Ich bin Student an der Uni Bremen, ich bin Mieter meiner Wohnung, ich bin Kunde der Stadtwerke, ich bin Nutzer der Bibliothek, ich bin Abonnent einer Tageszeitung, ich bin Patient bei meinem Zahnarzt und ich bin Vater meines Kindes. Moment mal: Vater? Ach nein, natürlich Mutter – ich bin ja schließlich eine Frau. Also: Student, Mieter, Kunde, Nutzer, Abonnent und Patient – aber nicht Vater! Logisch? Natürlich nicht! Als Frau bin ich selbstverständlich Studentin, Mieterin, Kundin, Nutzerin, Abonnentin, Patientin – und als Autorin dieses Artikels bin ich auch eine Teilnehmerin der informatica feminale.
Und ich will auch so bezeichnet werden! Ich bin eine Sie und will so angesprochen werden. Also: "Jede kann sich mit ihrem Account an ihrem Rechner einloggen." Ich halte überhaupt nichts davon, ständig unsichtbar gemacht zu werden – im Gegenteil: Ich denke, das ist sogar schädlich!
Als ich vor ein paar Jahren mal mit dem fünfjährigen Sohn einer Freundin an einem Taxistand vorbeilief, sagte er: "Da ist ein Taxifahrer, da ist noch ein Taxifahrer, da ist noch ein Taxifahrer…" Beim fünften Taxi sagte ich: "Das ist aber eine Taxifahrerin." Seine erstaunte Antwort: "Das geht doch gar nicht, Frauen fahren doch kein Taxi!!"
Kinder lernen, dass es Ärzte, Richter, Politiker, Handwerker, Bauern, Taxifahrer, Motorradfahrer, Bergsteiger, Fußballer, Polizisten … gibt. Und dann gibt es noch die Kindergärtnerin, die Arzthelferin, die Verkäuferin, die Friseuse und die Krankenschwester … Welches Bild machen diese Kinder sich von der Welt? Welche beruflichen Vorstellungen entwickeln sie? – Ohne konkrete Vorbilder wird es sehr schwer, ‚ausgefallene‘ Jobs anzustreben. Immer noch wählen 90% der Mädchen 10 typische Frauenberufe – und werden Jungs nur höchst selten Krankenbrüder.
Gerade wir – als Frauen in einem "männlichen" Bereich – sollten doch Wert darauf legen, (auch sprachlich) sichtbar zu sein! Und sollten nicht nur hier bei der informatica – aber in solchen rein weiblichen Zusammenhängen absolut selbstverständlich (!) – weibliche Bezeichnungen verwenden.
Denn ich bin Informatikerin!
Rike
von Rike
Am Sonntag nun findet der mittlerweile 4. Solidaritätslauf "(L)Auf zur Venus" zugunsten von Brustkrebs betroffener Frauen statt. Die Veranstalterinnen hoffen, auch in diesem Jahr wieder die 10.000 Kilometer-Marke zu erreichen – im Vorjahr waren es sogar 13.000 Kilometer!
Also, falls Ihr am Sonntagvormittag noch nichts weiter vorhabt, dann kommt doch auch in den BürgerInnenpark! Und welche sich am informatica-Team beteiligen möchte: wir treffen uns – wenn es nicht in Strömen regnet – um 10:30 Uhr auf der Südseite des Parkhotels am Hollersee (siehe Bild).


Nun will ich nicht behaupten, dass hiesige Aufzüge genauso schnell fahren. Aber die Idee ist ja gar nicht mal schlecht. Frau denke nur an Jobbörsen oder Karrieremessen. Ganz zu schweigen von diesen unglaublichen Zufällen, dass man auf dem Campusfest arbeitgebenden Alumnis über den Weg läuft. Prinzipiell lässt sich diese Technik natürlich auch für andere Zwecke nutzen. Die konkrete Anwendung bleibt da ganz der geneigten Zeitungsleserin überlassen…
Überraschend kam die Ankündigung, dass ich nach Buenos Aires fliegen würde, um dort zu arbeiten. Sehr viel Zeit blieb nicht, außerdem gab es schon hier jede Menge Zeugs für den Workshop dort zu erledigen. Also kam ich ziemlich unvorbereitet auf einem andern Kontinent an. Nach ein paar Stunden war mir klar:
Die argentinischen Kollegen arbeiten an einer technischen Fachschule (12 – 18jährige Schüler/innen, Gebäude s. rechts)- Fundación ORT – die Schwerpunkte in Chemie, Elektronik, Musikproduktion und Informatik anbietet. Sie haben einen sehr großen Computerraum, ein Studio für Musikaufnahmen und koscheres Essen. Der Techniker, der mir zur Seite steht, mag dieselben Filme wie ich und das ist eine sehr gute Arbeitsgrundlage. Die Kollegin managt die Organisation und liest mir jeden Wunsch von den Augen ab. Das Lustigste aber ist die Unterhaltung mit dem Fahrer, mit dem ich auf Deutsch, Englisch und Spanisch radebreche und der einen holländischen Großvater hat. Er hat mir den Namen eines seltsamen Gehölzes verraten, das hier wächst: Der Ombu, ein riesiger Busch (s. Foto unten).
Auf der diesjährigen Hannover-Messe veranstalten die Deutsche Messe AG und LogOn Technology Transfer in diesem Jahr erstmalig den Fachkongress "WomenPower 2004" zum Thema "Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft". Der Kongress ist für Frauen in Industrie und Wirtschaft,

Eine anfangs sachliche Diskussion von Brigitte, Maria und Rike ist mit der Zeit