Lächerlich kleine Schritte… zum Erfolg

Viel besser als gute Vorsätze

CoverJede kennt das: Man fasst einen lobenswerten Vorsatz, beginnt vielleicht auch tatsächlich mit der Umsetzung, aber dann siegen wieder Bequemlichkeit und alte Gewohnheiten. Vom guten Vorsatz bleibt nichts mehr übrig. Das Buch greift das Prinzip der kleinen Schritte auf – und zwar als ganz, ganz minikleine Schritte… Der Trick: Die extrem geringen Anforderungen, die man an sich selbst stellt, machen dem Gehirn ein Scheitern sehr, sehr schwer. Die erwünschten Veränderungen in der Lebensführung, die üblicherweise schwerfallen, erreicht man so leichter.

Die Idee ist nicht ganz neu, wird hier aber durch neuere wissenschaftliche Erkenntnisse untermauert.

Leider schreibt der Autor in einem sehr langatmigen Stil. Erst gegen Ende des Lesens hatte ich den Verdacht, dass er die vielen ermüdenden Wiederholungen vielleicht bewusst einsetzt – damit sich die Idee ins Gehirn frisst. Nun ja. Sonst käme das Buch locker mit der Hälfte oder – wenn jemand sehr gut formulieren kann – mit einem Viertel des Umfangs aus. Hinter dem m. E. sehr anstrengenden „Das-ist-die-tollste-Methode-ever“-Stil findet man nützliche Hintergrundinfos und Ideen. Manches davon funktioniert tatsächlich sehr gut, ein paar Ideen hatte ich zufällig selbst schon und hab sie ausprobiert – sie haben funktioniert.

Fazit: Zu langatmig, Thema gut, einige wirklich gute Inhalte finden sich auch

Themen

  • Wie das Gehirn funktioniert
  • Motivation und Willenskraft
  • Mini-Strategie
  • Unterschied zu anderen Strategien
  • Veränderungsplan
  • Goldene Regeln

Inspirationen für Mini-Gewohnheiten finden sich auf der Website zum Buch: minihabits.com/mini-habit-ideas/

Stephen Guise: „Viel besser als gute Vorsätze. Wie Sie mit Mini-Gewohnheiten Maxi-Erfolge erleben“. VAK 2015 (engl. Original „Mini Habits. Smaller Habits, Bigger Result„: 2013). 12,95 EUR. ISBN 978-3-86731-164-9.

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Pflanzenleben jetzt und vor Jahrmillionen – erzählt aus dem Leben

Blattgeflüster

CoverHope Jahren erzählt über ihr Lebensgeschichte in der Wissenschaft und in der Natur. Es geht um Pflanzen, Liebe und Alltag und um die Welt der Wissenschaft.

Die Autorin verwirklich ihre Leidenschaft, die ihr Herz rührt und ihr Leben erfüllt. Sie ist Geobiologin und schon als Kind fasziniert, als sie im Labor ihres Vaters dabei sein darf. Sie erforscht Pflanzen, Blätter, Samenkörner und findet Wunderliches heraus. Zum Beispiel: Ein Samen kann sich nach 2000 Jahren entscheiden zu keimen.

Neben den Forschungsfragen und Forschungsergebnissen liest man hier über den Kampf um Drittmittel, das Ringen um Anerkennung in der wissenschaftlichen Gesellschaft (nicht nur auf Tagungen) und über Hindernisse, die das Ganze zum Leben auf einem schmalen Grad machen. Nicht nur Geldnot, auch Krankheiten und Außenseitererlebnisse stellen die Wissenschaftlerin und ihr (Kleinst-)Team immer wieder auf die Probe. Wie sie diese Probleme angeht, meistert oder auch nur hinnimmt, ist ziemlich interessant.

Diese Textstelle bringt es auf den Punkt, finde ich:

„Ich bin eine gute Wissenschaftlerin, weil ich nicht gut zuhören kann. Mir ist gesagt worden, ich sei intelligent und mir ist gesagt worden, ich sei einfältig. Mir ist gesagt worden, ich versuche, zu viel zu tun und mir ist gesagt worden, dass das, was ich getan habe, eigentlich nicht viel ist. Mir ist gesagt worden, dass ich nicht tun kann, was ich tun will, weil ich eine Frau bin und mir ist gesagt worden, dass mir nur erlaubt worden sei, zu tun, was ich getan habe, weil ich eine Frau bin. Mir ist gesagt worden, dass ich ewig leben kann und mir ist gesagt worden, dass ich durch ein Burn-out einen frühen Tod erleiden werde. Ich bin dafür getadelt worden, zu feministisch zu sein und mir ist misstraut worden, weil ich zu maskulin wirke. Ich bin gewarnt worden, dass ich viel zu sensibel sei und ich bin beschuldigt worden, herzlos und kaltschnäuzig zu sein. Aber all diese Dinge sagten mir Menschen, die die Gegenwart ebenso wenig verstehen und die Zukunft auch nicht besser erkennen können als ich.“

Die Lebensgeschichte liest sich eher wie ein Roman als wie ein populärwissenschaftlicher Bericht. Besonders spannend ist natürlich, dass es eine wahre Geschichte ist.

Mehr davon:

Fazit: Warmherzig und faktenreich

Themen

  • Wurzeln
  • Blätter
  • Holz
  • Blüten
  • Früchte

Hope Jahren: „Blattgeflüster. Die wunderbare Welt der Pflanzen. Aus dem Leben einer leidenschaftlichen Forscherin“. Ludwig 2016. 22,99 EUR (D) / 23,70 EUR (A). ISBN 978-3-453-28069-4.

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Sooo müde im Studium? Du fühlst Dich wie gelähmt?

Gechillt und entspannt durchs Studium

Cover

Die Autorinnen erklären in diesem Buch die Phasen der Erschöpfung, von leichtem Stress bis zum Burnout. Ein Fragebogen hilft beim Ermitteln des Grads der eigenen Gefährdung hinsichtlich eines Erschöpfungssyndroms. So zeigt das Buch, welche Phase erreicht ist (oder auch noch nicht erreicht ist). Wer die eigene Phase identifiziert hat, bekommt Techniken und Strategien vermittelt, die zu einem entspannteren Studium verhelfen. Wichtige Anlaufstellen für den Ernstfall, u. a. Beratungsstellen, psychosomatische Ambulanzen und Kliniken, sind im Serviceteil zu finden.

Die Autorinnen sind Profis. Eine ist Ärztin und Leiterin des BurnOut-Zentrums München. Die Andere ist Psychologin.

Fazit: Professionell und gekonnt auf den Lebensraum Studium zugeschnitten

Themen

  • Definition Burnout
  • Medizinische Hintergründe
  • Symptome und Verlauf
  • Angst und Depression
  • Burnout-Test
  • Prävention
  • Aktive Selbsthilfe
  • Professionelle Hilfe

Barbara Krautz und Heike Schiebeck: „Gechillt und entspannt durchs Studium“. UVK 2017. 18,- EUR. ISBN 978-3-86764-703-8.

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Schnell menschenwürdigen Wohnraum schaffen

Bildquelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/menschenwuerdiges-wohnen-fuer-fluechtlinge-aid-1.6582171

Bildquelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/menschenwuerdiges-wohnen-fuer-fluechtlinge-aid-1.6582171Ein Maschinenbauer hat sich überlegt, wie bei humanitären Notlagen – Katastrophen, Flucht und Vertreibung – Hilfe geleistet werden könnte. Eins der großen Probleme ist es, schnell für Viele ein Dach über dem Kopf bereitzustellen.

Das Material ist relativ günstig, leicht zu beschaffen und ermöglicht individuellen Einsatz, um je nach Bedarf auch Privatsphäre herzustellen.

Artikel: www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/menschenwuerdiges-wohnen-fuer-fluechtlinge-aid-1.6582171

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Wirtschaftsingenieurin schreibt im eigenen Verlag – Science Fiction und Cybersecurity

Screenshot

Britta Muzyk-Tikovsky hat neben dem Wirtschaftsingenieurwesen noch weitere Interessen: Story-Telling und Geschichtenschreiben im Verlag. Sie ist Geschäftsführerin des Capscovil-Verlags, den sie gegründet hat. Interessant für Technikfans, gleichzeitig eine Möglichkeit für Unternehmen, ihre Botschaft oder neue Innovationen emotional in einer Geschichte vorzustellen.

Romane: www.capscovil.com/buecher

Quelle: Artikel „Ingenieurin mit Sinn für packende Storys„, VDI-Nachrichten vom 10.02.2017

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Backen mit Nullen und Einsen

Das Nerdy-Nummies-Backbuch

Cover

Kekse in Form von vielseitigen Würfeln, ein Periodensystem aus Cupcakes, Roboter-Cake-Pops – alles drin, was das Nerdherz begehrt. Die Rezepte kann man relativ leicht nachmachen. Zu jedem Gebäck gibt es ein kurzes unterhaltsames oder lehrreiches Intro. Zuerst sieht man das fertige Stück, dann gibt es eine bebilderte Anleitung für die Dekoration. Manchmal sollte man nur viel Zeit einplanen, es ist auch Fisselkram dabei.

Seinen amerikanischen Ursprung kann das Buch nicht verleugnen. Für meinen Geschmack echt viel Blingbling – mit viel Zuckerguß, auch mal übern Text gegossen. Trotzdem… die Rezepte sind total lustig und teils sehr spacig. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Deko, weniger auf abwechslungsreichen Backwaren. Ich sag’s mal so: Wer es nicht süß und zuckrig mag, sucht was anderes.

Ich verrate Euch nicht zuviel, wenn ich Euch ein paar meiner Favoriten aufliste: Apple π Pie (mit Apfelstückchen in Form von Nachkommastellen von Pi), Hexenkessel am Stiel, Burg und Schatztruhe, da sind auch die Einhorn-Sch…-Haufen in Regenbogenfarbe zu finden. Und Zaubertränke. Für Sci-Fi-Fans dann Roboter, Sterne und auch Hardwarekrams. Und natürlich Pinguinkekse.

Stellenweise ganz… sagen wir mal… unterhaltsam übersetzt: „… mit … rund 1 Teelöffel Füllung besprühen.“ Da sprüht so nix, bei einer süßen Füllung aus Frischkäse. Macht aber auch nix. Außerdem steht leider nicht bei den Rezepten dabei, wieviel Zeit man investieren muss. Sieht bei manchen Dekorationen nach ganz schön viel Zeit aus….

Außer mehr als 50 Rezepte findet man im Buch außerdem eine bebilderte Einführung in Dekorationstechniken, wichtige Grundrezepte und – sehr praktisch – Schablonen. Gut ist auch, dass man bei vielen Rezepten per QR-Code direkt an die Vorlage zum Ausdrucken rankommt. Außerdem gibt es eine Umrechnungstabelle (Cups in Milliliter, Teelöffel, Esslöffel, Gramm) für Mehl, Zucker, Puderzucker, Butter und Schlagsahne. Na, schon Appetit? ;-) Wer Gerätschaften und Zutaten zu Hause nicht findet, findet im Buch Adressen, wo man was bekommt.

Zitat vom Verlag: „Das Nerdy-Nummies-Backbuch bietet fantasievolle Kreationen für alle, die in Dungeons & Dragons Drachen besiegen, C++ wie ihre Muttersprache beherrschen oder wissen, dass nicht Zelda, sondern Link eine Prinzessin retten muss.“

Fazit: Das eigene Motherboard nachbacken, was will man mehr. Super auch als Geschenk.

Kapitel

  • Mathe und Naturwissenschaften
  • Weltraum
  • Fantasy und Sci-Fi
  • Gaming
  • Technik und Web
  • Schräge Leckereien
  • Umrechnungstabellen
  • Vorlagen
  • Werkzeuge
  • Techniken

Die Autorin

Rosanna Pansino betreibt seit 2011 den YouTube-Kanal „Nerdy Nummies„, eine englischsprachige Backshow, in der sie ausgefallene Kuchen macht.

Rosanna Pansino: „Das Nerdy-Nummies-Backbuch. Über 50 abgefahrene Kuchen, Torten und andere süße Kunstwerke. Backen für Nerds“. riva 2016. 24,99 EUR. ISBN 978-3-86883-994-4.

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Freundschaft in der Falknerei

Wo die Liebe hinfliegt

CoverHeute mal MINT als Natur … ohne Wissenschaften. Hier erzählt eine Falknerin eine Tiergeschichte aus ihrem Leben. Da werde ich glatt ein bisschen sehnsüchtig und wünschte, ich hätte Verhaltensbiologie studiert.

Buch-BilderDies ist die Geschichte von Poldi und Ingo. Poldi ist Steinkauz, Höhlenbrüter und das Nesthäkchen in seinem Gelege. Von üblicherweise 2 bis 6 Eiern bei Steinkäuzen ist er die Nummer Sieben. Und schlüpft noch schnell, als die Züchter das Ei aufgeben. Als er zur Falknerin kommt, ist er ein halbes Jahr alt.

Ingo ist ein belgischer Schäferhund, der Kleinste im Wurf. Er lernt durch die Falknerei viele Raubvögel kennen und nimmt sie in sein großes Hundeherz auf.

Die Beiden lernen sich also kennen und schätzen. Und wir können dabei sein, per Foto und Alltagsgeschichten.

Wow! Und was für Bilder! Umwerfend, handwerklich top, manchmal albern, meist mit vertrauensvollen Blicken in die Kamera. Dabei hat mir vor allem das Hundemodell imponiert. Dieses Tier ist sowas von fotogen! Wer schon mal wie ich versucht hat, einen Hund ansprechend abzulichten, weiß, was ich meine.

WeißgesichteuleZur Tierfamilie gehören noch mehr, einer davon ist Gandalf. Eine Weißgesichtseule, die für die anderen „den Großvater“ spielt. Und sieht er nicht tatsächlich aus wie Gandalf, was meint Ihr? Und da sind noch mehr, aber seht doch selbst im Buch nach…

Neben kurzen Texten sind auf allen Seiten stimmungsvolle, lustige, anrührende Fotos. Ja, die gefallen mir wirklich. Für Tierfans ist das Buch sicher was, auch nett zum Verschenken. Einen Minuspunkt hab ich doch noch: Verlagsneu dünstet das Buch einen unangenehmen Geruch aus. Schade. Dafür hab ich am Ende noch was gelernt: Dass bei Wüstenbussarden ein dominantes Weibchen die Gemeinschaft bei der Jagd anführt, das wusste ich noch gar nicht. Sie mal einer an.

Fazit: Überwältigend niedlich, nebenbei lernt man noch was

Die Autorin

Die Fotografin und Falknerin Tanja Brandt bezeichnet Tiere als ihre absolute Leidenschaft. Mit Schäferhunden lebt sie schon lange zusammen, mittlerweile hat sie außerdem verschiedene Vögel, vor allem Eulen. Sie führte eine Spedition und fuhr zeitweise als Lkw-Fahrerin durch die Republik, bis sie sich entschloss, in die Falknerei zu ziehen.

Mehr zum Stöbern nach „Ingo and friends“ unter www.ingoundelse.de/ingo-and-friends.

Tanja Brandt: „Wo die Liebe hinfliegt. Ingo und Poldi – Die Geschichte einer Freundschaft“. Bastei-Lübbe 2016. 15,- EUR. ISBN 978-3-431-03969-6.

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Einfach mal anfangen agil zu werden … mit Justin

Stop starting, start finishing

CoverIn der Broschüre erfahren wir die Geschichte von Justin, einem Projektmanager, der mit seinem Team erstaunliche Ergebnisse erzielt, indem er beginnt, ganz einfache Dinge zu tun. Ausgangspunkt des Veränderungsprozesses, den er und seine Leute erfolgreich absolvieren, ist – wie so oft – ein Problem. Justin erkennt nach und nach, was der Kern des Problems ist, an welchen Stellschrauben er drehen und wo er Übersicht herstellen kann.

Er selbst macht dabei wie seine Leute einen Lernprozess durch. Und besonders für ihn als Manager ist der auch nicht immer ganz einfach. Am Ende aber sind alle zufrieden mit der Veränderung.

Neben der gut strukturierten Story, die nah an der Praxis ist, gibt es am Ende noch eine kompakte Zusammenfassung und ein paar hilfreiche Web- und Literaturtipps.

Im Laufe der Geschichte fallen Schlagworte, bei denen sich eine weitere Recherche anbietet (z. B. Pull-System, Kaizen). So erhält man auf rund 30 Seiten präzise, kurz und sehr anschaulich einen exzellenten ersten Blick ins Thema Agilität. Auch als „Werbebroschüre“ für Nicht-ITler (Manager, Geldgeber, interssierte Kunden) geeignet.

Die Broschüre gibt’s auf Deutsch und auf Englisch, sehr komfortabel :-) Der Preis ist auch mehr als OK. Und die grafische Aufbereitung ist nett. Es gibt dort im Entwicklungsteam sogar 1 oder 2 Ladies, wie man an den Skizzen erkennen kann. Vorbildlich!

Fazit: Yep! Damit kann man die Reise ins Agile mal beginnen…

Themen

  • Visualisierung
  • Begrenzte Kapazitäten und Überlastung
  • Parallelarbeiten begrenzen
  • Pull-System
  • Fertigstellungsprognose
  • Feedback
  • Auslastung und notwendige Freiräume
  • Menschen und Veränderungen
  • Startschwierigkeiten und ihre Überwindung
  • Kaizen
  • Fokussierung auf das Wichtigste

Wer gleich Feuer fängt, darf die Herausgeber als Berater engagieren, das steht rechtmäßigerweise natürlich auch im Büchlein.

Besondere Empfehlung

Meine besondere Empfehlung basiert auf drei Erfahrungen. Zum einen auf einem Changeprozess, den wir bei uns gerade angehen. Dort legte ich die Justin-Cartoons im Rahmen eines Treffens bereit, in dem es um Innovation und das Finden sinnvoller Strategien und Vorgehensweisen geht.  Und was soll ich sagen, Justin steht vor denselben Problemen, die auch Kolleginnen und Kollegen aus sehr verschiedenen Fachbereichen kennen. Wiedererkennungwert!

Zum anderen kenne ich it-agile bereits sehr gut von meinen Besuchen bei der SEACON, und was soll ich sagen, die wissen einfach, wovon sie reden (bzw. schreiben).

Drittens habe ich diesen Input auch bereits mehrfach in meine Sommeruni-Kurse mitgebracht. Dort stoßen die Comics allgemein auf Begeisterung.

it-agile: „Stop starting, start finishing. Weshalb Sie den Work in Progress limitieren sollten“. Irgendwann vor wenigen Jahren erschienen. 5,- EUR. Bezug über www.itagileshop.de/lesen/justin.

Bonustrack: Quizfrage

Na? Wer von Euch kommt drauf, wie Justin wohl mit Nachnamen heißt? Gleich hier in die Kommentare schreiben oder eine Email an zeitung.informatica-feminale(bei)web.de schicken.

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Retrofit: SW am Laufen halten und veredeln

Retrofit bedeutet, Software bzw. Produktionsanlagen so auszubauen, dass der Betrieb sichergestellt ist, und das bei Steigerung von Effizienz und Produktionsvolumen. Ein spannendes Thema, gerade weil es so langweilig klingt… Neu bauen kann schließlich (fast) jeder. Die große Kunst besteht darin, das Bestehende zukunftsfit zu machen.

Softwarewartung von geschäftsrelevanten oder gar geschäftskritischen Altsystemen erfordert nicht nur Kenntnisse im Softwareengineering. Darüber hinaus sind Talente in Archäologie, Detektivarbeit und Fürsorglichkeit gefragt.

In einem englischsprachigen Insights-Artikel nimmt der Autor seine Geschichten von der Landstraße zu Hand, die sich in seinen über 20 Jahren Praxis in der Logistik angesammelt haben. Er kennt Fälle von Geisterstadtsoftware und damit von Systemen, deren Entwickler allesamt verschwunden sind. Rate mal, was dann zu tun ist, wenn die Software nicht mehr so will…

Auf der Basis seiner Erfahrungen hat Thomas Ronzon ein Vorgehen entwickelt, um Software im Sinne von Retrofits zu verstehen und zu stabilisieren. Er erklärt, wie man Systeme verbessert ohne Unterbrechung des Tagesgeschäfts, das auf sie angewiesen ist.

Thomas Ronzon: „Software Retrofit in High-Availability Systems. When Uptime Matters“. Insights MARCH/APRIL 2016. IEEE SOFTWARE.
www.computer.org/csdl/mags/so/2016/02/mso2016020011.pdf

Wer das Thema lieber auf Deutsch kennenlernen möchte, kann zur OOP fahren, dort gibt es eine Session dazu (bald schon: 30.1.2017). Sessiondetails sind zu finden unter
www.oop-konferenz.de/oop2017/konferenz/konferenzprogramm/sessiondetails/action/detail/session/mo-3/title/die-7-schritte-zum-software-retrofit-hard-und-soft-skills-hand-in-hand.html

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Professionell (und profitabel) kommunizieren in einer digitalen Welt

Lotsen in der Informationsflut

Cover Wie schaffen Unternehmen es, in der steigenden Flut von Informationen (und Werbung) sichtbar zu bleiben oder erst zu werden und die gewünschten Empfängerinnen und Empfänger zu erreichen? Dieses Buch setzt auf das Konzept eigener Markenbotschafter. Wer Inhalte sucht, schätzt glaubwürdige Lotsen, die Orientierung liefern. Es geht um eine erfolgreiche Kommunikations- und Contentstrategie, die auf „Personenmarken“ setzt.

Neben dem Kernthema des Buches findet man noch ein paar Exkurse, z. B. „der Kunde als ein Markenbotschafter von vielen“, „Online-Reputation für die Karriereplanung“ oder „Themenbotschafter und andere Lotsen“.

Werkzeugempfehlungen gibt es auch. Natürlich einmal die im Web, wenn man vom Blog ins Social Web durchstarten möchte: Medien und Plattformen. In diesen Rahmen gehören die Klassiker XING und LinkedIN sowie Facebook. Dass der Auftritt dort mit Aufwand verbunden ist, wird auch klar im Kapitel „Facebook-Routine für Einsteiger in täglich 15 Minuten“. Das Buch adressiert dabei ebenfalls die Frage, wie man Unterstützung bei der Pflege von Accounts findet. Besonders hilfreich ist der Zeitplan für den Einstieg in Facebook: Praktikabel, durchdacht und im Aufwand absolut angemessen. Für die ersten 6 Wochen findet man hier ein gutes Grundgerüst.

Schließlich liefert das Buch noch ein paar Formate wie Reputationsskala, Präferenzmatrix, Social-Media-Inventory. Diese gibt es netterweise auch über die Website zum Buch, www.digitale-markenbotschafter.de.

Ich war skeptisch – nachdem ich das Buch jetzt gelesen habe, kann ich der Autorin jedoch bescheinigen, dass sie ihr Handwerk versteht und weiß, wovon sie schreibt. Respekt.

Im Einzelnen:

Die Grundlagen (Kommunikation, menschliche Wahrnehmung und Verhaltensweisen) sind nichts Neues. Es geht ja auch um Kommunikation und Beziehungen, da ändert sich nix. Hervorheben möchte ich die Botschaft, dass es ohne authentische, ehrliche, wertorientierte Haltung auch nicht in den neuen Kommunikationskanälen geht. Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der Zielgruppe, bewusste Kommunikation mit Mehrwert statt gieriges Zielen auf schnellen Profit – so viel Mühe muss man sich schon machen, um erfolgreich zu sein.

So ist eine gesunde Unternehmenskultur auch hier die Voraussetzung für Erfolg. Dazu gehören u. a. eine konstruktive Fehlerkultur und ein wertschätzender Umgang mit den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Nach dem Motto: Lieber bewusstes Vorgehen vermitteln als sture Regelungen vorgeben.

Als Kommunikationskanäle werden alle gängigen Formate angesprochen: Corporate Blog, persönliches (Themen-)Blog, soziale Netzwerke (und Blogfunktionen dort), Business-Netzwerke, Bewegtbilder (Videos, Live-Videos), Content Curation und Social Bookmarking.

Als Beleg für fundierte Inhalte dient hier ein kleiner Auszug dessen, was Mitarbeitende brauchen, um sich dauerhaft z. B. beim Bloggen einzubringen:

  • Persönlicher Nutzen (z. B. Steigerung des eigenen Status bzw. Werts)
  • Relevanz für eigene Ziele (z. B. fachliche Anerkennung im Unternehmen)
  • Einbindung von Anfang an und Ermutigung, das eigene Potenzial zu entfalten
  • Funktionierende Strukturen (Stichwort: Kultur der Zusammenarbeit)
  • Passende Werkzeuge (Verfügbarkeit, Schulungen)
  • Fachliche Unterstützung (z. B. Schreibschulungen, Anleitung und Begleitung bei Themenfindung), auch extern eingekauft
  • Verständliche Pläne (z. B. Themenpläne)
  • Klare Absprachen (z. B. Redaktionspläne)
  • Zeitnah Feedback (wer wochenlang keine Reaktion auf einen Vorschlag bekommt, kann nur demotiviert zurück bleiben)
  • Zeitliche Ressourcen, d. h. Bloggen ist Teil der Arbeitszeit

Zum Schluss möchte ich noch die Präferenzmatrix hervorheben. Hier kann man in einem einfachen 4-Kategorien-Schema einordnen, wofür man welchen Aufwand investieren möchte. Funktioniert nicht nur für das digitale Leben, sondern auch für viele andere Bereiche. Ein nettes kleines Instrument mit Mehrwert. Aber Achtung, im Buch gibt es eine vereinfachte Form, nicht zu verwechseln mit der Präferenzmatrix, wie sie auf Wikipedia beschrieben ist.

Fazit: Überraschend fundiert und bodenständig

Themen

  • Warum überhaupt Markenbotschafter?
  • Leitbild und Ziele intern kommunizieren
  • 10 Erfolgsfaktoren für das Content-Marketing
  • Contentstrategie: Vom Dialog zur Konversation („Multi-log“)
  • Wie andere im Verborgenen wirklich über Ihre Marke reden
  • Das konzentrische Lotsenmodell
  • 5 Erfolgsfaktoren für Markenbotschafter
  • Markenbotschafter: Unternehmensleitung, Kommunikationsfachleute , Kundenberater, Wissensträger…, Einzelunternehmer
  • Wie man Markenbotschafter entdeckt, aufbaut und unterstützt
  • Typische Befürchtungen aus Unternehmenssicht
  • Leitfragen für Lotsen
  • Wie misst man den Wert einer Personenmarke?

Kerstin Hoffmann: „Lotsen in der Informationsflut. Erfolgreiche Kommunikationsstrategien mit starken Markenbotschaftern aus dem Unternehmen“. Haufe 2016. 34,95 EUR. ISBN 978-3-648-08781-7.

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International Bionic Award 2016: Wasser fließt gegen die Schwerkraft

Screenshot Artikel

Flüssigkeiten fließen, wie die Schwerkraft es ihnen gebietet, nämlich nach unten. Oder? Nicht immer! Entweder nutzt man dafür externe Energie. Oder guckt sich mal wieder was von der Natur ab.

In diesem Jahr wurden Ideen und Forschungen zu bionischen Oberflächen publik, nach denen Flüssigkeit ohne zusätzliche Energie in die gewünschte Richtung fließt, während sie in anderen Richtung vom Fließen abgehalten wird. Dafür erhielten Philipp Comanns, Kai Winands, Mario Pothen und Gerda Buchberger am 21. Okt. 2016 den International Bionic Award 2016.

Unter https://blog.vdi.de/2016/10/wasser-fliesst-auch-gegen-die-schwerkraft wird ihre Arbeit vorgestellt.

Vorbild: Die texanische Krötenechse. Und zwar konkret die Beschaffenheit ihrer Haut. Klar, wusste ich’s doch schon immer – Echsen sind echt cool.

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Mathe als Sprache – von Matheerklärern auf Youtube

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Daniel Jung erklärt Mathe-Basics auf Youtube… zum Beispiel Bruchrechnen, typische Fehler etc.
Und hier: Mathe als Sprache mit Äpfeln.

Nicht übermäßig lustig oder beeindruckend, sondern schlicht gutes Handwerk.

 

Daniel Jung gibt in diesem Video noch einen Klicktipp:, sich folgenden TEDx-Talk anzusehen (Mathe intuitiv – als Sprache – unterrichten):

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Math isn’t hard, it’s a language“ by Randy Palosoc

„This talk was given at a local TEDx event, produced independently of the TED Conferences. Is 26% proficiency in math acceptable to you? That’s the question teacher and Synergy Academies Founder Dr. Randy Palisoc asks the TEDxManhattanBeach audience. With only 26% of U.S. twelfth graders proficient in mathematics, Randy shares his solution: teach math as a language.“

Funny. Klug. Überzeugend.

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Nachdenkliches im Wattenmeer

Der Mönch am Meer

CoverDie Beschreibung hat mich neugierig gemacht. Was hat es mit dem „Mönch am Meer“ auf sich? Zumal mich dieses Jahr „Meer“-Bücher eh anziehen…

Das Buch will denen helfen, die sich in persönlichen Krisen Umbruchzeiten befinden, und allen, die manchmal an sich selbst, an Gott und der Welt zweifeln oder den Mut verlieren.

Wenn Ebbe einsetzt, ereignet sich in einem kleinen norddeuschen Ort Bemerkenswertes: Oben auf der Deichkuppe sitzt auf einer Bank ein alter Mann, zu dem sich hin und wieder ein Feriengast gesellt. Und dann kann es geschehen, dass beide zusammen ins Watt hinausghen. Es wird gemunkelt, dass der Alte dort die Menschen verzaubert. Denn alle kehren verwandelt zurück.

Die Einheimischen nennen ihn den Mönch am Meer.

Schon mal eine Gehmeditation gemacht? Im Kapitel „Schritt für Schritt“ findet sich eine einfache und kurze Anleitung. Ob ich’s empfehlen kann? Das muss Jede*r selbst ausprobieren, bei mir hat’s relativ gut funktioniert, genau wie bei der Hauptfigur dieses Kapitels.

Aus dem Buch:

„Immer dasselbe, doch niemals gleich, so breitete sich auch heute vor ihm das schier endlose Meer aus. Wellen tanzten wie von geheimnisvoller Choreographie gelenkt dem Ufer zu, bevor sie sich lang ausstreckten, um schließlich wieder zurück ins Meer zu rollen.
Still stand der Alte da und schien zu warten, bis die Flut ihr Werk vollbracht hätte, den Meeresgrund wieder freigäbe und das Watt sich anschicke, seine Blöße zu zeigen.
Schließlich trat er ein paar Schritte zur Seite und setzte sich auf die ihm so vertraute Bank, um geruhsam den Sonntagmorgen zu genießen.“

Fazit: Wer sich vom Stichwort „Religion“ nicht gleich vertreiben lässt, kann hier ein bisschen entspannen.

Thomas von Morani: „Der Mönch am Meer. Eine Erzählung über das Erwachen“. tao.de 2015. 9,99 EUR. ISBN 978-3-95802-808-1.

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Mäuse… auf nach Malmö

Liebe Mäuse,

da Ihr Tag für Tag ständig an Arbeitsrechnern hin- und hergeschoben werdet, habt Ihr Euch eine kleine Auszeit sicher verdient – immer in den Kunststoffgehäusen über Mousepads und Schreibtische huschen, da braucht es ja mal ’ne anständige Pause!

Wer von Euch ein lohnendes Reiseziel sucht, für die habe ich einen Vorschlag: Wie wäre es mit Malmö? Dort gibt es extra für Euch ein hübsches kleines italienisches Restaurant, das „Il Topolino“ (dt: das Mäuschen). Und nebenan ist gleich der Feinkostladen „Noix de vie“ (frei übersetzt nach Leo, ich kann ja kein Französisch: Nüsse des Lebens) mit Pecannüssen, Pistazien und gut abgehangenen Walnüssen.

Liebe Grüße aus der Redaktion und schöne Weihnachten *pieps*

Auf Instagramm:
www.instagram.com/anonymouse_mmx

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Wood Wide Web: Geheimes Baumleben als Bildreise

Das geheime Leben der Bäume – Bildband

CoverEin Waldspaziergang mit einzigartigen Bildern und fesselnden Geschichten.

Wer mit dem Autor und Förster in den Wald geht, erfährt erstaunliche Dinge: Bäume kommunizieren, umsorgen und erziehen ihren Nachwuchs. Sie pflegen alte und kranke Nachbarn. Bäume haben Gefühle und ein Gedächtnis. Sonst könnten sie ja nicht zählen, logisch ;-)

Im Buch erzählt der Waldfan von Welten, die sich bislang unseren Blicken entzogen haben. Der bereits als Bestseller bekannte Inhalt kommt hier als Bildband im Großformat daher, reich bebildert und durchgehend vierfarbig. Ausgestattet mit dem Originaltext, lässt er Leserinnen und Leser jetzt auch visuell in den faszinierenden schattigen Lebensraum eintauchen.

Die Bilder sind wirklich wunderschön, es sind nicht nur Fotos, sondern auch Zeichnungen, die ein paar Details besonders gut zeigen. Manche Bilder sind geradezu phantastisch, andere atemberaubend. Und das moosgrüne Lesebändchen verdient natürlich einen dicken Pluspunkt.

Ein paar Abzüge gibt es leider auch: Nachdem ich die Folie abgezuppelt hatte, musste ich erst mal das Buch durchlüften. Es dünstet unangenehm aus, schade. Zweiter Optimierungsansatz: Bitte bei den Bildunterschriften ein bisschen Fakten einstreuen, z. B. was für ein orangefarbenes Wesen auf S. 199 zu sehen ist (Pilz? Insekt?) oder wie die Vogelschar heißt, die auf Seite 242 auf den Zweigen hockt. Da bin ich als Waldneugierige doch sehr auf Fakten aus :-)

Fazit: Voll geschenktauglich!

Themen

  • Freundschaft und Liebe
  • Sprache
  • Gemeinschaft
  • Licht, Wasser und Nährstoffe
  • Jahreszeiten und Zeiträume
  • CO2
  • Klimaanlage
  • Lebensraum
  • Geteilte Gedanken und Gedächtnis
  • Stadtbäume und Burn-Out
  • Wanderung und Neubürger
  • Waldluft

Peter Wohlleben: „Das geheime Leben der Bäume. Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – Der Bildband“. Ludwig 2016. 29,99 EUR (D) / 30,90 EUR (A). ISBN 978-3-453-28088-5.

Die kleinere Ausgabe habe ich in der Zeitung auch schon mal vorgestellt: „Wood Wide Web: Baumgemeinschaft

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Die Mädchen des Kingdom of Girls

Mädchenland

Coverkingdomofgirls-2Karolin Klüppel ist eine außergewöhnliche Fotografin, für ihr Werk wurde sie schon ausgezeichnet. Eine außerordentliche Resonanz bekam sie für die Mischung ihrer Fotos zwischen Dokumentation und Komposition sowie ihrem ausgeprägten Gespür für eindrückliche Themen. Auch die Mädchenbilder existierten zuerst als Ausstellungsstücke.

Die Bilder der Serie Mädchenland haben eine eigene Ästhetik, und sie erzählen Geschichten. Durch die Gesichter von Mädchen erblickt man die Lebenswelt und Kultur eines Volkes im indischen Bundesstaat Meghalaya.

Matrilinear, das heißt bei den Khasi: Die jüngste Tochter hat die spirituelle Verantwortung für die Sippe und erbt Haus, Land, Alltagsgegenstände und Kapital. Dafür umsorgt sie die Eltern bis zu ihrem Tod. Außerdem unterstützt sie die Mitglieder des Klans und bietet ihnen immer ein offenes Haus. Heiratet sie, zieht ihr Ehemann in das Haus ihrer Familie ein, überlässt der Frau sein Geld und die Kinder erhalten den Namen der Mutter. Nur die Geburt einer Tochter sichert die Kontinuität des Clans. Söhne erben nichts. Männer kümmern sich um Politik.

Mädchen sind in der Kultur der Kasi das Kostbarste – und dementsprechend kann man hier selbstbewussten Töchtern und stolzen Vätern begegnen.

Naja, Schattenseiten gibt es auch hier, aber das könnt Ihr ja selbst nachlesen…

kingdomofgirls-3

kingdomofgirls-1Von 2013 bis 2015 verbrachte die Fotografin insgesamt 10 Monate im Dorf Mawlynnong und machte dort ihre teils magischen, teils skurrilen Bilder.

Zu den Fotos gibt es noch ein bisschen Text. Er erzählt vom Leben im Dorf und davon, wie die Fotos entstanden. Die Mädchen selbst haben die Ideen für die Bilder gehabt und sich inszeniert. Fremd und beeindruckend, kindlich und selbstbewusst, verspielt und ernst.

Zitat aus dem Buch:

„Bei den Khasi ergibt sich ihre matrilineare Gesellschaftsform über die Rechte und Freiheiten, die man den Frauen zugesteht. Dazu gehören Erb- und Besitzrecht, das Bestimmungsrecht über Angelegenheiten der Familie und des Klans, das Recht der Partnerwahl sowie das Recht der Kindererziehung und das Recht auf persönliche Entfaltung. Der Besitz ist bei den Khasi in Frauenhand.“

Fazit: Wieder etwas gelernt, matrilinear… das Buch ist auf jeden Fall eindrucksvoll

Karolin Klüppel, Andrea Jeska und Hannah Feldmeier: „Mädchenland. Kingdom of Girls“. Hatje Cantz Verlag 2016. 34,- EUR. ISBN 978-3-7757-4206-1.

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Sprachplattform „Daheim“ zum Mitmachen

Daheim willkommen-daheim.orgDaheim ist eine Videotelefonie-Plattform für mobiles Lernen und kulturellen Austausch zwischen Zugezogenen und Deutschsprechenden. Menschen, die ihr Deutsch verbessern möchten, treffen auf solche, die sich flexibel und unkompliziert engagieren möchten. Natürlich geht es auch um Geflüchtete, die Unterstützung brauchen. Andererseits aber auch um Deutschsprechende, die neugierig auf andere Perspektiven und – vielleicht – ungewöhnliche Fragen sind.

Anders gesagt, wer gut und gern Deutsch spricht, findet hier Leute mit internationalem Hintergrund, die sich sprachlcih weiterentwickeln möchten. Da sind jede Menge interessante Begegnungen zu erwarten.

Ziel

Deutschlernen und verstehen, wie Deutschland funktioniert. „Daheim“ möchte die deutsche Willkommenskultur mobil machen und den Spracherwerb unterstützen, um das Ankommen zu erleichtern – jederzeit, überall und wann immer es gerade passt.

Systemvoraussetzungen

Zum Start der Plattform braucht Ihr zum Mitmachen Firefox oder Chrome. Bisher klappt das Ganze mobil nur auf Android-Geräten. Weitere Zugangsmöglichkeiten sind in Arbeit, also nicht verzagen :-)

Link:
https://willkommen-daheim.org

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TED-Talks von begeisterten Menschen

TED-Talks: Große Themen, beeindruckende Leute

CoverTED-Talks erfahren eine steigende Poplularität. Sie sind inzwischen DAS Vorbild für viele Vortragende geworden, die sich überlegen, wie sie ihr Thema am besten präsentieren. Das Buch basiert auf der Analyse vieler TED-Vorträge. Sie wurden einerseits aus  neurowissenschaftlicher, aber auch psychologischer Perspektive betrachtet. Die Einschätzung von Körpersprache, Gestik und das gesprochene Wort hat die Frau des Autors übernommen, die Dozentin für Psychologie ist.

Im Buch findet man viele außergewöhnliche Erfahrungen, Erkenntnisse, Situationen, die sich in den vorgestellten Vorträgen widerspiegeln. Das allein ist schon recht interessant. Allerdings: Der Stil zeugt von zuviel Selbstbeweihräucherung, das Buch ist zu amerikanisch-überschwänglich geschrieben, für meinen Geschmack. Vielleicht auch schlecht übersetzt.

Die Schlüsse, die aus den Analysen gezogen werden, sind sehr offensichtlich: Die Erkenntnis, dass  Leidenschaft und Begeisterung für ein Thema oder eine Sache eine grundlegende Voraussetzung für einen herausragenden Vortrag sind, liegt auf der Hand. Natürlich gehört diese Information in so eine Art von Buch. Aber nicht über soviele Seiten, bitte… Allein die Einleitungist schon viel zu lang – ganze 12 Seiten!

TED-Talks leben von der Begeisterung der Vortragenden für ihr Thema. Und diese Begeisterten findet man beim Lesen im Buch. Leider fehlt eine klare Übersicht über die versprochenen „9 Geheimnisse der besten Redner“. So finde ich kaum konkrete, umsetzbare Tipps für solche Vorträge, bei denen ich eben KEINE Begeisterung für das Thema aufbringen kann. Das wäre die große Kunst, für solche Fälle anwendbare Tipps zu geben.

Fazit: Der Inhalt passt nicht gut zum Untertitel, die Vortragsbeispiele aber sind interessant

Kapitelauswahl

  • Entfesseln Sie den Meister in sich
  • Die Kunst des Geschichtenerzählens
  • Führen Sie eine Unterhaltung
  • Bringen Sie mir etwas Neues bei
  • Sorgen Sie für Wow-Momente
  • Lockerer werden
  • Halten Sie sich an die 18-Minuten-Regel
  • Malen Sie mit multisensorischen Erfahrungen eine Vorstellung
  • Bleiben Sie sich treu

Carmine Gallo: „Talk like TED. Die 9 Geheimnisse der besten Redner“. Redline 2016 (im Copyright steht 2017, so, so….). 16,99 EUR (D) / 17,50 EUR (A). ISBN 978-3-86881-647-1.

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Tipps: MOOCs und Initiativen für Frauen

MOOCs

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MOOCs, also Massive Open Online Courses, ermöglichen das Lernen so, wie Du Raum und Zeit dafür findest. Die Kurse, oft von namhaften Universitäten, sind online verfügbar. Mitmachen bringt nicht nur Wissen, sondern ist kann auch den Lebenslauf ergänzen. Ein Überblick über die derzeit größten MOOC-Anbieter findet Ihr bei UNIBLOBALE.

Infos unter
https://allmaxx.de/magazin-uniglobale/blogs-vlogs/kleiner-mooc-guide

Initiativen für technikaffine Frauen

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Eine Reihe von Initiativen zielt auf eine Veränderung des Frauenmangels im MINT-Bereich, manche davon international. Sie alle wollen Frauen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik begeistern und ruft sie dazu auf, sich zu vernetzen. UNIGLOBALE stellt eine kleine Auswahl vor.

Infos unter
https://allmaxx.de/magazin-uniglobale/global-village/vernetzt-euch

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