Lesen für Profis

Lesen für Profis

Tipps zum effizienten Umgang mit Büchern und Texten

Die Technik des Lesens

Ziel des "gedächtnisgerechten" Lesens ist die Aktivierung beider
Gehirnhälften. Wer strukturiert an das Lesen heran geht,
kann unter Umständen von Anfang an den Leseumfang reduzieren
und spart später Zeit bei der Weiternutzung des Gelesenen.
Als erstes sollte frau sich als Leserin einen Überblick über
Klappentext und Inhaltsverzeichnis verschaffen. So kann
frau schnell erkennen, ob wirklich das komplette Buch durchgearbeitet werden muss, oder ob nur ein oder wenige Kapitel
wirklich relevant für die eigene Fragestellung sind.
Die Fragestellung ist der zweite entscheidende Punkt.

Bevor ich mit dem Lesen überhaupt beginne, sollte ich
mich als Leserin immer fragen: "Was soll die Lektüre
bringen?" bzw. "Was weiß ich bereits über das Thema?"
Die eigene Leseabsicht behält frau gut im Auge, wenn
frau zu jeder Überschrift eine Frage bildet. Erst dann
geht frau zur tätsächlichen Lektüre über und versucht,
sich das Gelesene anhand eines Beispiels zu verbildlichen.
Ist der Abschnitt bzw. das Kapitel zu Ende gelesen, folgt
die Überprüfung: Hat die Lektüre meine Frage beantwortet? Wenn nicht, muss ich diesen Abschnitt nochmal
lesen und mich fragen, ob ich meine Ausgangsfrage passend formuliert habe.

Buntes hält länger

Mit Unterstreichungen versucht frau Schlüsselwörter und
-sätze hervorzuheben, um sie bei einem erneuten Überfliegen schneller wiederzufinden. Liebhaberinnen von bunten
Texten sind aber häufig beim ersten Lesen vorschnell
mit dem Markieren. Am Ende sind im Text kaum noch
jungfräuliche Passagen zu finden. Zu verhindern
ist dies, wenn frau den Text erst einmal ohne zu unterstreichen durchliest, um den Zusammenhang zu verstehen und erst in einem zweiten Durchgang die wirklich
wichtigen Aussagen hervorhebt. Dabei kann es sinnvoll sein, mit unterschiedlichen Farben zu
arbeiten: Rot für Wichtiges, Blau für Beispiele,
Grün für Vorteile, Orange für Nachteile etc.

Am Rande bemerkt

Eine zweite Methode ist die Formulierung von Randbemerkungen. Hier sind zwei Vorgehensweisen möglich. Entweder notiert frau am Rand wichtige Schlüsselbegriffe, oder frau nutzt diese, um die Struktur des Textes zu erfassen.

Exzerpte

Die dritte häufig genutzte Textbearbeitung ist das
Exzerpieren (die auszugsweise Wiedergabe eines Textes).
Dies ist entweder unter einer bestimmten oder einer
globalen Fragestellung möglich. Grundlage für das
jeweilige Exzerpt ist immer die Ebene des Absatzes.
Auch hier geht es wieder darum, sich erstmal eine
Übersicht über die Struktur zu verschaffen und sich
die Frage zu stellen, wie lautet das Thema des Absatzes.
Wenn dies benannt ist, kann frau dazu übergehen,
Auszüge des Absatzes zu übernehmen. Der nächste
Schritt ist dann, sich von der Original-Formulierung
zu lösen und den exzerpierten Text in eigenen Worten
nochmals zusammenzufassen und zu verdichten. Erst
wenn frau einen Sachverhalt mit eigenen Worten erklären kann, ist dieser auch verstanden.

In dieser Ausgabe: Und wie geht Lernen?

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Quelle: Mehr oder weniger frei nach bzw. aus CAMPUSdirect – der NewsLetter von CampusConcept 03/04

 Maria

von Maria

Pinkeln im Stau

Rezension

Cover
Dieses Buch hat meinen Rekord gebrochen: Komplett durchgelesen in zwei Tagen! Die Autorinnen kennen sich aus: Lisa Ortgies moderiert „Frau-TV“ und ist gelernte Journalistin; Svea Große ist Allgemeinmedizinerin.
Das Buch überzeugt durch meist vernünftige Tipps. Zwar sind sicher nicht alle brauchbar – aber viele. Zu vielen Themen nennt das Autorinnenduo gleich weitere Quellen, wo frau mehr Informationen findet.

Themen

  • Grabscher, Mobber und Karrieresprung
  • Handwerk und Widrigkeiten im Alltag
  • Therapien bei Kater, Koliken und weiblichen Qualen
  • Outfit und kleine Mängel
  • Männer, Schwiegermütter, Sinnleere

Lisa Ortgies, Svea Große: „Pinkeln im Stau und andere Katastrophen. Der Survivalguide für Frauen“.
vgs 2003. 10,90 EUR. ISBN 3-8025-1505-6.

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Maria

von Maria

informatica feminale 2004 wirft ihre Schatten voraus

Schneller, weiter, höher

+++ Schnell sollten künftige Dozentinnen ihre Veranstaltungsangebote einreichen +++ weitere Verbreitung der if geplant +++ höhere Qualitätsansprüche für jedes neue Sommerstudium +++

Foto Auch wenn noch über all die Schoko-Nikoläuse und Lebkuchen herumstehen… die nächste informatica feminale ist schon in Planung. Der Call for Lectures läutet die nächste Saison ein. Wir vom Programmkomitee wünschen uns jede Menge interessante Vorschläge. Die sehr guten Erfahrungen von der if 2003 erlauben eine positive Prognose, keine Frage.

Zwei Neuerungen sind vorgesehen: In Bremen findet im Juni erstmals eine zusätzliche Dozentinnenkonferenz statt. Außerdem planen die Kolleginnen im Süden ab 2004 Mini-Informatica Feminale-Veranstaltungen an verschiedenen Hochschulen in Baden-Württemberg. Das bewährte Konzept der informatica feminale soll übers ganze Jahr genutzt werden. Und das geht so:

"… Hierbei sollen kürzere Veranstaltungsformen angeboten werden, wie z. B. ein Programmierkurs am Wochenende oder an einem Nachmittag, eventuell auch Beratungsgespräche an der eigenen Hochschule oder Veranstaltungen zur Computerhardware."

Lehrangebote aus dem gesamten Spektrum der Informatik sind willkommen:

  • Theoretische, Praktische, Technische und Angewandte Informatik
  • Informatik und Gesellschaft, Bindestrich-Informatiken
  • informationstechnische Angebote aus dem Bereich der Schnittstelle zwischen Informatik und den Life-Science-Feldern
  • interdisziplinäre Veranstaltungen

Foto Gemeinsame Angebote mehrerer Dozentinnen haben sich sehr bewährt. Das bietet sich insbesondere für interdisziplinäre Themen an. Für umfangreiche Veranstaltungen erhalten die Dozentinnen Lehraufträge der Universität Bremen oder der Fachhochschule Furtwangen.

18. Januar 2004 ist Einreichungsschluss für Lehrangebote auf der if 2004.

Das Bremer Programmkomitee trifft sich bereits im Januar, um die Vorschläge der Dozentinnen einzuordnen. Danach gehen dann noch letzte Änderungen ein, das Programm wird gedruckt und verteilt und die Anmeldungen der Teilnehmerinnen können beginnen.

In Salzburg werden auch wieder Veranstaltungen gesucht: Am 16. Januar 2004 ist Einreichungsschluss für Lehrangebote auf der ditact.

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 Maria

von Maria

XML und Datenmodellierung

Rezension

Cover
Brandneu und auf den Wellen des Semantic Web kommt dieser Titel aus dem dpunkt-Verlag daher. Das Buch besticht durch den klaren Aufbau, ein übersichtliches Layout und eine gut verdichtete Themenauswahl. So
kann der Band auch hervorragend als Nachschlagewerk dienen.

Guten Stil kann ich den Autoren bescheinigen; sie erschlagen die Leserschaft nicht mit Fachausdrücken, sondern beschreiben die einzelnen Inhalte sehr verständlich. Soll heißen, das Buch eignet sich gut zum Einstieg ins Thema. Mein besonderes Interesse hat der Abschnitt Dublin Core in RDF gefunden. Das ist aber rein subjektiv. Objektiv gesehen, kein breitgewalztes Thema, gut erklärt.

Inhalte:

  • XML-Grundlagen
  • XML-Dokumente verknüpfen (XLink, XPath, XPointer)
  • XML-Schema
  • DTDs und XML-Schemas modellieren
  • Resource Description Framework RDF (Grundlagen, Dublin Core…)

Silke Eckstein, Rainer Eckstein: „XML und Datenmodellierung. XML-Schema und RDF zur Modellierung von Daten und Metadaten einsetzen“.
dpunkt.verlag 2003. 36,- EUR (D) / 37,10 EUR (A). ISBN 3-89864-222-4.

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Maria

von Maria

Rentier-Bausatz

Heute mal eine kleine Ablenkung im Informatik-Alltag. Damit wir Kopfmenschen auch mal wieder zum Basteln kommen… Und weil es in Bremen leider (noch) keine Rentiere gibt.

Material

  • ein handelsüblicher Hund (A), möglichst graubraun
  • eine Clownsnase vom letzten Karneval (B)
  • eine helle Badekappe von Oma (C)
  • ein Plüsch-Hirschgeweih aus der Dorfkneipe (D)

Anleitung

Werbung DEW 1. Klebe D auf C.
2. Ziehe C und B über A. (Vorsicht, Verletzungsgefahr!)

Fertig ist das Rentier.

 

Frei nach Werbung der DEW (Dortmunder Energie und Wasser) in der Stadtillustrierten "coolibri" Dezember 2003; Bild: DEW

 Maria

von Maria

Small Talk

Rezensionsreihe Sprachkurse heute: Sprechen mit Fremden

Small Talk

Cover
Das Buch ist ganz nett, wenn frau ein paar Anregungen sucht. Es gibt Beispiele und Übungen en masse. Die Kapitel beschäftigen sich mit gängigen Situationen, dem richtigen Einstieg und mit Gesprächstechniken. Der Autor geht auch ausführlich auf die berufliche Perspektive ein – ein klarer Pluspunkt. Vielleicht hat ja eine von Euch Lust, nach der Lektüre einen Soft-Skill-Kurs auf der informatica anzubieten… Die Übungen sind in jedem Fall kurstauglich. Mit Rollenspielen und Themenvorgaben können sich die Leserinnen auf ungewohntes Terrain vorwagen.

Im Anhang finden sich noch ein paar Buchtipps, u. a. Zitatesammlungen und andere Quellen für Small-Talk-Themen.

Eine versierte Small-Talkerin kann sowieso nur werden, wer immer wieder übt. Aber das gilt ja für alle Fertigkeiten. Fazit: Die Kniffe, die verraten werden, können weiter helfen. Talken muss am Ende jede selbst.

Stephan Lermer: „Small Talk. Nie wieder sprachlos“.
Haufe 2003. 19,80 EUR. ISBN 3-448-05652-9.

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Maria

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Guter Stil und perfektes Beweisen

Englisch und die Sprache der Mathematik

Elements of Style
Proofs from The Book

The Elements of Style

Cover
Diesen kleinen Band hat Simone auf der PhD-Liste empfohlen. Da gutes Schreiben sicher nicht nur für Doktorandinnen wichtig ist, stelle ich das Buch hier vor.

Strunk und White wenden sich an alle, die englische Texte schreiben wollen. Im Buch geht es um Grundsätzliches wie Kommaregeln, Interpunktion und Stil. Die kurzen Beispiele helfen, die Regeln selbst anzuwenden.

Ein Abschnitt befasst sich mit „Misused Words and Expressions“. Ein Beispiel daraus:

Interesting. An unconvincing word; avoid it as a means of introduction. Instead of announcing that what you are about to tell ist interesting, make it so.

An interesting story is told of (Tell the story without preamble.)

Vielleicht lässt sich das Buch ja auch als Arbeitsmittel beschaffen, für die nächste Dienstreise als Lektüre ist es bestens geeignet. So, noch ein paar der grundlegenden Regeln.

  1. Form the possessive singular of nouns by adding ´s.
  2. In a series of three or more terms with a single conjunction, use a comma after each term except the last. [Also auch vor „and“ oder „or“, Anm. d. Red.]
  3. Enclose parenthetic expressions between commas.
  4. Place a comma before a conjunction introducing an independet clause.

Keine Angst, es gibt auch ein Glossar. Dort sind grammatikalische und sonstige Fachbegriffe erklärt. Außerdem gibt es Beispiele zu jeder Regel und jedem Ratschlag. Worauf frau lediglich achten muss: Es ist ein amerikanisches Buch. Britische Rechtschreibung fehlt also. Das Buch hat gerade einmal 105 Seiten und ist relativ preiswert, also durchaus studentinnenfreundlich. Fazit: Wärmstens zu empfehlen.

William Strunk jr. und E. B. White: „The Elements of Style“.
Longman Publishers 2000, 1979. ca. 5,42 EUR ($7,95 U.S.). ISBN 0-205-30902-X.

Proofs from The Book

CoverFür Mathematik-Interessierte gibt es ein Buch über Beweise. Und darauf kommen wir später vielleicht nochmal zurück… [Deswegen hier keine Rezension, sondern nur eine Erwähnung, Anm. d. Red.]

Fazit: Schönes Buch, blöder Verlag.

Martin Aigner, Günter M. Ziegler: „Proofs from THE BOOK“.
Springer 2004 (sic!). ca. 24,95 EUR. ISBN 3-540-40460-0.

Deutsche Ausgabe (leider teurer):
„Das BUCH der Beweise“. Springer 2003. 29,95 EUR. ISBN 3-540-40185-7.

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Maria

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Mix-Up: Unterrichten und glasklar administrieren

Heute mal die gemischte Bücherkiste…

Software Engineering Hochschule
Linux

Software Engineering im Umterricht der Hochschulen

Cover
Dieses handliche Bändchen über den mittlerweile 8. Workshop zu Erfahrungen im Software-Engineering in den Hochschulen gibt wieder einen guten Überblick über verschiedene Lehrkonzepte.

Aus der diesjährigen Website SEUH 2003: „Die SEUH-Workshops widmen sich seit 1992 der Software Engineering-Ausbildung an den Hochschulen. Dabei stehen neue Lehrformen und -inhalte ebenso zur Diskussion wie die Gestaltung und Bewertung von Studiengängen.“

Anhand von Praxisbeispielen und Praktikumsberichten stellen die jeweiligen Beteiligten die Vorteile und Schwierigkeiten in der Umsetzung anschaulich dar. Für alle, die Praxis und Lehre nicht trennen wollen, finden sich Anregungen. Leider ist der dünne Band nicht gerade billig, aber es sollten sich noch mehr im Fachbereich dafür interessieren, so dass sich die Anschaffung letztlich doch lohnt. Für die Planung von if-Kursen ist es auch hilfreich, ganz sicher!

Persönliche Favoriten sind für mich diverse Evaluierungsansätze, die MuSoft mit ihrem Metadaten-Beispiel und VirtuOhm, wo es u. a. um Wissenskonstruktion geht.

Themen dieser Ausgabe

Vortrag und Konzepte im SE-Unterricht

  • Software im Auto
  • Integration agiler Prozesse in die Softwaretechnik – Ausbildung im Grundstudium
  • Dreistufiges Qualifizierungsprogramm im Bereich Softwaretest (“ Our educational institutions have failed…“
  • Objektorientierte Gestaltungsprinzipien anhand von Rollenspielen
  • Konzeption + Analyse eines SW-Praktikums im Grundstudium

E-Learning

  • Konzept einer virtuellen Lernumgebung
  • Entwicklung eines E-Learning-Moduls für das SW-Projektmanagement
  • MuSoft: Multimedia in der SW-Technik
  • Erfahrungen mit dem Virtuellen SW-Projekt

Zusammen mit der Industrie

  • Workshop-Seminar im SE-Unterricht
  • Interne Schulungen bei sd&m
  • Räumlich verteilte SW-Entwicklung unter Betrachtung verteilter Inspektionen

Johannes Siedersleben, Debora Weber-Wulff (Hrsg.): „Software Engineering im Unterricht der Hochschulen“.
dpunkt 2003. 32,- EUR (D) / 32,90 EUR(A). ISBN 3-89864-201-1.

Der Linuxproblemlöser

CoverEin Buch für die engagierte Linuxerin. Als Einstieg wählt Brian Ward das Thema „UNIX, Linux und Linux-Distributionen“. Danach werden Systemgrundlagen erklärt. Sehr interessant ist das Kapitel Netzwerkadministration, denn wer von uns hätte nicht gern ein eigenes Netz? NFS, NIS und RDIST und SAMBA sind nach der Lektüre keine böhmischen Dörfer mehr. Das große Thema Drucken wird ebenso behandelt wie die Installation von Software aus dem Quellcode.

Wer schon immer mal ihren Kernel aktualisieren wollte, findet hier die Anleitung. Zum Überleben eines Systemcrashs (der kommt doch in Linux gar nicht vor, dachte die Win-Gemeinde) gehören Datensicherung und Wiederherstellung.

Abschließend kommen noch Benutzerumgebungen auf die Tagesordnung, also Prompts, Shells, das Setzen von Pfaden, Editoren, bash und sh …

Fehlerbehebung gehört zu den etwas kleineren Problemen, nachdem frau dieses Buch gelesen (oder im Regal stehen) hat.
Wieso sollte frau sich das Leben nicht ein bisschen leichter machen?

Brian Ward: „Der Linuxproblemlöser. Die häufigsten Administrationsprobleme und wie man sie behebt“.
dpunkt 2002. 36,- EUR (D) / 37,10 EUR (A). ISBN 3-89864-109-0.

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Maria

von Maria

Abschluss 2003

Ein Erlebnisbericht mit Ausblick

Foto
"Aus der Vielzahl der wundervollen Einsendungen haben wir – und wir haben es uns NICHT leicht gemacht – die besten heraus gesucht. Platz vier: Christiane. Bitte, lies vor!"
Das war der Auftakt zu unserer Preisverleihung. Das Zeitungsrätsel rund um das Programm der informatica feminale 2003 in Bremen war ein voller Erfolg. Danke, liebe Leserinnen!
Der erste Kulturbeitrag des Festes zeigte wieder einmal die Kreativität der if-Teilnehmerinnen.

Definitionen, Umschreibungen und sogar ein Bilderrätsel rund um das Lösungswort "informatica" wurden eingereicht und verdientermaßen prämiert.

Gekommen waren zum Abschlussabend viele von Euch, schätzungsweise… hm… so um die 40 – 60 Informatikerinnen und Informatikinteressierte. Sie alle ließen sich das wieder mal ausgezeichnete Essen schmecken, tauschten Erlebtes und Erfahrenes aus und feierten zwei gelungene Wochen Sommerstudium.

Foto Das Highlight des Abends* war der Auftritt des FeierChoir [faier kwaier]. Für unsere treuen Leserinnen gibt es das Programm mit allen Texten als PDF (93 KB) oder online im Wiki der Zeitung.
* für uns auf jeden Fall!

Das war natürlich noch lange nicht das Ende des Abends. Später wurden die Tische beiseite geräumt, um Platz zu schaffen. Und dann durften wir das erstklassige Parkett testen. Einige Musikwünsche wurden von der DJane erfüllt, obwohl der CD-Player nicht ganz gesund war. Die gute Gelegenheit wurde auf dem Gang auch nochmal zu einer zweiten, spontanen Session am Klavier und mit Gesang genutzt. Woraufhin die Musik im Tanzsaal sich auf unsern Geschmack eingestellt hatte und wir das Prickeln in den Tanzbeinen spürten. Die Letzten sind wohl erst in den frühen Morgenstunden gegangen. Und auch nur, weil Freitag ja noch wichtige Kurse liefen…

Foto
Und weil das dieses Jahr noch lange nicht das Ende war, durften einige von uns nach Österreich fahren. Oder nach Furtwangen. Und dort ging es genauso engagiert weiter. Mit Kursen, der Zeitung und einem berühmt-berüchtigten Vortrag. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ohne Frage sehen wir uns alle nächstes Jahr in Bremen, denn:

"Wir kommen wieder!"           resp. My Way

 

 

 
 

Anregungen, Kritik und Ideen mailst Du einfach an zeitung@horus.at.

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 Maria

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Mausüberfall

Mausüberfall

Mundraub in der Cafete

Foto
Jede von uns kennt sie, die Maus. Wir arbeiten fast täglich mit ihr. Sie hilft uns beim Drag+Drop, beim Copy+Paste, beim Surfen und im Malprogramm. Doch manchmal, wenn es draußen wieder dunkler und ungemütlicher wird, wenn der Mond nachts durch die Wolken bricht und die Eulen heulen – dann passieren seltsame Dinge. Eine Metamorphose findet ihren Weg in unsere Welt.

Die Maus wird zur … MAUS. Die MAUS ist keine gewöhnliche, sondern eine Raubmaus. Deshalb solltet Ihr gerade in der dunklen Jahreszeit die Augen offen halten. Schützt Eure Käsebrote!

Für die Ängstlichen unter Euch: Keine Angst, außer Käse ist nichts und niemand in Gefahr. Mein Wort drauf.

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 Maria

von Maria

Wie findet frau eine Sponsorin?

Zur Vereinfachung schreiben wir die weibliche Form; männliche Sponsoren sind natürlich auch heiß begehrt!

Informatikerinnen

Jagen Sponsorinnen, indem sie Algorithmus A ausführen:

 Begin {
         Gehe nach Berlin
         Beginne in Potsdam
         Durchkreuze Berlin von Osten nach Westen
         bidirektional in Nord-Süd-Richtung
         Für jedes Durchkreuzen tue
                 {
                 Fange jede potentielle Sponsorin, die Du siehst
                 Vergleiche diese
                 Mit einer als Geldgeberin bekannte
                 Halte an bei Übereinstimmung
                 }
         }
 

Erfahrene Programmiererinnen

Verändern Algorithmus A,
indem sie Berlin durch die EU und
Potsdam durch Frankfurt/Oder ersetzen.
Dann platzieren sie noch eine als Sponsorin bekannte Geldgeberin in Lissabon, damit das Programm in jedem Fall korrekt beendet wird.

Assembler-Programmiererinnen

Bevorzugen die Ausführung von Algorithmus A auf Händen und Knien.

SQL-Programmiererinnen

Verwenden folgenden Ausdruck: SELECT Sponsorin FROM Welt;

C-Programmiererinnen

Bestimmen zuerst mit sizeof() die nötige Speichermenge für eine Sponsorin, versuchen diese zu allozieren, vergessen dabei das Ergebnis abzuprüfen und schießen dann mit wilden <Pointern> auf die Sponsorin.

C++-Programmiererinnen

Bestehen darauf, dass die Sponsorin eine Klasse sei, und somit schließlich ihre Fangmethode selbst mitzubringen habe. Und wenn die Sponsorin Deutschland verlassen sollte, dann wird ja automatisch ihr Destruktor ausgelöst.

Pascal-Programmiererinnen

Markieren zuerst einen Punkt auf der Landkarte, schreiben dann    End    davor und träumen davon, dass Nikolaus Wirth endgültig vergessen wird.

Modula-Programmiererinnen

Importieren eine Sponsorin aus Amerika.

Lisp-Programmiererinnen

Bauen einen Irrgarten aus Klammern und hoffen, dass sich die Sponsorin darin verirrt.

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Mathematikerinnen

Jagen Sponsorinnen (Schritt 1), indem sie alles entfernen, was nicht Sponsorin ist und ein Element der Restmenge fangen.

Erfahrene Mathematikerinnen

Werden zunächst versuchen, die Existenz mindestens einer eindeutigen Geldgeberin zu beweisen, bevor sie mit Schritt 1 als untergeordneter Übungsaufgabe fortfahren.

Mathematikprofessorinnen

Beweisen die Existenz mindestens einer eindeutigen Geldgeberin, und überlassen dann das Aufspüren und Einfangen einer tatsächlichen Sponsorin ihren Studierenden.

Ingenieurinnen

Finden Geldgeberinnen, indem sie jede Kontoinhaberin festhalten, die ihnen über den Weg läuft und sie als Sponsorin einsetzen, wenn das Vermögen nicht mehr als 15% von dem einer vorher gefundenen Geldgeberin abweicht.

Natural-Programmiererinnen

Lassen sich von ADABAS eine Sponsorin bringen.

Logo-Programmiererinnen

Reiten durch Berlin auf ihrer Schildkröte.

Cobol-Programmiererinnen

Tun dies auf einem Dinosaurier.

BASIC-Programmiererinnen

Bevorzugen jedoch einen mit Samt ausgepolsterten Einspänner, bei dem die Bremsen ständig angezogen sind.

Wirtschaftswissenschaftlerinnen

Suchen für die informatica feminale keine Geldgeberinnen. Aber sie sind fest davon überzeugt, dass die Sponsorinnen sich selber stellen würden, wenn man ihnen nur genug bezahlt ;-)

Statistikerinnen

Lauern der ersten Kontoinhaberin auf, die sie n-mal sehen und nennen sie Sponsorin.

Systemanalytikerinnen

Wären theoretisch in der Lage, die Korrelation zwischen Hutgröße und Trefferquote bei der Geldjagd zu bestimmen, wenn ihnen nur jemand sagen würde, was eine Sponsorin ist.

SAP-Systemingenieurinnen

Erklären die erstbeste Kontoinhaberin zu einer Sponsorin und passen ihre Vorstellungen einer Geldgeberin an diese Kontoinhaberin an.

Micro$oft

Kauft eine Zeugin Jehovas in Dallas, kopiert sie massenhaft, redet aller Welt ein, dass dies eine Sponsorin ist und jede/r eine bräuchte, und dass diese die ideale Ergänzung zu MS-Office sei und exportiert 14 Mio. Stück nach Deutschland.

Windows-NT-Programmiererinnen

Schießen mit völlig ungeeigneten Suchalgorithmen in die völlig falsche Richtung und erklären dann, dass es ein Fehler an der Sponsorin sein muss.

Windows-9x-Programmiererinnen

Tun dasselbe, nur mit Pfeil und Bogen.

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 Maria

von Maria

Die Redaktion sucht…

Aufruf!

Alle, die in Bremen im Sommerstudium vor Ort so gern Artikel geschrieben hätten, aber wegen der ganzen interessanten Kurse und naturgemäßer Zeitknappheit nicht dazu kamen, können und sollen gern auch danach* Artikel an zeitung(at)horus(dot)at schicken. In der Regel erscheint einmal monatlich eine Online-Ausgabe.

Natürlich sollen, dürfen und können auch die Zeitungsreporterinnen und Artikelschreiberinnen, die Zeichnerinnen und Scannerinnen, die Rätselmacherinnen und überhaupt alle, die hier schon in der Offline-Zeitung in Erscheinung getreten sind, weiter Material einreichen.
Sollte eine von Euch Interesse haben, auch mal ganz selbständig die Online-Zeitung fertig zu stellen: Bitte fragt mich (zeitung.informatica-feminale(at)web(dot)de) einfach, ich geb dann die Vorgehensweise und die technischen Daten raus.

Zusammenfassend: Alle, die mithelfen wollen und mir was schicken,
sind der Redaktion willkommen. (Doch, ja, die Redaktion behält sich eine Auswahl / Kürzungen etc. vor. Aber keine Bange, das meiste kommt vollständig rein, weitgehend bereinigt von Rechtschreibfehlern…)

*(=jederzeit)

Maria

Fit durch Gucken

Forschungsprojekt in Brisbane

Foto
Im fernen Australien scheinen die Leute noch fauler zu sein als wir. Sie haben eine Methode gefunden, wie frau mit minimalem sportlichem Einsatz einen maximalen Fitness-Effekt erreicht. Wie funktioniert das?

Das Laboratorium nennt sich CAV – Complex Active Visualisation. Im Einsatz ist ein großer Zwillingsscreen, Stereo und 3D, auf den von hinten projiziert wird. Dadurch kann die Sportlerin, die z. B. auf einem Laufband vor dem Riesenmonitor trainiert, einen realistischen Tiefeneffekt erleben. Sowohl der Winkel zwischen den beiden Teilen des Zwillingsscreens als auch die Höhe des Screens sind flexibel einstellbar.

Die Idee entstand in Anlehnung an die alte Erkenntnis: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." Noch besser ist ein Abbild der Realität, das die Benutzerin aktiv erkunden kann. CAV kann aber noch mehr, nämlich die Kombination von Realität und Simulation.
Was wird denn nun simuliert?

  • Laufen (Bild oben)
  • Fahren (Bild unten)
  • Auswirkungen von Mobiltelefonieren auf das Fahrverhalten
  • Sprach-Hand-Koordination und Kommunikation durch Gestik
  • Mensch-Maschine-Schnittstellen, die durch Augenbewegungen angesprochen werden
  • Visuelle Kontrolle autonomer, mobiler Roboter
  • Durch Zugucken verstehen, wo Spannungen in der selbst entworfenen Brücke auftreten

Funktionsweise

Link: www.int.gu.edu.au/~s227447/CAV.html

 Maria

von Maria

Spielen mit und in der Technik

Bericht vom Vortrag „Konstruktion experimenteller Situationen“ am Samstagnachmittag

Logo
Tina Auer von Time’s Up aus Linz hat der begeisterten Zuhörerinnenschaft am Samstagnachmittag von ihrer Non-Profit-KünstlerInnengruppe erzählt. Sie hat uns drei teilweise virtuelle, teils physikalisch fassbare Umgebungen vorgestellt: „Hyper Fitness“, „Body Spin“ und „Sensory Circus“. Der Unterhaltungs-aspekt steht für die Gruppe aber gar nicht im Vordergrund, sondern die Beobachtung menschlicher Verhaltensweisen in Situationen, die der alltäglichen Erfahrungswelt widersprechen. Die neueste Idee für ihre Projekte hat zum Ziel, das Environment durch die gegenwärtige Gruppendynamik der BesucherInnen bestimmen zu lassen; z. B. sollen Türen geöffnet oder verschlossen werden – je nach Kommunikation innerhalb der Gruppe.
Um Euch die bisherigen und aktuellen Projekte schmackhaft zu machen, beschreiben wir sie mal etwas genauer:

„Hyper Fitness“ kann frau sich vorstellen wie eine große Fitnesshalle mit unmöglichen Trainingsgeräten. Es gab in diesem Projekt Fahrräder, die sich nicht einfach vorwärts, sondern auf der Stelle im Kreis bewegen. Ein Highlight war die Bar: Ein paar Räder, die – ähnlich wie eine Zahnradbahn – durch Treten in die Pedale eine Steigung hinauf gefahren werden können. Ist frau oben angekommen, erreicht sie den Tresen der Bar. Ab und zu werden von der Seite Energydrinks in Dosen losgeschleudert, die es zu fangen gilt, bevor sie vorbei geflitzt und im Auffangnetz gelandet sind.

Environment
Bei „Body SPIN“ (Spherical Projection INterface) durfte frau in einer 3m-Fiberglas-Kugel verschiedene virtuelle Umgebungen erfahren, z. B. Surfen oder ein Labyrinth. Über Sensoren werden Puls, Atemfrequenz und Muskelanspannung während der Session abgenommen. Zusätzlich steht frau während der gesamten Dauer in der Kugel mit den BetreuerInnen in Verbindung, bevor sie in die Kugel klettern darf. Dabei wird es einfacher oder schöner, je ruhiger der eigene Puls geht oder je tiefer frau atmet – nicht einfach, wenn frau vor Aufregung ganz hibbelig ist…

Environment „Sensory Circus“ ist das neueste Projekt der Gruppe. Eine Gruppe von Besucherinnen steigt in Metallkörbe, zwischen denen auf dem Niveau der Besucherinnen-Füße eine Leinwand gespannt ist.

Mittels hin- und herbewegen innerhalb des Korbes kann jede Besucherin die ‚Gravitation‘ der Planeten auf der Leinwand beeinflussen. Im Film hatten die Beteiligten sichtbar viel Spaß.

EnvironmentEin anderes Circus-Element ist das bekannte klassische Pong, umgesetzt mit Lichtprojektionen auf den Boden. Der ‚Schläger‘ wird bewegt, indem die Besucherin auf einer Wippe die Richtung vorgibt. Durch eine Eingabegerät in Pulthöhe können Töne erzeugt werden, die die Flugbahn des Balles beeinflussen.

Wenn Du Lust auf weitere interaktive Technik bekommen hast, visualisiere dies: Headmounted Display, auf dem das Bild der Kamera erscheint, die an Deinem Rücken montiert ist.
An dieser Stelle die gute Nachricht für Süddeutsche und Österreicherinnen: Es ist immer mal wieder möglich, Werke der Gruppe auf der Ars Electronica auszuprobieren.

Website (inkl. Tourdaten): www.timesup.org
Beschreibung von BodySPIN auch unter: www.informatik.oelinger.de und dort unter Kunst
Ars Electronica in Linz: www.aec.at

Maria und Helge

Kulturtipp für Raumfahrerinnen

Kulturtipp für Raumfahrerinnen

Ausstellung bis zum 12. Okt im Überseemuseum

Foto
Die aktuelle Ausstellung im Überseemuseum bringt die Besucherinnen in die Weiten des Alls. Nein, gelogen. Soooo weit kommt die Menschheit gar nicht, wenigstens nicht mit Raumschiffen, Satelliten, Forschungssonden. Immerhin eröffnen uns Teleskope wie Hubble den Blick in fernere Teile des unendlichen (?) Alls. Zurück nach Bremen: Im Museum bekommt frau zu sehen, wie der Alltag der AstronautInnen / KosmonautInnen an Bord der Raumfahrzeuge aussieht. Wirklich sehr überrascht war ich, hier in Bremen wahrharftigen, echten Raumfahrern zu begegnen. Sie sind während der gesamten Dauer der Ausstellung im Museum anzutreffen (Stichwort
"C.E.B.A.S.").

Ein anderes "Ausstellungsstück" ist die Simulation einer Raumfahrt von der Erde zum Mars. Die Reise dauert so um die viereinhalb Minuten und hat mir viel Spaß gemacht, vor allem, weil ich sie allein machen durfte ;-)

Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. Oktober.
Öffnungszeiten für Einzelbesucherinnen: Di–Fr 9–18h, Sa+So 10–18h, Eintritt 5,- EUR.

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 Maria

von Maria

Blaumeier

Blaumeier

Wenn eine sich fragen sollte, warum
wir den Film "Verrückt nach Paris" extra ankündigen
– wo es doch noch viel mehr gute Filme gibt, die sich zu empfehlen
lohnen -, so können wir ihr verraten, dass an diesem Film
ziemlich viele BremerInnen wesentlich mitgewirkt haben: Regie geführt
haben Eike Besuden, der lange für Radio Bremen als Freier
Mitarbeiter tätig war, und Pago Balke, der seit 1987 als
Regisseur und Schauspieler bei Blaumeier arbeitet und auch das
Drehbuch geschrieben hat. Die drei HauptdarstellerInnen Paula Kleine,
Wolfgang Göttsch und Frank Grabski sind SchauspielerInnen des
Bremer Blaumeier-Ateliers.


Entstanden ist Blaumeier aus der
"Blauen Karawane", einer Gruppe von
PsychiatriepatientInnen, KlinikmitarbeiterInnen, KünstlerInnen
und sonstigen Interessierten, die 1985 auf Missstände in
psychiatrischen Einrichtungen aufmerksam machen und Anstöße
zu deren Beseitigung geben wollte. Die beteiligten KünstlerInnen
hatten Masken, Bilder, Großfiguren, Geschichten und ein
Theaterstück zum Thema "Bremer Stadtmusikanten"
entwickelt. Dieses Märchen stand für die Wiedereinbürgerung
der Ausgegrenzten ins öffentliche Leben ihrer Stadt, und die
vielen Werke und Requisiten dokumentierten die Forderung nach der
Beseitigung von Anstaltsmauern und Beendigung der jahrzehntelangen
Verwahrung der sogenannten Unheilbaren.


Ein ehemaliger Stall in Walle wurde
zur Endstation der "Blauen Karawane". Zum Atelier umgebaut,
dienen die Räume nun als Theater-Spielstätte, Werkstatt und
Lager. Es finden Theater-Improvisationen, Bilder-Ausstellungen und
Masken-Performances bis hin zu großen Theateraufführungen
mit mehr als 400 Zuschauenden statt. Mit diesen Aktivitäten
tritt das Blaumeier-Ateller auch auf Bremer Straßen und Plätzen
in Erscheinung.


Bei Blaumeier dient der künstlerische
Ausdruck nicht der Unterstützung eines therapeutischen oder
pädagogischen Konzeptes. Die entstehenden Produkte werden allein
unter künstlerischen Aspekten betrachtet und präsentiert.


(Quelle:
http://www.blaumeier.de)

 Rike

von Friederike