Mathe kannste knicken
Verbindet man beim Lernen Feinmotorik, geistiges und kreatives Tun, fördert dies das ganzheitliche Lernen. Und es macht Spaß!
Dieses Buch tut genau das. Es stellt mit Hilfe von Faltobjekten mathematische Einsichten vor, untersucht die Konstruktion mit mathematischen Hilfsmitteln und regt an, nebenbei ganz praktische Modelle zu basteln.
Zielgruppe für das Buch sind Lehrende und Lehramtsstudis, die Mathematik anschaulich vermitteln möchten. Dabei gibt es weniger fertige Übungsaufgaben als vielmehr einen Einblick in die Bandbreite der Möglichkeiten, immer anhand von „begreifbaren“ Beispielen. Bei den vorgestellten Faltungen wird die Richtigkeit der Konstruktionen mit unterschiedlichen mathematischen Hilfsmitteln untersucht, wobei auch Begründen und Beweisen eine zentrale Rolle spielen.
Das Buch fängt sehr einfach an. Von Dreiecken zu Quadraten und Rechtecken geht die Reise zu regelmäßigen Vielecken. Auch in den 3D-Raum führt der Weg: Reguläre Körper kann man selbst herstellen! (Besonderer) Würfel, Quader, Tetraeder, Pyramiden. Wie cool ist das denn?
Abstraktere Themen wie Kongruenz, Spiegelung, Strecken- und Flächenverhältnisse und die irrationale √ 2 werden mit Faltfiguren dargestellt. Und noch viel mehr. Die Erläuterungen sind – mit etwas Gefühl für Mathematik – gut verständlich.
Warum Papierfalten?
Das Falten von Papier bietet eine faszinierende Herangehensweise an mathematische Inhalte, fördert die (mathematische) Kreativität und nutzt die Vorteile beim Zusammenspiel von Hand und Kopf. Es entstehen verschiedene interessante Faltobjekte, was ja als „Nebenprodukt“ der mathematischen Gedankenwelt auch einfach sehr schön ist.
Beim eigenhändigen Falten von Papier entwickelt man (automatisch) exaktes Arbeiten, Feinmotorik, Vorstellungsvermögen und Selbstvertrauen. Papierfalten ist also, wie man hier feststellen kann, eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Im Unterschied zur reinen Lehre des Origami (ori-falten, kami-Papier) wird hier neben dem Falten noch das Schneiden und Kleben erlaubt. So verbinden sich bei dieser geometrischen, spielerischen Gedankenwelt die Begriffe Origami und Mathematics zu Mathegami (oder Origamics). Ganz im Sinne: Mathe kannste knicken!
Fazit: Schönes Anwendungsbeispiel für Geometrie; für Interessierte geeignet. Kein einfaches Papierfaltbuch, falls es nur um die Figuren geht.
Themen u. a.
- Regelmäßige Vielecke und Rhomben
- Reguläre Körper
- Tetraeder und Pyramiden
- Verhältnisse verschiedener Figuren zueinander
- Der Goldene Schnitt
- Begründen und Beweisen
- Warum entstehen beim Falten Geraden?
- Origami bzw. Origamics
- Figuren
- Faltgeraden
- Ein kleiner Schwan
- Dreieck- / Quadratpuzzle
- Vom Grashalm zur Blume zum Vogel
- Päckchen (mit geometrischen Betrachtungen)
- Kolumbuswürfel
Michael Schmitz: „Mathe kannste knicken. Kreativer und aktivierender Mathematikunterricht mit Papierfalten“. Hanser 2021. 19,99 EUR. ISBN 978-3-446-46940-2.
Maria

Wahrscheinlich kennst Du das: Du gehst einen alten Wald, es ist dunkel, mystisch. Wie im Urwald. Wälder faszinieren uns Menschen.
Das Buch hilft auf jeden Fall dabei. Man bekommt einen schärferen Blick für außergewöhnliche Waldmotive, lernt Lichtstimmungen und Farben zu sehen und einzufangen. Durch Bildbearbeitung können schließlich die Ergebnisse noch intensiver werden. Auf dem Weg von der Bildidee über erste Erkundungen „on Location“ bis hin zur Aufnahme und Nachbearbeitung nimmt das Buch Schritt für Schritt die Leser:innen mit.
Die beiden Autor:innen fotografieren offensichtlich leidenschaftlich gern.
Nach der Lektüre dieses Buches werden die fotografierten Waldlandschaften dann vielleicht endlich öfter aussehen wie in natura – OK, Ausprobieren und Üben gehört da auch noch dazu…
In Zeiten der DSGVO ist es für viele Unternehmen schwieriger geworden, ihre Werbebotschaften datenschutzkonform und zielgenau an die richtige Person zu bekommen. Das Buch unterstützt Unternehmen dabei, diese Transformation von den rein datenbasierten zu einer datenschutzkonformen „people-based“ Marketingstrategie durchzuführen.
Montags im Web: Das „
„Ich bin für eine Weile nicht auf dem Planeten. Zurück im Mai“ lautet die Abwesenheitsnotiz von Samantha Cristoforetti. Sie ist mal eben weg, für 200 Tage auf der ISS. Bis die Ingenieurin und Pilotin endlich im Orbit ankommt, war es allerdings ein langer Weg. Sehr lang.
Wie auch schon in der ersten Auflage – von Maria bereits
Nein. Es geht nicht um Selbstoptimierung. Es geht um einen schlauen Umgang mit der eigenen Denkfähigkeit.
Die Neuerscheinung will ein Nachschlagewerk für den Einstieg in die Informatik und ein Übungsbuch für das Programmieren sein. Soweit der Anspruch, den das Buch an sich selbst hat. „Alles, was du für Informatik brauchst“ und „Das Starterkit für angehende Programmierer“ (sic!) – das sind ja schon zwei große Themenbereiche.
Das Buch ist nix für Verschüchterte – da wird schon sehr offen und auch mal frech formuliert. Gegen Männer? Nein, nur gegen dumme Vorurteile und Klischees.
Der Ozean mit den Augen eines Kraken. Spoiler: Recheckig!
Urbanes Leben, großen Metropole, besondere Plätze bieten viele Möglichkeiten. Alltagsszenen und Augenblicke mit der Kamera festhalten oder kleine Geschichten durch ein Bild erzählen. Auch im unmittelbaren Umfeld, sei es die Kleinstadt, das verschlafene Nest oder der Arbeitsalltag, finden sich für die Straßenfotografie ausreichend Gelegenheiten für authentische und ausdrucksstarke Fotos. Ihre Erfahrungen dazu teilt die Autorin und Fotografin in diesem Buch. Es besteht aus genau 3 Teilen: Einleitung (2 S.), Übungen (191 S.) und Fazit (1/2 S.) – 75 Übungen, um genau zu sein.
Live-Online-Trainings (LOT) erleben (offensichtlich) einen Boom. Virtuelle Lernformate können oft genau so reichhaltig und lebendig sein wie Face2Face-Veranstaltungen. Hier wie dort sorgen die Formate dafür, dass sich die Teilnehmer:innen kennenlernen, in Interaktion gehen, Themen bearbeiten. Dass gewiefte Anwendung, Auffrischungen und Wiederholungen das Gelernte vertiefen.
Das ist das einzige Sketchnotebuch für den IT-Bereich, das ich kenne. Und es braucht Konkurrenz auch nicht zu fürchten. Es enthält, komplett aus der Perspektive der Arbeit in der IT eine vielfältige Einführung ins Sketchnoting für alle möglichen Einsatzbereiche. Alle Einsatzbereiche kann ich mir gut vorstellen (nur nicht die tägliche Arbeitsplanung, was an meinen persönlichen Präferenzen liegen mag).
Kim, Vanessa und Metin staunen nicht schlecht, als sie einen kleinen Hamster treffen, der ein Raumschiff fliegt. Er lädt sie ein, ihn zu seinem Heimatplaneten zu begleiten. Auf ihrer Reise durch den Weltraum erleben sie jede Menge Abenteuer …
Am Beispiel der Straßenfotografie nimmt uns die Autorin (Biologin und Fotografin) mit auf ihre persönliche Reise zum Flow. Also zum Zeitvergessen und Einswerden mit der Welt, transportiert durch den Akt des Fotografierens.
Alles beginnt mit der Heuschreckenplage. Ein uraltes Phänomen. 1875 gewissenhaft dokumentiert: 12.5 Billionen Tiere, die u. a. die kleine Farm (aus „
Ein paar bunte Augenblicke mit Florentinchen, und schon ist man dem Glück näher. Also wenn man einen ruhigen Moment findet und sich drauf einlässt, dann auf jeden Fall.
Dieses Buch klärt über die Vielzahl von oft zufälligen Faktoren auf, die unsere Entscheidungsfindung stören und häufig leider negativ beeinflussen. Er führt dafür den Begriff „Noise“ ein, den er vom bekannteren Phänomen des „Bias“ abgrenzt. Um zu lernen, diese kognitiven Störgeräusche zu verstehen und mit ihnen umzugehen, gibt er viele Beispiele an und zieht Schlussfolgerungen aus vielen Studien. Denn: Nur wenn mir der Effekt bewusst ist, kann ich auf Dauer bessere Entscheidungen treffen. Oder die Entscheidungsqualität anderer beurteilen.
Sophie Passmann interviewt in diesem Buch einige Männer, alle weiß. Die meisten nicht ganz jung. Sie ist Feministin und – auch das noch! – Veganerin. Das erste ist schon … schwierig (für manche der Gesprächspartner). Das zweite macht die Treffen nochmal komplizierter (weil meist gegegessen wird).