Fretboard-Compendium
Ich habe Geburtstag, ich spiele Gitarre, ich möchte solieren lernen und ich bekomme das Buch „Fretboard-Compendium“. Der Einband verspricht mir „mehr Transparenz und Übersicht“ auf dem Griffbrett und soll Anfängerinnen wie Fortgeschrittene gleichermaßen ansprechen. Zudem bietet es ein „neuartiges System, welches […] das Navigieren auf dem Griffbrett deutlich erleichert“.
Das klingt vielversprechend und das knapp 80 Seiten schmale Buch kommt dafür mit zwei CDs daher. Alle Beispiele im Buch sind in Notenschrift und in Tabulatur notiert. Dazu gibt es entsprechende Hörbeispiele auf der CD. Diese sind häufig einmal in 120 bpm und einmal in 60 bpm eingespielt. Prima, dann bekomme ich schon mal einen guten Eindruck, wie das ganze schnell klingt und gleichzeitig die Möglichkeit, im langsamen Part die Übungen nochmal genau anzuhören.
Zu einigen Übungen gibt es Abbildungen von mehr oder minder bekannten Gitarristen mit Hinweisen wie „der benutzt das auch“. Aus meiner Sicht hätte man sich diese Bilder allerdings auch sparen können und eine Auflockerung mit anderen Grafiken machen können. Schmerzlich vermisst habe ich hier zudem auch mal eine Gitarristin, z. B. Orianthi Panagaris, Jennifer Batten oder Donna Grantis.
Die Aussicht auf ein hilfreiches „Griffbrett-Navigations-System“ und viele der Überschriften sprechen mich als Informatikerin sofort an. Da ist die Rede davon, dass „Griffbrett zu formatieren“ oder „Copy & Paste“ zu arbeiten.
Meiner baldigen Karriere als Solo-Gitarristin scheint also nichts mehr im Wege zu stehen. Ich stutze beim Lesen jedoch schon relativ schnell: Vieles von dem geschriebenen Text hätte man besser in hilfreichen Grafiken unterbringen können.
Auf Dauer ist es sehr verwirrend und vor allem auch anstrengend zu lesen, dass man im x-ten Bund auf der y-ten Saite mit Finger z die Note A erreicht. Vor lauter abstrakter Zahlen verliere ich schnell den Überblick und kann die eigentliche Lektion dahinter nur mit viel Mühe fassen.
Ein weiterer Punkt, der hier zusätzlich für Verwirrung sorgt, ist die Referenzierung auf die Tracks der CD. Jedes Notensystem hat eine Beispielnummer und die CD-Referenzierung in Form von „TRACK I/50“ (CD 1, Track 50). Wenn dieses Beispiel im Fließtext beschrieben wird, liest sich das so: „Als nächstes wird die dritte Note betont (Beispiel 1c, Tracks I/38&39). Beispiel 1d (Tracks I/40&41) verdeutlicht die Klangeigenschaft der Phrase, wenn der vierte Ton hervorgehoben wird.“ Eine Referenz auf das Beispiel hätte hier völlig gereicht. Den frei werdenden Platz hätte man schön für ein paar erklärende Grafiken nutzen können.
Die Kombination der beiden genannten Verwirrungstaktiken ist leider ziemlich tödlich für die Motivation. Ich habe das Buch schnell frustriert in die Ecke geworfen. Schade, wird wohl doch nichts mit meiner Karriere als Solo-Gitarristin.
Fazit: Steckt bestimmt viel Wissen drin, die Aufbereitung vermiest einer aber ziemlich die Laune
Themen
- Das Paketsystem
- Die horizontale Sichtweise
- Shapes
- Die klassischen Dur-Shapes
Jörg Hartig: „Fretboard-Compendium. Das „construction tool“ für gute Solos.“ PPV MEDIEN 2016. 19,95 EUR. ISBN 978-3-95512-123-5.
Anke



Zuerst war ich skeptisch… klingt der Titel nicht reißerisch? Irgendwie unseriös? Effekthaschend? Doch ich bin schnell eines Besseren belehrt worden. Immer mal wieder gibt es Situationen, in denen man improvisieren muss, ob man will oder nicht. Erfahrungsmäß geht dies mal gut, mal nicht.
„Schwierige Zeitgenossen, kenn ich, davon wimmelt es doch nur so!“ Wem das schon mal durch den Kopf gegangen ist, für die oder den sei dieses Büchlein warm empfohlen. Es beschreibt, wie man souverän mit den Schwierigen umgeht. Strategien und Lösungen zu verschiedenen Konfliktarten sind hier zu finden. Dabei liegt der Schwerpunkt im Berufsleben, auch wenn Manches sicher auch persönlich und privat hilfreich ist.
Kenngrößen, Konzentrationsmaße, Regression, Zufallsvariablen – alles Gängige aus der Welt der Statistik ist hier vertreten. Das Büchlein führt kurz in die wichtigsten statistischen Verfahren und Wahrscheinlichkeitsrechnungen ein.
Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt:
Führungskräfte müssen immer öfter auch moderieren. Das Ziel ist klar: Gute Ergebnisse, mehr Ideen, wie das Unternehmen weiterentwickelt werden kann, eine höhere Motivation und Einbindung möglichst aller Beteiligten. Und das möglichst ohne lange Vorbereitungen.
Eine Managementmethode, die hilft, besser zu werden, wenn es eng wird. Der eigentliche Benefit von Kanban entsteht komplett erst dann, wenn mehr als nur die persönliche Arbeitsleistung auf einem Board steht. Erst wenn mehrere Teile der Wertschöpfungskette diszipliniert miteinander arbeiten, lässt sich für das Unternehmen ein echter Nutzen ableiten. Diszipliniert heißt übrigens nicht, dass es nicht auch Spaß machen kann! Weil man eben merkt, dass sich sowohl der persönliche als auch der unternehmerische Erfolg einstellt.









Wer als Bastlerin (neudeutsch: Maker) unterwegs ist, benötigt in der Regel Wissen über den Umgang mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen, z. B. um das eigene Arduino-Projekt in einer optisch anspruchsvollen Holzbox unterzubringen.
Giulia Enders ist Wissenschaftlerin und kann überaus unterhaltsam erzählen. Besonders darüber, was wir mit dem Darm für ein hochkomplexes und wunderbares, und doch vernachlässigtes Organ haben. Er ist der Schlüssel zu Körper und Geist. Er ist ein fabelhaftes Wesen voller Sensibilität, Verantwortung und Leistungsbereitschaft – und er ist wichtigster Berater unseres Gehirns. Guck an!
Ein besonderes Organ! Dazu gibt es erstaunlich viel zu entdecken, zu staunen und zu lernen. Genuss springt am Ende womöglich auch noch dabei raus… Denn wie wir uns selbst kennen und spüren, beeinflusst grundlegend unsere Gefühle, Stimmungen und unser generelles Wohlbefinden.
Als Mischung aus Fachbuch und autobiografischen Fotosessionberichten ist das Buch nach einem eher außergewöhnlichen Konzept aufgebaut. Aufmerksam gemacht hat mich als erstes mal der Titel. Super! Fehlerkultur! Da bekomme ich nicht nur fotografische Inspiration, sondern auch etwas mehr. Leider war meine Erwartungshaltung zu hoch… die Fehler, die beschrieben sind, sind zwar lehrreich. Manche davon hätte ich selbst allerdings auch beim ersten Mal eher nicht gemacht ;-)
75 % der Frauen in Deutschland erwartet später eine Rente unter 400 EUR. Nicht schön. Gar nicht schön.