UrMeL? Augsburger Puppenkiste?

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Kursbericht zu Admin@ in Bremen: Modellierung mit UML (IF SOF 03)

Jein. Jede, die schon einmal versucht hat, größere Projekte umzusetzen, ist irgendwann an die Grenzen der Übersichtlichkeit gestoßen. Diesem Problem widmeten sich die „drei Amigos“ Grady Booch, James Rumbaugh und Ivar Jacobson.

Im Laufe des Jahres 1996 spezifizierten sie die Unified Modeling Language – UML entstand. Im September 1997 (und damit ziemlich genau 1 Jahr vor der ersten informatica ;-) wurde UML in der Revision 1.1 freigegeben
(www.rational.com/uml) und an die Object Management Group
(www.omg.org/) zur Verabschiedung als Standard weitergeleitet. Als visuelle Diagrammsprache zur Modellierung, Konstruktion und Dokumentation von Software-Systemen eignet sich UML sehr gut, um die reale Welt in ein Modell zu packen. Wer schon einmal mit ER-Modellen in der Datenbanktheorie gearbeitet hat, wird einige Ideen wiedererkennen. Es gibt verschiedene Arten von Diagrammen, die Übersichten über Objekte, Abläufe, Abhängigkeiten usw. darstellen. So kann frau nach Bedarf verschiedene Sichtweisen visualisieren. Die Diagramme dienen dann als Diskussions- und Implementierungsgrundlage.

Seit Mittwoch bieten die Frauen von Admin@ (Frauentutorium der Uni Hamburg) eine Einführung in UML an. Erst mal ein großes Lob an die Dozentinnen: Sie machen ausreichend Pausen und sorgen für eine entspannte, aber Viel-Lernen-Können-Atmosphäre. Prima!

Zu dritt stellen sie die Theorie kurz vor, danach dürfen wir Teilnehmerinnen selber rumprobieren. D.h. malen, diskutieren, argumentieren, präsentieren.

Wenn Du leider nicht teilnehmen kannst, Dich aber für UML und diesen Kurs interessierst, macht nix! Du findest ab Mitte September im Admin@-Webspace die Folien:
www.informatik.uni-hamburg.de/Frauen/Admina/Projekte/Bremen/Bremen01

Da finden sich dann auch Links, z.B. zu einer Übersicht über die Tools, die den Entwurf am Rechner unterstützen. Maria

Quellen:
www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/data/jk-26.09.97-000/default.shtml&words=UrMeL
www.gi-ev.de/informatik/lexikon/inf-lex-uml.shtml

von Maria

Kurse die es geben sollte

Kurse, die es nicht gibt, die es aber unbedingt geben sollte!

Auswertung: Herle und Maria
Es scheint, dass nicht wenige Teilnehmerinnen Zugangsschwierigkeiten hatten:
Ganz oben auf der Wunschliste notwendiger Kurse steht daher der Einführungskurs in Linux / Unix!
Ferner gibt es ein gesteigertes Bedürfnis nach Beschäftigung mit Schönem und Literarischem:
Science-Fiction, Zaubertricks für Harriet Potter, Philosophie.
Linux-/Unix (UL)
Rechnerraum für Anfängerinnen (UL)
UL for Dummies / Einführung UL
UL für Fortgeschrittene
Linux-Installation
So werde ich Unix / Linux wizard
Linux-Kurs / Treffen
Podiumsdiskussion: Selbständige, Informatikerin in der Industrie bzw. Wirtschaft, Wissenschaftlerin – drei Varianten weiblicher Berufswege
Personalisierte Rechnerzugänge: Worher wissen im P2 die Unix-Rechner, dass ICH vor ihnen sitze und gerne erlebe, wie meine Anwendungen aussehen, wenn sie abstürzen?
Unverbindliche Einführung Feminismus / feministische Theorie
Mehr Anfängerinnenprogrammierkurse
Mehr »Bastelkurse« wie der Lego-Workshop
SQL
Wie man mit dem Thesaurus aus drei Zeilen einen coolen und witzigen Artikel für die ifz macht…
Technische Informatik, z.B. einen R-S-Latch aus Grundgattern basteln
Elektrotechnik: löten
Irgendwas Hardware-Näheres, Technisches (vielleicht in Richtung E-Technik)
E-Commerce
ZWEI C++-Kurse
Wie schreibe ich eine… Diplomarbeit, Entwicklungsdokumentation, Anwendungsdoku
Englisch für Informatikerinnen
Vernetzung (Wie vernetze ich zwei Rechner?)
Wir lernen Zaubertricks (als eine Art Harriet Potter?) (ernstgemeint!)
Philosophischer Hintergrund der Informatik
Wie begegne ich dem wachsenden Schlafdefizit? (nicht ernstgemeint :) )
Einführung in die wichtigsten Werke des Science-Fiction-Genres (Film / Literatur / Comics)
»Klingonisch für Anfängerinnen« (parallel in Englisch: »Klingon for Dummies«)
Bug-Klassifikation (Beispiel StarOffice)
Vortrag: Rechner haben einen Sinn für Humor – Beweise anhand von Fehlermeldungen
Podiumsdiskussion: Klimaanlage in Hörsaal und Pool – Segen oder Fluch?

Eins zu Eins

Eins zu Eins

Eine Situation, die zumindest die jüngeren Großstadt-Informatikerinnen noch nie erlebt haben dürften: Du gehst zu einer Veranstaltung, bist zur richtigen Zeit am richtigen Ort und keine andere Studentin ist zu sehen! Gähnende Leere im Seminarraum, ebenso auf dem Flur… Du fragst Dich, ob Du irgend etwas übersehen hast: wurde der Kurs vielleicht abgesagt oder in einen anderen Raum verlegt, geht Deine Uhr falsch, ist heute etwa gar nicht Mittwoch? Endlich biegt die Dozentin um die Ecke, und Du stellst fest: Du bist die einzige Teilnehmerin. Ein Alptraum? Nicht unbedingt…
ifz sprach mit Dorothea J.(60), stud.math., und Astrid K.(26), Dipl.-Math., Teilnehmerin und Dozentin der Veranstaltung IF MYT 16 Einführung in die algorithmische Geometrie.

ifz: Wie war das für Euch, so ein 1:1-Verhältnis?

A.K.: Ich wusste ja schon vorher, dass ich nur eine Teilnehmerin haben würde. Die if-Orgas hatten mir schon vor einigen Wochen mitgeteilt, dass es nur eine Anmeldung gab, aber ich wollte den Kurs trotzdem durchführen, auch als Training für mich. Und wenn ich diesen Kurs nicht gehalten hätte, wäre ich vielleicht gar nicht erst nach Bremen gekommen. Meine Befürchtung war nur, dass meine einzige Studentin nach einer Stunde wieder gehen würde, weil sie sich doch etwas anderes vorgestellt hatte…

D.J.: Na ja, am Anfang war es schon etwas komisch, obwohl ich schon mal eine Vorlesung mit nur zwei Hörern besucht habe – das gibt es im Mathematik-Hauptstudium öfters – aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Und es war toll, dass Astrid sich auf meinen Wissensstand und mein Lerntempo einstellen konnte. Wir sind sogar weiter gekommen, als Astrid eigentlich vorhatte.
A.K.: Ja, am zweiten Tag habe ich noch in der Mittagspause den weiteren Stoff vorbereitet. Die Zielgruppe war ja ursprünglich offen, und da Dorothea schon kurz vor dem Diplom steht, kamen wir natürlich viel schneller voran, als es mit Teilnehmerinnen ohne größeren mathematischen Hintergrund möglich gewesen wäre.

ifz: Was glaubst Du, warum sich so wenige für Deinen Kurs interessiert haben?

A.K.: Naja, wenn ich jetzt meinen Ausschreibungstext noch mal lese, dann denke ich: klingt ja doch ganz schön trocken… Ich habe damals erst kurz vor dem Abgabetermin ein paar Zeilen zusammengeschrieben; jetzt würde ich das ganz anders formulieren. Ich bin hier auch von einigen Frauen angesprochen worden, die gerne meinen Kurs mitgemacht hätten, aber es gab wohl viele Überschneidungen, und dann war eben doch das andere spannender.

ifz: Euer Altersunterschied ist recht groß, hat Euch das Probleme bereitet?

D.J.: Astrid ist ungefähr so alt wie meine Tochter, aber das ist für mich nichts Besonderes – ich bin meistens die Älteste in den Lehrveranstaltungen. Es kommt nur selten mal vor, dass ein Professor anfangs irritiert ist, dass ich »alte Schachtel« zwischen den anderen Studentinnen sitze. Meine Kommilitoninnen haben sich sehr schnell an mich gewöhnt, nur die, die mich noch als Mutter ihrer Mitschülerin kannten, taten sich schwer, mich nun plötzlich als ihresgleichen anzusehen und auch noch zu duzen…
A.K.: Nein, das machte mir nichts aus. Besonders als Tutorin während meines Studiums hatte ich des öfteren Studentinnen, die deutlich älter waren als ich. Bei Lehrveranstaltungen sind die Rollen ja klar verteilt, da geht es um fachliche Dinge, und die Dozentin ist einfach kompetent auf ihrem Gebiet, egal wie alt sie ist. Da hatte ich noch nie Schwierigkeiten.

ifz: Der Kurs ist jetzt vorbei – würdet Ihr’s wieder machen?

A.K.: Ja, klar, ich möchte einen vorbereiteten Vortrag auch wirklich halten, und wenn die wenigen Zuhörerinnen wirklich interessiert sind, lohnt es sich auf jeden Fall. Erfolg hängt ja nicht davon ab, wie viele Leute im Raum sind, sondern ob sie aus der Veranstaltung etwas „mitnehmen“ können, ob sich ein echter Austausch entwickelt.
D.J.: Ich habe hier sehr intensiv gearbeitet und tatsächlich viel gelernt. Algorithmische Geometrie kannte ich bislang noch kaum, jetzt hoffe ich, an meiner Universität in dieser Richtung vielleicht noch mehr machen zu können. Vielleicht mal mit ein paar anderen Mithörerinnen… Aber ich würde niemals einen Kurs nur deshalb nicht mitmachen, weil ich die einzige Teilnehmerin wäre.
Laut Veranstaltungsbüro gab es ueberhaupt nur zwei Kurse, die weniger als fünf (das war eigentlich die untere Grenze) Anmeldungen hatten (der andere Kurs fand nicht statt). Alle anderen Kurs-Absagen waren krankheits- oder terminbedingt.

Mitarbeiterinnen gesucht

Wir suchen Mitarbeiterinnen für folgende Tätigkeiten:

  • Ideen für Beiträge haben
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  • Interviews führen
  • Rechtschreibprüfung
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  • Kopieren
  • Verteilen

Du kannst zu jedem der folgenden Treffpunkte einfach erscheinen:

10:30 – Koordinationstreffen in der Cafeteria

13:30 – Koordinationstreffen im Computerraum P2

14:30 – 16:00 Endphase im Computerraum P2

15:00 – absolut allerletzter Redaktionsschluss

15:30 – Zeitung geht in Druck

16:00 – Zeitung wird verteilt

18:00 – Ringvorlesung aus, Umfrage-Ergebnisse einsammeln

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