Roboterhunde programmieren
Süß und unschuldig sitzen vier Hunde auf dem Tisch, neben ihnen ein paar orange Bälle, rosa Plastikknochen und schwarz-weiß-karierte Pfosten.
Fünf Teilnehmerinnen haben sich für den dreitägigen Kurs bei Birgit Koch aus Hamburg angemeldet, ich bin eine davon :-). Zur Theorie: AIBO ist der Kurzname des Roboterhunde-Modells. Sony hat die Produktion im März 2006 leider eingestellt, für viele Euro werden die Tierchen aber noch bei Ebay&Co. gehandelt. Rund 2.000 Euro muss das zukünftige Frauchen oder Herrchen auch für einen gebrauchten Roboterhund auf den Tisch legen. Zu viel für den Privatbesitz :-(
AIBO steht übrigens für Artificial Inteligent Robot! Der Name lässt vermuten, dass wir es mit ganz intelligenten Tierchen zu tun haben. Wir sind gespannt wie Flitzebogen und froh, als der theoretische Teil schnell abgeschlossen ist.
Zunächst testen wir, was die Hunde von Haus aus können. Der An- und Ausschalter versteckt sich im Nacken. Lang ausgestreckt liegt unser Hund da. 20 Sekunden lang passiert erstmal gar nichts. Aber dann lässt der Kleine die Leuchten am Vorderkopf spielen, dreht den Kopf und streckt alle Viere von sich. Langsam steht er auf und wackelt durch den Raum.
Einiges kann AIBO schon von selbst, z.B. die Beine heben, tanzen oder sogar sprechen! Er erzählt mir: „I want to be your friend. I will take a picture of you“. „Klick“ macht es am Vorderkopf. Ob er nun nur so tat oder tatsächlich ein Foto erstellt hat, ist jedoch ungewiss.
Wenn AIBO mein Freund sein will, vielleicht hört er dann ja auch auf mich. Für irgendwas müssen die Mikrofone an seinen Ohren doch da sein. Ich sage „Sit“, er bewegt sein rechtes Bein und setzt sich hin. „Toll“, denke ich und rufe „Dance!“. AIBO schaut nur interessiert. Eigentlich sollte das zu seinem Wortschatz gehören, der laut Anleitung aus 53 Befehlen besteht.
Jetzt wackelt er ohne Kommando auf einen rosa Plastikknochen zu, öffnet den Mund (sorry, das Maul) und nimmt ihn auf. Super! Glücklich setzt sich Hundi hin und wedelt mit dem Schwanz.
Wir Kursteilnehmerinnen drängen, Einfluss auf das Verhalten unserer Hunde zu nehmen. Schnell ist die Software auf den Laptops installiert. Am ersten Tag benutzen wir eine Drag&Drop-Programmieroberfläche (für Kennerinnen: Yart7). Unseren Code speichern wir auf eine Speicherkarte, die anhand eines mitgelieferten Adapters an unser Laptop angeschlossen werden kann. Die Karte wird dann in einen Schlitz an Aibos Bauch geschoben.
Nach dem Einschalten stellen wir fest, ob das Programm wirklich ausführt, was wir uns vorgestellt haben – leider ist das bei den ersten Versuchen noch nicht der Fall, erst später stoßen wir erste Jubelschreie aus: es klappt!
Die Zeit vergeht wie im Fluge, wir haben noch Zeit, den Quellcode zu studieren, und lernen die Geschichte von AIBO und seinen Freunden kennen. Toll, was wir in dreieinhalb Stunden schon so alles hinbekommen haben.
Freitag geht es dann ans „richtige“ Programmieren, Samstag zur Vorführung auf den GI-Empfang. Dass Hunde nicht immer alles machen, was Frauchen erwartet, war bei der Vorführung zu sehen – lustig war es dennoch.
Mit etwas Überredungskunst bietet Birgit den Kurs im nächsten Jahr vielleicht doch nochmal an. Roboterhunde auf dem 10-jährigen Jubiläum – vielleicht in der oberen Rathaushalle – wären doch echt super! Findet Ihr nicht auch?
Nicole
von Nicole
Am letzten Dienstag haben immerhin drei if-Frauen die Themen um so schöne Schlagwörter wie "6-Hut-Methode" oder "Frauen in die Informatik" bereichert. Leider konnte die geballte Frauen-Power nicht verhindern, dass immer wieder platte Sex-Witzchen gerissen wurden. Die Truppe war schon mal besser… aber das Publikum eben auch.
Wie immer hervorragend war der Pianist Ezzat Nashashibi. Seine improvisierte Begleitung der Szenen war unaufdringlich und stets passend. In einer eigenen Nummer interpretierte er auf Zuruf das Volkslied "Hoch auf dem gelben Wagen" im Stile Mozarts, Gershwins und Fanny Mendelssohns. Hier regnete es so viele Rosen wie sonst nirgends!
Natürlich wurden auch Schwämme geworfen, etwa bei platten Baguette-Witzen in einer längeren Szene auf dem Eiffelturm. Und wenn ich mich nicht auf meine früheren Erfahrungen verlassen und mehr Rosen als Schwämme gekauft hätte, wären noch einige mehr den SchauspielerInnen vor die Füße geflogen.
Onlinerecht ist nicht gerade das Lieblingsthema von Website-Betreiberinnen. Nichtsdestotrotz ist es geboten, sich in der Materie ein wenig auszukennen. Dabei hilft dieses Buch eines Experten.
Nach ein paar organisatorischen Hinweisen durfte dann endlich unsere prominente Besucherin sprechen: Zaheda Bhorat erzählte uns die Google-Story. Darf ich vorstellen: Bhorat, Zaheda Bhorat.
Das ist aber eine nette Überraschung, ich soll ein T-Shirt zu den Teilnahmeunterlagen bekommen.
Diese Frage wurde mir am ersten Tag der informatica feminale dreimal gestellt. Gemeint ist der weiße Turm, der aus dem Fenster der Cafeteria der informatica feminale zu sehen ist, den eine Teilnehmerin auch als “Verirrten Leuchtturm” bezeichnet hat!
Die Dokumentation zum animago AWARD 2006 ist erschienen. Die DVD zeigt das Beste, was die internationale 3D- und Compositing-Szene derzeit zu bieten hat: State-of-the-Art-Produktionen stellen die Bandbreite des diesjährigen Wettbewerbs vor.
Publikumspreis wurde mein eigener Favorit:
Die Doppel-DVD ist genau das Richtige für diese verregneten vorherbstlichen Tage. Heiße Schokolade, Kuscheldecke, ab auf’s Sofa und dann mal einen Beitrag nach dem anderen ansehen.

Das Binnenschiff mit der Informatikausstellung tourt dieses Jahr durch viele Städte – in Duisburg war es schon Anfang Juli. Bis zum 18. September ist es jetzt noch im Süden der Republik unterwegs. Die Ausstellung an Bord des Binnenschiffs zeigt, wie Informatik den Sport im Allgemeinen und Sportgeräte im Speziellen beeinflusst.
Im ersten Bereich gibt es zum Beispiel eine Apparatur, bei der die Sprunghöhe aus dem Stand gemessen wird (ich hatte 28 cm; ist das gut?). Zum "Kopf" gehört alles, was mit Intelligenz und Psyche zu tun hat. Außerdem kann frau mal ausprobieren, ob sie Talent für’s Speerwerfen hat. Oder ob Kickern gegen den Automaten zu gewinnen ist (aber Vorsicht, das Ding ist für Linkshänderinnen gebaut). Soweit die Spielereien beim "Material".
Für die "Fähigkeiten" werden Schnelligkeit und Reaktionsgeschwindigkeit getestet, zum Beispiel beim Linealfalltest. Dabei lässt Eine ein Lineal fallen, das die Andere auffangen muss; je nach cm-Marke war frau dann schnell oder nicht so schnell. Ich war schnell, weil ich sowohl die Eine als auch die Andere war … Oder es gilt zu schätzen, wie lange 20 Sekunden dauern. Drückt frau zum zweiten Mal auf den Knopf, erscheint die Zeit, die wirklich vergangen ist.
Wer zahlt’s? Der Eintritt ist frei! Finanziert wird das Ganze durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche Telekom Stiftung. Die Fraunhofer Gesellschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft stellen die Exponate. Außerdem haben die Universitäten Darmstadt, Münster und Hohenheim ihre Finger im Spiel, das Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten FES, der Olympiastützpunkt Berlin und – klar – die Deutsche Sporthochschule. Dort sind sicher auch arme Studis damit beschäftigt, ihr Rucksackproblem zu lösen. Das gibt’s natürlich auch auf dem Schiff – als Holzkiste (nee, leider ohne Piratenschatz) mit Holzklötzen. Oder ging es da eigentlich um Gleichgewicht, Schwerpunkt und Auskippwinkel? Geht hin und findet’s selbst raus.
Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. An Bord gibt es ein kleines Café, so dass für das leibliche Wohl auch gesorgt ist. Schließlich ist es manchmal ganz schön anstrengend, dieses besondere "Museum" zu nutzen.
Das „Test & Training“-Buch hat Hand und Fuß, gute Tipps und Praxisbezug. Die Hinweise und Hilfen zur Ursachenforschung klingen vernünftig. Der Einstieg ist gut gelungen; die Erkenntnis, dass Durchsetzungsstärke privat geübt werden muss, um sie auch im Beruf anzuwenden, wird früh vermittelt. Toll ist auch, dass viele Strategien erklärt werden, die sich dann praktisch anwenden lassen. Darunter Transaktionsanalyse, TALK (Thema, Analyse, Lösen, Konsequenz), Riemannsches Relativitätsmodell (Nähe/Dauer/Wechsel/Distanz-System) und andere. Manche dieser Strategien, Instrumente und Methoden habe ich früher schon kennengelernt; hier sind sie gut und wirklich auf den Punkt erklärt.
Das Hörbuch mit drei CDs dauert alles in allem ca. 160 Minuten. Der Sprecher ist nicht sonderlich mitreißend, aber gut zu verstehen. Sehr nett ist, dass man einzelne Tracks anwählen kann (was für Hörbücher nicht selbstverständlich ist).
Wer gute Präsentationen und Vorträge kennt, hat es oft mit der amerikanischen Art des Redens zu tun gehabt. Das deutschsprachige Buch erklärt, warum diese Vortragstechnik so erfolgreich ist. Schritt für Schritt wird die Leserin informiert, wie die eigenen Inhalte ansprechend unter Publikum gebracht werden können. Dazu kommen für jede Phase der Präsentation ein paar passende Phrasen auf Englisch. Das Ganze kommt in gut verdaulichen Häppchen daher. Auch wenn sich das schmale Buch nicht ausdrücklich an Informatikerinnen oder Wissenschaftlerinnen wendet, kann frau mit den praktischen Tipps in ihrem Vortragsalltag erfolgreich werden.