Dozentinnenkonferenz der Informatica Feminale

Frauenorientierte Lehr- und Lernformen in Informatik und Technik

Fr, 20. Jun. 2003, 10 – 17 h
Sa, 21. Jun. 2003, 9 – 16 h

FH Karlsruhe + Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM)

Leiste

Die öffentliche Konferenz ist für alle interessant,
die technische Inhalte vermitteln wollen.
Ehemalige, aktuelle und zukünftige Dozentinnen
der if sind natürlich besonders gern gesehen.
Ob Forschungsergebnisse zur Didaktik in der Informatik, Best-Practice-Beispiele
zur geschlechtssensitiven Lehre oder der Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten –
hier geht’s zur Sache!

Neue Anregungen für eine lebendige und motivierende Lehre
sind garantiert. Nicht zuletzt durch die Führung durch das ZKM,
in deren Fokus dessen didaktisches Konzept steht.

Ausführliche Infos zur Konferenz
findet Ihr auf der Website der informatica feminale.

Klar, Ihr könnt Euch auch gleich anmelden:

Netzwerk Frauen.Innovation.Technik Baden-Württemberg

E-Mail: vge@fh-furtwangen.de
www.netzwerk-fit.de/informatica

Leiste

Links:
Dozentinnenkonferenz auf der if-Website
Zentrum für Kunst und Medientechnologie
FH Karlsruhe (17 Min vom Hbf mit Straßenbahn oder S-Bahn)
Stadt Karlsruhe
Jugendherberge Karlsruhe (Kategorie III)

 Maria

von Maria

Bedürfnisse als Entwicklungsvorgabe

Bedürfnisse als Entwicklungsvorgabe

Buchrezensionen

Das intelligente Interface
Usability for the Web

Das intelligente Interface

Cover
Der Autor ist der Mac-Vater Jef Raskin, Erfinder der 1-Tasten-Maus.
Das Buch liefert eine Einführung in kognitives Bewusstsein bzw. Unterbewusstsein und erklärt
Eigenheiten der menschlichen Aufmerksamkeit.
Das zentrale Thema ist die Mensch-Maschine-Kommunikation über Interfaces,
von Beispielen wie Videorekorder über Radios bis
zu Anwendungen.
Im Buch geht es nicht um Software-Entwicklung!

Leider streut Raskin zu wenige Schwarz-Weiß-Bilder ein,
mit eher dürftiger Qualität. Schade bei dem Thema…Vermisst habe ich noch mehr konstruktive Anregungen,
auch wenn der Autor ab und zu etwas Praktisches erwähnt.
Der Stil ist sehr technisch: Das Buch wirkt antiquiert, Zitate und Beispiele stammen
teilweise aus den frühen Neunzigern.

Raskin schreibt problemorientiert: Welche Designaspekte gibt es?
Wie (re)agiert der Mensch?
Aufgabe des Interfaces:
Dem Anwender soll das automatisierte Arbeiten erleichtert werden.
Zum Einschätzen eines Interfaces stellt der Autor
u. a. eine Methode der Zeitmessung vor.
Ein sehr schönes Beispiel aus dem Buch ist das für Oberflächen
eines Umwandlers von Grad Celsius in Fahrenheit oder umgekehrt.

Radikal wirkt der Vorschlag, Dateinamen komplett abzuschaffen.
Stattdessen soll eine Volltextsuche in den Datei-Inhalten das Gesuchte finden.
Ein weiterer Kritikpunkt Raskins: Eine Anwendung sollte eine Funktion nur auf eine Weise
anbieten. Also nicht:
Strg + C und ein Kopier-Icon
und in der Menüleiste „Bearbeiten > Kopieren“.

Jef Raskin:
„Das intelligente Interface.
Neue Ansätze für die Entwicklung interaktiver Benutzerschnittstellen“.
Addison-Wesley 2000. 29,95 EUR. ISBN 3-8273-1796-7.

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Usability for the Web

Cover
Gleich vorweg: Das englischsprachige Buch ist sehr empfehlenswert!
Die Autoren geben viele gut kommentierte Beispiele, positive wie negative.
Alltagstauglich sind auch die Checklisten und Fragebögen,
die frau in jedem Kapitel findet.
Die Anleitung zum Mockup hat mir besonders gefallen:
Dort lernt frau Skizzentechniken für den Layoutentwurf.
Die Leserin lernt desweiteren Prototyping für Websites.
Die Autoren stellen natürlich auch Vorgehensweisen zum Schreiben von Webtexten vor.

Knapp 500 Seiten behandeln die Bereiche Anforderungsanalyse, Konzeptionelles Design, Mockup (‚Nachbildung‘) und Prototypen,
Umsetzung, Launch und schließlich die Abschluss-Auswertung.
Im Anhang unterziehen die Autoren www.whitehouse.gov
einer gründlichen Usability-Prüfung.

Als besucherinnenfreundliche Anregung dienen der Webmistress die nützlichen FileNotFound-Beispiele.
Sie enthalten Infos, wie die Besucherin doch noch die richtige Seite findet:
Tippfehler suchen, Suchmaschine benutzen, Links zu Übersichtsseiten…
Und wer schon immer mal wissen wollte,
wie das ist mit XML und Usability: Das Buch beantwortet diese und viele, viele andere Fragen.

Themen

  • Zielgrupppen und Ziel-Plattformen
  • Nuzterinnenanforderungen analysieren
  • Aufgaben analysieren
  • Informationsarchitektur
  • Seitenlayout
  • Design-Elemente
  • Usability in der Software-Entwicklung
  • Pre-Launch und Post-Launch
  • Usability-Auswertung

Tom Brinck, Darren Gergle, Scott D. Wood:
„Usability for the Web. Designing Web Sites that work“.
Academic Press 2002. 49,95 US Dollar. ISBN 1-55860-658-0.

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Maria

von Maria

Perl, das ganze Perl und nichts als Perl

Rezensionsreihe Sprachkurse heute: Scriptsprache Perl

Perl fürs Web
WCM mit Perl
Perl für Profis
easy Perl
Perl 5 – kurz & gut

Perl fürs Web

Cover
Martin Kästner ist Jahrgang ’79, Diplomarbeit in Wirtschaftsinformatik 2003,
wurde von seiner Mutter während des Schriftstellens mit Nahrung versorgt.
Neben diesen wichtigen Informationen enthält das Buch auch noch jede Menge Perl.
Angefangen vom Einrichten der Testumgebung, über Datentypen und Kontrollstrukturen
sowie die unvermeidlichen regulären Ausdrücke gibt das Buch Einblicke
bis hin zu SQL und Warenkorbsystemen.

Im Anhang und auf der CD gibt es Lösungen zu Fragen und Aufgaben.
Selbstverständlich steht auch eine Website zum Buch zur Verfügung,
mit allen bisher vergessenen Lösungen.

Weitere Themen:

  • Subroutinen
  • Dateien und Verzeichnisse
  • MySQL
  • Grafiken
  • Datum und Zeit
  • Web, FTP, Email und News
  • CGI.pm-Funktionen
  • Texte manipulieren
  • Session-Management

Martin Kästner:
„Perl fürs Web“.
Galileo Press 2003. 39,90 EUR. ISBN 3-89842-245-3.
632 Seiten, CD-ROM.

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Web Content Management mit Perl

Cover
Die Zielgruppe dieses Buches sind Perlprofis, die sich aufmachen, cgi-Scripte zu schreiben.
Nichtsdestotrotz ist das Buch auch für Programmierende geeignet,
die (noch) keine Profis sind, denn es ist sehr verständlich geschrieben.
Die Leserin kann sich an dem benutzungsfreundlichen Band erfreuen:
So spielt der OpenSource-Gedanke eine große Rolle,
es steht auch mal ein kleiner, nützlicher JavaScript-Schnippsel neben dem Perlcode und
zu Problemen werden Lösungsalternativen vorgestellt.

Dabei kommen nicht nur die Vor- sondern auch die Nachteile zur Sprache.
Sicherheitsprobleme beim Einsatz von Cookies werden nicht verschwiegen,
überhaupt bekommen Sicherheitshinweise und Warnungen einen angemessenen Raum
innerhalb der Kapitel. Das alles sehr strukturiert und leicht verdaulich aufgeschrieben.

Mein persönlicher Lieblingsabschnitt ist die Programmierung einer Flatfile-Datenbank,
die ganz auf txt-Files basiert. Wer keine Relationen braucht,
kommt schnell und mit einfachen Mitteln zu editierbaren Inhalten.
Für größere Vorhaben werden MySQL als wichtige Freeware-Datenbank und
das Perl-Modul DBI (DataBase Interface) übersichtlich erklärt.

Themen:

  • Perl-Entwicklungsumgebung
  • Installation von CPAN- und PPM-Modulen
  • Kontaktformular
  • Embedded Perl
  • Template-Engine
  • Flatfile-Datenbank, Bilddatenbank, Audiodatenbank
  • SQL-Anbindung
  • Session-Management
  • Redaktionssystem: File-Upload,
    beliebige Dateiformate als Content und verschiedene Dokumentenklassen
  • WAP und WML; CSV-, XML- und HTML-Export; FTP-Upload
  • Mailinglisten
  • Apache-Module, Aufbau eines Application-Servers, externer Content

Christian Hahn:
„Web Content Management mit Perl“.
Galileo Press 2003. 44,90 EUR. ISBN 3-89842-275-5.
540 Seiten, CD-ROM.

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Perl für Profis

Cover
Wie es sich gehört, gibt es sämtliche Listings aus dem Buch online.
Frau kann problemlos querlesen, einfach irgendwo einsteigen.
Netterweise berücksichtigt der Autor Betriebssystem-Unterschiede
und strebt BS-Unabhängigkeit an. Leider ist der Index für ein 300-seitiges Buch
sehr knapp gehalten. Dafür, dass es sich um kein Anfängerbuch handelt,
ist der Inhalt sehr gut verständlich.
Ursprung des Buches sind iX-Artikel, die Christian Kirsch aktualisiert
und durch weitere Texte ergänzt hat.

Mehrteilig:

  • Fundamente
  • Traditionelle Anwendungen
  • Bausteine für’s Web
  • Web-Anwendungen

Christian Kirsch:
„Perl für Profis. Bausteine fürs Web und fortgeschrittene Anwendungen“.
dpunkt.verlag 2002. 36,- EUR (D) / 37,10 EUR (A). ISBN 3-89864-137-6.

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-- Wiederholung --

easy Perl

Buchcover easy Perl
Das Schöne an dem Buch ist, dass frau zwischendurch immer mal wieder schmunzeln kann.
Wer Brigitte schon mal live erlebt hat, kann sich das vorstellen…
Das Buch ist auf die Praxis zugeschnitten und prima geeignet für Programmiermuffel wie mich,
die immer mal wieder einen netten Tritt in den Hintern brauchen,
um weiterzumachen. Es macht Spaß!

Das Buch wendet sich an Leute, die mit Perl anfangen wollen, das Programmieren zu lernen.
Die Umschlagseiten sind innen mit Kurzübersichten bedruckt,
was an die guten alten Spickzettel erinnert und das Nachschlagen erleichtert.
Ohne viel Fachchinesisch werden die notwendigen Schritte
und die grundlegenden Methoden erklärt. So gibt es schnell Erfolgserlebnisse.
Ein weiterer Pluspunkt: Frau kann mit kostenloser Software einsteigen,
die leicht zu installieren ist.
Verglichen mit all den anderen Programmier-Selbstlern-Büchern,
ist Easy Perl wirklich sehr motivierend.

Inhalte:

  • Perl-Tools und ihre Installation
  • Von HTML zu Perl
  • Eingabe und Ausgabe
  • Mathematik in Perl
  • CGI-Programm
  • Zeit auf der Webseite
  • Arrays und Hashes
  • Web-Formular-Daten bearbeiten
  • Photoalbum
  • Counter
  • Patterns – Mustersuche
  • Passende Module
  • Perl-Magie

Brigitte Jellinek: „easy Perl – leicht, klar, sofort“.
Markt+Technik 2001. 14,95 EUR (D). ISBN 3-8272-6153-8

-- Wiederholungende --

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Perl 5 – kurz & gut

Buchcover Perl 5
Ein typisches O’Reilly-Buch. Knapp, kurz, mit 8,- EUR auch noch einigermaßen günstig.
Zum Nachschlagen gemacht. Hingehen, kaufen, benutzen.

Johan Vromans, Übersetzung von Peter Klicman: „Perl 5 – kurz & gut“.
O’Reilly 2000. 8,- EUR (D). ISBN 3-89721-227-7

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Maria

von Maria

Von Bremen in ferne Galaxien

Raumfahrt und die Mission Erde

Ausstellung im 21. Juni – 5. Oktober 2003

Der Weltraum – zu Gast im Überseemuseum.
Dort kann frau den Raumgleiter Phoenix bestaunen
und die Bedeutung Bremens als Raumfahrtstandort ergründen.
Das Schöne daran ist, dass die Ausstellung während des Sommerstudiums läuft.
Wer also genug hat von Bits und Bytes, verlässt die Erde einfach ein paar Stunden …

(C) Arianespace
Die Besucherin taucht draußen vor dem Museum schon tief ein ins Geschehen:
Dort stehen während der Sonderausstellung Objekte aus der Bremer Raumfahrt.
Drinnen warten die Arianen 4 und 5 und ein Vulcain-Triebwerk. Nein,
noch weiß ich nicht, was das ist.

Natürlich darf der Fallturm, den wir vom Unigelände her kennen, nicht fehlen.
Ein Modell davon veranschaulicht das Prinzip der Schwerelosigkeit in der Fallkapsel.
Die Besucherin erlebt weitere physikalische Experimente und
darf in einem Aquarium die Raumkrankheit testen.

Was nutzt die Raumfahrt?
Was braucht frau für eine Fahrt ins All?
Bin ich fit genug dafür?
Wie sieht der Alltag da oben aus und welchen Gefahren begegnen Astronautinnen?
Antworten auf diese und andere Fragen
bekommt frau u. a. in der Abteilung "Das All für Alle".

(C) ESA
Für Kinder gibt es "Sonne, Mond und Sterne".
Dort gilt es, interaktiv das All zu entdecken und sinnlich zu erspielen:
Sonnensystem erforschen, im Weltraumtunnel schweben,
Kontakt zu Außerirdischen aufnehmen … an 13 Stationen.

Öffnungszeiten:
Di – Fr von 9 – 18 Uhr
Sa + So von 10 – 18 Uhr
Mo geschlossen

Space Park

Ab der zweiten Jahreshälfte 2003 hat Bremen eine neue Attraktion.
Der Space Park öffnet als Freizeitpark für Raumbegeisterte.
Das Entertainment-Shopping-Center lädt die Spaßgeneration
zum Freizeitvergnügen.

Zeitvertreiber:

  • 3-D Virtual Reality Coaster, eine Hightech-Achterbahn mit selbstbeschleunigendem Antrieb durch das gesamte Center
  • 4-D Theater, das Holographie-Deck eines Förderations-Raumschiffes mit der vierten Dimension: Bewegung, Gerüche u. ä.
  • Planet Quest, Endlos-Transportsystem durch verschiedene Zeit-Räume: Retrospektive der Entdeckung intelligenter außerirdischer Lebensformen (Hab ich da was verpasst …?)
  • Multiplex-Kino-Centrum
  • Restaurants, Bistros, Cafés und Fast Food

26 Hektar Freizeitspaß direkt an der Weser bietet also alles,
um mal vom Alltag abzuschalten – falls Ihr während des Sommerstudiums überhaupt dazu kommt ;-)

Links:
Übersee-Museum
Bremen
www.space-park-bremen.de in Gröpelingen

 Maria

von Maria

Bewerbung

Buchrezensionen

Initiativbewerbung
Kreative Bewerbung
Internet-Bewerbung

Die erfolgreiche Initiativbewerbung

Cover
Wie der Untertitel verrät, richtet sich dieser Ratgeber nicht an Berufseinsteiger, sondern an wechselwillige Profis. Wie bei allen Bewerbungsratgebern geht es erst einmal ans Eingemachte: Wer bin ich und was will ich überhaupt?
Dazu kommen reichlich Tipps für die Herangehensweise, Übungen und Beispielfragen, mit deren Hilfe frau sich an ihr Profil herantasten kann.

Obwohl sich die Autoren nicht an eine bestimmte Branche wenden, sind viele Beispiele auch für den IT-Sektor brauchbar.
Besonders gefallen hat mir der Teil, in dem Püttner und Schnierda zeigen, wie frau telefonisch Kontakt aufnimmt. Besonders anschaulich sind die So-Nicht-Beispiele.

Große Heiterkeit rief bei mir der Tipp hervor, frau möge doch freundlich und sachlich mit den Personalverantwortlichen kommunizieren. Ja, wie machen wir das denn sonst immer?!?
Okay, insgesamt überzeugt mich das Buch. Es ist kompetent und praxistauglich geschrieben. Die Leserin von der Blind- zur Initiativbewerbung zu begleiten, erreichen die Autoren nicht zuletzt durch die Vielfalt der berücksichtigten Themen.

Zum Inhalt:

  • Initiative zeigen
  • Berufliche Ziele erkennen
  • Wunscharbeitgeber
  • Networking
  • Argumente für den Wechsel
  • Telefonische Kontaktaufnahme
  • Bewerbungsmappe: Initiativanschreiben, Lebenslauf und Foto
  • Messekontakte
  • Online-Bewerbung und Stellengesuch
  • Rückmeldung des Unternehmens und Nachfassaktionen
  • Trainingsprogramm: Aus Fehlern lernen

Christian Püttner, Uwe Schnierda:
„Die erfolgreiche Initiativbewerbung.
Der Praxisratgeber für Auf- und Umsteiger. Initiativ- statt Blindbewerbung“.
campus 2002. 17,90 EUR. ISBN 3-593-36944-3.

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Praxismappe für die kreative Bewerbung

Cover Svenja Hofert behandelt in dem A4-großen Band wirklich Außergewöhnliches. Einige Beispiele wirken wie frisch aus der Werbeagentur – nicht gerade seriös…
Nichtsdestotrotz gibt es viele Anregungen auch für Kleinigkeiten, die der eigenen Bewerbungsmappe das gewisse Etwas verleihen.
Layout, Anschreiben, Lebenslauf, die Dritte Seite, die Mappe an sich. Alles wird kurz angesprochen. Dabei thematisiert Hofert auch das Vorstellungsgespräch und hilft beim Interpretieren von Stellenanzeigen. Wichtig auch der Tipp: Die Bewerbung muss zur Frau passen! Also kein forsches Anschreiben für Schüchterne!

Svenja Hofert:
„Praxismappe für die kreative Bewerbung. Wie Sie auffallen und überzeugen.
Mit erfolgreich getesteten Musterbewerbungen!“.
Eichborn 2002. 15,90 EUR. ISBN 3-8218-3819-1.

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Praxismappe für die perfekte Internet-Bewerbung

Cover Noch ein Ratgeber von Svenja Hofert. Leider nicht besonders gut. Online-Bewerbungsformulare erklären sich größtenteils von selbst. Bei den Email-Bewerbungen stellt die Autorin zwei Emailprogramme vor, das dürfte eher für Nicht-Informatikerinnen interessant sein. Bei den Datei-Anhängen steht rtf vor pdf, auch nicht ganz gelungen. Das Scan-Kapitel ist für Unerfahrene hilfreich, das Powerpoint-Kapitel… Nein. Nicht nur, dass ich die Akzeptanz dieser Art der Bewerbung anzweifle. Es sind auch sachliche Fehler drin: Zu einer Folie mit Serifen-Schrift gehört ein Beschreibungstext, der behauptet, es gäbe keine Serifen. Hmpf. Soll ich noch erwähnen, dass es eine Anleitung gibt, um mit Word eine Bewerbungshomepage zu erstellen? Auch die Design-Beispiele haben mich nicht überzeugt.

Fazit: Den Preis ist das Buch nicht wert.

Themen:

  • Online-Formulare
  • Email-Bewerbung
  • Unterlagen Scannen
  • Powerpoint
  • Bewerbungshomepage

Svenja Hofert:
„Praxismappe für die perfekte Internet-Bewerbung. „.
Eichborn 20012. 15,90 EUR. ISBN 3-8218-1569-8.

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Natürlich:
Eure Buchtipps 2002

von Maria

Beruf und Karriere

Buchrezensionen

Kommunikationstrainer
Kommunikette 2.0
Business-Knigge
Trouble-Shooting für den ersten Führungsjob

Kommunikationstrainer für Beruf und Karriere

Cover Marion Grünberg hat auf 160 Seiten genau das abgehandelt, was der Titel verspricht und die Leserin erwartet. *freu*

Zunächst geht es darum, was Kommunikation überhaupt ist, wie wir Informationen aufnehmen und welche typischen Kommunikationsstile es gibt. Passend dazu werden Rollen dargestellt – berufliche Position, Teamplayer, Frau – und wie frau
mit dem Wissen darum weiterkommen kann.

Zu den Kommunikationswerkzeugen zählen Zuhören, Ich-Aussagen, Feedback, Fragen und verständliche Formulierung. Auch (Körper-) Sprache und Stimme gehören dazu.

Ausgiebig werden die Kommunikationssituationen behandelt. Neben allgemeinen Fähigkeiten wie „Smalltalk beherrschen“ und
„Schlagfertig reagieren“ geht es um das professionelle Telefonieren, Besprechungen, Vorträge & Präsentationen sowie erfolgreiches Verhandeln. Alles bekannt soweit. Und gefürchtet. Umso erfreulicher, dass sich der nächste Abschnitt ausgiebig dem Führen schwieriger Gespräche widmet.

Den professionellen Hintergrund der Autorin (Managementtrainerin, Hochschuldozentin für Führungstrainings und Coaching) merkt man dem Buch an. Im nächsten Kapitel spricht Frau Grünberg denn auch besonders ungeliebte Situationen an, als da wären Lampenfieber und Redehemmung, Umgang mit unsympathischen Menschen und belastenden Situationen.

Na, dann mal her mit den Themen:

  • Grundlagen der beruflichen Kommunikation
  • Werkzeuge der beruflichen Kommunikation
  • Typische berufliche Kommunikationssituationen
  • Schwierige Situationen im Berufsleben
  • Gut zu mir und gut zu anderen

Fazit: Sehr empfehlenswert!!!

Marion Grünberg: „Kommunikaitonstrainer für Beruf und Karriere. Überzeugend argumentieren, souverän vortragen, erfolgreich verhandeln“. Buchverlage Koch GmbH/Humboldt 2001. 8,90 EUR (D) / 9,15 EUR (A). ISBN 3-581-67149-2.

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Kommunikette 2.0

Cover Ein schönes Buch. Gut für’s Sofa und Tee mit Schokolade.
Gundolf Freyermuth schreibt sehr unterhaltsam, wie neue Technologien die Umgangsformen geprägt haben. Die Etikette unterliegt demnach einer eigenen Entwicklung, die selten so schnell ist wie der technische Fortschritt.
Der Autor beschreibt die Formen der technischen Kommunikation, Positiv- und Negativ-Beispiele. Was sich mittlerweile bewährt hat, listet er als Faustregeln auf, denen frau sich im Zweifel bedienen kann.

Im Abschlusskapitel steht die Frage des richtigen Kontaktmittels im Raum. Was uns zukünftig blüht, rundet das Büchlein als Ausblick ab: Der Kommunikator. Der große, persönliche Kommunikator. Schöne neue Welt!

Angesprochene Medien:

  • Email, pdf
  • Handy: Telefon, SMS etc.
  • Fax-Verkehr
  • Instant Messaging
  • Voicemail, Video-Chat

Gundolf S. Freyermuth: „Kommunikette 2.0. E-Mail, Handy und Co. richtig einsetzen“. dpunkt.verlag 2002. 6,90 EUR (D) / 7,10 EUR (A). ISBN 3-88229-191-5.

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Business-Knigge

Cover Auf 111 Seiten reißt die Autorin Outfit, Umgang mit Chef und Kollegen, Kommunikation und Geschäftsessen kurz an. Im Großen und Ganzen sind die Tipps gut einsetzbar. Leider bleibt Petra Begemann aber an der Oberfläche. Viel Neues habe ich in den ersten Kapiteln nicht gelernt. Dass frau sich im Unternehmen an die dortigen Gepflogenheiten anpasst, ist eine Binsenweisheit. Dennoch kann es sich lohnen, mal einen Blick in den Knigge zu werfen.
Tenor: Höflich sein und im Zweifel einfach Kollegen oder den Chef fragen.

Die So-mach-es-nicht-Beispiele brachten mich dann doch zum Schmunzeln. Und vor Meetings werde ich wohl ab und zu mal das entsprechende Kapitel zu Rate ziehen. Denn wie man die konstruktiv und effektiv gestaltet, beschreibt die Autorin nachvollziehbar.

Petra Begemann: „Business-Knigge. Wie Sie überzeugend auftreten – wie Sie Fehler vermeiden“. Eichborn 2001. 7,95 EUR. ISBN 3-8218-1658-9.

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Trouble-Shooting für den ersten Führungsjob

Cover Typische Probleme beim Führen stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Dabei geht es jedoch nicht um 08-15-Ratschläge, nach denen die Chefin vorgehen soll. Vielmehr listet der Autor zu jedem Problemfall ein paar Fragen und Anregungen für deren Beantwortung auf. Damit hat frau das Rüstzeug, um selbst auf die optimale Lösung zu kommen.

Nicht nur den Umgang mit Mitarbeitern, sondern auch allgemeinere Fragen aus dem Arbeitsalltag spricht Goldfuss an.
Wenn frau also einer Gehaltskürzung gegenüber steht, einen chaotischen Chef hat oder fürchtet, zur Workaholic zu werden, findet sie hier Denkanstöße.

Themen

  • Selbstmanagement (Arbeitszeit, Delegieren, Gefühle, Stress, Informiertheit…)
  • Karriereplanung (Firmenpolitik, mangelnde Arbeitsfreude, riskante Aufgabe…)
  • Kommunikation
  • Mitarbeiterführung (Fehlverhalten von Mitarbeitern, Motivieren und Kritisieren, multikulturelle Teams…)
  • Projektmanagement (Terminplan, parallele Projekte überwachen, Projektsabotage…)
  • Team (Neuaufbau, Meetings, Qualitätsverbesserung, Mitarbeitergespräch führen…)
  • Umgang mit dem Chef
  • Umgang mit Kollegen (Unternehmensfusion, Informationsfluss…)

Jürgen W. Goldfuss: „Trouble-Shooting für den ersten Führungsjob. Schnelle Lösungen für die brennendsten Probleme“. campus 2002. 21,50 EUR. ISBN 3-593-36905-2.

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von Maria

Einladung zum 6. Sommerstudium der Informatica Feminale

Liebe Studentinnen! Liebe Leserinnen und Leser!

Wir möchten Sie herzlich zum Sommerstudium der Informatica Feminale in die Universität Bremen einladen. In diesem Jahr wird es wiederum zwei Studienblöcke geben

Sie, liebe Leserin, haben die Möglichkeit, während drei Wochen intensiven Studierens unter Frauen neue Erfahrungen in Ihrem Studien- und Arbeitsbereich zu sammeln. Aber nicht nur das! Das Sommerstudium bietet neue Kontakte zu Frauen mit vielfältigem Lebenshintergrund und Einblicke in ungewohnte Themen der Informatik.

Als Teilnehmerinnen erwarten wir vor allem Studentinnen von Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Berufsakademien, die
Informatik oder verwandte Fächer studieren. Alle anderen interessierten Frauen sind ebenso herzlich willkommen.

Nach inzwischen fünf Jahren in Bremen und zwei äußerst erfolgreichen Jahren baden-württembergischer Informatica Feminale an der FH
Furtwangen und der Universität Freiburg erhielten wir auch diesmal eine breite Palette von Lehrangeboten, welche die Präsenz von Frauen in den
unterschiedlichen Informatikfeldern sichtbar machen. Professorinnen, hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen aus Deutschland
und Österreich werden Ihnen wie gewohnt interessante Fachbeiträge, Workshops und Kurse anbieten. In der Universität Bremen und der
Fachhochschule Furtwangen entstehen so Orte des Experimentierens. In einer lernförderlichen Atmosphäre können neue Konzepte ausprobiert
werden, die den Interessen von Frauen entgegenkommen und die in die regulären Informatikstudienangebote übertragen werden sollen.

Das Interesse von Unternehmen der IT-Branche an der Informatica Feminale freut uns sehr. Wir bedanken uns bei allen, die Studentinnen auf das
Sommerstudium hinweisen, sie zur Teilnahme ermutigen und sie dabei finanziell unterstützen.

Ein besonders großer Dank gilt den Dozentinnen, die auch in diesem Jahr wieder zu einem spannenden und abwechslungsreichen Programm beitragen.
Dem Programmkomitee hat es viel Spaß gemacht, das Sommerstudienangebot zusammen zu stellen. Wir freuen uns auf neugierige und diskussionsfreudige Teilnehmerinnen.

Julia Böttcher, Imke Brügman, Martina von Gehlen, Brigitte Hinteregger,
Annika Hinze, Sonja Hüwel, Brigitte Jellinek, Patricia Jung, Veronika
Oechtering, Maria, Andrea Schweer

Balken

Das Programmkomitee

6. Sommerstudium der Informatica Feminale

Ein kurzer Überblick

Daten
Sommerstudium: 25. August – 5. September 2003
Anmeldeschluss: 1. Juni 2003

Restplätze werden danach weiter vergeben. Das 140-seitige Programmheft des Sommerstudiums
und weitere Auskünfte sind erhältlich bei Veronika Oechtering unter der Adresse:
if@informatica-feminale.de

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Der Rahmen

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Schwerpunkte

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Öffentliche Veranstaltungen

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Außerdem wird es eine Zeitung geben…

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 Maria

von Maria

Sehen und zeigen

Buchrezensionen

Sehen und die Verarbeitung visueller Information
Visualisierung in Mathematik, Technik und Kunst

Sehen und die Verarbeitung visueller Information

Cover
Mallot liefert einen spannenden Einstieg.
Die biologischen Grundlagen des Sehens erläutert er u. a.
anhand von Bildern, die optische Phänomene verdeutlichen.
Das Buch ist interdisziplinär, geeignet für Psychologinnen genauso wie für Informatikerinnen,
die sich mit dem sehenden Computer auseinandersetzen möchten.
Dazu gibt es jede Menge relevanter mathematischer Formeln.
Mallot weist ausdrücklich darauf hin, dass diese beim ersten Lesen ignoriert werden können.
Folgt frau seinem Hinweis, ist das Buch ratzfatz ausgelesen
und motiviert für einen zweiten ‚formalen‘ Durchlauf.

Wer sich also für die Farbe isolierter Lichtpunkte, Neuronale Netze und Parallaktische Bildunterschiede
interessiert, ist mit dem Buch genauso gut bedient wie Freundinnen von
Gradientenverfahren, Visueller Navigation oder Psychophysik.

Palette:

  • Kontrast, Form und Farbe
  • Räumliche Tiefe
  • Bewegung

Hanspeter A. Mallot:
„Sehen und die Verarbeitung visueller Information. Eine Einführung“.
Vieweg Verlag 2000. 39,90 EUR. ISBN 3-528-15659-7.

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Visualisierung in Mathematik, Technik und Kunst

Cover
Leider, leider ist das Buch im Hauptteil farblos. Dass die Bilder im Anhang farbig sind,
ist zwar schön. Aber es stört den Lesefluss, jedesmal blättern zu müssen.
Ansonsten: Ein tolles Buch! Um sich über die Breite der Visualisierungsmöglichkeiten
zu informieren, ist die Sammlung der Beiträge ideal.
Die Publikation basiert auf einer Ringvorlesung an der Universtiät Bielefeld im SS 1996.
Entsprechend bunt ist die Themenpalette, deutsche Texte wechseln sich mit englischen ab.

Ob Raumfahrt, Medizin, Bauwesen oder Morphographie – hier kann
sich jede ihr Lieblingsthema rauspicken.
Und wer am Strand an Langeweile leidet, kann das Buch auch einfach mit in den Urlaub nehmen…

Andreas Dress, Gottfried Jäger (Hrsg):
„Visualisierung in Mathematik, Technik und Kunst. Grundlagen und Anwendungen“.
Vieweg Verlag 1999. 27,90 EUR. ISBN 3-528-06912-0.

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Maria

von Maria

JavaScript

Buchrezensionen

JavaScript für Einsteiger
JavaScript-Taschenbuch JavaScript Einführung

JavaScript für Einsteiger

Cover
In bewährter KnowWare-Manier gibt es für wenig Geld eine knappe,
aber gute Einführung mit praktischen Beispielen.
Zuerst erläutert Baier kurz die Grundlagen: Software, HTML und Einbinden von JavaScript in HTML.
Danach kommt das Hello-World-Programm mit und ohne Paramter daher.
Das nächste Kapitel widmet sich dem Event-Handler.
Funktionen und Variablen werden eingeführt, ebenso wie mathematische Operationen,
Schleifen und Bedingungen.
Zur Vertiefung folgen die Standardobjekte und Strings.
Eigene Objekte, Arrays und Frames runden die Themenpalette ab.
Nicht zuletzt gibt es Beispiele. Ein Euro-Rechner, ein Spiel und ein in JavaScript
realisierter Explorer zur Navigation durch eine Website machen Lust auf mehr.
Als wichtige Nachschlageseite gibt der Autor eine Übersicht reservierter Wörter an.
Wie immer gefällt mir der Stil. Wie auf der informatica gibt es auch hier nur das „Du“,
was gut zum Gerade-Kopiert-und-Gebunden-Feeling des Heftchens passt :-)

Martin Baier:
„JavaScript für Einsteiger“.
KnowWare 2002. 4,- EUR. ISBN 87-90785-23-1.

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JavaScript-Taschenbuch

Cover
Aus der Reihe der bhv-Taschenbücher habe ich das zweite Scriptbuch ausgesucht.
Vorteil hier ist das kompakte Format, das es als Zuglektüre brauchbar macht.
Die beiliegende CD-ROM enthält neben den Programmbeispielen kommentierte Linklisten
und weitere Tools. Leider ist die ECMAScript Language Specification auf der CD
nur als Worddokument verfügbar
– zumindest in meiner alten Ausgabe des Buchs.
Nichtsdestotrotz ist das Buch für den Preis enorm umfangreich,
was der Verlag durch die relativ kleine Schriftgröße erreicht.
Darunter leidet die Lesbarkeit aber nicht wesentlich,
weil das Layout durchaus den Lesefluss unterstützt.
Im Anhang finden sich nützliche Dinge wie die Befehlsreferenzen,
die Linktipps von der CD, kurze Erklärung von FTP-Transfer,
HTML-Sonderzeichen nach ISO-Latin-1 und eine Hexadezimal-Farbtabelle. Nein, die ist nicht farbig…

Insgesamt gefällt mir das Buch durch das Preisleistungsverhältnis
und seine Reisetauglichkeit.

Einige der Themen:

  • Installation, Einführung und Voraussetzungen
  • Praxis: Einbinden, Dialogboxen, Objekte, Fenster
  • Technik: Browser erkennen, mit Zeiten arbeiten
  • Datenbank mit Arrays, DHTML, eigene Objekte
  • Grafische Entwicklung von JavaScripts

Michael Seeboerger-Weichselbaum:
„JavaScript inkl. Version 1.3“.
bhv-Taschenbuch 1999. ca. 15,- EUR. ISBN 3-8287-5020-6. CD-ROM.

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JavaScript Einführung

Cover
Ja, das ECMA-Script gibt’s auf dieser Buch-CD als pdf.
So, da das geklärt ist: Der Acrobat Reader ist mit dabei,
und zwar für Mac und Win, außerdem JDK 1.4 für Linux und Win.
Desweiteren gibt es die JavaScript-Doku und FAQs.
Schließlich noch ein paar Trial-Versionen von Macromedia-Webtools.

Die Kapitel werden jeweils abgeschlossen durch Übungen, deren Lösungen der Autor bereithält,
und zwar im Buch und in MyGalileo. Das ist die Verlagswebsite, auf der frau mit
dem angegebenen Zugangscode zu Begleitmaterialien des Buches kommt.

Auf 600 Seiten gibt es von der Geschichte von JavaScript bis zu Web-Services
jede Menge Inhalt:

  • Programmierung in zwei Teilen
  • Fenster mit und ohne Frames
  • Arbeiten mit Grafiken
  • Musik, Events und Cookies
  • Formulare
  • DHTML für verschiedene Browser
  • Fehler abfangen, finden und debuggen
  • …und noch mehr

Im zweiten Teil gibt es eine Kurzeinführung in Java.
Ameise und Ameisenbär im selben Buch. Nun gut.
Auch DOM und signierte Skripte haben ihren Platz gefunden.
Icons für Hinweise, für Warnungen und Browserunterschiede
dienen als Eyecatcher. Nichts dagegen einzuwenden, im Gegenteil.
Warum aber müssen die Browsertypen
einen defekten Duschkopf als Icon bekommen? Oder ist es ein tropfender Telefonhörer?

Wie von Galileo gewohnt, bekommt frau mit dem Band ein solides Buch mit aktuellen Infos
auf der zugehörigen Website. Nach der 4. Auflage sind viele Fehler beseitigt,
so dass frau guterdinge loslegen kann.

Chritian Wenz:
„JavaScript“.
Galileo Press 2002. 39,90 EUR. ISBN 3-89842-234-8.
CD-ROM.

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Wie immer:
Eure Buchtipps 2002.

Maria

von Maria

Das Contact & Science Center

Das Contact & Science Center

Wissen vermitteln – Kompetenz aufbauen – Fähigkeiten fördern

C+SC-Logo
Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen steht hier im Mittelpunkt.
Das Portal führt KnowHow von Studierenden
einerseits und Hochschulassistenten, Unternehmern sowie
Führungskräften im Ruhestand andererseits zusammen. Und das über alle
Fachrichtungsgrenzen hinweg.

Diskussionen über Themen wie Projektmanagement und Web-basierte Systeme habe ich schon gefunden.
Das Forum verlangt jetzt aber nach mehr Leben. Zur Community habe ich Herrn Schmidt befragt,
einen der Aktiven.

Maria: Wie ist das Portal entstanden?

Herbert Schmidt:
Ich habe schon 1999 begonnen, das Internet und seine Möglichkeiten den
Seniorinnen und Senioren näher zu bringen.
Daraus sind sieben Internetcafes "Von Senioren für Senioren" geworden.
Meine Erfahrung im Projektmanagement hat gezeigt, dass die
Weitergabe von Erfahrungswissen ein wichtiger Punkt ist. Weiter
ist ein funktionierendes Netzwerk oft von großer Hilfe.
Kontaktaufnahme mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg,
Lehrstuhl BWL und Wirtschaftsinformatik, und Direktansprache von Prof.
Dr. Thome, hatte gleich Erfolg.

Sehr schnell wurden wir uns
einig, dieses Projekt gemeinsam zu machen.
Der erste Internetauftritt verzeichnete in dem
Diskussionsforum schon einen guten Besuch, obwohl kaum Werbung für
das Portal gemacht worden ist.
Allerdings sind die Wunschbesucherzahlen noch längst nicht erreicht.
Ab Beginn 2003 wurde dann ein CMS-basiertes Portal in Betrieb genommen.

Maria: Worin liegen die Schwerpunkte des Portals?

Herbert Schmidt:
Im Augenblick liegt der Schwerpunkt im Forum selbst, soll aber ausgebaut
werden durch Veröffentlichung von Artikeln über Fachthemen
aus Projektmanagement, IT, Netzwerk, Coaching.
Der Newsletter spielt im Augenblick eine untergeordnete Rolle, weil noch
Mitstreiter fehlen, die für Inhalt sorgen können.

Maria: Aus welchen Bereichen kommen die Experten?

Herbert Schmidt:
Bisher kamen die Experten aus dem eigenen Netzwerk bzw. wurden durch
Veröffentlichung des Projektes in Mailinglisten gefunden. Besonderes
Beispiel ist Henry A. Wolpert aus den USA, gebürtiger Würzburger. Seine
Beiträge im Forum zum Thema "Praxiswissen aus USA"
sind schon ein gutes Beispiel dafür.
Ich finde weitere Experten oft durch Direktansprache von Firmen und
ehemaligen Kollegen und Mitarbeitern.

Maria: Wer kommt als Erfahrungsgeberin und Erfahrungsgeber in Betracht?

Herbert Schmidt:
Alle, die bereit sind, ihr Erfahrungswissen weiter zu geben. Kritische
Beiträge sind genau so erwünscht wie reiner Sachvortrag.
Mehr Aktivität wünsche ich mir bei den Fragestellern und bei
Autoren, die bereit sind, Artikel oder News zu schreiben.

Maria: Veranstalten Sie auch Offline-Treffen im richtigen Leben?

Herbert Schmidt:
Ja, bisher aber nur an der Universität Würzburg.
Weitere Offline-Treffen würde ich gerne machen.

Maria: Gibt es beim Contact & Science Center Informatikerinnen?

Herbert Schmidt:
An der Universität selbst ja, ist ja dort ein Studienzweig, das CSC
selbst hat keine festen Mitarbeiterinnen aus dem Fachgebiet Informatik.
Es wäre aber wünschenswert, wenn wir uns hier erweitern könnten.

Maria: Ist Frauenförderung ein Thema für das Contact & Science Center?

Herbert Schmidt:
Wir betrachten uns als Community, die allen offen steht.
Durch Veröffentlichung des Artikels WIP – Women in Project Management
von Ulrike Holzberger, wollte ich auch zum Ausdruck bringen, dass in
vielen Bereichen gerade die Frauen es sind, die für Führungsaufgaben
prädestiniert sind.

Maria: Obwohl Sie eigenen Aussagen zufolge Ihren Fokus auf
betriebswirtschaftliche Themen legen, gibt es viele interessante Themen aus der Informatik,
Software-Entwicklung, XML etc.
Planen Sie, diesen Bereich auszubauen?

Herbert Schmidt:
Nicht nur Betriebswirtschaft, sondern auf alle Themenkreise, bei denen
Fragen gestellt werden. Naturgemäß kamen die ersten Anfragen aus der Uni zu BWL und
Wirtschaftsinformatik.
Gern würde ich was sehen, das sich z. B. mit XML beschäftigt.

Vielen Dank für das Interview, Herr Schmidt.

  Erreichbar unter
http://csc.stufr.de

Na los, Studentinnen,
fragt einfach mal!

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 Maria

von Maria

Selbstbewusst und effektiv

Buchrezensionen

Mit erhobenem Kopf
Wege zur Effektivität

Mit erhobenem Kopf

Cover
Der Autor des Buches ist praktischer Arzt in England. Er schreibt sehr praxisnah:
Kurze Kapitel, viele Fallbeispiele, kein Kauderwelsch.
Der Titel sagt leider nicht wirklich das aus,
worum es in dem Buch geht. Nämlich:
„Wahrscheinlich hätten wir alle gern ein wenig
mehr Selbstvertrauen.“
In der Einleitung wird also doch schon die Katze aus dem Sack gelassen ;-)

Natürlich ist Selbstvertrauen die Voraussetzung für die im Untertitel versprochenen
Eigenschaften. Wollen wir also nicht zu streng sein. Zurück zum Inhalt:
Es werden verschiedene Situationen angesprochen, für die frau
gern (mehr) Selbstvertrauen hätte, von Prüfungssituationen
über private Anlässe bis hin zu Arbeitslosigkeit und beruflicher Präsentationspflicht.

Nach der Grundlagenforschung – Gründe für mangelndes Selbstvertrauen
und Motivation zur Selbstanalyse –
zeigt Hambly Wege zum Ziel auf. Kleine Schritte,
die zusammen genommen viel bewirken können.
Wer nicht erwartet, nach der Lektüre des Buches ganz von selbst
vor Durchsetzungskraft zu strotzen, sondern bereit ist,
sich auf die harte Arbeit dafür einzulassen,
findet gute Anhaltspunkte für die Vorgehensweise.
Und die beruhigende Gewissheit, dass frau mit ihrem Problem nicht allein
auf der Welt ist.

Dr. med. Kenneth Hambly:
„Mit erhobenem Kopf. Ich bin es mir wert!
Selbstwertgefühl, Stolz und Durchsetzungskraft gewinnen“.
Oesch Verlag 2003. 12,90 EUR (D) / 13,30 EUR (A). ISBN 3-0350-0017-4.

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Begleiter auf den 7 Wegen zur Effektivität

Cover
Effektivität lernt frau hiermit nicht! Für alle, die jetzt noch weiterlesen:
Die 7 Bände enthalten Zitate, Aphorismen, Kurzgeschichten und Gleichnisse,
die zum Nachdenken über das eigene Leben bzw. die eigene Arbeitsweise anregen.
Tenor in allen Bändchen: Finde Dein Ziel, bleibe authentisch und ergreife die Initiative.
Wer Handlungstipps sucht, findet kaum welche.

Mir ist nicht ganz klar geworden, nach welchen Kriterien die Herausgeber die Zitate
für die Themen Freiheit, Vision, Sinn, Gewinn, Vertrauen, Kreativität und Erneuerung
eingeordnet haben.
Als Ergänzung zu handfesten Ratgebern können die Erkenntnisse
aus Star Trek, von Ally McBeal und echten Menschen aber durchaus Denkanstöße geben.

Stephen R. Covey (Hrsg.):
„Begleiter auf den 7 Wegen zur Effektivität“.
campus 2002. 69,- EUR. ISBN 3-593-37079-4.

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Auch zu diesen Themen gibt es mehr in
Euren Buchtipps 2002.

Maria

von Maria

Internetbibliothek

Bewertete und kommentierte Internetquellen

Wer sich für brauchbare Surftipps interessiert, kann sich über den Dienst
der deutschen Internetbibliothek freuen.
Das Wissensportal der Bibliotheken stellt kostenlos kommentierte und einheitlich bewertete
Informationen aus dem Internet zusammen.
Fachleute sitzen täglich daran, den Linkkatalog zu aktualisieren und
so die hohe Qualität des Angebots zu erhalten.

Besonders loben möchte ich den Email-Service: Einfach eine Frage aus einem beliebigen Wissensgebiet
an eine Bibliothekarin oder einen Bibliothekar schicken, die sich sehr schnell um die Lösung
kümmern. In einem Selbsttest war die Antwortmail am selben Tag in meinem Postkasten.

Neugierig hab ich mich mal durch das Menü gehangelt.
Das ist dabei herausgekommen:

  layoutComputer & Internet
  layoutInternet
  layoutInternet für Einsteiger
  layoutOrganisation & Entwicklung
  layoutWorldWideWeb
  layout   Die Suchfibel … Details
  layoutSprachen & Editoren
  layoutEigene Homepage & Webdesign
  layoutMail & Chat
  layoutWebPhone & WebTV
  layoutProgrammierung
  layoutSicherheit
  layoutIT-Neuigkeiten
  layoutComputer-Spiele
  layoutRobotik
  layoutLernen im Netz
  layoutInternetportale
  layoutWarentest
  layoutNetzwerke
  layoutBetriebssysteme
  layoutOnline-Recht
  layoutTipps & Tricks
  layoutSoftware

Einziger Kritikpunkt: Nicht alle Rubriken führen zu Internetquellen.
Manchmal erscheint die Meldung, dass es hier nichts gibt,
so dass frau eventuell vergebens bis in die letzten Gefilde vordringt. Zur Ehrenrettung
des Portals kann ich aber sagen, dass es sich lohnt, dort zu recherchieren.

Screenshot



Die Detaildarstellung einer Quelle inklusive Bewertung zeige ich hier als Screenshot,
sozusagen als Anschauungsmaterial.

Screenshot
Ach ja, die Bewertung. Es gibt drei Kriterientypen: Inhalt, Navigation sowie Aufbau & Gestaltung.
Für jedes Kriterium gibt es Punkte von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut),
also ein bisschen reziprok zum normalen Notensystem. Daraus ergibt sich die Gesamtbewertung,
wobei die Summe aus den verdoppelten Inhaltspunkten und den einfachen Werten der anderen Kriterien errechnet.
Quellen werden nur dann veröffentlicht, wenn sie mindestens drei Punkte
in der Gesamtbewertung erreichen.

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Kriterien im Einzelnen

Inhaltskriterium

  • Information (formale Korrektheit, Informationstiefe und -breite…)
  • Kompetenz (Verfasser, relevante Links, weitere Quellenverweise…)
  • Anerkennung / Qualifikation (national oder international, privat bzw. kommerziell…)
  • Pflege (Aktualisierungsintervall, inaktive Links…)

Navigation

  • Navigationsstruktur der Website (schnell und einfach nachvollziehbar…)
  • Navigationsmöglichkeiten auf einer Seite (Buttons am oben und unten,
    interne Verlinkung…)
  • Startseite (zentrales Navigationselement, Rückkehrmöglichkeiten von allen Unterseiten…)

Aufbau & Gestaltung

  • Übersichtlichkeit (Anzahl der Ebenen und Klicks zur Information: max 3…)
  • Seitengestaltung (Kopf-, Fuß-, Kernbereich, Logo, Name, Navigations-, Inhaltsbereich)
  • Texte (Klare Gliederung durch Absätze und Überschriften…)
  • Typografie (Gute Lesbarkeit, Abstimmung von Schrift- und Hintergrundfarbe,
    Betonung der Überschriften…)
  • Grafiken (Angemessene Verwendung, Verdeutlichung von Inhalten…)
  • Animationen (störende Animationen, Beeinträchtigung der Lesbarkeit…)

Links:
www.internetbibliothek.de und dib@bertelsmann-stiftung.de
www.suchfibel.de
www.stadtbibliothek-bremen.de und zbinfo@edvserv.stabi.uni-bremen.de

 Maria

von Maria

Der intelligente Computer

Buchrezensionen

Maschinelle Intelligenz Genetic Programming
Handbuch der Künstlichen Intelligenz

Maschinelle Intelligenz

Cover
Nach der Einleitung mit einer kurzen Geschichte zur Künstlichen Intelligenz führt das Buch die Leserin
in das Thema ein. Viele Abbildungen und die Einbettung der erforderlichen Vorkenntnisse
machen der Leserin die Einarbeitung in die Maschinelle Intelligenz leicht.
So erläutern die Autoren im Kapitel zum Automatischen Beweisen erst einmal die
Prädikatenlogik anhand von Beispielen. Kurz, aber ausreichend.
Das Buch wirkt insgesamt sehr einladend, um in die Materie einzutauchen.

Im Kapitel über evolutionäre Algorithmen beschreibt Martina Gorges-Schleuter die
Verfahren, erklärt Gemeinsamkeiten und Unterschiede
und stellt auch Zusammenhänge zu anderen Bereichen her, z. B. zu den neuronalen Netzen.
Klassische Probleme wie das Traveling Salesman Problem dienen als Beispiele
und tragen zur Veranschaulichung bei.

Bei den vorgestellten Anwendungen kommen vor allem Roboterfans

auf ihre Kosten.
Großes biologisches Vorwissen ist übrigens nicht gefordert,
alle Evolutionsprozesse werden kurz und – wo möglich – anhand von
Abbildungen dargestellt.

Themen:

  • Logisches Schlussfolgern
  • Intelligente Systeme
  • Wissensdarstellung
  • Wissensverarbeitung
  • Suchverfahren
  • Fuzzy-Logik
  • Neuronale Netze
  • Neuro-Fuzzy
  • Evolutionäre Verfahren
  • Maschinelles Lernen
  • Kognitionspsychologische Aspekte

Zum weiblichen Teil des Autorenteams:
Frau Dr. Martina Gorges-Schleuter beschäftigt sich am Institut für
Angewandte Informatik des Forschungszentrums Karlsruhe mit
dem Einsatz Evolutionärer Verfahren für Optimierungsprobleme.

Frau Prof. Dr. Cosima Schmauch lehrt an der Fachhochschule Karlsruhe im FB
Wirtschaftsinformatik u. a. die Gebiete Software-Entwicklung und
Expertensysteme.
[Quelle: Vieweg]

Hubert B. Keller, Andreas Fick, Thomas Weinberger, Martina Gorges-Schleuter, Wolfgang Eppler,
Cosima Schmauch:
„Maschinelle Intelligenz. Grundlagen, Lernverfahren, Bausteine intelligenter Systeme“.
Vieweg Verlag 2000. 34,- EUR. ISBN 3-528-05489-1

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Genetic Programming

Cover
Das englischsprachige Buch hat auf mehr als 450 Seiten Einiges zu bieten. Was sich auch darin zeigt,
dass ich beim ersten Durchblättern schon sieben Lesezeichen verteilt habe…

Nach der obligatorischen Historie des Maschinellen Lernens
führen die Autoren relevante Kenntnisse aus Biologie und Mathematik ein.
Grundsätzliche Vorgehensweisen für evolutionäre Algorithmen
folgen dem auf dem Fuße.
Anschauliches Abtauchen ins Thema gewährleisten die Grundlagen der genetischen Programmierung,
z. B. Fitness und Selektion.
Die Umsetzung des Crossover, emergente Ordnung und die Verbesserung durch statistische Analyse
findet frau in den Tiefen des Buches.

Weiterführend für das Genetische Programmieren stellt das Buch Varianten dar
und diskutiert die Schnelligkeit der Programme.
Selbst Tipps für die Implementierung fehlen nicht.
Sehr interessant ist die Übersicht über die vielfältigen Anwendungen,
die bereits laufen. Zum Schluss gibt es den Ausblick, der die bereits bestehenden
Möglichkeiten, um realistische Zukunftsaussichten ergänzt..

Im Anhang gibt es neben den Quellen
(Bücher, Videos, Zeitschriften, Tutorien, FAQs, Forschung, Mailinglisten)
eine Übersicht über Software und schließlich eine Liste von GP-Konferenzen
und Workshops.

Wolfgang Banzhaf, Peter Nordin, Robert E. Keller, Frank D. Francone:
„Genetic Programming – An Introduction.
On the Automatic Evolution of Computer Programs and Its Applications“. 68,11 EUR.
Morgan Kaufmann Publishers 1998. ISBN 1-55860-510-X
dpunkt.verlag 1998. ISBN 3-920993-58-6

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Handbuch der Künstlichen Intelligenz

Cover
Als netter Einstieg in das weite Gebiet der KI
dient diese Übersicht und Einordnung der behandelten Teilgebiete.
Der 1000-seitige Wälzer gliedert sich in zwei Teile: Zuerst die Grundlagen und dann
weiterführende Theorien, Methoden und Anwendungen.
In Kapitel 3 informiert frau sich zuerst über natürliche neuronale Netze mit Nervenzellen,
synaptischer Übertragung und Neuroanatomie. Anschließend stellen die Autoren Methoden und
Modellbildungen künstlicher neuronaler Netze vor.
So wird auch hier der Leserin der Einstieg leicht gemacht.

Wie im Band „Maschinelle Intelligenz“
sorgen Beispiele und Pseudocode-Algorithmen für ein tieferes Verständnis.
Die Texte sind für ein Nachschlagewerk sehr leserfreundlich gehalten, die betrachteten
Gegenstände durch Formeln, Beschreibungstexte und Abbildungen gut veranschaulicht.
Die Kapitel beginnen mit einer verständlichen Einleitung, Motivation oder Problembeschreibung,
so dass frau sich nicht unverhofft in grauer Theorie wiederfindet.

Weitere Themen:

  • Kognition
  • Suche
  • Wissensrepräsentation und Logik, Knowledge Engineering
  • Automatisches Beweisen
  • Nichtmonotones Schließen
  • Constraints
  • Unsicheres und vages Wissen
  • Wissen über Raum und Zeit
  • Fallbasiertes Schließen und modellbasierte Systeme
  • Planen
  • Maschinelles Lernen und Data Mining
  • Sprachverarbeitung
  • Bildverstehen
  • Robotik
  • Software-Agenten

G. Görz, C.-R. Rollinger, J. Schneeberger (Hrsg.):
„Handbuch der Künstlichen Intelligenz.
Herausgegeben mit Unterstützung des Fachbereichs 1 ‚Künstliche Intelligenz‘ der
Gesellschaft für Informatik e.V.“.
Oldenbourg Wissenschaftsverlag 2003. 79,80 EUR. ISBN 3-486-27212-8

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Falls eine über Ostern was zu lesen sucht, gibt es immer noch
Eure Buchtipps 2002.

Maria

von Maria

Projekte managen und Wissen nutzen

Buchrezensionen

Software Engineering
Die Praxis des Knowledge Managements
Projektkompass Softwareentwicklung

Software Engineering im Unterricht der Hochschulen

Cover
Das handliche Bändchen gibt einen guten Überblick über verschiedene Lehrkonzepte. Anhand von Praxisbeispielen und Praktikumsberichten stellen die jeweiligen Beteiligten die Vorteile und Schwierigkeiten in der Umsetzung anschaulich dar. Für alle, die Praxis in die Lehre bringen wollen, finden sich Anregungen.
Leider ist der dünne Band mit 30,17 EUR nicht gerade billig, aber es sollten sich noch mehr im Fachbereich dafür interessieren, so dass sich die Anschaffung letztendlich doch lohnen kann. Für die Planung von if-Kursen ist es auch nützlich, wie ich finde …

Themen:

  • eXtreme Programming als Lehrform
  • Projektmanagement-Ausbildung
  • Einsatz von Werkzeugen
  • Java als Lehrsprache
  • Erfahrungen mit Software-Praktika
  • Einsatz von Prozessmodellen

Horst Lichter, Martin Glinz (Hrsg.): „Software Engineering im Unterricht der Hochschulen“. dpunkt.verlag 2001. 30,17 EUR. ISBN 3-89864-106-6, 108 Seiten.

Die Praxis des Knowledge Managements

Cover
Vorweg: Mir hat das Buch nicht sonderlich gut gefallen. Besonders negativ fallen doppelte oder fehlende Wörter (oder ganze Sätze…) auf, es wimmelt von Fußnoten und das Layout ist insgesamt sehr wuselig ausgefallen. Das macht das Lesen sehr schwer.

Das Abkürzungsverzeichnis enthält die verwendeten Akronyme, keine Feld-Wald-und-Wiesen-Abkürzungen wie „z. B.“ oder „gem. def.“ – weil das zum Allgemeinwissen zählt …? Die Akronyme tummeln sich sehr ausgiebig im Text. Ab und zu einen Begriff ausführlich aufzuschreiben, hätte den Lesefluss unterstützt. Manche Begriffe tauchen unvermittelt auf, bevor dann doch noch eine Definition oder Erklärung folgt.

Fazit: Schlechter Stil. Schade.

So sind die Checklisten und Diagramme zwar durchaus praxistauglich, aber die Leserin muss Wohlwollen mitbringen,
um sich z. B. durch Mikroschrift in Abbildungen nicht vertreiben zu lassen. Positiv aufgefallen ist mir die Angabe persönlicher Emailadressen für Anregungen und Fragen. Das Buch ist von einem Autorenteam geschrieben, das aus Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft „International Knowledge Management Research“ besteht. Es steckt also viel Erfahrung in der Theorie.

Andreas Heck: „Die Praxis des Knowledge Managements. Grundlagen – Vorgehen – Tools“. Vieweg Verlag 2002. 59,90 EUR. ISBN 3-528-05764-5

Projektkompass Softwareentwicklung

CoverZunächst zur Verwirrung: Carl Steinweg hat dieses Buch nicht geschrieben. Das ist lediglich das Pseudonym der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IT-Service Providers der Bertelsmann AG. Wer also ein Foto des Autors auf der angeschlossenen Website www.carl-steinweg.de sucht, wird enttäuscht werden ;-)

Das Buch richtet sich an Leute, die sich schon gut mit der Materie auskennen. Das Autorenteam setzt UML weder komplett voraus noch erklärt es diese Sprache ausreichend (oder besonders verständlich). Die beiden ersten Kapitel – Einleitung und Geschäftsanalyse – sind eher schwach. In den folgenden Abschnitten – Konzeption, Design – sieht es da schon besser aus. Dort überzeugt das Buch u. a. durch Checklisten für Nutzeranforderungen (Skalierbarkeit, Systemleistung, Benutzungsfreundlichkeit, Architektur, Datenschutz…) und eine Mindmap zur Machbarkeit. Visual Basic als eingesetzte Realisierungssprache ist (noch) up-to-date. Geschmackssache.

Es folgen Kapitel zur Einführung des fertigen IT-Systems, zum laufenden Betrieb und zum Projektmanagement. Die Themen Qualitätsmanagement, Software Configuration Management und Testen schließen das Buch ab. Für alle, die so wie ich bisher nicht wussten, was es heißt: Software Configuration Management besteht u. a. aus Versionsmanagement, Änderungs-, Produkt- und Prozessmanagement.

Carl Steinweg (bzw. Bertelsmann mediaSystems): „Projektkompass Softwareentwicklung. Geschäftsorientierte Entwicklung von IT-Systemen“. Vieweg Verlag 2002. 49,90 EUR. ISBN 3-528-35490-9

Falls eine mal mehr Lesestoff sucht, gibt es natürlich Eure Buchtipps 2002.

Maria

Easter Eggs

Die wahren Hintergründe

Screenshot
Immer mal wieder tauchen sie auf – die Easter Eggs. Das sind versteckte Elemente,
die Software das gewisse Etwas verleihen. Durch Anwendungsprogramme bekannt geworden, erweitern manche
Egg-Fans den Begriff auf Verstecktes in Websites,
Spielen, DVDs, Musik-CDs, in Filmen und sogar in Kunstwerken.

Das Programmieren von Anwendungen ist meist doch eine trockene Angelegenheit
– es geht um Ergonomie, Funktionsumfang, Fehlertoleranz, Deadlines.
So kamen die Entwickler auf die Idee, ihre Namen hinter geheimen Tastaturkürzeln
zu verstecken.

Ein solches Osterei steckt z. B. in StarOffice:
Öffnet frau über den Menüpunkt Hilfe
und die Option Info über Staroffice... das About-Fenster und gibt dann
[Strg] + sdt ein, läuft die normale Info-Ansicht nach oben heraus
und als Nachspann flimmern die Namen der Mitwirkenden über den Monitor.

Screenshot

Auch im Kino gibt es das Phänomen der Easter Eggs.

Wer "Star Wars Episode II:
Attack of the Clones" gesehen hat, hat vielleicht die Anspielung auf die
Fernsehserie Star Trek bemerkt.
In der Szene, wo Obi-Wan mit dem Premierminister die Einrichtung besichtigt,
direkt nachdem die Klonarmee eingeführt wurde, ist das Ei hineingelegt worden.
Obi-Wan fragt, wo der Bounty Hunter (Jengo Fett) ist, und die Zuschauerin
sieht verkehrt herum ein Modell des Raumschiffs "Voyager"
aus einer der Star-Trek-Staffeln – und das Modell ist gar nicht mal so klein …

Screenshot

Beim Netscape Navigator – hier in der 4er-Version – kommt frau schnell ans Ziel. Nach einem Surf mit
about:mozilla in der Adresszeile erscheint der wahre Grund,
warum die Entwickler ihrem Navigator den Namen Mozilla verliehen haben.

Auch die Brennsoftware Nero kann mit einem kleinen Credit-Gag aufwarten.
Screenshot
Unter dem Menüpunkt Hilfe findet sich die Info. Darüber kommt frau
zum About-Fenster. Dort kann sie mit einem Doppelklick die Credits erscheinen lassen.
Nichts für Seekranke: Mit jedem Doppelklick ändert sich die Art, wie die Schrift durch’s Bild
schwappt. Hohe Wogen, niedrige Wellen oder Raupengang …
Also auf jeden Fall irgendwie maritim und damit also bremengerecht.

Bei den Websites gibt es sogar auf der Bundestag-Site jemanden mit Humor.
Ein erfundenes Bundestagsmitglied
hat sich zwischen all‘ die ernsthaften Abgeordneten-Biographien gemogelt.
Oder hat eine von Euch schon mal was von Jakob Maria Mierscheid gehört?
Drei Politiker haben ihn sich vor über 20 Jahren ausgedacht.
Obwohl ich den Lebenslauf auch nicht viel unwahrscheinlicher finde als all‘ die anderen – Ansichtssache ;-)

Screenshot
Ebenfalls auf einer Website versteckt gibt es ein Spiel.
Wer in der Suchmaske estoyaburrido (span. für "mir ist langweilig") eintippt,
kommt direkt zu "Asteroids" – und ihr ist wohl für’s Erste geholfen.
Den Spiele-Klassiker gilt es online auszuprobieren.

Zum Schluss nochmal was aus der Filmwelt. Auf
www.meine-suche.de
ist ganz rechts ein kleines Pi-Symbol (naja, es sieht jedenfalls so ähnlich aus) zu sehen.
Ein Klick darauf führt zur Amazon-Seite, auf der die DVD "Das Netz" bestellt werden kann.
In dem Film spielt ein Pi auf dem Monitor eine entscheidende Rolle. Okay, der Film ist nicht
glaubwürdig, aber was soll’s. Ist halt Kino.

Ja, liebe Leserin (oder lieber Leser), jetzt bist Du dran. Wo ist das Osterei in der
heutigen Zeitungsausgabe?!?

Quellen:
www.mogelpower.de/easter/ (alle SW- und Website-Tipps)
http://www.eeggs.com/ (StarWars)

 Maria

von Maria

Das Linuxhotel

Lernen auf einem Felsen über der Ruhr

Linuxhotel 360 Grad Panomrama

In einer alten Fabrikantenvilla haben die Anbieter von Kursen rund um Linux und freie Software
modernes Equipment eingebaut. Oft bringen die Teilnehmer ihren Rechner mit,
um sich gleich am eigenen Gerät Linux-fit machen zu lassen.
Bemerkenswert ist die Vergabe von Restplätzen an Studierende
und andere einkommensschwache Computerfans. So ein Restplatz kostet
für ein Tagesseminar z. B. 60,- EUR, alles inklusive.
Als Motivation für die studi-freundliche Haltung gilt die
Entstehungsgeschichte von Linux.

Im Hotel geht es nicht nur um Linux, sondern auch um
Internet-Technologien, Firewalls, Sicherheit und CGI/LAMP-Programmierung.
Die Kurse gelten u. a. Entscheidern,
die daraufhin individuelle Lehrgänge für ihre Mitarbeiter
buchen können bzw. sollen. In jedem Kurs sitzen 5 bis 10 Teilnehmer,
die von 2 bis 3 Dozenten unterrichtet werden.

Schulungsraum
Die Begeisterung des Hotelbesitzers für Linux kommt nicht von ungefähr. Beim Überspielen
eines 15 Jahre alten kaufmännischen Verwaltungsprogramms in C von einer Uralt-Unix-Maschine
auf einen neuen Rechner war er völlig begeistert:
"… und wir
waren alle höchst überrascht, dass es praktisch auf Anhieb funktionierte!!!
… Die bewährten Programme konnten mit unglaublich niedrigem
Aufwand auf ein völlig neues System übernommen werden."
So stieg er um und hat sich nach eigenen Angaben inzwischen von Windows gelöst:
"… ein nicht ganz einfacher Weg, der sich aber lohnt".

Um das Gelernte sacken zu lassen,
kann frau sich vor Ort entspannen: Es gibt einen Park, Fahrradverleih, Ruhe- und Fitnessraum, Massagesessel,
Whirlpool, eine Sauna und eine kleine Bibliothek. Noch ein Auszug aus dem Veranstalterprospekt:
"Im Kaminzimmer … stehen 24 h am Tag diverse lose Teesorten bereit, tassenweise gemahlener Kaffee …
sowie verschiedene korrekt temperierte Weinsorten."
Auf den Zimmern mit Marmorbad gibt es einen Linux-PC mit Office-, Grafik- und anderen Programme
sowie Internetanschluss. Zum Frühstück MP3-Musik von der Festplatte und Heimkino vom
Linuxrechner lassen keinen Wunsch offen.

Reinhard Wiesemann, Inhaber des Hotels, und Anja Gerwinski, Dozentin im Linuxhotel,
haben sich den folgenden Fragen gestellt. Die Zitate in den Fragen stammen
von der Linuxhotel-Website.

Maria: Wie kam das Hotel zu seinen Linuxkursen?

Anja Gerwinski:
1999 suchten wir von der Essener Linux User Group über unsere Homepage einen Raum für unsere Linux-Veranstaltungen.
Daraufhin hat sich Reiner Wiesemann bei uns gemeldet, der sich für sein Hotel
noch eine besondere Nutzung vorstellen konnte.

Maria: "…ich habe mich inzwischen komplett von Windows gelöst"
Welche Unterstützung können Sie Umsteiger/innen von Windows auf Linux
geben?

Reinhard Wiesemann:
Es gibt zur Zeit folgende Angebote:

  1. Zum ersten Schnuppern, um einen ersten Eindruck zu bekommen:
    Unsere "Linux-Infopunkte"
  2. Hotelzimmer mit kostenlosem Linux-PC, auf dem alles wichtige
    installiert ist (Hotelgäste können also stundenlang probieren)
  3. Abendveranstaltungen der Essener Linux User Group in unserem
    Seminarraum jeden Dienstag ab 19 Uhr (Cafe) und ab 20 Uhr
    (Vortrag). Teilnahme ist kostenlos. Besonders interessant sind
    die Einsteigerabende jeden 1. Dienstag im Monat. Dies ist keine unserer
    Veranstaltungen, sondern eine User-Group-Veranstaltung, für die wir
    Einrichtungen, PCs und Räume zur Verfügung stellen.
  4. Diverse 5-Tages-Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und
    Spezialisten
  5. Abendkurs jeden Mittwoch.

Maria: Hatten Sie auch schon reine Frauenkurse im Hotel?

Reinhard Wiesemann:
Wir haben immer wieder auch Frauen in unseren Kursen als
Teilnehmerinnen. Reine Frauenkurse haben wir bisher nicht. Sobald aber
mindestens 5 Teilnehmerinnen zusammenkommen, können wir auch einen
Frauenkurs veranstalten.

Anja Gerwinski:
Ich habe vor ca. zwei Jahren auch einige der Abendkurse im Linuxhotel
gehalten, habe aber erst einmal eine Pause eingelegt, um mich auf
meine Promotion zu konzentrieren.

Eine Schulung nur für Frauen im Rahmen des Linuxhotels anzubieten,
habe ich damals ernsthaft durchdacht, aber den Gedanken wieder
fallengelassen. Die Frage ist: Gibt es genügend Kundinnen, die für so
einen Kurs zahlen? Meiner Einschätzung nach nicht. Die Frauen, die
eine Weiterbildung zur Linux-Systemadministratorin machen, sind es
gewohnt, mit männlichen Mitstudenten und Kollegen umzugehen und haben
meist keine Probleme damit, dass es auch männliche Teilnehmer gibt.
Wenn man männliche Teilnehmer ausschließt, kommen deswegen nicht
automatisch mehr Teilnehmerinnen.

Auf der anderen Seite gibt es sicherlich Frauen, die sehr unsicher im
Umgang mit dem Computer sind und denen ein reiner Frauenkurs
vielleicht mehr Sicherheit geben würde. Aber bisher habe ich den
Eindruck, dass es für absolute Anfängerkurse keine Interessenten gibt,
gleich welchen Geschlechts.

Maria: "… Es gibt grafische Oberflächen, Office-Pakete, Multimedia, DVD,
TV, MP3, Internet – es fehlt (fast) nichts"
Fast? Was fehlt?

Reinhard Wiesemann:
Wir haben alles das, was wir hier auch brauchen. Wir haben allerdings
keine Spezialprogramme, Branchenprogramme, …

Maria: "… offene und freundliche Atmosphäre"
Wie alt sind denn Ihre Teilnehmer/innen im Durchschnitt? Wie hoch ist
der Frauenanteil?

Reinhard Wiesemann:
Diese Fragen haben wir uns noch nie gestellt, weil sie für unseren
Tätigkeitsbereich nicht so wichtig sind. Uns geht es darum, den
Einstieg in Linux zu erleichtern und es hat keinerlei Bedeutung für
uns, ob Deutsche, Österreicher, Schweizer, Männer, Frauen, Jugendliche
kommen. Für keine dieser Gruppen kann ich Ihnen einen Anteil angeben.
Es gibt unzählige Blickwinkel, unter denen man jede Sache beleuchten
kann und es ist gut, dass es für alles jemanden gibt, der diese Aufgabe
übernimmt. Ihren Blickwinkel "Frauenanteil" haben wir bisher genauso
wenig beleuchtet, wie "Ausländeranteil", "regionale Verteilung der
Teilnehmer" und "Altersverteilung". Wir sind mit unseren diversen
Linux-Aktivitäten so ausgelastet, dass wir andere Aspekte zur Zeit nicht
hinzunehmen können. Aber, wie gesagt, wenn jemand sich für die Aufgabe
"Frauen an Linux heranführen" engagiert (und diese nicht einfach auf
uns abwälzen will ;-)), dann machen wir jederzeit mit großem Engagement
mit!!! Wir sind jederzeit gern bereit, mit Ihnen zu kooperieren und
z. B. ein Frauenseminar anzubieten.

Anja Gerwinski:
Das Alter ist gut gemischt. Ich würde mal sagen, 20 bis 50. Der
Frauenanteil liegt bei ca. 10 Prozent.

Maria: Wieviel weibliche Dozentinnen haben Sie z. Zt. und für welche Bereiche?

Reinhard Wiesemann:
Als wir Dozent/innen gesucht hatten, hatte sich keine Dame beworben,
deshalb haben wir im Hotel keine Dozentin. Später kam eine
Bewerbung von einer Dozentin, die habe ich abgelegt, weil wir zur Zeit
niemanden brauchen.
Die Essener Linux User Group jedoch – die viele Veranstaltungen hier durchführt – wurde ganz
wesentlich von einer Physikerin [nämlich von Anja Gerwinski, Anm. d. Redaktion] gegründet.

Anja Gerwinski:
Ich springe ein, wenn ein Dozent mal ausfüllt. Wir bekommen öfter Initiativbewerbungen,
aber die meisten Dozenten finden wir im Linux-Umfeld, z. B. über unsere Themenabende.

Maria: "Viele Veranstaltungen sind umsonst."
Welche denn zum Beispiel in diesem Jahr?

Tux und Gnu
Reinhard Wiesemann:
Jeden Dienstag stellen wir alle Einrichtungen der Essener Linux User
Group zur Verfügung, die kostenlose Themenabende anbietet. Daneben gibt
es kostenlose Wochenenden. Es gab z. B. Debian-Wochenende,
Netzwerk-Wochenende, Gimp (Grafik)-WE und geplant ist jetzt ein
Programmier-WE. Auch einen Linux-Infotag haben wir schon zweimal
gemacht.

Maria: Welche weiteren Kurse bzw. Veranstaltungen planen Sie für die
Zukunft?

Reinhard Wiesemann:
Die Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kurse werden immer häufiger
angeboten, dazu kommen weitere Spezialkurse.

Anja Gerwinski:
Anregungen werden gern entgegengenommen und wir versuchen auch,
mal andere Sachen anzubieten.

Links:
Linuxhotel: www.linuxhotel.de
Essener Linux User Group: www.elug.de
Homepage von Gnu und Pinguin (die auf unsern Fotos): www.gnu.gerwinski.de

Augen-Logo Maria

von Maria

Recht und Gesetz

Buchrezensionen

Online-Recht Barrierefreies Webdesign

Online-Recht

Cover
Zunächst werden grundlegende Begriffe erklärt: Online-Recht, Internet, Policy, Netiquette.
Im Kapitel „Rechtsfallen beim Internatauftritt“ erfährt frau unter anderem, was bei der
Anbieterkennzeichnung zu beachten ist und wie Freiberuflerinnen, die dem Standesrecht unterliegen,
ihren Internetauftritt gestalten dürfen (und wie nicht). Im Kapitel „Strafrechtliche Aspekte“
geht es neben den allseits bekannten illegalen Inhalten um Beleidigung, Raubkopien und
Telekommunikations-Überwachung. Was das „Internet in Unternehmen“ rechtlich kennzeichnet,
sind die Firmenpräsentation, Internetzugänge und -nutzung seitens der Mitarbeiter, Telearbeit
und steuerliche Fragen. Strömer klärt über oft Gehörtes wie
Abmahnung, einstweilige Verfügung und Schiedsverfahren auf. Selbst Gerichts- und Anwaltskosten
werden praxisnah behandelt.

Im Abschlusskapitel „Deutsche Urteile zum Online-Recht“ werden die wichtigsten
Entscheidungen zum Vertragsrecht, Kennzeichenrecht, Wettbewerbs- bzw. Standesrecht, Urheberrecht,
Arbeitsrecht und Strafrecht dargestellt. Lobenswert ist, dass es dazu auch gleich einen URL gibt,
unter dem der Autor eine Entscheidungssammlung zum Online-Recht anbietet,
was angesichts der rasenden Entwicklung sehr wohl Sinn macht.

Hauptthemen:

  • Provider
  • Internetdomains
  • E-Commerce
  • Rechtsfallen beim Internetauftritt
  • Geistiges Eigentum
  • Strafrechtliche Aspekte
  • Internet in Unternehmen
  • Datenschutz
  • Netzbetreiber
  • Verfahrensfragen
  • Urteile

Tobias H. Strömer:
„Online-Recht. Rechtsfragen im Internet“.
dpunkt.Verlag 2002. 46,- EUR (D) / 47,30 EUR (A). ISBN 3-89864-146-5

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Barrierefreies Webdesign

Cover
Barrierefreiheit oder Accessibility ist durch das Behindertengleichstellungsgesetz
in das Bewusstsein von Web-Entwicklerinnen getreten. Im Juli 2002 war in den
heise-News
zu lesen:

„Seit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt
müssen Behörden der Bundesverwaltung beim Einrichten
neuer Web-Auftritte oder deren Überarbeitung Vorkehrungen treffen, damit
auch Behinderte das Informationsangebot nutzen können. Bestehende
Angebote sowie öffentlich zugängliche Terminals müssen bis zum Jahresende
2005 angepasst werden, es sei denn, sie richten sich speziell an Behinderte:
Dann läuft die Schonfrist schon Silvester 2003 ab.“

Keine Panik! Für alle, die mit dem Problem konfrontiert sind,
gibt es ein nettes kleines Nachschlagewerk, das sich ausschließlich diesem Thema widmet:
„Barrierefreies Webdesign“ bietet eine Einführung mit Überblick
über verschiedene vorhandene Barrieren, fasst die Mindestanforderungen an Barrierefreiheit
im Web zusammen,
vertieft diese und sagt auch, wie frau die eigenen Sites auf Barrierefreiheit hin testet.

Sehr praxisnah beschreibt Hellbusch die gängigen Elemente von Websites und
ihre Auswirkung auf die Accessibility. Desweiteren finden sich positive Beispiele
für geschicktes Webdesign, so dass frau mit dem vorliegenden Heft konstruktiv arbeiten kann.
Nützlich ist die Übersicht über die Gebote und Verbote in der Heftmitte.

Die Übersetzung aus dem Dänischen ist gekennzeichnet durch einen etwas ungewöhnlichen
Sprachstil; konsequent wird die Leserin geduzt …

Links zum Gesetz:
Forschungsinstitut
Technologie – Behindertenhilfe (FTB) der Fernuniversität Hagen

(barrierefrei und mit Begründung)

Bundesgesetzblatt als pdf
(für die Freundinnen der amtlichen Sprachwuselei ohne Begründung)

Jan Eric Hellbusch:
„Barrierefreies Webdesign“.
KnowWare 2001. 88 Seiten. 4,- EUR. ISBN 87-90785-75-4

Falls eine ein Geschenk sucht, gibt es ja auch noch
Eure Buchtipps 2002.

Maria

von Maria

.hist 2003: Geschichte und Neue Medien

Internationale Tagung in Berlin

Vom 9. bis 11. April 2003 findet im Rahmen der Tagung,
die hauptsächlich für Leute mit geschichtswissenschaftlichem
Hintergrund interessant ist, ein abwechslungsreiches Programm
zum Thema "History and New Media" statt.

Neben E-Publishing-Fragestellungen gibt es auch
einen Themenbereich zu "historischem
E-Learning".
Themenportale, virtuelle Geschichtswissenschaft
und fachwissenschaftliche Suchmaschinen
werden vorgestellt und diskutiert. Natürlich
findet sich auch der Komplex Datenbanken,
konkretisiert am Leitthema.

Ein weiterer spannender Programmpunkt, wie ich finde,
ist der der Zusammenführung Neuer Medien mit
Historischen Sammlungen und Museen. Dort
geht es u. a. um die Wissensvermittlung.

Für Autorinnen interessant ist sicher das Thema
Urheberrecht im digitalen Zeitalter,
das über internetrechtliche Fragen und geistiges
Eigentum aufklären will.

Wissenschaftliche Informationen im historischen
Wandel befasst sich mit der Informationsaufbereitung
und dem Auffinden des vorhandenen Wissens.

Weitere Informationen gibt es im Web:
www.clio-online.de/tagung

 Maria

von Maria

Treffen des Programmkomitees

Arbeitsgruppen
Vom 25. August – 5. September 2003 findet das 6. Sommerstudium der
Informatica Feminale in der Universität Bremen statt. Eine Vielzahl an Angeboten für
interessante Veranstaltungen ist eingetroffen. Für das Programmkomitee Anlass genug,
sich Ende Januar in Bremen mit dem Beirat zu treffen, um das nächste Sommerstudium
vorzubereiten.

Mindmap
Zuerst wurde der Wust an Zetteln gesichtet und sortiert, bewertet und eingeordnet.
Manches war noch unklar, Rückfragen mussten formuliert werden.
Es stellte sich heraus, dass die bisherige Themeneinteilung überarbeitet werden muss.
Veranstaltungsangebote wurden nach Dauer, Ort und Inhalt getrennt. Damit konnten wir dann
den Zeitplan überarbeiten, Empfang, Ringvorlesungen, Kurse und Feiern einplanen.

Themen bestimmen
Als es darum ging, die Themenbereiche neu zu benennen und die vorhandenen Kurse
zu Themenbereichen zusammenzufassen, zu kategorisieren und das Ganze auch noch kurz, präzise
und mitreißend zu formulieren, gerieten wir unerwartet in eine (Beinahe-)Endlosschleife.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir müde (wegen Sauerstoffmangels), uns war schlecht (von zuviel Schokolade)
und wir brauchten dringend eine Pause.

   P A U S E   ;-)

Ortstermin
Während wir langsam wieder zu Kräften kamen und eine ordentliche Brise mit frischem Sauerstoff
genossen, nutzten wir die Zeit, eine Ortsbegehung vorzunehmen. Dabei inspizierten wir auch ausgiebig
den für das nächste Sommerstudium neu vorgesehenen Raum für die Ringvorlesungen und andere
gemeinsame Termine.
Wie Ihr seht, hat der Raum eine sehr idyllische Aussicht auf die Campuswiesen.

Zurück im Chaos der Flipcharts, Tafelbilder und Rechnercluster stellten wir dann
fest, dass dem Programm noch etwas fehlt: Ein Aufruf an alle potentielle Dozentinnen. Here it is:

Das Programmkomitee hat die rund 60 bisher
eingegangenen Lehrangebote gesichtet und festgestellt, dass folgende
Themen noch zu wenig vertreten sind:

  • Praktische Einführung in C++ (im Umfang von 14 Doppelstunden entsprechend 2 SWS, verteilt auf 5 Tage)
  • C++ Standard Template Library (im Umfang von 7 Doppelstunden entsprechend 1 SWS, verteilt auf 3 Tage)
  • Praktische Java-Einführung (im Umfang von 14 Doppelstunden entsprechend 2 SWS, verteilt auf 5 Tage)
  • Java-Klassenbibliotheken (im Umfang von 7 Doppelstunden entsprechend 1 SWS, verteilt auf 3 Tage)
  • Workshop zu Rechnernetzen (mit praktischen Anteilen für die Vernetzung des eigenen Haushalts o.ä.)

Kurzvorlesungen (z. B. Auszüge aus Semesterveranstaltungen) oder
Vorträge aus den Themenbereichen:

  • Chip-Programmierung, Schaltungen, Schaltkreise
  • Rechnerarchitektur
  • Theoretische Informatik (z. B. Kodierungstheorie, Logik)
  • Datenbanken
  • Betriebssysteme
  • Rechnernetze
  • Algorithmen und Programmierung
  • Künstliche Intelligenz
  • Graphische Systeme

Veranstaltungsangebote bitte mit dem Online-Formular
bis spätestens zum 3. Februar 2003 einreichen:
www.informatica-feminale.de/Sommerstudium/Call.html

Rechnercluster
Nach weiteren heißen Diskussionen und Stunden voller toller Arbeit
waren wir uns einig, dass es beim Sommerstudium 2003 unbedingt als Neuerung geben soll:

Sport, Bewegung, Spiel und Entspannung!

Auch dafür werden noch Vorschläge oder Freiwillige gesucht,
die etwas in der Richtung anbieten wollen.

 Maria

von Maria