Pinkeln im Stau

Rezension

Cover
Dieses Buch hat meinen Rekord gebrochen: Komplett durchgelesen in zwei Tagen! Die Autorinnen kennen sich aus: Lisa Ortgies moderiert „Frau-TV“ und ist gelernte Journalistin; Svea Große ist Allgemeinmedizinerin.
Das Buch überzeugt durch meist vernünftige Tipps. Zwar sind sicher nicht alle brauchbar – aber viele. Zu vielen Themen nennt das Autorinnenduo gleich weitere Quellen, wo frau mehr Informationen findet.

Themen

  • Grabscher, Mobber und Karrieresprung
  • Handwerk und Widrigkeiten im Alltag
  • Therapien bei Kater, Koliken und weiblichen Qualen
  • Outfit und kleine Mängel
  • Männer, Schwiegermütter, Sinnleere

Lisa Ortgies, Svea Große: „Pinkeln im Stau und andere Katastrophen. Der Survivalguide für Frauen“.
vgs 2003. 10,90 EUR. ISBN 3-8025-1505-6.

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Maria

von Maria

informatica feminale 2004 wirft ihre Schatten voraus

Schneller, weiter, höher

+++ Schnell sollten künftige Dozentinnen ihre Veranstaltungsangebote einreichen +++ weitere Verbreitung der if geplant +++ höhere Qualitätsansprüche für jedes neue Sommerstudium +++

Foto Auch wenn noch über all die Schoko-Nikoläuse und Lebkuchen herumstehen… die nächste informatica feminale ist schon in Planung. Der Call for Lectures läutet die nächste Saison ein. Wir vom Programmkomitee wünschen uns jede Menge interessante Vorschläge. Die sehr guten Erfahrungen von der if 2003 erlauben eine positive Prognose, keine Frage.

Zwei Neuerungen sind vorgesehen: In Bremen findet im Juni erstmals eine zusätzliche Dozentinnenkonferenz statt. Außerdem planen die Kolleginnen im Süden ab 2004 Mini-Informatica Feminale-Veranstaltungen an verschiedenen Hochschulen in Baden-Württemberg. Das bewährte Konzept der informatica feminale soll übers ganze Jahr genutzt werden. Und das geht so:

"… Hierbei sollen kürzere Veranstaltungsformen angeboten werden, wie z. B. ein Programmierkurs am Wochenende oder an einem Nachmittag, eventuell auch Beratungsgespräche an der eigenen Hochschule oder Veranstaltungen zur Computerhardware."

Lehrangebote aus dem gesamten Spektrum der Informatik sind willkommen:

  • Theoretische, Praktische, Technische und Angewandte Informatik
  • Informatik und Gesellschaft, Bindestrich-Informatiken
  • informationstechnische Angebote aus dem Bereich der Schnittstelle zwischen Informatik und den Life-Science-Feldern
  • interdisziplinäre Veranstaltungen

Foto Gemeinsame Angebote mehrerer Dozentinnen haben sich sehr bewährt. Das bietet sich insbesondere für interdisziplinäre Themen an. Für umfangreiche Veranstaltungen erhalten die Dozentinnen Lehraufträge der Universität Bremen oder der Fachhochschule Furtwangen.

18. Januar 2004 ist Einreichungsschluss für Lehrangebote auf der if 2004.

Das Bremer Programmkomitee trifft sich bereits im Januar, um die Vorschläge der Dozentinnen einzuordnen. Danach gehen dann noch letzte Änderungen ein, das Programm wird gedruckt und verteilt und die Anmeldungen der Teilnehmerinnen können beginnen.

In Salzburg werden auch wieder Veranstaltungen gesucht: Am 16. Januar 2004 ist Einreichungsschluss für Lehrangebote auf der ditact.

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 Maria

von Maria

XML und Datenmodellierung

Rezension

Cover
Brandneu und auf den Wellen des Semantic Web kommt dieser Titel aus dem dpunkt-Verlag daher. Das Buch besticht durch den klaren Aufbau, ein übersichtliches Layout und eine gut verdichtete Themenauswahl. So
kann der Band auch hervorragend als Nachschlagewerk dienen.

Guten Stil kann ich den Autoren bescheinigen; sie erschlagen die Leserschaft nicht mit Fachausdrücken, sondern beschreiben die einzelnen Inhalte sehr verständlich. Soll heißen, das Buch eignet sich gut zum Einstieg ins Thema. Mein besonderes Interesse hat der Abschnitt Dublin Core in RDF gefunden. Das ist aber rein subjektiv. Objektiv gesehen, kein breitgewalztes Thema, gut erklärt.

Inhalte:

  • XML-Grundlagen
  • XML-Dokumente verknüpfen (XLink, XPath, XPointer)
  • XML-Schema
  • DTDs und XML-Schemas modellieren
  • Resource Description Framework RDF (Grundlagen, Dublin Core…)

Silke Eckstein, Rainer Eckstein: „XML und Datenmodellierung. XML-Schema und RDF zur Modellierung von Daten und Metadaten einsetzen“.
dpunkt.verlag 2003. 36,- EUR (D) / 37,10 EUR (A). ISBN 3-89864-222-4.

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Maria

von Maria

Rentier-Bausatz

Heute mal eine kleine Ablenkung im Informatik-Alltag. Damit wir Kopfmenschen auch mal wieder zum Basteln kommen… Und weil es in Bremen leider (noch) keine Rentiere gibt.

Material

  • ein handelsüblicher Hund (A), möglichst graubraun
  • eine Clownsnase vom letzten Karneval (B)
  • eine helle Badekappe von Oma (C)
  • ein Plüsch-Hirschgeweih aus der Dorfkneipe (D)

Anleitung

Werbung DEW 1. Klebe D auf C.
2. Ziehe C und B über A. (Vorsicht, Verletzungsgefahr!)

Fertig ist das Rentier.

 

Frei nach Werbung der DEW (Dortmunder Energie und Wasser) in der Stadtillustrierten "coolibri" Dezember 2003; Bild: DEW

 Maria

von Maria

Small Talk

Rezensionsreihe Sprachkurse heute: Sprechen mit Fremden

Small Talk

Cover
Das Buch ist ganz nett, wenn frau ein paar Anregungen sucht. Es gibt Beispiele und Übungen en masse. Die Kapitel beschäftigen sich mit gängigen Situationen, dem richtigen Einstieg und mit Gesprächstechniken. Der Autor geht auch ausführlich auf die berufliche Perspektive ein – ein klarer Pluspunkt. Vielleicht hat ja eine von Euch Lust, nach der Lektüre einen Soft-Skill-Kurs auf der informatica anzubieten… Die Übungen sind in jedem Fall kurstauglich. Mit Rollenspielen und Themenvorgaben können sich die Leserinnen auf ungewohntes Terrain vorwagen.

Im Anhang finden sich noch ein paar Buchtipps, u. a. Zitatesammlungen und andere Quellen für Small-Talk-Themen.

Eine versierte Small-Talkerin kann sowieso nur werden, wer immer wieder übt. Aber das gilt ja für alle Fertigkeiten. Fazit: Die Kniffe, die verraten werden, können weiter helfen. Talken muss am Ende jede selbst.

Stephan Lermer: „Small Talk. Nie wieder sprachlos“.
Haufe 2003. 19,80 EUR. ISBN 3-448-05652-9.

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Maria

von Maria

Guter Stil und perfektes Beweisen

Englisch und die Sprache der Mathematik

Elements of Style
Proofs from The Book

The Elements of Style

Cover
Diesen kleinen Band hat Simone auf der PhD-Liste empfohlen. Da gutes Schreiben sicher nicht nur für Doktorandinnen wichtig ist, stelle ich das Buch hier vor.

Strunk und White wenden sich an alle, die englische Texte schreiben wollen. Im Buch geht es um Grundsätzliches wie Kommaregeln, Interpunktion und Stil. Die kurzen Beispiele helfen, die Regeln selbst anzuwenden.

Ein Abschnitt befasst sich mit „Misused Words and Expressions“. Ein Beispiel daraus:

Interesting. An unconvincing word; avoid it as a means of introduction. Instead of announcing that what you are about to tell ist interesting, make it so.

An interesting story is told of (Tell the story without preamble.)

Vielleicht lässt sich das Buch ja auch als Arbeitsmittel beschaffen, für die nächste Dienstreise als Lektüre ist es bestens geeignet. So, noch ein paar der grundlegenden Regeln.

  1. Form the possessive singular of nouns by adding ´s.
  2. In a series of three or more terms with a single conjunction, use a comma after each term except the last. [Also auch vor „and“ oder „or“, Anm. d. Red.]
  3. Enclose parenthetic expressions between commas.
  4. Place a comma before a conjunction introducing an independet clause.

Keine Angst, es gibt auch ein Glossar. Dort sind grammatikalische und sonstige Fachbegriffe erklärt. Außerdem gibt es Beispiele zu jeder Regel und jedem Ratschlag. Worauf frau lediglich achten muss: Es ist ein amerikanisches Buch. Britische Rechtschreibung fehlt also. Das Buch hat gerade einmal 105 Seiten und ist relativ preiswert, also durchaus studentinnenfreundlich. Fazit: Wärmstens zu empfehlen.

William Strunk jr. und E. B. White: „The Elements of Style“.
Longman Publishers 2000, 1979. ca. 5,42 EUR ($7,95 U.S.). ISBN 0-205-30902-X.

Proofs from The Book

CoverFür Mathematik-Interessierte gibt es ein Buch über Beweise. Und darauf kommen wir später vielleicht nochmal zurück… [Deswegen hier keine Rezension, sondern nur eine Erwähnung, Anm. d. Red.]

Fazit: Schönes Buch, blöder Verlag.

Martin Aigner, Günter M. Ziegler: „Proofs from THE BOOK“.
Springer 2004 (sic!). ca. 24,95 EUR. ISBN 3-540-40460-0.

Deutsche Ausgabe (leider teurer):
„Das BUCH der Beweise“. Springer 2003. 29,95 EUR. ISBN 3-540-40185-7.

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Maria

von Maria

Rätselhaftes in der Cafeteria

Rätselhaftes in der Cafeteria

Für Leckermäuler…

Foto
In der Cafeteria auf der Informatica Feminale geht Rätselhaftes vor sich. Eine
hungrige Teilnehmerin kommt und nimmt sich die Hälfte aller Kekse und noch
einen dazu. Ein wenig später isst eine weitere Teilnehmerin die Hälfte aller
übrigen Kekse und einen dazu. Nachdem ich das beobachtet habe, gehe ich hin,
ess die Hälfte aller Kekse und einen dazu und .. die Kekse sind alle. Es wurde
jedoch (aus hygienischen Gründen) kein einziger Keks geteilt.

Wie ist das möglich?

Erst mal selber denken, für Neugierige trotzdem hier die Lösung.

 Christin

von Christin

Mehr Informatikerinnen in die Unternehmen?

Ein (fiktives) Streitgespräch

Frau stelle sich vor: Zwei Personalmenschen unterhalten sich über die Strategie bei der nächsten Einstellung in der Abteilung "Informatik und Entwicklung". Es wird die Frage erörtert, ob Frauen eingestellt werden sollen.

Pro Contra
Frauen sind viel leichter zu feuern – die haben doch keine Familie zu versorgen. Sie werden schwanger! Alle! Ständig! (D. h. wir müssen ihnen die Stelle jahrelang frei halten!)
Ach, Quark, Sekretärinnen werden schwanger, weil ihr Job unspannend ist, und überhaupt sind sie doch bloß Sekretärin,
um sich ’nen süßen Chef zu angeln. IT-Frauen haben spannende Jobs, die werden
1. selten schwanger und sind
2. schnell wieder da.
Ha! Schnell wieder da! Das nennst Du dann "leicht zu feuern"?
Na klar, gefeuert wird, wer unbezahlbar ist – 14 Wochen Mutterschutz
sind doch kein Problem für ’ne anständige Firma, und anschließend wird die
typische IT-Frau eh‘ gleich wieder arbeiten – vielleicht sogar in
Teilzeit, dann leistet sie sogar mehr pro Euro!
Teilzeit? Bloß nicht, sonst zahlt der Arbeitgeber viel mehr Abgaben
pro Arbeitsminute.
   Wieso denn das??
Na, weil ich für die gleiche Arbeit mehr Leute brauche,
also mehr Lohnabgaben habe als Arbeitgeber.
Das ist doch Quatsch – Du brauchst zwar mehr Leute, aber die bezahlst Du ja
entsprechend weniger. Und die Sozialabgaben schrumpfen sogar noch!
Und NOCH DAZU kriegst Du mehr Arbeit für’s Geld, weil Leute in vierzig
Stunden längst nicht doppelt soviel wie in zwanzig Stunden schaffen können!
Erstens kann niemand acht Stunden lang die volle Leistung bringen (in vier schon
sehr viel eher!), und zweitens arbeiten die TZler ja auch in ihrer Freizeit
– weil sie nämlich die "Knackpunkte" weiter in ihrem Geiste bewegen.
Und 14 Wochen Mutterschutz – wo kämen wir denn dahin?
In der Zeit sind doch die ganzen Kunden abgesprungen.
Sind sie nicht, denn sie werden ja ein halbes Jahr lang darauf
vorbereitet – und dann werden sie alle Paten und sind glücklich :-)
Nein, Kunden interssieren sich nicht für Patenschaften,
sondern nur, wie sie für möglichst wenig Geld möglichst viel bekommen.
Und wollen dabei freundlich behandelt werden. Das ist alles.
Na schön, PatInnen wollen sie also nicht werden. Aber langjährige KundInnen
sind zufriedene KundInnen – die springen nicht ab, nur weil sie drei Monate
lang mit einer Vertretung zut un haben. Und neue KundInnen werden der
Schwangeren eben nicht gegeben – gibt ja ausreichend andere MitarbeiterInnen, weil so
viele in Teilzeit arbeiten ;-)
 

Pro Contra
Frauen haben mehr auf dem Kasten und sind trotzdem billiger. Das macht die männlichen Kollegen neidisch und Neid ist schlecht für
den Profit.
Die sehen das doch gar nicht, denn Frauen spielen sich ja nicht auf.
Frauen sagen doch immer: das war Glück bzw. das konnte ich halt nicht,
Männer sagen: das hab‘ ich geschafft bzw. war halt Pech. Wo soll da
der Neid herkommen?
Genau: Frauen haben Glück, Männer können was. Und deswegen sind
Männer _im Endeffekt_ billiger als Frauen.
So sehen das die Frauen und Männer, Chefs sollten etwas "tiefsichtiger" sein
– sonst taugen sie nicht als Chef!
 

Pro Contra
Männer denken anders, also brauchen wir hier Frauen,
die die Bedürfnisse der Anwenderinnen besser kennen,
eröffnet neue Zielgruppe!
Zielgruppen mit wenig Geld, meinst Du – lohnt sich doch nicht.
Neue Zielgruppen lohnen sich immer, deswegen verkaufen Firmen ihre
Markenartikel unter anderm Namen bei aldi & co.
Die Idee ist aber schon alt und garantiert von einem Mann,
wo ist denn die ultimative neue Idee für eine neue Zielgruppe…?
Beispiel…?!?

Pro Contra
Frauen bleiben der Firma jahrelang treu (sofern sie nicht gefeuert
werden) – spart Einarbeitungskosten für Neue.
Oje, neue Besen kehren doch aber besser.
Doch nicht am Computer – da braucht’s erfahrene Leute mit viel
Know-How, die wissen, wie der Hase läuft, und die lange, feste
KundInnen-Bindungen haben und pflegen – ach ja, das ist doch sowieso
eine typisch weibliche Spezialität!
Genau, das machen all die IT-Frauen, die schon hier arbeiten,
neue brauchen wir nicht; die haben ja auch keine jahrelangen
Kundenkontakte vorzuweisen.
Oh je, hier fällt mir jetzt gar nichts mehr ein :-(
Sollte ICH mich jetzt etwa geschlagen geben??
1:1 :-)
Das haben neue Männer auch nicht. Und Frauen sind einfach besser im Kontakte
herstellen!
Richtig, die tratschen die ganze Zeit, was bei rumgekommen ist da doch gar nicht.

Pro Contra
Frauen machen gerne Überstunden – die haben ja kein nörgelndes Weib
zu Hause, das abends endlich kinderfrei haben will.
Die wollen sie womöglich bezahlt haben, die Überstunden, weil sie den
Betriebsrat kennen.
Quatsch, das machen sie unbezahlt, weil sie nicht nein sagen können.
Die Typen wollen Knete dafür sehen oder wenigstens Karriere machen
(das wollen Frauen eh‘ nicht so).
Frauen wollen keine Karriere machen, weil sie faul sind. Deswegen
sitzen sie auch länger im Büro, weil sie es nicht schneller schaffen
würden…
Das liegt bloß daran, dass sie sich immer mehr Arbeit aufhalsen
lassen.
Das muss den Chef doch freuen: 1,5 Arbeitskräfte zum Preis von einer –
die noch dazu nicht auf Gehaltserhöhung pocht!
Ja, und nach zwei Jahren brechen sie zusammen, Nerven, Familienpause,
was auch immer. Oder noch schlimmer: Sie machen sich gleich
selbständig mit dieser Arbeitswut.
Selbständig?? Frauen??? Das trauen die sich doch gar nicht. Und mit
Kindern sowieso nicht. Gibt ja keine Hausmänner, die die kranken Kindlein
pflegen…
Du sagst es. Wir wollen aber selbständig arbeitende Frauen
mit Unternehmergeist, die unsere Firma engagiert weiterbringen.
Und niemanden, der sich nicht traut und Risiken scheut, die notwendig
sind!
Na, eben! Selbständig arbeitende Frauen mit Unternehmergeist bringen die
Firma weiter – ebensolche Männer machen sich selbständig und werden Konkurrenz!!
Und dass sich die Frauen lieber nochmal rückversichern, bevor sie ein Risiko
einngehen, macht sie doch gerade attraktiv – männlicher Größenwahn hat schon
so eingige Unternehmen scheitern lassen!!
… kann ich da nicht gegen geben, so ist es…

Pro Contra
Frauen kochen prima Kaffee und erledigen auch sonst den niederen
Kram – spart die Sekretärin.
Die Sekretärin braucht der Chef doch für die Dienstreisen.
Ja, der Chef – der Rest nicht. Wenn’s nicht Männer sind, die sich zu
fein für die niederen Arbeiten sind.
Der Rest auch, zumindest der männliche: Alle Kollegen schätzen es,
wenn in der Firma "etwas fürs Auge" rumläuft. IT-Frauen sind
intelligent, sehen also schlechter aus als Sekretärinnen und geben
womöglich Widerworte.
Frauen brauchen also auch keine eigene Sekretärin – machen sie alles
selbst.
Es sollen ja nicht alle Sekretärinnen ausgerottet werden – bloß die
neuen eingespart werden: lieber eine IT-Frau als ein IT-Mann und drei vom
weiblichen Fußvolk. Und vor Widerworten braucht sich auch keiner zu
fürchten: da ist der weibliche Selbsterhaltungstrieb davor.
IT-Männer verstehen sich doch viel besser untereinander als mit
Frauen, sonst gäbe es nicht so viele Kommunikationsschwierigkeiten.
(Frauen mögen nicht mal, wenn man sagt "RTFM" ["Read the fucking manual", Anm. der Red.])
Ha! Die Schwierigkeiten liegen doch gerade bei den Männern! Die denken ja
nicht mal, bevor sie den Mund aufmachen!!
Und schnappen so der Konkurrenz die Aufträge weg. Genial!

Pro Contra
  Frauen sind harmoniesüchtig, so kommt man auch nicht weiter in der
Entwicklung.
Harmonische Teams bieten eine tolle Arbeitsathmosphäre – gutes Klima,
gute Arbeit, geringer Krankenstand, hohe Motivation, wenig Kündigungen…
Okay, gewonnen :-)

Pro Contra
Frauen brauchen keinen Riesen-Blech***** [zensiert, die Red.] – spart den dicken
Dienstwagen.

> *pruuuust hihihihi*
 > Aber dürfen wir als ernsthafte Redakteurinnen solche
 > Wörter veröffentlichen?!?
 > > Klaro. Wir können ja nicht gefeuert werden :-))
 

IT-Frauen haben ein teures Hobbies wie Laptops und Digitalcameras…
Die Männer etwa nicht??? Die sind doch noch viel schlimmer!!
Frauen wollen, was sie brauchen, Männer wollen, was nur geht – das ist
viiiel teurer!
So bringen Männer aber die Wirtschaft ans Wachsen und den Fortschritt
ans Rollen!
Frauen entscheiden doch die "großen" Anschaffungen. Ist also gut, wenn
Frauen die Entwicklungsrichtung auf "brauchbar" statt "machbar" lenken.
Das dicke Geld ist aber nunmal nur mit "machbar" und "Männerspielzeug" zu
verdienen.
In Zeiten der Wirtschaftsflaute werden nur noch sinnvolle Dinge
angeschafft – um so besser, Mitarbeiterinnen zu haben, die praktisch "von selbst" ihr
Augenmerk darauf lenken! Sonst bleibst Du am Ende auf Deinem tollen
Spielzeug sitzen…

Gerade in schwierigen Zeiten wollen die Kunden träumen –
und kaufen gezielt Spielzeug, mit dem sie ihre Sorgen verdrängen können.

So ginge es dann noch stundenlang weiter… bis zur Mittagspause mindestens.
Ihr könnt hier direkt und gern Eure Kommentare, Erfahrungen und was Euch sonst noch einfällt, dazu schreiben.

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 Rike und Maria

von Rike und Maria

Mix-Up: Unterrichten und glasklar administrieren

Heute mal die gemischte Bücherkiste…

Software Engineering Hochschule
Linux

Software Engineering im Umterricht der Hochschulen

Cover
Dieses handliche Bändchen über den mittlerweile 8. Workshop zu Erfahrungen im Software-Engineering in den Hochschulen gibt wieder einen guten Überblick über verschiedene Lehrkonzepte.

Aus der diesjährigen Website SEUH 2003: „Die SEUH-Workshops widmen sich seit 1992 der Software Engineering-Ausbildung an den Hochschulen. Dabei stehen neue Lehrformen und -inhalte ebenso zur Diskussion wie die Gestaltung und Bewertung von Studiengängen.“

Anhand von Praxisbeispielen und Praktikumsberichten stellen die jeweiligen Beteiligten die Vorteile und Schwierigkeiten in der Umsetzung anschaulich dar. Für alle, die Praxis und Lehre nicht trennen wollen, finden sich Anregungen. Leider ist der dünne Band nicht gerade billig, aber es sollten sich noch mehr im Fachbereich dafür interessieren, so dass sich die Anschaffung letztlich doch lohnt. Für die Planung von if-Kursen ist es auch hilfreich, ganz sicher!

Persönliche Favoriten sind für mich diverse Evaluierungsansätze, die MuSoft mit ihrem Metadaten-Beispiel und VirtuOhm, wo es u. a. um Wissenskonstruktion geht.

Themen dieser Ausgabe

Vortrag und Konzepte im SE-Unterricht

  • Software im Auto
  • Integration agiler Prozesse in die Softwaretechnik – Ausbildung im Grundstudium
  • Dreistufiges Qualifizierungsprogramm im Bereich Softwaretest (“ Our educational institutions have failed…“
  • Objektorientierte Gestaltungsprinzipien anhand von Rollenspielen
  • Konzeption + Analyse eines SW-Praktikums im Grundstudium

E-Learning

  • Konzept einer virtuellen Lernumgebung
  • Entwicklung eines E-Learning-Moduls für das SW-Projektmanagement
  • MuSoft: Multimedia in der SW-Technik
  • Erfahrungen mit dem Virtuellen SW-Projekt

Zusammen mit der Industrie

  • Workshop-Seminar im SE-Unterricht
  • Interne Schulungen bei sd&m
  • Räumlich verteilte SW-Entwicklung unter Betrachtung verteilter Inspektionen

Johannes Siedersleben, Debora Weber-Wulff (Hrsg.): „Software Engineering im Unterricht der Hochschulen“.
dpunkt 2003. 32,- EUR (D) / 32,90 EUR(A). ISBN 3-89864-201-1.

Der Linuxproblemlöser

CoverEin Buch für die engagierte Linuxerin. Als Einstieg wählt Brian Ward das Thema „UNIX, Linux und Linux-Distributionen“. Danach werden Systemgrundlagen erklärt. Sehr interessant ist das Kapitel Netzwerkadministration, denn wer von uns hätte nicht gern ein eigenes Netz? NFS, NIS und RDIST und SAMBA sind nach der Lektüre keine böhmischen Dörfer mehr. Das große Thema Drucken wird ebenso behandelt wie die Installation von Software aus dem Quellcode.

Wer schon immer mal ihren Kernel aktualisieren wollte, findet hier die Anleitung. Zum Überleben eines Systemcrashs (der kommt doch in Linux gar nicht vor, dachte die Win-Gemeinde) gehören Datensicherung und Wiederherstellung.

Abschließend kommen noch Benutzerumgebungen auf die Tagesordnung, also Prompts, Shells, das Setzen von Pfaden, Editoren, bash und sh …

Fehlerbehebung gehört zu den etwas kleineren Problemen, nachdem frau dieses Buch gelesen (oder im Regal stehen) hat.
Wieso sollte frau sich das Leben nicht ein bisschen leichter machen?

Brian Ward: „Der Linuxproblemlöser. Die häufigsten Administrationsprobleme und wie man sie behebt“.
dpunkt 2002. 36,- EUR (D) / 37,10 EUR (A). ISBN 3-89864-109-0.

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Maria

von Maria

Abschluss 2003

Ein Erlebnisbericht mit Ausblick

Foto
"Aus der Vielzahl der wundervollen Einsendungen haben wir – und wir haben es uns NICHT leicht gemacht – die besten heraus gesucht. Platz vier: Christiane. Bitte, lies vor!"
Das war der Auftakt zu unserer Preisverleihung. Das Zeitungsrätsel rund um das Programm der informatica feminale 2003 in Bremen war ein voller Erfolg. Danke, liebe Leserinnen!
Der erste Kulturbeitrag des Festes zeigte wieder einmal die Kreativität der if-Teilnehmerinnen.

Definitionen, Umschreibungen und sogar ein Bilderrätsel rund um das Lösungswort "informatica" wurden eingereicht und verdientermaßen prämiert.

Gekommen waren zum Abschlussabend viele von Euch, schätzungsweise… hm… so um die 40 – 60 Informatikerinnen und Informatikinteressierte. Sie alle ließen sich das wieder mal ausgezeichnete Essen schmecken, tauschten Erlebtes und Erfahrenes aus und feierten zwei gelungene Wochen Sommerstudium.

Foto Das Highlight des Abends* war der Auftritt des FeierChoir [faier kwaier]. Für unsere treuen Leserinnen gibt es das Programm mit allen Texten als PDF (93 KB) oder online im Wiki der Zeitung.
* für uns auf jeden Fall!

Das war natürlich noch lange nicht das Ende des Abends. Später wurden die Tische beiseite geräumt, um Platz zu schaffen. Und dann durften wir das erstklassige Parkett testen. Einige Musikwünsche wurden von der DJane erfüllt, obwohl der CD-Player nicht ganz gesund war. Die gute Gelegenheit wurde auf dem Gang auch nochmal zu einer zweiten, spontanen Session am Klavier und mit Gesang genutzt. Woraufhin die Musik im Tanzsaal sich auf unsern Geschmack eingestellt hatte und wir das Prickeln in den Tanzbeinen spürten. Die Letzten sind wohl erst in den frühen Morgenstunden gegangen. Und auch nur, weil Freitag ja noch wichtige Kurse liefen…

Foto
Und weil das dieses Jahr noch lange nicht das Ende war, durften einige von uns nach Österreich fahren. Oder nach Furtwangen. Und dort ging es genauso engagiert weiter. Mit Kursen, der Zeitung und einem berühmt-berüchtigten Vortrag. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ohne Frage sehen wir uns alle nächstes Jahr in Bremen, denn:

"Wir kommen wieder!"           resp. My Way

 

 

 
 

Anregungen, Kritik und Ideen mailst Du einfach an zeitung@horus.at.

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 Maria

von Maria

Diplomandinnen-Runde

Nachdem ich das erste Treffen der Diplomandinnen-Runde
leider verpasst hatte, war ich besonders gespannt auf
das zweite Treffen. Dieses hat am Montag [1. Sep. 2003 in Bremen, Anm. d. Redaktion] stattgefunden.
Es war ein interessanter Austausch zwischen Studentinnen in (fast) allen Phasen der Diplomarbeit, angefangen
mit der Suche nach Thema und Betreuerin (auf der ich mich auch gerade befinde), bis hin zu "fast fertig".

Im Rahmen dieses Treffens entstand der Wunsch nach einem Forum zum regelmäßigen Austausch.

Ich habe dazu jetzt einen Verteiler eingerichtet:
diplomandinnen@informatica-feminale.de.
Zweck soll sein, sich durch Erfahrungsaustausch zu helfen und
sich durch etwa monatliche "Status-Meldungen" zu motivieren.
Welche auf den Verteiler möchte, schreibe bitte eine Mail an
owner-diplomandinnen@informatica-feminale.de

Marias Folien vom ersten Treffen ("Wie schreibe ich eine Diplomarbeit?")
sind übrigens zu finden unter
http://zeitung.informatica-feminale.de/kwiki/index.cgi?Skripten

 Imke

von Imke

SMIL :-)

Lächeln erwünscht

Multimedia
Programmieren für das WWW
SMIL
Linktipps

Was ist SMIL und wofür ist es gut?

SMIL bedeutet „Synchronized Multimedia Language“ und gehört zur großen Familie der XML-Markup-Sprachen. Das Kürzel spricht sich wie das englische Lächeln, also wie smile. Anders als in HTML gibt es in SMIL z. B. die Möglichkeit, Elemente bestimmten Zeiten zuzuordnen. Da kann dann eine Multimedia-Präsentation mit einer Audiodatei beginnen, die nach 15 Sekunden endet.

Einsatzgebiete von SMIL sind interaktive Präsentationen, wie sie auf CDs oder auch in Museen gewünscht werden. Dieser Artikel wendet sich also besonders an die Medieninformatikerinnen. Aber nicht nur diese fühlen sich angesprochen, hoffe ich!

SMIL 2.0: Markup-Sprache für
Multimedia-Präsentationen

ScreenshotDer iX-Artikel von Susanne und ihrem Kollegen führt die Leserin kurz in SMIL ein. Damit gibt sie einen schnellen Einstieg ins Thema, bevor Ihr Euch die teuren Bücher besorgt. Neuerungen der Spezifikation zu Version 2.0 sind selbstverständlich enthalten. Der Bericht dreht sich um Module, Konzeption der SMIL-Präsentation (inklusive Sub-Präsentationen), Regionen im Layout und Priorität in der Reihenfolge von Objekten.
Desweiteren gibt es den iX-TRACT, eine Modul-Übersicht und Listings. Aber lest doch einfach selbst!

Susanne Boll, Horst Eidenberger: „SMIL 2.0: Markup-Sprache für
Multimedia-Präsentationen“. In: iX – 11/2002, Heise 2002

Programmieren für das WWW

CoverDieses Buch bietet einen ersten Überblick über einige gängige Websprachen. Es behandelt JavaScript und VBScript. Neben XML kommt auch SMIL vor. Als Einstieg ins Scripting ist das Buch brauchbar, aber sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Für SMIL ist leider nur das Abschlusskapitel reserviert. Hier wollte der Autor etwas Zukunftsweisendes in sein Werk einbetten. Nun gut. Mehr hat er damit auch nicht erreicht. Was fehlt noch? Die CD-Rom. Sie enthält die Beispiele, aber nichts an weltbewegender Software. Schade, bei diesem Buchtitel hätte frau da doch einiges erwartet.

Stephan Lamprecht: „Programmieren für das WWW. Mit JavaScript, VBScript, XML und SMIL“.
Hanser 2001. 24,90 EUR. ISBN 3-446-19225-5.

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SMIL

CoverEin wirklich schwergewichtiges Werk hat frau mit diesem Buch (848 Seiten).
Thematischer Schwerpunkt ist SMIL unter Verwendung des RealPayer G2 und des RealServers. Soll heißen, hier wird die eher aus der Theorie stammende Sprache SMIL anhand der eher praktischen Systeme von Real vorgestellt. Fazit: Das Buch eignet sich hervorragend für Leute, die SMIL praktisch einsetzen möchten. Weniger geeignet ist es zur Prüfungsvorbereitung, da es geeignetere (und kürzere) Quellen gibt – nicht nur die, die hier als Linktipps (s. oben und unten) vorkommen.

Frank Götz: „SMIL“. Addison-Wesley 2000. 59,95 EUR. ISBN 3-8273-1645-6.

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Und noch ein paar wertvolle Linktipps:

Schönes Tutorial
http://homepages.cwi.nl/~media/SMIL/Tutorial/

Die zentrale Referenz
http://www.w3.org/TR/smil20/

Das einzige SMIL 1.0 Buch im Web
http://v.hdm-stuttgart.de/~keitz/skripte/SMILTextbuch/Vorwort.htm

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Susanne (Linktipps) und Maria

von Susanne und Maria

Mausüberfall

Mausüberfall

Mundraub in der Cafete

Foto
Jede von uns kennt sie, die Maus. Wir arbeiten fast täglich mit ihr. Sie hilft uns beim Drag+Drop, beim Copy+Paste, beim Surfen und im Malprogramm. Doch manchmal, wenn es draußen wieder dunkler und ungemütlicher wird, wenn der Mond nachts durch die Wolken bricht und die Eulen heulen – dann passieren seltsame Dinge. Eine Metamorphose findet ihren Weg in unsere Welt.

Die Maus wird zur … MAUS. Die MAUS ist keine gewöhnliche, sondern eine Raubmaus. Deshalb solltet Ihr gerade in der dunklen Jahreszeit die Augen offen halten. Schützt Eure Käsebrote!

Für die Ängstlichen unter Euch: Keine Angst, außer Käse ist nichts und niemand in Gefahr. Mein Wort drauf.

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 Maria

von Maria

Doktorandinnenrunde auf der IF in Bremen

Bericht

"Der Vereinsamung entgegenwirken", hätte dieses Treffen auf der
informatica-feminale auch heißen können. Gerade als Doktorandin
kann frau sehr schnell zur "einsamen Kämpferin" werden.

Um dieser Gefahr zu entgehen, haben sich am Donnerstag, 28.8.2003,
Frauen zur Doktorandinnenrunde getroffen. Ziel des Treffens war der
Informationsaustausch und das Kennenlernen anderer Frauen in ähnlichen
Situationen.

Sieben Frauen kamen mit unterschiedlichem Background zum Treffen,
darunter waren wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an Uni oder
Fachhochschule, Stipendiatinnen, eine Arbeitssuchende, eine Frau
aus der Industrie mit dem Gedanken zur Promotion und eine Studentin
bei der Diplomarbeit, die "mal Spionieren" wollte und noch vor der
Entscheidung zur Promotion steht.

Verschiedene Themen wurden besprochen wie Literaturrecherche,
Konferenzbesuche, oder auch welche unterschiedlichen
Promotionsordnungen es an verschiedenen Hochschulen gibt.
Besonders wichtig war allen der Informationsaustausch
auch während des Jahres. Dabei ging und geht es nicht nur um Organisatorisches und
Erfahrungsaustausch, sondern auch – wo möglich – um fachliche Tipps; die Eine kennt vielleicht Konferenzen oder Literatur oder Leute zu einem Bereich, in dem die Andere forscht.

Auf der IF vom letzten Jahr ist die Idee der Vernetzung von
Doktorandinnen entstanden. Es gibt auch seit dem Treffen von letztem
Jahr eine Mailingliste.

Dort werden aktuelle Probleme besprochen und Informationen
ausgetauscht. Eine weitere Idee war, alle zwei bis drei Monate
einen Bericht über unsere Arbeit zu schreiben. Dabei gibt es ein paar
Fragen als Leitfaden, die uns helfen sollen, uns selbst klar zu werden,
was unsere Erfolge waren und welche Schwierigkeiten aufgetreten sind.
Und natürlich erfahren dann die anderen gleich etwas über uns. Es tut
gut, sich Dinge von der Seele zu schreiben oder zu spüren, dass es
anderen Frauen ähnlich geht und dass frau mit Problemen nicht alleine
steht.

Auf dem diesjährigen Treffen haben wir beschlossen, die Liste noch
auszuweiten. Wir wollen ein Wiki einrichten, um dort interessante
Themen einstellen zu können, oder mehr über uns zu schreiben –
auch Bilder und Adressen von uns hinterlegen zu können.

Vielleicht habt Ihr Interesse bekommen, euch auch an dem Austausch
zu beteiligen? Jede Interessierte kann sich auf die Liste eintragen.
Über http://lists.spline.inf.fu-berlin.de/mailman/listinfo/phd könnt
ihr euch anmelden oder ihr fragt direkt bei Annika (hinze(at)inf.fu-berlin.de)
nach, sie verwaltet die Liste und kann euch genau erklären, wie fraun auf
die Liste kommen kann.

 Sonja und Maria

von Sonja und Maria

Wie findet frau eine Sponsorin?

Zur Vereinfachung schreiben wir die weibliche Form; männliche Sponsoren sind natürlich auch heiß begehrt!

Informatikerinnen

Jagen Sponsorinnen, indem sie Algorithmus A ausführen:

 Begin {
         Gehe nach Berlin
         Beginne in Potsdam
         Durchkreuze Berlin von Osten nach Westen
         bidirektional in Nord-Süd-Richtung
         Für jedes Durchkreuzen tue
                 {
                 Fange jede potentielle Sponsorin, die Du siehst
                 Vergleiche diese
                 Mit einer als Geldgeberin bekannte
                 Halte an bei Übereinstimmung
                 }
         }
 

Erfahrene Programmiererinnen

Verändern Algorithmus A,
indem sie Berlin durch die EU und
Potsdam durch Frankfurt/Oder ersetzen.
Dann platzieren sie noch eine als Sponsorin bekannte Geldgeberin in Lissabon, damit das Programm in jedem Fall korrekt beendet wird.

Assembler-Programmiererinnen

Bevorzugen die Ausführung von Algorithmus A auf Händen und Knien.

SQL-Programmiererinnen

Verwenden folgenden Ausdruck: SELECT Sponsorin FROM Welt;

C-Programmiererinnen

Bestimmen zuerst mit sizeof() die nötige Speichermenge für eine Sponsorin, versuchen diese zu allozieren, vergessen dabei das Ergebnis abzuprüfen und schießen dann mit wilden <Pointern> auf die Sponsorin.

C++-Programmiererinnen

Bestehen darauf, dass die Sponsorin eine Klasse sei, und somit schließlich ihre Fangmethode selbst mitzubringen habe. Und wenn die Sponsorin Deutschland verlassen sollte, dann wird ja automatisch ihr Destruktor ausgelöst.

Pascal-Programmiererinnen

Markieren zuerst einen Punkt auf der Landkarte, schreiben dann    End    davor und träumen davon, dass Nikolaus Wirth endgültig vergessen wird.

Modula-Programmiererinnen

Importieren eine Sponsorin aus Amerika.

Lisp-Programmiererinnen

Bauen einen Irrgarten aus Klammern und hoffen, dass sich die Sponsorin darin verirrt.

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Mathematikerinnen

Jagen Sponsorinnen (Schritt 1), indem sie alles entfernen, was nicht Sponsorin ist und ein Element der Restmenge fangen.

Erfahrene Mathematikerinnen

Werden zunächst versuchen, die Existenz mindestens einer eindeutigen Geldgeberin zu beweisen, bevor sie mit Schritt 1 als untergeordneter Übungsaufgabe fortfahren.

Mathematikprofessorinnen

Beweisen die Existenz mindestens einer eindeutigen Geldgeberin, und überlassen dann das Aufspüren und Einfangen einer tatsächlichen Sponsorin ihren Studierenden.

Ingenieurinnen

Finden Geldgeberinnen, indem sie jede Kontoinhaberin festhalten, die ihnen über den Weg läuft und sie als Sponsorin einsetzen, wenn das Vermögen nicht mehr als 15% von dem einer vorher gefundenen Geldgeberin abweicht.

Natural-Programmiererinnen

Lassen sich von ADABAS eine Sponsorin bringen.

Logo-Programmiererinnen

Reiten durch Berlin auf ihrer Schildkröte.

Cobol-Programmiererinnen

Tun dies auf einem Dinosaurier.

BASIC-Programmiererinnen

Bevorzugen jedoch einen mit Samt ausgepolsterten Einspänner, bei dem die Bremsen ständig angezogen sind.

Wirtschaftswissenschaftlerinnen

Suchen für die informatica feminale keine Geldgeberinnen. Aber sie sind fest davon überzeugt, dass die Sponsorinnen sich selber stellen würden, wenn man ihnen nur genug bezahlt ;-)

Statistikerinnen

Lauern der ersten Kontoinhaberin auf, die sie n-mal sehen und nennen sie Sponsorin.

Systemanalytikerinnen

Wären theoretisch in der Lage, die Korrelation zwischen Hutgröße und Trefferquote bei der Geldjagd zu bestimmen, wenn ihnen nur jemand sagen würde, was eine Sponsorin ist.

SAP-Systemingenieurinnen

Erklären die erstbeste Kontoinhaberin zu einer Sponsorin und passen ihre Vorstellungen einer Geldgeberin an diese Kontoinhaberin an.

Micro$oft

Kauft eine Zeugin Jehovas in Dallas, kopiert sie massenhaft, redet aller Welt ein, dass dies eine Sponsorin ist und jede/r eine bräuchte, und dass diese die ideale Ergänzung zu MS-Office sei und exportiert 14 Mio. Stück nach Deutschland.

Windows-NT-Programmiererinnen

Schießen mit völlig ungeeigneten Suchalgorithmen in die völlig falsche Richtung und erklären dann, dass es ein Fehler an der Sponsorin sein muss.

Windows-9x-Programmiererinnen

Tun dasselbe, nur mit Pfeil und Bogen.

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 Maria

von Maria

Die Redaktion sucht…

Aufruf!

Alle, die in Bremen im Sommerstudium vor Ort so gern Artikel geschrieben hätten, aber wegen der ganzen interessanten Kurse und naturgemäßer Zeitknappheit nicht dazu kamen, können und sollen gern auch danach* Artikel an zeitung(at)horus(dot)at schicken. In der Regel erscheint einmal monatlich eine Online-Ausgabe.

Natürlich sollen, dürfen und können auch die Zeitungsreporterinnen und Artikelschreiberinnen, die Zeichnerinnen und Scannerinnen, die Rätselmacherinnen und überhaupt alle, die hier schon in der Offline-Zeitung in Erscheinung getreten sind, weiter Material einreichen.
Sollte eine von Euch Interesse haben, auch mal ganz selbständig die Online-Zeitung fertig zu stellen: Bitte fragt mich (zeitung.informatica-feminale(at)web(dot)de) einfach, ich geb dann die Vorgehensweise und die technischen Daten raus.

Zusammenfassend: Alle, die mithelfen wollen und mir was schicken,
sind der Redaktion willkommen. (Doch, ja, die Redaktion behält sich eine Auswahl / Kürzungen etc. vor. Aber keine Bange, das meiste kommt vollständig rein, weitgehend bereinigt von Rechtschreibfehlern…)

*(=jederzeit)

Maria

Herr der Ringe…

… aus christlicher Sicht

Am Internet hat man die Möglichkeit, andere Kulturen kennenzulernen. Zum Beispiel den christlichen Fundamentalismus US-amerikanischer Prägung. Unter der Adresse www.capalert.com findet man Rezensionen zu aktuellen Filmen, geschrieben von anonymen AutorInnen, unter dem Namen ‚ChildCare Action Project‘.

Hier ein paar Zitate aus der Rezension von „Herr der Ringe – Die zwei Türme“:

Gandalf is resurrected and appears in glowing white atop a huge stone as if to mimic our Lord when He transformed Himself on the Mount of Transformation before Peter, James and John after His Resurrection [Matt. 17:1 -2].

While there was no sexual programming whatsoever to Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring, Lord of the Rings: The Two Towers frequently presented a very scantily clad critter showing full side male nudity and a woman was noted to be on top of a man kissing him.

Offense to God

  • unholy influence on thinking
  • tale of evil control over „good“
  • sorcery to defeat beast
  • gaiaism (talking trees), repeatedly
  • psychic premonitions and possessions, repeatedly
  • „all-knowing wizard“
  • unholy apparitions
  • the „undead“ terrorizing others
  • sorcery to defend
  • sorcery to do battle with evil beast
  • resurrection, mockery of the Transformation
  • casting out demon
  • miraculous reverse aging
  • creatures claiming immortality
  • crystal ball sorcery
  • foretelling future
  • demon possession

Vokabelhilfe (nach http://dict.leo.org bzw. http://dict.tu-chemnitz.de/):
scantily=knapp, clad=gekleidet, critter=Kriechtier, sorcery=Zauberei, premonition=Vorahnung, resurrection=Auferstehung, mockery=Nachäffung

Brigitte und Maria

von Brigitte und Maria

Fit durch Gucken

Forschungsprojekt in Brisbane

Foto
Im fernen Australien scheinen die Leute noch fauler zu sein als wir. Sie haben eine Methode gefunden, wie frau mit minimalem sportlichem Einsatz einen maximalen Fitness-Effekt erreicht. Wie funktioniert das?

Das Laboratorium nennt sich CAV – Complex Active Visualisation. Im Einsatz ist ein großer Zwillingsscreen, Stereo und 3D, auf den von hinten projiziert wird. Dadurch kann die Sportlerin, die z. B. auf einem Laufband vor dem Riesenmonitor trainiert, einen realistischen Tiefeneffekt erleben. Sowohl der Winkel zwischen den beiden Teilen des Zwillingsscreens als auch die Höhe des Screens sind flexibel einstellbar.

Die Idee entstand in Anlehnung an die alte Erkenntnis: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." Noch besser ist ein Abbild der Realität, das die Benutzerin aktiv erkunden kann. CAV kann aber noch mehr, nämlich die Kombination von Realität und Simulation.
Was wird denn nun simuliert?

  • Laufen (Bild oben)
  • Fahren (Bild unten)
  • Auswirkungen von Mobiltelefonieren auf das Fahrverhalten
  • Sprach-Hand-Koordination und Kommunikation durch Gestik
  • Mensch-Maschine-Schnittstellen, die durch Augenbewegungen angesprochen werden
  • Visuelle Kontrolle autonomer, mobiler Roboter
  • Durch Zugucken verstehen, wo Spannungen in der selbst entworfenen Brücke auftreten

Funktionsweise

Link: www.int.gu.edu.au/~s227447/CAV.html

 Maria

von Maria

Simon Singh, Fermats letzter Satz

Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Beweises

dtv 2000

Über mehrere Jahrhunderte gehörte die Fermatsche Vermutung zu den grossen ungelösten Fragen der Mathematik. Die Fragestellung ist simpel und kann von jedem Schulkind verstanden werden, doch an der Lösung scheiterten die fähigsten Köpfe. Fermats Vermutung galt und gilt als die mathematische Herausforderung schlechthin. Der Versuch, die Fermatsche Vermutung zu beweisen, inspirierte MathematikerInnen zu Höchstleistungen und liess neue Teilgebiete der Mathematik entstehen, so dass die Geschichte des Fermatschen Satzes eng mit der Geschichte der Mathematik verwoben ist. Gleichzeitig prägte die Beschäftigung mit diesem scheinbar unlösbaren mathematischen Problem über Jahrhunderte zahlreiche Biografien, z. T. bis in den Tod. Der Mathematiker Andrew Wiles präsentierte 1993 seinen staunenden KollegInnen die Ergebnisse aus mehreren Jahren harter, einsamer Arbeit: Den Beweis der Fermatschen Vermutung. Die Welt der Mathematik stand Kopf, doch bald darauf wurde ein Fehler in Wiles‘ Beweis entdeckt. Sollte auch er nur ein weiterer in der Reihe derer sein, die letztlich an Fermats Vermutung scheitern würden? Doch nach langen Mühen gelang es Wiles, den Fehler zu beheben – das Unvorstellbare ist vollbracht: Fermats letzter Satz ist bewiesen.

Wissenschaftsjournalist Simon Singh hat das für eine Fernsehdokumentation gesammelte Material ansprechend zu einem überaus spannenden Buch verarbeitet. Dabei erzählt er nicht nur einen zentralen Teil der Geschichte der Mathematik, sondern ebenso viel über diejenigen, welche sie betreiben. Wie kommt jemand dazu, sein Leben einem jahrhundertealten Rechenproblem zu widmen? Was unterscheidet Mathematik und MathematikerInnen von anderen Wissenschaften und ihren VertreterInnen? Dabei verknüpft Singh die Biografie Andrew Wiles‘ geschickt mit einer detailreichen Milieustudie. Wer jemals eine mathematische Fakultät von innen gesehen hat, wird oft genug ins Schmunzeln geraten. Doch auch Laien vermittelt Singh eindrucksvoll die grosse Faszination dieser eigentlich unpopulären Wissenschaftsdisziplin.

Kerstin

von Kerstin