"Mixing Math and Motherhood"*
Bericht von der GHC 2004 – Women in Computing

Chicago – die Stadt des Blues, die Stadt Al Capones, die große Stadt am großen See, "windy city".
Chicago – die Stadt der informatica feminale. Was?
Richtig gelesen. Die informatica feminale ist Thema auf der Grace Hopper Celebration 2004 (GHC). Seit 1994 findet die GHC statt. Das ist DIE Konferenz von und für Informatik-Frauen aus der ganzen Welt. Anfang Oktober 2004 ist Chicago die Stadt der "Pregnant Programmers"*.
Großes Interesse beim informatica-Publikum
Und mittendrin wir – die Stipendiatinnen aus Deutschland: Simone, Bettina, Rike und ich. Wir wollen zusammen mit Veronika, Alexandra, Annika und Renate das Konzept der informatica feminale (und auch der ditact und des CWC) vorstellen und Erfahrungsberichte aus Sicht von Dozentinnen und Teilnehmerinnen beisteuern.
Der Workshop "Summer Universities for Women in Computer Science" findet regen Anklang, 42 Teilnehmerinnen und 1 Teilnehmer sind gekommen, um von der informatica feminale zu hören. Nachdem sie das Ur-Konzept kennen, wird die ditact aus Salzburg vorgestellt. Schließlich kommt der Ausblick auf den CWC (Computing Women Congress in Neuseeland), Anreiz sind nicht nur die traumhaften Neuseeland-Fotos, sondern auch die Möglichkeit, selbst noch gestaltend (= als Dozentin) oder eben als Studentin teilzunehmen.
Balance-Akt zwischen Kind und Karriere, Familie und Beruf
Andere Workshops und Podiumsdiskussionen gibt es natürlich auch zu sehen. So erfahren wir u.a., dass sich Beruf und Familie immer vereinbaren lassen. Soviel erfährt die Grace-Hopperin. Die große Karriere aber ist für die "Kinderzeit" nicht zu erwarten.
Wissenschaft und Praxis
Die praktische Arbeit in der Informatik ist natürlich auch Thema: "Being an effective Teacher" hat mir ein paar Aha-Erlebnisse zur Informatik-Ausbildung beschert. So kann man Einsteiger/innen zum Beispiel mit aktiven Elementen binäre Bäume nahe bringen: Die Wurzel wird durch eine Person dargestellt; sie steht auf und wählt sich zwei Kindknoten; diese stehen auf und wählen per Fingerzeig wieder je zwei Kindknoten usw. Zum Schluss stehen alle und jetzt kommt der zweite Teil. Jeder Knoten fragt seine Kindknoten nach deren Höhe, so dass am Ende die Wurzel die Gesamthöhe des Baums nennen kann. Sehr lustig!
Für angehende Wissenschaftlerinnen gibt es Tipps zur Themensuche für die Dissertation, eine Poster-Ausstellung von Doktorandinnen und natürlich jede Menge erfahrene Frauen, die für Fragen immer offen sind. Für angehende Praktikerinnen waren die großen Namen mit Infoständen vertreten: Amazon, Google, IBM, HP, Microsoft, auch einige amerikanische Unis …
Noch ein Wort zum Stipendium: Ganz einfach war es nicht, in den Genuss desselben zu kommen. Wir mussten einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen, inklusive Begründung und Essay. Also aufschreiben, warum wir teilnehmen wollen, was wir für die Konferenz an Wissen und Erfahrungen einbringen können und wie wir die Kenntnisse und Einsichten, die uns die Konferenz bietet, in unserm Umfeld zu Hause für die weitere "feminale" Informatikarbeit einbringen werden. Dafür war es natürlich sehr wichtig, die informatica feminale "im Rücken zu haben".
Sehr hilfreich sind für Rike und mich unsere Jobs, die wir als Stipendiatinnen allesamt freiwillig übernehmen sollen (Jobs wie Hilfe bei Workshops, beim Posteraufhängen, Pfadfinden für Neuankömmlinge, T-Shirts verkaufen etc). Wir zwei jedenfalls verteilen beim Willkommensempfang Getränkebons und sammeln die Eintrittskarten ein. Ab da sind wir bekannt wie bunte Hunde; sehr hilfreich für Gespräche, die frau sucht :-)
Und zwischendrin?
Der Empfang versammelt die Teilnehmerinnen zum ersten Kennenlernen. Auch für die Stipendiatinnen ist schon ein Treffpunkt festgesetzt. Am nächsten Tag ist von IBM eine Schifffahrt auf dem Chicago-River auf dem Plan, der in der Mittagspause karrierefördernd wirkt. Abends gibt es das Banquet – sehr leckeres Essen, Reden und Dank an die Teilnehmer/innen. Als auf der Leinwand University of Duisburg-Essen auftaucht, bekomme ich doch ein kleines wummeriges Gefühl in der Magengegend. Ui, aufregend!
Party-Highlight aber war die Google-Party: T-Shirts und Bücher, Buffet, Freigetränke, eine Leinwand mit den aktuellen Live-Google-Suchwörtern, eine Tarot-Kartenlegerin, Karikatur-Maler, ein Fotograf für unsere Köpfe hinter der Google-Kulissen-Maske, Kicker, Air-Hockey, Massage, Gmail-Accounts, sehr gute Musik, Tanzfläche mit riesigen Bällen zum Stupsen. Wow!
Last, but not least: Als gewiefte Journalistinnen sind uns noch ganz viele Besonderheiten in Chicago aufgefallen. Nicht nur, dass die Redaktion natürlich von der Chicago Tribune angetan ist – so nette Redaktionsräume würden wir auch nehmen, klar. Aber das ist eine andere Geschichte…
* Diese Zitate stammen vom Pioneer Panel am Abschlusstag, Treffpunkt für alle Grace-Hopperinnen mit den großen alten Ladies der Informatik
Maria
von Maria
Ein klassisches Philosophiebuch. Es wird eine These aufgestellt, von anderen Thesen untermauert und begründet.
Nachdem ich die beiden Bücher
Ich hatte mich sehr auf das Erscheinen dieses Buches gefreut. Als ich es dann in den Händen hielt, vertiefte ich mich sofort in die „Arbeitsschritte, Techniken, Werkzeuge“. Proprietäre Inhalte, im Klartext: Photoshop als das Werkzeug für die digitale Fotografin… Außerdem alles sehr diffus geschrieben, sind wohl auch Künstler, die Autoren.
Warum schreibt jemand ein Buch über Fotografie, ohne die abgebildeten Fotos nach gestalterischen oder technischen Aspekten zu analysieren?
Das Buch hat mir von Anfang an gefallen, denn der Autor geht sehr pragmatisch und praktisch ans Thema heran. Jede Menge Beispiele (Foto-Reihen zum Vergleichen), auch mal ein Hinweis zur Wirkung eines Photoshop-Werkzeugs (z. B. Unschärfe im Hintergrund als Mittel, der Betrachterin Geschwindigkeit zu vermitteln).
Wer hier ein hochwissenschaftliches Fachbuch erwartet, ist mit diesem Buch sicher falsch bedient. Es gibt keinerlei Formeln oder Algorithmen. Dafür gibt es einen guten Einblick in die Bioinformatik.
Aus unternehmerischem Blickwinkel betrachtet, gehen die Autorinnen das Thema Konzeptionierung an. Dazu gehören für Maria Grotenhoff und Anna Stylianakis auch Kreativitätstechniken. Die gängigsten Techniken werden knapp gegenübergestellt, so dass frau schnell entscheiden kann, was sie davon anwenden will. Für mehr gibt es Tipps zu weiterführender Literatur. Diese „Inline-„Literaturtipps finden sich in vielen Abschnitten.
Touristische Informationen, wie sie auch in Büchern zu finden sind, aktuelle Veranstaltungsdaten (inklusive der Konzertabsage in letzter Minute), die Sturmflut-Warnung, und dazu noch auf ihre persönlichen Interessen zugeschnittene Empfehlungen für den Ort, an dem sie sich gerade befindet – das hätte frau doch vielleicht ganz gerne. Mit solcherlei Informationssystemen beschäftigt sich Dr. Annika Hinze, die extra für uns aus Neuseeland kam, um uns ihr Forschungsgebiet nahe zu bringen.
Das Typo-Buch ist ein wahrer Strudel. Der Anfang ist so locker-leicht geschrieben, dass die Leserin immer tiefer und tiefer in die Materie hineingezogen wird. Martina Nohl versteht es, theoretische und praktische Anteile geschickt zu mischen. Sogar spielen darf frau bei den Aufgaben endlich wieder. Trotzdem ist Vorsicht geboten: Wer nur ein bisschen reinschnüffeln will in Serifen und Oberlängen, Flattersatz und Kontrastgebung, die sieht sich irgendwann Bruchteilen von mm als Einheiten gegenüber! Die Typoschülerin wird gar aufgefordert, Unterschiede zwischen (vermeintlich) gleichen Schriftarten zu entdecken. Puh!
Das Programmieren von Robotorhunden bietet einen ganz besonderen Reiz, da ein richtig geschriebenes Programms beim Ausführen nicht einfach zum "Durchlaufen" des Programmes und einer kleinen, womöglich noch kommandozeilen-basierten Ausgabe führt. Man stelle sich vor, das Ergebnis eines soeben geschriebenen Programmes sei die Bildschirmausgabe WUFF. Wie spannend.
Da die neuen AIBOs erst kurz vor der Informatica eingekauft worden waren, waren wir die ersten, die diese neue Generation von Hunden ausprobieren durften. Diese Tatsache erhöhte den Fun- und Knobelfaktor ungemein, wusste doch niemand von uns, wie ein lauffähiges Programm in der Robotorsprache "R-Code" auszusehen hatte. Anhand von zwei Beispielprogrammen, mehr oder weniger guten Dokumentationen und einer guten Portion Neugier tasteten wir uns also heran. Es dauerte einige Zeit, bis die ersten geänderten Programme liefen.
Der Autor hat mit dem Buch übersichtlich und kurz, aber anschaulich ein Kompendium vorgelegt, das im Wesentlichen Entwicklerinnen und Studentinnen gewidmet ist. Vom Browser aus geht es in die tieferen Regionen des Webs. Technologien auf Server und Client fließen in die Diskussion ein.
Dieser Führer zu aktuellen Standards zeigt die technische Perspektive, lässt aber auch die Business-Seite nicht außer acht. Wer mit Geschäftsproblemen wie der Integration verschiedener Anwendungen zu tun hat, kann von den neuen Technologien – und diesem Buch – profitieren. Wie der Titel vermuten lässt, wendet sich das Buch an die Technikfraktion. Außerdem sollte frau des Englischen mächtig sein, denn der Band kommt aus den USA.
ditact 2004
Suche nach dem Eisladen
if 2004 – Wochenende
if 2004 – Woche 2
Der Debian-Server-Linux-Kurs beginnt








Schon mal überlegt, ob das Bücherregal auf den Sperrmüll darf? Oder damit geliebäugelt, das Fenster zuzumauern? Viele von uns wünschen sich Kinogenuss für zu Hause. Woher aber die große Leinwand nehmen?
Seit einem Jahr läuft das Projekt. Als Hilfsmittel wird simple Hardware eingesetzt. Ein gängiger Beamer, ein Camcorder und ein Computer mit Spiele-Grafikkarte gehören zur Grundausstattung. Eine Kamera liefert über die TV-Karte die Bilder der Projektionsfläche. Verschiedene Testraster dienen zur Analyse der Fläche. Das erste Beispiel zeigt die Projektion in eine grob verputzte Hausecke. Die Verzerrungen werden erfasst und ausgeglichen.

Das dritte Beispiel zeigt die Korrektur zweier Störfaktoren: Muster und Struktur. Die Schemazeichnung oben macht deutlich, wie die Projektionsfläche abgetastet und das Bild korrigiert wird.
Die Drucker in der Ebene 0 funktionieren nicht-deterministisch. Was okay ist, wenn frau es vorher weiß… Sie drucken manchmal einen Druckauftrag, meist aber nicht. Der Ausdruck von vier DinA-4-Seiten im Original auf zwei verkleinerte DinA-4-Seiten im Ausdruck verschluckt die Wörter an der rechten Seite. Wichtig ist auch, dass frau in P5 am Rechner sitzt. Von dort geht mehr als nur jeder zehnte Druckauftrag raus – anders als aus P2. (Falls eine eine Erklärung dafür hat, bitte ans Amt für übernatürliche Störungen schicken.) So haben wir den Samstag nachmittag fluchend im Pool verbracht, um dann OHNE Zeitung zum GI-Empfang zu fahren. Da war der Frustpegel schon ziemlich hoch. Doch das war noch nicht alles.