Führen in Projekten
Projektleiterinnen oder -leiter sind meist nicht disziplinarisch vorgesetzt. Sie müssen ohne Weisungsbefugnis Personen leiten, die nur auf Zeit, teils teilweise, mehr oder weniger frei… in einem Projekt arbeiten. Dieses Buch will in Sachen Projektleitung unterstützen und zeigen, wie es gelingt, quer zu den hierarchischen Strukturen zu führen. Es thematisiert kritische Schlüsselsituationen anhand eines typischen Projektverlaufs und gibt Empfehlungen, um die eigene Handlungskompetenz zu verbessern.
Die Perspektive ist interessant: Die psychologische Sichtweise der Projektarbeit, typische Stolperfallen, weit verbreitete ungeschriebene Spielregeln. Dazu Tipps (keine vorgefertigten Antworten), um damit konstruktiv umzugehen. Als roter Faden dient der Ablauf des Projekts vom Start bis zur – bewussten, nicht rein zeitlichen – Beendigung der letzten Projektphase. Erste Erfahrungen im Projektgeschäft erleichtern das Verständnis. Das kann auch vorausgesetzt werden, denn die Projektleitung wird i.d.R. ja keinem absoluten Neuling angeboten.
Schon der Einstieg ist gut dargestellt. Er stellt u. a. einen pragmatischen Ansatz für das Aufstellen einer Machbarkeitsübersicht bereit (Erfolgsfaktoren mit Relevanz versehen, Stabilitätsannahmen und ob bzw. welche weiter gehenden Vereinbarungen für einen Projekterfolg notwendig sind). Abgerundet durch den Hinweis, wie eine Analyse von Konsequenzen aussehen kann.
Ebenfalls hilfreich zum Projektstart: Frageliste für das Einrichten eines Projekts oder beim Übernehmen einer Projektleitung. Der Abschnitt zum Thema Besprechungen hingegen ist auch für andere Gelegenheiten gut zu gebrauchen.
Sehr gut hat mir persönlich gefallen, dass es jede Menge Fragen und Impulse für eigene Lösungen gibt, keine praxisfernen Schema-F-Wiederholungen aus verstaubten Büchern und Seminaren.
Uiuiui… das Buch gefällt mir immer besser, je weiter ich darin lese. Nach zwei Feierabenden bin ich schon durch. Soll heißen: Keine Längen im Text, es kommt keine Langeweile auf. Kein Wort zuviel, und das auch noch übersichtlich und lesefreundlich gegliedert. Gr0ßartig ist erklärt, wie in Konfliktsituationen allmählich ein Scheinfrieden entsteht, der die Leistung des Teams stark beeinträchtigt. Da geht es an die Dinge, die Projekte erfolgreich machen oder sie scheitern lassen. Fehlt nur noch eine Projektumgebung, die selbstbewusst genug ist, diese Themen anzupacken.
Apropos, es gibt viele Tipps, die nur in der richtigen Arbeitskultur funktionieren können. Es braucht zum Beispiel den Mut, das das Team sich reflektiert und die Mitglieder auf individueller Ebene auch keine Angst davor haben, sich selbst in Frage zu stellen. Natürlich immer mit dem Ziel, in der Zukunft Probleme abzumildern oder die Leistung zu erhöhen und damit Ergebnisse zu verbessern. Was – seien wir ehrlich – ja auch mehr Spaß macht. Wer das passende Arbeitsumfeld hat, für diejenigen gibt es hier wertvolle, konkrete, recht praktische Hinweise zur Durchführung eines Teamreflexionsworkshops.
Und der Rest ist auch sehr konstruktiv.
Fazit: Besser als jedes herkömmliche Projektmanagementseminar
Themen
- Projektstart
- Projektauftrag
- Machbarkeitsanalyse
- Vereinbarungen für den Projekterfolg
- Risiko: Selbstverständlichkeiten sind nicht selbstverständlich
- Der Ernstfall
- Führung behalten
- Rolle der Projektleitung
- Verborgene Erwartungen
- Projektteam
- Liefer- und Leistungsvereinbarung trennen
- Teamentwicklung
- Projektbesprechung
- Struktur und Dynamik
- Projektleitung als Konfliktmanagement
- Zusammenarbeit mit der Linie
- Widerstände im Projektverlauf
- Interessenlage der Linie
- Risiko: Personifizierung des Konflikts
- Interaktionsmuster in der Zusammenarbeit
- Leistungsverluste
- Tipps und Hinweise zur Optimierung
- Anforderungen an die Projektleitung
- Handlungsmotive
- Projektabschluss gestalten
- Erfahrungen auswerten und nutzen
- Fragen zur Rückschau
- Ressourcenverschwendung vermeiden
- Teamdiagnose
Detlev Stabenow: „Training kompakt. Führen in Projekten“. Cornelsen 2013. 9,95 EUR. ISBN 978-3-589-24242-9.
Maria
Bisschen viele Wörter. Und leider wild durcheinander…
Eines Tages entdeckt ein kleiner Pinguin, dass er anders ist als die anderen.

Entspannter arbeiten: Das geht mit Computer, Tablets oder Smartphones – wenn man weiß, wie. Dieses dünne Buch bringt leicht umsetzbare Ideen für den eigenen Arbeitsplatz und für die flüssige Zusammenarbeit auf den Punkt. Es liefert erprobte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, nützliche Checklisten, ergänzende Downloads und hilfreiche Videoclips (auf der Website). Es will dabei unterstützen, den Alltag besser zu meistern. Sämtliche Methoden und Best Practices kommen aus der Praxis. Und das merkt man auch. Die kurzen Beschreibungen kommen der Leserin entgegen, die lieber stöbert als von vorn bis hinten alles durchzulesen.


Das Buch ist guter Ideengeber für Kindergeburtstage, für Spiele beim Familienwandern, für die Pausen in Vor- und Grundschule, gegen Langeweile am Nachmittag – und überhaupt. 100 alte Spiele stellt die Autorin hier vor.
Ein klassisches Lehr- und Übungsbuch, das sich zum Ziel setzt, ein praxisnahes Studium der Modellierung von Geschäftsprozessen zu unterstützen. Die Elemente der Business-Process-Model-Notation werden systematisch vorgestellt. Bereits im ersten Kapitel wird auch das sogenannte „Marken-Konzept“ vorgestellt. Das hilft, um den Kontext zu erfassen, und deswegen hilft es auch beim weiteren tieferen Eintauchen in die Materie. Viele Beispiele veranschaulichen das Prinzip. Das Ziel der Modellierung, wohldefinierte und für alle Prozessbeteiligten klar geregelte Abläufe und Verantwortlichkeiten, wird ebenfalls in seiner Relevanz erklärt. Den Schluss des Buches bildet ein eigenes Kapitel voller Übungsaufgaben und Kontrollfragen (mit Lösungen).
Acitiviti ist ein Prozessengine-Framework für BPMN 2.0, und zwar Open Source. Es stellt eine Umgebung zur Verfügung, in der man Geschäftsprozesse (und natürlich auch entsprechende technische Prozesse) modellieren und laufen lassen kann. Das Activiti-Projekt ist im Zusammenspiel mit Alfresco entstanden. Es bietet verschiedene Tools an, die teilweise über die reine BPMN-Funktionalität hinausgehen, z. B. eine eigene Perspektive für Business-Analyst*innen, ein Eclipse-Plugin für Entwickler*innen und eine Oberfläche fürs Managen der Prozesse. Der Autor ist selbst Core-Entwickler von Activiti, was für Fachkompetenz hinter den beschriebenen Inhalten sorgt.


