Leitfaden Web-Usability

Warum findet die Bild.de-Suche nur Nachrichten von gestern? Ist ein Bestellknopf wirksam, wenn er nur 3×3 Pixel groß ist? Wieso klicken die Nutzer auf Bilder, die gar nicht verlinkt sind?
Die Benutzungsfreundlichkeit vor allem größerer Websites ist im Durchschnitt in den letzten Jahren deutlich besser geworden – gottseidank. Doch immer noch lassen sich Fehler finden, die entnervte Nutzerinnen und Nutzer vertreiben, zum Verlust von Glaubwürdigkeit führen und Umsätze verhindern. Zudem eröffnet das Social Web völlig neue Usabilityfelder: AJAX, Rich Internet Applications, Videos, Blogs und RSS funktionieren eben anders als schlichtes HTML mit CSS.
Der Überblick in diesem Buch hilft beim Aufbau einer Strategie zur Optimierung der Benutzungsführung und erklärt Testmethoden. Checklisten helfen beim Schnelleinstieg, einige Übungen haben mir gleich gefallen. Beispiele, auch zu den neueren Entwicklungen im Web, und der lockere Stil helfen beim Einlesen. Sie machen ersichtlich, dass es bei Usability-Optimierung darum geht, die Bedürfnisse von Menschen zu verstehen und so umzusetzen, dass das Unternehmensziel erreicht wird. Also dass die Wirkung der Onlinewerbung, die Verweildauer auf der Website oder die Umsätze im Shop merklich steigen. So fühle ich mich als Kundin ernst genommen. Eine Win-Win-Situation.
„Vergessen Sie alle Skrupel, achten Sie nicht auf wissenschaftlichen Kontext, gehen Sie über die persönlichen Befindlichkeiten der Mitarbeiter hinweg. Der beste Zeitpunkt, um mit der Usability-Optimierung zu starten, ist genau jetzt.“ Jau. Das ist doch mal ein Wort. So startet der Abschnitt „Usability-Optimierung JETZT!“ Gefallen hat mir darin nicht nur die klare Ansage. Auch die Übungen sind nach meinem Geschmack: Dass Usability überall ist (z. B. bei der Anordnung der Hebel im Auto) und dass man dafür als Webexpertin die Kolleg*innen, die sich eine neue Funktionalität wünschen, manchmal erst sensibilisieren muss. In diesem Sinne gern noch ein Zitat: „Usability macht Spaß, weil man sich über die Hersteller lustig machen kann.“ Sicher nicht so super politically correct, aber durchaus aus dem Leben gegriffen.
Bei allem Humor, die professionelle Sicht verliert der Autor dabei nicht aus dem Auge. Er weist z. B. auch darauf hin, dass Usability-Optimierungsworkshops nur funktioniert, wenn abteilungsübergreifend zusammen gearbeitet wird. Eine der beschriebenen Übungen kann ich mir für demnächst sehr gut vorstellen: Da sollen Teilnehmer*innen eines Workshops/einer Optimierungssitzung sich Usability-Test-Fragen überlegen – was automatisch dazu führt, sich Gedanken über den Unternehmenszweck, den Zweck der Website oder Sinn und Ziel der Applikation zu machen.
Fazit: Hab das Buch ein bisschen lieb gewonnen – und fachlich fundiert ist es außerdem!
Themen
- Historie, Definition und gute Gründe für Usability
- Jakob Nielsen
- Website-Usability
- Marketing und Usability
- E-Commerce
- Web 2.0
- Usability-Test
- Optimierung
Frank Puscher: „Leitfaden Web-Usability. Strategien, Werkzeuge und Tipps für mehr Benutzerfreundlichkeit“. dpunkt 2009. 34,- EUR (D) / 35,- EUR (A). ISBN 978-3-89864-581-2.
Website-Konzeption

In seinem Buch zur Website-Konzeption erläutert der Autor, wie man eine Website plant, konzipiert, umsetzt und betreibt. Egal, ob man alles selbst macht oder mit Agenturen oder sonstwie von Externen unterstützt. Ein Schwerpunkt liegt darauf, in der Konzeptionsphase Fehler vermeiden, die später nur schwer zu korrigieren sind.
Das Buch gibt Tipps zur Kommunikation mit dem Auftraggeber oder der Auftraggeberin. Es weist darauf hin, wie man die Durchführung eines Projektes geschickt (usable) gestaltet. Auch alle, die Dritte mit der Konzeption einer Anwendung betrauen, erhalten Tipps, wie sie sicherstellen, dass das Resultat den Erwartungen entspricht.
Im Mittelpunkt steht stets die Anwenderin und der Anwender – mit andern Worten: die Usability. Die Phasen eines Websiteprojekts sind einzeln beschrieben – von der ersten Idee über die verschiedenen Stufen der Konzeption bis zu Design, Usability-Test, Launch und Pflege. Ein durchgehendes Beispiel veranschaulicht das.
Weitere Beispiele zeigen verschiedene Websitetypen – vom Unternehmensauftritt mit Blog über den Online-Shop bis zum E-Learning-Angebot. Neu in dieser 7. Auflage sind die Themen Soziale Netzwerke, Mobile und Responsive Webdesign sowie agile Entwicklung.
Die im Inhaltsverzeichnis vermerkten Onlinekapitel zu CDs/DVDs und Terminals habe ich länger gesucht… Im Buch stehen sie drin, allerdings endet die gedruckte Buchversion, bevor die Seitenzahlen kommen, die im Inhaltsverzeichnis stehen. Und wo habe ich sie dann gefunden? Auf der Website zum Buch (recht gut versteckt):
www.benutzerfreun.de/wp-content/uploads/resources/Zusatzkapitel/Konzeption-von-Offline-Anwendungen&Terminals.pdf?5ca716
Dafür gibt es im Web noch eine Menge anderer hilfreicher Materialien zu entdecken, was ich wiederum nett finde:
www.benutzerfreun.de/konzepter-info/checklisten-vorlagen-fragebogen
Fazit: Ganz OK – allerdings hatte ich auch mehr erwartet (ich denke, dieselben Punkte könnte man in einem dünneren Buch abhandeln, wenn man sich die Mühe des Kürzens macht)
Themen
- Projektphasen
- Fragen an den Auftraggeber
- Angebot und Kalkulation
- Grobkonzept, Feinkonzept und Designkonzept
- Usability-Tests
- Text produzieren
- Grafik, HTML und Code produzieren
- Launch
- PR, Inhalte pflegen, Newsletter
- Besuchsstatistiken auswerten
- Soziale Netzwerke nutzen
- Spezielle Sites/Bereiche: Unternehmenspräsentation und -blog, Information, Webshops, Unterhaltung, Vereinssites, Bildung
- Tipps für Auftraggeber
- Onlinekapitel: Offline-Anwendungen (CD/DVD) und Anwendungen im öffentlichen Raum (Terminals)
Jens Jacobsen: „Website-Konzeption. Erfolgreiche Websites planen, umsetzen und betreiben“. dpunkt 2013. 39,90 EUR (D) / 41,10 EUR (A). ISBN 978-3-86490-119-5.
Maria
Ausführlich und mit vielen Beispielen zeigt der Autor, wie nutzerfreundliches Texten funktioniert und wie man es auf der eigenen Website und in der eigenen App in Wort, Bild und Layout optimal umsetzt. Das Buch beantwortet genau jene Fragen, die sich im Onlinejournalismus und allen Webprojektverantwortlichen stellen: Wie gelingen gute, suchmaschinenoptimierte Teaser? Wie strukturiere ich scanfreundliche Artikelseiten? Wie lenke ich die Nutzerblicke mit Wörtern, wie mit Fotos? Wie können Themen multimedial erzählt werden und wo nutze ich die Vorteile gegenüber dem Klassiker „Text + Bild“? Usw. usf.
Auf dem Bild sieht man es nicht – oder nur, wenn man 



Das Buch will einen praxisorientierten Überblick über die am weitesten verbreiteten Techniken für die Anforderungsspezifikation und das Requirements Management in agilen Projekten geben. Im Wesentlichen ist das Buch ein Nachschlagewerk der einschlägigen Begriffe. Dazu aus meiner Sicht zu wenige greifbare Beispiele und sehr, sehr knappe Definitionen bzw. Beschreibungen. Alles eher theoretisch, formal und bürokratisch. Für meinen Arbeitsalltag steht dort kaum etwas, was mich direkt (mit andern Worten: „agil“) vorwärtsbringt. Schade.
Ob Versuchsprotokoll, Praktikumsbericht oder Abschlussarbeit: Das Schreiben fachlicher Texte ist irgendwann Pflicht – und wer Textarbeit mag, die oder der kann sogar Spaß am Fortschritt des Schriftstücks haben.


Im Zeitalter von Mail, Blog und Twitter gibt es viele Formen der Kommunikation, und da was zu verstehen, ist gar nicht so leicht. Wer gut schreibt, gewinnt (z. B. Leserinnen und Leser). Wie das geht, steht hier. Denn wie meint der Autor: Was ein guter Satz ist, hat sich seit Heinrich Heine nicht geändert.
Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, ist wichtig. In der Schule, im Studium, in der Aus- und Weiterbildung kommt das Thema kaum vor. Dieses Arbeitsheft will da Abhilfe schaffen.
Leben im Luxus kann so hart sein. „Beim Drop-Down-Menü sollte ganz oben Deutschland stehen.“ Schon mal gehört? Ich auch. Die Leute um uns rum und wir selbst leiden auf hohem Niveau. In diesem Buch sind viele dieser modernen Leiden versammelt. Ein Buch mit Wiedererkennungseffekt. Gleichzeitig ironischer Hinweis darauf, wie gut es uns eigentlich geht.




Fotografieren ist mit den Digitalkameras kinderleicht geworden. Und direkt nach der Aufnahme kann man die Bilder auf der Kamera sehen, auf den Computer übertragen, per Email verschicken oder ausdrucken. Deswegen fotografieren auch immer mehr Kinder mit wachsender Begeisterung. Im Buch gibt es Einiges an Wissen über Kameras, damit die Fotos gut gelingen. Dazu viele Tipps, wie man Fotos gestaltet. Jede Menge Beispiele und kurze Erläuterungen helfen dabei.
Moderne Kameras sind Präzisionsinstrumente. Sie garantieren allerdings nicht automatisch gute Fotos. Den entscheidenden Beitrag zu einem guten Foto leistet die Fotografin bzw. der Fotograf. Das Buch stellt Fotogestaltung und verschiedene sehr einfache bis extrem simple Kameras vor. Seitenweise Beispielfotos liefert dieses Buch – so bekommt man schnell ein Gefühl dafür, was die einzelnen Kameramodelle unterscheidet. Außerdem gibt es hier jede Menge künstlerische Inspiration.
Zu allen Bereichen der bildenden Kunst gehört es, Einzelkomponenten zu einem Ganzen zusammenzufügen. Das Display einer Digitalkamera hilft, schnell und unkompliziert viele verschiedene Alternativen auszuloten. Das Buch zeigt Bildgestaltung als Handwerkszeug, das genau so wichtig ist wie ein aufmerksames Auge oder Kenntnisse über die technischen Aspekte künstlerischer Arbeit. Das Buch richtet sich an alle, die Bilder gestalten und gleichzeitig mit der Kamera eine Art Sehschule betreiben wollen.