JavaScript

Buchrezensionen

JavaScript für Einsteiger
JavaScript-Taschenbuch JavaScript Einführung

JavaScript für Einsteiger

Cover
In bewährter KnowWare-Manier gibt es für wenig Geld eine knappe,
aber gute Einführung mit praktischen Beispielen.
Zuerst erläutert Baier kurz die Grundlagen: Software, HTML und Einbinden von JavaScript in HTML.
Danach kommt das Hello-World-Programm mit und ohne Paramter daher.
Das nächste Kapitel widmet sich dem Event-Handler.
Funktionen und Variablen werden eingeführt, ebenso wie mathematische Operationen,
Schleifen und Bedingungen.
Zur Vertiefung folgen die Standardobjekte und Strings.
Eigene Objekte, Arrays und Frames runden die Themenpalette ab.
Nicht zuletzt gibt es Beispiele. Ein Euro-Rechner, ein Spiel und ein in JavaScript
realisierter Explorer zur Navigation durch eine Website machen Lust auf mehr.
Als wichtige Nachschlageseite gibt der Autor eine Übersicht reservierter Wörter an.
Wie immer gefällt mir der Stil. Wie auf der informatica gibt es auch hier nur das „Du“,
was gut zum Gerade-Kopiert-und-Gebunden-Feeling des Heftchens passt :-)

Martin Baier:
„JavaScript für Einsteiger“.
KnowWare 2002. 4,- EUR. ISBN 87-90785-23-1.

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JavaScript-Taschenbuch

Cover
Aus der Reihe der bhv-Taschenbücher habe ich das zweite Scriptbuch ausgesucht.
Vorteil hier ist das kompakte Format, das es als Zuglektüre brauchbar macht.
Die beiliegende CD-ROM enthält neben den Programmbeispielen kommentierte Linklisten
und weitere Tools. Leider ist die ECMAScript Language Specification auf der CD
nur als Worddokument verfügbar
– zumindest in meiner alten Ausgabe des Buchs.
Nichtsdestotrotz ist das Buch für den Preis enorm umfangreich,
was der Verlag durch die relativ kleine Schriftgröße erreicht.
Darunter leidet die Lesbarkeit aber nicht wesentlich,
weil das Layout durchaus den Lesefluss unterstützt.
Im Anhang finden sich nützliche Dinge wie die Befehlsreferenzen,
die Linktipps von der CD, kurze Erklärung von FTP-Transfer,
HTML-Sonderzeichen nach ISO-Latin-1 und eine Hexadezimal-Farbtabelle. Nein, die ist nicht farbig…

Insgesamt gefällt mir das Buch durch das Preisleistungsverhältnis
und seine Reisetauglichkeit.

Einige der Themen:

  • Installation, Einführung und Voraussetzungen
  • Praxis: Einbinden, Dialogboxen, Objekte, Fenster
  • Technik: Browser erkennen, mit Zeiten arbeiten
  • Datenbank mit Arrays, DHTML, eigene Objekte
  • Grafische Entwicklung von JavaScripts

Michael Seeboerger-Weichselbaum:
„JavaScript inkl. Version 1.3“.
bhv-Taschenbuch 1999. ca. 15,- EUR. ISBN 3-8287-5020-6. CD-ROM.

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JavaScript Einführung

Cover
Ja, das ECMA-Script gibt’s auf dieser Buch-CD als pdf.
So, da das geklärt ist: Der Acrobat Reader ist mit dabei,
und zwar für Mac und Win, außerdem JDK 1.4 für Linux und Win.
Desweiteren gibt es die JavaScript-Doku und FAQs.
Schließlich noch ein paar Trial-Versionen von Macromedia-Webtools.

Die Kapitel werden jeweils abgeschlossen durch Übungen, deren Lösungen der Autor bereithält,
und zwar im Buch und in MyGalileo. Das ist die Verlagswebsite, auf der frau mit
dem angegebenen Zugangscode zu Begleitmaterialien des Buches kommt.

Auf 600 Seiten gibt es von der Geschichte von JavaScript bis zu Web-Services
jede Menge Inhalt:

  • Programmierung in zwei Teilen
  • Fenster mit und ohne Frames
  • Arbeiten mit Grafiken
  • Musik, Events und Cookies
  • Formulare
  • DHTML für verschiedene Browser
  • Fehler abfangen, finden und debuggen
  • …und noch mehr

Im zweiten Teil gibt es eine Kurzeinführung in Java.
Ameise und Ameisenbär im selben Buch. Nun gut.
Auch DOM und signierte Skripte haben ihren Platz gefunden.
Icons für Hinweise, für Warnungen und Browserunterschiede
dienen als Eyecatcher. Nichts dagegen einzuwenden, im Gegenteil.
Warum aber müssen die Browsertypen
einen defekten Duschkopf als Icon bekommen? Oder ist es ein tropfender Telefonhörer?

Wie von Galileo gewohnt, bekommt frau mit dem Band ein solides Buch mit aktuellen Infos
auf der zugehörigen Website. Nach der 4. Auflage sind viele Fehler beseitigt,
so dass frau guterdinge loslegen kann.

Chritian Wenz:
„JavaScript“.
Galileo Press 2002. 39,90 EUR. ISBN 3-89842-234-8.
CD-ROM.

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Wie immer:
Eure Buchtipps 2002.

Maria

von Maria

Das Contact & Science Center

Das Contact & Science Center

Wissen vermitteln – Kompetenz aufbauen – Fähigkeiten fördern

C+SC-Logo
Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen steht hier im Mittelpunkt.
Das Portal führt KnowHow von Studierenden
einerseits und Hochschulassistenten, Unternehmern sowie
Führungskräften im Ruhestand andererseits zusammen. Und das über alle
Fachrichtungsgrenzen hinweg.

Diskussionen über Themen wie Projektmanagement und Web-basierte Systeme habe ich schon gefunden.
Das Forum verlangt jetzt aber nach mehr Leben. Zur Community habe ich Herrn Schmidt befragt,
einen der Aktiven.

Maria: Wie ist das Portal entstanden?

Herbert Schmidt:
Ich habe schon 1999 begonnen, das Internet und seine Möglichkeiten den
Seniorinnen und Senioren näher zu bringen.
Daraus sind sieben Internetcafes "Von Senioren für Senioren" geworden.
Meine Erfahrung im Projektmanagement hat gezeigt, dass die
Weitergabe von Erfahrungswissen ein wichtiger Punkt ist. Weiter
ist ein funktionierendes Netzwerk oft von großer Hilfe.
Kontaktaufnahme mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg,
Lehrstuhl BWL und Wirtschaftsinformatik, und Direktansprache von Prof.
Dr. Thome, hatte gleich Erfolg.

Sehr schnell wurden wir uns
einig, dieses Projekt gemeinsam zu machen.
Der erste Internetauftritt verzeichnete in dem
Diskussionsforum schon einen guten Besuch, obwohl kaum Werbung für
das Portal gemacht worden ist.
Allerdings sind die Wunschbesucherzahlen noch längst nicht erreicht.
Ab Beginn 2003 wurde dann ein CMS-basiertes Portal in Betrieb genommen.

Maria: Worin liegen die Schwerpunkte des Portals?

Herbert Schmidt:
Im Augenblick liegt der Schwerpunkt im Forum selbst, soll aber ausgebaut
werden durch Veröffentlichung von Artikeln über Fachthemen
aus Projektmanagement, IT, Netzwerk, Coaching.
Der Newsletter spielt im Augenblick eine untergeordnete Rolle, weil noch
Mitstreiter fehlen, die für Inhalt sorgen können.

Maria: Aus welchen Bereichen kommen die Experten?

Herbert Schmidt:
Bisher kamen die Experten aus dem eigenen Netzwerk bzw. wurden durch
Veröffentlichung des Projektes in Mailinglisten gefunden. Besonderes
Beispiel ist Henry A. Wolpert aus den USA, gebürtiger Würzburger. Seine
Beiträge im Forum zum Thema "Praxiswissen aus USA"
sind schon ein gutes Beispiel dafür.
Ich finde weitere Experten oft durch Direktansprache von Firmen und
ehemaligen Kollegen und Mitarbeitern.

Maria: Wer kommt als Erfahrungsgeberin und Erfahrungsgeber in Betracht?

Herbert Schmidt:
Alle, die bereit sind, ihr Erfahrungswissen weiter zu geben. Kritische
Beiträge sind genau so erwünscht wie reiner Sachvortrag.
Mehr Aktivität wünsche ich mir bei den Fragestellern und bei
Autoren, die bereit sind, Artikel oder News zu schreiben.

Maria: Veranstalten Sie auch Offline-Treffen im richtigen Leben?

Herbert Schmidt:
Ja, bisher aber nur an der Universität Würzburg.
Weitere Offline-Treffen würde ich gerne machen.

Maria: Gibt es beim Contact & Science Center Informatikerinnen?

Herbert Schmidt:
An der Universität selbst ja, ist ja dort ein Studienzweig, das CSC
selbst hat keine festen Mitarbeiterinnen aus dem Fachgebiet Informatik.
Es wäre aber wünschenswert, wenn wir uns hier erweitern könnten.

Maria: Ist Frauenförderung ein Thema für das Contact & Science Center?

Herbert Schmidt:
Wir betrachten uns als Community, die allen offen steht.
Durch Veröffentlichung des Artikels WIP – Women in Project Management
von Ulrike Holzberger, wollte ich auch zum Ausdruck bringen, dass in
vielen Bereichen gerade die Frauen es sind, die für Führungsaufgaben
prädestiniert sind.

Maria: Obwohl Sie eigenen Aussagen zufolge Ihren Fokus auf
betriebswirtschaftliche Themen legen, gibt es viele interessante Themen aus der Informatik,
Software-Entwicklung, XML etc.
Planen Sie, diesen Bereich auszubauen?

Herbert Schmidt:
Nicht nur Betriebswirtschaft, sondern auf alle Themenkreise, bei denen
Fragen gestellt werden. Naturgemäß kamen die ersten Anfragen aus der Uni zu BWL und
Wirtschaftsinformatik.
Gern würde ich was sehen, das sich z. B. mit XML beschäftigt.

Vielen Dank für das Interview, Herr Schmidt.

  Erreichbar unter
http://csc.stufr.de

Na los, Studentinnen,
fragt einfach mal!

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 Maria

von Maria

Selbstbewusst und effektiv

Buchrezensionen

Mit erhobenem Kopf
Wege zur Effektivität

Mit erhobenem Kopf

Cover
Der Autor des Buches ist praktischer Arzt in England. Er schreibt sehr praxisnah:
Kurze Kapitel, viele Fallbeispiele, kein Kauderwelsch.
Der Titel sagt leider nicht wirklich das aus,
worum es in dem Buch geht. Nämlich:
„Wahrscheinlich hätten wir alle gern ein wenig
mehr Selbstvertrauen.“
In der Einleitung wird also doch schon die Katze aus dem Sack gelassen ;-)

Natürlich ist Selbstvertrauen die Voraussetzung für die im Untertitel versprochenen
Eigenschaften. Wollen wir also nicht zu streng sein. Zurück zum Inhalt:
Es werden verschiedene Situationen angesprochen, für die frau
gern (mehr) Selbstvertrauen hätte, von Prüfungssituationen
über private Anlässe bis hin zu Arbeitslosigkeit und beruflicher Präsentationspflicht.

Nach der Grundlagenforschung – Gründe für mangelndes Selbstvertrauen
und Motivation zur Selbstanalyse –
zeigt Hambly Wege zum Ziel auf. Kleine Schritte,
die zusammen genommen viel bewirken können.
Wer nicht erwartet, nach der Lektüre des Buches ganz von selbst
vor Durchsetzungskraft zu strotzen, sondern bereit ist,
sich auf die harte Arbeit dafür einzulassen,
findet gute Anhaltspunkte für die Vorgehensweise.
Und die beruhigende Gewissheit, dass frau mit ihrem Problem nicht allein
auf der Welt ist.

Dr. med. Kenneth Hambly:
„Mit erhobenem Kopf. Ich bin es mir wert!
Selbstwertgefühl, Stolz und Durchsetzungskraft gewinnen“.
Oesch Verlag 2003. 12,90 EUR (D) / 13,30 EUR (A). ISBN 3-0350-0017-4.

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Begleiter auf den 7 Wegen zur Effektivität

Cover
Effektivität lernt frau hiermit nicht! Für alle, die jetzt noch weiterlesen:
Die 7 Bände enthalten Zitate, Aphorismen, Kurzgeschichten und Gleichnisse,
die zum Nachdenken über das eigene Leben bzw. die eigene Arbeitsweise anregen.
Tenor in allen Bändchen: Finde Dein Ziel, bleibe authentisch und ergreife die Initiative.
Wer Handlungstipps sucht, findet kaum welche.

Mir ist nicht ganz klar geworden, nach welchen Kriterien die Herausgeber die Zitate
für die Themen Freiheit, Vision, Sinn, Gewinn, Vertrauen, Kreativität und Erneuerung
eingeordnet haben.
Als Ergänzung zu handfesten Ratgebern können die Erkenntnisse
aus Star Trek, von Ally McBeal und echten Menschen aber durchaus Denkanstöße geben.

Stephen R. Covey (Hrsg.):
„Begleiter auf den 7 Wegen zur Effektivität“.
campus 2002. 69,- EUR. ISBN 3-593-37079-4.

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Auch zu diesen Themen gibt es mehr in
Euren Buchtipps 2002.

Maria

von Maria

Internetbibliothek

Bewertete und kommentierte Internetquellen

Wer sich für brauchbare Surftipps interessiert, kann sich über den Dienst
der deutschen Internetbibliothek freuen.
Das Wissensportal der Bibliotheken stellt kostenlos kommentierte und einheitlich bewertete
Informationen aus dem Internet zusammen.
Fachleute sitzen täglich daran, den Linkkatalog zu aktualisieren und
so die hohe Qualität des Angebots zu erhalten.

Besonders loben möchte ich den Email-Service: Einfach eine Frage aus einem beliebigen Wissensgebiet
an eine Bibliothekarin oder einen Bibliothekar schicken, die sich sehr schnell um die Lösung
kümmern. In einem Selbsttest war die Antwortmail am selben Tag in meinem Postkasten.

Neugierig hab ich mich mal durch das Menü gehangelt.
Das ist dabei herausgekommen:

  layoutComputer & Internet
  layoutInternet
  layoutInternet für Einsteiger
  layoutOrganisation & Entwicklung
  layoutWorldWideWeb
  layout   Die Suchfibel … Details
  layoutSprachen & Editoren
  layoutEigene Homepage & Webdesign
  layoutMail & Chat
  layoutWebPhone & WebTV
  layoutProgrammierung
  layoutSicherheit
  layoutIT-Neuigkeiten
  layoutComputer-Spiele
  layoutRobotik
  layoutLernen im Netz
  layoutInternetportale
  layoutWarentest
  layoutNetzwerke
  layoutBetriebssysteme
  layoutOnline-Recht
  layoutTipps & Tricks
  layoutSoftware

Einziger Kritikpunkt: Nicht alle Rubriken führen zu Internetquellen.
Manchmal erscheint die Meldung, dass es hier nichts gibt,
so dass frau eventuell vergebens bis in die letzten Gefilde vordringt. Zur Ehrenrettung
des Portals kann ich aber sagen, dass es sich lohnt, dort zu recherchieren.

Screenshot



Die Detaildarstellung einer Quelle inklusive Bewertung zeige ich hier als Screenshot,
sozusagen als Anschauungsmaterial.

Screenshot
Ach ja, die Bewertung. Es gibt drei Kriterientypen: Inhalt, Navigation sowie Aufbau & Gestaltung.
Für jedes Kriterium gibt es Punkte von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut),
also ein bisschen reziprok zum normalen Notensystem. Daraus ergibt sich die Gesamtbewertung,
wobei die Summe aus den verdoppelten Inhaltspunkten und den einfachen Werten der anderen Kriterien errechnet.
Quellen werden nur dann veröffentlicht, wenn sie mindestens drei Punkte
in der Gesamtbewertung erreichen.

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Kriterien im Einzelnen

Inhaltskriterium

  • Information (formale Korrektheit, Informationstiefe und -breite…)
  • Kompetenz (Verfasser, relevante Links, weitere Quellenverweise…)
  • Anerkennung / Qualifikation (national oder international, privat bzw. kommerziell…)
  • Pflege (Aktualisierungsintervall, inaktive Links…)

Navigation

  • Navigationsstruktur der Website (schnell und einfach nachvollziehbar…)
  • Navigationsmöglichkeiten auf einer Seite (Buttons am oben und unten,
    interne Verlinkung…)
  • Startseite (zentrales Navigationselement, Rückkehrmöglichkeiten von allen Unterseiten…)

Aufbau & Gestaltung

  • Übersichtlichkeit (Anzahl der Ebenen und Klicks zur Information: max 3…)
  • Seitengestaltung (Kopf-, Fuß-, Kernbereich, Logo, Name, Navigations-, Inhaltsbereich)
  • Texte (Klare Gliederung durch Absätze und Überschriften…)
  • Typografie (Gute Lesbarkeit, Abstimmung von Schrift- und Hintergrundfarbe,
    Betonung der Überschriften…)
  • Grafiken (Angemessene Verwendung, Verdeutlichung von Inhalten…)
  • Animationen (störende Animationen, Beeinträchtigung der Lesbarkeit…)

Links:
www.internetbibliothek.de und dib@bertelsmann-stiftung.de
www.suchfibel.de
www.stadtbibliothek-bremen.de und zbinfo@edvserv.stabi.uni-bremen.de

 Maria

von Maria

Der intelligente Computer

Buchrezensionen

Maschinelle Intelligenz Genetic Programming
Handbuch der Künstlichen Intelligenz

Maschinelle Intelligenz

Cover
Nach der Einleitung mit einer kurzen Geschichte zur Künstlichen Intelligenz führt das Buch die Leserin
in das Thema ein. Viele Abbildungen und die Einbettung der erforderlichen Vorkenntnisse
machen der Leserin die Einarbeitung in die Maschinelle Intelligenz leicht.
So erläutern die Autoren im Kapitel zum Automatischen Beweisen erst einmal die
Prädikatenlogik anhand von Beispielen. Kurz, aber ausreichend.
Das Buch wirkt insgesamt sehr einladend, um in die Materie einzutauchen.

Im Kapitel über evolutionäre Algorithmen beschreibt Martina Gorges-Schleuter die
Verfahren, erklärt Gemeinsamkeiten und Unterschiede
und stellt auch Zusammenhänge zu anderen Bereichen her, z. B. zu den neuronalen Netzen.
Klassische Probleme wie das Traveling Salesman Problem dienen als Beispiele
und tragen zur Veranschaulichung bei.

Bei den vorgestellten Anwendungen kommen vor allem Roboterfans

auf ihre Kosten.
Großes biologisches Vorwissen ist übrigens nicht gefordert,
alle Evolutionsprozesse werden kurz und – wo möglich – anhand von
Abbildungen dargestellt.

Themen:

  • Logisches Schlussfolgern
  • Intelligente Systeme
  • Wissensdarstellung
  • Wissensverarbeitung
  • Suchverfahren
  • Fuzzy-Logik
  • Neuronale Netze
  • Neuro-Fuzzy
  • Evolutionäre Verfahren
  • Maschinelles Lernen
  • Kognitionspsychologische Aspekte

Zum weiblichen Teil des Autorenteams:
Frau Dr. Martina Gorges-Schleuter beschäftigt sich am Institut für
Angewandte Informatik des Forschungszentrums Karlsruhe mit
dem Einsatz Evolutionärer Verfahren für Optimierungsprobleme.

Frau Prof. Dr. Cosima Schmauch lehrt an der Fachhochschule Karlsruhe im FB
Wirtschaftsinformatik u. a. die Gebiete Software-Entwicklung und
Expertensysteme.
[Quelle: Vieweg]

Hubert B. Keller, Andreas Fick, Thomas Weinberger, Martina Gorges-Schleuter, Wolfgang Eppler,
Cosima Schmauch:
„Maschinelle Intelligenz. Grundlagen, Lernverfahren, Bausteine intelligenter Systeme“.
Vieweg Verlag 2000. 34,- EUR. ISBN 3-528-05489-1

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Genetic Programming

Cover
Das englischsprachige Buch hat auf mehr als 450 Seiten Einiges zu bieten. Was sich auch darin zeigt,
dass ich beim ersten Durchblättern schon sieben Lesezeichen verteilt habe…

Nach der obligatorischen Historie des Maschinellen Lernens
führen die Autoren relevante Kenntnisse aus Biologie und Mathematik ein.
Grundsätzliche Vorgehensweisen für evolutionäre Algorithmen
folgen dem auf dem Fuße.
Anschauliches Abtauchen ins Thema gewährleisten die Grundlagen der genetischen Programmierung,
z. B. Fitness und Selektion.
Die Umsetzung des Crossover, emergente Ordnung und die Verbesserung durch statistische Analyse
findet frau in den Tiefen des Buches.

Weiterführend für das Genetische Programmieren stellt das Buch Varianten dar
und diskutiert die Schnelligkeit der Programme.
Selbst Tipps für die Implementierung fehlen nicht.
Sehr interessant ist die Übersicht über die vielfältigen Anwendungen,
die bereits laufen. Zum Schluss gibt es den Ausblick, der die bereits bestehenden
Möglichkeiten, um realistische Zukunftsaussichten ergänzt..

Im Anhang gibt es neben den Quellen
(Bücher, Videos, Zeitschriften, Tutorien, FAQs, Forschung, Mailinglisten)
eine Übersicht über Software und schließlich eine Liste von GP-Konferenzen
und Workshops.

Wolfgang Banzhaf, Peter Nordin, Robert E. Keller, Frank D. Francone:
„Genetic Programming – An Introduction.
On the Automatic Evolution of Computer Programs and Its Applications“. 68,11 EUR.
Morgan Kaufmann Publishers 1998. ISBN 1-55860-510-X
dpunkt.verlag 1998. ISBN 3-920993-58-6

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Handbuch der Künstlichen Intelligenz

Cover
Als netter Einstieg in das weite Gebiet der KI
dient diese Übersicht und Einordnung der behandelten Teilgebiete.
Der 1000-seitige Wälzer gliedert sich in zwei Teile: Zuerst die Grundlagen und dann
weiterführende Theorien, Methoden und Anwendungen.
In Kapitel 3 informiert frau sich zuerst über natürliche neuronale Netze mit Nervenzellen,
synaptischer Übertragung und Neuroanatomie. Anschließend stellen die Autoren Methoden und
Modellbildungen künstlicher neuronaler Netze vor.
So wird auch hier der Leserin der Einstieg leicht gemacht.

Wie im Band „Maschinelle Intelligenz“
sorgen Beispiele und Pseudocode-Algorithmen für ein tieferes Verständnis.
Die Texte sind für ein Nachschlagewerk sehr leserfreundlich gehalten, die betrachteten
Gegenstände durch Formeln, Beschreibungstexte und Abbildungen gut veranschaulicht.
Die Kapitel beginnen mit einer verständlichen Einleitung, Motivation oder Problembeschreibung,
so dass frau sich nicht unverhofft in grauer Theorie wiederfindet.

Weitere Themen:

  • Kognition
  • Suche
  • Wissensrepräsentation und Logik, Knowledge Engineering
  • Automatisches Beweisen
  • Nichtmonotones Schließen
  • Constraints
  • Unsicheres und vages Wissen
  • Wissen über Raum und Zeit
  • Fallbasiertes Schließen und modellbasierte Systeme
  • Planen
  • Maschinelles Lernen und Data Mining
  • Sprachverarbeitung
  • Bildverstehen
  • Robotik
  • Software-Agenten

G. Görz, C.-R. Rollinger, J. Schneeberger (Hrsg.):
„Handbuch der Künstlichen Intelligenz.
Herausgegeben mit Unterstützung des Fachbereichs 1 ‚Künstliche Intelligenz‘ der
Gesellschaft für Informatik e.V.“.
Oldenbourg Wissenschaftsverlag 2003. 79,80 EUR. ISBN 3-486-27212-8

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Falls eine über Ostern was zu lesen sucht, gibt es immer noch
Eure Buchtipps 2002.

Maria

von Maria

Projekte managen und Wissen nutzen

Buchrezensionen

Software Engineering
Die Praxis des Knowledge Managements
Projektkompass Softwareentwicklung

Software Engineering im Unterricht der Hochschulen

Cover
Das handliche Bändchen gibt einen guten Überblick über verschiedene Lehrkonzepte. Anhand von Praxisbeispielen und Praktikumsberichten stellen die jeweiligen Beteiligten die Vorteile und Schwierigkeiten in der Umsetzung anschaulich dar. Für alle, die Praxis in die Lehre bringen wollen, finden sich Anregungen.
Leider ist der dünne Band mit 30,17 EUR nicht gerade billig, aber es sollten sich noch mehr im Fachbereich dafür interessieren, so dass sich die Anschaffung letztendlich doch lohnen kann. Für die Planung von if-Kursen ist es auch nützlich, wie ich finde …

Themen:

  • eXtreme Programming als Lehrform
  • Projektmanagement-Ausbildung
  • Einsatz von Werkzeugen
  • Java als Lehrsprache
  • Erfahrungen mit Software-Praktika
  • Einsatz von Prozessmodellen

Horst Lichter, Martin Glinz (Hrsg.): „Software Engineering im Unterricht der Hochschulen“. dpunkt.verlag 2001. 30,17 EUR. ISBN 3-89864-106-6, 108 Seiten.

Die Praxis des Knowledge Managements

Cover
Vorweg: Mir hat das Buch nicht sonderlich gut gefallen. Besonders negativ fallen doppelte oder fehlende Wörter (oder ganze Sätze…) auf, es wimmelt von Fußnoten und das Layout ist insgesamt sehr wuselig ausgefallen. Das macht das Lesen sehr schwer.

Das Abkürzungsverzeichnis enthält die verwendeten Akronyme, keine Feld-Wald-und-Wiesen-Abkürzungen wie „z. B.“ oder „gem. def.“ – weil das zum Allgemeinwissen zählt …? Die Akronyme tummeln sich sehr ausgiebig im Text. Ab und zu einen Begriff ausführlich aufzuschreiben, hätte den Lesefluss unterstützt. Manche Begriffe tauchen unvermittelt auf, bevor dann doch noch eine Definition oder Erklärung folgt.

Fazit: Schlechter Stil. Schade.

So sind die Checklisten und Diagramme zwar durchaus praxistauglich, aber die Leserin muss Wohlwollen mitbringen,
um sich z. B. durch Mikroschrift in Abbildungen nicht vertreiben zu lassen. Positiv aufgefallen ist mir die Angabe persönlicher Emailadressen für Anregungen und Fragen. Das Buch ist von einem Autorenteam geschrieben, das aus Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft „International Knowledge Management Research“ besteht. Es steckt also viel Erfahrung in der Theorie.

Andreas Heck: „Die Praxis des Knowledge Managements. Grundlagen – Vorgehen – Tools“. Vieweg Verlag 2002. 59,90 EUR. ISBN 3-528-05764-5

Projektkompass Softwareentwicklung

CoverZunächst zur Verwirrung: Carl Steinweg hat dieses Buch nicht geschrieben. Das ist lediglich das Pseudonym der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IT-Service Providers der Bertelsmann AG. Wer also ein Foto des Autors auf der angeschlossenen Website www.carl-steinweg.de sucht, wird enttäuscht werden ;-)

Das Buch richtet sich an Leute, die sich schon gut mit der Materie auskennen. Das Autorenteam setzt UML weder komplett voraus noch erklärt es diese Sprache ausreichend (oder besonders verständlich). Die beiden ersten Kapitel – Einleitung und Geschäftsanalyse – sind eher schwach. In den folgenden Abschnitten – Konzeption, Design – sieht es da schon besser aus. Dort überzeugt das Buch u. a. durch Checklisten für Nutzeranforderungen (Skalierbarkeit, Systemleistung, Benutzungsfreundlichkeit, Architektur, Datenschutz…) und eine Mindmap zur Machbarkeit. Visual Basic als eingesetzte Realisierungssprache ist (noch) up-to-date. Geschmackssache.

Es folgen Kapitel zur Einführung des fertigen IT-Systems, zum laufenden Betrieb und zum Projektmanagement. Die Themen Qualitätsmanagement, Software Configuration Management und Testen schließen das Buch ab. Für alle, die so wie ich bisher nicht wussten, was es heißt: Software Configuration Management besteht u. a. aus Versionsmanagement, Änderungs-, Produkt- und Prozessmanagement.

Carl Steinweg (bzw. Bertelsmann mediaSystems): „Projektkompass Softwareentwicklung. Geschäftsorientierte Entwicklung von IT-Systemen“. Vieweg Verlag 2002. 49,90 EUR. ISBN 3-528-35490-9

Falls eine mal mehr Lesestoff sucht, gibt es natürlich Eure Buchtipps 2002.

Maria

Easter Eggs

Die wahren Hintergründe

Screenshot
Immer mal wieder tauchen sie auf – die Easter Eggs. Das sind versteckte Elemente,
die Software das gewisse Etwas verleihen. Durch Anwendungsprogramme bekannt geworden, erweitern manche
Egg-Fans den Begriff auf Verstecktes in Websites,
Spielen, DVDs, Musik-CDs, in Filmen und sogar in Kunstwerken.

Das Programmieren von Anwendungen ist meist doch eine trockene Angelegenheit
– es geht um Ergonomie, Funktionsumfang, Fehlertoleranz, Deadlines.
So kamen die Entwickler auf die Idee, ihre Namen hinter geheimen Tastaturkürzeln
zu verstecken.

Ein solches Osterei steckt z. B. in StarOffice:
Öffnet frau über den Menüpunkt Hilfe
und die Option Info über Staroffice... das About-Fenster und gibt dann
[Strg] + sdt ein, läuft die normale Info-Ansicht nach oben heraus
und als Nachspann flimmern die Namen der Mitwirkenden über den Monitor.

Screenshot

Auch im Kino gibt es das Phänomen der Easter Eggs.

Wer "Star Wars Episode II:
Attack of the Clones" gesehen hat, hat vielleicht die Anspielung auf die
Fernsehserie Star Trek bemerkt.
In der Szene, wo Obi-Wan mit dem Premierminister die Einrichtung besichtigt,
direkt nachdem die Klonarmee eingeführt wurde, ist das Ei hineingelegt worden.
Obi-Wan fragt, wo der Bounty Hunter (Jengo Fett) ist, und die Zuschauerin
sieht verkehrt herum ein Modell des Raumschiffs "Voyager"
aus einer der Star-Trek-Staffeln – und das Modell ist gar nicht mal so klein …

Screenshot

Beim Netscape Navigator – hier in der 4er-Version – kommt frau schnell ans Ziel. Nach einem Surf mit
about:mozilla in der Adresszeile erscheint der wahre Grund,
warum die Entwickler ihrem Navigator den Namen Mozilla verliehen haben.

Auch die Brennsoftware Nero kann mit einem kleinen Credit-Gag aufwarten.
Screenshot
Unter dem Menüpunkt Hilfe findet sich die Info. Darüber kommt frau
zum About-Fenster. Dort kann sie mit einem Doppelklick die Credits erscheinen lassen.
Nichts für Seekranke: Mit jedem Doppelklick ändert sich die Art, wie die Schrift durch’s Bild
schwappt. Hohe Wogen, niedrige Wellen oder Raupengang …
Also auf jeden Fall irgendwie maritim und damit also bremengerecht.

Bei den Websites gibt es sogar auf der Bundestag-Site jemanden mit Humor.
Ein erfundenes Bundestagsmitglied
hat sich zwischen all‘ die ernsthaften Abgeordneten-Biographien gemogelt.
Oder hat eine von Euch schon mal was von Jakob Maria Mierscheid gehört?
Drei Politiker haben ihn sich vor über 20 Jahren ausgedacht.
Obwohl ich den Lebenslauf auch nicht viel unwahrscheinlicher finde als all‘ die anderen – Ansichtssache ;-)

Screenshot
Ebenfalls auf einer Website versteckt gibt es ein Spiel.
Wer in der Suchmaske estoyaburrido (span. für "mir ist langweilig") eintippt,
kommt direkt zu "Asteroids" – und ihr ist wohl für’s Erste geholfen.
Den Spiele-Klassiker gilt es online auszuprobieren.

Zum Schluss nochmal was aus der Filmwelt. Auf
www.meine-suche.de
ist ganz rechts ein kleines Pi-Symbol (naja, es sieht jedenfalls so ähnlich aus) zu sehen.
Ein Klick darauf führt zur Amazon-Seite, auf der die DVD "Das Netz" bestellt werden kann.
In dem Film spielt ein Pi auf dem Monitor eine entscheidende Rolle. Okay, der Film ist nicht
glaubwürdig, aber was soll’s. Ist halt Kino.

Ja, liebe Leserin (oder lieber Leser), jetzt bist Du dran. Wo ist das Osterei in der
heutigen Zeitungsausgabe?!?

Quellen:
www.mogelpower.de/easter/ (alle SW- und Website-Tipps)
http://www.eeggs.com/ (StarWars)

 Maria

von Maria

Das Linuxhotel

Lernen auf einem Felsen über der Ruhr

Linuxhotel 360 Grad Panomrama

In einer alten Fabrikantenvilla haben die Anbieter von Kursen rund um Linux und freie Software
modernes Equipment eingebaut. Oft bringen die Teilnehmer ihren Rechner mit,
um sich gleich am eigenen Gerät Linux-fit machen zu lassen.
Bemerkenswert ist die Vergabe von Restplätzen an Studierende
und andere einkommensschwache Computerfans. So ein Restplatz kostet
für ein Tagesseminar z. B. 60,- EUR, alles inklusive.
Als Motivation für die studi-freundliche Haltung gilt die
Entstehungsgeschichte von Linux.

Im Hotel geht es nicht nur um Linux, sondern auch um
Internet-Technologien, Firewalls, Sicherheit und CGI/LAMP-Programmierung.
Die Kurse gelten u. a. Entscheidern,
die daraufhin individuelle Lehrgänge für ihre Mitarbeiter
buchen können bzw. sollen. In jedem Kurs sitzen 5 bis 10 Teilnehmer,
die von 2 bis 3 Dozenten unterrichtet werden.

Schulungsraum
Die Begeisterung des Hotelbesitzers für Linux kommt nicht von ungefähr. Beim Überspielen
eines 15 Jahre alten kaufmännischen Verwaltungsprogramms in C von einer Uralt-Unix-Maschine
auf einen neuen Rechner war er völlig begeistert:
"… und wir
waren alle höchst überrascht, dass es praktisch auf Anhieb funktionierte!!!
… Die bewährten Programme konnten mit unglaublich niedrigem
Aufwand auf ein völlig neues System übernommen werden."
So stieg er um und hat sich nach eigenen Angaben inzwischen von Windows gelöst:
"… ein nicht ganz einfacher Weg, der sich aber lohnt".

Um das Gelernte sacken zu lassen,
kann frau sich vor Ort entspannen: Es gibt einen Park, Fahrradverleih, Ruhe- und Fitnessraum, Massagesessel,
Whirlpool, eine Sauna und eine kleine Bibliothek. Noch ein Auszug aus dem Veranstalterprospekt:
"Im Kaminzimmer … stehen 24 h am Tag diverse lose Teesorten bereit, tassenweise gemahlener Kaffee …
sowie verschiedene korrekt temperierte Weinsorten."
Auf den Zimmern mit Marmorbad gibt es einen Linux-PC mit Office-, Grafik- und anderen Programme
sowie Internetanschluss. Zum Frühstück MP3-Musik von der Festplatte und Heimkino vom
Linuxrechner lassen keinen Wunsch offen.

Reinhard Wiesemann, Inhaber des Hotels, und Anja Gerwinski, Dozentin im Linuxhotel,
haben sich den folgenden Fragen gestellt. Die Zitate in den Fragen stammen
von der Linuxhotel-Website.

Maria: Wie kam das Hotel zu seinen Linuxkursen?

Anja Gerwinski:
1999 suchten wir von der Essener Linux User Group über unsere Homepage einen Raum für unsere Linux-Veranstaltungen.
Daraufhin hat sich Reiner Wiesemann bei uns gemeldet, der sich für sein Hotel
noch eine besondere Nutzung vorstellen konnte.

Maria: "…ich habe mich inzwischen komplett von Windows gelöst"
Welche Unterstützung können Sie Umsteiger/innen von Windows auf Linux
geben?

Reinhard Wiesemann:
Es gibt zur Zeit folgende Angebote:

  1. Zum ersten Schnuppern, um einen ersten Eindruck zu bekommen:
    Unsere "Linux-Infopunkte"
  2. Hotelzimmer mit kostenlosem Linux-PC, auf dem alles wichtige
    installiert ist (Hotelgäste können also stundenlang probieren)
  3. Abendveranstaltungen der Essener Linux User Group in unserem
    Seminarraum jeden Dienstag ab 19 Uhr (Cafe) und ab 20 Uhr
    (Vortrag). Teilnahme ist kostenlos. Besonders interessant sind
    die Einsteigerabende jeden 1. Dienstag im Monat. Dies ist keine unserer
    Veranstaltungen, sondern eine User-Group-Veranstaltung, für die wir
    Einrichtungen, PCs und Räume zur Verfügung stellen.
  4. Diverse 5-Tages-Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und
    Spezialisten
  5. Abendkurs jeden Mittwoch.

Maria: Hatten Sie auch schon reine Frauenkurse im Hotel?

Reinhard Wiesemann:
Wir haben immer wieder auch Frauen in unseren Kursen als
Teilnehmerinnen. Reine Frauenkurse haben wir bisher nicht. Sobald aber
mindestens 5 Teilnehmerinnen zusammenkommen, können wir auch einen
Frauenkurs veranstalten.

Anja Gerwinski:
Ich habe vor ca. zwei Jahren auch einige der Abendkurse im Linuxhotel
gehalten, habe aber erst einmal eine Pause eingelegt, um mich auf
meine Promotion zu konzentrieren.

Eine Schulung nur für Frauen im Rahmen des Linuxhotels anzubieten,
habe ich damals ernsthaft durchdacht, aber den Gedanken wieder
fallengelassen. Die Frage ist: Gibt es genügend Kundinnen, die für so
einen Kurs zahlen? Meiner Einschätzung nach nicht. Die Frauen, die
eine Weiterbildung zur Linux-Systemadministratorin machen, sind es
gewohnt, mit männlichen Mitstudenten und Kollegen umzugehen und haben
meist keine Probleme damit, dass es auch männliche Teilnehmer gibt.
Wenn man männliche Teilnehmer ausschließt, kommen deswegen nicht
automatisch mehr Teilnehmerinnen.

Auf der anderen Seite gibt es sicherlich Frauen, die sehr unsicher im
Umgang mit dem Computer sind und denen ein reiner Frauenkurs
vielleicht mehr Sicherheit geben würde. Aber bisher habe ich den
Eindruck, dass es für absolute Anfängerkurse keine Interessenten gibt,
gleich welchen Geschlechts.

Maria: "… Es gibt grafische Oberflächen, Office-Pakete, Multimedia, DVD,
TV, MP3, Internet – es fehlt (fast) nichts"
Fast? Was fehlt?

Reinhard Wiesemann:
Wir haben alles das, was wir hier auch brauchen. Wir haben allerdings
keine Spezialprogramme, Branchenprogramme, …

Maria: "… offene und freundliche Atmosphäre"
Wie alt sind denn Ihre Teilnehmer/innen im Durchschnitt? Wie hoch ist
der Frauenanteil?

Reinhard Wiesemann:
Diese Fragen haben wir uns noch nie gestellt, weil sie für unseren
Tätigkeitsbereich nicht so wichtig sind. Uns geht es darum, den
Einstieg in Linux zu erleichtern und es hat keinerlei Bedeutung für
uns, ob Deutsche, Österreicher, Schweizer, Männer, Frauen, Jugendliche
kommen. Für keine dieser Gruppen kann ich Ihnen einen Anteil angeben.
Es gibt unzählige Blickwinkel, unter denen man jede Sache beleuchten
kann und es ist gut, dass es für alles jemanden gibt, der diese Aufgabe
übernimmt. Ihren Blickwinkel "Frauenanteil" haben wir bisher genauso
wenig beleuchtet, wie "Ausländeranteil", "regionale Verteilung der
Teilnehmer" und "Altersverteilung". Wir sind mit unseren diversen
Linux-Aktivitäten so ausgelastet, dass wir andere Aspekte zur Zeit nicht
hinzunehmen können. Aber, wie gesagt, wenn jemand sich für die Aufgabe
"Frauen an Linux heranführen" engagiert (und diese nicht einfach auf
uns abwälzen will ;-)), dann machen wir jederzeit mit großem Engagement
mit!!! Wir sind jederzeit gern bereit, mit Ihnen zu kooperieren und
z. B. ein Frauenseminar anzubieten.

Anja Gerwinski:
Das Alter ist gut gemischt. Ich würde mal sagen, 20 bis 50. Der
Frauenanteil liegt bei ca. 10 Prozent.

Maria: Wieviel weibliche Dozentinnen haben Sie z. Zt. und für welche Bereiche?

Reinhard Wiesemann:
Als wir Dozent/innen gesucht hatten, hatte sich keine Dame beworben,
deshalb haben wir im Hotel keine Dozentin. Später kam eine
Bewerbung von einer Dozentin, die habe ich abgelegt, weil wir zur Zeit
niemanden brauchen.
Die Essener Linux User Group jedoch – die viele Veranstaltungen hier durchführt – wurde ganz
wesentlich von einer Physikerin [nämlich von Anja Gerwinski, Anm. d. Redaktion] gegründet.

Anja Gerwinski:
Ich springe ein, wenn ein Dozent mal ausfüllt. Wir bekommen öfter Initiativbewerbungen,
aber die meisten Dozenten finden wir im Linux-Umfeld, z. B. über unsere Themenabende.

Maria: "Viele Veranstaltungen sind umsonst."
Welche denn zum Beispiel in diesem Jahr?

Tux und Gnu
Reinhard Wiesemann:
Jeden Dienstag stellen wir alle Einrichtungen der Essener Linux User
Group zur Verfügung, die kostenlose Themenabende anbietet. Daneben gibt
es kostenlose Wochenenden. Es gab z. B. Debian-Wochenende,
Netzwerk-Wochenende, Gimp (Grafik)-WE und geplant ist jetzt ein
Programmier-WE. Auch einen Linux-Infotag haben wir schon zweimal
gemacht.

Maria: Welche weiteren Kurse bzw. Veranstaltungen planen Sie für die
Zukunft?

Reinhard Wiesemann:
Die Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kurse werden immer häufiger
angeboten, dazu kommen weitere Spezialkurse.

Anja Gerwinski:
Anregungen werden gern entgegengenommen und wir versuchen auch,
mal andere Sachen anzubieten.

Links:
Linuxhotel: www.linuxhotel.de
Essener Linux User Group: www.elug.de
Homepage von Gnu und Pinguin (die auf unsern Fotos): www.gnu.gerwinski.de

Augen-Logo Maria

von Maria

Recht und Gesetz

Buchrezensionen

Online-Recht Barrierefreies Webdesign

Online-Recht

Cover
Zunächst werden grundlegende Begriffe erklärt: Online-Recht, Internet, Policy, Netiquette.
Im Kapitel „Rechtsfallen beim Internatauftritt“ erfährt frau unter anderem, was bei der
Anbieterkennzeichnung zu beachten ist und wie Freiberuflerinnen, die dem Standesrecht unterliegen,
ihren Internetauftritt gestalten dürfen (und wie nicht). Im Kapitel „Strafrechtliche Aspekte“
geht es neben den allseits bekannten illegalen Inhalten um Beleidigung, Raubkopien und
Telekommunikations-Überwachung. Was das „Internet in Unternehmen“ rechtlich kennzeichnet,
sind die Firmenpräsentation, Internetzugänge und -nutzung seitens der Mitarbeiter, Telearbeit
und steuerliche Fragen. Strömer klärt über oft Gehörtes wie
Abmahnung, einstweilige Verfügung und Schiedsverfahren auf. Selbst Gerichts- und Anwaltskosten
werden praxisnah behandelt.

Im Abschlusskapitel „Deutsche Urteile zum Online-Recht“ werden die wichtigsten
Entscheidungen zum Vertragsrecht, Kennzeichenrecht, Wettbewerbs- bzw. Standesrecht, Urheberrecht,
Arbeitsrecht und Strafrecht dargestellt. Lobenswert ist, dass es dazu auch gleich einen URL gibt,
unter dem der Autor eine Entscheidungssammlung zum Online-Recht anbietet,
was angesichts der rasenden Entwicklung sehr wohl Sinn macht.

Hauptthemen:

  • Provider
  • Internetdomains
  • E-Commerce
  • Rechtsfallen beim Internetauftritt
  • Geistiges Eigentum
  • Strafrechtliche Aspekte
  • Internet in Unternehmen
  • Datenschutz
  • Netzbetreiber
  • Verfahrensfragen
  • Urteile

Tobias H. Strömer:
„Online-Recht. Rechtsfragen im Internet“.
dpunkt.Verlag 2002. 46,- EUR (D) / 47,30 EUR (A). ISBN 3-89864-146-5

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Barrierefreies Webdesign

Cover
Barrierefreiheit oder Accessibility ist durch das Behindertengleichstellungsgesetz
in das Bewusstsein von Web-Entwicklerinnen getreten. Im Juli 2002 war in den
heise-News
zu lesen:

„Seit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt
müssen Behörden der Bundesverwaltung beim Einrichten
neuer Web-Auftritte oder deren Überarbeitung Vorkehrungen treffen, damit
auch Behinderte das Informationsangebot nutzen können. Bestehende
Angebote sowie öffentlich zugängliche Terminals müssen bis zum Jahresende
2005 angepasst werden, es sei denn, sie richten sich speziell an Behinderte:
Dann läuft die Schonfrist schon Silvester 2003 ab.“

Keine Panik! Für alle, die mit dem Problem konfrontiert sind,
gibt es ein nettes kleines Nachschlagewerk, das sich ausschließlich diesem Thema widmet:
„Barrierefreies Webdesign“ bietet eine Einführung mit Überblick
über verschiedene vorhandene Barrieren, fasst die Mindestanforderungen an Barrierefreiheit
im Web zusammen,
vertieft diese und sagt auch, wie frau die eigenen Sites auf Barrierefreiheit hin testet.

Sehr praxisnah beschreibt Hellbusch die gängigen Elemente von Websites und
ihre Auswirkung auf die Accessibility. Desweiteren finden sich positive Beispiele
für geschicktes Webdesign, so dass frau mit dem vorliegenden Heft konstruktiv arbeiten kann.
Nützlich ist die Übersicht über die Gebote und Verbote in der Heftmitte.

Die Übersetzung aus dem Dänischen ist gekennzeichnet durch einen etwas ungewöhnlichen
Sprachstil; konsequent wird die Leserin geduzt …

Links zum Gesetz:
Forschungsinstitut
Technologie – Behindertenhilfe (FTB) der Fernuniversität Hagen

(barrierefrei und mit Begründung)

Bundesgesetzblatt als pdf
(für die Freundinnen der amtlichen Sprachwuselei ohne Begründung)

Jan Eric Hellbusch:
„Barrierefreies Webdesign“.
KnowWare 2001. 88 Seiten. 4,- EUR. ISBN 87-90785-75-4

Falls eine ein Geschenk sucht, gibt es ja auch noch
Eure Buchtipps 2002.

Maria

von Maria

.hist 2003: Geschichte und Neue Medien

Internationale Tagung in Berlin

Vom 9. bis 11. April 2003 findet im Rahmen der Tagung,
die hauptsächlich für Leute mit geschichtswissenschaftlichem
Hintergrund interessant ist, ein abwechslungsreiches Programm
zum Thema "History and New Media" statt.

Neben E-Publishing-Fragestellungen gibt es auch
einen Themenbereich zu "historischem
E-Learning".
Themenportale, virtuelle Geschichtswissenschaft
und fachwissenschaftliche Suchmaschinen
werden vorgestellt und diskutiert. Natürlich
findet sich auch der Komplex Datenbanken,
konkretisiert am Leitthema.

Ein weiterer spannender Programmpunkt, wie ich finde,
ist der der Zusammenführung Neuer Medien mit
Historischen Sammlungen und Museen. Dort
geht es u. a. um die Wissensvermittlung.

Für Autorinnen interessant ist sicher das Thema
Urheberrecht im digitalen Zeitalter,
das über internetrechtliche Fragen und geistiges
Eigentum aufklären will.

Wissenschaftliche Informationen im historischen
Wandel befasst sich mit der Informationsaufbereitung
und dem Auffinden des vorhandenen Wissens.

Weitere Informationen gibt es im Web:
www.clio-online.de/tagung

 Maria

von Maria

Treffen des Programmkomitees

Arbeitsgruppen
Vom 25. August – 5. September 2003 findet das 6. Sommerstudium der
Informatica Feminale in der Universität Bremen statt. Eine Vielzahl an Angeboten für
interessante Veranstaltungen ist eingetroffen. Für das Programmkomitee Anlass genug,
sich Ende Januar in Bremen mit dem Beirat zu treffen, um das nächste Sommerstudium
vorzubereiten.

Mindmap
Zuerst wurde der Wust an Zetteln gesichtet und sortiert, bewertet und eingeordnet.
Manches war noch unklar, Rückfragen mussten formuliert werden.
Es stellte sich heraus, dass die bisherige Themeneinteilung überarbeitet werden muss.
Veranstaltungsangebote wurden nach Dauer, Ort und Inhalt getrennt. Damit konnten wir dann
den Zeitplan überarbeiten, Empfang, Ringvorlesungen, Kurse und Feiern einplanen.

Themen bestimmen
Als es darum ging, die Themenbereiche neu zu benennen und die vorhandenen Kurse
zu Themenbereichen zusammenzufassen, zu kategorisieren und das Ganze auch noch kurz, präzise
und mitreißend zu formulieren, gerieten wir unerwartet in eine (Beinahe-)Endlosschleife.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir müde (wegen Sauerstoffmangels), uns war schlecht (von zuviel Schokolade)
und wir brauchten dringend eine Pause.

   P A U S E   ;-)

Ortstermin
Während wir langsam wieder zu Kräften kamen und eine ordentliche Brise mit frischem Sauerstoff
genossen, nutzten wir die Zeit, eine Ortsbegehung vorzunehmen. Dabei inspizierten wir auch ausgiebig
den für das nächste Sommerstudium neu vorgesehenen Raum für die Ringvorlesungen und andere
gemeinsame Termine.
Wie Ihr seht, hat der Raum eine sehr idyllische Aussicht auf die Campuswiesen.

Zurück im Chaos der Flipcharts, Tafelbilder und Rechnercluster stellten wir dann
fest, dass dem Programm noch etwas fehlt: Ein Aufruf an alle potentielle Dozentinnen. Here it is:

Das Programmkomitee hat die rund 60 bisher
eingegangenen Lehrangebote gesichtet und festgestellt, dass folgende
Themen noch zu wenig vertreten sind:

  • Praktische Einführung in C++ (im Umfang von 14 Doppelstunden entsprechend 2 SWS, verteilt auf 5 Tage)
  • C++ Standard Template Library (im Umfang von 7 Doppelstunden entsprechend 1 SWS, verteilt auf 3 Tage)
  • Praktische Java-Einführung (im Umfang von 14 Doppelstunden entsprechend 2 SWS, verteilt auf 5 Tage)
  • Java-Klassenbibliotheken (im Umfang von 7 Doppelstunden entsprechend 1 SWS, verteilt auf 3 Tage)
  • Workshop zu Rechnernetzen (mit praktischen Anteilen für die Vernetzung des eigenen Haushalts o.ä.)

Kurzvorlesungen (z. B. Auszüge aus Semesterveranstaltungen) oder
Vorträge aus den Themenbereichen:

  • Chip-Programmierung, Schaltungen, Schaltkreise
  • Rechnerarchitektur
  • Theoretische Informatik (z. B. Kodierungstheorie, Logik)
  • Datenbanken
  • Betriebssysteme
  • Rechnernetze
  • Algorithmen und Programmierung
  • Künstliche Intelligenz
  • Graphische Systeme

Veranstaltungsangebote bitte mit dem Online-Formular
bis spätestens zum 3. Februar 2003 einreichen:
www.informatica-feminale.de/Sommerstudium/Call.html

Rechnercluster
Nach weiteren heißen Diskussionen und Stunden voller toller Arbeit
waren wir uns einig, dass es beim Sommerstudium 2003 unbedingt als Neuerung geben soll:

Sport, Bewegung, Spiel und Entspannung!

Auch dafür werden noch Vorschläge oder Freiwillige gesucht,
die etwas in der Richtung anbieten wollen.

 Maria

von Maria

Perl, PHP, MySQL und Web

Buchrezensionen

Easy Perl

Web und Datenbanken

PHP und MySQL

Buchcover easy Perl
Das Schöne an dem Buch ist, dass frau zwischendurch immer mal wieder schmunzeln kann.
Wer Brigitte schon mal live erlebt hat, kann sich das vorstellen…
Das Buch ist auf die Praxis zugeschnitten und prima geeignet für Programmiermuffel wie mich,
die immer mal wieder einen netten Tritt in den Hintern brauchen,
um weiterzumachen. Es macht Spaß!

Das Buch wendet sich an Leute, die mit Perl anfangen wollen, das Programmieren zu lernen.
Die Umschlagseiten sind innen mit Kurzübersichten bedruckt,
was an die guten alten Spickzettel erinnert und das Nachschlagen erleichtert.
Ohne viel Fachchinesisch werden die notwendigen Schritte
und die grundlegenden Methoden erklärt. So gibt es schnell Erfolgserlebnisse.
Ein weiterer Pluspunkt: Frau kann mit kostenloser Software einsteigen,
die leicht zu installieren ist.
Verglichen mit all den anderen Programmier-Selbstlern-Büchern,
ist Easy Perl wirklich sehr motivierend.

Inhalte:

  • Perl-Tools und ihre Installation
  • Von HTML zu Perl
  • Eingabe und Ausgabe
  • Mathematik in Perl
  • CGI-Programm
  • Zeit auf der Webseite
  • Arrays und Hashes
  • Web-Formular-Daten bearbeiten
  • Photoalbum
  • Counter
  • Patterns – Mustersuche
  • Passende Module
  • Perl-Magie

Brigitte Jellinek: „easy Perl – leicht, klar, sofort“.
Markt+Technik 2001. 14,95 EUR (D). ISBN 3-8272-6153-8

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Buchcover Web und Datenbanken
Das Buch ist eher theoretisch, es wendet sich an StudentInnen, DB- und Web-EntwicklerInnen.
Es ist in die drei Teile „Modellierung + Sprachen“,
„Architektur + Implementierung“ und „Anwendungen + existierende Systeme“
gegliedert. Ein Schwerpunkt bildet bei diesem Titel XML, was nicht weiter überrascht.
Grundlagen und Theorie wie DTD werden erklärt.

Im zweiten Teil geht es technischer zu. Dort werden Datenbanksysteme
(objektrelational, relational, objektorientiert), Graphenmodell, Web Caching und Indexstrukturen
für XML erläutert. Außerdem findet frau hier die Technik bei Suchmaschinen und
Web Services wie Soap.

Im dritten Teil – Anwendungen und existierende Systeme – werden Web Usage Mining
(Auswertung von Web-Nutzungsverhalten), E-Learning, XML-DBS und Benchmarking
(Leistungsmessung von XML-DBS) thematisiert.

Die Autoren kommen zum großen Teil aus dem GI-Arbeitskreis „Web und Datenbanken“
– was sich im trockenen Stil niederschlägt. Im Text wimmelt es nur so von Literatur-
und Querverweisen. Bei 460 Seiten reinem Inhalt wird es das Buch
vielleicht nicht auf den Nachttisch, dafür aber ins Regal oder auf den Schreibtisch schaffen.
Vor allem, da ein breiter Überblick in das Thema gewährt wird; wer Spezielleres wissen will,
muss sich nach tiefergehender Literatur umsehen. Noch ein kleines Minus: Kurze, durchgehende Beispiele
hätten dem Lesefluss und auch der Verständlichkeit etwas unter die Arme gegriffen.
Zwar sind Beispiele beschrieben, aber es hätten ruhig noch mehr sein können, z. B.
bei den unterschiedlichen Methoden des Information Retrieval.

Einen Pluspunkt hat es aber auch noch: Im Anhang gibt es ein Glossar, das die wichtigsten
Begriffe noch mal kurz erklärt. Darüber freuen sich nicht nur StudentInnen.

Erhard Rahm, Gottfried Vossen (Hrsg.):
„Web & Datenbanken. Konzepte, Architekturen, Anwendungen“.
dpunkt.Verlag 2003. 54,- EUR (D) / 55,60 EUR (A). ISBN 3-89864-189-9

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Buchcover PHP und MySQL
Was den Stil angeht, ist das Buch über PHP und MySQL
das genaue Gegenteil von „Web und Datenbanken“.
Es ist sehr gut zu lesen und kein bisschen trocken geschrieben.
Der Titel verspricht nicht zuviel. In überschaubaren Schritten von der Installation
der benötigten Software über Einführung in Datenbanken anhand von MySQL
und Einführung in PHP kommt Yank zum Kern und beschreibt auch das Publizieren
der MySQL-Daten inklusive der zugrunde liegenden Ideen.

Weitere Themen sind das Design relationaler Datenbanken,
ein Content Management System, die MySQL-Administration sowie
„fortgeschrittenes SQL“ und ebensolches PHP.
Im hinteren Teil des Buches geht der Autor auch noch ausführlich
auf Binärdaten in MySQL, Cookies und Sessions in PHP
und Sicherheit bei PHP-Skripten ein.

Unerlässlich auch der Anhang mit Syntax, Funktionen und Spaltentypen von MySQL und
PHP-Funktionen für MySQL. Wenn auch die vorgeschlagene Zielgruppe
– Web-Entwickler und -Designer, Website-Administratioren und Datenbank-Entwickler –
viele Inhalte schon kennen sollten, so ist das Buch doch empfehlenswert.
Und das nicht nur für StudentInnen, sondern alle, die tiefer in diese spannende
Materie einsteigen wollen, am liebsten schnell und einfach.

Kevin Yank:
„PHP und MySQL. Schritt für Schritt zur datenbankgestützten Website“.
dpunkt.Verlag 2002. 33,- EUR (D) / 34,- EUR (A). ISBN 3-89864-198-8

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Links:
Perlwelt-Site http://perlwelt.horus.at
Web&Datenbanken-Site http://dbs.uni-leipzig.de/webdb
Eure Buchtipps 2002, gesammelt in Bremen

Maria

von Maria

Die Haecksen vom CCC

Interview: Die Haecksen vom CCC

Beim CCC in Berlin Ende 2002 habe ich Tina von den Haecksen getroffen.
Sie hat mir freundlicherweise Rede und Antwort gestanden

Maria: Beim CCC bin ich das erste Mal auf Euch gestoßen. Wer sind die
Haecksen und wie-wann-warum sind sie entstanden?

Tina:
Die Haecksen sind eine lose Gruppe von Mädchen und Frauen, die sich kreativ
mit Technik und Computern auseinandersetzen. Wir sind Ende der Achtziger
aus dem Dunstkreis des Chaos Computer Clubs entstanden. Die Gründerin der
Haecksen, die Bielefelder Medienkünstlerin Rena Tangens, stand 1988 auf
einem Chaos Communication Congress, und stellte fest, dass außer ihr nur
noch eine einzige Frau anwesend war, die Kaffee kochte. Naja, das war
irgendwie nicht so das, was sich Rena vorgestellt hatte unter
"Frauenbeteiligung" und hat mit der Hamburgerin Barbara Thoens zusammen
die Haecksen gegründet.

Wir sind einen ziemlich langen Weg gegangen von der feministischen
Bewegung in den 80ern zu einer eher entspannteren Haltung, was die
Weltherrschaft angeht. ;) Momentan haben wir mehrere Schwerpunkte: Auf der
einen Seite versuchen wir, durch eigene Projekte, Vorträge und Artikel
das Vorurteil "nur Jungs hacken" zu schwächen. Auf der anderen Seite
versuchen wir, für interessierte Frauen eine Art Vor-Aquarium zu sein,
verglichen mit dem Haifischbecken CCC.

Maria: Was unterscheidet Haecksen von Hackern?

Tina:
Die Herangehensweise, vor allem. Während Maenner sich gegenseitig oft mit
"RTFM" ("Read the Fucking Manual") abspeisen, trauen sich Frauen
untereinander oft, Fragen zu stellen, die sie sonst nicht gestellt
hätten. Außerdem ist meine persönliche Erfahrung, dass Frauen nicht so
verbissen alleine tage- oder wochenlang an einem Problem rumfrickeln, nur
um anderen dann zeigen zu können, dass man es geschafft hat. Sie arbeiten
eher zielgerichtet und auch gerne zusammen mit anderen.

Maria: Wie kann ich Haeckse werden?

Tina:
Da gibt es keine Prozedur. Eigentlich ist jedes Mädchen, dass sich für
Technik auch abseits der ausgetretenen Pfade interessiert, schon eine
Haeckse. Der CCC-Gründer Wau Holland hat mal gesagt, man sei ein Hacker,
wenn man die Kaffeemaschine dafür verwende, Wasser für die Tütensuppe
zu erwärmen. Das gleiche gilt im Prinzip für die Haecksen.

Aber für Interessierte an unseren Projekten haben wir eine Mailingliste.
Um sich eintragen zu lassen, schickt man am besten eine Mail an
info@haecksen.org
die Liste ist nicht sonderlich traffic-intensiv. ;)
Natürlich haben wir auch eine Webseite:
www.haecksen.org

Maria: Warum wart Ihr noch nie auf der Informatica Feminale? Wann werdet Ihr
kommen und was wollt Ihr dort anstellen?

Tina:
Also, es gab schon immer aktive Haecksen auf der Informatica Feminale. Wir
hatten sogar schonmal ein Kennenlern-Treffen dort. Ist allerdings auch
schon zwei Jahre her, glaube ich. Dieses Jahr werden ein paar mehr von uns
anwesend sein, und auch ein Haecksen-Treffen veranstalten, um Kontakte zu
knüpfen und natürlich, um unseren persönlichen Wissenshorizont auf der
Informatica zu erweitern.

Haecksen-Site: www.haecksen.org

 Maria

von Maria

Rezension: Frauen in der Geschichte der Informationstechnik

Unter diesem Titel hat die Universität Bremen Ende des Jahres eine
CD-ROM mit 80-seitiger Begleitbroschüre herausgegeben, die sich der
historischen Entwicklung der Informationstechnik und insbesondere der
Rolle der Frauen darin widmet.

Wer auf der informatica feminale in Bremen 2002 die (übrigens sehr
empfehlenswerte) Vorlesung "Geschichte der Informatik" bei Veronika
Oechtering besucht hat, wird sicherlich das eine oder andere
wiedererkennen – kein Wunder, schließlich ist das aktuelle Projekt unter
maßgeblicher Beteiligung von Veronika Oechtering zu Stande gekommen.
Doch auch wer schon einen kleinen Einblick in die Thematik hat, kann in
der Broschüre bzw. CD-ROM noch viel Lesenswertes finden.

Eine auch für Laien verständliche chronologische Darstellung gibt
einen umfassenden Überblick über die Entstehungsgeschichte der
modernen Informationstechnik von ihren antiken Wurzeln über
Lochkartensysteme bis hin zum heutigen Computer. Ohne sich im Detail zu
verlieren, werden verschiedene Aspekte ausführlich dargelegt und
Wechselwirkungen zwischen technischer Entwicklung und politischer
Situation geschildert, etwa bzgl. des II. Weltkrieges oder des Kalten
Krieges.

Dabei liegt ein Schwerpunkt der Darstellung auf dem Themenbereich der
Frauenerwerbsarbeit und der häufig verschwiegenen Beteiligung von
Frauen an der informationstechnischen Entwicklung. Die Leistungen
zahlreicher Frauen werden ebenso dargestellt wie die häufig widrigen
gesellschaftlichen Umstände, unter denen sie ihre Arbeiten
durchführten. Die Kurzbiographien der genannten Wissenschaftlerinnen
runden das Informationsangebot ab.

Insgesamt bietet die Broschüre/CD-ROM eine spannende Zeitreise für
Computer- und Technikinteressierte, aber auch ein hilfreiches
Nachschlagewerk für alle, die zu den Themenfeldern
Wissenschaftsgeschichte, Frauenerwerbsarbeit oder der Rolle von Frauen
in (Natur-)Wissenschaft und Technik arbeiten.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten unter www.frauen-informatik-geschichte.de

 Kerstin

von Kerstin

Abschlussveranstaltung MUFFIN 21

Feierlicher Ausklang in Böblingen bei IBM

Am Nikolaustag war es soweit: Das Mentoring-Projekt MUFFIN 21, bekannt aus Presse,
Fernsehen und der informatica feminale, wurde offiziell abgeschlossen.
Wie bei solchen Anlässen üblich, durften erst mal ein paar wichtige Herren
etwas erzählen: Als Gastgeber begrüßte Herr Oehmke (Personalleiter von IBM)
die Gäste, die Projektleitung, die Mentorinnen und die Mentees.
Herr Dr. Thomas, seines Zeichens Staatssekretär des BMBF,
erzählte Anekdoten aus seinem Leben.
Leider wirkte er ein bisschen uninteressiert an dem, was andere zu sagen hatten.

Zahlen und Fakten zum Projekt kamen von Ulrike Petersen,
die dieses Projekt und auch schon das Vorgängerprojekt geleitet hat.
Anhand des Vortrags wurde klar: MUFFIN 21 übertraf alle Erwartungen!

Die folgende Podiumsdiskussion war für uns Mentees wie das Absingen der Lieder vor
der Bescherung: Wir waren nervös, weil danach unsere eigenen Präsentationen folgen sollten.
Doch soviel weiß ich noch: Alle sind für Frauenförderung,
unser Projekt war ein voller Erfolg und wird als Vorzeige-Mentoring gehandelt.
Die Finanzierung von Nachfolgetreffen ist – wie sollte es anders sein – sehr schwierig.
Eine angestrebte Langzeitstudie hängt momentan noch in der Luft,
aber wir arbeiten dran.

Ein paar Inhalte der Diskussion fallen mir auch noch ein.
Frau Dr. Mühlenbruch vom CEWS (Center of Excellence Women and Science) möchte
ein Peer-Mentoring aufbauen. Peer-Mentoring bedeutet, dass das Mentoring
nicht zwischen Einzelpersonen, sondern zwischen Gruppen erfolgt.
Soviel ich verstanden habe, dürfen allerdings nur Frauen mitmachen,
die zumindest theoretisch irgendwann Professorin werden können bzw. wollen.
Schade!

Herr Norbert Eder von der Initiative D21 (zuständig für Marketing) hat mächtig die Werbetrommel gerührt.
[Anm. der Redaktion: Es war zu diesem Zeitpunkt noch Presse anwesend]
D21 steht für einen Zusammenschluss vieler Unternehmen, die ich mir nicht alle gemerkt habe.
Die Mitgliedsliste klingt aber durchaus nach who’s who der Wirtschaft.

Frau Libischer von IBM hat Frauenförderung in ihrem Unternehmen erläutert.
Der amerikanische Führungsstil macht sich hier positiv bemerkbar. Es gibt regelmäßig
Treffen für IBM-Frauen, weltweit und in Deutschland.

Der Herr Dr. Staatssekretär hat auch auf dem Podium nicht wirklich überzeugt.
Er sprach über die breite Masse, die er erreichen wolle. Allerdings habe er nicht das Geld,
dies zu fördern. Er baut auf den Schneeballeffekt. Ins selbe Horn stieß Herr Dr. Polter,
Vorstand bei der Fraunhofer Gesellschaft. Auch Herr Prof. Dr. Christaller vom Fraunhofer Institut AiS
beklagte, dass in den Bewerbungen an ihn "99% Männer zu 1% Frauen
mit der gleichen Qualifikation" eingehen.
Was angesichts der vielen anwesenden qualifizierten Frauen schwer zu glauben war.

Wie geschickt sie auch ihre Fragen formulierte, selbst die Moderatorin Ilse Martin konnte keine verbindlichen Zusagen
bezüglich der MUFFIN21-Zukunft aus dem Podium herauskitzeln.

Einig waren sich alle Diskutanten, dass sich in den Köpfen etwas ändern muss.
Wie genau das zu erreichen ist, war leider nicht zu erfahren. Schließlich sagten
die Vertreter der Wirtschaft ihre Unterstützung für die Beibehaltung der technischen
Kommunikation zu: Die Mailinglisten bleiben bestehen und Webspace soll sich vielleicht auch finden lassen,
so dass das Projekt virtuell fortbestehen kann.

Highlight der Abschlusses: Die Präsentation der Teilnehmerinnen!

Anm. der Redaktion: Es war zu diesem Zeitpunkt keine Presse mehr da :-(

Gelebtes Wissensmanagement

Zum Einstieg in die Stunde der Teilnehmerinnen gab es als Entwicklungsreport ein Mentee-Beispiel.
Von der Suche nach einem Diplomthema und dem passenden Betreuer über
die Recherche für die Diplomarbeit, die fachlichen Kontakte und Diskussionen
bis zum fertigen Prototypen und damit zum erfolgreichen Abschluss als Grundlage
für den bereits erfolgten Berufseinstieg reichte der Bogen,
der über die gesamte Zeit von MUFFIN 21 gespannt werden konnte.

Als zweites handfestes Ergebnis wurde von Barbara Roth das Mentee-Projekt vorgestellt.
Dabei handelt es sich um einen Wissenspool an Erfahrungsberichten. Zunächst innerhalb
der Mentees ins Leben gerufen, ist er mittlerweile auch für die Mentorinnen zugänglich.
Es ist geplant, diese Berichte für Teilnehmerinnen der informatica feminale zu öffnen.

Frauen, die Sie brauchen

In der zweiten Runde ging es um die Teilnehmerinnen am Projekt: Mentorinnen und Mentees
wurden mit ihren speziellen Kenntnissen und Fähigkeiten vorgestellt.
Unter uns gibt es viele, die den Nachwuchs – SchülerInnen und StudentInnen – fördern,
internationale Erfahrungen haben und der Technik ihre angenehmsten Seiten abgewinnen.
Mittlerweile haben etliche Mentees ihr Studium abgeschlossen; auch das wurde in der Präsentation
dargestellt. Verschiedene Karrierewege sind nicht nur bei den Mentorinnen zu finden, sondern
spiegelt sich auch in der Vielfalt der Mentee-Studiengänge wider.

Der kreative Abschluss dieser Präsentation war ein passender
Cartoon mit Calvin (58 kB und ohne Hobbes).

MUFFIN 21 hat Mentoring neu definiert

Die dritte Gruppe trug gekonnt eine gereimte Lobrede
auf das gelungene Netzwerk vor, die das Projekt auf den Punkt bringt.
Damit wurde die Stunde der Muffins elegant und mit Sprachwitz abgerundet.

Links:
MUFFIN 21
IBM Deutschland Entwicklung GmbH
BMBF
Center of Excellence Women and Science
Initiative D21
Fraunhofer Gesellschaft
Ilse Martin & Partnerinnen GmbH

 Maria

von Maria

Femina Technica in Bremen

Karriereförderung von Studentinnen in Naturwissenschaft, Technik und Ingenieurwissenschaften

Um den Frauenanteils in naturwissenschaftlichen / technischen und ingenieurwissenschaftlichen
Studiengängen zu steigertn, unterstützt die Hochschule Bremen künftige Naturwissenschaftlerinnen
und Ingenieurinnen. So sollen sie auf den Berufseinstieg und die Karriereplanung vorbereitet werden.

Teil des Projektes sind z. B. Trainings wie "Präsentation & Teamwork"
oder "Berufseinstieg und Karriere für Studentinnen aus Naturwissenschaft und Technik".
Nach eigener Angabe ist das Ziel, eine intensivere Ausbildung zu erreichen, konkret durch MentorInnen
die berufliche Praxis zu zeigen und direkten Kontakt zu Unternehmen zu ermöglichen.

Weitere Infos unter www.femina-technica.hs-bremen.de/

 Maria

von Maria

Call for lectures 2003

Aufruf an alle kompetenten Leserinnen der Zeitung!

Wir wünschen uns für die nächsten informaticas in Bremen, Baden-Würtemberg und Österreich viele interessante, schöne, lustige, kompetente, handfeste … Kurse. Frühere Umfragen der Zeitung ergaben u. a. folgende Kurswünsche:

  • Linux-/Unix (UL)
  • Rechnerraum für Anfängerinnen (UL)
  • Unverbindliche Einführung Feminismus / feministische Theorie
  • Mehr "Bastelkurse" wie der Lego-Workshop
  • SQL
  • Technische Informatik, z.B. einen R-S-Latch aus Grundgattern basteln
  • E-Commerce
  • Wie schreibe ich eine… Diplomarbeit, Entwicklungsdokumentation, Anwendungsdoku
  • Englisch für Informatikerinnen
  • Vortrag: Rechner haben einen Sinn für Humor – Beweise anhand von Fehlermeldungen
  • usw. usf.

Also, Ladies, meldet Euch an als Dozentin und gebt Euer geballtes Wissen weiter. Wir warten gespannt auf Eure Angebote. Auch Kurswünsche können eingereicht werden, die Redaktion sammelt sie und leitet sie weiter: redaktion@horus.at

Den neuen Call for lectures 2003 findet Ihr unter www.informatica-feminale.de/Sommerstudium/Call.html
oder www.netzwerk-fit.de/informatica/, den Call für Salzburg/Österreich gibt es unter www.ditact.ac.at/programm.html

 Maria

von Maria

Lehrmaterial vom MIT

Open Course Ware als offenes Angebot

Die ersten Kursmaterialien des MIT sind der Öffentlichkeit zugänglich. Lehrende aus der ganzen Welt sind aufgefordert, das Material für ihre eigenen Veranstaltungen zu verwerten. Lernende werden ermutigt, die Skripte für das Selbststudium herunterzuladen.

Der erste Versuch einer Version des MIT OCW steht Interessierten offen. Akademische Lehrmaterialien sollen über Internet und WWW in die Welt geschickt werden. So sollen laut MIT nicht nur Informationen transportiert, sondern auch das zutiefst menschliche Streben nach Bildung unterstützt werden.

Ziel des Projektes ist es, ein globales Netz des Wissens aufzubauen, das die Qualität des Lernens und dadurch die Qualität des Lebens weltweit verbessern kann. In der Pilotphase der Website ist das Angebot bereits öffentlich. Das Team am MIT wartet auf Zugriffe und Rückmeldungen. Es ist geplant, nach und nach weitere Kurse aufzunehmen, bis schließlich alle Kurse virtuell verfügbar sind.

Jede von uns ist eingeladen, mit auf diese „Bildungsreise“ zu gehen.

Computerwissenschaftliche und mathematische Kurse, die es online bereits gibt:

  • Electrical Engineering & Computer Science
  • Laboratory in Software Engineering
    • Inhaltsangabe
    • Zeitplan
    • Skripte
    • Aufgaben (6 Übungen)
    • Prüfungen
    • Literatur und Quellen
    • Laboratorien
    • Abschnitte und Vorträge
    • Tools
    • Projekte
  • Logistical and Transportation Planning Methods
  • Calculus with Applications
  • Complex Variables with Applications
  • Linear Algebra
  • Topics in Theoretical Computer Science: Internet Research Problems
    • Routing Algorithms
    • DNS / Client-Server DNS
    • Load Balancing Problems
    • Overlay Routing Networks
    • Streaming Content Delivery
    • TCP Load Assignment Student Presentation
    • Coding, Compression, and Overlay Network
    • Geographically Distributed Applications
    • Visualization Tools

Skripte unter http://ocw.mit.edu/index.html

Maria

von Maria

Buchrezension: Nobel-Frauen

Naturwissenschaftlerinnen im Porträt

Rezension in Auszügen übernommen von amazon.de

Cover
Ulla Fölsing portraitiert zehn Naturwissenschaftlerinnen, die in ganz unterschiedlichen Disziplinen den Nobelpreis für ihre wissenschaftliche Leistung erhielten, sowie fünf weitere Wissenschaftlerinnen, ebenso qualifiziert, die bei der Vergabe der begehrten Wissenschaftstrophäe zugunsten ihrer männlichen Kollegen leer ausgingen.

Dr. Ulla Fölsing studierte Volkswirtschaft, Soziologie und Politikwissenschaft. Sie war wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Soziologie der Universität Bonn, arbeitete im Pressereferat des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft und ist heute freie Journalistin in Hamburg. Bei C.H.Beck ist von ihr erschienen: Geniale Beziehungen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Die begehrteste Wissenschaftstrophäe
Nobelpreise -nur Männersache?
Elf Nobelpreise für zehn Frauen
Marie Curie: Physik-Nobelpreis 1903 und Chemie-Nobelpreis 1911
Irene Joliot-Curie: Chemie-Nobelpreis 1935
Gerty Theresa Cori: Medizin-Nobelpreis 1947
Maria Göppert-Mayer: Physik-Nobelpreis 1963
Dorothy Hodgkin-Crowfoot: Chemie-Nobelpreis 1964
Rosalyn Yalow: Medizin-Nobelpreis
Barbara McClintock: Medizin-Nobelpreis 1983
Rita Levi-Montalcini: Medizin-Nobelpreis 1986
Gertrude Elion: Medizin-Nobelpreis 1988
Christiane Nüsslein-Volhard: Medizin-Nobelpreis 1995

Im Schatten von Nobelpreisträgern

Mileva Maric
(Albert Einstein: Physik-Nobelpreis 1921)

Lise Meitner
(Otto Hahn: Chemie-Nobelpreis 1945)

Chien-Shiung Wu
(Tsung Dao Lee und Chen Ning Yang: Physik-Nobelpreis1957)

Rosalind Franklin
(Francis Crick, James Watson und Maurice Wilkins: Medizin-Nobelpreis 1962)

Jocelyn Bell Burnell
(Anthony Hewish: Physik-Nobelpreis 1974)

Hürden auf dem Weg nach Stockholm.
Nobelpreisträgerin – ein bestimmter Typus Frau?
Wer ist die Nächste?

Maria

von Maria

Standarabweichung

Warum die Norm nicht normal ist

Standardabweichung Sigma
Die Standardbaweichung spielt nicht nur in der Mathematik eine wichtige Rolle (immer wieder gern wird in der Wahrscheinlichkeitsrechnung darauf zurückgegriffen). Standard und Abweichung werden in einem Artikel, der auf der Website der Frauen in Naturwissenschaft und Technik erschienen ist, nebeneinandergestellt, definiert und von verschiedenen Seiten beleuchtet. Nach kurzer wissenschaftlicher Einführung in die Begriffe werden die Notwendigkeit der Abweichung (vom Mittelmaß nach oben) und die Unvermeidbarkeit des Standards (Regelwerke und Gesellschaftsnormen) begründet.

Abweichung Damenrad
Ein schönes Beispiel vom Abweichen ist dieses Verkehrsschild, das es wohl nie geben wird. Aber es trifft die Sache im Kern: In punkto Geschlechtsneutralität ist in der Öffentlichkeit vieles weniger androgyn, als es (nicht nur) Piktogramme vermuten lassen sollten.

Und weil ich nicht den ganzen Artikel und seinen Spannungsbogen verraten will, höre ich einfach hier auf und verweise auf das Original ;-)

Originaltext in voller Länge unter http://finut2003.leipzigerinnen.de/standard-abweichung/

 Maria

von Maria