Zum Artikel vom 12. Sep 2000 : Aus einer Emaildiskussion zwischen Eva und Maria
[Maria:]
> Dass unsere Journalistin das Ganze aus ihrer
> eigenen frauenpolitischen Sicht dargestellt hat,
> gehört zur Pressefreiheit.
[Eva:]
das war es eben, was mich so stutzig machte, die frauenpolitische sicht,
müssen wir wirklich als frauen so reagieren? hatten die
generationen der frauen zuvor nicht genug solche beispiele von ähnlicher
männerpolitischer sicht miterleben müssen? würde eine kleine bemerkung
nach der seminarstunde nicht ausreichen? so nach dem motto "es war
eigentlich für frauen gedacht, aber es freut mich, dass sich auch männer
hierher verirrt haben" oder so ähnlich? ich frage nur, habe natürlich keine
ahnung!
deine bemerkung zur pressefreiheit habe ich leider nicht verstanden, es
ging mir allein um die art, wie solche sätze wie
"Was zeigt: erstens, mit welcher Einstellung der Benjamin kam und was er
im Kurs wollte und zweitens, dass das Verständnis für
Gleichberechtigungsfragen erst mit dem Alter kommt.."
auf den leser /die leserin wirken!
(ich denke, benjamin ging vielleicht, weil er sich dort unwohl fühlte.
und wenn es wirklich stimmt, dann musste ihm der artikel nicht sehr
‚komisch‘ vorkommen :-( )
meine kritik ist nicht böse gemeint, ich wollte dich nur ein bisschen
dazu inspirieren, über die wirkung des geschriebenen auf die leser
nachzudenken …
Eva
von Eva





Eine kleine Einführung für jede, die gerne wissen möchte, was sie da eigentlich sooo gerne isst… sofern sie es nicht eh schon wusste.
Für Schokolade werden die jeweiligen Zutaten miteinander vermischt. Es entsteht eine feste, knetfähige Masse. Diese wird in einem Raffineur durch mehrere Walzen zu einer hauchdünnen Schicht gewalzt (je nach Sorte etwa 25 Tausendstel mm). Die Feinheit ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Die Schokolade wird dann in einer Conche umgerührt und bis auf 90°C erwärmt für bis zu 90 Stunden. Beim Conchieren wird ständig langsam hin und her geschwenkt, es entsteht eine zarte flüssige Masse. Nun wird die Masse mit einigen Fettkristallen geimpft und man läßt sie ganz langsam abkühlen, was die Bildung von Fettreif verhindert. Dieser Temperieren genannter Vorgang liefert der Schokolade ihren matten seidigen Glanz und das ‚Knack-Geräusch‘ beim Zerbrechen. Jetzt wird die Schokolade in Form gegossen oder zum Umhüllen verwendet.
Du bist feministisch in dem Sinne, dass Du dich für genau eine Frau einsetzt: Dich selbst. Was anderen zustößt, ist Dir egal. Über Politik denkst Du nur nach, wenn die Spritpreise mal wieder steigen. Mach die Augen auf und schau Dich um: Da gibt es noch andere Frauen. Was tun die? Warum? Welche Probleme haben sie? Haben sie Schokolade für Dich?
Hast Du Deinen Wehrdienst abgeleistet? Kannst Du keine Spannbetttücher falten? Verwechselst Du häufig »links« und »rechts«? Das ist kein Wunder: Du lebst im falschen Körper. Wir empfehlen eine Geschlechts-umwandlung und / oder eine Karriere in der CSU. Und vergiss nicht, am Samstag für die Sportschau Bier und Chips zu besorgen.
Du hast es erfasst: Die Welt ist so, wie sie ist. Und so kann es natürlich nicht weitergehen. Früher oder später aber werden alle die Wahrheit erkennen: Es gibt viele böse Dinge (und Männer). Dann spricht Dein weiches Herz zu Dir: »Ich werde es verkünden und sie alle retten vor der HERRschaft der Hosenträgergemeinde«
Du bist von einem anderen Stern. Die Realität kann Dir nichts anhaben. Deine Welt ist die der Science Fiction, Tarotkarten und Fantasy. Du träumst von Jean-Luc Picard und hast Deinen Aszendenten noch nie verleugnet. Hinterm Haus parkst Du Deinen Flugdrachen, wenn Du vom Weltretten nach Hause kommst an den heimischen Herd.
Wie ifz herausfand, sind die Gründe für die Teilnahme vielfältig genug, um den teils langen Anfahrtsweg und die Angst, doch nichts zu verstehen, vergessen zu machen.