Lene Wagner, heute Studentin der Kulturwissenschaften, gestern Geschäftsführerin der merlinux Gmbh, saß lässig vor ihrem kleinen Kreis der Zuhörerinnen, um uns an ihren Erfahrungen mit einem ungewöhnlichen EU-Projekt teilhaben zu lassen. PyPy ist ein Projekt, das zum Ziel hat, Python, die Programmiersprache, mit einem Just-in-time Compiler schneller zu machen.
Aber das Projekt hat auch noch ein weiteres Ziel. Doch es brauchte schon eine ganze Weile bis wir überhaupt begriffen, um was es da eigentlich ging: „Ach so, ihr wolltet einen Adapter für alle Computersprachen entwickeln“, meinte dann eine der Teilnehmerinnen der Sommerhochschule, als der Groschen fiel. Mit englischen Begriffen bestens vertraut, war es für Lene Wagner schon schwierig, das alles für uns ins Deutsche zu übersetzen, was im Projekt gelaufen ist. „Da sind wir wohl in einen Hardcorevortrag geraten“, raunzte meine Nachbarin …
Je mehr wir begriffen, desto faszinierender wurde aber die Sache. Ein EU-Projekt, bei dem die Ziele revidiert wurden, die Entwickler alle an ihren eigenen Zielen arbeiteten, völlig verteilt, und sich dann alle sechs Wochen für eine Woche trafen, um sich über das Erarbeitete auszutauschen und die nächsten Ziele festzulegen. Klang spannend und herausfordernd für die Organisatorinnen … die das Ganze mit den EU-Ansprechpartnern erfolgreich gehandelt haben.
Martina von Gehlen

Das Konzept ist voll aufgegangen: An der Universität Bremen hat sich der prozentuale Anteil der Frauen an den AnfängerInnen in der Informatik von etwa 15% im Jahr 1995 auf 31% im Wintersemester 2005 gesteigert. Insgesamt haben etwa 1100 Frauen an der informatica feminale teilgenommen, 320 verschiedene Dozentinnen boten Kurse an.
Im Anschluss an Veronikas Vortrag konnten wir uns nach Herzenslust satt essen am wie immer hervorragenden Buffet von thealit. Dieser Buffetservice ist einfach einsame Spitze!