Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?
Hirnforschung ist Hilfe zur Entdeckung der großen Fragen des Zusammenlebens. Anders als die anderen Bücher über Hirnforschung, die ich kenne, stellt dies die Interaktion zwischen Menschen und die Wechselwirkungen der beteiligten Gehirne in den Mittelpunkt.
Liebe und Zuneigung, Schuld und Schadenfreude, Wut und Nachsicht werden vom Gehirn gesteuert. Was genau passiert beim Schmollen oder Freuen im Hirn? Wo lauern Denkfehler, die das Zusammenleben schwer machen? Wie überlebt das Gehirn ein Arbeitsessen oder ein Paargespräch?
Die Neurowissenschaftlerin liefert viele Fakten. Die Aufmerksamkeit ihrer Leser*innen gewinnt sie durch kurze Zwiegespräche zwischen Gehirn und Person. Da schimpft Kai mit seinem Hirn, weil es ihm im entscheidenden Augenblick die falsche Antwort eingeflüstert hat…
Dass unser Hirn muss für viele zwischenmenschliche Situationen Antworten liefert, ist überlebenswichtig: Ein ironischer Unterton, ein Handschlag oder die Ansage „Wir müssen reden“…, wir brauchen schnell eine Reaktion. Deswegen ist das Sozialleben eins der größten Hobbys vom Gehirn.
Zu Missverständnissen und Konflikten kommt es, weil das Hirn heldenhaft und unermüdlich Infos zusammenpuzzelt, die lückenhaft sind, oder es schnell gehen muss. Dann bedient es sich eben großzügiger Verallgemeinerungen, übereilter Kurzschlüsse und waghalsiger Prognosen. Und dann erleben wir, wie wild unser Denkorgan rumrät statt zu wissen.
Übrigens habe ich hier erfahren, warum sozial nicht immer nett bedeutet. Die Reise führt vorbei an Kleinkindern, kulturellen Errungenschaften, menschlichen Abgründen, irrationalen Ängsten, romantischen Gefühlen und dem einen oder anderen Primatenvergleich.
Klassicher Fall von Lesen, Lernen und ein bisschen schmunzeln!
Fazit: Klug, verständlich und Up-to-date
Themen
- Denkfehler
- Produktive Gefühle
- Kognitive Hierarchien
- Hormongesteuert
- Geteilte Aufmerksamkeit
- Cooperation Fail
- Rache, Bestrafung – Sinn und Unsinn
- Zurückweisung
- Ingroup-Outgroup-Graben
- Vernunft ist keine Option
- Gehrin verändern – wie können wir das
- Vertrauen
- Rache
- Hilfbereitschaft
- Mitläufer
- …. und die Frage: Wo kämen wir denn hin, wenn das jeder täte?
Mehr Eindruck gefällig? 28 Seiten Leseprobe auf der Verlagsseite
Franca Parianen: „Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?. Die Hirnforschung entdeckt die großen Fragen des Zusammenlebens“. rowohlt 2017. 14,99 EUR. ISBN 978-3-499-63203-7.
Maria









Das Buch bietet einen lockeren und sehr motivierenden Zugang zur eigenen Zeichenkunst. Nach dem Motto: Wichtig ist nicht, was man kann, sondern dass man es tut.






Der 13-jährige Connor hat’s gerade gar nicht leicht in seinem Leben. Seine Mutter ist sehr krank, die Mitschüler sind fies, der Vater lebt mit der kleinen Halbschwester und seiner Frau in Amerika und dann… ist da noch dieses Monster. Vor dem hat er aber keine Angst, Angst hat er vor seinen eigenen inneren Bildern, die in einem monströsen Albtraum Nacht für Nacht wiederkehren. Und dann ist es 0:07 h, sieben Minuten nach Mitternacht. Immer und immer wieder.
![zur Bildquelle: https://www.vdi.de/index.php?id=45031&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=72993&cHash=4a6397719360ec35693a992042920021 Zapfen](https://infotechnica.uscreen.net/wp-content/uploads/2017/04/Zapfen.jpg)