Programmieren einmal anders. So hätte der Titel des Kurses "IF SOF 16" auch lauten können. Stattdessen hieß er "Programmierung von Robotorhunden". Um es vorwegzunehmen: Programmieren hat selten so viel Spaß gemacht.
Das Programmieren von Robotorhunden bietet einen ganz besonderen Reiz, da ein richtig geschriebenes Programms beim Ausführen nicht einfach zum "Durchlaufen" des Programmes und einer kleinen, womöglich noch kommandozeilen-basierten Ausgabe führt. Man stelle sich vor, das Ergebnis eines soeben geschriebenen Programmes sei die Bildschirmausgabe WUFF. Wie spannend.
Wieviel schöner ist es da doch zu sehen und zu hören, wie sich ein dem echten Hund nachempfundener Robotorhund – nennen wir ihn Aibo – zum Bellen bringen lässt. Dabei bedeutet Bellen, dass Aibo alle zum Bellen dazugehörigen Körperbewegungen (Mund öffnen und schließen) macht und somit einen echten Hund imitiert. Ähnlich ist der Unterschied der Bildschirmausgabe "Hund läuft" zum tatsächlich auf dem Fußboden umherlaufenden Aibo.
Doch bevor der Robotorhund am Ende seine kleinen und großen Kunststückchen auf dem GI-Abend vorführen konnte, galt es im Rahmen des Kurses, sich mit den Tools und der Sprache zur Programmierung des Hundes auseinanderzusetzen. Allerdings hatte uns unsere Kursleiterin Birgit Koch nicht wie angekündigt die Sony AIBO ERS 210A mitgebracht, sondern die neueste Generation der Robotorhunde, AIBO ERS 7.
Da die neuen AIBOs erst kurz vor der Informatica eingekauft worden waren, waren wir die ersten, die diese neue Generation von Hunden ausprobieren durften. Diese Tatsache erhöhte den Fun- und Knobelfaktor ungemein, wusste doch niemand von uns, wie ein lauffähiges Programm in der Robotorsprache "R-Code" auszusehen hatte. Anhand von zwei Beispielprogrammen, mehr oder weniger guten Dokumentationen und einer guten Portion Neugier tasteten wir uns also heran. Es dauerte einige Zeit, bis die ersten geänderten Programme liefen.
So lernten unsere Aibos in verschiedenen Kombinationen sich hinzusetzen, hinzulegen und umherzulaufen.
Zunächst gaben wir uns mit kleineren Änderungen der Ursprungsprogramme zufrieden, doch nach und nach wollten wir mehr. Wir wollten die Sensoren des Aibos, die sich u.a. an Kopf und Rücken befanden, austesten. So sollte sich einer der Aibos auf Knopfdruck hinsetzen und bellen. Ein anderer Aibo wurde mit Emotionen "gefüttert" und war abwechselnd depressiv und fröhlich. Viel zu schnell waren so die drei Tage um.
Alles in allem hatten wir sehr viel Spaß, wenn auch die Schwierigkeit beim Programmieren – wie immer – in der Fehlersuche bestand. Bei der Programmierung eines AIBOs gibt es keine Möglichkeit der Fehlerüberprüfung. Das bedeutete, dass das Frauchen ihr Programm am Rechner schrieb, es dann auf den Memorystick des Hundes lud, den Aibo dann damit "fütterte", und abwartete. Für jeden Test des Programmes musste das Programm auf den Stick geladen, der Stick in den Aibo gesteckt und dann der Rechner des Hundes "hochgefahren" werden. Dies nahm immer einige Zeit in Anspruch. War der Hund hochgefahren, startet das Programm, das sich auf dem Stick befindet. War dieses Programm allerdings fehlerhaft, tat der Hund gar nichts. Er blieb einfach stehen und rührte sich nicht.
Informationen zur Fehleranalyse gab es also nicht. Das war gewöhnungsbedürftig und frustrierend. Aber letzten Endes haben wir unsere Programme doch immer wieder zum Laufen bekommen, wenngleich wir nicht alle unsere Programmierziele erreicht haben. Immerhin konnten wir am Ende die Programme, die wir fertig bekommen hatten, am Abend des GI-Empfanges vorführen und mit unseren bellenden, laufenden und durch die Gegend wacklenden (dackelnden?) Aibos zur allgemeinen Belustigung beitragen.
Alles in allem war es ein super Kurs, der nur empfohlen werden kann. Ich persönlich hatte noch nie soviel Spaß beim Programmieren.
Anne
von Anne

Für die nächsten beiden Tage sollte uns das Thema Aquarium begleiten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Kurs hervorragend Theorie mit Praxis verbunden hat. Darüber hinaus wurde ein guter Grundstein zum eigenständigen Weiterlernen gelegt. 


Im April kam es kurzentschlossen zu einem Mini-Redaktionstreffen. Dabei ging es um so große Themen wie… lieber Käsekuchen oder zum frischen Pfefferminztee doch den Apfelpfannkuchen? Damit ist bewiesen, dass die Redaktion das ganze Jahr über hart arbeitet. Vor allem hinter den Kulissen, damit Ihr immer wieder neue Artikel lesen könnt. Und im September erlebt Ihr eine hochmotivierte Zeitungscrew. Wir sehen uns!


„Sensory Circus“ ist das neueste Projekt der Gruppe. Eine Gruppe von Besucherinnen steigt in Metallkörbe, zwischen denen auf dem Niveau der Besucherinnen-Füße eine Leinwand gespannt ist.
Ein anderes Circus-Element ist das bekannte klassische Pong, umgesetzt mit Lichtprojektionen auf den Boden. Der ‚Schläger‘ wird bewegt, indem die Besucherin auf einer Wippe die Richtung vorgibt. Durch eine Eingabegerät in Pulthöhe können Töne erzeugt werden, die die Flugbahn des Balles beeinflussen.
Maria