Blattgeflüster
Hope Jahren erzählt über ihr Lebensgeschichte in der Wissenschaft und in der Natur. Es geht um Pflanzen, Liebe und Alltag und um die Welt der Wissenschaft.
Die Autorin verwirklich ihre Leidenschaft, die ihr Herz rührt und ihr Leben erfüllt. Sie ist Geobiologin und schon als Kind fasziniert, als sie im Labor ihres Vaters dabei sein darf. Sie erforscht Pflanzen, Blätter, Samenkörner und findet Wunderliches heraus. Zum Beispiel: Ein Samen kann sich nach 2000 Jahren entscheiden zu keimen.
Neben den Forschungsfragen und Forschungsergebnissen liest man hier über den Kampf um Drittmittel, das Ringen um Anerkennung in der wissenschaftlichen Gesellschaft (nicht nur auf Tagungen) und über Hindernisse, die das Ganze zum Leben auf einem schmalen Grad machen. Nicht nur Geldnot, auch Krankheiten und Außenseitererlebnisse stellen die Wissenschaftlerin und ihr (Kleinst-)Team immer wieder auf die Probe. Wie sie diese Probleme angeht, meistert oder auch nur hinnimmt, ist ziemlich interessant.
Diese Textstelle bringt es auf den Punkt, finde ich:
„Ich bin eine gute Wissenschaftlerin, weil ich nicht gut zuhören kann. Mir ist gesagt worden, ich sei intelligent und mir ist gesagt worden, ich sei einfältig. Mir ist gesagt worden, ich versuche, zu viel zu tun und mir ist gesagt worden, dass das, was ich getan habe, eigentlich nicht viel ist. Mir ist gesagt worden, dass ich nicht tun kann, was ich tun will, weil ich eine Frau bin und mir ist gesagt worden, dass mir nur erlaubt worden sei, zu tun, was ich getan habe, weil ich eine Frau bin. Mir ist gesagt worden, dass ich ewig leben kann und mir ist gesagt worden, dass ich durch ein Burn-out einen frühen Tod erleiden werde. Ich bin dafür getadelt worden, zu feministisch zu sein und mir ist misstraut worden, weil ich zu maskulin wirke. Ich bin gewarnt worden, dass ich viel zu sensibel sei und ich bin beschuldigt worden, herzlos und kaltschnäuzig zu sein. Aber all diese Dinge sagten mir Menschen, die die Gegenwart ebenso wenig verstehen und die Zukunft auch nicht besser erkennen können als ich.“
Die Lebensgeschichte liest sich eher wie ein Roman als wie ein populärwissenschaftlicher Bericht. Besonders spannend ist natürlich, dass es eine wahre Geschichte ist.
Mehr davon:
- http://jahrenlab.com
(Forschung) - https://hopejahrensurecanwrite.com
(alles Mögliche) - https://hopejahrensurecanwrite.files.wordpress.com/2013/11/jahrensavefacultytime.pdf
(da gefällt mir Punkt 12 besonders)
Fazit: Warmherzig und faktenreich
Themen
- Wurzeln
- Blätter
- Holz
- Blüten
- Früchte
Hope Jahren: „Blattgeflüster. Die wunderbare Welt der Pflanzen. Aus dem Leben einer leidenschaftlichen Forscherin“. Ludwig 2016. 22,99 EUR (D) / 23,70 EUR (A). ISBN 978-3-453-28069-4.
Maria





Heute mal MINT als Natur … ohne Wissenschaften. Hier erzählt eine Falknerin eine Tiergeschichte aus ihrem Leben. Da werde ich glatt ein bisschen sehnsüchtig und wünschte, ich hätte Verhaltensbiologie studiert.
Dies ist die Geschichte von Poldi und Ingo. Poldi ist Steinkauz, Höhlenbrüter und das Nesthäkchen in seinem Gelege. Von üblicherweise 2 bis 6 Eiern bei Steinkäuzen ist er die Nummer Sieben. Und schlüpft noch schnell, als die Züchter das Ei aufgeben. Als er zur Falknerin kommt, ist er ein halbes Jahr alt.
Zur Tierfamilie gehören noch mehr, einer davon ist Gandalf. Eine Weißgesichtseule, die für die anderen „den Großvater“ spielt. Und sieht er nicht tatsächlich aus wie Gandalf, was meint Ihr? Und da sind noch mehr, aber seht doch selbst im Buch nach…
Wie schaffen Unternehmen es, in der steigenden Flut von Informationen (und Werbung) sichtbar zu bleiben oder erst zu werden und die gewünschten Empfängerinnen und Empfänger zu erreichen? Dieses Buch setzt auf das Konzept eigener Markenbotschafter. Wer Inhalte sucht, schätzt glaubwürdige Lotsen, die Orientierung liefern. Es geht um eine erfolgreiche Kommunikations- und Contentstrategie, die auf „Personenmarken“ setzt.


Die Beschreibung hat mich neugierig gemacht. Was hat es mit dem „Mönch am Meer“ auf sich? Zumal mich dieses Jahr „Meer“-Bücher eh anziehen…

Ein Waldspaziergang mit einzigartigen Bildern und fesselnden Geschichten.
Karolin Klüppel ist eine außergewöhnliche Fotografin, für ihr Werk wurde sie schon ausgezeichnet. Eine außerordentliche Resonanz bekam sie für die Mischung ihrer Fotos zwischen Dokumentation und Komposition sowie ihrem ausgeprägten Gespür für eindrückliche Themen. Auch die Mädchenbilder existierten zuerst als Ausstellungsstücke.
Von 2013 bis 2015 verbrachte die Fotografin insgesamt 10 Monate im Dorf Mawlynnong und machte dort ihre teils magischen, teils skurrilen Bilder.
TED-Talks erfahren eine steigende Poplularität. Sie sind inzwischen DAS Vorbild für viele Vortragende geworden, die sich überlegen, wie sie ihr Thema am besten präsentieren. Das Buch basiert auf der Analyse vieler TED-Vorträge. Sie wurden einerseits aus neurowissenschaftlicher, aber auch psychologischer Perspektive betrachtet. Die Einschätzung von Körpersprache, Gestik und das gesprochene Wort hat die Frau des Autors übernommen, die Dozentin für Psychologie ist.

Das Buch ist erzählte Wissenschaft: Mit der Natur als Vorbild Materialien, Strukturen und Prozesse erforschen, das macht Bionik aus. Die Autorin spannt den Bogen von Alexander von Humboldt bis zur Bionik von heute. Hier gibt es nicht nur spannende Einzelaspekte aktueller Wissenschaft und Technik, sondern gleichzeitig den Blick aufs große Ganze. Super!