Sheryl Sandberg sprach über eine neue Diversity-Initiative für Frauen, die Informatik und Ingenieurwissenschaften studieren.
Artikel unter
http://on.mash.to/1EPUIgB
Maria
Die Onlinezeitung zum Sommerstudium in Bremen, Baden-Württemberg und Salzburg
Sheryl Sandberg sprach über eine neue Diversity-Initiative für Frauen, die Informatik und Ingenieurwissenschaften studieren.
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Maria
Moderation von Gruppen
Das Buch beschreibt systematisch, wie man moderiert. Die einzelnen Moderationselemente werden anhand von Praxisbeispielen erläutert. Was sind die Probleme bei Teamarbeit oder Gruppenarbeit? Keine klaren Ziele haben, nicht auf den Punkt kommen, zu viel zu reden, vom Hundertsten ins Tausendste kommen, gar nichts sagen, kein Ergebnis erreichen …
Kann Moderation das ändern? Moderieren bedeutet, Gruppen bei Problemlösungs-, Kreativitäts- und Lernprozessen gemeinsam zu einem Ergebnis zu führen. Das Buch ist für absolute Neulinge geeignet. Es startet bei Grundlagen und geht auch auf Details ein, z. B. beim Visualisieren (auf Moderationskarten, Flipchart, aber auch bzgl. Formulieren von prägnanten Texten für die Visualisierung). Fallbeispiele gibt es reichlich und anschaulich, u. a. typische Gelegenheiten wie Erstsemestereinführung, Präsentationsseminar u. a.
Die Einführung in Fragetechniken ist kurz und gut: Welche Arten von Fragen es gibt? Vor manchen Fragearten warnt der Autor auch, da sie beim Moderieren NICHT verwendet werden können – sonst ist es nicht moderieren, sondern leiten, beraten, manipulieren etc.
Beim Einstieg ins Thema ist die Übersicht über die Vorteile einer Moderation genauso erhellend wie der Abschnitt über die Grenzen der Methode. Für jedes vorgestellte Moderationsinstrument gibt es den Abschnitt „Wann setzen Sie besser eine andere Methode ein?“ Prima, so wünscht man sich ein Fachbuch.
Ein Merksatz zum Thema Einzelkarten, die beim Clustern nicht zu andern Karten und Clustern passen wollen, werde ich in meinen Gruppen und bei meinen Moderatorinnen vielleicht auch mal zitieren: „Eine Karte fürchtet sich nicht alleine.“ Wenn eine Gruppe Mitleid mit einer Karte bekommt, und diese auf Teufel komm raus irgendwo reinzwängen will, kann der Spruch helfen.
Zum Clustern möchte ich noch den Tipp zum Formulieren von Überschriften pro Cluster lobend hervorheben: Einfach mal gucken, ob die Überschrift zur Ursprungsfrage passt. Beispiel: „Material“ ist keine gute Überschrift auf die Frage „Welche Probleme haben Sie im Büro?“ – Da fehlt dann noch was, z. B. „schlechtes Material“ oder „zu wenig Material“.
Weniger als der Inhalt, die Struktur und der Aufbau gefällt die Gestaltung. Für die nächste Auflage wünsche ich mir ein gefälligeres Aussehen . Die Bilder sind eher funktional als optisch hochwertig, und an der es gibt Stellen, wo Schwarzweißbilder die Aussage über Farbigkeit nicht unterstreichen können. Das ist schade. Verbesserungsvorschlag: Farbdruck, wenn Farben eine Rolle spielen, und Bilder „zur Verzierung“ und ohne Funktion für den Inhalt rausnehmen. Ist aber nur ein kleiner Punktabzug und verschreckt womöglich unnötig potenzielle Leser*innen.
Großartig finde ich den Abschnitt „sauber moderieren“, in dem es um präzise Formulierung und Konsistenz bei Fragen und Verfeinerungsfragen geht. Ist ja auch mein Leib-und-Magen-Thema ;-) Oder der Tipp, Linien auf Pinwandpapier durch geschicktes Knicken vorzubereiten.
read & go
Super auch für erfahrende Moderatorinnen ist die ausführliche Liste von möglichen Moderationszielen, das hilft bei der Vorbereitung. Und je nach Ziel fällt natürlich die Gestaltung der Moderation anders aus, klar. Für verschiedene Situationen gibt es Hinweise, wie man Schwierigkeiten meistert, z. B. wenn bei einer Zurufabfrage sehr viele Antworten kommen. Für Profis gibt es hier und da Neues zu entdecken. Für mich waren das spezielle Formen von Pinwandprotokollen.
Die Lieferantenadressen für Moderationsmaterial sind alle noch aktuell (d. h. online erreichbar, hab ich im Januar 2015 getestet). Nur bei den Weblinks war eine Seite „leer“, eine andere als „attackierend“ eingestuft.
Am Ende gibt es eine „Schlussmoderation“, zum Üben und als Feedbackmöglichkeit an den Verlag. Wer dieses Feedback in Form einer Schlussmoderation ausfüllt, kopiert und einreicht, bekommt ein Dankeschön, wird hier versprochen. Nett!
Hier meine Antworten:
1) So fühle ich mich nach der Lektüre:
:-)
2) Soviel habe ich gelesen: 95 %
3) Schreibstil: ++
4) Inhalt: ++
5) Praxisbezug: ++
6) Gestaltung: + bis o
7) Was fehlt? Jahresangabe bei den Literaturtipps und -quellen
8) Insgesamt: +
… und ein zweites + (also ++) insgesamt für das Verhältnis Inhalt zu Buchlänge.
Ende der Schlussmoderation.
CD
Die CD ist im Wesentlichen eine Offline-Website mit Inhalten des Buchs plus ergänzendes Material. Auf der CD ist ein Workshop zum Selberlernen zu finden. Üben muss man natürlich trotzdem in der Gruppe ;-)
Die Inhalte werden durch Bilder, Videosequenzen, Praxisbeispiele und ausführliche Texte unterstützt. Beispielpinwände, auf denen z. T. per Klick Einträge erscheinen, zeigen gute Ideen zur Visualisierung. Ein kurzes Video erklärt und zeigt z. B. wie man eine gute Handschrift auf Moderationskarten hinbekommt. Die technische Qualität der Videos – und auch der anderen Inhalte – ist nicht überragend gut (optische und akustische Abstriche), dafür inhaltlich und handwerklich bzgl. der Methode „Moderation“ gut. Die Sitemap hilft beim schnellen Zugriff.
Leider gibt es auf der CD teils falsche Überschriften, teils Zwischenüberschriften, die über einem vorherigen Textabschnitt, der dadurch verdeckt wird (in Firefox 34) .
Auch wenn Vieles in beiden vorkommt, Buch und CD ergänzen sich gut.
Gut gefallen hat mir das Gesamtpaket aus Buch, CD, Expertise des Autors, Verständlichkeit der erklärten Methoden … und alles Fachliche.
Fazit: Wertvoll für Neue, prima Auffrischung für Fortgeschrittene
Themen
Gert Schilling: „Moderation von Gruppen. Der Praxisleitfaden für die Moderation von Gruppen, die gemeinsam arbeiten, lernen, Ideen sammeln, Lösungen finden und entscheiden wollen“. Gert Schilling 2003. 34,- EUR/Buch und 34,- EUR/CD und 54,- EUR/Buch und CD im Paket. ISBN 978-3-930816-59-0.
Maria
Thank God it’s Monday!
Alle träumen von Arbeit, die Spaß macht und sinnvoll ist. Dark Horse Innovation ist eine Agentur, die Leute um die 30 gemeinsam gegründet haben. Alle sind „Chef“. Also alle 30. Das geht nicht? Das geht, und hier steht geschrieben, wie es gehen kann.
In der Berliner Agentur für Innovationsentwicklung setzen sie konsequent auf Selbstentfaltung und kooperative Zusammenarbeit, Flexibilität und Digitalisierung.
Das Buch und die Praxis bei Dark Horse zeigen, wie man die eigene Arbeitskultur schrittweise ändern könnte und welche Chancen für alle im Wandel stecken. Das Buch zeigt Möglichkeiten und will ermutigen, sich vom traditionellen Arbeitssystem zu lösen und auf eine neue Arbeitswelt einzulassen. Es zeigt Arbeitgebern und ihren Personalabteilungen, dass sie die Ansprüche der Generation Y nicht fürchten müssen, sondern dass und wie sie davon profitieren können.
Die 30 haben sich in Potsdam in der Hasso-Plattner-School of Design Thinking (oder d.school) kennengelernt.
Beim Lesen merkt man, wie ein frischer Wind durch die Absätze weht – jung, enthusiastisch, optimistisch. Und gleichzeitig bodenständig und realistisch. Leider sind viele Abschnitte und Kapitel zu lang. Zuviel Text, der vom Wesentlichen ablenkt und immer wieder dieselben Punkte mit andern Worten aufgreift – was in einem gewissen Rahmen ja auch gut ist; hier ist es eben manchmal zu ausufernd. Da wird der frische Stil irgendwann anstrengend und geschwätzig. Denn die Kernaussagen muss man sich selbst mühsam aus vielen – manchmal zu sehr auf Spracheffekte zielende – Abschnitten herauspulen. Was nichts daran ändert, dass der Kern durchaus spannend und überzeugend ist!
Es steht jedem frei, im Detail zu entscheiden, wieviel und wann er oder sie sich einbringt. Im Gegensatz zu vielen andern Arbeitsplätzen gelten hier Projekte und Erfahrungen außerhalb des Unternehmens als wertvoll und werden begrüßt, denn dadurch vergrößert sich am Ende auch der interne Erfahrungspool. Das Unternehmen wird so flexibler und breiter aufgestellt, um auf die Komplexität der Anforderungen reagieren zu können.
Rotation
Automatisch sich auszeichnende und organisch verstärkte Strukturen wird nach den ersten negativen Erfahrungen bewusst entgegengewirkt. Denn es gab nach einiger Zeit zuviel, was nur von Einzelnen beherrscht wurde – was einerseits ein Unternehmensrisiko darstellt, andererseits die Entwicklungsmöglichkeiten Einzelner einschränkt. Einzelne können dann nicht mehr Neues lernen bzw. werden durch Routineaufgaben von der eigenen Weiterentwicklung abgehalten. Gegenmaßnahme und Lösung des Dilemmas ist für Dark Horse das Rotationsprinzip.
Das Rotationsprinzip für wiederkehrende Aufgaben findet auf zwei Ebenen statt: Auf der Ebene der entscheidenden, größeren Aufgaben und auf der Ebene lästiger, kleiner Aufgaben. Um auf der „Großaufgabenebene“ Expertise-Monopole vermeiden, werden neue Teams immer so zusammengestellt, dass es aus vielen Unerfahrenen plus einem (oder wenigen) Erfahrenen besteht.
Konkret sieht das so aus, dass die Dark-Horse-Leute einmal jährlich die größeren Aufgaben verteilen. Größere Aufgaben sind z. B. Kontakt zum Steuerberater halten, IT-Infrastruktur betreuen, Sommerfest organisieren… Wer so eine Aufgabe übernimmt, tut das für ein Jahr (nicht länger). Dann gibt es noch die kleineren Aufgaben, z. B. Spülmaschine bedienen, Anrufbeantworter abhören, Briefkasten leeren, interne Treffen organisieren und protokollieren… Diese Aufgaben, die wenig spannend sind, werden ebenfalls verteilt. Das damit beauftragte wechselnde Serviceteam (bei Dark Horse bestehend aus 2 Leuten) übernimmt die lästigen Kleinigkeiten für einen Monat.
Das Rotationsprinzip sorgt dafür, dass Jede*r mal Unangenehmes übernimmt, es trägt aber auch dazu bei, dass die Aufgaben mehr wertgeschätzt werden und die Ausführenden mehr Rücksicht und Verständnis erleben. Es bewirkt (insbesondere für die Kleinigkeiten), dass Andere nicht auf das Serviceteam herabblicken, sondern dass die Anderen hinter dem Serviceteam stehen. Denn jeder kennt ja die Schwierigkeiten, die mit den kleinen Aufgaben einher gehen.
Entscheiden
Das Team entscheidet nach dem Konsent-Prinzip (geringsten Widerstand anstreben) statt nach dem Konsens-Prinzip (Mehrheit bzw. Einstimmigkeit anstreben). Anfangs war das gewöhnungsbedürftig, diskussionsgeladen und schwierig. Deswegen gab es schnell einen „Soziokratieberater“, der das Team unterstützte, bis die Soziokratie nach etwas Übung vom Team selbst angewendet werden konnte, mittlerweile nur noch ein bisschen abgefedert durch wechselnde Moderation, die jeweils ein Teammitglied übernimmt, das sich inhaltlich neutral raushält.
Feedback und Problemlösen
Dark-Horse-Innovation nutzt fünf Kategorien für tägliches Feedback, das sie z. B. beim Tagesabschluss in Seminaren oder Workshops einsetzen. Die Teilnehmer*inen notieren auf einem Feedbackbogen :
Zum Thema Problemlösen soll übrigens Einstein einmal gesagt haben, dass er bei einem lebensbedrohlichen Problem 5 Minuten über die Lösung nachdenkt. Wenn er für dessen Lösung er 60 Min Zeit hätte. Er würde also 55 Minuten über das Problem nachdenken und 5 Minuten über die Lösung. Hat was.
Fazit: Wirklich interessant; bin gespannt, wie’s weitergeht
Dark Horse Innovation: „Thank God it’s Monday! Damit Arbeit nicht der blöde Teil des Lebens ist. Wie wir die Arbeitswelt revolutionieren“. ECON 2014. 16,99 EUR (D) / 17,50 EUR (A). ISBN 978-3-430-20171-1
Maria
Schattenmonster
Ein schön schräges Buch, liebevoll gestaltet. Und eine Taschenlampe ist gleich mit dabei, sozusagen Plug’n’Play. Öffnet man das Buch, sieht man erst mal gar keine Monster, sondern nur Möbel. Wohnzimmer, Küche, Bad, … Man kann förmlich durch die unterschiedlichen Zimmer gehen und sie erkunden, denn beim Blättern stellen sich die Möbel auf. Strahlt man die Zimmer dann mit der Taschenlampe an, tauchen Monster auf. Und wenn die Hand etwas zittert (ist ja schließlich gruselig), dann bewegen sie sich sogar, werden größer und kleiner!
Am Ende erfährt man noch, wer einem begegnet ist.
Das Wohnzimmermonster heißt Theo, der immer laut heult. Am Ende geht die Monstersuche weiter. Im eigenen Kinderzimmer, im Flur. Da müssen die Kids nur warten, bis es draußen dunkel ist und dann drin das Licht löschen. In ihren Zimmern verstecken sich nämlich auch Monster.
Ich hab das mal mit echten Kids ausprobiert, und nicht nur die Kleinen, auch die 17-jährigen fanden das Buch cool.
Fazit: Für Kids und für Optik- und Illusionsfans
Felicitas Horstschäfer und Johannes Vogt : „Schattenmonster. Such-Pop-Up-Buch“. Beltz 2014. 19,95- EUR. ISBN 978-3-407-79583-0.
Maria
Wer mal in einem meiner Kurse oder Workshops war, kennt die kleinen Tipps und Trick, die ich zwischendrin immer mal wieder einstreues – nicht nur den, dass Kaugummikauen das Mitdenken erleichtert…
Hier ist noch so ein Ding: Sowas wie meditatives Zeichnen. Einige von Euch werden es schon kennen. Oder jemanden, der’s kennt. Oft entsteht beim Telefonieren ein kleines Kunstwerk. Oder in Meetings. Oder in (langweiligen) Seminaren.
Zur Entspannung, also z. B. falls man unerwartet warten muss oder auch zu Hause, um den Arbeitstag abzuschließen und den Feierabend einzuläuten, kann man das Ganze etwas bewusster anehen. So kann man das ein oder andere Gedankengewitter beruhigen.
Wie geht’s?
Ein paar quadratische Grundrahmen aufs Papier malen, Größe nach Belieben, nur nicht allzu klein.
Je ein Quadrat mit ein paar Linien weiter unterteilen, z. B. mit einer geschwungenen Linie, einem stilisierten Buchstaben, Zacken oder was einem gerade so einfällt. In diesem Quadratfüllt man jetzt die entstandenen kleineren Felder mit unterschiedlichen Mustern. Ideen dafür findet Ihr unten. Eigene Ideen sind natürlich womöglich noch besser :-)
Wer mag, kann dabei auch mit Farben rumprobieren, wenn die Muster fertig sind. Und wer weiß, vielleicht kommt sogar – ganz zufällig – ein richtiges Kunstwerk dabei heraus. Im Vordergrund steht aber das Abschalten.
Wie viele Quadrate am Ende „ausgemustert“ sind, hängt von Eurer verfügbaren Zeit ab. Und von der Entspannung, die Ihr erreichen wollt.
Musterideen
Muster gibt es hier, aber auch anderswo, z. B. unter http://tanglepatterns.com/tag/zentangle oder http://kunstkramkiste.wordpress.com/tag/musterfundus.
Mein erster Versuch war gar nicht so schwierig, wie ich dachte – es lief geradezu automatisch. Nur habe ich gemerkt, dass es gut ist, einen leichtläufigen Stift zu benutzen. Sonst bekommt man am Ende verkrampfte Finger. Und ich muss mal meine Buntstifte rauskramen, denn ein bisschen Farbe könnte mein Quadrat von Quadraten noch vertragen:
Mehr Infos
www.zentangle.com
Buch „Freude mit Zentangle“
www.freudemitzentangle.de/produkt/freude-mit-zentangle%C2%AE-der-einsteigerkurs
Maria
Munterrichtsmethoden
Band 2
Lernende findet man in Schulen, in Ausbildung, an der Hochschule und bei der Weiterbildung. Und überall sonst, wo man sich Neues aneignen muss. Die Annahme des Buches: Die Hauptaufgabe von Lehrenden ist es, den Lernprozess anzustoßen. Und nicht: Wissen in Köpfe eintrichtern.
Und wie kann das jetzt klappen, den Lernprozess nicht nur anzustoßen, sondern auch aufrecht zu erhalten? Noch dazu bei sperrigen Themen? Antworten auf diese Fragen findet man in diesem Buch. Methoden aus dem Buch helfen bei der Vorbereitung von Lehrveranstaltungen und Seminaren. Die vorgestellten Varianten helfen dabei, dass sich die Lernenden aktiv mit dem Lernstoff auseinandersetzen. Ich selbst hab mir schon einige Methoden rausgepickt, die ich demnächst anwenden kann.
Die meisten sind ganz einfach: Mit wenig Zeit und wenig Material, lassen sich leicht erklären und auf viele Themen und Situationen übertragen. Manches hilft, um Faktenwissen (z. B. rechtliche Themen) zu vermitteln, anderes hilft, um Methoden (z. B. bei Didaktikthemen) einzuüben. Bei Gelegenheit muss ich auch mal im ersten Band stöbern, den kenne ich noch nicht… Das einzige, was ich in der nächsten Auflage ändern würde, sind die Coverbilder der Bücher. Die sehen leider nicht so professionell aus, wie der Inhalt ist.
Viele Methoden haben eine gemeinsame grundlegende Herangehensweise: Sie fördern das Mitdenken und die aktive Beteiligung der Lernenden ganz gezielt – und fordern dies auch ein. Das steigert sowohl die Lernleistung als auch den Lernerfolg deutlich. Damit ändert sich die Perspektive weg vom Lieferprinzip (wer lehrt, liefert Lernstoff) hin zur Zielorientierung und Selbstverantwortung (wozu lerne ich etwas).
Achtung: Manche Methode erfordert Mut, z. B. wenn man eine Melodie summen soll, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Seminar erraten müssen. Dafür bekommt man dann allerdings auch die volle Aufmerksamkeit und hat die Gruppe garantiert aktiviert. Wer das Buch liest, wird dann und wann auch selbst aktiviert: Man bekommt Gelegenheit, genauer nachzudenken oder wird aufgefordert, das Wichtigste am Gelesenen noch einmal – ohne nachzuschlagen – zusammenzutragen.
Die Karten zu den beiden Bänden enthalten die Methoden in Kurzform und sind äußerst praktisch. So groß wie Postkarten, kurz und präzise beschrieben. Und wer für Seminare viel reist, braucht kein schweres Buch mitzuschleppen.

Fazit: Hilfreich für alle, die lehren und unterrichten
Themen
Kartenset Teil 2: Methoden 23-44 / EUR 12,80
Kartenset Teil 1 & 2: Methoden 1-22 & 23-44 / beide Sets zusammen EUR 19,80
Harald Groß: „Munterrichtsmethoden Band 2. 22 aktivierende Lehrmethoden für die Seminarpraxis“. Gert Schilling 2014. 38,- EUR. ISBN 978-3-930816-28-6.
Maria
Ella kocht. Und zwar vegan. Die Engländerin tut das aber nicht nur für sich, sondern verrät uns auch, was sie da alles macht in ihrer Küche.
Ganz bequem kann man sich das bei ihr abgucken. Und dazu gibt es noch die „gesunden Stichwörter“, zum Beispiel beim Butterbrot das Stichwort „Eisen“.
Und nicht nur das, auch weitere Fragen beantwortet die englischsprachige Site: „So how much do we actually need? Women need about 18 mg of iron a day, which is huge in comparison to men who only need about 8 mg.“
Was mir hier besonders gut gefällt, ist der Ansatz, sich eine Positivliste zu machen: Das und das kann man essen, wenn man dies und jenes gesund genießen möchte… statt eine Negativliste: Weniger Fett und Zucker essen!
Rezepte und Tipps:
http://deliciouslyella.com
Maria
Vom Exposé zum Bucherfolg
Der schmale Band will Praxiswissen für Erstautoren vermitteln: Wie finde ich einen Verlag, wie einen Titel? Was muss ich in Sachen Marketing beachten?
Ein Buch zu schreiben ist gar nicht so leicht. Das gilt für das Schreiben und auch für die Vermarktung. Die verschiedenen Publikationsmöglichkeiten sind anfangs schwer durchschaubar. „Vom Exposé zum Bucherfolg“ behandelt alle Phasen eines Buchprojektes. Der Praxisleitfaden legt seinen Schwerpunkt auf das Publizieren in einem Verlag, aber auch das Thema Selfpublishing kommt vor. Wer ein Buch schreiben möchte, findet hier Arbeitstechniken und Methoden.
Für den Bucherfolg sind nach Erfahrung der Autorin vier Größen entscheidend: Themenwissen, Schreibstimme, die persönliche Überzeugungskraft der Autorin (bzw. des Autoren) sowie Kontakte und Netzwerke.
Ein kleiner Vorgeschmack gefällig? Bittesehr (Auszug aus dem Schlusswort):
„Angekommen. Am Ende. Der Seiten. Mit einem Gefühl aus Wehmut und Freude setzt ein Autor den Schlusspunkt. Wehmut, weil es Zeit ist loszulassen. Freude, weil sich wieder ein Raum für andere Projekte öffnet. […]“
Fazit: Viele Tipps und Methoden, aus denen man sich fürs eigene Buchprojekt das passende heraussuchen kann
Themen
Gabriele Borgmann: „Vom Exposé zum Bucherfolg. Schreib- und PR-Leitfaden für engagierte Autoren“. Springer 2015. 24,99 EUR. ISBN 978-3-658-03842-7.
Maria
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Die Zeit kann so anders für Jede und so verschieden für Jeden sein… zum Beispiel ihre Farbe.
Und drunter steht immer schön der Hexadezimalwert. Damit könnte man… ich hab da so eine Idee.. aber denkt Euch selbst doch auch was aus!
Here it is…
http://whatcolourisit.scn9a.org/
Maria
Im Dezember sendete der NDR einen Beitrag zum Thema Frauen und ihre Entscheidung für MINT-Fächer: „Computer ja, Informatik nein danke!“ Interviews, Hintergrundinfos und ein paar ausgewählte Arbeitsgebiete sowie Karriereaussichten, zum Lesen und Anhören.
Keine großen neuen Erkenntnisse oder Gründe für die wenigen MINT-Mädchen, aber aktuell. Und immerhin mal wieder im Gespräch :-)
Maria
Der Schneekristallforscher

Eine Geschichte über einen Forscher und ein kurzer Besuch in seinem Leben.
Wilson Bentley sammelt Schneeflocken. Für ihn sind sie Wunder von unglaublicher Schönheit und erstaunlicher Einzigartigkeit. Manche halten ihn deswegen für einen Spinner. Doch für Mina, die ihn und seine Arbeit bewundert, wird er zu einem Reiseführer in eine andere Welt:
„Glückstrunken hielt er das Brettchen in den fallenden Schnee. Ein Schatzsucher, ein Entdecker und Weltenerkunder war er, er fühlte sich frei wie ein Vogel, dem Himmel mehr verwandt als der Erde.“
Die Erzählung basiert auf einer wahren Begebenheit. Wilson Bentley ist auch als „Snowflake Bentley“ im Web zu finden. Auch bei Wikipedia ist der Forscher mit seiner Arbeit beschrieben: http://en.wikipedia.org/wiki/Wilson_Bentley. Hier im Buch steht die Beziehung der Hauptperson im Vordergrund, nicht die Technik oder Naturwissenschaft. Aber das, was am Rande davon zu lesen ist, macht schon Spaß.
Fazit: Entspannend zu lesen
Titus Müller: „Der Schneekristallforscher. Erzählung“. adeo 2013. 9,99 EUR. ISBN 9783942208079.
Aus dem Buch: „Ihren persönlichen, individuellen Schneekristall können Sie auf der Website zum Buch unter www.winter-kristalle.de erzeugen und in die Onlinegalerie einstellen oder ihn als Postkarte herunter laden.“
Maria
An der Uni in Rochester gibt es jetzt so etwas wie die Technik für einen Tarnumhang. Oder eine Tarnkappe. Das Ganze ist im Fachbereich Physik angesiedelt. Den „Rochester Cloak“ darf man sich jetzt allerdings nicht als Tarnmantel vorstellen. Das Gerät sieht eher aus wie eine Apparatur beim Optiker. Hält man einen Gegenstand hinter die Linsen, so scheint dieser zu verschwinden. Bisher „verschwanden“ eine Hand, ein Gesicht, ein Lineal.
Frühere Methoden der Tarnung waren kompliziert, teuer und versagten oft darin, 3D-Objekte komplett auch aus verschiedenen Perspektiven zu verstecken. Joseph Choi, einer der an der Forschung beteiligten Studis, meint: „Soweit wir wissen, ist dies das erste Tarngerät, das eine dreidimensionale, stufenlos multidirektionale Tarnung realisiert.“
Die Anwendungsfelder sind breit gefächert, ob im Autoverkehr (am LKW vorbeigucken), fürs Militär oder in der Innenarchitektur, ob in Kunst oder in der Chirurgie.
Auch interessant: Möchte man die vier Linsen, die man für den Versuchsaufbau braucht, kaufen, braucht man nicht mehr als 30,- $ auszugeben. Insgesamt kostet der Spaß zum Nachbauen unter 1.000,- $ für die interessierte Physikerin. Oder den Physiker.
Ausführliche Artikel
www.businessinsider.com/r-new-york-scientists-unveil-invisibility-cloak-to-rival-harry-potters-2014-9
www.businessinsider.com/how-to-make-a-rochester-invisibility-cloak-2014-9
www.businessinsider.com/invisibility-cloak-could-hide-things-from-sonar-2014-3
Video
www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=_EB6WYo6d-s
www.youtube.com/watch?v=vtKBzwKfP8E
Maria
In der Serie „Mobilität & Städte 2030“ stellen sich die VDI-Nachrichten vor, welche Technologien sich in den nächsten rund 15 Jahren in unsern Alltag integriert haben werden. Interessant, am besten gefallen hat mir die Vision, die in Dänemark spielt:
www.vdi-nachrichten.com/Technik-Wirtschaft/Daenemark-tritt-in-Pedale
Maria
Lernlust statt Paukfrust

„Ich habe keine Lust, das zu lernen!“ Wer hatte den Gedanken nicht schon mal? Selbst wenn man sich fest vorgenommen hat, diesmal diszipliniert an den Lernstoff ranzugehen.
Das kurzweilige Buch kann das Verhältnis zwischen gutem Vorsatz und Lernlust verbessern. Es beschreibt persönliche Motivatoren, also spezielle Bedingungen, unter denen man leicht(er) lernt – oder auch: leicht(er) arbeitet. Grundthese: Jeder Mensch verfügt über eine individuelle Mischung von Hauptmotivatoren, die ihm das Leben leichter machen.
Die Blickrichtung dieses Buchs ist: „Wie komme ich leicht zum Ziel?“ Also ohne große Mühe. Das hat mich natürlich direkt neugierig gemacht… und ich fing an zu lesen… und las… und las. Nach drei Tagen war ich durch (nur Feierabends, arbeiten gehen musste ich tagsüber ja auch noch).
Zuerst hab ich mich und meine Motivatoren auf Basis von wenigen Stichwörtern grob selbst eingeschätzt, danach ging es mehr in die Details, so dass meine Selbsteinschätzung genauer wurde. Dabei helfen je ein Anwendungsfall (Beispiel anhand einer Person) und Praxistipps (was man so machen kann, um die eigene Motivation zu steigern). Die Einstufung selbst fiel mir sehr leicht, da führt das Buch gut durch den Entscheidungsprozess. Gut gefallen hat mir, dass der Autor eine Emailadresse angibt, an die man ganz individuelle Fragen zum Thema schicken kann.
Erstaunlich auf den ersten Blick, glasklar auf den zweiten: Dieselben Motivatoren können für die Eine sehr motivierend sein, den Anderen können sie nicht nur nicht interessieren, sondern ihn sogar demotivieren!
Ein Abschnitt befasst sich mit dem Thema Ziele („wofür lerne ich?“). Die dort auf Motivatoren gerichtete Interpretation von „SMART“ (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) ist eine der eingängigsten, die mir je begegnet ist. Der Autor verschweigt auch nicht, dass Ziele zu finden, zu präzisieren und sauber zu definieren der größte Brocken ist.
Die Einteilung in 14 Motivatoren basiert auf Forschungsergebnissen. Diese wurden analysiert und gruppiert zu günstigen Rahmenbedingungen, unter denen Menschen leichter ans Ziel kommen. Die Felder der Motivationsforschung, aus denen diese Motivatoren hervorgehen, sind recht unterschiedlich: Weltraumprogramme (USA) und Spitzensport (UdSSR). Bemerkenswert ist, dass beide zu ähnlichen Erkenntnissen kamen, die dann zu den Motivatoren im Buch führten.
Das zugehörige Kartenset eignet sich gut für Seminare. Es enthält die 14 Motivatoren und dazu noch 8 Aufgabenkarten. Die Karten sind postkartengroß. Einziger Minuspunkt: Aufgabe 4 geht nur auf der Website, d. h. man muss online sein und die Seite muss verfügbar sein. Es handelt sich um den Onlinetest, welche Motivatoren man wohl so bevorzugt. Braucht man meiner Meinung nach aber nicht dringend, die Selbsteinstufung ist ja schon so sehr einfach. Ansonsten sind die Texte auf den Karten leicht verständlich, damit kann man gut starten. Das Preisleistungsverhältnis für das Buch bzw. für das Set aus Buch und Karten ist sehr OK.
Tipp: Falls Ihr Euch entscheiden möchtet, im Zweifel nur das Buch lesen statt nur die Karten.
Fazit: Großartig nicht nur fürs Lernen, auch für (leidige) Arbeiten, die vor einem liegen.
Themen
Harald Groß: „Lernlust statt Paukfrust. Mit Deinen Motivatoren leichter lernen in Schule, Studium und Beruf“. Gert Schilling 2011. 28,- EUR (mit Kartenset 31,50 EUR). ISBN 978-3-930816-25-5.
Maria
Inspiration
In diesem ungewöhnlichen Fotobuch findet man vieles, einen Bildband, ein Fachbuch und eine schöne Quelle der Inspiration für jeden, der anspruchsvolle Fotos machen möchte. Kunstwerke allesamt, hier häufig von bisher unbekannten Fotografinnen und Fotografen. Die stammen aus der ganzen Welt: Europa, Asien, Australien, USA. Zu jeder Aufnahme liefern sie umfangreiche Informationen zum Entstehen des Bildes und zur verwendeten Technik, mal mehr, mal weniger, ohne dabei von der Wirkung der teilweise atemberaubenden Bilder abzulenken. Die Art der Beschreibungen zu den Fotos ist so unterschiedlich wie die Leute, Länder und Situationen, zu denen die Fotos gehören.
1x.com ist eine populäre Fotogalerie im Web. Gegründet in Schweden, hat sich 1x.com mit mehr als 150.000 Besuchern täglich als eine der einflussreichsten Fotogalerien weltweit etabliert. Ein Team von 11 Kuratoren wählt aus den eingereichten Arbeiten die besten für die Veröffentlichung auf 1x.com aus. Aus diesen wiederum wurden 100 Arbeiten für den vorliegenden Band ausgewählt.
Kommentare zu den Fotos in der Webgalerie dürfen nur gegegen werden, wenn man Regeln folgt, u. a. dass die Fotografin oder der Fotograf daraus etwas lernen kann. Noch so eine Regel: Bevor man einen Kommentar bekommen kann, muss man selbst zwei andere Fotos kommentiert haben, nach Kriterien wie Licht, Komposition, Botschaft, Stimmung und Geschichte. Auch Anfänger und Laien sind ausdrücklich zu Bewertungen aufgerufen :)
Die Definition aus dem Buch zum Begriff“ (Foto-)Kunst“ als „Reflexion der Seele, keine Frage der verwendeten Kameratechnik“ beschreibt ganz gut, was die Leserin erwaret :-)
Fazit: Variantenreich und ästhetisch
Themen
1x.com (Hrsg.): „Inspiration. Ein Buch für Fotografen“. dpunkt 2012. 34,90 EUR (D) / 35,90 EUR (A). ISBN 978-3-86490-000-6.
Fotografie als Meditation
Für Viele ist die Fotografie ein Ausgleich, der Stress vergessen lässt. Mit der Kamera eine Landschaft erwandern, Motive betrachten, Stimmungen empfinden und Bilder gestalten. Das hat mehr mit Meditation zu tun, als man im ersten Moment denkt. Der Autor setzt hier die Zen-Philosophie in Beziehung zur künstlerischen Fotografie und zeigt, wie Meditation helfen kann, leichter Inspiration zu finden.
Meditation und Fotografie haben vieles gemeinsam: Beides ist auf den gegenwärtigen Moment bezogen, beides erfordert einen höchsten Grad an Aufmerksamkeit, beides gelingt am besten, wenn der Geist von störenden Gedanken frei und unvoreingenommen ist.
Mit stimmungsvollen Bildern von Landschaften, Städten, Menschen und Motiven der Natur und dazu gehörigen Bildanalysen eröffnet der Autor eine völlig neue Betrachtungsweise, ohne die handfesten Kriterien der Bildgestaltung und Aufnahmetechnik zu vergessen. Beispiel: Bilder vom Großstadtleben – Stichwort Street Photography – erfordert eine innere Ruhe beim Fotografierenden, der den entscheidenden Moment und die ausgewogene Bildkomposition abpassen muss. Ein Ziel des Buches ist, den Leser zu einem eigenen fotografischen Selbstausdruck anzuregen. Technische Finessen treten dabei völlig in den Hintergrund.
Zuerst ist das Buch eher textlastig, und zwar mit anspruchsvollem Text (nunja, es geht ja auch um Meditation, Versenkung, Leeren des Geistes…). Später gibt es dann mehr und größere Fotos. Gut gefallen hat mir, dass das mit dem Meditieren nicht nur theoretisch und hintergründig daher kommt, sondern dass es auch eine praktische Anleitung zum „Zazen“ gibt. Und die Bandbreite der dargestellten Fotoausdrucksformen ist recht groß: „Hübsche“ Fotos, vordrgründig nicht so hübsches, Farbfotos und Schwarzweißbilder, eher abstrakt oder eher gegenständlich mit Landschaften, Leben und Leuten.
Ein Wort zum Layout: Die farbige Gestaltung der oberen Kopfzeile finde ich überflüssig und störend, denn das Blau lenkt gerade bei Schwarzweißfotos unnötig vom dargestellten Bild ab, sowas stört den Bildeindruck!
Ein anderes Buch des Autors, „Die Kunst der Schwarzweißfotografie„, gibt es ebenfalls als Rezension in der Zeitung. Seit vielen Jahren veröffentlicht er Kunstkalender.
Fotoreisen führten ihn unter anderem nach Indien, Indonesien, Mexiko, Nepal, in die Türkei, die USA, die Sahara und die Arabischen Emirate (was man auch in diesem Buch sehen kann).
Fazit: Für Meditationsinteressierte sicher attraktiver als für technikaffine Fotokonstrukteure
Themen
Torsten Andreas Hoffmann: „Fotografie als Meditation. Eine Reise zur Quelle der Kreativität“. dpunkt 2013. 36,90 EUR (D) / 38,- EUR (A). ISBN 978-3-86490-031-0.
Maria
Sehr schöne Seite, hier findet die Webentwicklerin alles, was den Einsatz in verschiedenen Browsern betrifft. Sehr nettes Tool.
Maria
Vielleicht kennt Ihr Gource schon. Es visualisiert, wie sich Versionen von Software entwickeln.
Falls Ihr Gource nicht kennt (oder falls Ihr Spaß daran gefunden habt), könnt Ihr bei YouTube zusehen, wie sich Versionsverläufe wie Feuerwerkskörper explodieren und sich entwickeln. Sehr schön anzusehen. Wäre das nicht was für Silvester, nach Dinner4One und vor dem Selbstraketenzünden?
Maria
3D-Druck für alle
Die Ur-Idee ist ja gar nicht neu, sondern eine alte Geschichte aus der Informatik: http://www.uni-konstanz.de/philosophie/files/alife.pdf. Jetzt ist die Technik endlich soweit, dass diese Vision im Wohnzimmer Konturen annehmen kann.
Selbstgefertigte Handyhüllen, 3D-Selfies (also kleine Figuren von sich), Multicopter, Schmuck oder ein Ersatzteil für das kaputt gegangene Gerät – all‘ sowas lässt sich mit 3D-Druck herstellen. Das Buch zeigt wie. Man erfährt, wie die Technologie funktioniert, welche Einsatzmöglichkeiten sie bietet, und welche Chancen sie für die Zukunft noch so bereithält. Zur Zielgruppe gehören alle, die 3D-Druck einsetzen möchten, privat oder kommerziell. Dafür sind keine technischen Vorkenntnisse erforderlich.
In Praxisübungen zeigt der Autor, wie man vom Design zum fertigen Ausdruck kommt, welches Equipment benötigt wird, und welches Druckverfahren das geeignetste ist. Dabei werden viele Möglichkeiten: Von der Verwendung fertiger Druckvorlagen über die Gestaltung eigener Modelle bis zum Scanning bestehender Designs. Egal, ob man sich für einen eigenen Drucker, einen Dienstleister oder ein FabLab entscheidet – das Buch gibt Tipps und verrät Tricks.
Mir ist das Buch insgesamt zu lang mit zuviel Text. Der Autor scheint mir vor allem jung und begeistert zu sein. Die Hintergrundinfos und Verweise sind mir zu sehr zusammengestütckelt und zu wenig ausgewählt, das wirkt dann ausgefranst. Sei’s drum.
Die vielen Modellfotos gefallen mir ganz gut. Da bekommt man einen Eindruck, wie weit die Praxistauglichkeit jetzt schon ist. Hinweise auf die Rechtslage, Tipps zur Suche in Modellsammlungen und ein miterworbenes E-Book machen die Geschwätzigkeit des Textes wieder wett.
Hier ein paar Linktipps aus dem Buch, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen:
Fazit: Insgesamt zu lang für meinen Geschmack, sonst OK. Achtung – der Untertitel passt nicht so ganz zur Ausrichtung des Inhalts
Themen
Florian Horsch: “ 3D-Druck für alle. Der Do-it-yourself-Guide“. Hanser 2014. 29,99 EUR. ISBN 978-3-446-44261-0.
Mehr zum Thema 3D-Druck: „Kinderspielzeug drucken“
Maria
Der alte König in seinem Exil
Arno Geiger berichtet in seinem Buch über seine Erfahrungen mit seinem dementen Vater. Trotz dessen Krankheit beeindruckt der Vater durch Vitalität, Witz und Klugheit. Jedenfalls dann, wenn sich die Gesunden die Mühe machen, sich in seine Welt zu begeben. Die Krankheit löst langsam die Orientierung in der Gegenwart und immer mehr die Erinnerungen auf und lässt so allmählich sein Leben abhanden kommen.
Der Sohn erzählt, wie er nochmal und ganz neu Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre in sein Exil begleitet. In scheinbar sinnlosen und auf den zweiten Blick wunderbaren und poetischen Sätzen entdeckt er, dass es auch hinter der Alzheimerkrankheit in der Person ihm gegenüber noch alles gibt: Charme, Humor, Selbstbewusstsein und Würde.
Was ist wichtig? Was macht unser Leben lebenswert?
Der Vater (bzw. sein Sohn) erzählt von einem Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. Der Sohn beginnt, offen, liebevoll und heiter seinen Vater neu kennenzulernen. Er geht mit ihm durch die Landschaft, in der sie beide ihre Kindheit verbracht haben und erzählt von Gegenwart und Vergangenheit des Vaters und von der eigenen Kindheit im Dorf. Ein lichtes, lebendiges, oft auch komisches Buch über ein Leben, das sich vielleicht nur wenig unterscheidet von dem Leben, das wir alle tagtäglich führen – manchmal auch: führen sollten.
Fazit: Bewegend, trotz allem voller Hoffnung
Arno Geiger: „Der alte König in seinem Exil“. Hanser 2011. 17,90 EUR. ISBN 978-3-446-23634-9.
Maria