MUFFIN 21 – the next generation

MUFFIN 21 – the next generation


Die Abenteuer des neuen Netzwerkes zwischen Unis, Forschung und Firmen


Die Informatik – unendliche Weiten. Wir befinden uns im Jahr 2001. Das Projekt MUFFIN 21 dringt in Bereiche vor, die nie ein Mann zuvor gesehen hat. Unsere Crew besteht aus 27 Wissenschaftsoffizierinnen (Mentees) und dem Außenteam (Mentorinnen). Dazu kommen die taktischen OffizierInnen (Steuerungsgruppe, mit fünf Frauen und einem Mann). Sie organisieren die Gruppentreffen und dokumentieren.



Die Mentees studieren Wirtschaftsinformatik, Naturwissenschaftliche Informatik, Psychologie, Pädagogik, Mathe an der Berufsakademie, Uni, Gesamthochschule… Sie unterrichten nebenbei an der Akademie, sind Mitglied des IEEE, arbeiten in der freien Wirtschaft oder beim Prof und haben doch eine gemeinsame oberste Direktive: Engagement und Offenheit. Die Atmosphäre des ersten Kontakts war entsprechend gut.


Die Mentorinnen kommen aus Forschung und Wirtschaft, sind gegenüber den männlichen Kollegen in der Minderheit und wollen Hilfe geben, aber auch gleichberechtigte Ansprechpartnerinnen sein. Sie möchten ihrerseits vom Nachwuchs auch Neues lernen.


Die Crew der ersten Generation von Muffin hat uns Neulinge mit offenen Armen empfangen. Bei der großen Konferenz bestiegen die neugebildeten Paare ihre Shuttles, um sich auf das Abenteuer Mentorship einzulassen. Sie gingen ihre Allianzen ein und festigten das Netzwerk. Jedes Paar einigte sich auf die Rahmenbedingungen der jeweiligen Beziehung und hielt Vertraulichkeit und Verbindlichkeit des Mentorships vertraglich fest.


Inzwischen gab es jeweils ein Treffen der Mentees und eins der Mentorinnen. Da ging es um den Fortschritt der Paare und um organisatorische Probleme. Fachliche Vorträge oder Workshops auf den kommenden Treffen sind angedacht, aber leider noch nicht konkret geplant.


Im Sommer hatten anscheinend alle Landurlaub, so dass der Austausch – auch über email – eher träge als rege war. Das nächste gemeinsame Treffen findet im Oktober statt. Außerdem sind viele Mentees auf der informatica – sie sind mitten unter uns. Widerstand ist zwecklos!


Die Abschlussveranstaltung von Muffin21 ist im Dezember 2002 – wir hoffen aber alle, dass das Netzwerk noch viele gemeinsame Abenteuer bestehen wird.


Wer sich für Mentorship interessiert – ob als Mentee, als Mentorin oder als Organisatorin – kann sich im Internet unter http://www.muffin21.de/ über das Projekt Muffin 21 informieren. Träger sind die GMD (mittlerweile zusammengeschlossen mit der Fraunhofer Gesellschaft), die Initiative D 21 und die informatica feminale.



Maria

(redigiert und genehmigt von
einigen Mitmentees)


Zum Stichwort Mentoring


Lili Segerman-Peck hat den Mentor/die Mentorin heutiger Prägung so beschrieben:


„Your mentor is your guardian angel. Someone who is knowledgeable, helpful, wise, prepared to help you along the path of your career, take you by the hand to help you puddles in the road, catch you when you fall, and eventually give you wings to fly alone.“


Seit langer Zeit haben sich MentorInnen in sehr persönlichen Beziehungen um NachfolgerInnen gekümmert. Die Begabtesten, die Aktivsten, die Wachsten wurden gefördert – von Medizinmännern und Beginen, von Generälen, von Äbtissinnen.

Das Wort Informatik

Das Wort „Informatik“


Das Fach Informatik und seine Bedeutung – ein Versuch der Analyse anhand des Wortes Informatik bzw. den Bezeichnungen und Erklärungen in anderen Ländern


Ein Ansatz zur Klärung der Frage „Was ist Informatik?“ ist sicherlich, sich einmal die Geschichte des Fachgebietes anhand der Geschichte des Wortes Informatik genauer anzuschauen. Es ist auffallend, dass in fast jeder Sprache ein anderes Wort verwendet wird (was man spätestens merkt, wenn man ein Auslandssemester einlegen will und an den entsprechenden Unis scheinbar Informatik gar nicht studieren kann). Die verschiedenen Begrifflichkeiten dokumentieren damit auch jeweils die Geschichte der Herausbildung des eigenen Gebietes, ebenso die unterschiedlichen Philosophien und Motivationen, die dahinter stehen.


Bekannt ist, dass sich die Informatik aus den Gebieten Mathematik, Elektrotechnik und Ökonomie herausgebildet hat, aber auch in die Ingenieurswissenschaften und Bibliothekswissenschaften hineinreicht.


In den USA nannte man die entstehende Disziplin 1963 zunächst „information science“, bereits 1965 war jedoch der Begriff „computer science“ allgemein verwendet, parallel dazu gab es „computer engineering“ (dieses war mehr den Ingenieurswissenschaften angegliedert).


In Frankreich prägte 1962 Philippe Dreyfuss den Begriff „Informatique“ als Kunstwort aus „Information“, „Automatique“ und „Electronique“. Die Academie Française definierte Informatique 1967 als „Science du traitment rationnel, notamment par machines automatiques, de l’information considerée comme le support des connaissances humaines et des communications dans les domaines technique, économique et social.“


In Dänemark erfand 1966 Peter Naur den Begriff „Datalogi“ als Beschreibung für „Die Disziplin der Daten, ihrer Natur und Anwendung“. Zudem führten Paul Lindgreens und Per Brinch Hansens den Begriff „Datamatik“ für die technischen Aspekte der Disziplin ein.


In der Sowjetunion wurde 1965 definiert: „Informatik ist eine wissenschaftliche Disziplin, die die Struktur sowie Eigenschaften (jedoch nicht den konkreten Inhalt) wissenschaftlicher Informationen untersucht und die Gesetzmäßigkeiten, die Theorie, Geschichte, Methodik sowie Organisation der wissenschaftlichen Informationstätigkeiten erforscht.“ 1970, im Vorwort der deutschen Version, die in der DDR erschien, heißt es: „Das Wort Informatik ist eine durchaus akzeptable sprachliche Lösung für die Bezeichnung einer Wissenschaft, die sich mit Informationen, Informationstätigkeit, Informationsnutzern usw. zu beschäftigten hat“.


In der BRD gab es erstmals 1968 eine gemeinsame Tagung der TU Berlin mit dem MIT über den „Computer in der Universalität“, bei der Forschungsminister Stoltenberg eine Grundsatzrede über den Begriff Informatik hielt. Dabei sollte der Begriff Informatik synonym mit „computer science“ sein und all das umfassen, was in den USA darunter verstanden wurde. Das Problem war nur, dass es in den USA kein allgemeines Verständnis dessen, was diese Disziplin sein sollte, gab (und gibt). Im ersten Lehrbuch von 1970 heißt es: „Informatik ist die deutsche Bezeichnung für computer science.“ Im Inhaltsverzeichnis allerdings kommt das Wort Informatik nicht vor, es wird auch im Text nirgends erläutert; die „zentralen Begriffe“ Information und Nachrichten gelten als „nicht weiter definierbare Grundbegriffe“. 1974 schrieb dann L. Bauer in seinem Buch „Was heißt und ist Informatik?“: „Informatik ist die Wissenschaft von der Programmierung der Informations-, das heißt Zeichenverarbeitung; Informatik ist Ingenieurs-Geisteswissenschaft bzw. eine Geisteswissenschaft wie auch die Mathematik“. Wilfried Brauer definierte ab 1975 Informatik als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen – insbesondere der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Digitalrechnern und damit die Informatik als eine Strukturwissenschaft (wie die Mathematik). Und auch später gab es immer mehr Definitionsansätze, Informatik als Ingenieurswissenschaft im Kontext der Softwaretechnik (1968), als Formale Wissenschaft (1985), als Wissenschaft von den formalen Strukturen der Informationsverarbeitung (1993), als Intelligenzformalisierungstechnik (1996), als Gestaltungswissenschaft (1992), als Maschinierung von Kopfarbeit (1977), als Technikwissenschaft (1988), als Gesellschaftswissenschaft (1993), als Abstrakte Architektur (1992) usw.


Im heutigen Brockhaus kann man lesen: „Informatik [Kurzwort aus Information und Automatik], Computerscience Wissenschaft von der automatischen Informations-Verarbeitung mithilfe von Computern, insbesondere dem Entwurf und der Formulierung von Algorithmen in Programmiersprachen sowie ihrer physikalischen Realisation.“


Einig wird man sich wohl nie ganz werden, und auch die früher übliche Abgrenzung zu an-deren Bereichen wird wieder mehr aufgehoben, durch die Differentierung der Informatik in die verschiedenen Teilbereiche, die eigenständig werden, sei es Bioinformatik, Wirtschaftsinformatik oder Medieninformatik und Ähnliches. Eine klare Definition scheint nicht in Sicht. Was nicht unbedingt ein Manko sein muss. Amaya

Anker lichten, Segel setzen!

Anker lichten, Segel setzen!


Bemerkungen zum Wochenende


Damit ihr uns übers Wochenende nicht abhanden kommt, weil ihr womöglich von Sturmböen davon geweht werdet, können wir nur empfehlen, dass ihr euch ein lauschiges Plätzchen sucht, an dem ihr die Zeit verbringt. Aber für Naturfreaks kann der Anblick einer echten Sturmflut auch ganz nett sein.


Also: wer es stürmisch mag, der kann entlang des Osterdeichs einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen (für Risiken und Nebenwirkungen übernimmt die Redaktion keinerlei Haftung).


Wie ihr euch auch immer entscheidet: wir wünschen euch ein unterhaltsames oder erholsames Wochenende in Bremen und verabschieden uns bis Montag.
Die Redaktion

Bremer Besonderheiten

Bremer Besonderheiten


In dieser kleinen Serie wollen wir einige besonders auffallende und charmante Besonderheiten des Bremer Lebens vorstellen, die vielleicht nur Auswärtigen so auffallen können. Heute: die Linienpost. Welche Postkarte, welcher Brief darf sich da nicht besonders geehrt vorkommen, mit der Straßenbahn befördert worden zu sein?
Und Dir? Was ist Dir aufgefallen?

UrMeL? Augsburger Puppenkiste?

UrMeL? Augsburger Puppenkiste?

Kursbericht zu Admin@ in Bremen: Modellierung mit UML (IF SOF 03)

Jein. Jede, die schon einmal versucht hat, größere Projekte umzusetzen, ist irgendwann an die Grenzen der Übersichtlichkeit gestoßen. Diesem Problem widmeten sich die „drei Amigos“ Grady Booch, James Rumbaugh und Ivar Jacobson.

Im Laufe des Jahres 1996 spezifizierten sie die Unified Modeling Language – UML entstand. Im September 1997 (und damit ziemlich genau 1 Jahr vor der ersten informatica ;-) wurde UML in der Revision 1.1 freigegeben
(www.rational.com/uml) und an die Object Management Group
(www.omg.org/) zur Verabschiedung als Standard weitergeleitet. Als visuelle Diagrammsprache zur Modellierung, Konstruktion und Dokumentation von Software-Systemen eignet sich UML sehr gut, um die reale Welt in ein Modell zu packen. Wer schon einmal mit ER-Modellen in der Datenbanktheorie gearbeitet hat, wird einige Ideen wiedererkennen. Es gibt verschiedene Arten von Diagrammen, die Übersichten über Objekte, Abläufe, Abhängigkeiten usw. darstellen. So kann frau nach Bedarf verschiedene Sichtweisen visualisieren. Die Diagramme dienen dann als Diskussions- und Implementierungsgrundlage.

Seit Mittwoch bieten die Frauen von Admin@ (Frauentutorium der Uni Hamburg) eine Einführung in UML an. Erst mal ein großes Lob an die Dozentinnen: Sie machen ausreichend Pausen und sorgen für eine entspannte, aber Viel-Lernen-Können-Atmosphäre. Prima!

Zu dritt stellen sie die Theorie kurz vor, danach dürfen wir Teilnehmerinnen selber rumprobieren. D.h. malen, diskutieren, argumentieren, präsentieren.

Wenn Du leider nicht teilnehmen kannst, Dich aber für UML und diesen Kurs interessierst, macht nix! Du findest ab Mitte September im Admin@-Webspace die Folien:
www.informatik.uni-hamburg.de/Frauen/Admina/Projekte/Bremen/Bremen01

Da finden sich dann auch Links, z.B. zu einer Übersicht über die Tools, die den Entwurf am Rechner unterstützen. Maria

Quellen:
www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/data/jk-26.09.97-000/default.shtml&words=UrMeL
www.gi-ev.de/informatik/lexikon/inf-lex-uml.shtml

von Maria

Wettbewerb

Wettbewerb


Wie (hoffentlich) allgemein bekannt, findet am Donnerstag, den 13.09. das Kulturhighlight der diesjährigen informatica statt – und ihr habt die Gelegenheit, zum Star des Abends zu werden: Bis Mittwoch, 12.09.2001, sammeln wir Eure besten T-Shirt-Entwürfe für die informatica feminale ein. Seid kreativ! Seid witzig! Schließlich brauchen wir alle eine bleibende und waschbare Erinnerung an die Tage hier.


Ein Hinweis: Weniger Farben und der Verzicht auf die Beschriftung z.B. der Ärmel machen die Realisierung Eures Entwurfes einfacher und billiger.


Gebt uns Eure Werke persönlich oder benutzt unseren Postkasten im Veranstaltungsbüro MZH 5400. Eine unabhängige Jury wird sich die Köpfe zerbrechen und … tada da daaammm … wir prämieren die besten Stücke beim Abschlussfest (der Rechtsweg ist wie üblich ausgeschlossen). Natürlich sind die Preise zahlreich und wertvoll – also denkt an Euren Namen!!! Die Redaktion

Jobbörse

Jobbörse


Morgen findet wieder eine Jobbörse statt, in der sich einige Firmen vorstellen. Eine gute Gelegenheit, um sich über Praktikumsmöglichkeiten oder freie Stellen zu informieren. Zusätzlich finden in Raum MZH 1.400 Firmenvorträge statt, und zwar


13.00-13.30 Uhr


Kurzüberblick über die Softlab GmbH.


Ausschnitte aus dem täglichen Projektgeschäft bei Softlab Hamburg


13.30-14.00 Uhr


multi media haus Bremen – Jede Woche eine neue Welt.


Chancen und Anforderungen in e-commerce-Projekten am Beispiel tchibo.de


14.00-14.30 Uhr


sd&m AG – Ein Kurzüberblick


14.30-15.00 Uhr


Unternehmenspräsentation der SQS AG.

Hinweise der Organisatorinnen

Hinweis der Organisatorinnen


Jeweils vor der Ringvorlesung besteht um 16h im Hörsaal im GW1 die Möglichkeit, Probleme und Anregungen mit den Organisatorinnen zu diskutieren.


Die Cafeteria des Sommerstudiums befindet sich im 5. Stock des Mehrzweckhochhauses, vorbei am Veranstaltungsbüro (MZH 5400). Dort gibt es von 9h bis 16h Kaffee, Tee, Saft, Obst (ungewaschen und aus integriertem Anbau), ausserdem Kekse und Süsskram. Am Wochenende ist von 12:30h bis 16:30h geöffnet.

Willkommen in Bremen

Willkommen in Bremen


informatica feminale 2001. Von Frauen, für Frauen und mit Frauen.


„Wie – NUR Frauen???“ Das war die häufigste Reaktion, wenn wir erzählt haben, dass wir zur informatica feminale fahren würden.


Nur Frauen? Ja! Zwei Wochen lang Workshops, Vorträge, Diskussionen von, für und mit ausschließlich Frauen.


Und warum nur Frauen? – Weil wir im üblichen Uni-Alltag nur vereinzelt vorkommen und endlich VIELE andere (werdende) Informatikerinnen kennenlernen wollen, weil wir uns unter den (männlichen) Cracks oft nicht trauen, unsere „dummen“ Fragen zu stellen, weil wir ohne Leistungsdruck Neues lernen wollen, weil es Spaß macht, sich mehrere Tage lang mit nur einem Thema zu beschäftigen oder auch in neue Themen reinzuschnuppern… und die, die schon mal hier waren, freuen sich natürlich auf alte Bekannte!


Und wer sind „wir“? – Zur Zeit: Andrea, Maria, Zina, Romy, Friederike, Marion, Yvonne, Maren, Ilka, Tine, Amaya … und morgen vielleicht auch Du??


Wir betrachten uns als eine eher lockere Gruppe, die versucht, während der informatica täglich eine Zeitung herauszugeben, und zwar sowohl offline, als auch online unter http://zeitung.informatica-feminale.de/.


Wir treffen uns montags bis freitags um 8:45h in der Cafeteria (MZH 5. Stock) und ab 13h im P2 oder P5 (Rechnerraum im MZH, 0. Ebene) oder kurz in der Mensa. Ansonsten achtet auf Aushänge in der 5. Ebene (beim Veranstaltungsbüro).


Leserbriefe, Artikel, Kritik, Anregungen, Wünsche etc. könnt Ihr im Veranstaltungsbüro in unseren Postkasten (erkennt frau am if-Logo und Zeitungsschriftzug) werfen oder an die redaktion@horus.at
mailen.

Seitenlang interpretierende Exotinnen

SIE (= Seitenlang interpretierende Exotinnen) auf der informatica feminale


von Johanna und Herle


Ob ihr’s glaubt oder nicht, ihr seid nicht allein: Von 256 Anwesenden sind laut Teilnehmerinnen-Liste 35 Sozial- und Geisteswissenschaftlerinnen (teilweise mit Informatik als Nebenfach). Insgesamt gibt es 67 Studentinnen, die im Hauptfach fachfremd sind, und 69, die aus Datenschutzgründen (?) unerkannt bleiben wollen.


Was suchen SIE hier eigentlich? Ein Gaststudium allein unter Frauen kann es nicht sein, sind SIE doch meistens schon in ihren Heimatfächern unter sich. Jobangst? Den Projektmanagementkurs, der bei ihnen überlaufen ist? Oder suchen SIE Forschungsobjekte für ihre feministischen Studien?


Wie ifz herausfand, sind die Gründe für die Teilnahme vielfältig genug, um den teils langen Anfahrtsweg und die Angst, doch nichts zu verstehen, vergessen zu machen.


Die Nebenfachinformatikerinnen mit geistes- / sozialwissenschaftlichem Vordergrund kommen nach Bremen, weil SIE es genießen, ihre Fächerkombination nicht erklären zu müssen. Unter Geistes- / SozialwissenschaftlerInnen fühlen SIE sich oft allein mit ihrem Interesse an Technik und Computern, das über die reine Anwendung (Schreibmaschine) hinausgeht.


Wie für alle Frauen auf der if kann ihnen das Sommerstudium Ermutigung und neue Impulse geben, die SIE von einem Studienfachwechsel hin zur reinen Geistes- / Sozialwissenschaftlerin abhalten. Hier in Bremen kann SIE sich die für Frauen eh »noch nicht in die Wiege gelegten« und für Nebenfächlerinnen schwerer zugänglichen Grundlagenkenntnisse aneignen.


Die reinen Geistes- / Sozialwissenschaftlerinnen sind mutig. SIE haben entweder einen spannenden Kurs für Dummies (Film, Legospiel, Cyberfeminism) entdeckt –


oder allgemein festgestellt, dass



  1. ihre Computerkenntnisse unzureichend sind


  2. SIE später trotzdem einen Job haben wollen


    und


  3. es viele spannende Schnittstellen zwischen ihren Fächern und der Informatik gibt.



Trotz ihres Minderheitenstatus verursachten SIE Verwirrung bei den Dozentinnen (»Für welche Zielgruppe spreche ich hier eigentlich?«) und wurden für die »Banalisierung« der Kurse verantwortlich gemacht: »Als es spannend (= technischer) wurde, hörte die Dozentin auf.«
Allerdings kann die Zaungästin auch mit konstruktiv-kritischen Kommentaren aufwarten: »Wozu machen Sie das eigentlich, Frau Thalmann?«

Bist Du eine Feministin?

Feministin? Auswertung: Von Maggie bis Pippi

von Maria, Herle

Typisierung: Addiere die Anzahl der angekreuzten Zeichen

Hauptsächlich „+“ => Die Du-darfst-Frau

Hauptsächlich „%“ => Maggie Thatcher

Hauptsächlich „$“ => Pippi Langstrumpf

Hauptsächlich „A“ => Mrs. Mulder

Bei etwa gleicher Anzahl von verschiedenen Typinnen gilt die Auswertung in einem entsprechenden Mischungsverhältnis. Für genauere psychologische Einschätzungen schaue unter http://www.brigitte.de und klicke auf den Punkt »Psycho-Test«.

Die Du-darfst-Frau – Egoistisch und politisch harmlos

Du bist feministisch in dem Sinne, dass Du dich für genau eine Frau einsetzt: Dich selbst. Was anderen zustößt, ist Dir egal. Über Politik denkst Du nur nach, wenn die Spritpreise mal wieder steigen. Mach die Augen auf und schau Dich um: Da gibt es noch andere Frauen. Was tun die? Warum? Welche Probleme haben sie? Haben sie Schokolade für Dich?

Maggie Thatcher – Konservativ und männlich

Hast Du Deinen Wehrdienst abgeleistet? Kannst Du keine Spannbetttücher falten? Verwechselst Du häufig »links« und »rechts«? Das ist kein Wunder: Du lebst im falschen Körper. Wir empfehlen eine Geschlechts-umwandlung und / oder eine Karriere in der CSU. Und vergiss nicht, am Samstag für die Sportschau Bier und Chips zu besorgen.

Pippi Langstrumpf – Realistisch und feministisch
Du hast es erfasst: Die Welt ist so, wie sie ist. Und so kann es natürlich nicht weitergehen. Früher oder später aber werden alle die Wahrheit erkennen: Es gibt viele böse Dinge (und Männer). Dann spricht Dein weiches Herz zu Dir: »Ich werde es verkünden und sie alle retten vor der HERRschaft der Hosenträgergemeinde«
Ohne Frauen wie Dich gäbe es die informatica nicht – und keine guten Witze über Feministinnen…

 

Mrs. Mulder – Weltfremd, ausserirdisch und esoterisch

Du bist von einem anderen Stern. Die Realität kann Dir nichts anhaben. Deine Welt ist die der Science Fiction, Tarotkarten und Fantasy. Du träumst von Jean-Luc Picard und hast Deinen Aszendenten noch nie verleugnet. Hinterm Haus parkst Du Deinen Flugdrachen, wenn Du vom Weltretten nach Hause kommst an den heimischen Herd.

Dr.Herbst: Abschied vom Pool


Dr. Herbst: Mein Abschied vom Pool


»Sleepless in Bremen« fragt an: »Um nach Hause zu fahren, muss ich den Pool verlassen. Wie kann ich mich von meinem Rechner trennen?«


Dr. Herbst: »Das ist ein tragischer Augenblick im Leben einer jeden Rechnerin. Aber denke daran, auch zu Hause gibt es einen Keller mit Compis. Gehe vor wie folgt:


Nulltens: Daten nach Hause mailen.
Erstens: ALLE Anwendungen schließen
Zweitens: KDE beenden, ausloggen (auf sämtlichen Konsolen).
Drittens: Aufstehen, den Blick schweifen lassen (hast Du etwas liegenlassen: Unterlagen, Müll, Geld…?)
Viertens: Raum verlassen, Rechnerbereich verlassen.
Fünftens: Karte abgeben, Geld einsacken!
Sechstens: Jetzt kannst Du nicht mehr in den Pool gehen!!!


Also überleg Dir gut, wann Du das machst. Es gibt kein Zurück!«

Kurse die es geben sollte

Kurse, die es nicht gibt, die es aber unbedingt geben sollte!

Auswertung: Herle und Maria
Es scheint, dass nicht wenige Teilnehmerinnen Zugangsschwierigkeiten hatten:
Ganz oben auf der Wunschliste notwendiger Kurse steht daher der Einführungskurs in Linux / Unix!
Ferner gibt es ein gesteigertes Bedürfnis nach Beschäftigung mit Schönem und Literarischem:
Science-Fiction, Zaubertricks für Harriet Potter, Philosophie.
Linux-/Unix (UL)
Rechnerraum für Anfängerinnen (UL)
UL for Dummies / Einführung UL
UL für Fortgeschrittene
Linux-Installation
So werde ich Unix / Linux wizard
Linux-Kurs / Treffen
Podiumsdiskussion: Selbständige, Informatikerin in der Industrie bzw. Wirtschaft, Wissenschaftlerin – drei Varianten weiblicher Berufswege
Personalisierte Rechnerzugänge: Worher wissen im P2 die Unix-Rechner, dass ICH vor ihnen sitze und gerne erlebe, wie meine Anwendungen aussehen, wenn sie abstürzen?
Unverbindliche Einführung Feminismus / feministische Theorie
Mehr Anfängerinnenprogrammierkurse
Mehr »Bastelkurse« wie der Lego-Workshop
SQL
Wie man mit dem Thesaurus aus drei Zeilen einen coolen und witzigen Artikel für die ifz macht…
Technische Informatik, z.B. einen R-S-Latch aus Grundgattern basteln
Elektrotechnik: löten
Irgendwas Hardware-Näheres, Technisches (vielleicht in Richtung E-Technik)
E-Commerce
ZWEI C++-Kurse
Wie schreibe ich eine… Diplomarbeit, Entwicklungsdokumentation, Anwendungsdoku
Englisch für Informatikerinnen
Vernetzung (Wie vernetze ich zwei Rechner?)
Wir lernen Zaubertricks (als eine Art Harriet Potter?) (ernstgemeint!)
Philosophischer Hintergrund der Informatik
Wie begegne ich dem wachsenden Schlafdefizit? (nicht ernstgemeint :) )
Einführung in die wichtigsten Werke des Science-Fiction-Genres (Film / Literatur / Comics)
»Klingonisch für Anfängerinnen« (parallel in Englisch: »Klingon for Dummies«)
Bug-Klassifikation (Beispiel StarOffice)
Vortrag: Rechner haben einen Sinn für Humor – Beweise anhand von Fehlermeldungen
Podiumsdiskussion: Klimaanlage in Hörsaal und Pool – Segen oder Fluch?

Das Leben danach

Das Leben danach

Sommerstudium 2001: 3. bis 14. September 2001. Wir sehen uns :-)

Die informatica feminale Zeitung online: http://zeitung.informatica-feminale.de oder http://ifzeitung.horus.at

Expo-Projekt Frauenuni: www.wifu.de/

Gesellschaft für Informatik: www.gi-ev.de

Perlwelt: http://perlwelt.horus.at

Computer, Internet und Kommunikation – Die Mischung macht’s: www.informatik.uni-bremen.de/~rikej/cik

Digital Library: www.nzdl.org

LaTeX (Kochbuch): www.uni-giessen.de/hrz/tex/cookbook/cookbook.html

Web-Engeneering – Informationsarchitektur im WWW: www.s.netic.de/karin/informatica

if 1999: Skripte (»Hypermedien im Museum« und«Multimedia – Technik, Gestaltung, Kunst«): www.oelinger.de/maria/interact/skript.htm

Mathe / Informatik an der Uni Duisburg

Mathe / Informatik an der Uni Duisburg


von Maria
Aus meinem Erfahrungsschatz


Hi, ich bin Maria und studiere seit ewigen Zeiten (Diplom-) Mathe mit Nebenfach Info an der Gesamthochschule Duisburg – die jetzt Gerhard-Mercator-Universität heißt und leider nicht Schimanski-Universität…


Was gibt es über das Studium und Leben in DU zu sagen? Die Dozenten sind durchweg sehr aufgeschlossen und hilfsbereit, u.a. vielleicht deshalb, weil alles noch klein und überschaubar ist. Soweit ich weiss, gibt es hier z. Zt. keine Dozentin in der Informatik. Weibliche WiMis trifft frau aber überall.


Für die, die der Fächerkatalog interessiert, hier ein nicht repräsentativer Auszug:



  • Automaten und formale Sprachen
  • Informations- und Codierungstheorie
  • Algorithmen
  • Wissenschaftliches Rechnen
  • Computergrafik
  • Rechnerarithmetik und -strukturen
  • (Theorie der) Datenbanken


Beim HRZ hab ich mit HTML angefangen, es war zwar nur ein Ratzfatz-Kurs über zwei Stunden, aber das hat gereicht, um mich zu infizieren. Endlich bunte Bilder! Seitdem hab ich ein paar Dinge ausprobiert und ein Praktikum – bei Siemens – in dem Bereich gemacht. Die fanden das Ergebnis so gut, dass ich gleich als Werkstudentin übernommen wurde. Freut einen denn ja auch…


In meiner Diplomarbeit möchte ich mich tiefer ins Thema Web-Programmierung stürzen (XML, SMIL). Ich kann mir vorstellen, in einigen Jahren etwas in Richtung Online-Redaktion, Beratung, Dokumentation, Wissenschaftliches Publizieren o.ä. zu machen.


Fehlt noch das Leben. Die alten Industrieruinen werden zu Veranstaltungsorten umfunktioniert, also Konzerte, Theater, (open air) Kino findet zwischen Waschkaue, Gasometer und Kraftzentrale statt. Der Hafen ist der größte Binnenhafen der Welt (das musste ich irgendwo unterbringen…), auch da läuft ’ne Menge an Umstrukurierung: Kunst, Kultur, Arbeiten und Leben in den alten Gebäuden, dazu moderne Architektur.


Zum Studentenleben an der Uni: Es ist schwer, Gleichgesinnte zu finden, weil die Informatik so klein und verstreut ist. Es gibt Informatikvorlesungen, in denen Lehrer auf Fortbildung, Physik-, Mathematik-, Lehramtsstudenten sitzen. Die Interessen und Hintergründe sind einfach sehr unterschiedlich.


Das war’s schon, wer Lust hat, kann ja den nächsten Erfahrungsschatz beisteuern :-)

von Maria

Neue Informatikwelt

"Schöne, neue (Informatik-)Welt…"


Medieninformatik, Computervisualistik, Informationsdesign, Mediengestaltung, Multimedia Production …


Wenn Ihr dies oder ähnliches studiert und an einem Austauschtreffen mit anderen Studentinnen in solchen Studiengängen interessiert seid, dann kommt morgen, Mittwoch, 13.9. um 12:30 Uhr in die Cafeteria im MZH, 5. Ebene, oder – falls Ihr dann keine Zeit haben solltet – schickt eine mail an grp-gehirn@tzi.de. Bitte auch fleissig weitersagen!


Bettina, Friederike, Kristiane, Simone (Medieninformatik, Uni Bremen)

Fem-Test

Bin ich eine Feministin… teste Dich selbst!


Verbesserte Online-Version V1.1

In der Tradition des Brigitte-Persönlichkeitstests.


Du kannst jeweils nur eine der vorgegebenen Antwort ankreuzen, oder gar nix ankreuzen.



Die Existenz eines Frauenhauses


– zerstört die Familien.


– ermöglicht mir einen entspannten Jahresurlaub unter lauter interessanten Menschen.


– ist ganz gut für diese armen Unterschichtfrauen, die von ihren Typen verprügelt werden. Einer gebildeten Frau wie mir würde das nie passieren, insofern brauch‘ ich das nicht.


– finde ich wichtig, sollte es überall geben.


– Fraueneigene Architektur ist überflüssig.


Koedukation


– gehört in naturwissenschaftlich-technischen Fächern abgeschafft, da dadurch männliche Normen gesetzt werden


– ist das Gegenteil von Induktion


– die Einführung der Koedikation im allgemeinen Schulsystem war ein wichtiger Schritt in Richtung Geleichberechtigung


– muss beibehalten werden, damit die Jungs täglich merken, dass sie nicht so gut sind wie wir


– Soloedukation lernt am meisten!


Verhältnis Frau und/oder Technik


– Ich bin zwar technisch begabt, aber ich bin was besonderes. Die anderen Frauen sind zu blöd für technische Dinge.


– Frauen würden eine bessere, menschenwürdigere und benutzerfreundlichere Software gestalten, wenn man sie nur ließe.


– Nur die Frauen können die Welt noch retten, also: Ran an die Technik und baut sie um!


– Frauen sind für technische Berufe ungeeignet.


– Vielen Frauen fehlt einfach das Selbstbewusstsein, um z.B. das Programmieren auszuprobieren. Wenn sie es versuchen würden, wären sie genauso gut und genauso schlecht wie die Männer.


– Frauen sind zwar stark in Technik involviert, aber diese Technologien gelten leider nicht als technisch


– Technik ist böse und sollte abgeschafft werden.


Welche Berufe sollten Frauen ausüben


– Manche Frauen sind auch für »typische Männerberufe« geeignet, die meisten aber nicht.


– Dienende und Pflegende: Sekretärin, Krankenschwester etc.


– Wieso Beruf?


– Wenn ich erst Päpstin bin, dürfen sie alles werden.


– Alle ausser Päpstin, Priesterin, Urologin, Chefin.


– Alle Berufsausbildungen sollten uns offenstehen.


Meine nächste/erste Stelle werde ich bekommen


– weil ich die bessere formale Qualifikation habe.


– weil ich schon länger mit den zukünftigen Arbeitskollegen in die Sauna gehe und Golf spiele.


– weil meine Gehaltsforderung nur halb so hoch sind.


– weil ich einen schönen Anblick biete (besonders bei Kundenkontakt)


– weil ich den Personalleiter überzeuge.


– weil ich eine Online-Stellenbörse mit meinem Profil gefüttert habe.


– weil ich es mir wert bin.


– weil ich als Frau ein besseres Arbeitsklima herstelle.


Warum gibt es so wenig Frauen in leitenden Positionen? (z.B. Profs an der Uni)


– Weil ihre Männer nicht allein fertig werden mit Küche und Kindern.


– Weil sie keine Chance hatten, über Burschenschaften, Militärdienst etc. Seilschaften aufzubauen


– Aus historischen Gründen: Es gibt noch nicht so lange so viele Studentinnen, in 20 Jahren wird sich das von selbst einrenken.


– Weil die Bedeutung des EQ bisher nicht erkannt wurde; jetzt werden Frauen alle befördert werden, weil sie so toll kommunizieren.


– Weil Führungspositionen 1 ½-Personen-Jobs sind.


– Frauen haben nicht das Talent/Geschick dazu, deswegen werden sie nicht dahin befördert.


– Sie sind alle bei der Sternenflotte!


– Neben historischen Gründen und mangelndem Geschick spielt auch Diskriminierung auf allen Ebenen der Karriere eine wichtige Rolle.


– Weil das Arbeiten in Hierarchien das Karma versaut.


Lesben


– haben nur noch nicht den richtigen Mann getroffen.


– sind so wie andere auch.


– Wenn sie sich zu Jesus bekennen, wird es von ihnen abfallen.


– Einige meiner besten Freunde sind lesbisch. Ich habe nichts dagegen.


– sind Außerirdische.


– sollten genau wie andere Ausländerinnen (Libanesinnen, Thailänderinnen, Niederländerinnen…) nicht diskriminiert werden.


Vergewaltigung


– Eine Frau, die vergewaltigt wird, ist selbst schuld: Sie war zu aufreizend angezogen oder zur falschen Zeit am falschen Ort.


– Die Frauen wünschen sich das heimlich.


– Sowas passiert nur anderen Frauen, ist mir irgendwie egal.


– ist ein seelischer und körperlicher Gewaltakt, der wie Tötungsdelikte bestraft werden muss.


Verhütung


– Sex sollte nur der Fortpflanzung dienen, Verhütung ist also unnötig.


– Sich nicht von Ufos entführen lassen, reicht.


– Verhütungsmittel und Information darüber sollten allgemein zugänglich sein.


– Ich schlafe nicht mit Männern, das ist nicht mein Problem.


– Ich habe die Pille seit einem Monat nicht genommen, aber sie wirkt sicher noch.


– Verhütung fördert die Unkeuschheit, insbesondere die Untreue der Frauen, und sollte deswegen verboten sein.


Abtreibung


– ist Mord.


– ist in manchen Fällen zulässig. Das kann aber nur ein Gremium von Männern entscheiden, nicht die betroffene Frau, die ist zu subjektiv.


– verständlich, wenn es nur ein Mädchen ist.


– ist unmoralisch. Ausnahmen sollte es für die Forschung an embryonalen Stammzellen geben.


– ist heutzutage nicht mehr notwendig, es gibt doch Verhütungsmittel. Kann ruhig wieder verboten werden.


– ist innerhalb einer Frist zulässig. Die Verpflichtung zur Beratung sollte abgeschafft werden (BRD) / die gesetzliche Lage ist ok (A).


– Hilft garantiert: Bei Vollmond von einem Mäuerchen hüpfen.


Ausland


Weibliche Beschneidung, die Frauenpolitik der Taliban etc. sind


– lokale Sitten, die respektiert werden müssen.


– nicht mein Problem, das werden die Frauen dort schon abschaffen – wenn es sie stört.


– kenne ich nicht.


Kinderbetreuung


– Die Natur hat das nun mal so eingerichtet, dass die Mutter 3 Jahre 100%ig für das Kind sorgt. Wenn Sie es vorher (auch teilweise) in andere Betreuung gibt, wird das Kind schwere Schäden davontragen.


– Ich kann mir ein Kindermädchen leisten. Wenn andere Frauen das nicht können, sollten sie halt nicht arbeiten gehen.


– Meine Oma mag Kinder (glaub ich jedenfalls).


– Flächendeckende Kinderbetreuung hilft nicht nur den Frauen. Die Länder in Europa mit der besten Kinderbetreuung haben auch die höchsten Geburtenraten.


Haushalt

falls Du einen Freund/Ehemann/männlichen Mitbewohner hast


– Er ist halt so ungeschickt, da mach ich’s lieber.


– Ich machs lieber, bevor die Wohnung vergammelt.


– Geschirrspüler statt Beziehungskrise.


– Ich würde gerne helfen, aber er drängt sich immer vor.


– Halbe-Halbe oder getrennte Wohnung.


– Er kann das besser als ich.


Geschichte


– Mir geht’s gut, alles andere ist mir egal.


– So wie es ist, ist es gut, und so war es doch schon immer.


– Die Situation der Frauen war früher schlechter, aber das hat sich von selbst verbessert.


– Die Situation der Frauen war früher schlechter, aber viele Frauen und einige Männer haben Verbesserungen erkämpft.


– Ronald Reagan hätte uns geholfen, doch leider… Alzheimer.


– Wenn erst der Sozialismus eingeführt ist, dann wird sich der Nebenwiderspruch der Diskriminierung der Frau von selbst auflösen.


Feministinnen


– sind alles männerhassende, hysterische Lesben, die keinen Mann abgekriegt haben.


– sind Frauen, die einen Femtest gemacht haben.


– sind so laut und irgendwie zum Fürchten.


– sind wichtig für die Gleichberechtigung


– haben radikal festgestellt, dass Frauen Menschen sind.


Zukunft


– Die Emanzipation ist da, alles ist gut.


– Es gibt noch viel zu tun.


– Die neuen Technologien werden die Frauen befreien, da sie die Männer abhängig machen und beherrschen werden.


– Zum Jahrtausendwechsel geht eh‘ die Welt unter.


– Wenn wir alle in der virtuellen Welt sind, wird es keine Unterschiede mehr geben.


– Ich werde nächstes Jahr befördert, das ist doch schön!


Welche der folgenden Rechte sollten Frauen haben?


Eigentum


Das letzte Stück Fleisch essen


Ein Gewerbe zu betreiben


Vormundschaft über die eigenen Kinder, auch wenn diese unehelich sind


Scheidung


Autofahren, auch wenn der Beifahrer ein Mann und nüchtern ist


Fernbedienung haben, auch wenn ein Mann mit fernsieht


Welche Formulierung ist Dir lieber:

Wenn Du von Dir selbst sprichst:

Ich bin k/ein Student der Informatik


Ich bin k/eine Studentin der Informatik


Wenn Frauen und Männer gemeint sind:

Die Studenten der Informatik

Die Studenten und Studentinnen der Informatik

Die Studentinnen der Informatik (Männer sind mitgemeint)

Wenn nur Frauen gemeint sind:

Die Studentinnen, die an der informatica feminale teilnahmen …

Die Studenten, die an der informatica feminale teilnahmen …


Unsere Vorbilder

Vorbilder


DAS Vorbild gibt es nicht. Nur: »Dies möchte ich auch so tun«
Oder: »So möchte ich niemals werden.«


Meine Mama (2 x)


Alexandra Kollontai (Feministin in der Sowjetunion Anfang des 20. Jahrhunderts, Politikerin und Schriftstellerin)


Meine Chefin und mein Sohn


z.B. Ingrid, mehr fallen mir grad nicht ein: Von allen Menschen die positiven Seiten.
Papa Schlumpf und Momo und Ronja und…


Marlene Streeruwitz (Romanautorin: »Nachwelt«) / Luise F. Pusch (feministische Linguistin, u.a. »Inspektion der Herrenkultur«) und alle Wahnsinnsfrauen


Frauen, die da sind, wo ich noch hin will. Wichtig ist, dass ich denke, ich kann das, d.h. es ist keine ‚Hexerei‘, es zu schaffen. In der Ringvorlesung über virtuelle Modelle dachte ich: »Wow, fünf oder mehr Studiengänge abgeschlossen und drei Töchter großgezogen – wie passt das in ein einziges Leben?!?«