Einfach Programmieren für Kinder
Schon der Teasertext ist ein kurzer Algorithmus:
So geht’s
1. Buch „Einfach Programmieren für Kinder“ aufschlagen
2. „Clever Programmieren“-App herunterladen und öffnen
3. Pro Doppelseite das passende Symbol auswählen, Spiel starten und schon lernt und spielt dein Buch mit dir!
Programmieren lehrt logisches Denken und hilft Kindern dabei, sich in einer zunehmend digitalen Welt bewusst zu bewegen. Das logische Denken an sich ist darüber hinaus ja auch sonst ganz nützlich.
Mit Hilfe des Buchs können Kids spielerisch erste Programmierkenntnisse erwerben. Unterstützt durch unterschiedliche Übungen können die jungen Lernenden die Konzepte des Programmierens verstehen lernen. Nach jedem sinnvollen Abschnitt wird der gerade erläuterte Inhalt in App-Anwendungen abgefragt, geübt und so vertieft. Denn das Kind kann mittels Smartphone die Programmieraufgaben aus dem Buch direkt umsetzen. Besonders hervorzuheben: Das Buch funktioniert mit Ergänzung durch die App und (fast) genauso gut geht es auch ohne App. Es gibt viele kleine Aufgaben, die es zu lösen gilt. Zu den Aufgaben gibt es am Ende des Buches eine Lösung oder einen Lösungsvorschlag.
Erläuterungen und Aufgaben sind verständlich und kindgerecht getextet. Ein paar Dinge werden wiederholt aufgegriffen. Das hilft beim Vertiefen, beim Lernen und Behalten. Die Beispiele kommen aus dem Alltag der Kids, ein bisschen aus der Rechnerwelt (Apps auf dem Smartphone), meist aus dem „rechnerfreien“ Alltag (Kochen, Wegbeschreibung, den Tisch decken).
Besonders gut hat mir gefallen, dass gleich von Anfang an vermittelt wird, dass es auf ein Problem nicht unbedingt immer nur EINE Lösung gibt, sondern in der Regel mehrere Wege zum Ziel führen. Das hilft schon im Ansatz gegen Unsicherheit und ist nicht nur fürs Programmieren eine wichtige Lektion. Auch der Frust beim Fehlersuchen wird beschrieben, als ganz normaler Teil des Programmierens.
Als Highlight habe ich entdeckt, dass es auch schwierigere Aufgaben für besonders pfiffige Kids gibt : -) Die allermeisten Aufgaben sind dabei angemessen leicht und für die meisten Kids lösbar. Das Buch ist gemeinsam mit Grundschullehrern (vielleicht auch -lehrerinnen…?) entwickelt worden, wahrscheinlich merkt man das eben an dieser Stelle.
Die Bilder sind schlicht, farbenfroh und fröhlich. Kurze Wissensinputs zu Ada Lovelace, Grace Hopper (die die Geschichte der Motte im Computer, der stockte, verbreitet hat) u. a. ergänzen die reine Programmiersicht.
Mir gefällt auch die Buchgröße: Etwas größer als DIN A4. Dazu mit stabilem Einband und recht robust im Handling. Für Kinder ab 8 Jahren. Die Altersangabe findet man groß gedruckt direkt auf der Rückseite; das findet man schnell. Dafür geb ich mal einen Sonderpunkt.
Noch was Kritisches? Naja. Das Beispiel zu den bedingten Anweisungen könnte noch um eine winzige Kleinigkeit verbessert werden: „Wenn gar kein Advent ist, zünde ich keine Kerze an.“ (OK, damit schulde ich jetzt der Besserwisserkasse 5,- EUR).
Tipps fürs Web gibt es auch noch:
www.calliope.cc (ab 8 Jahren)
www.scratch.mit.edu (ab 8 Jahren)
www.appinventor.mit.edu (ab 13 Jahren)
www.code.org (ab 6 Jahren)
www.open-roberta.org (ab 8 Jahren)
Für Eltern: Das Buch ist übrigens nicht nur von Programmierenden und Pädagogen (vielleicht auch Pädagoginnen…?) entwickelt worden, sondern wurde auch durch echte Kinder getestet. (@Diana: Kannst Du was zum Testergebnis sagen?)
Fazit: Super! Sehr durchdacht! Macht sogar Erwachsenen Spaß!
Themen
- Zimmer aufräumen mit dem Computer
- Black Box Computer
- Algorithmus
- Anweisungen, auch bedingte
- Programmiersprachen
- Debugging
- Ereignisse
- Variablen
- Datentyen: Strings, Integer, Boolean, Listen
- Schleifen
- Funktionen
- Glossar
Diana Knodel, Philipp Knodel und Jan Radermacher: „Einfach Programmieren für Kinder. Mit Buch und Smartphone programmieren lernen“. CARLSEN Verlag 2017. 14,99 EUR (D) / 15,50 EUR (A). ISBN 978-3-551-22077-6.
Maria
Mindestens einmal im Leben erleben die meisten Menschen ein gravierendes, potenziell traumatisches Ereignis. Wer alt genug ist, kennt das wahrscheinlich. Dieses Buch stellt Resilienz aus systemischer Perspektive von der praktischen Seite sowohl für den Einzelnen wie für das Unternehmen dar. Resilienz ist kein gegebener Faktor der Persönlichkeitsstruktur, sondern das konstruktive Umgehen mit widrigen Umständen.
Das postkartenkleine Büchlein ist ein Ratgeber für den Studienstart, der sich ebensogut für Studienprofis eignet. Denn auch Promovierende finden hier noch Nützliches. Der Autor verfügt offensichtlich über eine Menge eigener Erfahrung. Er gibt einen breiten Überblick, zu vielen Tipps verweist er auf weiterführende Infos, meist in Form von URLs.




Seit 2008 schreiben ein paar Leute in Hamburg ganz besondere Weihnachtsgeschichten auf. Oder eher Weihnachtsmetaphern. Denn darin begegnet man etwas ganz Praktischem wieder: Agil produzieren, abeiten und führen. Auf unterhaltsame Weise kann man sich hier agile Inhalte und Konzepte, verpackt ins Weihnachtsthema, (noch einmal) gemütlich erzählen lassen.
Wer kennt das nicht? Frustrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer und keine verwertbaren Ergebnisse. So laufen Meetings oder Projektbesprechungen oft. Erkenntnisse aus Diskussionsrunden? Gleich null. Aus diesem Dilemma hat sich das Moderieren entwickelt. Schlechte Erfahrungen kennen auch Viele: Es wird „moderiert“, aber trotzdem wird aneinander vorbeigeredet, Konkretes kommt selten auf den Tisch und Diskussionen drehen sich im Kreis.
Bei diesem Lehrbuch steht die Idee im Mittelpunkt. Schön ist, dass die Ideen oft unabhängig von der Ausrüstung funktionieren. Trotzdem kommen Blende & Co. natürlich auch vor. Auch ein paar handfeste Modellempfehlungen (z. B. zu speziellen Objektiven) sind drin. Zu jedem Foto gibt es die Kameraeinstellungen. Die Texte ergänzen die Bilder gut und sind locker geschrieben, woran man den Ursprung in den Niederlanden noch erahnt.
In diesem als Kinderbuch deklarierten Gute-Nacht-Geschichten-Buch finden sich beeindruckende Persönlichkeiten. 100 Frauen, 100 Geschichten. Dazu 100 kunstfertige Porträts. Weltgeschichte im Großen und im Kleinen. Und die Storys muss man nicht, kann man aber super am Lagerfeuer erzählen.
Starten wir mal mit einem Zitat: „Die Erfahrung einer schlecht gewählten Arbeitsfrage vergisst man nicht so leicht. Denn sie kann einen ganzen Prozess in die falsche Richtung und am Ziel vorbeiführen. Es ist aufwendig, dann noch mal dagegenzusteuern.“ Yep. Das hab ich auch schon mal ausprobiert …
Im Beruf oder privat, immer wieder kommt es vor, dass man auch ohne große Vorbereitung das Wort ergreifen muss. Ein kurzes Statement, eine Begrüßung oder Argumente, um Andere zu überzeugen. Solche Situationen gibt es im Alltag öfter als große Ansprachen oder Vorträge. Nebenbei, das spontante Sprechenkönnen ist ohnehin viel wichtiger, um beruflich voranzukommen. Wer diese Fähigkeit beherrscht, ist deutlich im Vorteil.
Immer mehr Organisationen setzen auf selbstorganisierte Teams. Manager müssen diese Transformation begleiten, ohne genau zu wissen, was ihre Rolle nach dem Übergang sein wird. Und wenn sie sich selbst nicht mitverändern, können sie eher zum Hindernis als zum motivierenden Faktor werden.
Die Bandbreite der Methoden reicht von Kommunikation über gute Meetingkultur bis hin zur Konfliktmoderation. Ziemlich gut und kurz erklärt wird die „Gewaltfreie Kommunikation“ von Rosenberg. Aus den lösungsfokussierten Prinzipien greife ich z. B. das lösungs- und zielorientierte Formulieren heraus: Nach den Details des Ziels oder der Lösung einerseits suchen (lassen) und andererseits nur das Notwendigste zum Problem erfragen. Probleme dabei trotzdem von der Seele reden lassen, soweit das hilft. Bei „Fehlern“ mit (vermeintlichen) Verursachern kommunizieren – es könnte eine bewusste Entscheidung mit guter Absicht dahinter stecken – sehr wahrscheinlich sogar!


Der Nachthimmel über England ist dunkel. Sehr dunkel.