Der Design-Thinking-Werkzeugkasten
Design Thinking ist eine Methode, die bei der Neuentwicklung von Produkten und Services hilft, die wirklichen Kundenprobleme zu identifizieren und innovative Lösungen für diese zu finden. Aus dem Buchtext: „Ein […] Gedanke – bevor es nun wirklich losgeht: Die meisten erfolgreichen Innovationen sind das Ergebnis von Teamarbeit. […] Und für solch ein Team gilt: Je diverser – in Hinsicht auf den beruflichen, aber auch kulturellen Hintergrund – die Zusammensetzung des Teams ist, desto besser für das Projekt.“
Die Autoren bündeln die vorgestellten Werkzeuge entlang vom Design-Thinking-Prozess in sechs Phasen. Die Anleitungen für den gesamten Projektverlauf sollen die Entscheidung für das richtige Werkzeug erleichtern. Außerdem wird ein erster Eindruck vermittelt, wie eine vom Kunden her validierte Idee in ein erfolgreiches Geschäftsmodell überführt werden kann.
Den ersten Abzug in der B-Note gibt es für weiße Schrift auf Leuchtorange. Das ist nicht so recht barrierefrei… Hübsch, aber vielleicht in der nächsten Auflage mehr Kontrast. Das wäre für mich als Leserin (Kundin) wünschenswert.
Übersicht verspricht die einheitliche Struktur für die Methoden:
- Ergebnis – Format – Material – Vorbereitung – Zeitdauer
Die Methodenbeschreibungen sind handwerklich okay, sie bieten gute Impulse. Trotzdem und leider: Manchmal sind die Erklärungensehr zu knapp gehalten – manchmal habe sogar ich als Moderatorin mit jahrelanger Erfahrung nicht verstanden, worauf die Autoren bei einer Methode hinauswollten (selbst bei Methoden, die ich schon länger kenne und anwende…)
Gut gefallen hat mir, dass die Materialempfehlungen sehr oft minimalistisch und doch völlig ausreichend sind: Haftnotizen, Moderationswände und Karten, Flipchartstifte, Küchenuhr / Stoppuhr, Fotogerät (Kamera oder Smartphone). Damit geht was!
Hilfreich ist auch die Idee, zwei Rollen zu nutzen: „Projekt-Owner“ und „Projekt-Master“, angelehnt an die Rollen in Scrum. Der eine ist für die Ausrichtung und Priorisierung von Inhalten verantwortlich, der andere sorgt für einen guten Prozess beim Erarbeiten von Lösungen.
Ein Schlüsselfaktor von Design Thinking wird explizit nochmal genannt: „Wenn Sie Kunden interviewen, versuchen Sie nicht, Ihre Hypothesen von ihnen validiert zu bekommen. Seien Sie offen, neugierig und bereit für Überraschungen.“
Fazit: Werkzeugkasten mit Nachholbedarf bei Methodenbeschreibungen
Themen u. a.
- Business Owner Briefing: Stakeholder und Projektteam
- Charette
- Designaufgaben-Lückensatz
- Informationen und Kernfakten sammeln
- Google Trends, Trend-Matrix und Google Alerts
- Buzz Reports
- Designbrief
- Nutzer-Kamera-Studie: Kundenperspektive
- Von Erkenntnissen zu Schlüsselerkenntnissen
- Empathie-Raster
- Personas und User Journey Map
- Kundenperspektiv-Lückensatz
- Stakeholder-Abstimmung
- Faktor 10!
- Storyboard
- „Zauberer von Oz“
- Kunden-Co-Creation
- Feedbackraster
- Testkarten und Hypothesen-Testblätter
- Learning Launch
- Produktvision
- Business Model Canvas
Ansgar Gerling und Godehard Gerling: „Der Design-Thinking-Werkzeugkasten. Eine Methodensammlung für kreative Macher „. dpunkt 2018. 16,95 EUR. ISBN 978-3-86490-589-6.
Maria
Design Thinking
Hast Du weder Zeit noch Lust auf langatmige Belehrungen eines Kollegen oder darauf, Dich durch unzählige Webseiten zu klicken oder ein dickes Fachbuch zu wälzen? Dafür wurde dieser kompakte Ratgeber verfasst. Das Buch hat sich eine klare Aufgabenstellung gesetzt: Es will den Anforderungen anspruchsvoller Leser genügen, die mehr über die Anwendung von Design Thinking in einer digitalen Welt erfahren möchten. Dann sehen wir mal….
Heraus kam ein Buch, das einen rasanten Überblick über die wichtigsten Prinzipien im Design Thinking bietet. Es ist eine Mischung aus Beispielen und Methoden. Die wesentlichen Elemente des Design Thinking werden im Buch angerissen. IM Fokus stehen beispielhaft die Herausforderungen von digitalen Innovationen (als derzeit häufigste Anwendung des Design Thinking). Nach den Grundlagen will das Buch den Blick weiten auf die Verbindung von Systems Thinking und Design Thinking sowie Business Ökosystem Design.
Der Autor ist Gastprofessor für Design Thinking an diversen Universitäten und hat mehr als 15 Jahre lang in der Industrie Innovationen realisiert und digitale Transformationen angestoßen. Leider scheint er mir nicht der geborene Autor für kurze, knappe Ratgeber zu sein…
Auch mit etwas Vorwissen tat ich mir beim Lesen echt schwer. Der Stil … ja, was? Ist auch mal leicht zu lesen. Dann wieder tauchen Bezeichnungen auf, die entweder (zu) weit vorn eingeführt wurden und ohne Verweis nicht mehr rasch wieder zu finden sind. Oder auch gar nicht? Daisy Maps? Google kennt das schon mal nicht. Hm… Das hörte auch nicht auf. Weitere Begriffe oder Abkürzungen ließen mich überlegen, was denn nun wieder gemeinst sein könnte. Und ich konnte auch nicht mal eben nachschlagen, denn einen Index hab ich vergeblich gesucht.
Weiter gibt es abstrakte Konstrukte, die so knapp dargestellt sind, dass ich nicht verstanden habe, was da erklärt werden sollte. An einer Stelle hat mich der Autor völlig abgehängt. Vor allem ein Verweis aus der Einleitung hat mich nur noch mehr verwirrt, denn dazu hab ich auch nix gefunden.
Die Inhalte sind oft so weit verkürzt getextet, dass Neulinge und Gelegenheitsdesignthinker wie ich kaum mitkommen.
Ein paar praktikable Sachen lassen sich allerdings auch herausfiltern. Da ist zunächst mal der Leitspruche des Design Thinking: „Fail eraly to succeed sooner“. Man merkt auch, dass der Autor die Methodik wahrscheinlich sehr gut kennt. Auch die Erklärung des „Mindset“ ist okay.
Zurück zum Anspruch: „Das Buch will den Anforderungen anspruchsvoller Leser genügen, die mehr über die Anwendung von Design Thinking für die Findung von Lösungen in einer digitalen Welt erfahren möchten. Und das in kurzer Zeit.“ Ich würde sagen, dafür sollte es nochmal gründlich überarbeitet werden. Weniger Inhalt, dafür besser erklärt. Gliederung aufräumen und Layout einsetzen, das den roten Faden unterstützt. Weniger von den hübschen Grafiken, dafür die vorhandenen komplett erläutern. Dann kann noch was richtig Gutes draus werden.
Fazit: Vieles bleibt schemenhaft. Schade.
Michael Lewrick: „Design Thinking. Radikale Innovationen in einer digitalisierten Welt“. C. H. Beck 2018. 9,90 EUR. ISBN 978-3-406-72060-4.
Maria
Die Teilnahme an einer Diskussionsrunde ist oft mühselig – lediglich eine Pflicht oder gar eine Last… Schlimmstenfalls führt das Gespräch zu keinem Ergebnis. Dagegen möchte das Büchlein vorgehen. Der Autor ist erfahrener Gesprächsleiter und gibt in seinem Ratgeber praxisnahe Tipps für eine effektivere Gesprächskultur. Außerdem kennt er die Sicht als Sprechtrainer, Coach und Vortragsredner.
Der Calliope mini ist ein 5-Gramm-Computer, der erschwinglich ist und Digitalisierung so für alle möglich macht, die spielerisch an das Thema herangehen wollen. Hier kann man ein grundlegendes Verständnis bekommen bzw. schaffen, das für die Zukunft wichtig ist. Und faszinierend ist es auch noch!
Das Modell will einen revolutionären Weg aus der Krise weisen. Und zwar so, dass Kapitalismus, Ökologie und soziale Grundrechte auf gescheite Weise vereint werden. Die
Im Untertitel erfährt man, worum es den Autoren geht: „So lügt man mit Sprache“. Als Journalistin oder Journalist steht man immer mal wieder vor der Frage: Mach ich´s verständlich, oder mach ich´s mir leicht? Oder will ich gar manipulieren…?
„Zack klappte sein Notebook auf und loggte sich ein. Minecraft, Multiplayer. Er suchte den Server heraus. Gleichzeitig meldete er sich bei Skype an, um die Tonverbindung zu Tomke und Michi herzustellen. Die Klötzchenwelt öffnete sich. »Achtung ZackOne, noch 11 Tage, dann ist der Preis verloren. 20.12.15.23.5.15.18.22.8« Zack starrte auf den Monitor. Nur noch elf Tage, bis was auch immer für ein Preis verloren war. Und Michi und Tomke waren noch gar nicht online. Merkwürdig! Er tippte in den Chat: »ZackOne: Hallo Nobody, was willst du von mir?« Die Antwort kam sofort: »Hilfe« […]“
Marc ist neu in der Schule, Malte auch. Lucie ist schon länger in der Klasse. Marcs Vater ist Touri-Guide und kennt Bremen und seine Geschichten sehr gut. Spannend wird es, als Marc im Dom zufällig zwei Männer miteinander sprechen hört. Kurz darauf wird im
Lösungsorientiert, klar strukturiert und treffend. Dieser Ratgeber hilfti, Entscheidungsvorlagen für das Management zu schreiben. Solche, die funktionieren.
Wie lernt man was am schnellsten? Indem man’s tut! Dies ist ein Aufgabenbuch, quasi „Lernen durch Machen“. Fein!
Das Buch lädt zum Mitnehmen und schnell Reinlesen ein, wenn man sich das kleine und dünne Format ansieht. Rund 50 Seiten Text, dazu nochmal ein Anhang von 46 Seiten. Wer Kanban noch nicht kennt, wird sich mit diesem knappen Extrakt nicht leicht zurechtfinden. Das kann zum Einen daran liegen, dass es eben eine Essenz ist, was eher Profis anspricht. Zum Anderen finde ich die Übersetzung bzw. den Sprachstil …. hmmm… irgendwie kantig. Die Sätze fließen nicht, haben keine Melodie oder es ist schwierig, den eigentlichen Punkt herauszulesen. Ein Beispiel: „Das System und Board-Design sozialisieren und die Implementierung aushandeln.“
Scheitern möchte niemand. Trotzdem kann es eine (notwendige) Voraussetzung für persönlichkeitsbildende Lernerfahrungen sein. Und als Voraussetzung für große Erfolge. Scheitern ist hier extrem, nichts Reparables, sondern ein kompletter Misserfolg. Das Buch dient dieser Art des Scheiterns nun als Rehabilitationsschrift. Gut. Das kann von destruktiven Schuldgefühlen befreien und den Blick weiten. Die Kurzzusammenfassungen an jedem Kapitelende sind auf den Punkt und gut gelungen. Ein Zitat aus dem Buch gefällt mir besonders: „Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“ (Samuel Beckett)
Das Buch erzählt die Geschichte von Bodie und seiner neuen Besitzerin. Am Anfang dieser Geschichte steht das Ende einer Beziehung. Mit Mitte, Ende 40 steht Belinda (Jahrgang ’67) unerwartet wieder als Single da. Und so ähnlich geht es auch Bodie, dem Mischling. Er sitzt im Tierheim, die Todesspritze droht. Beide treffen fast zufällig aufeinander. Und finden sich.
Wie neulich schon versprochen, hab ich mir diesen Roman nochmal genüßlich und komplett vorgenommen.
Dieses Nachschlagewerk kann von Leuten aus der Praxis (Lernenden und Profis) genauso eingesetzt werden wie in im Studium. Das Wissen, das man in Fachgebieten und Methoden, von der Architektur über Datenhaltung und Sicherheitsfragen bis zum Projektmanagement braucht, findet man hier. Alle Grundlagen auf dem neusten Stand. Das Buch behandelt relevante IT-Themen umfassend und praxisnah. Konzepte und gut erläuterte Fachbegriffe sind dabei kein Selbstzweck, sondern stehen im Dienst der Kunst, gute Software zu entwickeln für die, die sie am Ende benutzen.
Alle möglichen Softwareprodukte werden immer öfter von cross-funktionalen Teams gezimmert. Die einzelnen Mitglieder eines zeitlich begrenzt zusammenarbeitenden Teams bringen Expertise aus verschiedenen Bereichen ein. In diesem Buch geht es sehr viel um Workshops, in denen diese Bereiche zusammenkommen. Da werden Projektkonstellationen geklärt, Fortschritte, Barrieren und Risiken der Projektphasen identifiziert, kleinere und größere Ergebnisse erarbeitet und nächste Projektschritte geplant.
Prinzip Doppelseite: Backpapier auflegen > Zutaten in Originalgröße aufpuzzeln > Salzen und ölen > Backpapier aufs Blech schieben > Backen > Njamm!
Nur etwa postkartengroß und schmal, da macht schon das Äußere wieder mal Lust aufs Lesen.
Das kennen wir alle, oder? Mittags im Büro weiß ich wieder mal nicht, was ich essen sollen. Halbwegs gesund soll es sein, satt machen und schnell gehen. Und ach ja, bitteschön auch nicht sooooo satt machen, dass ich nicht mehr arbeiten kann.
Führungskräfteentwicklung hat im Bereich Personalentwicklung (teure) Relevanz. In diesem Buch geht es um die Schattenseiten: Der Autor stellt Personen und Institutionen auf den Prüfstand. Dabei beschreibt er drastisch und aus seiner Sicht: Kunstfehler, Mythen sowie Tricks und Maschen, die von externen Trainern und Beratern eingesetzt werden: „Es werden […] zahlreiche gaunerhafte Verhaltensweisen in der FKE-Szene illustriert.“
Sehr sympathisch beginnt das Buch schon mit der Widmung: „Für Sasha, die beste Schwester, die die Evoution je hervorgebracht hat. Ich bin froh, dass noch ausreichend gute Gene übrig waren, um dich zu erschaffen.“ Ungeheuer unterhaltsam… genauer gesagt… die Autorin unterhält sich. Und zwar mit der personifizierten Evolution. Zum Beispiel über den Menschen: „Du, Evolution, warum können wir nicht ein bisschen toller sein? […] Warum haben wir zum Beispiel keine Flügel?“ Und die Evolution antwortet. Auf rund 260 Seiten.