Ein verflixter Tag …

Wenn der Wecker heute morgen nicht geklingelt hat, wenn Euch der Bus vor der Nase weggefahren ist,
wenn das Seminar klammheimlich verlegt wurde und Ihr vor leeren Räumen gestanden habt,
dann setzt Euch einfach in eine Ecke, lehnt Euch zurück und seid froh –
es hätte schlimmer kommen können. Die Festplatte hätte gelöscht sein können,
Eure E-mail könnte nach /dev/null umgezogen sein oder die informatica feminale hätte
komplett ausfallen können. Denn es hat uns mal wieder erwischt, oder besser:
die Abergläubischen und Zahlenfetischistinnen unter uns, denn auf dem Kalender steht:

Freitag der 13.!

Im Netz der Netze fördert die Suche nach "Freitag, der 13." Interessantes zu Tage.
Ich lande ausgerechnet auf "www.maennerseiten.de", wo man mir mitteilt: "Mathe-Prof erklärt:
Nach dem 13. kommt der 14.!". – Gut, dass ein Mathematiker den Männern endlich mal die Wahrheiten dieser
Welt nahebringt!

Ein neuer Versuch: beim Einbeziehen von "Frauen" werden mir zwar keine interessanten Weltneuheiten
offenbart, aber ich stoße auf eine Seite, die behauptet: "Frauen lügen nicht". Na, hoffentlich hat
diese Seite keine Frau geschrieben, da riecht’s mir doch schon wieder stark nach Selbstbezüglichkeit.

Auch bei der Suche nach "Informatikerinnen" und "Freitag, der 13." ist Spannendes zu erfahren:
Informatikerinnen jagen Elefanten, indem sie den folgenden Algorithmus ausführen:

  1. Gehe nach Afrika
  2. Beginne am Kap der guten Hoffnung
  3. Durchkreuze Afrika von Süden nach Norden bidirektional in Ost-West-Richtung
  4. Für jedes Durchkreuzen tue:
    • Fange jedes Tier, das Du siehst
    • Vergleiche jedes gefangene Tier mit einem als Elefant bekannten Tier
    • Halte an bei Übereinstimmung

Nein, auch das ist kein guter Vorschlag. Geht nicht nach Afrika, sondern bleibt wie geplant
bei der informatica, wenn auch im falschen Raum und ohne E-mail. Vielleicht sagen wir ja nicht
immer ganz die Wahrheit, und Elefanten jagen wir auch nicht unbedingt – aber Bären lassen wir uns
auch nicht aufbinden. Hals- und Festplattenbruch!

 Julia

von Julia

Bioinformatik: Dreidimensionale Auferstehung

Blickpunkt Bioinformatik:


Dreidimensionale Auferstehung


Aus den eingefrorenen Leichen eines Mannes und einer Frau hat das Visible Human Project der National Library of Medicine digitale Datensätze erstellt. Die Leichen wurden Schicht für Schicht abgetragen und fotografiert. Mit Hilfe histologischer Serienschnitte (Histologie ist die Wissenschaft und Lehre vom zellulären Feinbau und der Funktion der Körpergewebe) aus dem Bereich der Biologie lässt sich die Anatomie präzise darstellen. Nachteilig ist jedoch die Datenmenge, die das Handling erschwert.


Ein Anwendungsgebiet ist die medizinische Ausbildung: am virtuellen Patienten (Daten des Visible Human) können anatomische Kenntnisse vertieft und die Ultraschalldiagnostik erlernt werden.


Darüber hinaus können reale Patientendaten wie Computertomographie-, Kernspintomographie- oder 3D-Ultraschalldaten genutzt werden, um spezielle klinische Fragestellungen genauer beantworten zu können. Ein Beispiel hierfür ist die Operationsplanung bei Hüftfrakturen auf der Grundlage von CT-Daten.


Die Generierung von dreidimensionalen Objekten im Bereich der Medizin und Biologie verzeichnet immer mehr Erfolge. Der Einsatz als Lehrsystem oder als Tool im Bereich der Operations- und Versuchsplanung ist nicht nur hilfreich, sondern dient vor allem auch der Fehlereliminierung und der Evaluation.


In der Biologie nimmt die dreidimensionale Visualisierung ebenfalls einen großen Stellenwert ein. Ein Beispiel ist das „Mouse Atlas and Gene Expression Database Project“ der University of Edinburgh, das sich mit der dreidimensionalen Darstellung von Mausembryonen und der Integration von Genfunktionen befasst. Wünschenswert für die Grundlagenforschung wäre jedoch ein vierdimensionaler Atlas, der die Embryonalentwicklung als ein Modell abbildet und damit zeitabhängige Beziehungen integriert.



Sabine

von Sabine

Christine Tigges

Interview: Christine Tigges


An der informatica feminale nehmen durchaus nicht nur Studentinnen, sondern auch eine ganze Reihe Frauen mit Berufserfahrung am, über oder mit dem Computer teil. Julia sprach mit Christine Tigges, Online-Redakteurin bei bremen.de.


Julia: Was hat Sie zur informatica feminale geführt?


CT: Ich wollte mal ausführlich mit anderen Frauen diskutieren. Dafür habe ich mir gern ein paar Tage frei genommen. Diese Woche habe ich mich mit „Online-Mediation in raumbezogenen Entscheidungsprozessen“ (IF SOF 03) beschäftigt, und in der nächsten Woche werde ich im Projekt „Online-Journalismus“ (IF NET 08) zu finden sein. Beide Kurse haben natürlich viel mit meiner Arbeit zu tun.


Was halten Sie von der Idee des Sommerstudiums?


Ich bin jetzt das erste Mal dabei, habe allerdings schon oft von dieser Veranstaltung gehört. Es ist eine neue Situation für mich, nur mit Frauen zu lernen und zu arbeiten, und das empfinde ich als sehr angenehm. Ich würde mir allerdings wünschen, dass die informatica feminale auch außerhalb der Universitäten bekannter würde. Zur Zeit ist diese Veranstaltung in der Stadt für Nicht-Studierende nicht sichtbar, sie sollte zugänglicher gemacht werden.


Und haben Sie auch noch einen Tipp für angehende Informatikerinnen?


Keine Angst!



Julia

von Julia

Vortrag: 10 Jahre World Wide Web

Vortrag: 10 Jahre World Wide Web

Brigitte Jellineks genialer Vortrag „10 Jahre WorldWideWeb“ findet bereits am Freitagnachmittag um 14 Uhr im Raum 7250 statt. Ursprünglich war der Vortrag erst für nächsten Mittwoch vorgesehen.

Zu den Gründen für diese Verschiebung sagte die Referentin: „Ich halte nächste Woche auch den Kurs „Web + Perl + DB in Theorie und Praxis“ (IF NET 07), zusammen mit Annika Hinze. Der Vortrag hätte parallel zu einer Kurseinheit gelegen. Obwohl mir alle gesagt haben, dass das nicht funktionieren würde, habe ich mich von dieser Planung doch nicht abbringen lassen. Kurz gesagt: der Vortrag wird verschoben – wegen Dummheit der Referentin!


Rike

von Rike

Heute, vor einem Jahr…

Heute, vor einem Jahr…

Die zweite Woche der informatica ist angebrochen, die Ringvorlesung gerade zu Ende, auf dem Rückweg eine Durchsage in der Straßenbahn: einer der Türme des World Trade Center ist eingestürzt, vier Flugzeuge wurden entführt. Beim Umsteigen am Bahnhof lese ich es schwarz auf weiß in der Sonderausgabe des Weserkuriers: Verheerende Flugzeugattentate in Washington und New York, Terroranschlag auf das Machtzentrum der USA. Mein Gedanke: nichts wird mehr sein, wie es war!
Die unmittelbaren Auswirkungen: den Abend verbringe ich nicht in der Kneipe, sondern vor Fernseh- und Computerbildschirm. Am nächsten Morgen kein zwangloser Treff im Workshop, sondern besorgte Gesichter. Mitleid und Solidarität mit den Opfern, kein Tanz auf unserem Fest am Donnerstagabend. Die ganze Woche Anspannung: werden die USA mit der freizügigen Unterstützung der europäischen Regierungen Langstreckenraketen von Ramstein nach Afghanistan schicken? Was passiert mit uns, unseren Familien, bei einem etwaigen Gegenschlag? Welche Ängste bewegen die Menschen in dem mittlerweile isolierten Land?
Es folgen Tage und Wochen des Wartens, der Kampfparolen, Kriegsnachrichten, Bilder unendlichen Leids, die Eskalation in Nahost, das allzu bekannte Kampfgerassel und das Aufrüsten gegenüber dem Irak – nichts ist mehr wie es war.
Und doch: die informatica feminale lebt. Wie jedes Jahr. Schon fünf Jahre!


Karin Wunderlich

von Karin

Informatikerinnen-Portrait: Tanja

Serie: Informatikerinnen-Portraits


Tanja







Tanja ist – wie wohl viele Frauen – keine „typische“ Informatikerin. Sie studiert seit vier Jahren an der Uni Bremen, ihr Berufsziel allerdings hat mit Informatik eher gar nichts zu tun: Tanja möchte eine eigene Sportschule einrichten! Seit ihrem elften Lebensjahr, also seit etwa 19 Jahren, betreibt sie Kampf- und Kampfkunst-Sportarten, u.a. Judo, das sie zwölf Jahre lang als Leistungssport mit fast täglichem Training und zahlreichen Wettkampf- Wochenenden betrieb.


>Heute macht sie vor allem Shinson Hapkido, eine koreanische Heil- und Bewegungskampfkunst, die neben den Kampfsport-typischen Schlägen und (Sprung-)Tritten auch Meditation, Atemtechnik und Formläufe, festgelegte Bewegungsabläufe wie z.B. der „Kranich“ oder der „Affe“, beinhaltet. Neben dem Hapkido-Training an zwei Tagen in der Woche und einem täglichen Training mit dem langen Kampfstab tanzt die sportbegeisterte Tanja seit drei Jahren auch noch regelmäßig Tango Argentino. Sie sagt selbst, sie mache wirklich „eine ganze Menge“, aber sie bewegt sich einfach sehr gerne und braucht den Sport auch als wichtigen Ausgleich für ihre studienbedingte Schreibtischtätigkeit.


Annika und Rike

von Annika und Rike

Ein Vortrag über Vorträge

Werbung: Ein Vortrag über Vorträge

Am morgigen Donnerstag (14-15:30 Uhr, MZH 3.150) bietet sich die Gelegenheit zu einem einmaligen und phantastischen Erlebnis: Dipl. math. tech. Annika Hinze wird zum Thema „Wie halte ich einen Vortrag?“ einen ebensolchen halten. Sie wird haufenweise Beispiele zu guten und schlechten Vortragstechniken geben, und wenn sie nicht rechtzeitig gestoppt wird, wird sie auch diverse Schwänke aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz zum Besten geben. Jede Teilnehmerin wird mit einer Checkliste nach Hause gehen, mit deren Hilfe ihre zukünftigen Vorträge bereits jetzt mindestens zur Hälfte „stehen“!
Annika Hinze ist seit 1998 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Informatik in der Arbeitsgruppe „Datenbanken und Informationssysteme“ an der Freien Universität Berlin tätig. Sie hat erst kürzlich für eine Vorlesung über Datenbanken den Preis der Studierenden für die beste Lehre in der Informatik erhalten. Wir dürfen also gespannt sein!


Rike
von Rike

Das 5. Sommerstudium ist eröffnet!

informatica feminale eröffnet!

Da steht ein Mann vor rund 50 wohl nicht ganz unkritischen Frauen, redet über Familienpolitik und fühlt sich offenbar pudelwohl. Nicht bei allen Zuhörerinnen stieß Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski mit seinem Abstecher in diese Thematik bei der gestrigen Eröffnungsrede zur informatica feminale auf Freude und Interesse. Spannend war wohl trotz allem, zu sehen, dass bei mancher Partei noch immer und allen Ernstes das Stichwort Frauenpolitik unter echter ‚Wahlfreiheit zwischen Familie und Erwerbstätigkeit‘ abgehakt wird. Es bleibt also noch viel zu tun. Zum Punkt ‚Bildung als Rohstoff‘ gelingt Prof. Kreowski dann schliesslich noch eine nette Bemerkung: „Bildung kann nicht abgebaut werden, Bildung ist etwas, das entstehen muß“. Es lebe die Mehrdeutigkeit.
Auch Veronika Oechtering begrüßt froh gestimmt uns viele Informatikerinnen und andere technikbegeisterbaren Frauen. Sie berichtet von den vielfältigen Problemen und Sorgen im Rahmen der Vorbereitungen der informatica feminale. Nun, schön, dass es trotzdem geklappt hat.
Es folgt der erste Teil der Ringvorlesung und damit ein Vortrag von Prof. Dr. Gudrun Klinker von der Universität München. Wir erfahren, wie mittels handlichen Geräten auch der unschudigsten Mitbürgerin das täuschungsechte Aussehen einer Borg verliehen werden kann. Augmented Reality ist hier das Zauberwort. Neben dem Einsetzen nichtvorhandener Objekte in reale Landschaften per Datenbrille sind auch schon mal halb virtuelle, halb reale Tic-Tac-Toe-Spiele Forschungsobjekte. Ansonsten scheint die Branche, wenn nicht von großen Worten, so doch von recht viel Phantasie beflügelt zu sein.
Da werden schon mal eben „die physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt“, bzw. es geschieht, dass der „Berg zu den Propheten kommt“.
Auch wenn angesichts der fortgeschrittenen Tageszeit ein wenig mehr Schwung im Vortrag wünschenswert gewesen wäre, so war es doch eine gelungene Einführung in das Arbeitsgebiet. Schade nur, daß trotz angestrengter Erforschung der Wirklichkeitserweiterung auch in diesem Fachbereich die Bewusstseinserweiterung für den Gebrauch der deutschen Sprache ein wenig auf der Strecke bleibt und man von Anglizismen umzingelt wird. Aber vielleicht kommt ja auch der Berg an Worten noch zur Prophetin.
Angesichts der recht spannenden, aber durchaus wohlschmeckenden kulinarischen Köstlichkeiten im Anschluss dachte dann sicherlich so manche Teilnehmerin der informatica feminale bei einem Gläschen Sekt: „Eine gelungene Einführungsveranstaltung, mal seh’n, wie’s weitergeht …“.

    Julia

    von Julia

Ein Vortrag zum Thema: Entwurfsaspekte interaktiver 3D-Inhalte

Ein Vortrag zum Thema „Entwurfsaspekte interaktiver 3D-Inhalte


Am nächsten Dienstag (17.09.02) findet von 18.15 bis ca. 21.00 Uhr die 92. Vortragsveranstaltung der Bremer Regionalgruppe der Gesellschaft für Informatik (GI) im Entwicklungszentrum Nord der T-Systems, Willy-Brandt-Platz 1-3 (Passage am Hauptbahnhof Ausgang Bürgerweide, linker Eingang, 6.Stock) statt.


Prof. Dr. Christian Geiger von der Hochschule Harz in Wernigerode wird zum Thema „Entwurfsaspekte interaktiver 3D-Inhalte – aktuelle Entwicklungen (auch) für mobile Geräte, Illustration und Unterhaltung“ referieren: „Mit der steigenden Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit heutiger 3D-Systeme wird der einfache Entwurf interaktiver 3D-Inhalte immer wichtiger, damit nicht nur 3D-ProgrammiererInnen ansprechende Inhalte erstellen können. Aspekte des Entwurfsprozesses von 3D-Inhalten war daher das Thema eines von der SIGGRAPH unterstützten mehrtägigen Workshops, bei dem eingeladene TeilnehmerInnen über diese Thematik diskutierten und ihre Arbeiten präsentierten. Der Vortrag stellt die interessantesten Ergebnisse dar und ergänzt diese durch weitere Projekte, die insbesondere auf die Anwendungsbereiche Mobile Computing, Illustration und Unterhaltung fokussieren.“


Die Teilnahme an dieser Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Eine Mitgliedschaft in der GI oder ACM (Association for Computing Machinery) ist nicht erforderlich. Da auch ein Imbiss geplant ist, bitten die Veranstaltenden um eine möglichst frühzeitige Anmeldung bei Uta Bohnebeck (e-Mail: bohnebec@informatik.uni-bremen.de
oder Tel.: 218-7838 oder -7090).
Spontane Besucherinnen sind aber auch willkommen!


Links:


http://www.tzi.de/~bohnebec/rg-bremen.html
(GI-Gruppe HB/OL)


http://www.agc.fhg.de/campfire
(SIGGRAPH-Workshop)


Rike

von Rike

Informatica Feminale T-Shirts

Es gibt T-SHIRTS

Nachdem die Redaktion im letzten Jahr völlig uneigennützig diesen wahnsinnig erfolgreichen T-Shirt-Design-Wettbewerb veranstaltet hat, gibt es dieses Jahr nun wirklich T-Shirts. Im Veranstaltungsbüro könnt Ihr die Grössen S (Bauchfrei für 11-jährige) und Freesize (für eine Brigitte oder zwei Marias) bewundern. Ihr könnt aber auch T-Shirts in dazwischen liegenden Größen bestellen.
Preise:

girlie-Schnitt: 12,- Euro (bessere Qualität)
Standard: 8,50 Euro
Freesize: 9,- Euro

Auf dem T-Shirt sind die Augen aus dem if-Logo () aufgedruckt,
die Position des Aufdrucks könnt Ihr selbst bestimmen. Wenn Ihr eine Schwarz-Weiß-Vorlage mitbringt, kann auch die aufgedruckt werden. Außerdem gibt’s im Veranstaltungsbüro Stoffmalstifte für Autogramme und spontane Kunstwerke.
Danke, Veronika, dass Du dafür auch noch Zeit gefunden hast.
Wenn Ihr ein tolles T-Shirt designed habt, meldet auch bei uns. Wir werden die schönsten Shirts photographieren und in der Zeitung veröffentlichen, und das beste T-Shirt bei der Abschlussveranstaltung prämieren.

die Redaktion

von die Redaktion

Hurra, es ist wieder soweit!

Hurra, es ist wieder soweit!

Der September ist da und mit ihm die wunderbare informatica-Zeit: zwei volle Wochen Informatik & Co nur für Weibsbilder – was kann frau sich Schöneres wünschen?
…Naja, sie könnte sich wünschen, auch den Rest des Jahres – statt nur mit männlichen Hackerinnen – mit ComputerarbeiterINNEN zu verbringen, die genau wie sie Spaß am logischen Denken, an kniffligen Programmieraufgaben, an Linux, Links und LaTeX haben. Mit Frauen, die nicht genervt die Augen verdrehen, wenn von RAM und Bytes die Rede ist, die keine Angst vor Mäusen haben.
Jetzt aber sind wir hier und arbeiten zusammen in Bremen. Neben der harten Arbeit gibt es aber auch noch jede Menge Gelegenheit, viel Vergnügliches zu unternehmen: Kneipentreffs, Cafete, GI-Empfang, 5-Jahres-Jubiläum informatica feminale, Stadtrundgang, Weserfahrt, Theater, Essen…

Rike, Maria

von Rike, Maria

inHaus

Innovationszentrum Intelligentes Haus Duisburg

inHaus Duisburg

Haustechnik der nächsten Generation verspricht das Projekt inHaus. Dort ist alles mit allem vernetzt:
Der Schließmechanismus der Haustür, die Kaffeemaschine,
die Heizung und das Badewasser, die Webcam, die Sitzheizung im Auto. In dem kleinen Doppelhaus gibt es ein
Werkstatthaus, in dem am Projekt – oder besser: im Projekt – geforscht wird. Die andere Hälfte ist
als Wohnhaus eingerichtet.

Big Brother an der Tür

Big Brother mal andersherum: Hier können die Bewohner sehen, wer vor der Tür steht.
Neben diesem praktischen Detail stehen Wohnästhetik, Ergonomie, Hygiene, Behaglichkeit und Lebensstil
im Blickpunkt der Forscher.

Sicherungen

Soviel Technik braucht ein paar Sicherungen mehr… Ziel des Projektes ist aber nicht nur die Sicherheit,
sondern auch sparsamer Energieeinsatz. Die Vernetzung im inHaus soll den Bewohnern viel von dem lästigen
Alltagskram abnehmen: Ist die Waschmaschine kaputt, meldet sie sich beim Techniker, der kleinere
Fehler per Ferndiagnose und -reparatur beheben kann. Der Gefahr von externen Angreifern auf das ganze System
sind sich die Betreiber dabei sehr wohl bewusst.

Big Monitor

Ein Traum? High-Tech-Wohnzimmer mit Riesen-Monitor. Noch ein paar Dinge zum Träumen:
Die intelligente Badewanne ist fernbedienbar, zeigt die Wassertemperatur an, hat Kindersicherung
und natürlich Überlaufschutz. Sie meldet sich, wenn sie die gewünschte Füllhöhe
erreicht hat und verfügt sogar über einen Verbrühschutz.

Mehr Infos im Netz: www.inhaus-duisburg.de oder aktuell
www.ehome-berlin.de (29. – 30. Aug 2002)

 Maria

von Maria

Darstellung großer Datenberge

Darstellung großer Datenberge

Computational Visualization 31. Jul bis 9. Aug 2002

Sommerschule für StudentInnen

Studierende und Doktoranden können vom 31. Juli bis 9. August
Computational Visualization kennenlernen. Da es keine Tagungsgebühr gibt,
ist ein Reinschnuppern in die Thematik auch für Sparsame möglich ;-)
Einführungsvorträge sorgen für Grundlagenwissen.
Die Hauptvorträge sind für alle Studierenden verständlich,
die im Sommer 2002 mindestens im vierten Semester sind.
Es werden Vorträge geboten,
die computergestützte Verfahren zur Verarbeitung und Darstellung großer Datensätze
vorstellen. Die Visualisierung ist eine wichtige Grundlage für
Entscheidungs-, Produktions- oder Verarbeitungsprozesse.
Die Sommerschule bietet Gelegenheit, die erforderlichen Techniken aus Mathematik
und Informatik kennenzulernen.
Die Sommerschule bietet den TeilnehmerInnen die Gelegenheit,
in praktischen Übungen am Computer selbständig Themen der Visualisierung
zu erkunden.

Was Computational Visualization ist

Das sind alle computergestützte Verfahren zur Darstellung großer Datensätze.
Durch die grafische Aufbereitung soll ein menschlicher
Betrachter die für ihn wichtigen Aspekte dieser Daten
erfassen können. Dazu müssen die Daten sowohl rechnerisch als auch grafisch
aufbereitet werden.

Internationale Atmosphäre

Hauptredner in der Vortragsreihe ist einer der international
führenden Experten: Professor Chandrajit Bajaj, Direktor
des Center for Computational Visualization an der University of Texas in
Austin. Einige deutsche Experten stellen ihre Arbeit vor.
Die meisten Vorträge sind in englischer Sprache.

Anmeldung

Wer am gemeinsamen Bankett schlemmen möchte, zahlt 20,- EUR.
Die Anmeldung läuft noch bis zum 15. Juli 2002:
http://www.cvgpr.uni-mannheim.de/sommerschule/anmeldung.html
Oder:
Lehrstuhl für Bildverarbeitung, Mustererkennung und Computergrafik
Prof. Dr. Christoph Schnorr
68131 Mannheim
schieker@ti.uni-mannheim.de

Aus dem Programm

  • Splines
  • Freiformoberflächen
  • Techniken zur Hochauflösung
  • Volumenvisualisierung
  • Grafikhardware
  • Datenquellen
  • Maschenverfahren (Mesh Processing)
  • Visualisierungstechniken: Isocontouring, Volume Rendering, Streamlines…
  • 3D-Bilddatenvisualisierung
  • Segmentierung
  • Geometrierekonstruktion
  • Anwendungsfälle aus Kosmoligie, Technik, Medizin und Biologie

Infos:
http://www.cvgpr.uni-mannheim.de/sommerschule

Maria

von Maria

Virtuelles weltweites Akademikerinnen-Netzwerk auf Bremer Server

Was ist vifu?

Die virtuellen Internationalen Frauenuniversität (vifu) ist ein
Ergebnis der Internationalen Frauenuniversität (ifu), die parallel zur EXPO
2000 mehr als 800 Wissenschaftlerinnen aus 115 Ländern zusammenführte.
Dabei ist die Universität Bremen beteiligt, nicht nur als Server-Standort.

Was ist das Ziel und wie ist der Erfolg?

"Software wird in diesem partizipativen Prozess weniger als Produkt,
sondern als Dienstleistung verstanden. Ein kreatives und selbstbestimmtes
Konzept technologischer Ausbildung der Teilnehmerinnen und deren
Einflussnahme auf die Technik selbst, auf ihre Funktionalität und
Benutzbarkeit gehen Hand in Hand", meint Heidi Schelhowe, die als
Informatik-Professorin an der Universität Bremen ist.
Die Einbeziehung und das technologische Wissen der
ifu-Teilnehmerinnen sorgte dafür,
dass sie in ihrem eigenen Land selbst zu Pionierinnen technischer Entwicklungen
wurden.
Wenige virtuelle Bildungsumgebungen werden so gut angenommen
wie die vifu, für die immer noch jeden Tag aus mehr als 100 Ländern über
1000 Zugriffe registriert werden.

Was sagen die Teilnehmerinnen?

"Wir schaffen uns über die
vifu unser eigenes Mentoring-System und gewinnen Einfluss in
Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis", sagt eine vifu-Nutzerin.
"vifu ist Teil unseres täglichen Lebens geworden",
freut sich Dr. Khin Ni Ni Thein, Direktorin des Burmesischen
Water and Resource Training Centre (WRTC).
"Für meine Abschlussarbeit brauchte ich empirisches Material.
Über den vifu-Server stellte ich meine Frage und erhielt einen Tag später
82 Antworten aus aller Welt", berichtet eine andere Teilnehmerin.

Das internationale Netzwerk ist noch bis Ende des Jahres finanziell
abgesichert. Bleibt zu hoffen, dass es auch darüberhinaus weitergeht!

Infos:
Universität Bremen
Fachbereich Mathematik / Informatik
Prof. Dr. Heidi Schelhowe
eMail: schelhow@informatik.uni-bremen.de
http://www.vifu.de

 Maria

von Maria

Dozentinnenkonferenz 2002

Hochschuldidaktisches Seminar "Lehr- und Lernformen für ein frauenorientiertes Studium in der Informatik"

Zielgruppe

  • Frauen, die als Dozentin in einem Sommerstudium tätig waren/sind
    oder die an diesem Projekt interessiert sind.
  • Professorinnen
  • Assistentinnen
  • Frauenbeauftragte an FHs in Ba-Wü

Thema

Ziel des Seminars ist ein Austausch über Lehr- und Lernkonzepte in der Informatik.
Einerseits geht es um Anregungen für eine lebendige und motivierende Lehre,
andererseits sollen die Dozentinnen der Informatica Feminale in Bremen und Furtwangen neue Impulse
für die Vorbereitung Ihrer Lehrangebote erhalten.

Inhalte

Es wird das Konzept eines Projektkurses vorgestellt, in dem Methoden und Techniken zur Entwicklung
einer datenbankgestützten Internet-Applikation vermittelt und erprobt werden können.
Die Ergebnisse einer Evaluation zu Erfahrungen zum Lernen und Lehren in einem monoedukativen
Umfeld als Ergeäntzung zur koedukativen Alltagswelt werden vorgestellt und diskutiert.

[aus der Einladung zum Seminar am Fr, 14. Jun. 2002 an der FH Mannheim]

 Maria

von Maria

Prüfungen

Prüfungen

Erfahrungsbericht einer Prüfungserfahrenen

Wie lernst Du für Prüfungen?
Da sich die (noch relativ kleine) Studierendenzahl in meinem Studiengang
(Naturwissenschaftliche Informatik) auf sechs verschiedene zweite Hauptfächer verteilt
und man die Prüfungsinhalte sehr frei wählen kann, kommt es selten vor,
dass mehrere Studierende zur gleichen Zeit eine Prüfung über das selbe Thema machen.
Da der Prüfungstermin in der Regel auch frei wählbar ist,
weil es sich um 30-minütige mündliche Einzelprüfungen handelt,
stand ich oft allein da und habe mir angewöhnt, allein zu lernen.

Sobald ich mich also für ein Thema entschieden habe,
suche ich mir erst mal Informationsquellen:
Neben meinen eigenen Mitschriften verwende ich auf jeden Fall
Bücher (aus der Universitätsbibliothek) und nach Möglichkeit Mitschriften ältere Kommilitonen.
Auf der Basis dieser Papierhaufen schreibe ich dann mehrere hundert Lernkarten:
Karteikarten, die auf der einen Seite nur ein Stichwort und
auf der anderen dazugehörige Erklärungen, Formeln und Anmerkungen erhalten.
Oft ergänze ich diese Karten noch durch Übersichtsblätter, die z. B.
übergeordnete Zusammenhänge zeigen oder auf denen ich noch mal alle wichtigen
Formeln auf einen Blick habe.

Wie gesagt habe ich praktisch für alle bisherigen Prüfungen allein gelernt.
Um trotzdem noch Anregungen von außen zu bekommen und das Erklären zu üben,
quäle ich meinen Freund: Wenn er etwas vom Thema versteht, lasse ich mich von ihm abfragen,
andernfalls gebe ich ihm eine Einführung in das Thema.

Sobald ich einen groben Überblick über den Stoffumfang habe,
erstelle ich zwar einen Zeitplan, dieser wird jedoch in aller Regel mehrfach überarbeitet –
aber zumindest habe ich einen Anhaltspunkt, wie weit ich mit dem Lernen sein sollte
(könnte) und fange früh genug an…

Prüfungsangst
Ich lasse mich von meinem Freund trösten und beruhigen:
Da er mitbekommt, was und wieviel ich lerne und er sein Diplom im selben Bereich gemacht hat,
vertraue ich ihm, wenn er meint, ich hätte genug gelernt (und eine Pause dringend nötig).

Themenfindung
Zum Teil gehe ich nach meinem Interesse (denn ich muss mich ja mehrere Wochen damit beschäftigen),
zum Teil aber auch danach, was auf meinem
Zeugnis ganz gut aussieht (dabei ist zu bedenken, dass man in meiner Fakultät
neue Prüfungsgebiete beantragen kann – bis zu einem gewissen Grad kann man sich
also selbst aussuchen, welche Fächer später auf dem Zeugnis stehen).

Prüferwahl
In unserer Fachschaft haben wir ganze Ordner voller Prüfungsprotokolle,
die Studies nach ihrer Prüfung für die nachfolgenden Generationen ausgefüllt haben.
Diese sehe ich dann danach durch, ob ich einen ruhigen, fairen Prüfer für mein Gebiet finden kann.

Prüfungen souverän meistern
Reden, reden, reden! Und dabei nicht zeigen, wenn man was nicht weiß,
sondern versuchen, auf ein anderes Thema zu kommen – oder zur Not bluffen: Ich sollte
mal in einer Prüfung mehrere Beweise durchführen, die ich nicht gelernt hatte,
weil der entsprechende Prüfer sonst nie nach Beweisen gefragt hatte. Durch
gesunden Menschenverstand (und ein bisschen Unterstützung des Prüfers,
der wohl glaubte, ich wäre nur nervös) habe ich sie so gut hinbekommen, dass ich
doch noch mit einer Eins aus der Prüfung gegangen bin.

Gabriele

von Gabriele

Mentoring

Angebote für Frauen

Mittlerweile gibt es einige Mentoring-Programme für Frauen.
Als Muffin-Mentee interessiert mich das natürlich. Mentoring
lohnt sich!
Allein in der letzten Woche flatterten mir zwei auf den Schreibtisch:
Ein Mentoring-Programm aus Hannover und eins an der Ruhr-Uni Bochum.
Im Web bin ich dann noch über ein Mentoring-Programm
für Schülerinnen und Studentinnen
in Fulda gestolpert.

Möglichkeiten im Mentoring

  • inhaltlich-fachliche Beratung bei Studien- oder Diplomarbeiten
  • Vermittlung eines Praktikums oder Mitarbeit in einem Arbeitsprojekt
  • gemeinsamer Besuch von Fachveranstaltungen
  • fachlicher Austausch
  • Vermittlung beruflich relevanter Kontakte
  • Miterleben eines "normalen" Arbeitstages

Mentoring macht Arbeit
Zu Beginn des Mentoring sollen Ziele vereinbart werden. Mentee und MentorIn sollen bei den ersten Treffen
darüber sprechen, was erreicht werden soll. Ziele können die Vermittlung eines Praktikums,
der kontinuierliche Austausch über Fachthemen, Unterstützung in Fragen des Selbstmarketings,
Vermittlung einer Diplomarbeit, die Herstellung von Kontakten, die gemeinsame Arbeit an einem Vortrag,
Bewerbungstipps und ähnliches mehr sein.

Auch wenn beide Seiten vom Mentoring profitieren,
fällt der Mentee die aktivere Rolle zu.
Sie sollte nachfragen und ihre Interessen aktiv einbringen.
Meist sind alle Informationen, die MentorIn und Mentee austauschen, streng vertraulich.
Dieser geschützte Rahmen ist die Basis für eine offene Diskussion selbst bei schwierigen Themen
wie bei eigenen Schwächen, bei Problemen im Studium und bei der Karriereplanung.

Damit die Mentee wirklich Nutzen aus den Treffen zieht,
sollte sie diese vorbereiten: Was soll beim Treffen besprochen werden?
Es kann sinnvoll sein, Leitfragen vorab zu schicken, damit die/der MentorIn die Gelegenheit hat,
sich vorzubereiten. Die Treffen sollten eine hohe Verbindlichkeit für beide Seiten aufweisen.
Form (z. B. per Telefon, E-Mail) und Häufigkeit der Kontaktaufnahme zwischen den Treffen sollten
abgesprochen werden.

Bochum
Im September 2002 findet eine Auftaktveranstaltung mit den ersten Mentoring-Duos statt.
Auch danach läuft das Programm weiter. Sowohl im Januar als auch im Mai 2003 können weitere Mentoring-Gruppen
gebildet werden.

Die MentorInnen und Mentees werden auf das Mentoring vorbereitet.
Im Rahmen der Einführungs-Workshops begegnen sich die Paare.

Beim ersten Treffen soll man sich kennenlernen und den zeitlichen und inhaltlichen Rahmen
der Zusammenarbeit klären. Wenn beide den Eindruck haben, dass fachliche Interessen gut passen
und beide auch persönlich auf einer Wellenlänge liegen, kann beim zweiten Treffen die Mentoring-Vereinbarung
unterschrieben werden. Danach gestalten die Tandems eigenständig und aktiv ihre Zusammenarbeit.

Hannover
Bis zum 1. Juli 2002 können sich Studentinnen und Doktorandinnen für einen Platz im Mentoring-Programm
der Uni Hannover bewerben. Neu ist die Möglichkeit, für neun Monate mit einem/r MentorIn aus dem
europäischen Ausland zusammenzuarbeiten.
Das Projekt läuft über das Frauenbüro der Universität Hannover, Wilhelm-Busch-Straße 4,
und das EU-Hochschulbüro Hannover / Hildesheim, die die finanzielle Unterstützung
der Auslandsaufenthalte der Mentees sichern wollen.

Ab Herbst 2002 werden die ausgewählten Bewerberinnen mit einem/r MentorIn Fragen zu
Berufsstart und Karriere, Zukunftsplanung und beruflicher Qualifikation behandeln.

Fulda
Der Fachbereich Angewandte Informatik der Fachhochschule Fulda will
Mentorinnen aus dem Berufsleben mit IT-Kenntnissen werben, die den Studentinnen des
Fachbereichs durch fachliche Beratung ermöglichen, sich im Umfeld des Studiums
und Berufs zu positionieren, eigene Interessen zu erkennen und Wege zu finden,
die Interessen zu realisieren.
Entsprechend sollen Studentinnen
geworben werden, die sich als Mentorinnen ausbilden lassen und Schülerinnen
beraten und für ein Informatik-Studium begeistern. Die Arbeit der Mentorinnen
wird ehrenamtlich geleistet.

Das "MentorinnenNetzwerk
für Frauen in naturwissenschaftlich-technischen
Fächern an hessischen Universitäten und Fachhochschulen"
begleitet junge Frauen beim Studieneinstieg, während des Studiums und beim Übergang in den Beruf
zu unterstützen. Das Projekt soll u. a. ein Netzwerk für Frauen in Naturwissenschaft und Technik aufbauen.

Die URLs dazu:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/mentoring/
http://www.uni-hannover.de/frauenbuero/mentoring
http://www.fh-fulda.de/~gross/mentorin/
http://www.muffin21.de

 Maria

von Maria

Bekleidung beim Vorstellungsgespräch

Bekleidung beim Vorstellungsgespräch

Erfahrungsbericht einer Muffin-Mentee

Vorher

Da sich mein Studienende langsam näherte,
wollte ich mich auf der CeBIT 2001 nach zukünftigen Arbeitgebern umsehen.
Eigentlicher Anlass für eine Kontaktaufnahme war meine Suche nach einem Praktikumsplatz
und einem externen Diplomarbeitsthema.

Zu diesem Zeitpunkt fanden sich in meinem Schrank diverse Jeans, T-Shirts,
bunte Blusen und Röcke aus meiner Zeit als "Junge Wilde". Da ich viele Jahre gebraucht hatte,
um zu meinem jetzigen Selbstverständnis, Selbstbewusstsein und Kenntnisstand zu gelangen,
wollte ich mich für die Gespräche auf der CeBIT so kleiden, dass ich auf den ersten Blick
als willige Berufseinsteigerin erkannt und ernstgenommen werden würde.

Empfehlungen aus Ratgebern

Welche Kleidung für eine bestimmte Stelle angemessen ist,
ist von der ausgeschriebenen Position und Branche abhängig.
Selbstverständlich sollten Kleidung und Schuhe sauber, gepflegt und unaufdringlich sein.
Auf jeden Fall vorher probetragen.

Der FALKEN Bewerber-Knigge (ISBN 3-8068-2084-8, 1999) empfiehlt,
auf gute Verarbeitung und Qualität zu achten. Der Jackettkragen soll sich dicht
an den Kragen anschmiegen, es bleiben etwa eineinhalb Zentimeter des Blusenkragens sichtbar.
Der Schnitt sollte nicht zu eng sein, man sollte sich wohl fühlen und problemlos bewegen können.

Schuhe und Strümpfe sind immer der dunkelsten Farbe der Hose oder des Rockes angepasst
oder dunkler. Bei Hosen sollte das Bein auch dann nicht sichtbar sein,
wenn die Beine übereinandergeschlagen werden.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man sich vorab über die Kleiderordnung
des Unternehmens informieren.

Erwerb der Kleidung

Je früher man sie sich zulegt, um so größer die Wahlmöglichkeiten.
In einer mittelgroßen Stadt wie Bielefeld bieten sich zum Kauf Geschäfte wie Benetton
oder Sinn Leffers an, zum Teil auch Zero, S. Oliver oder Esprit.

Für die "Anfängerin" ist es einfacher, einen fertigen Anzug zu kaufen.
So ist garantiert, dass Blazer und Hose in Farbe und Stoff zusammenpassen.
Die Anzughersteller liefern meistens auch andere Kleidungsstücke zum Kombinieren mit,
etwa andersfarbige Hosen, T-Shirts, Blusen und Accessoires.

Nach meiner Erfahrung kann man einen kompletten Anzug mit Bluse bereits für
100,- Euro bekommen, insbesondere am Ende der Saison.
Mit 200,- Euro hat man schon eine gute Auswahl und bekommt interessantere Exemplare,
bei denen man nicht unbedingt Blazer und Hose in der gleichen Größe kaufen muss.

Mit interessant meine ich an dieser Stelle Farbe und Muster. Mit Schwarz, Anthrazit
und Dunkelblau liegt man wahrscheinlich nie falsch. Andererseits werden diese Farben
von den meisten getragen, es ist schick, aber nicht unbedingt aussagekräftig.
Mein erster Anzug hat einen dunklen Grünton, der je nach Licht ins Bronzene oder Braune changiert.

Leider sind selbst die Hosen der Anzüge meist für die Reinigung bestimmt und
nicht für die eigene Waschmaschine. Letzteres kann aufgrund der einfacheren Handhabung
den Tragespaß natürlich sehr erhöhen.

Praxistest

Aus meinen Einladungen wählte ich zwei aus, zu denen ich fuhr.
Beim Gespräch mit den Abteilungsleitern, Projektleitern und dem Vertreter des Praktikantenprogramms
in der IT-Abteilung eines großen Dienstleistungsunternehmens fiel mir die Wahl
der Kleidung nicht schwer. Da mein Anzug dort schon bekannt war,
wählte ich eine klassische schwarze Stoffhose mit einer blauen Bluse.
Dies schien angemessen zu sein, da ich keine spezielle Rückmeldung erhielt,
anders als bei meinem zweiten Gespräch.

Vor der Fahrt zu diesem Familienunternehmen, in deren Softwareabteilung dicht
an der Hardware programmiert wird, fragte ich mich, ob ich mich eher schick oder
leger vorstellen sollte. Nach Rücksprache mit meinem ältesten Bruder,
der selbst mehrmals Personal für eine Softwareabteilung mit ausgewählt hat,
entschied ich mich für den Anzug.

Am Tor wurde ich vom Projektleiter in Jeans und Sweatshirt begrüßt.
Bereits vor Gesprächsbeginn stellte er klar:
"Consulting machen wir hier nicht."
Im Anzug war ich hier also overdressed. Es dauerte eine Weile,
bis er mein Bild vergaß und Vertrauen in meine Kenntnisse und Ausbildung fasste.

Nachher

Inzwischen habe ich mir einen weiteren Anzug zugelegt.
Ich weiß jetzt, dass ich im Bereich Softwareentwicklung in bzw.
mit Anwenderfirmen arbeiten und zumindest am Anfang nicht in die Beratung gehen werde.

Mit dem Anzug zeige ich, dass ich meine Gesprächspartner und
den Grund unseres Treffens ernst nehme und mich vorbereitet habe.
Die erste Unsicherheit, die mit der neuen Kleidung kam, hat sich verflüchtigt.

 Barbara

von Barbara

Chemie und Informatik

Studieren in Bielefeld

Ich studiere nicht reine Informatik, sondern mein Studiengang nennt sich
„Naturwissenschaftliche Informatik“ und umfasst neben dem
ersten Hauptfach Informatik noch ein zweites, das in meinem Fall die Chemie ist.
Idealerweise sollten sich diese beiden Fächer ergänzen und es sollte
Lehrveranstaltungen im interdisziplinären Bereich geben –
was leider eher der Ausnahmefall als die Regel ist.

Abgesehen von ein paar allgemeinen Vorgaben,
wieviele Stunden ich am Ende des Studiums gehört haben muss,
über wieviele Stunden ich mich prüfen lassen
muss und was für Scheine ich benötige, gibt es wenig Vorgaben.
Das bedeutet, dass es jedem selbst überlassen ist, sich einen sinnvollen,
in sich stimmigen Studienplan zu erstellen.

Bei den fünf zu absolvierenden Diplomprüfungen habe ich mich für folgende Gebiete
entschieden – und hoffe, dass sie keine zu schlechte Wahl waren:

  • Physikalische und Bioorganische Chemie
    Da mein zukünftiger Arbeitsplatz vermutlich im Pharmabereich liegen wird,
    werde ich diese beiden Teilgebiete häufiger brauchen, z. B. um Reaktionsabläufe
    oder die Wirkungsweise von Medikamenten im Körper zu verstehen.
  • Angewandte und Neuroinformatik
    Die beiden Gebiete vermitteln meiner Meinung nach das wichtigste Handwerkszeug,
    das speziell in der Chemie gebraucht wird: Musterklassifikation (um z. B.
    Spektren auszuwerten), Datamining, Neuronale Netze (sind in der Computerchemie
    sehr beliebt) etc.
  • Vertiefungsfach Molecular Modelling
    Nun, der Name ist etwas irreführend: Obwohl ich mich auch sehr stark mit Molecular
    Modelling beschäftigt habe (d. h. Moleküle am Rechner entwerfen,
    ihre Eigenschaften berechnen und mögliche Reaktionen vorhersagen), ging die Prüfung
    hauptsächlich über Methoden der Computersimulation, also z. B.
    Monte-Carlo-Verfahren und Molekulardynamik.

Meine Diplomarbeit, die ich voraussichtlich dieses Sommersemester über schreiben werde,
soll die Weiterentwicklung eines Tools zur Erkennung chemischer
Substrukturen umfassen. Das genaue Thema ist aber immer noch in der Planung.

Gabriele

von Gabriele