Professionell Präsentieren in den Natur- und Ingenieurwissenschaften
Okay, an der Gestaltung könnte man noch etwas machen, es wirkt etwas… ungeschickt. Aber die Tipps im Buch sind wirklich gut. Das Buch hilft, eigene Präsentationen anders zu gestalten als den durchschnittlichen und langweiligen Vortragsfolienmarathon. Das macht es von der Vorbereitung (schneller) bis zur Wirkung (länger). Es ist speziell auf Zielgruppen aus Forschung und Industrie, aus Natur- und Ingenieurwissenschaften zugschnitten, prima :)
Das Buch bietet viel Inhalt, kein Design-Schnick-Schnack, auch keine Verkäufergeredetipps (kein Überreden, sondern Überzeugen!), es hilft bei guten Präsentationen von guten Inhalten.
Verschiedene Formen von wissenschaftlichen Vorträgen, für Konferenzen, Vorlesungen, Seminare, Kolloquien, Berichte bei Antragstellung oder Evaluierung werden vorgestellt. Und in Industrie und Wirtschaft? Da gibt es Firmenpräsentationen, Projektberichte, Präsentationen vor Entscheidungsgremien oder Kunden – auch dafür kann man das Buch nutzen. Außerdem gibt es Tipps, wie man den Vorsitz eines Konferenzworkshops wuppt.
Der Autor ist Weltraumwissenschaftler und weiß, worüber er schreibt. Er hat Erfahrung als Direktor am DLR, Prof für Wetraumphysik an der Ruhruni und Präsident der Internationalen Astronautischen Förderation.
Schwerpunkte sind Inhalt (Wort und Bild), Vortrag (Gestik und Stimme), Software (PowerPoint bis 2013) und Hardware:
- Rhetorisches Handwerkszeug
- Vortragsvorbereitung und Vortragen
- Internetrecherche
- Daten grafisch aufbereiten
- Folien effizient einsetzen
- Audiovisuelle Elemente
Das Buch beantwortet die Frage, wozu heutzutage überhaupt noch persönlich und live vorgetragen wird – und wie man das gut macht. Es stellt wichtige Besonderheiten dar, denn Fachvorträge folgen einem eigenen Schema. Die Tipps für Bildquellen und der Umgang mit Internetquellen sind kurz gehalten, übersichtlich und der Autor hilft auch dabei, die Quellen zu bewerten.
In der Tat noch ein guter Rat: Vortragseinladung lieber absagen als einen schlechten Vortrag abliefern. Überzeugt hat mich der Autor mit solchen klugen Hinweisen. Und dass die ausführliche Literaturliste kommentiert ist, ist auch eine Rarität. Dazu: Der Abschnitt zum Vortragen in Fremdsprachen, i. d. R. heißt das: in Englisch. Nett ist da der Hinweis auf Übersetzungswebsites:
www.redensarten-index.de oder
www.linguatools.de/deutsch-englisch-redewendungen
Zusatzmaterial gibt es online unter www.wiley-vch.de.
Fazit: Tipps wie von einem erfahrenen Mentor, hilft Neulingen und Profis
Themen
- Rhetorisches Handwerkszeug
- PowerPoint-Präsentation
- Vor dem Vortrag, auf dem Podium und in der anschließenden Diskussion
- Leitung eines Vortragsblocks
Berndt Feuerbacher: „Professionell Präsentieren in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Verdammt clever“. 2. Auflage Wiley 2013. 19,90 EUR. ISBN 978-3-527-41223-5.
Maria



Tja. Ich dachte, das ist ein Buch, das wieder mal nur billige Klischees wiederkäut und Männer-Frauen-Missverständnisse vermeintlich witzig durch den Kakao zieht. Falsch gedacht! Hier kann man wirklich etwas Handwerkszeug finden und etwas über Ursachen der Missverständnisse lernen!
„Botschaften in Bilder umsetzen“ – das vermittelt das Buch nach eigener Aussage. Der Fokus liegt dabei auf dem Präsentieren von Inhalten, u. a. gibt es fundierte Tipps für den Umgang mit PowerPoint. Sehr deutlich merkt man beim Vergleich von Medien (Beamerpräsentation vs. Flipchart) die Vorliebe der Autorin, was etwas unprofessionell erscheint. Auch übersetzt sie KISS falsch: „Keep it simple and stupid“. Die Definition, die ich kenne und die ich für treffend halte, lautet: „Keep it simple and short!“
Sind Männer doof, weil sie nur wenig reden? Und Frauen dämlich, weil sie die Männer totquatschen? Beides falsch. Ganz falsch. Beides ist gut und sogar wichtig.
Das postkartenkleine Buch erläutert Wege zu einer guten Fehlerkultur. Denn ein Fehler ist keine Katastrophe, wie man an den verschiedenen Empfehlungen hier sehen kann. Die Autorin zeigt an vielen Beispielen, wie sich Fehler als Chance oder Lernimpuls nutzen lassen. Sie erklärt auch, wie man mit Fehlern individuell und konstruktiv umgehen kann.


U, Z, M und O sind die Grundelemente, aus denen sich eine Glühbirne zeichnen lässt. Das Buch beschreibt Anwendung und Ausführung des Visual Facilitatings. So heißt die Technik, die aus Amerika nach Europa kommt, und bei der mit Skizzen Dialoge, Ideen und komplexe Sachverhalte quasi On-the-Fly visualisiert werden. Der Autor zeigt, wie und wo sich das in der Praxis anwenden lässt.




Für Zweifeln und Zaudern gibt es Gründe, besonders diesen: Entscheidungen sind genau dann nötig, wenn gute Gründe fehlen. Das macht aus vernünftigen – gut begründeten – Entscheidungen ein Paradoxon. Die Zusammenstellung wildert in den Texten der großen Denker der Entscheidung. Ergebnis: 111 Abschnitte loben Zweifeln und Zögern, verspotten und verhöhnen Entscheidungen in Wirtschaft und Politik, in Unternehmen und Behörden, in Organisationen – und die zugehörigen Entscheider, Manager, Hierarchen.
Ihr Studium Kommunikationsdesign in Mannheim (Schwerpunkte Transmediale Kommunikation, Markenmanagement, Kampagnenführung und Corporate Identity) hat sie mit der Masterarbeit „Ministerium für Glück und Wohlbefinden – Dokumentation einer transmedialen Kommunikationskampagne“ abgeschlossen.
Die Welt liegt vor uns, jederzeit – doch oft nehmen wir sie gar nicht mehr richtig wahr. Dabei wartet diese Welt nur darauf, von uns entdeckt und intensiv erlebt zu werden. Keri Smith schickt Neugierige auf überraschende, inspirierende und manchmal sinn-freie Forschungsreisen. Ihre Tourenvorschläge reichen von Expeditionen in den eigenen vier Wänden bis zur Erkundung der Räume im Alltag, vom Umherstreifen in der Nachbarschaft bis zu Fantasiereisen.
Endlich! Auch unser Leben ist gehackt! Wer auf der spontanten Party laute Musik vermisst, findet hier die Lösung. Juckende Mückenstiche, die den Sommer verderben, lassen sich mit Besteck bekämpfen… Und was tun, wenn schon wieder nur warmes Bier im Haus ist? Kräuter muss man nicht hacken, sondern kann sie bequem mit dem Pizzarad zerschneiden. Dieses Buch enthält smarte Ideen, die den Alltag einfacher machen.
Das Buch beschreibt die konzeptuelle Sicht und detaillierte Umsetzungshinweise für alle, die Informatik unterrichten wollen. Es erläutert insbesondere neuere Ansätze für die Lehre. Diese Erläuterungen sind ergänzt um Lernaktivitäten, die sich auf alle Level der schulischen und universitären Ausbildung beziehen. 30 Jahre Erfahrung von Fachleute sind das Fundament, sowohl aus der Praxis als auch aus der Bildungsforschung. Der Umfang ist weiter gefasst als vorgegebene Anweisungen, Lehrpläne, Programmiersprachen oder feste Denkmuster.
Das Format des Büchleins ist eher klein und leicht, absolut taschentauglich und zum Mitnehmen.
Angst vor dem Altwerden schleicht sich leicht ein: Dahinsiechen, Einsamkeit, Demenz, Armut, Verlust von selbstbestimmtem Leben – das hört sich alles nicht gut an. Der Autor ist gerade 50 geworden und möchte das Thema am liebsten verdrängen. Aber irgendwann dämmert ihm: Das ist die schlechteste Lösung. Er fragt sich: Wie kann ein würdevolles, lustiges und bezahlbares Leben im Alter aussehen und was muss man heute dafür tun?
„Wie von selbst ist das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten, in dem die Utopie eines alten, müden Esels Wirklichkeit wird, zu unserem Leitfaden geworden.“ So finden – zuerst nur sieben – Leute einen Weg, wie sie ihre Idee nicht nur verwirklichen konnten, sondern auch nach dem Einzug gemeinsam voran kommen.

