gezeitenwechsel – FINUT 2005 IN BREMEN

gezeitenwechsel – FINUT 2005 IN BREMEN

Kongress „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“

Der Kongress „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“ findet seit knapp 30 Jahren regelmäßig statt. Am Himmelfahrtswochenende im nächsten Jahr (5. – 8. Mai 2005) werden sich bereits zum 31. Mal Frauen aus diesen Disziplinen treffen, um sich zu vernetzen, sich auszutauschen und interessanten Vorträgen zuzuhören, in Seminaren mit einander zu diskutieren und viele fröhliche Stunden miteinander zu verbringen. Im kommenden Jahr wird der FiNut hier in Bremen an der Hochschule tagen.


Der Kongress wird unter dem Motto „gezeitenwechsel“ stehen. Dabei wird es an den vier Tagen ca. 100 Veranstaltungen folgenden Schwerpunkten geben:


FiNuT als Frauenraum
mit der Kernfrage, wie und ob Frauenräume allgemein noch sinnvoll und möglich sind. „Lernen Mädchen im monoedukativen Unterricht besser?“ – „Was bringen Frauenförderprogramme in Wirtschaft und Verwaltung?“ – „Gibt es in diesen Bereichen einen gezeitenwechsel?“


Internationalisierung des FiNuT
und die Überlegung, inwiefern es in Zeiten, in denen durch Billigflüge und Internet räumliche Grenzen immer verwischter werden, noch Sinn macht, die Grenzen des FiNuT durch die Deutschsprachigkeit bestimmen zu lassen. Dabei werden uns folgende Aspekte weiter beschäftigen: „Wie ist es in anderen Ländern um die Situation von Frauen und Mädchen im NuT-Bereich bestellt?“ – „Lasst uns unsere Netzwerke weiter spannen!“ – „Ist ein internationalerer FiNuT noch der Kongress, den sich die FiNuT-Teilnehmerinnen seit fast dreißig Jahren aufgebaut haben?“ – „Wie wirken sich Internationalisierungen und Globalisierung speziell auf uns Frauen aus den naturwissenschaftlich-technischen Berufen aus?“


Dazu sorgen gutes Wetter und ein hoffentlich abwechslungsreiches Kulturprogramm für Ausgleich und Freizeit.


Organisationsteam


Das Organisationsteam aus Bremerinnen und Oldenburgerinnen braucht jede helfende Hand bei den Vorbereitungen, die von Schlafplatzorganisation über Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit zu Websitebetreuung und inhaltlichen Diskussionen ungefähr alles beinhalten. Wer immer Lust und Zeit hat und in einer Runde von netten Frauen dazu beitragen will, dass der FiNuT 2005 in Bremen zu einer gelungenen Veranstaltung wird, die kann sich bei uns melden: Wir werden am Mittwoch, 15.9.04 in der Mittagspause in der Cafete der Informatica feminale sein, für eine lockere Kontaktaufnahme, feste Arbeitsaufträge oder auch einfach nur für Infos – ganz wie ihr wollt. Oder ihr könnt uns schreiben: finut2005@finut.net, weitere Infos findet Ihr unter:
http://www.finut05.finut.net/

 FiNuT-Orga-Team

von FiNuT-Orga-Team

Keine Frauen im RoboCup?


Nachdem in Salzburg die Behauptung aufgestellt wurde, es gäbe keine Frauen im RoboCup, hier nun die Richtigstellung.


Denn es gibt sie wohl, wenn auch (leider) nur sehr wenige Frauen in Deutschland im Roboterbereich arbeiten. Im Ausland, insbesondere in den USA und Australien, sieht das ganz anders aus. Dort gibt es einige Teams im Roboterfußball, die von Frauen geleitet werden und in denen die Beteiligung von Studentinnen in den Teams auch wesentlich höher ist als hierzulande.


Aber was ist eigentlich RoboCup? Die RoboCup-Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 ein Team aus humanoiden Robotern zu entwickeln, das gegen die dann amtierenden menschlichen Fußballweltmeister gewinnen soll.


Im RoboCup gibt es viele verschiedene Ligen, angefangen bei der Junior Liga für Schüler und Schülerinnen über die Humanoiden Roboter bis hin zur Königsklasse, der Middle Size Liga.


Neu hinzugekommen sind in den letzten Jahren auch Rettungsroboter und diverse Simulationsligen. Die Hamburg Dog Bots (das Hamburger Team) spielt in der Sony Fourlegged-Liga, das ist die Liga, in der die Sony Aibo Roboterhunde antreten, die auch bei dem Kurs der informatica feminale programmiert wurden.


Auch die Universität Bremen hat ein Team in dieser Liga: die Bremen Byters, die zusammen mit den Teams aus Berlin, Darmstadt und Dortmund dieses Jahr Weltmeister geworden sind.


Jährlich finden eine deutsche Meisterschaft und eine Weltmeisterschaft statt. 2006 wird Bremen der Gastgeber für die Weltmeisterschaft sein.


Weitere Infos findet ihr unter: http://www.informatik.uni-hamburg.de/robocup oder http://www.robocup.org

 Birgit

von Birgit

Botanica – das grüne Science Center

Botanica – das grüne Science Center

Rhododendren für Anfänger

Heute machten sich drei Frauen (Leena, Sonja und Steffi) auf eine spannende Reise durch die Welt der Pflanzen. Die Botanica ist inmitten eines großen Rhododendron-Parks gelegen, in dem wir durch verschiedene Themengärten spazierten. Wir passierten einen wohlriechenden Duftgarten mit Kräutern und Blüten, ein Wohnzimmer mit gemütlichen Sesseln, in die man sich einfach hineinsetzen musste, und viel mehr Rhododendrenarten, als wir ueberhaupt für möglich hielten. In der Ausstellung geht es mit dem Reisepass durch mehrere Laender. Zunächst jedoch kann man einiges über unsere Umwelt und die Pflanzen lernen, und das ist gar nicht langweilig. Man kann fast überall Knöpfchen drücken (kommt dem Spieltrieb einiger Informatikerinnen entgegen), riechen, fühlen, hören, und mit allen Sinnen die Dinge erfahren. Nachdem man weiß, wie das Produkt der Photosynthese schmeckt, wird man in die wilde Welt entlassen.


Hier kommt endlich der Reisepass zum Einsatz. Man erkundet die Eigenheiten von Nepal über Borneo bis Japan, und bekommt in jedem Land einen Stempel. Zum Erkunden beutzt man wieder alle Sinne. Ich habe noch jetzt den Geschmack des leckeren Tees auf der Zunge.


Den Abschluss bildet die Sonderausstellung MausOleum, in der Lach- und Sachgeschichten zum Anfassen präsentiert werden. Erinnert Ihr euch noch, wie der Katzentatzentanz geht? Welche Produkte waren Stars in den Sachgeschichten? Das könnt Ihr leicht selbst herausfinden…


Öffnungszeiten jeden Tag von 9 bis 18 Uhr. (Die Maus im Japanhaus gibt’s noch bis zum 26.September).


Eintritt für Studentinnen 8 Euro
Eintritt für Erwachsene 9 Euro
Eintritt für Geburtstagskinder 0 Euro
Bahn: Linie 4 bis Horner Kirche

 Steffi

von Steffi

Auf zur Venus !!


Eigentlich müsste es ja eher "Auf in den BürgerInnenpark" heißen… aber das klingt doch längst nicht so schön. Und egal wie sie heißt: die Idee ist gut!


Möglichst viele Menschen legen möglichst viele Kilometer zurück – zu Fuß, im Gehen oder Laufen, auf einer 1,5 km langen Route durch den BürgerInnenpark oder per Fahrrad auf dem 3 km langen Radweg. SponsorInnen zahlen für jeden Kilometer einen Euro, und zusammen mit den Startgeldern (2 Euro pro Studentin und sonstiger Ermäßigter, 5 Euro sonst) kommt hoffentlich ein ganzer Batzen Knete zusammen, mit dem das Projekt "Patientinnen-Begleitung" des Arbeitskreises verwirklicht werden soll.


Der Bremer Arbeitskreis gegen Brustkrebs wurde Ende 2000 von betroffenen und/oder für Frauengesundheit engagierten Frauen mit dem Ziel gegründet, das Thema Brustkrebs stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. Heute setzen sich die Frauen des Arbeitskreises für eine Stärkung der Forschung und höhere Qualität in Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Brustkrebs ein. Insbesondere liegt ihnen die bessere Begleitung erkrankter Frauen am Herzen.


Am Sonntag nun findet der mittlerweile 4. Solidaritätslauf "(L)Auf zur Venus" zugunsten von Brustkrebs betroffener Frauen statt. Die Veranstalterinnen hoffen, auch in diesem Jahr wieder die 10.000 Kilometer-Marke zu erreichen – im Vorjahr waren es sogar 13.000 Kilometer!


Neben der Strecke wird es auch ein "buntes Programm" geben für Pausierende und sonstige Nicht-Mitlaufende – für Kinder gibt es einen eigenen Spieletreff. Die erreichten Kilometer werden um 13:30 Uhr bekannt gegeben und auf der Website des Arbeitskreises veröffentlicht.


Die Startmeldung erfolgt ab 10:30 Uhr direkt an der Strecke am Marcusbrunnen. Zwischen 11:00 und 13:15 Uhr kann "auf Karte" gelaufen und geradelt werden. Auch später noch kann gestartet werden, letzter Einstieg in die Strecke ist um 13 Uhr.


Also, falls Ihr am Sonntagvormittag noch nichts weiter vorhabt, dann kommt doch auch in den BürgerInnenpark! Und welche sich am informatica-Team beteiligen möchte: wir treffen uns – wenn es nicht in Strömen regnet – um 10:30 Uhr auf der Südseite des Parkhotels am Hollersee (siehe Bild).


arbeitskreis-brustkrebs.de/index_venus.htm

 Rike

von Rike

Polyplay

„Polyplay“

DDR 2000. Rüdiger Kramer, Oberleutnant der Volkspolizei, versucht den Mord am 16jährigen Michael Abusch aufzuklären. Sein erster Anhaltspunkt: Der Tote war nahezu besessen von einem alten Computerspiel namens Polyplay, und in seinem Zimmer findet sich ein HighTech-Rechner, wie ihn Kramer noch nie gesehen hat. Doch am nächsten Tag ist der Rechner verschwunden, und die Stasi behindert die Ermittlungen – der Fall scheint brisanter als gedacht.
Moment – DDR 2000? Marcus Hammerschmitt versetzt seine Krimihandlung in ein fiktives Szenario der besonderen Art: Nach einer unaufhaltsamen Wirtschaftskrise Ende der 80er ist es in der BRD zu einem Militärputsch gekommen. Die DDR entdeckte neue Energiequellen und stieg zur führenden Wirtschaftsmacht Europas auf. Sie befreite den Westen von der Militärjunta und leitete die Wiedervereinigung ein.
Wer nun ostalgische Verklärungen des real existiert habenden Sozialismus erwartet, liegt jedoch völlig falsch. Die politische Situation in BRD und DDR der Vorwendezeit nimmt Hammerschmitt gleichermaßen kritisch-ironisch aufs Korn, und auch in seiner fiktiven wiedervereinigten DDR liegt noch einiges im Argen – Seitenhiebe auf die Situation im Deutschland der Nachwendezeit inbegriffen.
Auch wenn die Auflösung des Mordfalles etwas aufgesetzt wirkt, so sorgen doch viele kleine und große Anspielungen auf tatsächlich stattgefundene Ereignisse und Personen für anregende Unterhaltung. Besonders für die (informations-)technisch und politisch interessierte Leserin ein echtes Vergnügen!
Marcus Hammerschmitt: „Polyplay“, Argument Verlag 2002

Kerstin

von Kerstin

Beachvolleyball

Das Turnier auf der ditact – nächste Gelegenheit in Bremen

Zum Sportprogramm der ditact gehörte dieses Jahr auch ein Beachvolleyball-Turnier. Nach längerem Zögern hab ich dann meinen Presseblock und die Kamera beiseite gelegt, Schuhe und Socken ausgezogen und mich wagemutig aufs Spielfeld begeben. Sport inside sozusagen.

"Der nullte Ballkontakt: Mist, daneben.

Der erste Ballkontakt: Ich bin stolz auf mich.

Der zweite Ballkontakt: Leider ins Aus.

Der dritte Ballkontakt: Lisa muss sich in Sicherheit bringen.

Der vierte Ballkontakt: Ich merke, dass Aufschläge meine Stärke sind.

Der fünfte Ballkontakt: Au, das kann ja weh tun!

Der sechste Ballkontakt: Unangenehm (der Ball war gerade in den Teich gefallen).

Der siebte Ballkontakt: Klappt und geht an Christin.

Der achte Ballkontakt: Christins Vorlage verpasst.

Im Laufe des Spiels werden wir immer professioneller. Die Diskussionen darum, wessen Ball da jetzt im Sand liegt, ebben ab. Die Schläge ins Netz und das Luftschlagen lassen nach. Das Spiel endet in einem furiosen Unentschieden. Und damit zurück in die Redaktion."

Nach dieser spannenden "Schalte" (fast) live aus dem Stadion habt Ihr hoffentlich auch Lust auf Bewegung bekommen. Die Gelegenheit dazu gibt’s hier in Bremen.

 Maria

von Maria

Informatica goes water…

Sechs mutige Frauen fanden sich am Dienstag bei der Kanustation ein, um das Abenteuer „Kanu fahren“ zu bestreiten. Die beiden Kanadier wurden zu Wasser gelassen und mit mehr oder minder Kanu-Erfahrenen besetzt. Selbstsicher wie sie waren, verschmähten sie die äußerst „schicken“ Schwimmwesten in der Hoffnung, keine negativen Erfahrun-gen mit dem kühlen Nass zu machen.

Ohne Wasserkarte, Navigationssystem oder elektronische Lenkhilfen stachen sie in See – oder besser gesagt in einen kleinen Kanal – und verließen sich ganz auf die Steuerfrauen.

Dennoch konnte ein Zick-Zack-Kurs nicht vermieden werden, was allerdings dazu führte, dass wir Bekanntschaft mit einer „Wasser-raststätte“ schlossen. Dort konnte man sich freizügig an einem Pflaumen-baum bedienen und wurde von einem Anwohner vorsorglich darauf hin-gewiesen, dass die Pflaumen durchaus Würmer enthalten können. Wir haben jedoch keine gefunden und konnten uns so unbeschwert dem Geschmack widmen. Kurze Zeit später tauchten auch noch Brombeersträucher auf, an denen wir natürlich auch nicht vor-beifahren konnten, ohne probiert zu haben.

Die Rückfahrt erwies sich dann schon als wesentlich einfacher, da die Gruppen aufeinander abgestimmt waren und somit die Koordination leichter fiel. Nach zwei Stunden hat-ten sie alle wieder trockenen Boden unter den Füßen, ohne gekentert zu sein.

Fazit: Maximaler Spaß, bei geringer körperlicher Anstrengung. (Oder möchte eine der Mitfahrerinnen pro-testieren? ;-)

Wer nun Lust aufs Kanu fahren bekommen hat, kann sich entweder selbst zwei Frauen suchen und ein Kanu mieten oder findet sich am Montag gegen 12:30 Uhr im Cafe des Tagungsbüros ein, um die Forma-litäten zu regeln und dann am Diens-tag Abend in einer etwas größeren Gruppe Kanu zu fahren.

 Antje

von Antje

Ada Augusta Byron Lovelace und die Analytische Maschine

Software-Entwicklung im 19. Jahrhundert

In Zeiten, in denen elektrischer Strom noch lange nicht üblich war, vermutet man kaum den ersten Vorläufer des Computers: ein programmierbarer Apparat, der mit Zahlen und Symbolen umgehen, sie nach bestimmten Gesetzen verarbeiten und auch speichern konnte. Die “Analytische Maschine”, von Charles Babbage 1834 entwickelt, besaß ein Vollautomatisches Rechenwerk für die vier Grundrechenarten auf dem Prinzip des dekadischen Zählrades ("Mühle"), einen Zahlenspeicher für 1000 Zahlen von je 50 Stellen ("Variablenspalten"), ein Dateneingabegerät für Zahlen und Rechenvorschriften und eine Datenausgabe-Vorrichtung sowie ein Druckwerk. Die Programmierung der Maschine sollte über Lochkarten erfolgen – ein Prinzip, das zu dieser Zeit bereits erfolgreich eingesetzt wurde, um die Arbeit an Webstühlen zu vereinfachen und Muster zu “programmieren”.


Ada Lovelace


Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften dieser Maschine war, dass ihre “Software” hauptsächlich von einer Frau, nämlich Ada Byron Lovelace, entwickelt wurde. Ada war das Kind von Anabella Milbanke und Lord George Gordon Byron. Ihre Eltern trennten sich, als sie 5 Jahre alt war. Ihre Mutter, selbst Mathematikerin, sorgte dafür, dass Ada eine gute Ausbildung in Mathematik und Astronomie erhielt. Im Alter von 17 Jahren lernte Ada 1833 den Mathematiker Babbage kennen und war von seiner Differenzmaschine, der Vorläuferin der Analytischen Maschine, begeistert. 1834 entwickelte Babbage die Idee der Analytischen Maschine und gab die Arbeit an der Differenzmaschine auf.


Ihre Arbeit


Ada fertigte zahlreiche Dokumentationen der geplanten Analytischen Maschine und Übersetzungen an. Sie war auch die erste, die erkannte, wie weit die Möglichkeiten dieser Maschine gingen, dass sie nicht nur Zahlen, sondern Symbole im weitesten Sinne verarbeiten konnte. Lovelace entwickelte Sprungbefehle, bedingte Verzweigung, Prozeduren und Zählregister für iterative Abläufe. Gleichzeitig erkannte sie auch die Grenzen der Maschine, die weitestgehend auch noch für heutige Computer gelten: “Die Analytische Maschine erhebt keinen Anspruch darauf, etwas erschaffen zu können. Sie kann das tun, von dem wir wissen, wie wir sie instruieren können, es zu tun."


Im Jahre 1844 wurden Ada Lovelaces kommentierte Übersetzungen veröffentlicht, wobei ihre Anmerkungen den Hauptteil des Werkes ausmachten. Sie verwendete nur die Abkürzung ihres Namens, A.A.L., damit nicht ersichtlich war, dass die Arbeit von einer Frau stammte. Dabei muss man immer im Auge behalten, dass sie als Frau weder Zugang zu Universitäten noch zu Bibliotheken hatte und parallel zu ihrer Arbeit drei Kinder bekam, sowie allgemein unter einer schwachen Gesundheit litt. Am 27. November 1852 starb Ada 36-jährig nach langer Krankheit an Gebärmutterkrebs.


Die Analytische Maschine wurde letztendlich, trotz erheblicher Geldsummen und dreißigjähriger Arbeitszeit, nie fertig gestellt. Nur ein kleiner Teil des Rechenwerkes und ein weiteres Fragment konnten realisiert werden.


Ada Augusta Lovelace wurde lange Zeit als Babbages Sekretärin angesehen. Seit dem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts wurden ihre Erfolge aber durchaus gewürdigt. 1979 benannte das U.S. Department of Defence ihre neu entwickelte Supersprache nach Lady Lovelace. Ada ist heute eine Programmiersprache für sicherheitsrelevante Software. Ein Bild von Ada ziert die Homepage des Ada-Fördervereins. Neben zahlreichen Büchern wurde ihr Leben 2002 unter dem Titel “Ada Byron Lovelace: To Dream Tomorrow (Das Morgen Träumen)” anlässlich ihres 150. Todestages verfilmt. Nicht zuletzt ist sie die Namensgeberin des Ada-Lovelace-Projektes, das es sich zum Ziel gesetzt hat, mehr junge Frauen für naturwissenschaftliche Studiengänge zu gewinnen.

Quellen


www.gi-fb-sicherheit.de/vg/informatik2003/sessions/session-film-de.html

user.cs.tu-berlin.de/~icoup/archiv/3.ausgabe/artikel/ada.html

http://i10www.ira.uka.de/lehre/rvg-sommer1998/bab/bab1-4.html

www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/2235/2.html

 Eva

von Eva

Achtung Ansteckungsgefahr! Nicht nur für Psychologie-Studentinnen …

Achtung Ansteckungsgefahr! Nicht nur für Psychologie-Studentinnen …


Auf www.parapluesch.de findet ihr ein Internet-Spiel, das komplett aus animierten Zeichnungen besteht und sich bei den Kursen der Ditact in Salzburg rasant schnell verbreitet hat. Es handelt sich um eine virtuelle psychiatrische Anstalt für misshandelte und traumatisierte Kuscheltiere.

Parapluesch

Wahlweise sind Krokodil Kroko, Schaf Dolly und Nilpferd Lilo zu therapieren. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten wie zum Beispiel medizinische Untersuchung, Beschäftigungstherapie, Motivationstraining, Maltraining und Traumanalyse zur Verfügung, die von den Spielerinnen geschickt ausgewählt werden müssen. Im schlimmsten Fall rennt das Kuscheltier davon, im besten kann es als geheilt entlassen werden. Das Krokodil leidet zum Beispiel an einer Wasserphobie. Während der Behandlung stellt man fest, dass es von einer bösen Frau zweckentfremdet wurde (für welchen Zweck? Das dürft ihr selber herausfinden…)

 Birgit

von Birgit

Klug reden statt drauflos quasseln

Buchrezensionen

Gesprächstechniken
Schlagfertigkeit

Reich ist…

Gesprächstechniken

Cover Der Guide ist wirklich klein. Er kann sich hinter einer Postkarte verstecken. Es gibt vier Themenblöcke. Im ersten geht es um äußere Faktoren wie Ort, Zeit, Handlungsspielraum und Rollen der Gesprächspartner. Motive und Ziele werden angesprochen. Auf dieser Grundlage erklärt die Autorin, wie frau Gespräche vorbereiten kann.

Im zweiten Themenblock geht es um die aktive Gestaltung. Zuhören, Zusammenfassen mit eigenen Worten, Kommunikationsregeln und Argumentation werden erläutert. Frau lernt schließlich, Gespräche durch Metakommunikation zu steuern.

Der dritte Themenblock sieht sich das Gespräch an: Körpersprache inklusive Erscheinungsbild, Sehen und Hören sind hier im Fokus. Dazu gehören auch unterschiedliche (oder doch gleiche?) Kommunikationsstrukturen von Frau und Mann. Im Abschlusskapitel geht es um mögliche Schwierigkeiten wie Missverständnisse, starke Gefühle, persönliche Angriffe und Strategien, damit umzugehen.

Fazit: Soll keine meinen, dass sie nach der Lektüre nur noch Erfolg hat. Nichtsdestotrotz: Es lohnt sich, mal einen Blick auf meta-kommunikative Aspekte zu werfen. Zur Vorbereitung für wichtige Gespräche wie Bewerbungssituation, Gehaltsverhandlung, Fernsehinterview etc. für den Preis unschlagbar.

Themen

  • Gespräche analysieren und vorbereiten
  • Aktive Gestaltung
  • Körpersprache
  • Schwierige Situationen

Anja von Kanitz: „TaschenGuide Gesprächstechniken“. Haufe 2004. 6,60 EUR. ISBN 3-448-05976-5.

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Schlagfertikeit

Cover Im selben praktischen Format ist der neue Schlagfertigkeitstrainer mit CD-ROM erschienen. Stammleserinnen der Zeitung werden sich an die Rezension des TaschenGuide Schlagfertigkeit erinnern. Dort ging es um Blockaden, Wutausbrüche, und Grundlagen. Die wichtigsten Grundlagen wie Techniken und Erweiterung des Sprachvermögens greift Nöllke hier wieder auf. Das Thema wird jetzt aber mit deutlicher Schwerpunktsetzung auch in Richtung Beruf und praktischem Training angegangen. Damit hat der Autor sich die damalige Zeitungskritik zu Herzen genommen ;-)

Besonders erfreulich an dem kleinen Band ist der Hinweis, wann Schlagfertigkeit angebracht ist – und wann nicht! Die CD-ROM unterstreicht den praktischen Charakter und ist niedlich. Im Ernst, passend zum Taschenformat ist es eine Minidisc. Leider ist die Scheibe etwas einseitig; es gibt gesprochene Beispielsätze. In der Pause drauf soll frau dann parieren. Leider gibt es keine weiteren Arten von Training. Für den Preis ist es aber okay.

So großer Abzug in der B-Note, dass es fast schon einer in der A-Note ist: Die CD erfordert nicht nur den Internet-Explorer, sondern auch HTML-Help.

Fazit: Gut für zwischendurch; bitte die Übung gut gelaunt angehen. (Andernfalls könnte frau die Anfeindungen persönlich nehmen…)

Themen

  • Kritische Situationen meistern
  • Schlagfertigkeit im Beruf
  • Witz und Eleganz

Dr. Matthias Nöllke: „TaschenGuide Schlagfertigkeit. Training“. Haufe 2004. 9,90 EUR. ISBN 3-448-05974-9.

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Reich ist, wer Zeit hat

Cover Gleich vorab: Die CD-ROM erfordert mal wieder diese proprietären Programme. Falls sie installiert ist, gibt es aber eine praktische Suchfunktion (nicht unbedingt zum Usability-Award vorzuschlagen, aber immerhin besser als blättern). Für verschiedene Kategorien gibt es Zitate und zugehörige Urheber – leider nicht für alle Zitate. Da fragt frau sich, ob die selbst erfunden, auf der Straße gehört oder Allgemeingut sind …

Obwohl sich schöne Zitate wie das des Titels finden, fehlen Informatik- und Wissenschaftsthemen. Andere Bereiche aber sind gut vertreten, so dass frau sich schnell einen Überblick verschaffen kann.

Fazit: Brauchbar für Präsentationen, Diplomarbeiten, Dissertationen, wenn frau Allgemeingültiges sucht. Nix mit Fachzitaten.

Themen

  • Business und Beruf
  • Geld
  • Zeit
  • Lebenserfahrung

Tony Gnann: „Reich ist, wer Zeit hat. Die besten Zitate zu Management, Zeit und Geld“. Haufe 2004. 24,80 EUR. ISBN 3-448-06044-5.

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Maria

von Maria

Moderieren und visualisieren

Kursbericht und Kursempfehlung

Gruppendynamik, Störenfriede, Leithammel – das sind nur einige der Phänomene, mit denen frau als Moderatorin konfrontiert wird. Um dieses Thema zu vertiefen, habe ich auf der ditact den Kurs von Birgit besucht. Sie hat uns – also um die 12 Teilnehmerinnen aus Studium und Praxis mit sehr unterschiedlichem Background – die Grundlagen für gelungene Moderation näher gebracht. Die Rahmenbedingungen schaffen, vorsichtig lenken, Spielregeln setzen und deren Einhaltung einfordern, das gehört alles dazu. Zur erfolgreichen und konstruktiven Zusammenarbeit der Gruppe ist Visualisierung einer der zentralen Punkte.

Nach der Vorstellungsrunde und den nötigen theoretischen Grundlagen ging es nachmittags praktisch weiter. Wir lernten Kreativtechniken kennen; Brainstorming war da erst der Anfang. Meinungen sammeln und clustern dürfte auch schon manch einer begegnet sein. Zwischendurch gab es immer wieder Hintergrundinfos.

Mit der Aussicht, am nächsten Tag eine eigene Gruppenrunde zu moderieren, wurden wir entlassen.

Mehr oder weniger schlaftrunken trafen wir uns morgens wieder. Zum Aufwachen lernten wir dann gleich verschiedene Methoden kennen, mit denen die Gruppe in Bewegung kommt. Dabei lernten wir auch, wie frau Leithammel erkennen kann. Nach dem nächsten Theorie-Einschub bekamen wir eine Kreativaufgabe, anhand derer wir in uns horchen und ausgetretene Pfade verlassen konnten. Auch das ist sehr wichtig für Workshops, in denen es um neue Ideen (welcher Art auch immer) geht.

Am Nachmittag wurde es dann ernst: Jede musste eine Moderationsrunde vorbereiten, in der sie das Gelernte anwenden sollte. Nach ausführlicher Vorbereitung ging es zur Sache. Birgit half natürlich, wo es nötig war.

Eins vorweg: Es macht wirklich Spaß zu sehen, wie die Techniken funktionieren! So kam eine nach der andern nach vorn und forderte uns zu aktiver Mitarbeit auf. Auf diese Weise lernte auch die Gruppe ständig dazu. Für jede gab es direkt im Anschluss eine Feedback-Runde, so dass gute Ideen besser hängen bleiben und Fehler sofort überdacht werden konnten.

Was mir an dem Kurs besonders gefallen hat, ist die solide Grundlage, die wir für unsere nächste Gruppenmoderation mit auf den Weg bekommen haben.
Wer jetzt Lust aufs moderieren und visualisieren hat, kann Birgits Kurs hier in Bremen besuchen. Der findet Do – Sa (9.9. – 11.9.) auf der informatica statt.

Maria

informatica-Wiki

Kennt Ihr schon das informatica-Wiki? Die "Zeitung" stellt seit der if 2003 den Teilnehmerinnen und Dozentinnen der informatica in Bremen bzw. Baden-Württem-berg und der ditact in Salzburg diese Möglichkeit des Austausches zur Ver-fügung. Jede kann hier mitschreiben und -diskutieren, selbst neue Seiten anlegen usw.

Im Wiki findet Ihr auch alles Mögliche, was Euch während der zwei Wochen des Sommerstudiums in Bremen weiterhelfen kann: diverse Freizeit-Tipps, Kino- und Theaterprogramme etc., aber auch so Nützliches wie Notfall-Adressen und -Telefonnummern.


Schaut doch einfach mal rein!



http://zeitung.informatica-feminale.de/kwiki

 Rike

von Rike

Die Informatik und der Film

Hintergründe zur aktuellen Umfrage "Filmgenre"

Da ich schon mit einigen Informatik-Ladies diverse Filmabende verbracht habe, gibt es hier ein kurzes Plädoyer für die gepflegte Unterhaltung – abends oder auch zwischendurch. Vielleicht war die eine oder andere von Euch ja mit mir in "Tron" (Kult), "AI" (naja), "LOTR" (auch Kult) …

Krimis, Thriller, Spannung. Das ist immer gut, besonders in der Spätvorstellung im Kino. Denn da schläft frau dann nicht so leicht ein. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle die unblutigen Stücke. Oder gar solche, in denen nicht ein Tropfen Blut zu sehen ist. Die Kunst besteht doch darin, Spannung zu erzeugen und über den gesamten Film bis zum Show-Down zu erhöhen. Nicht in simplen Effekten. Mein Krimi-Tipp ist "Sneakers".

Andere Titel erfreuen sich ebenfalls weiter Verbreitung und tiefer Kenntnisse, zum Beispiel "Eine kurze Geschichte der Zeit", das nicht nur als Buch sehr gefragt ist. Auch die anschaulichen Erklärungen des Prof. Lesch in BR alpha reißen so manche zu Begeisterungsausbrüchen hin. Zu Recht.

Kommen wir zum Thema Romantik. Es wird erzählt, dass das sowieso alle Frauen mögen. Hm. Da wäre ich vorsichtig. Andererseits … gibt es wirklich welche unter Euch, die "Thelma&Luise" gar nicht mögen? Oder "Whalerider"? (Nein, das ist nicht Doku.) Und außerdem oute ich mich hiermit und nenne noch "Harry&Sally", was aber durchaus auch nostalgische Gründe haben mag.

Dass Informatik und Science-Fiction irgendwie stark zusammen hängen, wissen wir spätestens seit Brigittes Vortrag. Was macht aber die Faszination der Informatikerin für den Fantasy-Film aus? Oder gibt es eine unter Euch, die nicht alle drei Herr-der-Ringe-Filme gesehen hat? Oder Harry Potter?

Worunter fallen eigentlich "Chihiros Reise ins Zauberland" oder die Augsburger Puppenkiste? Ich würde sagen, dass ist Kunst. Oder doch Kinderfilm? Letztere Bezeichnung wird nur leider oft mit mangelnder Qualität gleich gesetzt. Dabei gibt es so viele sehr gute Filme, die auch für Kinder geeignet sind und trotzdem Erwachsene ansprechen. "Shrek" ist ja auch vielschichtig.

 Maria

von Maria

Die Redaktion stapelt

Wer stapelt mit?

Foto Wie bereits berichtet, stapeln die Bremer. Und wir stapeln (alle) mit: In der Redaktion ist bereits sowas wie "Stapelfieber" ausgebrochen. Da werden Dinge aufeinander gestellt, das könnt Ihr Euch nicht vorstellen. Selbst vor Lebendigem wird nicht zurück geschreckt. Hoffentlich passiert da nicht noch was …

Wettbewerb

Foto Zur Erinnerung: Wir von der Zeitung rufen Euch auf, auch solche Stapelbilder zu machen. Ob gemalt und gescannt, per Grafikprogramm komponiert oder einfach als Foto. Reicht ein, was die Ideen hergeben. Natürlich hindert Euch niemand daran, den Computer bzw. die Informatik irgendwie einzubeziehen … wir sind schon sehr gespannt!

Wer findet den Fehler im Schaf-Maus-Igel-Foto? Das ist nämlich gepfuscht. Mit Absicht! Das kann dann auch wirklich nicht in den Sack mit den gültigen Einreichungen rutschen. Weil da natürlich die Redaktion nicht mitmachen darf – schließlich gibt es wertvolle Preise. Falls genug Bilder zusammen kommen, können wir auch eine Ausstellung organisieren.

Foto

So, und jetzt ran an Kamera, Skizzenblock oder Grafikprogramm. Zeigt uns, dass Informatik und Kunst sich sich ideal ergänzen!

Mehr und her – mit Euren Werken:
zeitung(at)horus(dot)de

 Maria für die Redaktion

von Die Redaktion

Nachwuchsprojekt in Berlin

Heute Schülerin und Morgen Technologin!

Was ist eigentlich eine Informatikerin? Schon mal eine getroffen?

Was macht eine Wissenschaftlerin? Hantiert sie wirklich nur mit Formeln und Zahlen? Oder steckt noch mehr dahinter?

Wenn Schülerinnen herausfinden möchten, wie Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen unsere Umwelt und unsere Gesellschaft mitgestalten, dann sollten sie zum Techno-Club kommen.

Foto

Was ist der Techno-Club?

Der Techno-Club ist ein Projekt der Technischen Uni Berlin, das jungen Frauen ermöglicht, das riesige Feld der Natur- und Ingenieurwissenschaften interaktiv zu entdecken. Sechs Studentinnen und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin aus diesen Fachbereichen sind seit 2001 dabei, das Projekt mit Leben zu füllen.

Was bietet der Techno-Club?

Schülerinnen können Mitglied im Techno-Club werden und so:

  • An der eigens für Schülerinnen konzipierten Techno-Club
    Veranstaltungsreihe an der TU Berlin teilnehmen. Dazu gehören

    • Bibliotheksführungen
    • ein Perspektiven- oder Themencafe
    • Schnupperveranstaltungen in unterschiedlichen Fachbereichen

    Im Perspektiven-Cafe erfährt frau in gemütlicher Atmosphäre von Fachfrauen, wie das Berufsleben wirklich aussieht, und Fragen werden kompetent beantwortet. Bei Themenabenden kann mit Studentinnen und Referentinnen über verschiedene Themen diskutiert werden (Themenvorschläge willkommen)! Bei den Schnupperveranstaltungen gibt es einen praktischen Einblick in die Fachrichtungen.
     

  • Betreute Schülerinnen AGs: Mit Schülerinnen
    verschiedener Schulen zusammen den ersten Semesterplan
    zusammenstellen, um gemeinsam das studieren auszuprobieren und
    die Universität von innen zu erkunden
     
  • Vorteile an der Uni genießen, die sonst nur Studentinnen haben, nämlich

    • kostenloser Bibliotheksausweis für alle Bibliotheken der TU Berlin
    • Erwerb der Mensa-Karte, um an der Uni zu Studentinnenpreisen zu essen
    • die Möglichkeit, mal einen Tag lang einer Studentin über die Schulter zu schauen, um so den Uni-Alltag mitzukriegen
    • kostenloser Zugang zum Computerpool an der TU Berlin

Einfach mal Mitglied werden

Mitglied werden können alle Schülerinnen der gymnasialen Oberstufe, also ab der 11. Klasse. Ein Anmeldeformular gibt es auf der Techno-Club-Website. Die Mitgliedschaft dauert bis zum Ende der Schulzeit. Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen, mitzukommen. Bei jeder Veranstaltung ist es möglich, Mitglied zu werden.

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 Maria mit freundlicher Unterstützung von Inka Greusing vom Techno-Club

von Maria

Digitaler Blick

Buchrezension

Grundkurs Digital Fotografieren

Cover Ganz ehrlich, ich hatte mir ein bisschen mehr von dem Einführungsband erwartet. Die vielen Themen machen das Buch zwar zum Nachschlagewerk. Möchte frau aber etwas tiefer gehen, z. B. bei Kompositions- und Gestaltungsfragen, ist schnell das Ende der Fahnenstange erreicht.

Nach einigen technischen Details und Hilfen für die Kaufentscheidung erfährt die Leserin Grundlegendes zur Bildkomposisiton und zu verschiedenen Darstellungskategorien. Sehr interessant, leider viiiiieeel zu kurz! Der Übergang zu den gängigen Bildbearbeitungshilfen war denn auch etwas abrupt. Trotzdem ist dieser Teil des Grundkurses lehrreich. Denn auch Fortgeschrittene dürften hier noch das ein oder andere neue Detail entdecken.

Zum Schluss kehrt der Autor wieder zur Technik zurück; diesmal nicht die der Kamera und Speichermedien. Hier geht’s um den Output. Also der Weg aus der Kamera heraus in den Rechner; vom Rechner zum Betrachter. Per Drucker, elektronischer Präsentation oder gleich als Poster, Kalender etc.

Im Anhang listen Tabellen wichtige Daten auf, darunter Bildformate, Farbdaten, Bild- und Dateigrößen, Rasterweiten, Speicherkarten … Ein Glossar fasst die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen zusammen. Auch das Literatur- und Quellenverzeichnis ist ergiebig; darunter viele Internetquellen und URLs zu kostenlosen Tools.

Fazit: Weniger Breite, dafür mehr Tiefe ist wünschenswert; für den Preis aber ein guter Einstieg.

Themen

  • Kameras und ihr Zubehör
  • Kamera-Anschaffung
  • Kompositionsschemata und Gestaltung
  • Motive in Szene setzen
  • Bearbeitung der Aufnahmen
  • Was machen mit den fertigen Bildern?

Jürgen Gulbins: „Grundkurs Digital Fotografieren. Kameratechnik, Bildkomposition, Bildbearbeitung, Bildverwaltung“. dpunkt 2004. 29,- EUR (D) / 29,90 EUR (A). ISBN 3-89864-252-6.

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Maria

von Maria

Aufzug fahren für Fortgeschrittene

Aufzug fahren für Fortgeschrittene

Der Elevator-Pitch

Damals, im Amerika der Achtziger, hatten die Vertriebler ein Problem. Sie kamen an die wichtigen Leute nicht ran. Hm. Was jetzt? Wie die neuen Ideen kund tun? Da bot sich die Gelegenheit: Lift fahren mit dem Boss. So entwickelte sich eine Art Power-Präsentation, Überzeugungsarbeit in 30 Sekunden.

Foto Nun will ich nicht behaupten, dass hiesige Aufzüge genauso schnell fahren. Aber die Idee ist ja gar nicht mal schlecht. Frau denke nur an Jobbörsen oder Karrieremessen. Ganz zu schweigen von diesen unglaublichen Zufällen, dass man auf dem Campusfest arbeitgebenden Alumnis über den Weg läuft. Prinzipiell lässt sich diese Technik natürlich auch für andere Zwecke nutzen. Die konkrete Anwendung bleibt da ganz der geneigten Zeitungsleserin überlassen…

Wie funktioniert’s?

Zielperson möglichst genau spezifizieren

Will ich einen Arbeitgeber überzeugen, dass ich die Richtige für den Job bin? Möchte ich meiner/m Professor/in meine Idee für eine Abschlussarbeit schmackhaft machen? Möchte ich dem Journalisten mein Forschungsprojekt als interessante Story verkaufen? Also bitte erst mal recherchieren, wie der Alltag der Zielperson aussieht, welche "Sprache" sie spricht, welche Schlüsselwörter es gibt.

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Thema festlegen und komprimieren

So, erstmal aufschreiben, aufmalen oder sonstwie vergegenwärtigen, was ich überhaupt rüberbringen will. Dazu gehört auch gründliche Recherche, besonders für die Argumentation, die später in der Überzeugungsphase entscheidend ist. Das Ganze kann ja auch erst mal ins Unreine aufgezeichnet werden. Danach geht es dann ans Kürzen. Dabei hilft es ungemein, wenn noch jemand redigiert, zuhört oder das Versuchskaninchen spielt. Klar: Hier kommt mir die Vorarbeit zugute, die Zielperson zu durchleuchten.

Begeistern

Ganz wichtig ist, dass ich meine eigene Begeisterung ausdrücke. Dann lässt sich (meist) auch das Gegenüber mitreißen. Ist vielleicht manchmal schwierig, weil auch mal Dinge auf dem Plan stehen, die mich nun nicht absolut aus den Latschen hauen. Da hilft dann ein bisschen schauspielerisches Talent. Das hat jede! Frau denke nur an ihre letzte Klausurbesprechung zurück: "Klar weiß ich, dass da noch ein Zwischenschritt ist. Den habe ich aus Trivialitäts- und Platzgründen weggelassen."
Außerdem unschlagbar: Treffende Metaphern und Vergleiche. Möglichst drastisch, das prägt sich besser ein.

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Überzeugen

Wie kann ich mein Gegenüber überzeugen? Indem ich unsere Ziele auf einen Nenner bringe. Also überlege ich mir, welchen Nutzen ich meiner Zielperson bieten kann. Zum Beispiel, wie sich der Unternehmenserfolg durch meine Idee vergrößern lässt. Zu abstrakt? Ein Beispiel: Für mein Leben gern makle ich an schlechter Software rum. Dafür möchte ich gern bezahlt werden. Also erzähle ich einem potentiellen Arbeitgeber, dass Studien belegen, xyz Prozent der Kunden (=Benutzer!) nur dann wieder kommen, wenn sie die Software benutzen können statt über sie nachdenken zu müssen.

Abschluss

Besonders rund erscheint der Pitch, wenn ich am Ende wieder etwas vom Anfang aufgreife. Dazu formuliere ich noch deutlich, was ich von meinem Gegenüber erwarte. Last, but not least: Der elegante Abgang. Sowas wie einen schönen Tag wünschen passt immer. Besser noch ist es, etwas aus dem Gespräch aufzugreifen. Das kann z. B. sein, dass Sie dem Boss eine erfolgreiche Dienstreise wünschen. Oder dem Professor interessierte und interessante Studenten im beginnenden Semester.

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Testläufe für den vollen Erfolg

Wie bei jedem Projekt gilt es auch beim Elevator-Pitch, vor dem offiziellen Freischalten gründliche Testläufe zu absolvieren. Da müssen dann eben die Leute in meinem Umfeld herhalten, bis alles sitzt. Vielleicht ist das ja auch mal als Party-Spiel zu gebrauchen? So als Einstieg, und um Hemmungen abzubauen. Immer dran denken: Der mögliche Nutzen ist oft größer als erwartet. Also, Mädels, nur keine falsche Bescheidenheit. Eine [zugegeben, amerikanische, Anm. der Redaktion] Studie besagt, dass Karriere nur zu 10% auf Leistung beruht. Der Rest sind Selbstpräsentation und (persönliche) Netzwerke. Und die wiederum lassen sich leicht knüpfen, wenn frau die eigene positive Ausstrahlung ausreizt.

Du kannst das!

Links
Weblogging "Elevator Pitch" Competition
Die Idee für diesen Artikel lieferte eine Meldung auf www.CampusChances.de

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 Maria

von Maria

Getaggte Daten

Buchrezension

XML-Datenbanken

Cover Seemann gibt in seinem Buch einen Überblick über das Thema XML-Datenbanken. Dazu gehören auch Ablagemöglichkeiten von XML-Dokumenten in relationalen und objektorientierten Datenbanken. Je nach Einsatzwunsch reicht ja schon eine simple „Übersetzung“ von XML-Elementen und -Attributen in die herkömmlichen Datenbankmodelle.

Reicht eine einfache Abbildung der Daten nicht mehr aus, so kommen neue Datenbankmodelle ins Spiel. Wie die Speicherung selbst gehört noch mehr zu einer Datenbank: Entwurf, Suche und Anfragen, Zugriffsrechte etc. Alle diese Themen werden aufgegriffen. Ein Schwerpunkt des Titels liegt auf aktuell verfügbaren XML-Datenbanken, die gegenübergestellt werden. Der Autor nennt die Vor- und Nachteile verschiedener Lösungen.

Wer jetzt direkt loslegen will, ist mit der beiliegenden CD gut bedient. Dort gibt es alle Beispielprogramme, Quellcode, Editoren und Tools.

Fazit: Eines der ersten deutschsprachigen Bücher zum Thema. Umfangreich, aber nicht erschöpfend.

Themen

  • XML in Datenbanken
  • Indizierung, Suche, Kompression, Zugriffssteuerung
  • Definition: XML Schema, RelaxNG, Schematron
  • Manipulation: XUpdate, SiXDML
  • Anfragen: XPath, XQuery
  • APIs: XML:DB
  • eXcelon, infonyte, Tamino, Xindice
  • Weitere native XML-Datenbanken

Michael Seemann: „Native XML Datenbanken im Praxiseinsatz“. Software & Support Verlag 2003. 34,90 EUR (D) / 35,90 EUR (A). ISBN 3-935042-35-3.

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Maria

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