Richtig anders – anders richtig

Einmal aufgeblättert, fange ich an zu lächeln. Dieses Buch ist sehr einladend & lesefreundlich. Überraschend, denn das Cover ist etwas wild, da gucke ich nicht so gern drauf. Geschmackssache. Ich halte mich also ans aufgeklappte Buch ;-)
Die Kapitel sind so geschrieben, dass es gut und leicht zu lesen ist. Einladend wirken kurze Abschnitte, Zwischenüberschriften, meist sanfte Farben. Die Texte werden durch sticker-ähnliche Grafiken und bunte Bilder aufgelockert. Der Stil ist sachlich, sehr gut und allgemein verständlich. Am Ende gibt es ein Stichwortverzeichnis und Quellenverweise.

Die Einführungen in die Themen erinnern an bzw. erklären hilfreiche Begriffe. Damit klar wird, was diese ähnlich lautenden Dinge voneinander unterscheidet:
- Neurodivers
- Neurodivergent
- Neurotypisch ≠ Neurotyp
- Neuronormativ
Die Texte und Erfahrungsberichte sind aus Sicht von Betroffenen oder „Allys“ (Verwandte, Freunde, …) geschrieben. Es gibt Berichte und die Beschreibung selbst erlebter Situationen zu verschiedenen Aspekten: Aktivist:in sein, Selbstdiagnose … Das alles mit Schwerpunkt auf eigene, ganz persönliche Erfahrungen mit dem Anderssein, dem Abweichen von der Norm.
Zitat:
Eine Katze ist kein defekter Hund, sondern eine Katze!
Jede Menge Informationen runden das Werk ab. Umfangreich und doch übersichtlich habe ich auf rund 222 Seiten jede Menge Altbekanntes gut aufbereitet vorgefunden und Neues erfahren.
Zitat:
Your. Worth. Is. Not. Measured. In. Productivity.
Ja, wenn man mal bewusst drüber nachdenkt, Produktivität bzw. Leistung ist oft der „Normalo-Treiber“. Und müsste es gar nicht immer sein.
Fazit: Wiedererkennen oder Einsicht, beides kann aufleuchten beim Lesen
Themen
- Gleichberechtigt, nicht gleich
- Lese-Rechtschreib-Schwäche und Dyskalkulie
- ADHS, Autismus-Spektrum, AuDHS
- Mental Health
- Spezialinteressen & autistisches Denken
- Sinneswahrnehmung
- Barrieren
- Folgeerkrankungen
- Komorbidität
- Selbstdiagnose (mehr als Wichtigmacherei)
- Masking
- Gut genug
- Junge Selbsthilfe
- Safe Space
- Nachteilsausgleich
- Community: Keine Einzelfälle
Kathrin Köller und Irmela Schautz: „Richtig anders – anders richtig. Selbstbewusst neurodivergent“. Hanser 2025. 22,- EUR (D) / 22,70 EUR (A). ISBN 978-3-446-27978-0.
Mehr Infos
- Neurodiversity celebration week (UK website)
- Disability pride flag
- Welt-Autismus-Tag
- Krisenchat
- fideo.de (stark gegen Depression)
Maria

Torben Kuhlmann ist begabter Illustrator und hat ein Händchen für atmosphärisch dichte Illustrationen, die phantasievolle und wirklichkeitsgetreue Darstellung verbinden. Das Schönste an den Bildern ist für mich die „historisch“ angehauchte Farbwelt. Alles sieht aus wie auf verblichenen Fotos. Sehr, sehr schön.





Showcase: Brandneue Programme für alle





Nach einem ersten Tag voller Wiedersehen, Kennenlernen, Programmieren, Softskillen, Chillen (vielleicht), Austausch… geht die Feier weiter. Und zwar im großen Stil: Sektempfang, Grußworte, Keynote zu KI, Podiumsdiskussion, Buffet, Zauberei, Geschicklichkeits-/Geduldsspiel-Tisch… wow!

… Eintauchen in Vergangenheit und Zukunft gleichzeitig! Im letzten Jahrtausend hab ich den einzelnen Folgen der Serie immer entgegengefiebert. Jetzt liegt eine Reminiszenz an diese Zeit auf meinem Tisch, als Graphic Novel.
Zum Hintergrund: Curtis Newtons Eltern wurden ermordet. Sie haben ihm eine besondere Gemeinschaft geschaffen: Professor Simon Wright, der todkrank war und dessen Gehirn vom Körper getrennt und in einen Behälter transferiert wurde. Außerdem Grag, ein Roboter, und Otto, ein Android mit formwandlerischen Talenten.
Sein Raumschiff ist die COMET, auf Reisen mit ihr setzt sich die bunte Crew für Frieden und Gerechtigkeit ein.
Der Stil der Zeichentrickserie von Toei Animation lebt hier wieder voll auf, ich habe mich gleich zurück gebeamt gefühlt.
Das ganze Buch bringt nicht nur fundierte Erfahrungen im Inhalt, sondern auch eine wertige Verarbeitung mit. Es liegt gut und schwer in der Hand, hat ein Lesebändchen, und so unterstreicht auch das Format den Fokus auf qualitativ Hochwertiges.







Am 20. Juli 1969 setzte Neil Armstrong im Rahmen der Apollo-Mission als erster Mensch um 3.56 Uhr MEZ seinen Fuß auf den Mond. Das war der Durchbruch in der Raumfahrt. Den Vorschlag einen Gedenktag für den Weltraum zu initiieren, stammt angeblich vom US-Amerikanischen Anwalt, Politiker, Hochschullehrer, Performer und Blogger Dr. Tom Stevens. Im Gedenken an die 1. Mondlandung wählte er den 20. Juli, den er selbst (seinen eigenen Angaben zufolge) im Jahr 1970 erstmals beging.




