Kleine Nachlese

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Was war if 2004? Eine subjektive Bilanz

Maria allein zuhaus. Ohne WLAN, ohne Kurse, ohne Rahmenprogramm. OHNE EUCH! Bin ich jetzt traurig? Nur ein bisschen, denn es war eine tolle Zeit mit Euch. Genug Energie und Motivation für das kommende Jahr getankt. Seht selbst:

Fotoditact 2004

Mathematisches Handwerkszeug und Beachvolleyball-Turnier

if 2004 – Woche 1

Eröffnung mit Buffet, Einblick in gesche.online

Foto Suche nach dem Eisladen

Erste wav-Probe

Der Macchiavella-Kurs: Vielbeachtet

Kanupaddeln mit und ohne Erstkontakt

Foto if 2004 – Wochenende

Der GI-Empfang: Roboterhunde, deren Charme frau sich nicht entziehen kann

Tag des offenen Denkmals: Ich reise im Überseemuseum nach Ozeanien

Filmabend: Wie das Fernsehen Frauen- und Männerrollen einschränkt

Foto if 2004 – Woche 2

Hardware-Ausfall über’s Wochenende hat noch Konsequenzen

Foto Der Debian-Server-Linux-Kurs beginnt

Copy-Shop mit T-Shirt-Druckservice für wav

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?

Bekomme mein Ersatzteil einen Tag vor if-Schluss

Heute ist Abschlussabend: wav, Stapelpreisverleihung und Tanz

Müde Kriegerinnen, wohin frau schaut

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Maria

Ein paar Skripte

Wie schon im letzten Jahr, wollen wir unser Wissen nicht für uns behalten, sondern verteilen. In diesem Sinne finden sich auch neue Skripte wieder im Wiki: http://zeitung.informatica-feminale.de/kwiki/index.cgi?Skripte

An dieser Stelle der Aufruf an die Dozentinnen, ihr Kursmaterial auch dort zu verlinken. Natürlich nur, wenn’s auch Material gibt, es nichts Illegales enthält und nicht gegen den guten Geschmack verstößt. Das traue ich Euch aber sowieso zu, dass Ihr verantwortungsvoll mit dem Wiki umgeht :-)

Last, but not least: Liebe Teilnehmerinnen, Ihr dürft natürlich auch Fotos, Filme, Eindrücke etc. ins Wiki bringen (per Link oder direkt reintippen). Darüber freuen sich sicher noch mehr…

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 Maria

von Maria

Lauter Stapel

Die Vielzahl der Einreichungen für unsern Stapelwettbewerb hat uns umgehauen. Göttin-sei-Dank hatten wir genug Preise von unsern Sponsoren dabei. Hier also die Gewinner:

1. Preis

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2. Preis

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Auf den weiteren Plätzen

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Leider nicht beim Abschlussabend eingereicht, aber wahrlich Wert, hier vorgestellt zu werden:

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 Maria

von Maria

Ich bin Informatiker

Ich bin Student an der Uni Bremen, ich bin Mieter meiner Wohnung, ich bin Kunde der Stadtwerke, ich bin Nutzer der Bibliothek, ich bin Abonnent einer Tageszeitung, ich bin Patient bei meinem Zahnarzt und ich bin Vater meines Kindes. Moment mal: Vater? Ach nein, natürlich Mutter – ich bin ja schließlich eine Frau. Also: Student, Mieter, Kunde, Nutzer, Abonnent und Patient – aber nicht Vater! Logisch? Natürlich nicht! Als Frau bin ich selbstverständlich Studentin, Mieterin, Kundin, Nutzerin, Abonnentin, Patientin – und als Autorin dieses Artikels bin ich auch eine Teilnehmerin der informatica feminale.

Und ich will auch so bezeichnet werden! Ich bin eine Sie und will so angesprochen werden. Also: "Jede kann sich mit ihrem Account an ihrem Rechner einloggen." Ich halte überhaupt nichts davon, ständig unsichtbar gemacht zu werden – im Gegenteil: Ich denke, das ist sogar schädlich!

Als ich vor ein paar Jahren mal mit dem fünfjährigen Sohn einer Freundin an einem Taxistand vorbeilief, sagte er: "Da ist ein Taxifahrer, da ist noch ein Taxifahrer, da ist noch ein Taxifahrer…" Beim fünften Taxi sagte ich: "Das ist aber eine Taxifahrerin." Seine erstaunte Antwort: "Das geht doch gar nicht, Frauen fahren doch kein Taxi!!"

Kinder lernen, dass es Ärzte, Richter, Politiker, Handwerker, Bauern, Taxifahrer, Motorradfahrer, Bergsteiger, Fußballer, Polizisten … gibt. Und dann gibt es noch die Kindergärtnerin, die Arzthelferin, die Verkäuferin, die Friseuse und die Krankenschwester … Welches Bild machen diese Kinder sich von der Welt? Welche beruflichen Vorstellungen entwickeln sie? – Ohne konkrete Vorbilder wird es sehr schwer, ‚ausgefallene‘ Jobs anzustreben. Immer noch wählen 90% der Mädchen 10 typische Frauenberufe – und werden Jungs nur höchst selten Krankenbrüder.

Gerade wir – als Frauen in einem "männlichen" Bereich – sollten doch Wert darauf legen, (auch sprachlich) sichtbar zu sein! Und sollten nicht nur hier bei der informatica – aber in solchen rein weiblichen Zusammenhängen absolut selbstverständlich (!) – weibliche Bezeichnungen verwenden.

Denn ich bin Informatikerin!

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 Rike

von Rike

Kino in der Rumpelkammer

Wie die Technik unsere Wohnung schützt

Foto Schon mal überlegt, ob das Bücherregal auf den Sperrmüll darf? Oder damit geliebäugelt, das Fenster zuzumauern? Viele von uns wünschen sich Kinogenuss für zu Hause. Woher aber die große Leinwand nehmen?

An der Uni in Weimar sind sie dem Ziel einen Schritt näher gekommen. Im Fachbereich Augmented Reality beschäftigen sich Studenten mit dem "SmartProjector". Mit Hilfe von Korrekturverfahren werden Muster, perspektivische Verzerrungen und Strukturen herausgerechnet.

Foto Seit einem Jahr läuft das Projekt. Als Hilfsmittel wird simple Hardware eingesetzt. Ein gängiger Beamer, ein Camcorder und ein Computer mit Spiele-Grafikkarte gehören zur Grundausstattung. Eine Kamera liefert über die TV-Karte die Bilder der Projektionsfläche. Verschiedene Testraster dienen zur Analyse der Fläche. Das erste Beispiel zeigt die Projektion in eine grob verputzte Hausecke. Die Verzerrungen werden erfasst und ausgeglichen.

Projektionsbeispiel

Muster sind ein weiterer Problembereich. Das Videosignal wird Pixel für Pixel analysiert und sowohl geometrisch als auch farblich korrigiert. So ergibt sich ein in Farbe und Helligkeit akzeptables Bild.

Projektionsbeispiel

Projektionsbeispiel Das dritte Beispiel zeigt die Korrektur zweier Störfaktoren: Muster und Struktur. Die Schemazeichnung oben macht deutlich, wie die Projektionsfläche abgetastet und das Bild korrigiert wird.

Und das beste am Projekt kommt jetzt: Frau kann mitmachen! Im neuen Masterstudiengang Mediensysteme wird ab dem kommenden Wintersemester die Technik weiterentwickelt. Studieninteressierte informieren sich direkt bei der Hochschule. Eine kommerzielle Nutzung wird angestrebt. Also können wir uns schon mal drauf freuen, dass wir in Zukunft keine Gedanken mehr über Regale oder Fenster machen müssen, die dem Kino-Abend im Weg stehen.

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Links

Auf den Webseiten findet sich auch ein Film, der das Verfahren zeigt

 Maria

von Maria

Über Selbstbewußsein, Kopftücher und freie Religionsausübung

Über Selbstbewußsein, Kopftücher und freie Religionsausübung

Aziza ist Teilnehmerin der IF. Sie ist in Bremen aufgewachsene Muslimin und studiert Arbeitswissenschaften an der Uni Bremen.

Eva: Wie siehst Du die Rolle der Frau in Deiner Kultur im Vergleich zur westlichen / deutschen Kultur?

Aziza: Ich definiere mir meine eigene Kultur selbst, d.h. die Rolle der Frau in meiner Herkunftskultur ist mir unklar. Traditionell ist sie so und so, aber die veränderte Umwelt ist grade dabei, sie in Frage zu Stellen. Und ich finde, dass es DIE Frauenrolle im Westen schon längst nicht mehr gibt.

Eva: Wie siehst Du die Situation von Frauen in der islamischen Welt generell, insbesondere z.B. in Afghanistan, arabischen Ländern…?

Aziza: Also erstmal sind Generalisierungen Lügen. Aber was insbesondere das Leid muslimischer Frauen unter manchen Regimen betrifft: Es schmerzt mich. Und so lange sie keine Lobby haben, werden Aggressionen gegen sie nicht aufhören. Heilsam dagegen ist Bildung, Wissen und Selbstverwirklichung, genauso sehr wenn nicht noch mehr als Macht. Ich begreife nicht, wie sich Länder, in denen Männer Frauen so behandeln, sich islamisch schimpfen dürfen und warum Medien diesen Titel auch noch so gern kommentarlos übernehmen.

Ist es nicht seltsam, dass das größte muslimische Land der Welt, Indonesien, längst seine Präsidentin gewählt hat, aber Deutschland nach Dagmar Schipanski und Gesine Schwan sich für keine entscheiden konnte? Noch mal zurück zur Generalisierung: Es heißt immer, die bösen, bösen Muslime … dabei kennt doch jede den Slogan „Only bad news are good news“ Hier also ein paar andere Nachrichten.

  • 2002: Indonesische Medien berichten von einer intelligenten kopftuchtragenden Frau bei einer deutschen Quizshow (wieso hab ich nichts gesehen?)
  • Frühjahr 2004: In Australien dürfen Frauen mit Kopftuch DOCH Fussball spielen.

Eva: Wie erscheint Dir die Situation von Musliminen in Deutschland?

Aziza: Ich bin dafür, dass das deutsche Grundgesetz der Realität angepasst werden sollte. Streichen wir doch den Passus der freien Religionsausübung. Dann können bekennende Musliminen sich endlich den Ehrgeiz, sich in Deutschland mit Kopftuch im Berufsleben zu verwirklichen, aus dem Kopf schlagen und wir alle versuchen uns in der nicht immer mit Happy End ausgehenden Karriere als Hausfrau und Mama.

Eva: Wer beeinflusst Dich wesentlich in deinem Denken / Verhalten?

Aziza: Meine Mutter und Gottes Gesandter Muhammad (Gottes Segen und Frieden sei auf ihn). Klar, noch viele(s) andere. Aber die Lektüre seines Lebens ist mir eine ständige Orientierung. Besonders bei unerfreulichen Erfahrungen erscheint mir sein Leben viel geprüfter. Sehr wichtig waren meine Erfahrungen mit äußerst hässlichen Menschen. Ich weiß, dass ich anderen nie solche Schmerzen zufügen werde, wie ich sie erfahren hab.

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Eva: Was bedeutet das Kopftuch für Dich?

Aziza: Ein lebenswichtiger Begleiter beim Aufbau meiner Identität, Erinnerung an meine Lebenshaltung und … ja, Schutzinstrument. Weißt du, durch meine Verschleierung habe ich den Eindruck, eher weniger angesprochen zu werden. Im Bus ist der zuletzt besetzte Platz neben mir! Wenn ich also gerne Small Talk halten möchte, liegt es an MIR, das Eis zu brechen. Und das prägt!

Eva: Ist es schwierig, Deine Religion in Deinen Alltag zu integrieren? Wie gehst Du damit um?

Aziza: Es kommt darauf an, wie kompatibel die Umwelt, in der ich mich aufhalte, mit meiner Religionsausübung ist. Es hängt von der Situation ab. Bis jetzt macht mir Sorgen, wie ich im kommenden Semester meine Gebetszeiten einhalten und trotzdem an meinen Wunschkursen teilnehmen kann. Und vor allem, WO werde ich beten … im Flur? Unter der Wendeltreppe? Oder doch neben der Mülltonne? Aber glücklicherweise haben wir Beine mit Füßen dran und sind flexibel.

Eva: Was bedeutet Selbstbewußtsein für Dich?

Aziza: Wenn es hart erworben ist und auf einer guten Grundlage gedeiht, ist es ein unschätzbares Gut, mit dem du würdig alt werden kannst.

Eva: Wie stellst du Dir Deine Zukunft nach dem Studium vor?

Aziza: Ich sitze in meinem Chefsessel und habe ein höheres Einkommen, als das Finanzbeamte mich zu besuchen wagen … damit ich ja in Deutschland bleibe … sagen wir in 5+ Jahren.

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 Eva

von Eva

Die Abhängigkeit der Informatikerin nicht nur von Software

Die Abhängigkeit der Informatikerin nicht nur von Software

Mein Netzteil ist kaputt. Es fing ganz harmlos an: Zuerst dachte ich, im Gästehaus der Uni Bremen sei eine defekte Steckdose. Zwischendurch lief mein Notebook wieder. Am Donnerstag dann die Gewissheit: während einer wichtigen Besprechung mit meiner neuseeländischen Kollegin, die ich ja lange, lange nicht mehr wieder treffe, fällt mein Netzteil gänzlich aus. So weit, so schlecht. Ein letzter Test zeigt dann die Bruchstelle im Kabel.

Foto Die Drucker in der Ebene 0 funktionieren nicht-deterministisch. Was okay ist, wenn frau es vorher weiß… Sie drucken manchmal einen Druckauftrag, meist aber nicht. Der Ausdruck von vier DinA-4-Seiten im Original auf zwei verkleinerte DinA-4-Seiten im Ausdruck verschluckt die Wörter an der rechten Seite. Wichtig ist auch, dass frau in P5 am Rechner sitzt. Von dort geht mehr als nur jeder zehnte Druckauftrag raus – anders als aus P2. (Falls eine eine Erklärung dafür hat, bitte ans Amt für übernatürliche Störungen schicken.) So haben wir den Samstag nachmittag fluchend im Pool verbracht, um dann OHNE Zeitung zum GI-Empfang zu fahren. Da war der Frustpegel schon ziemlich hoch. Doch das war noch nicht alles.

Entgegen der Behauptung, die ich im Macchiavella-Kurs aufgestellt habe, kann ich nicht in jeder Situation meinen Ärger zügeln und so emotional wie ein Sack Steine werden, sondern habe durchaus meine ganz persönliche Frustbeule. Einmal gefunden, braucht es schon einige Zeit, wieder Frau meiner selbst zu werden. Gut zu wissen, immerhin.

Ich war aber nicht die einzige, die dem Hardware-Fluch Bremens zum Opfer gefallen ist. Annika hat sich letztes Jahr diesen bösen Virus eingefangen, der ihr Notebook völlig zerschossen hat. (Ein Beispiel für die Möglichkeit, Soft- und Hardware zu einem perfekten Zusammenspiel zu vereinen…)

Und Brigitte hat den Beweis erbracht, dass auch ihr Notebook nicht unzerstörbar ist. Göttin-sei-Dank ging es aufzuschrauben, obwohl das in etwa so komplex ist wie ein 1000-Teile-Puzzle und außerdem diffizile motorische Fähigkeiten erfordert…

Und jetzt kommt das Happy-End: Der Computerladen an der Uni hat einen lobenswerten Service: Vaio-Festplatten besorgen. Samsung-Netzteil auf Lager haben. Merke: Es gibt immer eine oder einen, die oder der weiterhelfen kann. Und alles ist schon mal dagewesen.

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 Maria

von Maria

Der DFB lässt grüßen

Der DFB lässt grüßen

Was passiert, wenn man neun Frauen, einen Ball und mehrere Jacken auf einen Sportplatz lässt? – Richtig, ein professionelles Fussballprojekt ist geboren.

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Schnell finden sich fünf aktive Spielerinnen, die nach einem kleinen Hürdenlauf (oder war es doch ein Bergsteige-Lehrgang?) motiviert sind, ein energie-geladenes Spiel zu beginnen. Kein Weg war ihnen zu weit, kein Zaun zu hoch und kein Schlüsselloch zu klein. Wenn frau sich etwas in den Kopf gesetzt hat, gibt es nichts und niemanden, das sie von ihrem Projekt abhalten kann.

Ihr fragt euch sicherlich jetzt… neun gehen los… fünf spielen… was war mit dem Rest? – Wie es bei professionellen Spielen nun einmal üblich ist, sind mehr Funktionärinnen als Spielerinnen anwesend. Ja, wenn frau etwas macht, dann auch richtig und professionell. Neben den beiden sagenumwobenen Frauschaften (Team Bitzählerinnen und Team Bytedreherinnen) ist auch eine professionelle Scout anwesend, die ihr ganzes Augenmerk auf das spielerische Können der Teammitglieder legt. Die Managerin starrt die ganze Zeit gebannt auf ihren Monitor und verfolgt die steigenen Aktienkurse der beiden Vereine. Die DFB-Funktionärin hat einen wunderbaren Preis mitgebracht, und der will natürlich auch gewonnen werden.

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Wir haben eine Life-Reporterin vor Ort und schalten nun zu ‚Karla Kolumna‘

"Meine Damen und Damen, ich befinde mich hier auf dem wohl größten und schönsten Sportplatz der Weltmetropole Bremen. Die Zuschauerränge sind von gröhlenden Fans besetzt. Noch werden die letzten Markierungen für das Spiel gesetzt… Taschen dienen als Tormarkierungen… was für eine Sensation. Und da marschieren sie ein, wie die Titaninnen stehen sich die zwei Teams gegenüber. Ich sitze hier voller Spannung und harre der Dinge, die da kommen mögen. Ich kann mich kaum auf dem Stuhl halten vor Spannung und bin hin und weg von der Stimmung, die in der Luft liegt.

Doch was ist das? Ein völlig neues und modernes Spielkonzept scheint hier vertreten zu sein. Es gibt nur eine Torfrau und diese scheint zum Wohle aller völlig unparteiisch zu sein…

Schon nach wenigen Minuten fällt das erste Tor. Das Geschrei im Fanblock ist groß und die Buh-Rufe der anderen Seite sind kaum zu ertragen. Doch keine lässt sich hier entmutigen. Schnell kommt es zum Ausgleich, und die zweite Halbzeit beginnt mit einem 3:3.

Das Konzept der Torfrau-Rotation ist mir fremd und ich interviewe schnell die eine oder andere Spielerin, bevor sie sich wieder waghalsig in das atemberaubende und energiegeladene Spiel stürzt.

Doch was ist jetzt? Die Bytedreherinnen scheinen nachzulassen… drei Tore in nur wenigen Minuten… Das lassen die Bytedreherinnen nicht wirklich auf sich sitzen, in der letzten Minute versuchen sie noch den Ausgleich, doch die Bitzählerinnen gehen mit 6:4 in Führung. Und damit gebe ich zurück an die Redaktion."

Ja, so kann es einer also ergehen, wenn frau sich einen Ball leiht und sich eine halbe Stunde Spaß gönnt. Alle waren zufrieden, und auch dieses sportliche Ereignis der Extraklasse lässt sich unter der Kategorie ‚Erfolgreiche Frauen starten erfolgreiche Projekte‘ verbuchen.

Bis dann und Toi Toi Toi

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 Verena

von Verena

Wiedersehen auf Technixen.net?!

Wer auf der IF Bremen Gefallen am Austausch mit technikbegeisterten Frauen gefunden hat, kann auf www.technixen.net weiter Kontakt halten. Dort gibt es auch geschlossene Mailinglisten zu unterschiedlichen Themen.

Hier eine kleine Auswahl:

  • ada – Code- und Gedankenaustausch für Programmierinnen
  • lynn – Linux ist weiblich: deutschsprachige Diskussionsliste für Linuxerinnen u.a. Unixerinnen
  • shelley – deutschsprachige Diskussionsliste zur Rolle von Frauen als Minderheit im IT-Umfeld für Frauen

Anmelden zu diesen Mailinglisten könnt Ihr Euch unter http://lists.answergirl.de/. Ihr werdet bestimmt die eine oder andere wiederlesen!

www.technixen.net
http://lists.answergirl.de

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 Sylvia

von Sylvia

Machiavella

Kurskritik

Dass Frau anders ist als Mann, wissen wir schon lange. Dass Frauen anders regieren (wollen) als Männer, ist uns auch schon irgendwie klar. Aber eben nur irgendwie.


Als eine von zwölf Frauen war ich vergangenen Donnerstag eingeladen, mich unter der Anleitung von Jasmin Döhling-Wölm meinem (weiblichen) Führungsstil zu nähern. Basierend auf Machiavellis ‚Der Fürst‘ versuchten wir zwei Tage lang, uns unsere eigene, ganz persönliche Führungsstrategie zu erarbeiten – oder zumindest eine Idee davon. Dazu diskutierten wir zunächst die männliche Strategie, zu Macht zu gelangen. Mit welcher männlichen Strategie kann frau sich am ehesten identifizieren? Welche Art der Machtausübung möchte sie am ehesten übernehmen? Die Macht durch Zerstörung, die Macht durch Infiltrierung oder die Macht durch Bildung von Modifikatoren?


Nach ausführlicher Aueinandersetzung mit der weiblichen Seite des Machiavelli, kam frau sich und ihrer persönlichen Führungsstrategie näher. Am Ende hatte der Begriff Machiavella für jede von uns Gestalt angenommen.



Was also bedeutet “Machiavella”?



  1. Erzähle Deine Geschichte, aber erzähle die richtigen Dinge von Dir!


  2. Polarisiere und versuche nicht, es jedem recht zu machen.


  3. Lebe mit denen, die Dich schätzen und verschaffe Dir Respekt bei denen, die Dich meiden.



Doch Strategien kennen ist eine Sache, Strategien umsetzen eine andere. Um Strategien umsetzen zu können, braucht es Taktiken, und so beendeten wir dieses sehr intensive und lehrreiche Seminar mit der Untersuchung brauchbarer Taktiken zur Umsetzung unserer soeben erarbeiteten Strategien.


Machiavellas Taktiken. Taktiken, die wir – wie wir feststellten – teilweise schon verinnerlicht hatten und anwendeten. Taktiken, die früher unbewusst eingesetzt wurden und nach diesem Seminar bewusst als eigene Stärke anerkannt und angewendet werden können. Hier lernte frau auch, welche Taktiken sie noch nicht anwendet und wo sie sich weiterentwickeln kann.


Durch das Seminar führte Jasmin Döhling-Wölm mit ihrer kompetenten und klar strukturierten Leitung, und eine Teilnahme an weiteren Seminaren dieser Art kann frau nur empfohlen werden.


Wer das Seminar verpasst hat, aber dennoch neugierig geworden ist und nicht bis zum nächsten Seminar dieser Art warten kann, der kann in "Machiavelli für Frauen" von Harriet Rubin (ISBN: 3-596-14683-6) nachlesen, was sich zwölf Frauen Donnerstag und Freitag erarbeiteten.

 Anne

von Anne

Fierce Magazin


Ich habe auf der profile intermedia die Herausgeberin von Fierce Magazine kennengelernt. Da ich die Zeitschrift klasse fand und auch die Frauen bei ihrer Arbeit unterstützen wollte, habe ich versprochen Ausgaben zu verkaufen. Vielleicht gibt es ja bei der Informatica Frauen, die die Zeitschrift gerne testen würden?


Am heutigen Donnerstag, 16. September werde ich in der Mittagspause diese beiden Ausgaben mitbringen [Achtung, Original in Englisch]:


"Fierce Magazine


Ausgaben: Spirit und Renegade


FIERCE Magazine ist ein neues Magazin für für alle Frauen über 21 (und alle jungen, klugen Frauen über 18). Das Ziel ist ein urbaner and multikultureller "spin". FIERCE liefert Artikel aus der Sicht von Frauen mit einem unvergleichlichen Stil, Funk und Sprachwitz. Es gibt keine to-do Listen oder how-to Ratschläge. Wir glauben, dass junge Frauen klug und neugierig sind und ihre Meinungen über ‚Wie bekomme ich dünnere Beine‘ und ‚Zehn Wege, einen Mann zu befriedigen‘ hinausgehen. Wir bieten ein Medium, um außergewöhnliche Meinungen bekannt zu machen und mit anderen gleichgesinnten Frauen Kontakt herzustellen.


FIERCE ist für alle tatooed und gepiercten Rebellen, die keine Angst haben die Regeln dieser Welt zu brechen. FIERCE ist für die stillen Heldinnen, die versuchen die Welt mit einem Lächeln zu verändern. Wir sind für dicke Girls und dünne Girls, Wein-Connoisseuses und Bierliebhaberinnen, religöse Damen, spirituelle Schwestern, exotische Tänzerinnen, Lesben, Ehefrauen, Mütter Geschäftsfrauen, Jungfrauen, Dichterinnen, … Wir wollen niemanden ausschließen. Wir begrüßen jede in ihrer prächtigen Individualität.


FIERCE feiert die Vielheit der Stimmen und Schreibstile von Frauen und spricht die Themen an, über die Frauen reden, die aber nicht unbedingt in der Presse zu finden sind. Wir reden mit Hillary Clinton und Rapstar Lil´Kim und der Ägyptischen Feministin Nawal El Saadawi.


FIERCE rechtfertigt nichts und entschuldigt sich nicht für riskante Sprache und Ideen."


Die Titelthemen der aktuellen Ausgabe (Spirit) sind Tantric Sex, Shaolin Tempel und Hillary Clinton.


Auch erhältich Renegade mit den Titelthemen Alpha Females, Biker Chicks und Göttinnen.


(Übersetzung sehr frei ;-)


Weitere Infos: fiercemag@freenet.de

 Corinna

von Corinna

Programmierkurs-Disskussion


Heute, Donnerstag, 16.9., findet in der Pause von 10.30-11.00 Uhr eine Diskussion über das zukünftige Angebot an Programmierkursen beim Sommerstudium statt. Raum MZH 7200


Ziele sollen sein, beim Sommerstudium 2005 …



  • eine Vielfalt an Programmierkursen anzubieten, die den tatsächlichen Interessen und Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen besser entspricht


  • den Teilnehmerinnen bei der Anmeldung mehr Klarheit über den Kursinhalt der Programmierkurse zu vermitteln


  • der sehr häufig falschen Selbsteinschätzung von Teilnehmerinnen bzgl. ihrer Programmierkenntnis entgegen zu wirken


  • das Anmeldeverfahren zum Sommerstudium so auszubauen, dass die (Selbst-)Zuordnung von Teilnehmerinnen zu den einzelnen Programmierkursen besser geprüft und ggf. in Rücksprache mit Teilnehmerin und Dozentin VOR dem Sommerstudium geändert werden kann


  • damit zu verhindern, dass frühzeitig einzelne Programmierkurse von Teilnehmerinnen blockiert werden, die später beim Sommerstudium den Kurs nach den 1. Tag verlassen




  • den Dozentinnen VOR dem Sommerstudium eine bessere Vorstellung über den Kenntnisstand und die Interessen der Teilnehmerinnen zu geben


  • allen Beteiligten ein positives Verhältnis zum Programmieren und den Programmierkursen zu vermitteln!



Alle Teilnehmerinnen und Dozentinnen – insbesondere Teilnehmerinnen und auch Aussteigerinnen der Programmierkurse – sind herzlich eingeladen.

 Veronika

von Veronika

Es flasht in Bremen…


Flash ist das Programm, um interaktive Webapplikationen zu entwickeln. Ich hatte schon geringfügige Erfahrungen damit, habe aber sehr darunter gelitten, dass einfachste Animationen unendlich große Dateien produzierten. Deshalb entschloss ich mich, diesen Kurs zu belegen.


Letzte Woche Montag trafen sich viele Frauen unterschiedlicher Bereiche, von der Studentin bis zur Sozialpädagogin, um sich mit Flash zu beschäftigen. Nach einer kurzen Einführung ging es gleich an den Rechner, um das Gelernte praktisch umzusetzen.


Für die nächsten beiden Tage sollte uns das Thema Aquarium begleiten.


Die einen erstellten wahre Kunstwerke, die anderen warteten – mangels Kreativität – voller Sehnsucht auf die Programmierung mit ActionScript.


Nachdem die Formalia zur ECTS-Punkte-Vergabe geklärt waren, hatten wir zwei Tage Zeit, ein eigenes Pro-jekt zu gestalten. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen: Biene Maja, die Luftballons zerplatzen lässt, ein Fisch-Memory, ein interaktiver Film und vieles mehr.


Die Programme wurden zum Glück nicht nach Designkriterien bewertet, sondern danach, ob bestimmte Elemente in ActionScript verwendet wurden – so zum Beispiel die Maussteuerung, das zufällige Platzieren von Objekten oder der Hittest, bei dem geprüft wird, ob ein Objekt das andere berührt.


Letztendlich habe ich gelernt, wie man es vermeidet, so große Dateien zu erstellen, und bin mit dem gesamten Programm und seinen Möglichkeiten viel vertrauter geworden.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Kurs hervorragend Theorie mit Praxis verbunden hat. Darüber hinaus wurde ein guter Grundstein zum eigenständigen Weiterlernen gelegt.


Die lockere Art der Dozentin, den Teilnehmerinnen Inhalte zu vermitteln, tat ihr Übriges.


Prädikat: wertvoll. Gesamtnote 1.


kurse.horus.at/2004-sommer/flash5

 Antje

von Antje

Auf zur Venus – ein erfolgreicher Solidaritätslauf

Auf zur Venus – ein erfolgreicher Solidaritätslauf


Letzen Sonntag trafen sich im Bürgerpark die unterschiedlichsten Menschen, um für einen guten Zweck zu schwitzen. Von Kindern über professionelle Sportler bis zu älteren Menschen war alles dabei – nur die informaticas waren prozentual gesehen leider deutlich in der Minderzahl.


Das Prozedere war einfach: Bei der Anmeldung erhielt man eine Karte, auf der jede Runde (Laufen 1,5 km, Radfahren 3 km) mit einem Stempel festgehalten wurde. Diese gesammel-ten Kilometer werden von Sponsoren mit je einem Euro belohnt, die dem "Bremer Arbeitskreis Brustkrebs" zugunsten von Brustkrebs-Patien-tinnen zugute kommen.


Jede lief so schnell und so lange sie mochte. Kalte Getränke und frisches Obst standen jederzeit for free zur Verfügung. Die Atmosphäre, die Gemeinschaft der Menschen, die sich gegenseitig anspornten und für gewonnene Kilometer beglück-wünschten, wurde noch durch die Gute-Laune-Klänge einer Sambatruppe unterstützt.


Am Ende wurden unter allen noch anwesenden TeilnehmerInnen gespon-sorte Preise verlost, die sich echt gelohnt haben (z.B. ein Wochenende im Parkhotel). Insgesamt wurden über 10.000 Kilometer erreicht.


Für mich persönlich war das Laufen durch die schöne Parkanlage ein willkommener Ausgleich zu der Kopfarbeit in der Woche davor. Auch wenn ich mich die nächsten zwei Tage vor Muskelkater kaum bewegen konnte… :-)


Fazit: das frühe Aufstehen lohnt sich! Auf dass sich vielleicht nächstes Jahr mehr informaticas dazu motivieren können.

 Rita

von Rita

Dozentinnen-Essen


Grundsätzlich finde ich die Idee, einen Raum (und leckeres Essen) für die Dozentinnen untereinander zu schaffen, sehr gut. So ergibt sich ein reger Erfahrungsaustausch. Aber: Ein abendlicher Treff hätte den Vorteil, dass keine Dozentin verhindert ist, weil sie für ihren Kurs noch Dinge vorbereiten, kopieren, ausprobieren muss. Die Mittagspause ist einfach prädestiniert für diese Dinge.


An dieser Stelle auch ein Aufruf an die Nicht-Dozentinnen


Ihr könnt, dürft, sollt auch mal überlegen, ob Ihr mal einen Kurs anbietet. Ich kann es jedenfalls nur empfehlen.

 Maria

von Maria

Ein kleines Date bei Yello-strom


Wer hat sich nicht schon überlegt, den Stromanbieter zu wechseln? So ging es mir vor einigen Wochen, als ich meine Webrecherchen zu den einzelnen Stromanbietern durchführte. Wie der Zufall es wollte, trieb es mich auch auf die Seite von Yellostrom.


Und da war sie… Ich blickte in ihre strahlenden Augen, ihr Pferdeschwanz und ihr gelbes Shirt sprachen mich sofort an. Ich rede von Eve, der digitalen Yellostromberaterin. Sie lächelte mich freundlich an, und sofort hatte ich sie in mein Herz geschlossen.


Ich machte ihr Komplimente, redete wild auf sie ein, gab ihr heiße Liebesschwüre – und siehe da: ich hatte Erfolg. Sie war gerührt von meinen Worten, wurde rot und kicherte schüchtern. Nebenbei erzählte sie mir alles, was sie über die einzelnen Tarife wusste. Sie war nicht nur hübsch, sondern anscheinend auch gebildet.


Ich kann euch nur empfehlen, Eure eigenen Erfahrungen mit Eve zu machen. Und wer lange genug nett zu ihr ist, der darf sie dann auch ausziehen und schauen, was sich vielleicht unter dem schicken gelben Shirt verbirgt… lasst Euch überraschen.

 Verena

Leider haben wir bisher noch nicht den Pink-Energie-Mann gefunden, der sich für uns zum Affen macht. Was soll uns das wohl sagen…?

 Maria

von Verena und Maria

Kontoinformationen für BAFöG-Stelle und Finanzamt

Kontoinformationen für BAFöG-Stelle und Finanzamt


Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) verfügt über ein automatisiertes Kontenabfragesystem, das Informationen über sämtliche Konten und Wertpapierdepots in Deutschland bereitstellt und auch Auskunft über Kontostand, Geldbewegungen und Aktienbestände geben kann. Selbst Daten gelöschter Konten werden für drei Jahre gespeichert. Die Einführung des Abfragesystems nach dem 11.9.2001 wurde mit der Terrorbekämpfung begründet – doch so wie viele Sicherheits- und Anti-Terrorgesetze führt es vor allem zu einer immer flächendeckenderen Überwachung der BürgerInnen.


Ab April 2005 soll der Kreis der Zugriffsberechtigten massiv erweitert werden und wird dann etwa die Bundesagentur für Arbeit, Finanzämter, Sozialämter und BAFöG-Stellen umfassen. Dass dies der Verhinderung von Terroranschlägen dient, darf getrost bezweifelt werden. Gleichzeitig wird das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung weiter ausgehöhlt.


Ganz anders dürfte hingegen die Verärgerung der Banken begründet sein: Sie mussten den Bafin-Zugang finanzieren – mit 105 Mio. Euro.


Infos:



– 23.8.2004 – 10:46 stern.de/wirtschaft/geld/meldungen/index.html?id=528751

Stuttgarter Zeitung vom 21.08.2004 stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/785365

 Kerstin

von Kerstin

Auch Kanus können kentern…

Auch Kanus können kentern…


Nicht nur Softwareprojekte können kentern, sondern auch Kanus





Die Führungskraft in einem Kanu-Projekt nennt sich Steuerfrau, daneben (oder räumlich gesprochen besser: davor) gibt es noch die beiden, die arbeiten, in diesem speziellen Fall: paddeln. Nun kann die Arbeiterin mitsteuern, und die Steuerfrau durchaus auch mitarbeiten, jedoch kommt es zu Komplikationen, wenn die Führungskraft durch das Mitpaddeln ihre Führungsarbeit vernachlässigt. Wobei man erwähnen muss, dass auch bei hochkonzentrierter Steuerarbeit ein gewisses Restrisiko verbleibt, welches zu den bekannten ZickZack-Kursen führt.


Bleibt jedoch kurzzeitig die Steuerfunktion aus, weil sich die Führungskraft nach den anderen Booten umdreht, so kommt es, dass das Kanu ins Trudeln gerät und dann schnurstracks auf einen ins Wasser hängenden Dornenbusch zusteuert. Dornen sind nun leider nicht das, was die Arbeiterinnen gerne sich um ihren Körper schmiegen verspüren wollen, und anstatt professionell zu reagieren, gab die vordere Paddlerin den ersten Quieker von sich und wich den Dornen einfach aus, indem sie von ihrem Sitz nach hinten rutschte und sich mit vollem Körpergewicht auf die linke Seite lehnte, wo es eben keine Dornen gab. Der Paddlerin in der Mitte erging es nicht besser, und so kam es wie es kommen musste: ein Ausflug direkt ins kühle Nass…


Man könnte hierbei durchaus von einer Verkettung ungünstiger Umstände sprechen. Unter sehr viel Gelächter und couragiertem Einsatz der Helferinnen aus dem zweiten Boot (das Boot der Augenzeuginnen) schafften wir es dann doch, wieder ins Boot einzusteigen. Das Gros an Wasser hatten wir in einer Stemmaktion aus dem Boot herauskippen können, was sich leider auch nicht ganz leicht gestaltete, da der Untergrund mehr schlickig als fest war, und wir mindestens knöcheltief einsanken.


Das Zurückpaddeln – muss man zur Verteidigung unserer Ehre hinzufügen – schafften wir fast schon meisterlich. Man lernt eben dazu.


Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch noch an die Mitstreiterinnen aus den beiden anderen Booten, die uns klitschnasse Frauen dann notdürftig mit trockenen Ersatz-Klamotten versorgten.


Zwei von uns jedoch mussten trotzdem erstmal die durchnässten Beinkleider in der untergehenden Abendsonne antrocknen lassen, bevor frau dann den Weg nach Hause antrat – dorthin, wo die heiße Dusche lockte.


Und somit ist dann auch das für den Abend geplante Projekt "Tanzen-Gehen" ins Wasser gefallen. Alles in allem klingt obiges wohl schlimmer als es in Wirklichkeit war, denn: Kanufahren macht riesigen Spaß. Es sollte nur allen geraten sein, Ersatzkleidung dabei zu haben.

 Loubna, Vero und Sonja

von Loubna, Vero und Sonja

Coden, und zwar schnell…


In diesen Tagen findet der zweite Google Code Jam statt: Ein Programmierwettbewerb, der zunächst in mehreren Runden online und für die 50 Besten dann später offline in Kalifornien stattfindet – Reisekosten trägt der Veranstalter, die Teilnahme ist kostenlos.


Auch wenn dieses Ziel vielleicht etwas zu hoch gesteckt ist – die Sache ist zumindest bei einer gewissen Stress-Resistenz witzig: Es werden zwei Programmieraufgaben gestellt, Wettbewerbsdauer ist nur 60 Minuten. Korrekte, lauffähige Programme bringen Punkte; je schneller abgegeben, desto mehr. Programmiert wird in Java, C++, C# oder Visual Basic. Bis heute ist die Anmeldung noch möglich, den ganzen Donnerstag lang ist die Teilnahme an der Qualifikationsrunde möglich. In späteren Runden geht es nicht nur um’s Coden, sondern auch um Code lesen und Fehler finden in fremden Lösungen.


Ich lade hiermit zum betreuten, gemeinsamen Üben ein: Heute, 14.9., 16:15 Uhr im P2 (0. Ebene). Eine anschließende Teilnahme am Wettbewerb ist natürlich nicht erforderlich, aber möglich. Probiert’s doch einfach mal aus! Bis dann,

 Miriam

von Miriam

Für kleine und große Programmiererinnen

Für kleine und große Programmiererinnen


Auf der Ditact in Salzburg habe ich die frei erhältliche Programmierumgebung Squeak-Etoys kennengelernt. Squeak ist eine Open-Source-Implementierung der objektorientierten Programmiersprache Smalltalk.


Alan Kay, der Erfinder von Smalltalk und Träger des Turing-Awards, hat Squeak in seiner Forschungsgruppe entwickelt und sagt dazu: "Die Zukunft sagt man am besten voraus, indem man sie erfindet."


Kinder ab 6 Jahren können mit der leichten und interaktiven Umgebung Simulationen und Spiele entwickeln. Was nicht heißt, dass Squeak nicht auch für Erwachsene interessant ist. Bei der Entwicklung wurde auf kindgerechte Handhabung geachtet, ohne dabei funktionelle Einbußen hinzunehmen.


In Squeak werden die Objekte zuerst mit einem Malkasten entworfen, um sie dann anschließend zum Leben zu erwecken. Squeak ist nicht nur ein Spielzeug und Lernmittel für Kinder, sondern auch eine komplette


Smalltalkumgebung. Wie alle Smalltalkumgebungen läuft auch Squeak auf einer Virtuellen Maschine und erlaubt es, zur Laufzeit alle Klassen der Umgebung zu erweitern oder zu verändern.


Und noch etwas ist interessant: Squeak ist (fast) komplett in Squeak selbst implementiert.


Infos und Downloads zu Squeak findet Ihr beispielsweise unter: http://www.squeak.de/ und unter http://www.squeakland.org

 Birgit

von Birgit