High Performance gibt es woanders

High-Performance: Erfolg ist, was du aus dir machst

BuchcoverLaut Verlag kann man mit diesem Buch erfahren, „wie es [Ihnen] mit einfachen Hacks auch in schwierigen Zeiten gelingen kann, Spitzenleistung zu erbringen und Erfolge zu feiern.“ Das klingt erst einmal sehr vielversprechend.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Das erste Kapitel bildet so etwas wie das theoretische Grundgerüst, in dem auf wenigen Seiten die unterschiedlichen High-Performance-Tugenden, z. B. Klarheit, Antreiber, Produktivität vorgestellt werden.

Die nachfolgenden Kapitel beinhalten Interviews mit 10 sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten aus Sport, Wissenschaft und Wirtschaft zum Thema High Performance und Erfolgsrezepte. Die Auswahl der Interviewpartner:innen ist sehr breit gefächert, von dem Zeitsoldaten Calvin Hollywood, der mittlerweile ein erfolgreicher Multiunternehmer ist, bis hin zur Wissenschaftlerin Laura Maria Edinger-Schons, die zum nachhaltigen Wirtschaften forscht. Sie ist eine der Jüngsten in der Forschung. Ich kenne niemanden davon, finde das aber gerade reizvoll. Begleitet wird das Buch von weiterem Material im Netz, u. a. Videos der Interviews (QR-Codes). Die QR-Codes im Buch funktionieren allerdings nicht – zumindest die, die ich ausprobiert habe.

Ich bin von diesem Buch enttäuscht und genervt zugleich. Mich nerven viele Kleinigkeiten. Das fängt schon auf der ersten Seite an, wo ich darüber informiert werden, dass „Hacks“ nichts mit Hackfleisch, gemischtem Hack oder gar Hackbällchen zu tun haben. Da verdrehe ich innerlich schon die Augen. Dann erscheinen mir die vielen angepriesenen Hacks bzw. High-Performance-Tugenden als sehr trivial („Lege dir Ziele fest und habe eine Vision“, „Mut tut gut“).

Und die Interviews folgen mehr oder minder alle demselben Muster. Bei manchen Fragen verdrehe ich auch wieder die Augen, z. B. „Ist Scheitern denn erlaubt?“ – (Ironie an) merkwürdigerweise beantwortet niemand die Frage mit „Nein“ (Ironie aus).

Fazit: Wer auf Bücher im Interview-Stil steht, wird interessante Persönlichkeiten kennenlernen. Wer einfach Hacks zur Performance-Steigerung sucht, sollte das woanders tun.

Kathrin Leinweber: „High Performance: Erfolg ist, was du aus dir machst. Mit simplen Hacks zur persönlichen Bestleistung“. Springer 2021. 19,99 EUR. ISBN 978-3-658-35021-5

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Mitarbeiter begeistern, motivieren und binden

Führungsprinzip Wertschätzung

BuchcoverWer Menschen führt – sei es als Führungskraft oder Projektleitung – hat es immer mit der Fragestellung zu tun, wie diese für eine Aufgabe zu motivieren sind. Das Buch gibt hierzu viele wichtige Impulse und eine Fülle an Informationen. Zielgruppe sind vornehmlich Menschen, die bereits führen oder führen wollen.

Die einzelnen Kapitel sind alle ähnlich aufgebaut. Zuerst erfolgt ein theoretischer Input zum Thema. Dann folgen Reflexionsfragen und Anregungen für den Praxistransfer. Eingestreut gibt es Interviews mit Expert:innen zu dem jeweils im Kapitel aufgeführten Themen.

Inhaltlich deckt der Autor alle für den Führungsalltag wichtigen Themenbereich ab:

  • „Wer bin ich als Führungskraft?“
  • „Wer ist der Mensch, den ich führe?“
  • „Wie tickt das Team?“

Aus meiner Perspektive sind die Interviews ganz nett, bringen mich aber persönlich nicht unbedingt weiter. Anders sieht es mit dem theoretischen Input aus. Das Buch ist gespickt mit sehr vielen hilfreichen Modellen, die mir bereits aus diversen Führungsseminare bekannt vorkommen, z. B. der Flow-Kanal nach Mihaly Csikszentmihalyi, das Modell der inneren Antreiber aus der Transaktionsanalyse, das Riemann-Thomann-Modell oder das Teamphasenmodell nach Bruce Tuckman.

Auch die Praxistransferteile finde ich sehr hilfreich. Bei dem ein oder anderen habe ich mich gefragt, woher der Autor meine Mitarbeiter:innen denn so genau kennt :)

Das Buch fordert mich aber auch gut und macht mir deutlich, dass ich noch einen weiten Weg zu gehen habe in meiner Rolle als Führungskraft. Das ist stellenweise auch etwas frustrierend, wenngleich ich inhaltlich allem grundsätzlich zustimmen kann.

Gut gefällt mir die Grundhaltung, die das Buch versucht zu vermitteln: „Ich bin OK – du bist OK“. Das gilt nicht nur für Führungskräfte!

Fazit: Steckt viel drin mit einer tollen Grundhaltung – Empfehlung an alle, die führen oder führen wollen!

Themen

  • Werte wertschätzen – Persönlicher Wertecheck
  • Das richtige Maß finden – Das Wertschätzungskonto
  • Identifikation fördern
  • Teamphasen beachten
  • Rollen klären
  • Persönlichkeiten respektieren
  • Motivationsfaktoren (er)kennen
  • Konflikte lösen
  • Generationengerecht führen
  • Humor zeigen
  • Kultur prägen
  • Führungsselbstverständnis entwickeln
  • Führung auf Distanz

Thorsten Rabenbauer: „Führungsprinzip Wertschätzung. Mitarbeiter begeistern, motivieren und binden“. Hanser 2021. 29,99 EUR. ISBN 978-3-446-46922-8

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Betriebsklima verstehen und verbessern

Happy to work here

BuchcoverEin gutes Betriebsklima wünscht sich vermutlich jede:r Arbeitnehmer:in. Für Unternehmen verspricht es motivierte Mitarbeitende und damit auch größeren Unternehmenserfolg. Doch was ist eigentlich ein gutes Betriebsklima? Wie befördert man es? Was sind Fallstricke? Diesen Fragen geht das erfahrene Autorenteam (u. a. Adrenalin Junkies & Formular Zombies) in diesem Buch nach.

Die Autor:innen beschreiben die unterschiedlichen Einflüsse auf das Betriebsklima, z. B. Kollektives Vertrauen, Visionen und Strategie, Sicherheit und Geborgenheit. Sie erläutern, was diese Begriffe bedeuten und an welchen Verhaltensweisen man sie festmachen kann. Für den Einflussfaktor „der gefühlte Wert von Menschen und Teams“ erläutern sie bzgl. der möglichen Verhaltensweisen, dass gegenseitiges Coachen normal ist und auch Manager mit anderen Managern derselben Ebene (ihrer Peer-Group) untereinander Teamverhalten zeigen. Ich merke, wie ich beim Lesen innerlich eine Checkliste abhake oder nicht, was mein eigenes Unternehmen anbelangt.

Top: Hin und wieder werden konkrete Beispiele aus der Praxis vorgestellt.

Kulturkiller

Spannend ist insbesondere das Kapitel zu den negativen Einflusskräften auf das Betriebsklima. Hier stellt das Autorenteam 27 (!) solcher Kulturkiller in Form von unausgesprochenen Regeln vor, z. B.

    • „Interner Wettbewerb macht uns fitter“,
    • „Es gibt keine Fehler im Management, nur Fehler bei den Untergebenen“ oder
    • „Politischer Vorteil ist wichtiger als die Erledigung nützlicher Dinge“.

Wie man diesen schädlichen Regeln den Garaus macht, wird auch gleich mitgeliefert. Achtung SPOILER: Ans Tageslicht bringen und ansprechen!
Zum Abschluss geht es darum, den Wandel zu einem besseren Betriebsklima einzuleiten. Ein Beispiel: Ein Kulturquiz unterstützt eine erste Einschätzung, wie es um die aktuelle Gesundheit des Betriebsklimas steht.

Leseerlebnis

Insgesamt liest sich das Buch sehr fluffig und ist mit seinen ca. 150 Seiten auch zügig durchgelesen. Allerdings finde ich knapp 35,- EUR für den Umfang doch ziemlich happig. Wer sich bereits mit dem Thema Betriebsklima beschäftigt hat, wird zudem vermutlich wenig Neues finden.

Das Buch wird trotzdem einen Platz bei mir im Regal finden.

Fazit: Gut geschrieben, relativ teuer

Themen

  • Teil 1: Einflussfaktoren
  • Teil 2: Negative Kräfte
  • Teil 3: Positive Impulse
  • Kollektives Vertrauen
  • Visionen und Strategie
  • Sicherheit und Geborgenheit

Tom DeMarco, Peter Hruschka, Tim Lister, Steve McMenamin, James Robertson und Suzanne Robertson: „Happy to work here. Betriebsklima verstehen und verbessern“. Hanser 2021. 34,99 EUR. ISBN 978-3-446-46872-6

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Erfolgreiche Digital-Marketing-Strategien in einer Privacy-First-Ära

Von data-driven zu people-based Marketing

BuchcoverIn Zeiten der DSGVO ist es für viele Unternehmen schwieriger geworden, ihre Werbebotschaften datenschutzkonform und zielgenau an die richtige Person zu bekommen. Das Buch unterstützt Unternehmen dabei, diese Transformation von den rein datenbasierten zu einer datenschutzkonformen „people-based“ Marketingstrategie durchzuführen.

Der Autor beschreibt nüchtern und sehr sortiert die verschiedenen Aspekte des people-based Marketings, angefangen von Customer Journeys über die kanalübergreifende Datensammlung bis hin zu technischen Fragestellungen wie z. B. dem Einsatz einer Consent Management Platform.

Top: Gleich zu Beginn wird anhand eines konkreten, bebilderten Beispiels erklärt, wie sich people-based Marketing aus Kundensicht anfühlt. Ich fühle mich von Anfang an gut mitgenommen, auch ohne großes Marketing-KnowHow.

Fachwörter werden bei ihrem ersten Auftreten direkt kurz erläutert – so mag ich das. Ein zusätzliches Glossar würde dem Buch aber noch gut stehen.

Die Grafiken sind schlicht, aber funktional und helfen beim Verstehen enorm. Wenn ich mir etwas für die nächste Auflage wünschen würde, wäre das eine kritische Überprüfung der Infografiken. Dem einen oder anderen Bild hätte eine Legende gut getan. Beispielsweise werden auf einer Seite Kästen bzw. Balken in weiß, hell- und dunkelgrau dargestellt. Das Weiß erschließt sich mir noch, die anderen beiden Farben nicht.

Fazit: Fachlich fundiert, gut geschrieben mit Tiefgang

Themen

  • Customer Centricity, z. B. Personas, Customer Journeys, Touchpoints
  • Daten, z. B. Datensammlung und -auswertung, Cookies, Fingerprinting
  • Technologie, z. B. Customer Data Plattform, Consent Management
  • Zusammenführung und Anwendung, z. B. Inbound, Automation, Künstliche Intelligenz

Marco Hassler: „Von data-driven zu people-based Marketing“. mitp 2021. 29,99 EUR. ISBN 978-3-7475-0065-1

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Schrittweise zu Content, der das Ziel erreicht

Ein Arbeitsbuch für Content-Marketing

BuchcoverWie auch schon in der ersten Auflage – von Maria bereits rezensiert – ist das Buch als Leitfaden angelegt und soll der geneigten Leserin Schritt für Schritt bei der Erstellung und Umsetzung einer eigenen Content-Marketing-Strategie helfen.

Am Anfang wird zunächst geklärt, wieso ich das als Unternehmen überhaupt machen sollte. Aufbauend darauf wird die Planung, die Erstellung, Distribution und Erfolgsmessung der Strategie beschrieben. Jedes Thema wird dabei zunächst erläutert und mit konkreten Beispielen aus der Praxis verständlich gemacht. Im Anschluss erfolgt eine „Challenge“, die es mit dem erworbenen Wissen zu meistern gilt. Im ganzen Buch verteilt, gibt es immer wieder Raum für eigene Notizen und jede Menge Checklisten. Den Abschluss bildet ein Glossar.

Die Autorin vermittelt ihr Wissen in einem lockeren Plauderton. Für meinen Geschmack ist der Plauderton stellenweise übertrieben, z. B. wenn ich zum 5. Mal daran erinnert werde, dass ich den Raum für Notizen unbedingt nutzen sollte oder wenn spontan irgendwelche englischen Begriffe genutzt werden, weil – ja warum eigentlich? Dass der englische Begriff „Content“ häufig vorkommt, finde ich fein. Aber warum „word-of-mouth“ anstatt „Mundpropaganda“?

Eine Sache nervt mich ziemlich: Viele Begriffe werden benutzt, aber zunächst nicht erläutert. Die Erläuterung erfolgt meist viel später. Auch erst sehr spät werde ich auf das Glossar hingewiesen. Für eine der nächsten Auflage würde ich empfehlen, dies zu ändern.

Inhaltlich steckt in den knapp 350 Seiten eine Menge drin. Sowohl theoretische Modelle (bspw. FISH-Content-Modell, Hero-Hub-Help-Modell) als auch gute Erläuterungen zur Theorie sowie praktische Tipps (z. B. Bilddatenbanken für kostenlose Bilder).

Eine Sache fand ich etwas praxisfremd: Das Credo des Buches ist es, dass Content an der Nützlichkeit für die Leserin ausgerichtet sein sollte. Falls also der Vorstand des Unternehmens sein Lieblingsthema – ohne Blick auf die Leserin – platzieren will, solle man das nicht veröffentlichen. Da hätte ich mir wenigstens den Hinweis darauf gewünscht, dass man ihn mit Hilfe des Buches überzeugen könne, dass das keine gute Idee ist. Ansonsten ist man vermutlich seinen Job schneller los als man „Content-Marketing-Strategie“ sagen kann ;-).

Fazit: Steckt viel drin, Marketing-Newbies sollten unbedingt das Glossar frühzeitig konsultieren.

Themen

  • Vorbereitung: Marke, Ziele und Zielgruppen
  • Content-Planung: Themenfindung, richtiger Content und Ressourcen
  • Content-Erstellung: SEO, Webtext und Visual Content
  • Content-Distribution: Mediatypen und Distributionskanäle
  • Content-Erfolg: Messen, Analysieren und Optimieren

Ines Eschbacher: „Content Marketing – Das Workbook (2. Auflage)“. mitp 2021. 22,- EUR. ISBN 978-3-74750-413-0.

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Microservices einführen

Vom Monolithen zu Microservices

BuchcoverEs gibt Bücher, da ist einer nach dem Lesen der ersten Seiten bereits klar: „Dieses Buch ist gut“. Sam Newmans Buch über die Migration von einem monolithischen System hin zu Microservices gehört eindeutig dazu.

Er beschreibt zunächst, was Microservices überhaupt sind, wie und wann sie eingesetzt werden sollten. Sie werden dabei nicht als Allheilmittel angepriesen, sondern die Leserin wird immer wieder aufgefordert, den Einsatzwunsch im eigenen Unternehmen kritisch zu hinterfragen. Sollte sich das Unternehmen für eine Migration entschieden haben, gibt das Buch Hilfestellung bei der Planung und Durchführung. In mehr als 20 Patterns beschreibt der Autor, wie eine Migration möglichst unfallfrei durchgeführt werden könnte. Man merkt dabei dem Autor seine große Erfahrung in der Einführung von Microservices deutlich an.

Top: Für die Migrationsplanung werden nicht nur technische Aspekte beleuchtet, sondern es wird auch erwähnt, wie man die betroffenen Menschen auf die Reise mitnehmen kann.

Die Inhalte sind gut und locker beschrieben, anschaulich bebildert und ausgesprochen praxistauglich. Ich hatte das Gefühl, gleich mit der Planung einer Migration starten zu können. Die vielen konkreten Beispiele aus Sam Newmans praktischer Erfahrung runden das Ganze ab. Eine klare Kaufempfehlung von meiner Seite!

Fazit: Ein Must-Have für alle, die mit dem Gedanken spielen, Microservices einzuführen

Themen

  • Was sind Microservices?
  • Eine Migration planen
  • Den Menschen mitnehmen
  • Den Monolithen aufteilen
  • Die Datenbank aufteilen
  • Umgang mit Problemen

Sam Newman: „Vom Monolithen zu Microservices. Patterns, um bestehende Systeme Schritt für Schritt umzugestalten“. O’Reilly 2021. 34,90 EUR. ISBN 978-3-96009-140-0.

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Fachbuch schreiben? Kannst du auch!

Kann ich nicht…

Frau an Schreibmaschine„Ich bin keine Expertin in Thema XY.“ –

„Ich habe nicht so viel Zeit zum Schreiben.“ –

… und: „Es ist fast unmöglich, einen Verlag zu finden!“

Solche oder ähnliche Sätze haben Dich bisher davon abgehalten, ein Fachbuch zu schreiben? Dann kommt jetzt Abhilfe! Ich habe mittlerweile selbst ein Fachbuch verfasst (siehe auch Marias Rezension zu GitHub – Eine praktische Einführung) und würde aufgrund dieser Erfahrung antworten: „Muss auch nicht“ und „Alles eine Frage der Priorisierung“ und „Stimmt nicht, das gilt nur für Romane.“

Klar kannst Du: Hürdenlauftraining

Hürde: Fehlendes Expertinnenwissen

Vielleicht gehörst Du zu den Personen, die zu mindestens 99 % Expertin sein müssen, bevor sie sich trauen, ein Buch zu schreiben. Die gute Botschaft: Auch mit 20 % kannst Du ein qualitativ gutes Buch schreiben. Gerade wenn du ein Buch für Anfängerinnen schreiben möchtest, ist es sogar von Vorteil, nicht zu viel Vorwissen zu haben, sonst schlägt der Fluch des Wissens zu. Ich hatte ca. 10 % Wissen, als ich mit dem Buchprojekt angefangen habe und würde mich heute immer noch nicht als Expertin bezeichnen – eher „gut informiert“.

Hilfreiche Erkenntnis:  Während des Recherche- und Schreibvorgangs wächst dein Wissen massiv an: „Der Weg entsteht beim Laufen“.

Hürde: Zeit für das Schreiben

Alles ist eine Frage der Priorisierung. Wenn Dir das Buchschreiben wichtig ist, dann wirst Du auch dafür Zeit finden. Vieles kann man auf das Wochenende verlagern, aber je nach Abgabetermin wirst du auch Zeit in der Woche finden müssen. Rechne zwischen 5 und 10 Monaten Zeit für das reine Schreiben (je nach Thema, Rechercheaufwand etc.) und noch einmal mindestens 1 bis 3 Monate Nacharbeiten aus Reviews und Lektorat. Der eigene Aufwand sinkt aber mit der Zeit. Beim reinen Schreiben bist du z. B. deutlich intensiver gefordert als bei den Nacharbeiten aus dem Lektorat. Und wenn Korrektorat, Layout und Satz dran sind, bist du nur noch sporadisch involviert.

Ich habe Überstunden abgebaut, private Treffen reduziert, beim Schreiben für die Zeitung pausiert und weniger Zeit an anderer Stelle verdaddelt.

Hilfreiche Erkenntnis:  Festes Ziel und Zeitmanagement sorgen für Fortschritte.

Hürde: Verlag finden

Wenn du nicht gerade selbst veröffentlichen möchtest, ist ein Verlag für Fachbücher die richtige Adresse, und einen solchen zu finden, ist recht einfach. Such nach Verlagen, die bisher ähnliche Bücher veröffentlicht haben und halte Ausschau nach Menüpunkten wie „Für Autoren“ (sic). Für IT-Themen wären das beispielsweise Verlage wie dpunkt, O’Reilly, mitp oder Hanser. Dort steht das weitere Verfahren, wie Du den Verlag kontaktieren kannst, z. B. ob Du einen Autorenfragebogen ausfüllen sollst und an welche Kontaktperson Du Dich wenden kannst.

Bis zu diesem Zeitpunkt brauchst Du noch keinen fertigen Text, aber ein Thema und eine grobe Umsetzungsidee sollten schon da sein.

Ich habe exakt einen (!) Verlag angeschrieben und gleich Erfolg gehabt.

Hilfreiche Erkenntnis:  Leichter als gedacht, vor allem für Fachbücher. Einfach fragen!

Hürde: Thema finden

Das schwierigste ist, ein geeignetes Thema zu finden. Einerseits solltest Du das Thema spannend genug finden, dass Du Dich damit monatelang beschäftigen möchtest und ihm auch die entsprechende Priorität einräumen kannst. Andererseits sollte es ein Thema sein, was auch für den Verlag interessant ist. Du solltest folgende Frage zufriedenstellend beantworten können: „Welche Konkurrenztitel gibt es und warum ist mein Buchthema was besonderes?“

In meinem Fall gab es kein deutschsprachiges Buch zu dem Thema und die wenigen englischsprachigen Titel hatten eher einen „Feature-Ansatz“ gewählt, während ich einen „Prozess-Ansatz“ verfolgt habe.

Hilfreiche Erkenntnis:  Was fehlt mir auf dem Markt? Welche Publikationen könnte ich „besser machen“? Was ist ein neuer Ansatz für ein altes Thema?

Hürde: Motivation aufrecht erhalten

Wer sich über längere Zeit mit einem Thema beschäftigt, schliddert mit großer Wahrscheinlichkeit in das ein oder andere Motivationstief. Bei mir war das beispielsweise als ich gemerkt habe, dass die ursprünglich angedachten Themen A und B deutlich komplexer waren als gedacht. Ich war mir sicher, dass ich die – auch aus zeitlichen Gründen – nicht werde stemmen können. Ich habe schlussendlich Thema A gestrichen (hätte inhaltlich dann doch nicht so gut gepasst) und Thema B mit einer anderen Perspektive betrachtet und damit zeitlich doch unterbringen können.

Auch bei anderen Motivationstiefs ist es hilfreich, mal die Perspektive zu wechseln. Dich ödet es an, schon wieder Kapitel 5 querzulesen? Mach Screenshots für Kapitel 10! Du kommst bei der Recherche zu Thema X nicht weiter? Arbeite kleinere Todos ab, wie Bildunterschriften anpassen oder Vorwort schreiben.

Hilfreiche Erkenntnis: Bei Motivationstiefs die Perspektive wechseln und dranbleiben

Also, worauf wartest du?

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Management komplexer Aufgaben und Strukturen zukunftssicher gestalten?

Lernende Organisationen

BuchcoverDer Autor motiviert zu Beginn, warum eine agile Organisation allein nicht ausreicht, sondern nur eine lernende Organisation eine Antwort auf die heutigen Herausforderungen bietet – z. B. erhöhter Marktdruck durch Globalisierung und natürlich Digitalisierung.

Er schlägt dabei den Bogen von der Frage „Wie funktioniert Lernen?“ über Lernmodelle, Organisationstheorie und systemisches Denken hin zu unterschiedlichen Konzepten der Umsetzung, u. a. Führungs- und Steuerungskonzepte. Zwei Praxisberichte von Gastautor:innen und ein Ausblick in die Zukunft runden das Buch ab.

Ich bin von diesem Buch etwas enttäuscht. Das Buch ist laut Klappentext vor allem an Praktiker:innen gerichtet, Führungskräfte, Wissensarbeiter:innen oder Agile Coaches… In weiten Teilen liest es sich aber mehr wie eine Pflichtlektüre für das Studium. Das hat einerseits mit dem eher nüchternen Schreibstil zu tun und den vielen Referenzen auf andere Quellen. Andererseits werden viele Konzepte nur auf einer theoretischen Ebene angerissen. Beispielsweise wird die Bedeutung von Retrospektiven im Rahmen eines Lernprozesses als wichtig hervorgehoben, aber nirgendwo beschrieben, wie das genau geht, welche Best Practices es gibt und was man eher meiden sollte.

Das Buch beantwortet mehr die Frage „Was gibt es so alles in der Theorie?“ und weniger „Wie mache ich es jetzt konkret?“ Ich hätte mir hier deutlich mehr Praxisbezug gewünscht. Zumal der Autor seit vielen Jahren Führungskraft, Berater, Trainer und Coach ist und nicht Doktorand oder Professor, wie ich zunächst vermutet hatte.

Ist das Buch ein kompletter Reinfall? Nein, auf keinen Fall. Es wird sehr viel theoretischer Background geliefert. Ich habe mir verschiedene Stellen im Buch markiert. Wer aber glaubt, aus dem Buch etwas für die eigene Praxis ableiten zu können, wird höchstwahrscheinlich enttäuscht.

Fazit: Für Menschen, die theoretischen Input zu lernenden Organisationen suchen

Themen u. a.

  • Die Ausgangslage
  • Konzepte für die lernende Organisation
  • So funktioniert eine lernende Organisation
  • Praxisberichte
  • Wie kann es weitergehen?

Uwe Vigenschow: „Lernende Organisationen. Das Management komplexer Aufgaben und Strukturen zukunftssicher gestalten“. dpunkt 2021. 36,90 EUR. ISBN 978-3-86490-798-2.

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Penetrationstests und ethisches Hacken

Einstieg in Kali Linux

BuchcoverWer das eigene Computer-Netzwerk – sei es das private oder das berufliche – vor unerlaubten Eindringlingen schützen möchte, wird dafür Sicherheits- und evtl. Penetrationstests durchführen wollen. Die Distribution Kali Linux ist auf solche Art von Tests spezialisiert und bietet dafür über 300 erprobte Tools an.

Das vorliegende Buch verspricht dabei einen einfachen Einstieg in diese Distribution und die Tests als solches und ist in drei Teile geteilt:

  1. Grundlagen von Kali Linux
  2. Einführung in Penetration Testing
  3. Tools in Kali Linux

 

Der erste Teil soll Linux-Neulinge abholen und insbesondere mit der Konsole vertraut machen. Das klappt in meinen Augen nur mittelmäßig. Es wird zwar schon Linux-KnowHow detailliert und sinnvoll aufgeführt – z. B. welche Bedeutung einzelne Verzeichnisse wie /boot oder /bin haben – aber mitten im Kapitel hängt mich der Autor dann ab, trotz jahrzehntelanger Linux-Erfahrung.

Der zweite Teil führt in den Prozess des Penetrationstests ein und gibt Tipps und Hinweise aus der Praxis. Mir erschließt sich jedoch häufig nicht, warum der Autor etwas macht und warum gerade jetzt, z. B. den Linux-Kernel selber konfigurieren und kompilieren. Die Frage „Warum?“ begleitet mich dabei das ganze Buch hindurch und hinterlässt einen faden Beigeschmack.

Im Dritten Teil werden bekannte Tools wie Wireshark, Nmap oder Metasploit vorgestellt, aber auch (mir) unbekanntere wie John the Ripper, TheHarvester und OpenVAS. Ich persönlich hätte mir allerdings an vielen Stellen mehr Tiefgang gewünscht. Das Buch beschreibt meist, wie ich ein Tool öffne und einen Scan starte. Mich hätte aber meist mehr interessiert, was ein solcher Scan für ein Ergebnis liefert und was ich dann damit anfangen kann – das wäre in meinen Augen viel interessanter gewesen.

Insgesamt empfinde ich das Buch als etwas unorganisiert und stellenweise bemerkenswert unvollständig. Beispielsweise prangt der Begriff „ethisches Hacken“ auf dem Cover, im Buch wird nicht einmal erläutert, was das bedeutet. Ein weiteres Beispiel: Abkürzungen werden unerklärt benutzt und mehrere Kapitel später erst erläutert. Auch viele Screenshots zeigen nur die Ausgabe auf der Konsole zu einem Befehl, ohne weitere Erläuterungen.

Es gibt aber auch Sachen, die mir ganz gut gefallen, z. B. erläutert der Autor sehr anschaulich, wie das TCP-Handshake-Verfahren funktioniert und wie man das ausnutzen kann, um weitere Informationen über das anzugreifende System zu bekommen. Für die 3. Auflage würde ich mir hier mehr solcher Beschreibungen wünschen – gerne auch mit visueller Unterstützung in Form von Infografiken.

Fazit: Gut für einen ersten Einblick, mehr aber auch nicht

Themen:

  • Linux-Grundlagen
  • Installation von Kali
  • Erste Schritte mit Kali
  • Einführung in Security Assessments
  • Kali Linux für Security Assessments vorbereiten
  • Ablauf eines Penetrationstests
  • Tools zur Informationsbeschaffung und Schwachstellenanalyse
  • Tools für Attacken
  • Forensik-Tools

Jürgen Ebner: „Einstieg in Kali Linux – Penetration Testing und Ethical Hacking mit Linux (2. Auflage)“. mitp 2020. 33 EUR . ISBN 978-3-7475-0257-0.

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Musik mischen im Homestudio

Mixing Secrets

Buch für Mixing-Fortgeschrittene
BuchcoverCorona, HomeOffice, nichts los und Langeweile? Für viele die ideale Zeit, um sich mit dem Mischen der eigenen Musik im Homestudio zu beschäftigen. Das Buch „Mixing Secrets“ verspricht, mit kleinem Studio und kleinem Budget Songs auf Chartniveau abmischen zu lernen.

Eine Warnung vorweg: Das Buch ist in meinen Augen nicht für Anfängerinnen geeignet. Es werden zwar durchaus einzelne Grundlagen erklärt, aber Begriffe wie z. B. „Vocal Ad-lib“ werden als bekannt vorausgesetzt (das sind kleine „Einsinger“ wie „oooooohhhh“, die dem Song mehr Volumen geben). Wer schon eine solide Grundlage im Abmischen von Musik hat, sollte sich aber schnell zurecht finden.

Das Buch besteht aus vier Teilen:

  1. Hören und Abhören
  2. Mixvorbereitung
  3. Mischverhältnisse
  4. Nach Geschmack verfeinern

Hilfreich: Jeder Teil hat nochmal ein eigenes Inhaltsverzeichnis inkl. Seitennummer. Das erleichtert die Navigation im Buch ungemein.

Das Buch fängt etwas ungewöhnlich mit dem Thema „Hören“ an, also z. B. welche Abhörmonitore in welcher Aufstellung für das spätere Mischen sinnvoll sind. Im Laufe des Buches wird klar, wie wichtig diese Grundlage für den gesamten Mischvorgang ist.

Das Mischen an sich lernt man mit diesem Buch nicht, eher wie man die bereits vorhandenen Kenntnisse mit Hilfe von Profitipps noch verbessern kann. Charmant: Der Autor lässt immer wieder bekannte Größen aus der Branchen zu Wort kommen, die ihre eigenen Tipps in Form von Zitaten zum Besten geben.

Spannenderweise gibt das Buch auch einige Tipps für die Vorbereitung und das reine Aufnehmen in einem Tonstudio. Interessant auch für Menschen, die in einem Tonstudio aufnehmen, aber nicht selbst mischen wollen. Nur für diese Tipps würde ich das Buch aber nicht empfehlen, da der Fokus ganz klar auf dem Mischen liegt. Die Schreibweise ist locker-flockig und der Autor vermag es, den einen oder anderen Schmunzler in mein Gesicht zu zaubern. Inhaltlich ist das Buch jedoch sehr kompakt und bedarf eines konzentrierten Lesens.

Fazit: Für alle mit Vorkenntnissen, die tiefer ins Mixing einsteigen wollen

Themen u. a.

  • Nahfeldmonitore verwenden
  • Ergänzendes Monitoring
  • Schadensbegrenzung im Bassbereich
  • Von subjektiven Eindrücken zu objektiven Ergebnissen
  • Timing- und Tuning-Anpassungen
  • Comping und Arrangement
  • Mischverhältnisse
  • Kompression und Equalizer
  • Frequenzselektive Dynamikbearbeitung
  • Die Macht von Sidechains
  • Mischen mit Reverb und Delay
  • Stereoverbreiterung
  • Master-Bus-Kompression, Automation und Endfassung

Mike Senior: „Mixing Secrets – Musik mischen im Homestudio“. mitp 2020. 34,99 EUR. ISBN 978-3-7475-0120-7.

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Politik-Mentoring in Niedersachsen – ein Erfahrungsbericht

Am Anfang war der Bericht über ein Programm…

LogoVor gut zwei Jahren haben wir über ein Programm informiert, das mehr Frauen in die Politik bringen soll (s. Mehr Frauen für die Politik: Mentoring in Niedersachsen startet). Als politisch interessierter Mensch habe ich kurzerhand beschlossen, mich zu bewerben. Mit Erfolg! Ich hatte dann ein Jahr Gelegenheit, meinen Mentor und seine Fraktion zu begleiten, andere Mentor:innen und Mentees kennenzulernen und ein Rahmenprogramm mit Kickoff/Abschlussveranstaltungen sowie Schulungen zu besuchen. Die Schulungen haben dabei sehr unterschiedliche Themen adressiert wie z. B. den kommunalen Haushalt, Rhetorik und Wahlkampf.

Mein persönliches Fazit
Ich bin durch das Mentoringprogramm für mich klarer geworden, was ich will und was nicht. Ich weiß jetzt, dass die von mir gewählte Partei und auch die Kommunalpolitik als solches nicht das richtige für mich sind. Auf der anderen Seite habe ich wichtige Innenperspektiven bekommen. Ich habe seitdem einen großen Respekt vor allen Menschen, die sich kommunalpolitisch engagieren: Viel ehrenamtliche Arbeit, lange Abendtermine in Ausschüssen, Ratssitzungen und anderen Terminen und (gefühlt) wenig Dankbarkeit. Dafür aber die Möglichkeit, Themen adressieren und stellenweise auch mit entscheiden zu können.

Meine Empfehlung
Wer politisch interessiert ist und einen ersten Andockpunkt sucht, sollte unbedingt nach dem Programm „Frau macht Demokratie“ (oder ähnlichem) Ausschau halten. Man kann unverbindlich reinschnuppern und auch schon erste, wertvolle Kontakte knüpfen. Zudem bekommt man schon mal einen ersten Einblick, wie der Politikbetrieb läuft.

Für Niedersachsen wird es vermutlich vor der nächsten Kommunalwahl (2025/2026) eine weitere Mentoringrunde geben. Also Augen offen halten und traut euch!

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She transforms IT: Initiative für mehr Frauen in der Digitalisierung

Screenshot des LogosZu wenige Frauen an an den wichtigen Schalthebeln der Digitalisierung? Ja, sicher.

Dagegen möchte die Initiative #SheTransfomsIT etwas unternehmen und vor allem junge Frauen und Mädchen über weibliche Vorbilder motivieren, MINT-Berufe zu ergreifen. Zum Netzwerk gehören derzeit u. a. Politikerinnen, Professorinnen und Influencerinnen.

Mehr Infos: www.shetransformsit.de
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Wissenschaftliches Video-Portal TIB-AV

Screenshot der Website Das TIB AV-Portal ist ein Portal für wissenschaftliche Videos aus unterschiedlichen Disziplinen, u. a. Technik, Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik, Physik.

Zu den Themen gehören Computervisualisierungen, Lernmaterialien, Simulationen, Experimente, Interviews, Videoabstracts, Vorlesungs- und Konferenzaufzeichnungen und mehr. Bekannte Herausgeber im Portal sind neben diversen Universitäten auch die Konferenzen re:publica oder FOSDEM (Free and Open Source Developers’ European Meeting). Man kann selbst eigene wissenschaftliche Videos veröffentlichen. Das Portal bietet:

  • Hosting & Langzeitarchivierung der Videos
  • Automatische Metadatenanreicherung
  • Dauerhafte Zitierbarkeit mit Digital Object Identifier (DOI)
  • Verlinkung zwischen Video, Artikel, Forschungsdaten, NameIDs
  • Semantische Suche
  • Rechtskonforme Veröffentlichungspraktiken

Viel Spaß beim Suchen und Veröffentlichen!

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Instructables: Community für Maker

Früher nannte man sie Bastler*in, heute heißt dasselbe „Maker“. Für Menschen dieser Gattung oder Interessierte an Projekten eben jener Gattung kann ich wärmstens die Seite instructables.com empfehlen. Hier werden sehr viele spannende, lustige aber auch skurrile Projekte nicht nur vorgestellt, sondern eine entsprechende Nachbauanleitung wird gleich mitgeliefert. Wer schon immer Deko-Schneeflocken aus dem 3D-Drucker zaubern, riesige Hände aus Holz (für Social Distancing, ihr wisst schon…) basteln oder eine Geisterhausbeleuchtung mit dem Arduino steuern wollte, wird hier fündig.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Nachbauanleitungen nicht immer gut sind, sei es, dass wichtige Informationen fehlen oder der beschriebene Weg nicht funktioniert. Man kann über die Kommentarfunktion aber das Problem schildern und bekommt mit etwas Glück hilfreiche Rückmeldungen. Zum Stöbern und Amüsieren – auch ohne Nachbauen – ist die Seite aber allemal einen Blick wert.

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Alte Spiele neu entdecken

Screenshot„Ach weißt du noch damals, als wir $altesSpiel gezockt haben?“

Wer nostalgisch veranlagt ist und glaubt, dass das eigene alte Lieblingsspiel mittlerweile verloren ist und nicht mehr auf aktuellen Rechnern läuft, sollte sich die Webseite Classicreload anschauen. Hier finden sich über 6000 alte Windows-, DOS- und Konsole-Spiele:

  • Sid Meier’s Civilization
  • Doom II
  • Prince of Persia
  • Alone in the dark
  • Dungeon Keeper
  • u.v.m.

Das älteste Spiel ist aus dem Jahr 1972!

Der Clou: Alle Spiele lassen sich im Browser spielen, Google Chrome oder Mozilla Firefox vorausgesetzt.

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Tipp: Analogie-Wörterbuch für IT-Fachbegriffe

Versteht mich doch!

Wie erklärt man einer nicht so IT-affinen Person einen IT-Fachbegriff wie API, DDoS oder HTTP?

Häufig nutzt man dafür andere IT-Fachbegriffe und hängt seine Zuhörer*innen schnell ab. Das englischsprachige Sideways Dictionary geht einen anderen Weg und zeigt eine oder mehrere Analogien für entsprechende Begriffe – ganz ohne „Fachchinesisch“.

Beispiele

Screenshot

Oder: API wird über die Schnittstellen am eigenen Fernsehgerät, DDoS mit 20 Sumo-Wrestlern und HTTP mit dem „Bat-Signal“ aus den Batman-Filmen erklärt. Die besten Analogien können „hochgevotet“ werden und wer mag, kann auch eigene einreichen.

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Zeitgeschenk für SWE: Bald Open Source Sabbatical in München?

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Im Stadtrat München liegt derzeit ein Antrag mehrerer Fraktionen vor, ein Sabbatical einzurichten für interessierte Open Source Entwickler*innen. Das Sabbatical soll dabei bewusst auch offen für internationale Bewerbungen sein und Frauen werden als Bewerberinnen besonders gerne gesehen.

Wer daran Interesse hat, sollte die nächsten Wochen und Monate das Geschehen im Münchner Stadtrat besonders im Auge behalten.

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Linux-Aufräumhelfer Stacer

Screenshot von StacerWer einen Linux-Rechner hat, nutzt häufig die Konsole, um administrative Arbeiten zu erledigen. Beispielsweise um zu überprüfen, wie viel Platz noch auf der Festplatte ist, um einen hängenden Prozess abzuschießen oder um Log-Dateien nach einem Crash zu sichten. Für viele dieser Tätigkeiten gibt es bereits grafische Benutzungsoberflächen. Wer lieber ein einziges Tool für vieles haben will, sollte sich Stacer anschauen.

 

 

Mit dem Tool lassen sich unter anderem

  • Start-Apps festlegen
  • Log-Dateien einsehen und löschen
  • Installierte Pakete ansehen und löschen
  • CPU-, Netzwerk- und Arbeitsspeicher-Auslastung visualisieren
  • Installations-Repositories verwalten
  • Laufende Prozesse überblicken
  • u.v. m. …

Stacer gibt es für Ubuntu, Debian und Fedora. Wer mag, kann aber auch den Quellcode selber kompilieren. Alle Informationen dazu finden sich im GitHub-Repository von Stacer.

Happy aufräuming!

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Tipp: Podcast „She likes Tech“

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Tipp: Ein NDR-Podcast von und mit Frauen über Tech-Themen für alle Geschlechter. Die bisherigen Folgen:

  1. Chips im Kopf
  2. Der Instagram Hack
  3. Apps mit Suchtgefahr
  4. Streit um die Corona-Warn-App
  5. Warum ist KI manchmal rassistisch?

 

Einfach mal reinhören. Und wer weiß, vielleicht findet sich ja auch bald eine unserer Leserinnen im Podcast wieder? :)

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rC3 statt 37C3

remote Chaos Experience (rC3) statt Chaos Communication Congress (37C3)

Chaos digital

Screenshot CCC Event BlogDer CCC richtet in diesem Jahr erstmalig die Remote Chaos Experience (rC3) statt einer Veranstaltung vor Ort in Leipzig aus.
Dafür braucht es Kreativität, Experimentierfreude und tatkräftige Unterstützung. Und dazu gibt es jetzt schon Infos auf der Website.

Was erwartet mich?

Die rC3 wird eine Vielzahl von kleinen lokalen Events in den örtlichen Hackspaces mit einem gemeinsamen Programm von gestreamten Talks, Online-Workshops, Kunst, Kultur und verschiedensten Formen des vernetzten Zusammenseins.

In den vergangenen Monaten konnte der Club mit dem digital verteilten Online-Chaos wichtige Erfahrungen sammeln. Für die rC3 gilt es, noch darüber hinauswachsen. Dafür werden alle gebraucht, die mitmachen und mitgestalten wollen.

Mehr Infos

https://events.ccc.de

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