer ist nicht nur durch Fridays for future bekannt, sondern schlicht auch Eine von uns, die wir uns alltägliche Gedanken darüber machen.

Bis heute scheitert die Welt daran, den notwendigen Klimaschutz demokratisch zu organisieren.

Warum passiert nicht mehr, obwohl die wissenschaftlichen Fakten schon lange bekannt sind? Woher kommt die Anti-Klima-Aggression der Rechten? Warum sorgen selbst die sichtbaren Klimakatastrophen nicht für ein gesellschaftliches Umdenken?

Das Postkarten-kleine, grüne Buch erinnert an Gespräche mit der Großmutter, deren Bücherregal (alles nicht so neu…) und führt mal hier- mal dorthin, um weiter zu sehen, was heute abgeht. Oder früher zu heute geführt hat. Die studierte Geographin analysiert die Machtkämpfe hinter der Klimakrise, sie legt die fossilen Wurzeln unserer Demokratie frei und zeigt, wie eine realistische Utopie auf unserem Planeten aussehen kann.

SkizzeIm Interview erwidert Luisa Neubauer auf die Aussage „Mich entmutigt manchmal, dass man irgendwie eh nie ein perfektes Verhalten hinbekommt…“ (freundin 19/2025):

Diese Wiedersprüche im Alltag der Klimakrise kennt jeder, die müssen wir annehmen.
Lieber erlebe ich endlos viele Menschen, die sagen ‚Ich kann nicht alles machen, aber ich kann etwas machen‘, als auf drei Leute zu warten, die mit einem Heiligenschein alles richtig machen. Schon der kleinste Schritt kann ein Anfang sein.

Dieses Buch ist ein Aufruf, zu tun, was man kann – zu intervenieren und unsere ökologischen Grenzen zu verteidigen. Eine Einladung, den Krisen in die Augen zu schauen. Die Erfolge nicht zu übersehen, die sich wandelnde Stimmung und das Bewusstsein wahrzunehmen. Und ein Plädoyer für die Hoffnung.

Zitat:

Bislang bestand der Erfolg der politischen Ökologie darin, die Menschen in Panik zu versetzen und sie gleichzeitig aus Langeweile zum Gähnen zu bringen.“

(Nikolaj Schultz und Bruno Latour)

Dies lässt sich ändern. Und das Buch trägt dazu bei. Es ist stellenweise auch sehr stimmungsvoll. Leicht nachzuvollziehen. Kurz ;-) Und offensichtlich inspirierend, siehe die Scribbles, die ich beim Lesen gemacht habe.

Fazit: Pageturner… denn erstmal bekomme ich ein Update, wo es gerade schief läuft. Puh ich wollte doch Mut finden. Am Ende finde ich Bestätigung in einem diffusen Gefühl des „… kommt-langsam-aber-gewaltig“.

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Themen

  • Hoffnung in der Krise
  • Das Bücherregal meiner Großmutter
  • Bequeme vs. unbequeme Hoffnung
  • Alpen
  • Sturm
  • Menschen
  • Mathematisches Missverständnis
  • Fossilität
  • Walden
  • Kollabierende Versprechen
  • Was jetzt?
  • Routinen helfen
  • Widersprüche aushalten
  • Besser etwas als perfekt
  • Ethische Neubestimmung: Vorstellungskraft erweitern
  • Zeichen einer neuen Phase am Horizont
  • Synergien
  • Gemeinschaft suchen & finden

Luisa Neubauer: „Was wäre, wenn wir mutig sind“. rororo 2025. 13,- EUR. ISBN 978-3-499-01496-3.

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Sommerthema Taupunkt

Info: Was, wie, warum

Tautropfen auf Blättern und Grästern

Taupunkt und Schwüle

Wird aus Hitze Schwüle, wird es unangenehm. Man fängt an zu schwitzen, bevor man überhaupt den ersten Schritt getan hat. Was macht den Unterschied, ob wir durch eine Wand aus warmer Suppe laufen oder selbst bei hohen Temperaturen den Tag noch als angenehm empfinden? Das zeigt sich am Taupunkt.

Was ist die Taupunkttemperatur?

Die Taupunkttemperatur ist die Temperatur, bei der die Luft so weit durchfeuchtet ist, dass der Wasserdampf in dieser Luft kondensiert, d. h. zu Wasser wird.

Stellen wir uns vor, die Luft sei ein Schwamm. Je wärmer es ist, desto mehr Wasser kann der Schwamm aufnehmen. Irgendwann ist der Schwamm so voll, dass nix mehr reingeht.

Wenn die Luft abkühlt, erreicht sie einen Punkt, an dem sie nicht mehr in der Lage ist, all das aufgenommene Wasser als Dampf bei sich zu halten. Dieser Punkt ist der Taupunkt. Erreicht die Luft den Taupunkt, kondensiert Wasserdampf : Als Tau auf der Wiese oder als Nebel in der Luft – alles, was die übersättigte Luft umgibt, wird feucht.

Welcher Taupunkt „macht es“ schwül?

Der Mensch empfindet Schwüle typischerweise ab einer Taupunkttemperatur von etwa 16° bis 18° Celsius.

Bei einem Taupunkt über 20° Celsius fühlt sich die Luft für die meisten sehr unangenehm und drückend an.

Bei einem Taupunkt über 24° Celsius spricht man von extremer Schwüle. Das ist genau das Wetter, bei dem man nach ein paar Minuten bereits das Gefühl hat, aus einer überwarmen Dusche zu kommen, so sehr schwitzt man.

Warum ist das so?

Der menschliche Körper reguliert seine Temperatur hauptsächlich durch Schwitzen. Wenn der Schweiß auf der Haut verdunstet, kühlt dies den Körper.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit = bei einem hohen Taupunkt kann der Schweiß nicht (so leicht) verdunsten, weil die Luft bereits gesättigt ist. Dadurch bleibt die Körperwärme „gefangen“, und wir empfinden die Hitze als besonders belastend.

Wetter-App mit Taupunkt

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Der Deutsche Wetterdienst informiert in seiner WarnWetter-App (DWD Vollversion, d. h. 1xlig 2,49 EUR – Stand Sommer 2025) u. a. auch über den Taupunkt. Sehr praktisch, denn die anderen Wetterdienste und Wettervorhersagen verschweigen diesen fast immer.

Mehr Infos

Artikel „Wetterindikator Taupunkt“ (hier in der ZEITUNG, mit Grafik ;-) und: Taupunkt im Winter)

www.blick-aufs-wetter.com/wetterkanal/wetterwissen/taupunkt-und-schwuele

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Tunja: There is not planet B

Alles verändert sich

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Wie jedes Jahr zu Beginn des Sommers geht Tunja in die Stadt und kauft sich ein Buch. Auf der Rückfahrt schläft sie im Zug ein. Sie verpasst ihre Haltestelle und fährt bis zur Endstation. Nun muss sie nach Hause finden! Sie wird begleitet vom Gecko Flummi, einem Flamingo, dem Rochen Manta und dem Ferkel Oink. Auf ihrem Weg zurück nach Hause finden sie überall Müll – im Meer, Müllhalden, dazu qualmende Industrieanlagen, eine Welt voller Autos und brennende Landschaften.

Zusammen beschließen am Ende alle, die Natur von all dem Müll zu befreien. Und dann versteht man auch den Namen: Tunja = Tun, ja!

Fazit: Geeignet für Kleinere, wenn sie zusammen mit Erwachsenen das Abenteuer erleben und über die Geschichte sprechen können.

Laïla Koubaa und Inge Bogaerts: „Alles verändert sich“. Bilderbuch. Ab 4 Jahren. Carl-Auer Kids 2025. 22,- EUR. ISBN 978-3-96843-062-1.

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ChatGPT und Umwelteinfluss

Nicht so schlecht, wie ich dachte…?
Lots of context: https://andymasley.substack.com/p/a-cheat-sheet-for-conversations-about

Launched 2 years ago
Ich denke, die Zahlen sind interessant. Die Interpretation / Schlussfolgerungen würde ich hier und da ein bisschen in Frage stellen, nun ja, das ist Wissenschaft ja auch ;-)

Update: Vortrag im August 2025

Folie KI und Klimawandel

Diese Folie ist aus der Key Note der informatica feminale BaWü 2025 (s. Artikel: 25. Geburtstag: IF in Villingen-Schwenningen)

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Gericht: Unternehmen haftbar für Anteil an Klimaschäden

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Ein deutsches Landgericht hat eine Klage des peruanischen Landwirts Saúl Luciano Lliuya gegen den Energieriesen RWE zwar abgewiesen. Trotzdem gibt es eine gute Seite. Denn: Gleichzeitig bestätigt es, dass Unternehmen für ihren Anteil an den Klimaschäden belangt werden werden können. Das Gericht entschied, dass die beklagte Überschwemmungsgefahr für Lliuyas Grundstück nicht unmittelbar drohte, bestätigte jedoch den Gedanken der Verantwortlichkeit von Unternehmen für Emissionen.

Dadurch könnte sich die Frage, wer für Klimaschäden aufkommt, grundlegend ändern: Von den Steuerzahler:innen zu den Verursacher:innen.

Mehr Infos:
https://theconversation.com/one-lawsuit-just-helped-melt-the-fossil-fuel-industrys-defence-against-being-held-accountable-for-climate-change-257840

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Steigende Hoffnungsbereitschaft

Is this the time of monsters — or miracles?

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Der Grund ist da, Hoffnung und Zuversicht zu pflegen und zu hegen. „Grund“ wie der feste humusreiche Boden, auf dem ich stehen kann. Ich nenn das gern Hoffnungsgründe, wenn ich wieder mal die helle, glänzende Seite der Medaille entdecke bei all‘ den Meldungen jeden Tag.

Meine Hoffnungsbereitschaft ist jedenfalls wieder gestiegen, nachdem ich auf diesen TED-Talk vom 25. Apr. 2025 gestoßen bin: www.ted.com/talks/angus_hervey_is_this_the_time_of_monsters_or_miracles

Ein bisschen Kontext, wie der Talk entstand – sehr lesenswert: https://fixthenews.com/of-monsters-and-miracles

Wenn es draußen oben am Himmel düster wird, erinnere ich mich jetzt schneller dran: Irgendwo keimt und sprosst und wächst was, was es wert ist! Aufstehen, weitermachen, es wird immer mehr…

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Staatliche Transparenz: Informationen aus Politik und Verwaltung

Unterstützung für schwierige Fälle

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Was für eine coole Idee… bei allem, was mit Recht, Staat, Gesetz, Politik, … zu tun hat, verliere ich leicht den Überblick. Diese Website bietet Hilfe für alle, die wie ich sehen, dass auch diese Welt die eigenen Anliegen stützen oder erhellen kann.

In a nutshell:
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Jede Person hat das Recht auf Informationen aus Politik und Verwaltung. FragDenStaat hilft Dir dabei, Dein Recht durchzusetzen. Mit investigativen Recherchen, strategischen Klagen und Mitmachaktionen kämpfen wir für Informationsfreiheit und staatliche Transparenz.

Mehr Infos

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Citizens Forests

Wäldchen pflanzen

Es ist Frühling, die Bäume schlagen aus… wir machen mit. Wenn wir mögen. Das Projekt hatten wir schon mal in der Zeitung, und es ist immer noch aktuell, schön und attraktiv, wie ich finde.

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Citizens Forests e.V.

Es geht auch in klein: Wäldchen pflanzen, z. B. auch nur 200 qm groß, z. B. eine ungenutzte Gemeindefläche (Brache). Die Idee: kleine Wälder dort pflanzen, wo sowieso niemand etwas hinbauen würde. Cool.

Mehr Infos:
www.citizens-forests.org

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Hier funktioniert was: Nachrichten vom Gemeinwohl

Hier eine kleine Auswahl an Gemeinwohl-News. Auf dass die Zuversicht kommt, bleibt und uns in die Zukunft bringt!

trailer-Mag

Die vom trailer-Mag aus dem Ruhrgebiet haben ein paar gute Nachrichten im Angebot.

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Malediven: Strom aus dem Meer für Hotelresorts

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Ein Wiener Start-up stellt schwimmende Photovoltaikanlagen her, die auf dem Meeresgrund rund um die Malediven verankert werden. Damit erzeugt man vor Ort grünen Strom für die touristischen Unterkünfte. Die bisherigen Dieselgeneratoren werden dadurch überflüssig, die sowohl kostspielig als auch umweltschädlich sind. Gleichzeitig wird knapper Platz an Land eingespart. Zum Kundenkreis zählen bereits namhafte Hotelketten.

Quelle: Der Standard

Pakistan: Sichere Taxis für Frauen und Transpersonen

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In Lahore, einer Stadt in Pakistan, bietet der Fahrdienst SheDrives sichere Taxifahrten für Frauen und Transpersonen an. Diese sind nach wie vor oft Belästigungen, Gewalt- und Tötungsdelikten ausgesetzt. Auch bei den Fahrer:innen handelt es sich ausschließlich um Frauen und Transpersonen. Die Fahrten können über eine App gebucht werden. Das Angebot soll bald auch in anderen Städten verfügbar sein.

Quelle: Watson

Singapur: Nachhaltige Alternative zu Kaffee aus Lebensmittelresten

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Ein Start-up stellt aus Resten der Lebensmittelindustrie ein Getränk her, das ähnlich wie Kaffee schmeckt. Dafür werden Brot aus Bäckereien, Gerstentreber aus Brauereien und Sojabohnenschnitzel zu etwa gleichen Anteilen vermischt, 24 Stunden lang fermentiert und anschließend geröstet. Dieser „Kaffee“ ist deutlich nachhaltiger als der herkömmliche, der durch Pestizide und hohen Energie- und Wasserverbrauch die Umwelt belastet.

Quelle: t3n

Deutschland: Kostenlose CO2-Rechner für Kulturbetriebe

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Dresden und Leipzig haben einen CO2-Rechner entwickelt, den deutsche Kulturbetriebe zur Verbesserung ihrer Klimabilanz gratis nutzen können. Die Emissionen großer Veranstaltungen werden u .a. durch An- und Abreise, Materialeinkauf und Techniktransporte ermittelt. Dieser Rechner wurde mit dem Sächsischen Digitalpreis ausgezeichnet.

Quelle: Deutschlandfunk Kultur

Mehr Infos

www.trailer-ruhr.de/trailer-ruhr-gute-nachrichten

Weitere Meldungen woanders

Lebensmittel aus dem Meer: Nemos Garden

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Nemo’s Garden bietet Nahrungsmittel an, die von Pflanzen stammen, die unter dem Meer wachsen.

Wie das? Nemo’s Garden ist ein hydroponisch basiertes, selbstversorgendes System, das sich aus 6/9 Methacrylat-Kuppeln besteht. Die Biokugeln sind mit Ketten auf dem Boden des Meeres durch Ketten und Schrauben. Im Inneren der Biosphäre kondensiert das Wasser an den Innenwänden, tropft zurück nach unten, um die Plantage zu bewässern, während die warme und konstante Meerestemperatur zwischen Tag und Nacht ideale Wachstumsbedingungen Bedingungen schafft.

Wissenschaftlich untersucht: Unter Wasser ist der atmosphärische Druck höher und das Lichtspektrum ist anders. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass die in Nemo’s Garden angebauten Pflanzen eine höhere Konzentration von ätherischen Ölen haben als in konventionellen Landkulturen. Das bedeutet, dass unsere aromatischen Pflanzen einen stärkeren Geschmack haben.

Der „Garten“ liegt an der italienischen Riviera, nicht weit von Genua, 80 m vor der Küste, in den geschützten Gewässern der Bucht von Noli.

Mehr Infos: nemosgarden.com

Windfänger zum Hauskühlen: Badgir

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Aufbau und Grundfunktionen

Ein Badgir, auch Windfänger genannt, ist ein traditionelles persisches Lüftungselement. Ein solcher Turm ist des Gebäudes und enthält mindestens zwei, meist vier vertikal Kanäle, die in alle Himmelsrichtungen geöffnet sind. Je nach Wetterbedingungen entstehen so verschiedene Lüftungseffekte. Bei höheren Innentemperaturen und Windstille steigt die warme Luft im Badgir auf und entweicht, kühle Nachtluft strömt nach. Bei Wind drückt die kalte Luft durch den Badgir ins Gebäude, die Räume werden gekühlt. Zusätzlich können die Türme nachts Wärme abstrahlen und durch den Bernoulli-Effekt für einen Luftaustausch sorgen.

Verdunstungskälte nutzen

Badgire nutzen auch Verdunstungskälte: Luft, die über Wasserflächen oder feuchte Oberflächen strömt, wird durch Verdunstung gekühlt. Diese gekühlte Luft kann direkt in die Räume gelangen oder die Badgir-Wände kühlen, die später die Raumluft abkühlen. Ein Erdkanal kann diese Kühlung verstärken, besonders bei bewässertem Boden. Badgire lassen sich mit Qanats ( eine traditionelle Form der Frischwasserförderung meist in Wüstengebieten) kombinieren, um gekühlte Luft ins Gebäude zu leiten.

Mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Badgir

Perspective daily

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Ein mitgliederfinanziertes, unabhängiges und werbefreies Online-Magazin, das nach den Prinzipien des konstruktiven Journalismus arbeitet. Von Montag bis Samstag erscheint ein einzelner Artikel, sonntags zusätzlich 5 gute Nachrichten. Die Artikel möchten neben Fakten Lösungsmöglichkeiten zeigen und zur Diskussion anregen.

Der erste Artikel erschien am 21. Juni 2016. Die Hauptredaktion befindet sich seither in Münster. 2017 wurde Perspective Daily für den Grimme Online-Award nominiert. Einzelne Artikel werden öffentlich publiziert.

Bezahlmodell? Perspective Daily finanziert sich ausschließlich über seine Mitgliedsbeiträge. Der Abruf einiger Artikel auf der Website ist für jeden Nutzer kostenlos möglich. Um alle Artikel lesen und an den Diskussionen teilnehmen zu können, schließt man ein Jahres- oder Monatsabo. Daneben erlaubt ein „durchlässiges“ Paywall-Verfahren, dass Artikel z. B. in sozialen Netzwerken oder über einen verschickten Link geteilt werden können und dadurch die Reichweite erhöht werden kann.

Mehr Infos: https://perspective-daily.de

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Papier ohne Baumfällen

Aus Blättern wird Papier

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Das klingt mal gut – und passt doch super zum Herbst, in dem wir gerade voll drin sind.

Bei „Releaf Paper“ kommen die Produkte nicht von Bäumen, sondern werden aus Laub hergestellt.

ScreenshotDas junge Unternehme hat eine eigene patentierte Technologie zur Verarbeitung von Fasern aus gefallenen Blättern entwickelt. Durch die Kombination von mechanischer, thermischer und chemischer Behandlung entsorgen sie grüne Abfälle, und machen daraus einen echten Mehrwert. So sorgen sie für eine nachhaltige Rohstoffquelle für die Papier- und Verpackungsindustrie.

So genau verraten sie nicht, wie das technisch funktioniert. Doch dass die Technik marktreif ist, das sieht man schnell.

Mehr Infos: www.releaf-paper.com

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Klima: Streiktag 20. Sep 2024

Los geht’s: Nächster globaler Klimastreik!

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Wann? 20. Sep. 2024

Wo? Landesweit

Ja, Du hast richtig gehört: Es ist wieder so weit – Lass jetzt alles stehen und liegen und markier dir den 3. Freitag im September in Deinem Kalender!

Was da ist? Es wird laut, es wird groß, es wird mitreißend… der nächste Globale Klimastreik von Fridays for Future.

Die FFFies brauchen wieder Unterstützung von vielen Seiten und rufen deshalb alle Menschen und Organisationen auf, sich uns anzuschließen – damit wir gemeinsam ein starkes Zeichen für den Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit setzen können. Also schließ Dich an, für eine umfassende und konsequente Klimapolitik, die nicht unsere Zukunft kaputtspart!

Mehr?

Auf der Website kann man ein Mobi-Set bestellen (Plakate, Flyer…), mit Sharepics online mobilisieren oder Material in einer Abholstation in deiner Nähe finden.
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