CWC – jetzt!

Den Winter zum Sommer machen: Computing Women Congress down-under

Logo Aufmerksame Leserinnen und Leser werden ihn schon kennen, den Kongress der computernden Frauen. Die University of Waikato, Hamilton, Neuseeland
hat nach dem Konzept der Informatica Feminale und
mit Unterstützung der Universität Bremen eine
Sommeruniversität für Informatikerinnen
aufgebaut. Der Computing Women Congress (CWC)
wird erstmals vom 5.-13. Februar 2005 im Computer
Science Department der University of Waikato
veranstaltet. Interessierte Teilnehmerinnen aus
aller Welt können sich noch anmelden unter
www.cwc.org.nz

Ganz offensichtlich findet dieser Kongress auch in Deutschland höchst interessierte Freundinnen: Das Plakat hing ganze zwei Wochen an meiner Tür, um die Werbetrommel zu rühren, als es auch schon weg war. Leider hatte ich nur das eine…

nach oben

 Maria

von Maria

Cybergarden

Austellung 21. Jan 2005 bis 12. Feb 2005 in Trier

Bild
Für Freundinnen der Computerkunst gibt es mal wieder eine Ausstellung. Diesmal ist in Trier Einiges zum Thema Cyber-Gärten zu sehen. Die gezeigten Projekte sind verschiedenen Themengebieten zugeordnet:

  • Video
  • Generative Bilder
  • Töne, Bilder, Räume
  • Installation & Projektion
  • Medieninnovation
  • Transformation & Transfer
  • Location – Dislocation

Zur Ausstellung gibt es auch noch eine projekt-begleitende Konferenz (sie fand am 28./29. Jan statt). Dabei werden die Schnittstellen zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft von KünstlerInnen, TechnikerInnen und WissenschaftlerInnen bearbeitet. Zukunftsweisend stehen Positionen für das Jahr der Europäischen Kulturregion Luxplus, 2007, zur Diskussion. Ein Beispiel für das Thema Installation & Projektion ist der "Octocubus Garden" von Tobias Albrecht:

Bild "Octocubus Garden wurde als eine multiperspektivische 3D-Animation von insgesamt fünf, räumlich aufeinander abgestimmten Filmen eigens für die Multiscreening-Installation in Cybergärten und wirkliches Grün entwickelt. Die Blicke der Betrachter schweifen über fünf großformatige Screens und tauchen schwebend in eine geometrisch strukturierte und von kristallinen Wesen bevölkerte Unterwasserwelt ein."

nach oben

Hinter Konzeption und Produktion steht das Kompetenzentrum für Cross-Media-Verfahren der FH Trier. FH-Professor Franz Kluge, Professor des Bereichs Neue Medien, ist die treibende Kraft hinter der Vision:

"Unter dem Leitmotiv ‚kultur-transfer-culturel‘ ist Cybergärten und wirkliches Grün eine erste Zeichensetzung auf einem Weg, der in der europäischen Großregion Saar-Lor-Lux, Rhein und Wallonie nach neuen Kombinationen und Verknüpfungen der Orte, Räume und Kulturen sucht. Cybergärten und wirkliches Grün drängt aus dem künstlichen Paradies in die Wirklichkeit. Der Garten steht als Metapher für kreatives Wachstum und als Programm für ein Labor, in dem die Potenziale der Neuen Medien für Kreation, Interaktion und Kommunikation ausgelotet werden."

Als ganzheitlicher Ansatz steht hinter dem Projekt die (geistig-künstlerisch-virtuell-reale) Ortsbestimmung: Grenzüberschreitungen, Verknüpfungen von Information und Topografie und die Möglichkeit eines vernetzten Kultur- und Bildungsraums in der europäischen Großregion Saar-Lor-Lux, Rhein und Wallonie. Das Projekt wird von der Nikolaus Koch Stiftung, der Kulturstiftung der Sparkasse Trier, der Landesgartenschau Trier sowie der Mediennachwuchsförderung des Landes Rheinland-Pfalz, der Röhm GmbH Darmstadt und der Fraunhofer Technologie-Entwicklungsgruppe Stuttgart unterstützt. Eine solche Sponsorschaft kann direkt neidisch machen…

Infos:
Ausstellungskonzeption, Programm, Abbildungen unter www.cybergaerten.de downloaden oder
bei info@cybergaerten.de anfordern

Das Leitmotiv ‚kultur-transfer-culturel‘ von Cybergärten und wirkliches Grün gibt es unter www.fh-trier.de/cybergaerten/Cyb_Programm.pdf
Da gibt es auch das Programm der Konferenz und weiterer Begleitveranstaltungen.

nach oben

 Maria

von Maria

Computer science in deep space


Foto At the university of Waikato, Hamilton, New Zealand, students and researchers work in the computer science department. The work is quite similar to other international cs working groups, but yet different. It’s – in a way – an utterly new world for a visitor from Germany. Like me. (Almost) each member of the department comes from a land far, far away. This results in a rich pool of experiences and views. Which is an advantage, for interesting and new ideas can be evolved, but sometimes it’s difficult to handle. The common denominator is the scientific language and the common interest in the projects, e.g. Digital Libraries, Usability or Information Systems.

For my talk, I’ve been sent in a time box (three airplanes and 12 h forward the clock) from winter darkness to summer light. On arriving, I was a little bit confused, but soon I noticed the other world’s rules: there are signs in the university which force people to „wear shoes in this area“; everyone asks how you feel or if you’ve had a good day; bread is compressable to the size of a pea; at the university people have to pay for rooms, equipment and rather slow internet access.

Foto Things to do in the sparetime are really weird. New Zealand is the official home of extreme sports. Freeclimbing, bungee jumping, virtual bungee jumping, hiking, sheep shearing, sky diving, off-road driving, zorbing (i.e. down-rolling a hill within a big sphere filled with water) …

FotoPrepared after some time travelling around the north island, I’ve returned to Hamilton to give my talk "Handling of Metadata in a Collaborative Modelling Environment". And a surprising thing happened: The audience became alive! Which has seldom been seen in the scientific world. Even those who are usually more quiet, asked and explained and were really curious. So we’ve discussed their work and my work and we could see a possible thought of cooperation.

Maybe I will return to the land in deep space to start another project. And so could you, if you’re interested. Don’t hesitate to try! And please feel free to ask Annika, Andrea, Doris or me.

nach oben

 Maria

von Maria

„Mixing Math and Motherhood“

"Mixing Math and Motherhood"*

FotoBericht von der GHC 2004 – Women in Computing


Foto

Chicago – die Stadt des Blues, die Stadt Al Capones, die große Stadt am großen See, "windy city".
Chicago – die Stadt der informatica feminale. Was?

Richtig gelesen. Die informatica feminale ist Thema auf der Grace Hopper Celebration 2004 (GHC). Seit 1994 findet die GHC statt. Das ist DIE Konferenz von und für Informatik-Frauen aus der ganzen Welt. Anfang Oktober 2004 ist Chicago die Stadt der "Pregnant Programmers"*.

Großes Interesse beim informatica-Publikum

Und mittendrin wir – die Stipendiatinnen aus Deutschland: Simone, Bettina, Rike und ich. Wir wollen zusammen mit Veronika, Alexandra, Annika und Renate das Konzept der informatica feminale (und auch der ditact und des CWC) vorstellen und Erfahrungsberichte aus Sicht von Dozentinnen und Teilnehmerinnen beisteuern.

Foto Der Workshop "Summer Universities for Women in Computer Science" findet regen Anklang, 42 Teilnehmerinnen und 1 Teilnehmer sind gekommen, um von der informatica feminale zu hören. Nachdem sie das Ur-Konzept kennen, wird die ditact aus Salzburg vorgestellt. Schließlich kommt der Ausblick auf den CWC (Computing Women Congress in Neuseeland), Anreiz sind nicht nur die traumhaften Neuseeland-Fotos, sondern auch die Möglichkeit, selbst noch gestaltend (= als Dozentin) oder eben als Studentin teilzunehmen.

Balance-Akt zwischen Kind und Karriere, Familie und Beruf

Andere Workshops und Podiumsdiskussionen gibt es natürlich auch zu sehen. So erfahren wir u.a., dass sich Beruf und Familie immer vereinbaren lassen. Soviel erfährt die Grace-Hopperin. Die große Karriere aber ist für die "Kinderzeit" nicht zu erwarten.

nach oben

Wissenschaft und Praxis

Die praktische Arbeit in der Informatik ist natürlich auch Thema: "Being an effective Teacher" hat mir ein paar Aha-Erlebnisse zur Informatik-Ausbildung beschert. So kann man Einsteiger/innen zum Beispiel mit aktiven Elementen binäre Bäume nahe bringen: Die Wurzel wird durch eine Person dargestellt; sie steht auf und wählt sich zwei Kindknoten; diese stehen auf und wählen per Fingerzeig wieder je zwei Kindknoten usw. Zum Schluss stehen alle und jetzt kommt der zweite Teil. Jeder Knoten fragt seine Kindknoten nach deren Höhe, so dass am Ende die Wurzel die Gesamthöhe des Baums nennen kann. Sehr lustig!

Foto Für angehende Wissenschaftlerinnen gibt es Tipps zur Themensuche für die Dissertation, eine Poster-Ausstellung von Doktorandinnen und natürlich jede Menge erfahrene Frauen, die für Fragen immer offen sind. Für angehende Praktikerinnen waren die großen Namen mit Infoständen vertreten: Amazon, Google, IBM, HP, Microsoft, auch einige amerikanische Unis …

Noch ein Wort zum Stipendium: Ganz einfach war es nicht, in den Genuss desselben zu kommen. Wir mussten einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen, inklusive Begründung und Essay. Also aufschreiben, warum wir teilnehmen wollen, was wir für die Konferenz an Wissen und Erfahrungen einbringen können und wie wir die Kenntnisse und Einsichten, die uns die Konferenz bietet, in unserm Umfeld zu Hause für die weitere "feminale" Informatikarbeit einbringen werden. Dafür war es natürlich sehr wichtig, die informatica feminale "im Rücken zu haben".

Sehr hilfreich sind für Rike und mich unsere Jobs, die wir als Stipendiatinnen allesamt freiwillig übernehmen sollen (Jobs wie Hilfe bei Workshops, beim Posteraufhängen, Pfadfinden für Neuankömmlinge, T-Shirts verkaufen etc). Wir zwei jedenfalls verteilen beim Willkommensempfang Getränkebons und sammeln die Eintrittskarten ein. Ab da sind wir bekannt wie bunte Hunde; sehr hilfreich für Gespräche, die frau sucht :-)

Und zwischendrin?

Foto Der Empfang versammelt die Teilnehmerinnen zum ersten Kennenlernen. Auch für die Stipendiatinnen ist schon ein Treffpunkt festgesetzt. Am nächsten Tag ist von IBM eine Schifffahrt auf dem Chicago-River auf dem Plan, der in der Mittagspause karrierefördernd wirkt. Abends gibt es das Banquet – sehr leckeres Essen, Reden und Dank an die Teilnehmer/innen. Als auf der Leinwand University of Duisburg-Essen auftaucht, bekomme ich doch ein kleines wummeriges Gefühl in der Magengegend. Ui, aufregend!

Party-Highlight aber war die Google-Party: T-Shirts und Bücher, Buffet, Freigetränke, eine Leinwand mit den aktuellen Live-Google-Suchwörtern, eine Tarot-Kartenlegerin, Karikatur-Maler, ein Fotograf für unsere Köpfe hinter der Google-Kulissen-Maske, Kicker, Air-Hockey, Massage, Gmail-Accounts, sehr gute Musik, Tanzfläche mit riesigen Bällen zum Stupsen. Wow!

Foto Last, but not least: Als gewiefte Journalistinnen sind uns noch ganz viele Besonderheiten in Chicago aufgefallen. Nicht nur, dass die Redaktion natürlich von der Chicago Tribune angetan ist – so nette Redaktionsräume würden wir auch nehmen, klar. Aber das ist eine andere Geschichte…

* Diese Zitate stammen vom Pioneer Panel am Abschlusstag, Treffpunkt für alle Grace-Hopperinnen mit den großen alten Ladies der Informatik

 Maria

von Maria

Kino in der Rumpelkammer

Wie die Technik unsere Wohnung schützt

Foto Schon mal überlegt, ob das Bücherregal auf den Sperrmüll darf? Oder damit geliebäugelt, das Fenster zuzumauern? Viele von uns wünschen sich Kinogenuss für zu Hause. Woher aber die große Leinwand nehmen?

An der Uni in Weimar sind sie dem Ziel einen Schritt näher gekommen. Im Fachbereich Augmented Reality beschäftigen sich Studenten mit dem "SmartProjector". Mit Hilfe von Korrekturverfahren werden Muster, perspektivische Verzerrungen und Strukturen herausgerechnet.

Foto Seit einem Jahr läuft das Projekt. Als Hilfsmittel wird simple Hardware eingesetzt. Ein gängiger Beamer, ein Camcorder und ein Computer mit Spiele-Grafikkarte gehören zur Grundausstattung. Eine Kamera liefert über die TV-Karte die Bilder der Projektionsfläche. Verschiedene Testraster dienen zur Analyse der Fläche. Das erste Beispiel zeigt die Projektion in eine grob verputzte Hausecke. Die Verzerrungen werden erfasst und ausgeglichen.

Projektionsbeispiel

Muster sind ein weiterer Problembereich. Das Videosignal wird Pixel für Pixel analysiert und sowohl geometrisch als auch farblich korrigiert. So ergibt sich ein in Farbe und Helligkeit akzeptables Bild.

Projektionsbeispiel

Projektionsbeispiel Das dritte Beispiel zeigt die Korrektur zweier Störfaktoren: Muster und Struktur. Die Schemazeichnung oben macht deutlich, wie die Projektionsfläche abgetastet und das Bild korrigiert wird.

Und das beste am Projekt kommt jetzt: Frau kann mitmachen! Im neuen Masterstudiengang Mediensysteme wird ab dem kommenden Wintersemester die Technik weiterentwickelt. Studieninteressierte informieren sich direkt bei der Hochschule. Eine kommerzielle Nutzung wird angestrebt. Also können wir uns schon mal drauf freuen, dass wir in Zukunft keine Gedanken mehr über Regale oder Fenster machen müssen, die dem Kino-Abend im Weg stehen.

nach oben

Links

Auf den Webseiten findet sich auch ein Film, der das Verfahren zeigt

 Maria

von Maria

Die Abhängigkeit der Informatikerin nicht nur von Software

Die Abhängigkeit der Informatikerin nicht nur von Software

Mein Netzteil ist kaputt. Es fing ganz harmlos an: Zuerst dachte ich, im Gästehaus der Uni Bremen sei eine defekte Steckdose. Zwischendurch lief mein Notebook wieder. Am Donnerstag dann die Gewissheit: während einer wichtigen Besprechung mit meiner neuseeländischen Kollegin, die ich ja lange, lange nicht mehr wieder treffe, fällt mein Netzteil gänzlich aus. So weit, so schlecht. Ein letzter Test zeigt dann die Bruchstelle im Kabel.

Foto Die Drucker in der Ebene 0 funktionieren nicht-deterministisch. Was okay ist, wenn frau es vorher weiß… Sie drucken manchmal einen Druckauftrag, meist aber nicht. Der Ausdruck von vier DinA-4-Seiten im Original auf zwei verkleinerte DinA-4-Seiten im Ausdruck verschluckt die Wörter an der rechten Seite. Wichtig ist auch, dass frau in P5 am Rechner sitzt. Von dort geht mehr als nur jeder zehnte Druckauftrag raus – anders als aus P2. (Falls eine eine Erklärung dafür hat, bitte ans Amt für übernatürliche Störungen schicken.) So haben wir den Samstag nachmittag fluchend im Pool verbracht, um dann OHNE Zeitung zum GI-Empfang zu fahren. Da war der Frustpegel schon ziemlich hoch. Doch das war noch nicht alles.

Entgegen der Behauptung, die ich im Macchiavella-Kurs aufgestellt habe, kann ich nicht in jeder Situation meinen Ärger zügeln und so emotional wie ein Sack Steine werden, sondern habe durchaus meine ganz persönliche Frustbeule. Einmal gefunden, braucht es schon einige Zeit, wieder Frau meiner selbst zu werden. Gut zu wissen, immerhin.

Ich war aber nicht die einzige, die dem Hardware-Fluch Bremens zum Opfer gefallen ist. Annika hat sich letztes Jahr diesen bösen Virus eingefangen, der ihr Notebook völlig zerschossen hat. (Ein Beispiel für die Möglichkeit, Soft- und Hardware zu einem perfekten Zusammenspiel zu vereinen…)

Und Brigitte hat den Beweis erbracht, dass auch ihr Notebook nicht unzerstörbar ist. Göttin-sei-Dank ging es aufzuschrauben, obwohl das in etwa so komplex ist wie ein 1000-Teile-Puzzle und außerdem diffizile motorische Fähigkeiten erfordert…

Und jetzt kommt das Happy-End: Der Computerladen an der Uni hat einen lobenswerten Service: Vaio-Festplatten besorgen. Samsung-Netzteil auf Lager haben. Merke: Es gibt immer eine oder einen, die oder der weiterhelfen kann. Und alles ist schon mal dagewesen.

nach oben

 Maria

von Maria

Wiedersehen auf Technixen.net?!

Wer auf der IF Bremen Gefallen am Austausch mit technikbegeisterten Frauen gefunden hat, kann auf www.technixen.net weiter Kontakt halten. Dort gibt es auch geschlossene Mailinglisten zu unterschiedlichen Themen.

Hier eine kleine Auswahl:

  • ada – Code- und Gedankenaustausch für Programmierinnen
  • lynn – Linux ist weiblich: deutschsprachige Diskussionsliste für Linuxerinnen u.a. Unixerinnen
  • shelley – deutschsprachige Diskussionsliste zur Rolle von Frauen als Minderheit im IT-Umfeld für Frauen

Anmelden zu diesen Mailinglisten könnt Ihr Euch unter http://lists.answergirl.de/. Ihr werdet bestimmt die eine oder andere wiederlesen!

www.technixen.net
http://lists.answergirl.de

nach oben

 Sylvia

von Sylvia

Fierce Magazin


Ich habe auf der profile intermedia die Herausgeberin von Fierce Magazine kennengelernt. Da ich die Zeitschrift klasse fand und auch die Frauen bei ihrer Arbeit unterstützen wollte, habe ich versprochen Ausgaben zu verkaufen. Vielleicht gibt es ja bei der Informatica Frauen, die die Zeitschrift gerne testen würden?


Am heutigen Donnerstag, 16. September werde ich in der Mittagspause diese beiden Ausgaben mitbringen [Achtung, Original in Englisch]:


"Fierce Magazine


Ausgaben: Spirit und Renegade


FIERCE Magazine ist ein neues Magazin für für alle Frauen über 21 (und alle jungen, klugen Frauen über 18). Das Ziel ist ein urbaner and multikultureller "spin". FIERCE liefert Artikel aus der Sicht von Frauen mit einem unvergleichlichen Stil, Funk und Sprachwitz. Es gibt keine to-do Listen oder how-to Ratschläge. Wir glauben, dass junge Frauen klug und neugierig sind und ihre Meinungen über ‚Wie bekomme ich dünnere Beine‘ und ‚Zehn Wege, einen Mann zu befriedigen‘ hinausgehen. Wir bieten ein Medium, um außergewöhnliche Meinungen bekannt zu machen und mit anderen gleichgesinnten Frauen Kontakt herzustellen.


FIERCE ist für alle tatooed und gepiercten Rebellen, die keine Angst haben die Regeln dieser Welt zu brechen. FIERCE ist für die stillen Heldinnen, die versuchen die Welt mit einem Lächeln zu verändern. Wir sind für dicke Girls und dünne Girls, Wein-Connoisseuses und Bierliebhaberinnen, religöse Damen, spirituelle Schwestern, exotische Tänzerinnen, Lesben, Ehefrauen, Mütter Geschäftsfrauen, Jungfrauen, Dichterinnen, … Wir wollen niemanden ausschließen. Wir begrüßen jede in ihrer prächtigen Individualität.


FIERCE feiert die Vielheit der Stimmen und Schreibstile von Frauen und spricht die Themen an, über die Frauen reden, die aber nicht unbedingt in der Presse zu finden sind. Wir reden mit Hillary Clinton und Rapstar Lil´Kim und der Ägyptischen Feministin Nawal El Saadawi.


FIERCE rechtfertigt nichts und entschuldigt sich nicht für riskante Sprache und Ideen."


Die Titelthemen der aktuellen Ausgabe (Spirit) sind Tantric Sex, Shaolin Tempel und Hillary Clinton.


Auch erhältich Renegade mit den Titelthemen Alpha Females, Biker Chicks und Göttinnen.


(Übersetzung sehr frei ;-)


Weitere Infos: fiercemag@freenet.de

 Corinna

von Corinna

Programmierkurs-Disskussion


Heute, Donnerstag, 16.9., findet in der Pause von 10.30-11.00 Uhr eine Diskussion über das zukünftige Angebot an Programmierkursen beim Sommerstudium statt. Raum MZH 7200


Ziele sollen sein, beim Sommerstudium 2005 …



  • eine Vielfalt an Programmierkursen anzubieten, die den tatsächlichen Interessen und Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen besser entspricht


  • den Teilnehmerinnen bei der Anmeldung mehr Klarheit über den Kursinhalt der Programmierkurse zu vermitteln


  • der sehr häufig falschen Selbsteinschätzung von Teilnehmerinnen bzgl. ihrer Programmierkenntnis entgegen zu wirken


  • das Anmeldeverfahren zum Sommerstudium so auszubauen, dass die (Selbst-)Zuordnung von Teilnehmerinnen zu den einzelnen Programmierkursen besser geprüft und ggf. in Rücksprache mit Teilnehmerin und Dozentin VOR dem Sommerstudium geändert werden kann


  • damit zu verhindern, dass frühzeitig einzelne Programmierkurse von Teilnehmerinnen blockiert werden, die später beim Sommerstudium den Kurs nach den 1. Tag verlassen




  • den Dozentinnen VOR dem Sommerstudium eine bessere Vorstellung über den Kenntnisstand und die Interessen der Teilnehmerinnen zu geben


  • allen Beteiligten ein positives Verhältnis zum Programmieren und den Programmierkursen zu vermitteln!



Alle Teilnehmerinnen und Dozentinnen – insbesondere Teilnehmerinnen und auch Aussteigerinnen der Programmierkurse – sind herzlich eingeladen.

 Veronika

von Veronika

Kontoinformationen für BAFöG-Stelle und Finanzamt

Kontoinformationen für BAFöG-Stelle und Finanzamt


Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) verfügt über ein automatisiertes Kontenabfragesystem, das Informationen über sämtliche Konten und Wertpapierdepots in Deutschland bereitstellt und auch Auskunft über Kontostand, Geldbewegungen und Aktienbestände geben kann. Selbst Daten gelöschter Konten werden für drei Jahre gespeichert. Die Einführung des Abfragesystems nach dem 11.9.2001 wurde mit der Terrorbekämpfung begründet – doch so wie viele Sicherheits- und Anti-Terrorgesetze führt es vor allem zu einer immer flächendeckenderen Überwachung der BürgerInnen.


Ab April 2005 soll der Kreis der Zugriffsberechtigten massiv erweitert werden und wird dann etwa die Bundesagentur für Arbeit, Finanzämter, Sozialämter und BAFöG-Stellen umfassen. Dass dies der Verhinderung von Terroranschlägen dient, darf getrost bezweifelt werden. Gleichzeitig wird das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung weiter ausgehöhlt.


Ganz anders dürfte hingegen die Verärgerung der Banken begründet sein: Sie mussten den Bafin-Zugang finanzieren – mit 105 Mio. Euro.


Infos:



– 23.8.2004 – 10:46 stern.de/wirtschaft/geld/meldungen/index.html?id=528751

Stuttgarter Zeitung vom 21.08.2004 stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/785365

 Kerstin

von Kerstin

Coden, und zwar schnell…


In diesen Tagen findet der zweite Google Code Jam statt: Ein Programmierwettbewerb, der zunächst in mehreren Runden online und für die 50 Besten dann später offline in Kalifornien stattfindet – Reisekosten trägt der Veranstalter, die Teilnahme ist kostenlos.


Auch wenn dieses Ziel vielleicht etwas zu hoch gesteckt ist – die Sache ist zumindest bei einer gewissen Stress-Resistenz witzig: Es werden zwei Programmieraufgaben gestellt, Wettbewerbsdauer ist nur 60 Minuten. Korrekte, lauffähige Programme bringen Punkte; je schneller abgegeben, desto mehr. Programmiert wird in Java, C++, C# oder Visual Basic. Bis heute ist die Anmeldung noch möglich, den ganzen Donnerstag lang ist die Teilnahme an der Qualifikationsrunde möglich. In späteren Runden geht es nicht nur um’s Coden, sondern auch um Code lesen und Fehler finden in fremden Lösungen.


Ich lade hiermit zum betreuten, gemeinsamen Üben ein: Heute, 14.9., 16:15 Uhr im P2 (0. Ebene). Eine anschließende Teilnahme am Wettbewerb ist natürlich nicht erforderlich, aber möglich. Probiert’s doch einfach mal aus! Bis dann,

 Miriam

von Miriam

Ada Augusta Byron Lovelace und die Analytische Maschine

Software-Entwicklung im 19. Jahrhundert

In Zeiten, in denen elektrischer Strom noch lange nicht üblich war, vermutet man kaum den ersten Vorläufer des Computers: ein programmierbarer Apparat, der mit Zahlen und Symbolen umgehen, sie nach bestimmten Gesetzen verarbeiten und auch speichern konnte. Die “Analytische Maschine”, von Charles Babbage 1834 entwickelt, besaß ein Vollautomatisches Rechenwerk für die vier Grundrechenarten auf dem Prinzip des dekadischen Zählrades ("Mühle"), einen Zahlenspeicher für 1000 Zahlen von je 50 Stellen ("Variablenspalten"), ein Dateneingabegerät für Zahlen und Rechenvorschriften und eine Datenausgabe-Vorrichtung sowie ein Druckwerk. Die Programmierung der Maschine sollte über Lochkarten erfolgen – ein Prinzip, das zu dieser Zeit bereits erfolgreich eingesetzt wurde, um die Arbeit an Webstühlen zu vereinfachen und Muster zu “programmieren”.


Ada Lovelace


Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften dieser Maschine war, dass ihre “Software” hauptsächlich von einer Frau, nämlich Ada Byron Lovelace, entwickelt wurde. Ada war das Kind von Anabella Milbanke und Lord George Gordon Byron. Ihre Eltern trennten sich, als sie 5 Jahre alt war. Ihre Mutter, selbst Mathematikerin, sorgte dafür, dass Ada eine gute Ausbildung in Mathematik und Astronomie erhielt. Im Alter von 17 Jahren lernte Ada 1833 den Mathematiker Babbage kennen und war von seiner Differenzmaschine, der Vorläuferin der Analytischen Maschine, begeistert. 1834 entwickelte Babbage die Idee der Analytischen Maschine und gab die Arbeit an der Differenzmaschine auf.


Ihre Arbeit


Ada fertigte zahlreiche Dokumentationen der geplanten Analytischen Maschine und Übersetzungen an. Sie war auch die erste, die erkannte, wie weit die Möglichkeiten dieser Maschine gingen, dass sie nicht nur Zahlen, sondern Symbole im weitesten Sinne verarbeiten konnte. Lovelace entwickelte Sprungbefehle, bedingte Verzweigung, Prozeduren und Zählregister für iterative Abläufe. Gleichzeitig erkannte sie auch die Grenzen der Maschine, die weitestgehend auch noch für heutige Computer gelten: “Die Analytische Maschine erhebt keinen Anspruch darauf, etwas erschaffen zu können. Sie kann das tun, von dem wir wissen, wie wir sie instruieren können, es zu tun."


Im Jahre 1844 wurden Ada Lovelaces kommentierte Übersetzungen veröffentlicht, wobei ihre Anmerkungen den Hauptteil des Werkes ausmachten. Sie verwendete nur die Abkürzung ihres Namens, A.A.L., damit nicht ersichtlich war, dass die Arbeit von einer Frau stammte. Dabei muss man immer im Auge behalten, dass sie als Frau weder Zugang zu Universitäten noch zu Bibliotheken hatte und parallel zu ihrer Arbeit drei Kinder bekam, sowie allgemein unter einer schwachen Gesundheit litt. Am 27. November 1852 starb Ada 36-jährig nach langer Krankheit an Gebärmutterkrebs.


Die Analytische Maschine wurde letztendlich, trotz erheblicher Geldsummen und dreißigjähriger Arbeitszeit, nie fertig gestellt. Nur ein kleiner Teil des Rechenwerkes und ein weiteres Fragment konnten realisiert werden.


Ada Augusta Lovelace wurde lange Zeit als Babbages Sekretärin angesehen. Seit dem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts wurden ihre Erfolge aber durchaus gewürdigt. 1979 benannte das U.S. Department of Defence ihre neu entwickelte Supersprache nach Lady Lovelace. Ada ist heute eine Programmiersprache für sicherheitsrelevante Software. Ein Bild von Ada ziert die Homepage des Ada-Fördervereins. Neben zahlreichen Büchern wurde ihr Leben 2002 unter dem Titel “Ada Byron Lovelace: To Dream Tomorrow (Das Morgen Träumen)” anlässlich ihres 150. Todestages verfilmt. Nicht zuletzt ist sie die Namensgeberin des Ada-Lovelace-Projektes, das es sich zum Ziel gesetzt hat, mehr junge Frauen für naturwissenschaftliche Studiengänge zu gewinnen.

Quellen


www.gi-fb-sicherheit.de/vg/informatik2003/sessions/session-film-de.html

user.cs.tu-berlin.de/~icoup/archiv/3.ausgabe/artikel/ada.html

http://i10www.ira.uka.de/lehre/rvg-sommer1998/bab/bab1-4.html

www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/2235/2.html

 Eva

von Eva

informatica-Wiki

Kennt Ihr schon das informatica-Wiki? Die "Zeitung" stellt seit der if 2003 den Teilnehmerinnen und Dozentinnen der informatica in Bremen bzw. Baden-Württem-berg und der ditact in Salzburg diese Möglichkeit des Austausches zur Ver-fügung. Jede kann hier mitschreiben und -diskutieren, selbst neue Seiten anlegen usw.

Im Wiki findet Ihr auch alles Mögliche, was Euch während der zwei Wochen des Sommerstudiums in Bremen weiterhelfen kann: diverse Freizeit-Tipps, Kino- und Theaterprogramme etc., aber auch so Nützliches wie Notfall-Adressen und -Telefonnummern.


Schaut doch einfach mal rein!



http://zeitung.informatica-feminale.de/kwiki

 Rike

von Rike

Der Tag wird zur Nacht

Ein Audio-Computerspiel für Hörende

PlakatWorum geht’s?

Im Jahr 2003 entwickelte ein Projektteam an der Hochschule der Medien in Stuttgart ein Spiel für blinde und sehbehinderte Kinder (ab 10 J.). "Der Tag wird zur Nacht" ist für übliche Rechner geeignet. Es genügt die Standard-Audio-Ausgabe, weder Braille-Zeile noch Screenreader kommen zum Einsatz. Der Bildschirm bleibt während des gesamten Spiels dunkel. Denn die Kinder steuern das Spiel ausschließlich nach Gehör.

Der Plot

"Die Geschichte spielt im antiken Pompeji während des Ausbruchs des Vesuvs. Aufgabe des Spielers ist es, in einer bestimmten Zeit aus der Stadtvilla in einen Geheimgang zu finden und von dort zum Meer. Die gesamte Navigation des Spiels beruht auf akustischen Hinweisen: Stößt der Spieler beispielsweise gegen eine Wand, hört er einen dumpfen Schlag. Dann heißt es umdrehen und einen anderen Weg suchen."

Ziel des Projektes

Studierende entwickelten das Spiel im Rahmen des Master-Studiengangs Medienautor. Das Spiel sollte selbsterklärend, einfach und schnell zu benutzen sein: Die Kinder können ohne fremde Hilfe sofort mit dem Spielen beginnen. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Kommunikation zwischen behinderten und nicht-behinderten Kindern zu fördern. Dazu tragen die geringen technischen Anforderungen bei. Ein gemeinsamer Erfahrungshintergrund, der die Grundlage zum gegenseitigen Austausch sein kann, bringt beide Gruppen von Kindern zusammen. Sehende Kinder bekommen außerdem ein Gefühl für das Nicht-Sehen-Können.

nach oben

Entwicklung

Foto Nach der Spielidee wurde erst einmal ein Prototyp gebaut. In einem mobilen Testlabor mit blinden und sehbehinderten Schülern der Nikolauspflege in Stuttgart sowie mit sehenden Kindern der Warmbronner Grundschule wurde dieser getestet. Dabei zeigte sich, dass bzgl. des Spiel-Verständnisses kein Unterschied zwischen den nicht-sehenden und sehenden Kindern festzustellen war: Alle entwickelten die gleichen Strategien, um das Spielziel zu erreichen.

Technik

Klassische Elemente des Hörspiels wurden übernommen. Durch Musik und Geräusche werden Emotionen wie Spannung und Identifikation mit der Spielfigur erreicht. Der Klang-Eindruck sollte möglichst realistisch sein. Zu diesem Zweck wurden entweder echte Klänge aufgenommen oder aus Sound-Bibliotheken übernommen. Der spezifische Raumklang jedes Raumes ist eine Kombination aus verschiedenen Einzelgeräuschen. So wurde bei größeren Räumen entsprechend größerer Hall eingerechnet. Geräusche werden lauter oder leiser, wenn das Kind sich nähert oder entfernt. Besonders eindrucksvoll ist das beim Brunnen im Innenhof geglückt, der laut plätschert, wenn frau ihn erreicht.

Ein weiteres wichtiges Kriterium war die technische Einfachheit. Grundlegende Technik ist Flash. Der Flashplayer ist in die ausführende Datei integriert. Die Soundfiles im MP3-Format sowie die Daten, die die Struktur der Räume bezeichnen, liegen in einem Data-Verzeichnis. So ist es jederzeit möglich, zusätzliche Räume hinzuzufügen oder eigene Geschichten für das Spiel zu entwickeln.

Kinderspiel

nach oben

Online-Spiel und Download: www.DerTagwirdzurNacht.de

Infos: Christa Stoll, kontakt@DerTagwirdzurNacht.de
© Textgrundlage und Foto: Christa Stoll, Plakat: M. Wanner, 2003
Spiel: Tanja Dannecker, Matthias Pasedag, Christa Stoll, Heinrich Sturm, 2003

 Maria

von Maria

Zeitung 2004

Ein Geburtstagskind

Bild Die "zeitung" begleitet dieses Jahr schon zum fünften Mal das Sommerstudium in Bremen. Im Jahr 2000, beim zweiten Sommerstudium in Bremen, wurde sie von Brigitte Jellinek initiiert, seitdem wird sie immer wieder von wechselnden Teams weitergeführt.

Während des Sommerstudiums tragen alle, die Lust dazu haben, mit Artikeln, Fotos, Rätseln und Zeichnungen dazu bei, ein buntes Bild von Kursen, Kneipen und Festen, von Informatik im allgemeinen und Frauen in der Informatik im besonderen, von Bremen und anderen Orten, aus Studium, Praxis, Alltag und Ferien – einfach von allem, was die Teilnehmerinnen interessiert und wovon sie gerne berichten wollen – zu erstellen. Gefragt sind alle, die gern schreiben, fotografieren, interviewen, zeichnen, redigieren, layouten oder kopieren – das "oder" ist hierbei ganz wichtig! Denn jede kann und soll beitragen, was ihr liegt, was sie möchte, was sie kann – oder was sie einfach mal ausprobieren will! Keine muss schreiben, Interviews führen, von Anfang an dabei sein oder bis zum Ende bleiben.

Die Zeitung liegt regelmäßig in der Cafeteria, dem zentralen Treffpunkt während des Sommerstudiums, aus und erscheint etwas später dann auch online. Das Zeitungsteam versucht, jeden Tag eine Zeitung zu erstellen, dafür werden möglichst viele Frauen gesucht – regelmäßig, ab und zu oder einmalig, das Team freut sich über alle! Interessierte können jederzeit einfach zu den offenen Redaktionssitzungen kommen – die Termine werden beim Sommerstudium per Aushang bekannt geben.

Mitarbeit ist problemlos auch parallel zu anderen Veranstaltungen möglich.
Die Vorbereitung läuft über die Redaktionsmailingliste – wenn eine dabei mitmachen will, einfach mailen: zeitung(at)horus(Punkt)at. Wie in Artikel zum neuen Programm versprochen, werden wir uns zahlreiche, wertvolle und absolut tolle Überraschungen für Kreative ausdenken. Also los, diesmal lohnt es sich mehr denn je, mit uns den Spaß am "zeitung"-machen zu teilen.

Übrigens, auch bei der Online-Zeitung ist jeder Beitrag gern gesehen! Wenn Ihr einen Artikel habt, schickt ihn einfach an zeitung(at)horus(Punkt)at, Maria freut sich wirklich wie eine Schneekönigin ;-)

Geheimtipp:
Bisher gab es immer an einem Abend ein gemeinsames, lustiges Redaktionsessen

nach oben

 Rike und Maria

von Rike und Maria

Beyond Pages

"Beyond Pages" von Masaki Fujihata

Interaktives Kunstwerk

Sowas. Laufe ich nichts ahnend auf der LearnTec in Karlsruhe rum – da treffe ich ein altes Bekanntes wieder: Ein Kunstwerk aus dem ZKM (Bericht über if-Dozentinnen im ZKM).

Bild Das "Beyond-Pages"-Environment ist für die Messe ins Kongresszentrum verlagert worden. Worum geht’s? Durch Berührung einer virtuellen Buchseite kann frau das Blättern simulieren:

"Das Buch als Interface simuliert noch den Vorgang des Blätterns, die Begrenzung durch die Zweidimensionalität der Fläche aber und die Starre der Zeichen wird elegant überschritten. Fujihata führt Überraschungsmomente ein, deren Wirkungen konsequent in der Erweiterung der gewohnten ruhigen und stillen Daseinsform des illustrierten Textes liegen. Auf den Blattflächen erscheinen dreidimensionale und bewegte Elemente, die impulsgebende Geste wird mit akustischen Signalen gekoppelt."

Hoher Spielfaktor

Nicht nur das Buch selbst enthält Elemente des Kunstwerkes. Die ganze Kammer ist ein Teil davon: Die Lampe auf dem Tisch, die Tür im Hintergrund. Die Besucherin kann per Kippschalter auf einer der Buchseiten jetzt die Lampe ein- oder ausschalten und die Tür öffnet sich, sobald frau auf einer anderen Seite ankommt. Interaktive Elemente im Buch selbst machen auch viel Spaß, so etwa ein Glas Wasser, auf dessen Oberfläche sich Kondenswasser bildet. Mit einem Stift kann frau das Kondenswasser wegwischen. Nur das Fenster ist echt und zeigt einen Ausschnitt der tatsächlichen Realität am Ausstellungsort.

Fazit: Hingehen und mitspielen! Oder noch besser: Selbst sowas entwickeln. Schließlich gibt es mittlerweile jede Menge (software- und hardware-) technische Hilfsmittel.

Technik-Details

Das interaktive Environment ist mit Macromedia-Director realisiert. Zur Hardware gehören ein Power Macintosh 8100/100 AV, zwei LCD-Projektoren und Aktivboxen, ein Wacom Digitizer Tablet mit drahtlosem Stift und schließlich: Stuhl, Tisch und Tischlampe.

Foto: Franz Wamhof

Links:
LearnTec
ZKM
Mehr über Masaki Fujihata und
Fujihata’s Homepage an der Tokyo National University of Fine Arts and Music, Department Inter Media Art

 Maria

von Maria

Das InHaus gewährt einem Roboterassistenten Obdach

Das InHaus gewährt einem Roboterassistenten Obdach

Care-O-bot® II, ein intelligenter und mobiler Robozter aus Stuttgart, zog Ende Februar ins "inHaus" in Duisburg (unser Artikel über das inHaus). Das erste "Probewohnen" verlief laut seiner Eltern vielversprechend. Care-O-bot II fährt vom 18. bis 24. März zur CeBIT und zeigt auch dort, was er kann.

Und so stellen sich die Fraunhofer eine typische Herausforderung für Care-O vor:

Foto An manchen Tagen fällt das Gehen etwas schwerer. "Heute ist so ein Tag", denkt sich Else Meier. Erleichtert lässt sich die Siebzigjährige auf ihr Sofa sinken. Etwas zu Trinken wäre nicht schlecht: "Care-O-bot: Bring mir bitte Orangensaft!"
"Ich überprüfe den Saftvorrat." Der Roboter nimmt Verbindung zur Küche auf. "Orangensaft nicht vorhanden. Bitte wählen Sie ein anderes Getränk" Neben dem durchgestrichenen Symbol für Orangenaft erscheinen auf seinem abnehmbaren Touchscreen die Zeichen für Apfelsaft, Birnensaft und Wasser. Else Meier drückt auf "Apfelsaft". Der Roboter bestätigt und fährt in die Küche, um das Gewünschte zu holen. Kurze Zeit später kommt er mit einem Glas und dem Saft zurück und stellt beides vor Else Meier auf den Couchtisch.

"Das intelligente Haus um einen Roboterassistenten mit Arm zu ergänzen ist nur der nächste logische Schritt", stellt Birgit Graf vom Fraunhofer IPA fest. "Der frei bewegliche Roboterassistent erweitert die vorhandene, ortsfeste intelligente IT-Struktur um ein handelndes Element."

Die Fraunhofer sind schon länger am Ball; Care-O-bot® II hat bereits fleißige Vorfahren. Drei Robotern unterhalten seit März 2000 im täglichen Einsatz die Besucher des Museums für Kommunikation in Berlin. Die neue Generation des Care-O-bot® verfügt zusätzlich über einen Manipulatorarm, einen Sensorkopf und eine aktive Gehhilfe. Der Arm mit sechs Freiheitsgraden und einer Reichweite von etwa einem Meter ist eigens auf Haushaltshilfen zugeschnitten. Befehle kann Care-O-bot II® auch per Spracheingabe verstehen. Die Orientierung im Raum erfolgt mittels einer Umgebungskarte und der Sensoren. Dynamischen Hindernissen weicht der Roboter aus, ohne sich zu verlaufen.

Der Roboter muss in Erfahrung bringen, wo sich der Saft, den er bringen soll, befindet, dorthin gelangen, Zimmer- und Schranktüren öffnen, den Orangensaft erkennen, greifen und transportsicher verstauen, ein Glas für den Saft nicht vergessen, das Glas orten, dort hin fahren … und dann alles uvnersehrt am Ziel absetzen. Eine Kamera mit zugehörigem Bildverarbeitungssystem identifizieren die Objekte, der Laserscanner vermisst sie und die Umgebung. Aus diesen Daten generiert ein Bahnplanungsalgorithmus den optimalen Greifpfad für den Roboterarm.

nach oben

Foto Care-O-bot® II kann ziemlich viel:

  • Dinge holen, bringen, aufheben und anreichen
  • (Vergessene) Herdplatten ausschalten
  • Besucher hereinlassen
  • Kommunikation zu Familie und Freunden, aber auch zu medizinischen und öffentlichen Einrichtungen herstellen
  • Vitalfunktionen überwachen und notfalls einen Notruf senden oder an die Einnahme von Medikamenten erinnern
  • Termine verwalten und daran erinnern
  • Gehhilfe sein: Im Gegensatz zu herkömmlichen Modellen bewegt er sich selbständig, passt sich dabei der Geschwindigkeit seines Menschen an, führt ihn oder sie zum gewünschten Ziel und weicht dabei Hindernissen aus

Das inHaus ermöglich dem Roboter durch seine Vollvernetzung den Zugang zu vielfältigen Informationen – z. B. wo sich welche Möbel befinden.
Bisher realisiert sind davon die Navigation, Handlungs- und Bahnplanung, Hol- und Bringdienste, eine einfache Mensch-Maschine-Schnittstelle und die Gehhilfefunktion. Nichtsdestotrotz: "Care-O-bot hat gezeigt, dass er sich schon jetzt sicher in häuslichen Umgebungen bewegen und seinen Benutzer bei einfachen Assistenzaufgaben unterstützen kann", stellt Birgit Graf fest.

Links:
www.care-o-bot.de und
www.inhaus-duisburg.de

Care-O-bot® II auf der CeBIT: Halle 11, Stand F36

Fotos: © Fraunhofer IPA

nach oben

 Maria

von Maria